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Elamanu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2020

Im Schatten des Flammenbaumes - von Mina Baites

Im Schatten des Flammenbaums
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Die Geschichte spielt im Jahr 1926 und beginnt in Paris mit Louise, einer jungen Frau mit einem für diese Zeit außergewöhnlichen Lebensstil. Als sie die Chance sieht, ihren in Madagaskar lebenden Zwillingsbruder ...

Die Geschichte spielt im Jahr 1926 und beginnt in Paris mit Louise, einer jungen Frau mit einem für diese Zeit außergewöhnlichen Lebensstil. Als sie die Chance sieht, ihren in Madagaskar lebenden Zwillingsbruder wiederzusehen, nimmt sie die beschwerliche Reise in dieses weit entfernte Land auf sich und wird mit einem Abenteuer überrascht, welches sie sich so niemals hätte vorstellen können.

Hier hat mich - zugegebenermaßen - zuerst dieses still wirkende und doch ausdrucksstarke Cover angesprochen. Erwartet habe ich - nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte - eine historische Geschichte über eine für diese Zeit außergewöhnliche Frau.

Doch wer "nur" dies von diesem Buch erwartet, wird wahrscheinlich - genauso wie ich - während des Lesens immer wieder überrascht sein, welche unerwarteten Wendungen die Autorin Mina Baites (alias Anna Levin) sich für ihr Buch "Im Schatten des Flammenbaums" hat einfallen lassen.

Mir hat diese Mischung aus den Erzählungen des damaligen Lebens aus der Sicht der Hauptfigur Louise, den bildlichen Beschreibungen des Landes Madagaskar samt seiner Einwohner und vor allem den unvorhersehbaren Ereignissen während des Aufenthaltes in diesem für Louise völlig fremden Landes unheimlich gut gefallen. Hinzu kommt natürlich noch der gut zu lesende Schreibstil der Autorin.

Für mich war "Im Schatten des Flammenbaums" ein überraschendes Leseerlebnis, welches ich so nicht ganz erwartet hätte und bei dem ich die letzten Seiten (auf denen die Autorin noch einiges an Informationen für ihre Leser/innen bereit hält) mit ein wenig Wehmut gelesen habe, denn dieses Buch hätte gut und gerne doppelt so viele Seiten für mich haben dürfen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 06.11.2020

Wunderschönes Buch, um die "Glückspunkt-Methode" im Alltag als festen Bestandteil zu integrieren.

Das tut mir gut, Mama!
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Schon vom ersten Anblick des Buches an möchte man erfahren, was es denn mit dieser Glückspunkt-Methode auf sich hat, wie sie den Alltag unserer Kinder sozusagen entschleunigen kann. Es ist das gesamte ...

Schon vom ersten Anblick des Buches an möchte man erfahren, was es denn mit dieser Glückspunkt-Methode auf sich hat, wie sie den Alltag unserer Kinder sozusagen entschleunigen kann. Es ist das gesamte Buch, was hier von Beginn an wirkt - und dazu zählt auch das nicht zu große und nicht zu kleine Format, welches dazu einlädt, sich auf das Abenteuer der mir bis dahin völlig unbekannten Glückspunkt-Methode einzulassen. Diese wunderbare Gestaltung setzt sich übrigens auch im Inneren des Buches fort, die Seiten sind teilweise mit farbigen Bildern versehen und auch sonst hübsch gestaltet.

Diese Methode soll es vor allem Kindern erleichtern, wann immer nötig zur Ruhe zu kommen, innezuhalten, Ängste abzubauen, auf die eigenen Gefühle zu vertrauen und eine entspannte kurze Auszeit zu verbringen. Mithilfe sogenannter Glückssterne (Anleitung zum selbstanfertigen solcher Sterne ist im Buch enthalten), die gezielt aufgelegt werden, soll sich das beruhigende Gefühl erzeugen lassen. Hierzu gibt es im ersten Abschnitt genaue, verständliche Erklärungen.

Hinzu kommen zahlreiche Geschichten, Erläuterungen und auch viele Tipps und Tricks, um die Glücksstern-Methode fest im Alltag zu integrieren und - wann immer es notwenig erscheinen sollte - durchführen zu können. Auch Zusatzmaterial zum Download ist vorhanden.

Die Autorin Anja Frenzel hat mit ihrem Buch "Das tut mir gut, Mama!" ein traumhaftes Buch veröffentlicht, welches eine unglaublich schöne, entspannte Methode vorstellt und dem Leser so wunderbar nahebringt, so dass man nach dem ausgiebigen Befassen mit dieser Methode das Buch nicht mehr missen möchte. Denn die Glückspunkt-Methode ist zwar für Kinder (ab ca. 4 Jahren) toll geeignet, kann aber auch für den ein oder anderen Erwachsenen sicherlich eine nicht mehr aus dem Alltag wegzudenkende Routine werden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.11.2020

Unterhaltsames Buch, welches aus dem Leben einer Patchworkfamilie erzählt.

Ich bin eine Traumfrau – oder wie heißt das, wenn man immer müde ist?
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Was mich hier an diesem Buch zuerst angesprochen hat, war zugegebenermaßen der Buchtitel, denn als ich diesen gelesen habe, musste ich erst einmal lachen. Nina Bott ist wahrscheinlich den meisten bekannt, ...

Was mich hier an diesem Buch zuerst angesprochen hat, war zugegebenermaßen der Buchtitel, denn als ich diesen gelesen habe, musste ich erst einmal lachen. Nina Bott ist wahrscheinlich den meisten bekannt, nicht zuletzt aus der Serie "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", in der sie viele Jahre die Rolle der Cora Hinze gespielt hat. Aber auch als Moderatorin (u.a. von "Prominent") oder Influencerin ist sie immer wieder in der Öffentlichkeit vertreten. .

Der Schreibstil lässt sich von Beginn an gut lesen - und so fällt es nicht schwer, die Geschichten aus dem Familienalltag von Nina Bott mitsamt ihrer Patchworkfamilie von Seite zu Seite "mitzuerleben". Man erfährt, wie der Familienalltag mit all seinen mal kleineren und mal größeren Hindernissen abläuft, wie es überhaupt dazu kam, dass Nina nun in einer Patchworkfamilie lebt und auch einiges sehr berührendes aus der Kindheit der Schauspielerin.

Für mich war "Ich bin eine Traumfrau" ein Buch, welches ich gerne gelesen habe, denn es ist kein Ratgeber für Erziehungsfragen oder Familienalltagsfragen, sondern eher ein Einblick in das Familienleben der Schauspielerin.

Einzig gestört hat mich die Tatsache, dass etwas zu oft betont wird, wie gerne Nina Bott Mutter ist und ihren Familienalltag genießt. Dies liest man meiner Meinung nach sowieso schon aus den Zeilen heraus und hätte nicht immer wiederholt werden müssen. Denn sie ist ein durch und durch positiv denkender Mensch, was mir beim Lesen wirklich gefallen hat, und zieht aus jedem anbahnenden Chaos noch einmal das Beste heraus - dies überträgt sich auch beim Lesen und übermittelt einfach gute Laune.

Immer wieder finden sich Tipps zwischen den Kapiteln, so z.B. Tipps gegen Erkältungsbeschwerden, Ideen gegen Langeweile auf langen Autofahrten oder auch einige Rezepte.

"Ich bin eine Traumfrau - Oder wie heißt das, wenn man immer müde ist?" von Nina Bott hat mir einige schöne Lesestunden beschert und ist eine Empfehlung für alle Mütter.....und nicht nur für Fans von Nina Bott lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2020

Und wenn sie tanzt.....von Susan Elizabeth Pillips

Und wenn sie tanzt
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Die 35jährige Witwe Tess versucht, in der Einsamkeit einer Waldhütte über den Schmerz, welcher durch den Tod ihres Mannes in ihr Leben kam, hinwegzukommen. Doch auch wenn die nächsten Nachbarn nicht direkt ...

Die 35jährige Witwe Tess versucht, in der Einsamkeit einer Waldhütte über den Schmerz, welcher durch den Tod ihres Mannes in ihr Leben kam, hinwegzukommen. Doch auch wenn die nächsten Nachbarn nicht direkt nebenan wohnen, gibt es sie natürlich. Für Tess ist das erste Aufeinandertreffen mit ihrem "Nachbarn" Ian alles andere als erfreulich....und doch laufen sich beide in nächster Zeit öfter über den Weg, als ihnen lieb ist.

Dies war eine Geschichte, auf die ich mich anhand der Beschreibungen sehr gefreut habe. Und doch war ich nach den ersten Seiten ein wenig enttäuscht, die Handlung konnte mich für einige Seiten einfach noch nicht in ihren Bann ziehen, eher im Gegenteil. Allerdings war dies nur zu Beginn, also bei den ersten Kapiteln des Buches der Fall, denn so nach und nach kommt man immer mehr in Tess - und auch Ians' - Geschichte an und es ist auch oft die überraschende Wendung, welche mich hier begeistern konnte.

Aber nicht nur, denn Susan Elizabeth Phillips hat es sowohl bei ihren beiden Hauptfiguren als auch bei den meisten Nebenfiguren geschafft, ein vielschichtiges Bild der Personen zu zeigen, mit immer wieder unvermuteten Wendungen, sowohl in der Vergangenheit als auch in der gegenwärtigen Handlung. Der Schreibstil lässt sich wunderbar lesen - und so verstreicht die Lesezeit (nach anfänglichen "Schwierigkeiten") trotz der Dicke des Buches mit knapp 500 Seiten wie im Fluge.

Eine schöne Beigabe ist auch auf der letzten Seite zu finden, denn hier ist "Tess' Playlist für gute und schlechte Tage" abgebildet, so kann man sich die Lesezeit noch stimmungsvoller gestalten, falls gewünscht.

Einzig ein kleiner Kritikpunkt bleibt bei mir noch hängen, denn meiner Meinung nach passt das Cover nicht wirklich zum Inhalt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2020

Einstein von Torben Kuhlmann

Einstein
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Im inzwischen vierten Abenteuer, welches der Autor Torben Kuhlmann die kleine Maus erleben lässt, geht diese der Frage nach Raum und Zeit nach. Und so spielt nach Lindbergh, Edison und Armstrong hier Albert ...

Im inzwischen vierten Abenteuer, welches der Autor Torben Kuhlmann die kleine Maus erleben lässt, geht diese der Frage nach Raum und Zeit nach. Und so spielt nach Lindbergh, Edison und Armstrong hier Albert Einstein eine nicht ganz unwesentliche Rolle in diesem großartigen Buch.

Schon das Cover ist von der Gestaltung her ansprechend, nicht nur für jüngere Leser, und macht neugierig auf den Inhalt. Auch die eher gedeckte Farbwahl der Bilder zieht sich durch das gesamte Buch und passt hier einfach perfekt zum Gesamteindruck. Auf den zahlreichen Bildern gibt es für Groß und Klein viel zu entdecken und so macht hier nicht nur das vor- oder selberlesen des Textes Spaß, sondern vor allem das genaue Betrachten der Bilder.

Die kleine Maus geht hier der Frage nach, ob sich die Zeit zurückdrehen lässt, denn sie hat, trotz sorgfältiger Vorplanung, ausgerechnet das große Käsefest in Bern verpaßt. Um dieses Ereignis nachzuholen, beschäftigt sie sich immer mehr mit der Frage nach Raum und Zeit und erlebt so das Abenteuer ihres Lebens - nicht zuletzt durch das Treffen des in der Geschichte noch jungen, damals noch unbekannten Albert Einsteins.

Auch erfährt man am Ende des Buches einiges über Albert Einstein selbst, seine Forschungen und nicht zuletzt zur Relativitätstheorie. Auch einige "Gedankenexperimente" machen nicht nur Spaß, sondern bringen großen und kleinen Lesern die wissenschaftlichen Gedanken gut nachvollziehbar näher.

"Einstein" ist das vierte Abenteuer der kleinen Maus, dem hoffentlich noch zahlreiche folgen werden. Empfehlenswert bereits für jüngere Kinder zum Vorlesen und auch selbstentdecken der Geschichte durch die wunderbaren Bilder, aber auch für alle anderen "abenteuerlustigen" Leser bestens geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere