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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2021

Mal ganz anders

Disney – Villains 1: Die Schönste im ganzen Land
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An die Disneyfans, habt ihr euch auch schon gefragt, wie die Disney Bösewichte eigentlich dazu geworden sind? Die Disney Villains Reihe vom Carlsen Verlag beschäftigt sich genau mit dieser Frage angefangen ...

An die Disneyfans, habt ihr euch auch schon gefragt, wie die Disney Bösewichte eigentlich dazu geworden sind? Die Disney Villains Reihe vom Carlsen Verlag beschäftigt sich genau mit dieser Frage angefangen bei Schneewittchens Stiefmutter.

Die Böse Königin war eine wunderschöne und herzensgute Frau, eine liebende Mutter und eine gute Königin bis das Schicksal ihr die große Liebe nahm und sie in ein dunkles Loch fiel.

Das Buch thematisiert nicht nur die Märchenwelt rund um Schneechen und den Hof an dem sie aufwuchs. Verlust, körperlicher und seelischer Missbrauch in der Kindheit und daraus resultierende Langzeitfolgen werden angesprochen. Man beginnt mit der ach so Bösen Königin zu sympathisieren, versteht ihren Frust und ihre Ängste bis zu einem bestimmten Grad und möchte sie gerne das ein oder andere Mal kräftig schütteln, damit sie wieder aufwacht.

Das Buch lässt sich sehr schnell lesen, da die Schrift relativ groß ist. Außerdem ist der Schreibstil einfach und gut verständlich, wie man es bei einem Kinder- und Jugendbuch erwartet. Die Geschichte besticht nicht mit anhaltender Spannung, ist aber durchaus wegen seiner tiefgründigen Gedanken lesenswert.

Einzig der rasche Umschwung von liebender Frau und Mutter zu durchtriebener und von Neid zerfressender Hexe hat mir nicht so gut gefallen. Da hätte ich mir noch ein paar mehr Sätze bzw. Seiten gewünscht.

Was man noch wissen sollte: Die Buchreihe baut aufeinander auf. Man merkt schon in diesem ersten Band, dass andere Personen aus bereits erschienene Teilen erwähnt werden, so zum Beispiel Maleficent (nicht namentlich) und die drei Schwestern, welche als Cousinen des Königs fungieren.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.03.2021

Mein Lieblingsmarvelheld

Marvel Captain America – The First Avenger
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Mein zuletzt beendetes Buch 2020 war noch eines der Marvelbücher. Chronologisch gesehen das erste Buch, denn die Geschichte spielt 1942 und somit vor all den anderen Marvelfilmen.

Es ist ein sehr dünnes ...

Mein zuletzt beendetes Buch 2020 war noch eines der Marvelbücher. Chronologisch gesehen das erste Buch, denn die Geschichte spielt 1942 und somit vor all den anderen Marvelfilmen.

Es ist ein sehr dünnes Buch und lässt sich sehr zügig lesen, da es wieder ein Jugendbuch zum Film ist. Relativ große Schrift ein anschauliches Cover und in der Mitte des Buches Bilder aus dem Film.

Der Schreibstil - wie auch bei den anderen Büchern - eher einfach gehalten, was aber für die angesprochene Zielgruppe genau richtig ist. Der Inhalt gibt die Geschehnisse im Film eins zu eins wieder und ein paar Gedankengänge Captain Americas versüßen dem Leser das Buch.

Besonders interessant fand ich die schriftliche Wiedergabe des letzten Abschnittes, als Steve Rogers nach 70 Jahren aufwacht und plötzlich in einem völlig anderen New York steht.

Da es als Jugendbuch erschien, kann und möchte ich keine großen Minuspunkte anführen, da es sehr gut umgesetzt wurde und ich es auch meiner fast zehnjährigen Tochter in die Hand drücken würde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2021

Ich bin ein absoluter Gerritsen-Fan

Angst in deinen Augen
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Ich weiß gar nicht warum ich so lange gewartet habe, aber ich habe endlich wieder ein Tess Gerritsen Buch gelesen und war ein weiteres Mal begeistert. Diesmal handelte es sich nicht um ein Buch der Rizzoli ...

Ich weiß gar nicht warum ich so lange gewartet habe, aber ich habe endlich wieder ein Tess Gerritsen Buch gelesen und war ein weiteres Mal begeistert. Diesmal handelte es sich nicht um ein Buch der Rizzoli & Isles Reihe, sondern war ein eigenständiger Thriller.

Nina wurde vor dem Altar sitzen gelassen, alle Gäste hatten die Kirche vorzeitig verlassen und Nina saß bereits im Auto des Pastors, um endlich nach Hause zu fahren. In diesem Moment ging im Gotteshaus die Bombe hoch, doch Niemand wurde verletzt, was reines Glück war. Die Spuren führen zu einem ehemaligen Bombenleger, der jedoch seit einiger Zeit tot ist. Hatte er einen Handlanger? Und was hat das ganze mit Nina zu tun?

Das Buch war unglaublich kurzweilig und innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Ein flüssiger Schreibstil und relativ große Buchstaben sorgten für schnelles Vorankommen in der Story.

Die Charaktere waren mir grundsätzlich sympathisch oder eben auch gar nicht, letzteres war definitiv von der Autorin beabsichtigt und ich musste mich manchmal zusammenreißen, nicht gegen die Brauteltern zu wettern. Die Beziehung zwischen Nina und Sam, dem Ermittler des Bombenkommandos, war leider etwas vorhersehbar und in meinen Augen teilweise unrealistisch, weswegen ich ein Herz abziehen muss.

Das Gesamtbild hat trotz vorhersehbarer Handlung und schnell aufgelöster Probleme überzeugt und ich kann es ebenfalls als Hörbuch empfehlen. Gelesen wird es von Tanja Geke - Synchronsprecherin von Zoe Saldana bekannt aus Avatar und als Gamora (Guardians of den Galaxy).

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2020

Toller zweiter Teil

INSEL
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Nachdem ich jetzt fast drei Monate nicht wirklich lesen konnte und meine Rezensionsexemplare langsam einstaubten, kann ich endlich wieder eine Rezension posten.

Der erste Teil der Hulda - Reihe („Dunkel“) ...

Nachdem ich jetzt fast drei Monate nicht wirklich lesen konnte und meine Rezensionsexemplare langsam einstaubten, kann ich endlich wieder eine Rezension posten.

Der erste Teil der Hulda - Reihe („Dunkel“) wer ein absolutes Highlight für mich dieses Jahr und ich habe mich sehr auf den zweiten Teil gefreut. Gleich vorweg: Ich mochte auch den zweiten Teil gerne, aber Band eins war besser.

Wir reisen in die Vergangenheit, denn diese Buchtrilogie ist achronologisch aufgebaut. Hulda ist jünger, die Geschehnisse rund um ihre Tochter und ihren Ehemann sind bereits passiert und sie möchte einen Karrieresprung nach vorne machen.

Hulda wird im neuen Fall auf eine einsame Insel gerufen, um den Tod einer jungen Frau aufzuklären. Dabei macht sie immer mehr Entdeckungen, die auch auf einen Fall hinweisen, der bereits zehn Jahre in der Vergangenheit liegt.

Auch in diesem Band gelingt es Jónasson trotz und gerade wegen ständiger Zeitsprünge die Spannung kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Man möchte gar nicht aufhören tiefer in die Geschehnisse einzutauchen. Diesmal ist Huldas private Story etwas in den Hintergrund gerutscht (aber nicht völlig außen vor gelassen), doch auch das macht das Buch nicht weniger interessant.

Der Schreibstil ist gewohnt leicht zu lesen und ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Das Cover ist passend zum ersten Band und sieht im Regal unglaublich stimmig aus.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.09.2020

Einzeln betrachtet ein schöner Roman

Ein ganz neues Leben
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Dieses Buch ist die Fortsetzung zu „Ein ganzes halbes Jahr“ und knüpft zeitnah an den Vorgänger an. Es ist definitiv kein Buch, welches man lesen muss, aber für Fans von Lou und Will, ist es genau das ...

Dieses Buch ist die Fortsetzung zu „Ein ganzes halbes Jahr“ und knüpft zeitnah an den Vorgänger an. Es ist definitiv kein Buch, welches man lesen muss, aber für Fans von Lou und Will, ist es genau das Richtige. Louisa Clark kämpft immer noch mit ihrer Trauer nach dem Verlust von Will und hängt in einem Job fest, der ihr keinen Spaß macht und hat kaum noch Kontakt zu ihrer Familie. Ihre Mutter fand die Entscheidung, die sie im Bezug auf Wills Tod traf nicht gut und lässt sie das auch spüren. Doch als das Leben ihr erneut einen Stein vor die Füße wirft, macht sie eine Entdeckung, die alles zuvor geglaubte auf den Kopf stellt.

Ich habe bei meiner Bewertung versucht das Buch als Einzelwerk zu betrachten. Meiner Meinung nach war eine Fortsetzung der Geschichte nicht nötig, da sie zu einem Ende gefunden hat, womit ich Leben konnte. Der neue Handlungsstrang wirkte sehr aufgesetzt und aus den Fingern gesaugt. Trotzdem bekommt das Buch eine sehr gute Bewertung von mir, denn nüchtern betrachtet, war es ein toller Roman mit viel Gefühl und Liebe und ein paar typischen Lou-Momenten, die mich zum schmunzeln brachten.

Lou ist nach wie vor eine naive (wenn auch nicht mehr so stark wie früher) und fröhliche Frau Mitte 20, auch wenn sie ihre Lebensfreude erstmal wieder finden musste. Es machte Spaß ihren Weg zu verfolgen und ihren Zwiespalt zu erleben, denn mehr als einmal stand sie vor einer Entscheidung, die nicht nur ihr Leben auf den Kopf stellen würde. Zu Louisa und ihrer Familie gesellen sich auch wieder Camilla und Steven Traynor, wenn auch nicht mehr als verheiratetes Paar. Doch auch neue Romanfiguren erhalten Einzug in die Story. Lou besucht eine Selbsthilfegruppe und lernt Menschen kennen, die ähnliche Schicksalsschläge erlitten. Sie tauschen sich aus und helfen sich gegenseitig mit dem Erlebten klar zu kommen. Andere Personen dieser Geschichte werde ich hier nicht vorstellen, da ich nicht spoilern möchte.

Der Schreibstil ist wieder typisch Moyes und ich liebe ihre Liebesromane einfach total, es könnte also sein, dass ich etwas befangen bin. Das Cover ist wieder einmal traumhaft schön und die Kapitelüberschriften passen zum Coverfont.

Wer einen schönen Roman für zwischendurch sucht, kann ohne Sorgen zu diesem Buch greifen. Mir persönlich hat die persönliche Entwicklung , die Lou in diesem Buch durchlebt, am besten gefallen. Sie hat es geschafft aus ihrem schwarzen Loch des Verlusts herauszukriechen und wieder an die Erdoberfläche zu kommen. Die Menschen in ihrem Leben waren dabei eine große Hilfe und ich finde, dass ihre Entscheidung am Ende des Buches ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere