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Veröffentlicht am 10.09.2020

Spannender Auftakt einer Fantasyreihe mit Potenzial

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Nachdem Bianca Iosiovoni und Laura Kneidl bekannt gegeben hatten, dass sie gemeinsam eine Fantasyreihe mit New Adult Elementen herausbringen wollen, war ich super gespannt auf den Auftakt der Reihe. Nachdem ...

Nachdem Bianca Iosiovoni und Laura Kneidl bekannt gegeben hatten, dass sie gemeinsam eine Fantasyreihe mit New Adult Elementen herausbringen wollen, war ich super gespannt auf den Auftakt der Reihe. Nachdem nach langem Postwirrwar das Buch endlich bei mir angekommen war, konnte ich meine Neugier nicht mehr zurückhalten und musste noch am selben Tag mit dem Leseabenteuer beginnen.

Die Geschichte spielt in London, worüber ich mich sehr gefreut habe. Die Protagonistin Roxy kämpft schon am Anfang der Geschichte mit ihrem Schicksal. Durch ein Versprechen und ihre eigene Unwissenheit hat sie ausversehen 449 Geister und Dämonen aus der Hölle befreit, die nun frei auf der Erde herumspucken und Unheil anrichten. Zur Strafe für ihr Vergehen bekam Roxy den Auftrag alle entflohenen Seelen in genau 449 Tagen mithilfe ihrer Amulettmagie wieder zurück in die Unterwelt zu befördern oder sie landet selbst dort. Neben der nächtlichen Jagd mit ihrem Hunterpartner Fin versucht Roxy außerdem herauszufinden, was mit ihrem Zwillingsbruder geschehen ist, der vor vielen Jahren spurlos verschwunden ist. Und als wäre das alles nicht genug Trubel, geht auch noch eine Geisteraustreibung schief und Roxy muss sich mit Shaw herumschlagen, der all seine Erinnerungen an sein frühreres Leben verloren hat.

Meine Meinung:
Als ich den Klappentext gelesen habe, war ich durchweg begeistert. Eine Geister und Dämonenjägerin in einer schier ausweglosen Situation und ein Typ, der all seine Erinnerungen verloren hat und nun von neu anfängt. Das klingt nach einer super Kombi. Am Anfang des Buches fiel es mir etwas schwer in die Geschichte hineinzufinden. Das Buch beginnt sehr new adult mäßig und ich war gespannt wie sich die Story weiterentwickelt und als Shaw dann auf der Bildfläche erschien, habe ich mich auf humorvolle Wortwechsel gefreut. Leider wurde ich etwas enttäuscht, da vor allem am Anfang der Geschichte Roxy und Shaw gar nicht viel miteinander zu tun haben und sich die Beziehung der beiden sehr langsam entwickelt. Das ist durchaus okay, da noch weitere Bände folgen und Shaw sich sicherlich erst einmal mit sich selbst beschäftigen muss, nachdem er nicht mehr weiß, wer er eigentlich ist. Roxy und die Jagd nach den Geistern und verlorenen Seelen fand ich sehr spannend und die Kampfszenen konnten mich durchaus fesseln. Die Idee mit den Amuletten, die Magie besitzen und so auch “Normalsterblichen” die Möglichkeit verleihen gegen magische Wesen zu kämpfen finde ich sehr schön und auch der Kampf am Ende hat mich begeistern können. Roxy ist eine starke Protagonistin, die trotz ihres Schicksals, nicht aufgibt und für ihr Glück kämpft. Auch das Institut und die verschiedenen Hunter waren interessant und erweckten in mir die Lust nach mehr. Ich denke die Welt der Hunter hat großes Potenzial und ich freue mich schon auf die weiteren Bände.

Jedoch merkt man dem Buch meiner Meinung nach an, dass es ein erster Band ist und noch 5 weitere Folgen werden, da die Handlung sich eher langsam entwickelt. Im genauen Gegenteil dazu ist Shaws Entwicklung zu sehen. Am Anfang hadert er noch mit seinem Gedächtnisverlust, doch ziemlich schnell arrangiert er sich damit und lebt das Leben eines Hunters als hätte er schon immer dazu gehört. Ich finde es etwas schade, dass Shaw nicht wirklich eine verletztliche Seite bekommen hat, sondern sehr schnell doch wieder zu diesem tollen, sportlichen, charismatischen Mann wird, den alle Frauen anhimmeln. Vor allem da manche Passagen aus Shaws Perspektive geschrieben sind, hätte ich mir etwas mehr von Shaws Gefühlen und Ängsten gewünscht, die er auch mit Roxy teilen hätte können und nicht alles mit sich selbst ausmachen. Ich denke dadurch hätte die Beziehung von Roxy und Shaw noch einmal eine andere Ebene bekommen, die mir in diesem Teil etwas gefehlt hat. Bis zum Ende bleibt die Beziehung der Beiden sehr oberflächlich. Dies kann sich aber natürlich in den weiteren Teilen noch ändern.

Äußerst gut gefallen hat mir, dass man in diesem Teil schon den Protagonisten des zweiten Bandes kennengelernt hat, sodass man im zweiten Band auf bekannte Gesichter trifft.
Darauf freue ich mich und bin gespannt wie die Hunter in Edinburgh so sind.

Fazit:
Mich hat “Schattenblick” gut unterhalten, ich habe es sehr gerne und schnell gelesen und fand es einen gelungen Auftakt für eine neue Fantasyreihe mit spannenden Charakteren und magischen Elementen. Ich hätte mir jedoch ein klein bisschen mehr Aktion gewünscht, welche ich dann am Ende bekommen habe und dann wirklich traurig war, dass die Geschichte schon zu Ende war. Auch die verletzliche Seite der beiden Protagonisten hätte mich sehr interessiert und ich hätte mir etwas mehr Interaktion zwischen den beiden gewünscht. Darauf hoffe ich nun in den nächsten Teilen und werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere