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Veröffentlicht am 15.08.2025

Eine Geschichte über Personen, die in den Bergen ihr Glück suchen

Das Glück des Wolfes
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Das Buch hat tatsächlich viele gute Bewertungen und ich wundere mich darüber.

Positiv ist, dass das Buch recht dünn ist, kein dicker Wälzer. Noch dazu ist die Schrift recht groß auf den Seiten, also sehr ...

Das Buch hat tatsächlich viele gute Bewertungen und ich wundere mich darüber.

Positiv ist, dass das Buch recht dünn ist, kein dicker Wälzer. Noch dazu ist die Schrift recht groß auf den Seiten, also sehr leserlich.

Inhaltlich fand ich es wirklich sehr fad. Es geht hier primär um Fausto, ein Koch, der eigentlich ein Schriftsteller ist und der in einem Restaurant im Bergdorf Fontana Fredda arbeitet. Es herrscht dort saisonal Betrieb. Im Winter sind viele Menschen dort, die Skifahren und die dann natürlich auch in das Restaurant zur Essenszeit finden. Das Restaurant gehört der alten Dame Babette. Beschäftigt ist dort die Kellnerin Silvia, die mit Fausto ein Verhältnis eingeht. Offenbar sind sie verliebt ineinander, aber Silvia zieht es höher in die Berge. Sie möchte mehr sehen und erleben, da der Job im Restaurant sehr eintönig ist und ihre Ideen dort auch nicht wirklich Anklang finden. Generell sind die Leute im Restaurant nicht offen für Neues.

Also sind sie und Fausto zeitweise getrennt. Jeder geht seinen eigenen Weg. Er muss sich scheiden lassen und eine Wohnung verkaufen und er kümmert sich um seinen Freund Santorso, dem Mann von Babette.

In den Kapiteln liest man immer mal wieder über die vier Personen, aber vorrangig über Fausto und Silvia.

Es geht nachher auch darum, dass die Wölfe in den Bergen ihr Unwesen treiben und was sie alles anrichten.

In dem Buch taucht viel wörtliche Rede auf in sehr kurzen Sätzen. Man schafft das Buch an einem halben Tag. Leider ist der Inhalt so dünn wie die Seiten. Ich fands absolut nicht tiefgründig, ohne jeden Höhepunkt oder dramatische Wendungen und vor allem viel zu simpel geschrieben, sehr anspruchslos. Da hätte man noch was draus machen können, hätte man die Geschichte weiter gesponnen.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Der Krieg bricht aus

Iron Flame – Flammengeküsst
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Alle warten sehnsüchtig auf den vierten Teil der Reihe und ich habe jetzt erst den zweiten beendet.

Hier ist aber auch viel passiert. Das Buch ist sehr dick, es umfasst 955 Seiten und da ist so einiges ...

Alle warten sehnsüchtig auf den vierten Teil der Reihe und ich habe jetzt erst den zweiten beendet.

Hier ist aber auch viel passiert. Das Buch ist sehr dick, es umfasst 955 Seiten und da ist so einiges geschehen. Violet lernt in diesem Teil wie wichtig es ist, mit seinen Freunden und seiner Familie zusammenzuarbeiten und dass Geheimnisse schädlich sind für ihre zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie und Xaden nähern sich wieder an und es gibt wieder jede Menge spicy Szenen. In diesem Teil tauchen noch mehr Personen auf und der Leser hat zu tun, die Namen den richtigen Menschen zuzuordnen. Einige aus der Vergangenheit tauchen wieder auf und neue Reiter, die auf Greifen fliegen. Violet wird mit Xadens Ex-Freundin konfrontiert, die es ihr sehr schwer macht.

Sie wird von ihren Freunden beschützt und unterstützt und sie selbst riskiert ihr Leben um ihre Freunde zu retten. Ich fand den Zusammenhalt in der Staffel richtig toll, noch besser als im ersten Teil und ich wünsche mir mehr über die Nebencharaktere zu lesen, weil Rhi, Sawyer und Ridoc perfekt in die Geschichte passen. Auch finde ich Imogen richtig cool. Sie ist zwar zum Ende hin nicht mehr ganz so oft aufgetaucht, aber wenn sie in Erscheinung tritt, fetzt sie.

Wir erfahren in dem Teil auch Neues über Andarna, womit keiner rechnen konnte. Der kleine Drache, der Violet so sehr am Herzen liegt. Ihre ständigen Disputs mit Tairn sind hier wieder genauso stark vertreten wie in Band 1.

In dem Teil merkt man, dass Krieg im Reich ist und das einige Bescheid wussten und andere im Dunkeln gelassen wurden. Zwar werden die Kadetten noch ausgebildet, aber in abgespeckter Version, denn vielmehr müssen sie sich aufs Kämpfen und Verteidigen konzentrieren. Die Armee der Veneni ist größer als sie angenommen haben und ich denke, das Ganze wird sich noch hochschaukeln.

Violet lüftet ein Geheimnis um Xaden und sie weiß längst nicht das schlimmste von ihm. Ihre Liebe wird immer wieder auf die Probe gestellt, teils durch ihre eigene Schuld, teils durch die Schuld anderer. Der Leser fühlt mit Violet mit, leidet mit ihr, hofft mit ihr und versucht selbst die Rätsel zu entwirren, aber ich muss gestehen, dass es mir nicht gelingen würde. Manchmal kann ich die logischen Schlüsse, die Violet zieht, nicht nachvollziehen :D

Für mich ist der Teil genauso spannend wie der erste, sehr emotional zwischendurch, aber zu lang. Ich finde nicht, dass die Story in die Länge gezogen wurde. Es passiert immerhin sehr viel in dem Buch, aber vielleicht hätte man das auf 2 Bücher aufteilen müssen. Das Buch ist bei der Seitenzahl recht unhandlich und obwohl es so gut war, war ich froh als ich es geschafft habe.

Das einzige was ich bemängeln würde, ist, dass Xaden und Violet zu schnell vom "Entlieben" reden. Das war im ersten Teil schon so und jetzt wieder. Das hat etwas sehr Junges, wie 2 Teenager. So schnell über den Verfall der Liebe zu reden, nur damit es am Ende doch nicht wahr ist, finde ich ziemlich dramatisch.

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Veröffentlicht am 12.08.2025

Hazel & Derek

Still missing you
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Das war mein erstes Buch von Valentiina Fast und ich habe es gehört, nicht gelesen.

Es geht in dem Buch um die vier Pflegegeschwister Derek, Ryan, Amber und Hazel. Sie alle wurden von Lauren aufgezogen, ...

Das war mein erstes Buch von Valentiina Fast und ich habe es gehört, nicht gelesen.

Es geht in dem Buch um die vier Pflegegeschwister Derek, Ryan, Amber und Hazel. Sie alle wurden von Lauren aufgezogen, die aber keinen von ihnen liebte. Insbesondere Hazel verachtete sie regelrecht. Sie beleidigte sie und behandelte sie stets wie eine Aussetzige. Laurens Mutter Betty hingegen liebte die Kinder und insbesondere Hazel hatte einen richtigen Draht zu ihrer Granny. Als Betty krank war, kam Hazel jede Woche ins Krankenhaus um nach ihr zu sehen. Hazel ist zuvor nach New York gezogen. Sie ertrug Lauren und ihre Gemeinheiten nicht länger. Ursprünglich wollte sie mit Derek zusammen fliehen, in den sie verliebt war und den sie geküsst hatte. Er hat sie am Bahnhof stehen lassen und erst Jahre später erfuhr sie die Gründe dafür.

Auf Bettys Beerdigung sehen die Geschwister sich nach Jahren wieder und der Nachlasspfleger von Betty hat eine interessante Nachricht für die vier. Sie erben ein altes Hotel von Betty mit der Voraussetzung es gemeinsam zu renovieren, zu sarnieren und wieder in Gang zu bringen. Es soll die Geschwister wieder vereinen. Zunächst gestaltet sich das schwierig, weil Amber biestig zu Hazel ist, aber sie alle kommen sich wieder näher.

Auch bekommt Hazel ihre alten Freunde zurück und möchte am liebsten in der Kleinstadt bleiben. Sie will dazu gehören und eine Familie haben. Aber dann taucht Lauren auf und will das Erbe anfechten, weil sie mit dem Schmuck, den Betty ihr vermachte nicht zufrieden ist. Sie will das Hotel. Wieder leidet Hazel unter ihr und vermisst die Unterstützung ihrer Geschwister.

Es ist eine Geschichte, in der es um Familie geht und um Zusammenhalt. Insbesondere, wenn du nicht in eine Familie hineingeboren wurdest.

Allerdings ist das Buch nicht sehr tiefgründig, es gibt keine großen Emotionen und die Handlung der Personen ist teilweise nicht nachvollziehbar. Ich konnte nicht verstehen, warum alle ignorieren wie schlimm Lauren zu Hazel ist. Da sind Beleidigungen gefallen, die ich schon ganz schön arg fand und keiner unterstützte sie. Auch dieses ständige Hin und Her zwischen New York und der Kleinstadt wirkte auf mich mehr dramatisch als überzeugend.

Es ist eine nette Story für Zwischendurch, aber sehr anspruchslos und nicht gerade sehr deep.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Dark Academia, Geister und die Yale University

Das neunte Haus
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Das war mein erstes Buch von Leigh Bardugo und ich hätte es vielleicht lieber lesen als hören sollen. Die Sprecherin hat es sehr gut gemacht, aber das Buch ist unfassbar komplex und nichts für zwischendurch. ...

Das war mein erstes Buch von Leigh Bardugo und ich hätte es vielleicht lieber lesen als hören sollen. Die Sprecherin hat es sehr gut gemacht, aber das Buch ist unfassbar komplex und nichts für zwischendurch. Man muss sich schon ganz schön konzentrieren und aktiv zuhören.

Das hier ist eine Urban Fantasy mit College-Setting. Eine Dark Academia Story an der Yale University. Die Uni wird hier in 9 Häuser unterteilt, die alle verschieden Magie wirken können. Das neunte Haus bewacht die Einhaltung der Regeln. In dieses Haus wurde Alex Stern rekrutiert von ihrem Mentor Darlington. Sie kann Graue (Geister) sehen und mit ihnen kommunizieren oder schwierige dunkle Magie zu wirken. Deshalb ist sie mit ihrem Deck-Namen "Dante" ein geeigneter Partner für die Polizei.

Das Buch enthält viel Crime, denn es geht hier insbesondere darum die Morde an Studentinnen aufzuklären. Die Polizeit tut den letzten Fall anfangs leicht ab, doch Alex ahnt, dass etwas ungewöhnlich ist. Sie geht selbst ermittelten Hinweisen nach. Zeitgleich wird auch ihr Mentor Darlington vermisst. Angeblich befindet er sich in Spanien, doch schnell stellt sich heraus, dass das eine Lüge ist.

Die Kapitel sind hier sehr lang und nicht alle spielen in der Gegenwart. Hin und wieder gibt es Rückblicke aus Alex`Jugend, ihren Abgründen und ihrer Ausbildung bei Darlington. Er weist sie in alles ein und obwohl er herausfindet, was sie getan hat, entsteht eine Zuneigung zwischen ihnen.

Es tauchen viele Personen in dem Buch auf und nie errät der Leser den wirklichen Mörder, weil es eine totale Verstrickung von Ereignissen und Personen ist und beinahe jeder hat Dreck am Stecken. Aber um dem Ganzen zu folgen, sollte man aufmerksam lesen oder hören. Das Buch ist sehr fordernd und für den einen oder anderen eventuell anstrengend.

Es ist durchweg spannend, da man sich als Leser am Campus zwischen Studenten, Drogendealern, Strebern, Dekanen und der Polizei befindet und stetig den Ermittlungen folgt. Allerdings ist die Story aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben, was ich persönlich nicht mag und ich konnte die Hauptprotagonistin nicht leiden. Ich fand Alex viel zu aufmüpfig, frech (ihrem Alter oft nicht angemessen) und zu kaputt. Deshalb gibt es auch einen Stern Abzug.

Da Leigh Bardugo für diese rund 500 Seiten aber so viel Finesse in die Details legte und offenbar sich die komplette Story mit Grundgerüst und Hintergründen ohne den kleinsten Fehler erdacht und umgesetzt hat, kann man dieses Werk nur wertschätzen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Odell und Emmeline in der Welt der Parfüms

Delicate Dream
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In "Delicate Dream" geht es um die Familie Evergreen, die eine eigene Parfüm-Firma besitzt.

CEO der Firma ist Charles Evergreen, der seine Kinder Odell, Marigold und Keaton sowie Emmeline (die Tochter ...

In "Delicate Dream" geht es um die Familie Evergreen, die eine eigene Parfüm-Firma besitzt.

CEO der Firma ist Charles Evergreen, der seine Kinder Odell, Marigold und Keaton sowie Emmeline (die Tochter seiner Hausangestellten) ausbildet, Düfte zu erkennen oder zu kreieren.

Odell ist der Erstgeborene und wird daher zur meisten Verantwortung erzogen, während Mari das Nesthäkchen ist und man ihr am meisten durchgehen lässt. Die Mutter der drei ist bereits verstorben, was eine tiefe Wunde in der Familie hinterlässt und das Verhältnis der Geschwister zerbröseln lässt. Jeder geht seine eigenen Wege. Odell wird von seinem Dad vorbereitet der Kopf der Firma zu werden und die anderen zwei gehen fort um zu studieren. Als Kinder waren sie gemeinsam mit Emmeline unzertrennlich. Da Emmelines Mutter Darlene den Job als Haushälterin bei den Evergreens annahm, sind sie und ihre Tochter ebenfalls in das Haus gezogen. Emmeline ist daher quasi Teil der Evergreen-Familie.

Im Buch wird immer mal wieder behauptet, Mari wäre Emmelines beste Freundin, doch gemerkt habe ich davon nichts. Sie reden über nichts Tiefgründiges, stehen sich kaum bei und es gab auch nur zu Beginn eine Szene, die nur den beiden Freundinnen gehörte. Ich habe nichts von einer tiefen Freundschaft mitbekommen. Auch mochte ich Odell nicht wirklich. Er versucht seinem Vater nachzueifern, was natürlich auch an der Erziehung liegt, aber er ist ein absoluter Kopfmensch und immer kontrolliert, immer im Anzug und irgendwie steif.

Das Buch hatte mir alles in allem zu wenig Handlung dafür, dass es über 500 Seiten hat. Die Mutter von Emmeline kam für mich persönlich zu kurz in dem Buch und eigentlich haben Emmeline und Odell immer nur innere Monologe geführt. Der Grund für die erste Trennung im Teenageralter war mir auch etwas zu banal. Darum so ein Gewese zu machen, fand ich irgendwie komisch (also aus Odells Sicht, Emmeline wusste den Grund ja nicht). Odell ließ sich so sehr von seinem Vater beeinflussen und ich fragte mich auch, welcher Vater sich so sehr für eine Teenagerromanze interessiert, dass er das Gefühl hat sich so sehr einmischen zu müssen? Das kam mir schon seltsam vor.

Irgendwann nähern sich Emmeline und Odell natürlich wieder an. Sie hilft ihm einen Duft herzustellen, den er als Prüfung in der Firma seines Vaters präsentieren muss um CEO zu werden und er bringt sie dazu, zu hinterfragen was sie beruflich wirklich möchte und hilft ihr dabei. Als ihre Ziele sich dann klarer definieren, macht Odell erneut einen Rückzieher, den ich persönlich total nachempfinden kann und hier ging mir Emmeline etwas auf den Keks. Er hatte absolut berechtigte und erwachsene Argumente, die die zwei bedenken sollten und sie hat sie alle ignoriert. Ich dachte nur, diese Situation ist so eine Fiktion. Im wahren Leben würden sich diese zwei Menschen unter den gegebenen Umständen immer trennen bzw. während des Versuchs einer Fernbeziehung eines besseren belehrt werden. Das hat mich auch wieder gestört. Letztlich passiert leider nicht wirklich viel in dem Buch und die Probleme, die die zwei haben, sind hausgemacht und eigentlich unnötig.

Was aber super schön war, war die Welt der Düfte und Parfüms kennenzulernen. Ich habe nie zuvor ein Buch mit diesem Hintergrund gelesen und hätte gern mehr davon! Ich fands echt interessant und hätte gern noch mehr Details darüber gelesen.

Was man auch absolut erwähnen muss und weshalb ich auch letztlich 3 Sterne gebe, ist der einzigartige talentierte Schreibstil von Merit Niemeitz. Das ist ein klarer Vorteil für die Autorin, denn sie beherrscht Wortspiele wie keine andere. Sowas habe ich noch nie gelesen. Damit ist sie eine der wenigen, die mit einer faden Geschichte aufgrund ihres Geschicks viel rausholen kann. Und das bringt mich auch dazu mehr von ihr lesen zu wollen, nur nicht unbedingt über die Familie Evergreen.

Es gibt auch eine Triggerwarnung in dem Buch, ich weiß nur nicht warum.

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