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Veröffentlicht am 23.06.2022

Spannende Idee, eher oberflächliche Umsetzung

Still Missing You 1
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Für die Beerdigung ihrer Grossmutter Betty kehrt Hazel nach Eastwood zurück, dem Ort, in dem sie aufgewachsen ist und von dem sie gehofft hat, ihn nie wieder betreten zu müssen. Damals, mit 18, ist sie ...

Für die Beerdigung ihrer Grossmutter Betty kehrt Hazel nach Eastwood zurück, dem Ort, in dem sie aufgewachsen ist und von dem sie gehofft hat, ihn nie wieder betreten zu müssen. Damals, mit 18, ist sie Hals über Kopf aus der Kleinstadt geflohen, um ihrer fürchterlichen Pflegemutter zu entkommen. Dass ihre damalige grosse Liebe, ihr Pflegebruder Derek, nicht mitgekommen ist, hat ihr das Herz gebrochen.
Womit sie also bei ihrer Rückkehr nicht gerechnet hat; Dass die alten Gefühle für Derek erneut aufflammen. Bettys Testament macht es ihr auch nicht gerade einfacher. Gemeinsam sollen die Pflegegeschwister ein Hotel renovieren, um dieses als Erbe zu erhalten.

Diese ganze Idee sprach mich an und liefert einen guten Grundbaustein für eine spannende Geschichte. Umso enttäuschter war ich von der Umsetzung. Nach der «Secret Academy» Dilogie von Valentina Fast, die mir sehr gefallen hat, habe ich mir grosse Hoffnungen gemacht.
Der Schreibstil war, wie von der Autorin gewohnt, angenehm und leicht zu folgen. Besonders die Dialoge machten mir Spass. Doch hat mir die Tiefe gefehlt. Zwar wurde einem oft gesagt, was die Charaktere fühlten, zugleich konnte ich diese Gefühle nicht immer nachvollziehen. Auch Konflikte und deren Lösungen erschienen mir eher oberflächlich.
So auch einige der Charaktere. Insbesondere Derek bereitete mir grosse Schwierigkeiten. Ich fand keinen Zugang zu ihm, konnte einfach nicht verstehen, weshalb Hazel sich in ihn verliebte. Sein Verhalten war oft egoistisch, kindisch und schlichtweg nervtötend. Er hat sich selbst so oft Hazel vorgezogen, wobei versucht wurde, dies mit seiner harten Kindheit zu entschuldigen. Sorry, aber Derek war so gar nicht mein Fall.
Auch Amber, Hazels Pflegeschwester, machte mir Mühe. Ich wollte sie gernhaben, ehrlich. Aber sie machte es einem alles andere als leicht. Es war echt mies von ihr, ständig Hazel runterzumachen, wo sie doch als Schwester für sie da sein sollte.
Glücklicherweise gab es noch Ryan, der vierte der Pflegekinder. Er war der Einzige der Geschwister, der Hazel wirklich unterstützt hat. Zwar war sein Charakter teilweise etwas klischeegeprägt, trotzdem mochte ich ihn.
Mein Lieblingscharakter war allerdings Hazels beste Freundin Olivia. Sie war ein Schatz und die Szenen mit ihr waren mitunter meine liebsten.
Hazel selbst fand ich in den meisten Situationen ziemlich cool. Sie war selbstbewusst und kannte ihren Wert. Umso weniger verstand ich, weshalb sie sich auf Derek einlassen würde, der sie entweder gerade anschmachtete oder dabei war, sie von sich zu stossen. Allgemein wurde Hazel mir zu oft vergegenständlicht. Mir ist bewusst, dass das nicht zwingend unrealistisch ist, trotzdem hatte ich Mühe mit all den oberflächlichen Kommentaren. Ich mochte also Hazel an sich, aber nicht in Kombination mit Derek.
Meine mittelmässige Bewertung der Geschichte stimmt mit der der Hörbuchsprecher überein. Wie auch vom Schreibstil her haben mir die lebendigen Dialoge gut gefallen. Leider gab es aber auch mehrere Stellen, die ich ein wenig monoton fand. Die Satzmelodie beider Sprecher war mir teilweise etwas repetitiv. Alles in allem fand ich sie in Ordnung, wenn auch nicht herausragend.

Dasselbe trifft auf die Geschichte zu, die ich als «nett für zwischendurch» bezeichnen würde, was vor allem am stärkeren Mittelteil liegt, der sowohl den Beginn als auch das Ende aufwiegt. Trotz der spannenden Idee konnte die Umsetzung mich leider nicht überzeugen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.05.2022

Düster, mysteriös, mitreissend

Dark and Shallow Lies: Von seichten Lügen und dunklen Geheimnissen
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Wie jeden Sommer verbringt die 17-jährige Grey ihre Ferien in la Cachette, einem kleinen Dorf inmitten des Bayoudeltas in Louisiana. Einem Dorf, in dem das Übernatürliche zum Alltag gehört und so viele ...

Wie jeden Sommer verbringt die 17-jährige Grey ihre Ferien in la Cachette, einem kleinen Dorf inmitten des Bayoudeltas in Louisiana. Einem Dorf, in dem das Übernatürliche zum Alltag gehört und so viele Geheimnisse und Lügen gesponnen werden, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis jemand sich in dem engmaschigen Netz verheddern und sich eine Laufmasche bilden würde.

Diesen Sommer ist es so weit. Es ist das erste Mal seit dem Verschwinden von Greys bester Freundin Elora, dass Grey den Ort besucht. Im Gegensatz zu allen anderen Dorfbewohnern lebt Grey nicht in la Cachette, was einem als Leser einen idealen Einstieg ermöglicht.

Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus Greys Sicht geschrieben, die zu Beginn am Dock ankommt und die Lesenden effektiv in die Lebensweise der Ortschaft einführt. Es wurde gerade genug erklärt, dass ich gut mit der Handlung mitkam, aber nicht zu viel. So wurde ich nicht mit Infos überladen und gleichzeitig spürte ich schon einen Bruchteil der Spannung, die während der Geschichte immer weiter anstieg.

Das Setting ist meiner Meinung nach perfekt gewählt. Die Stürme, das trübe Wasser, der häufige Nebel und die Sumpfgräser, die Alligatoren und andere Monster vor neugierigen Blicken verbergen, unterstützen die immer weiter aufkommende, düster-mysteriöse Atmosphäre. Dazu finde ich sowohl das Cover als auch die Aufmachung im Buchinneren mit den schwarzen Titelseiten sehr passend. Es fiel mir unglaublich leicht, in die Geschichte abzutauchen.

Auch die Handlung selbst hat mich überzeugt. Die Autorin schafft es, was zu Beginn wie viele nebensächliche Informationen wirkt, Mythen, Geschichte und Gegenwart miteinander zu verbinden. Dabei führte sie mich so manches Mal in die Irre. Immer, wenn ich dachte, ich wüsste Etwas, liess sie es mich aufs Neue hinterfragen. Dadurch, dass es so viele lose Enden zu decken und verbinden gab, wurde einem als Leser nie langweilig.

Die Charaktere waren äusserst vielschichtig, sodass auch über sie immer wieder Neues an die Oberfläche kam. Zwar brauchte ich eine Weile, um mich mit Grey anzufreunden, aber danach konnte ich voll mit ihr mitfiebern. Ihre tiefe Verzweiflung über den Verlust ihrer Freundin und die stetige unterschwellige Furcht haben sich auf mich selbst übertragen (gewisse Stellen waren abends echt gruselig;))
Auch mochte ich, wie ihre Beziehung zu Hart – Greys Freund, Beschützer, Liebe – dargestellt wurde. (Diese Stelle führe ich nicht weiter aus, schliesslich möchte ich niemanden spoilen)

Kurzum: Aufmachung, Schreibstil, Setting, Plot und Charaktere waren alle ideal aufeinander abgestimmt; düster und mysteriös. Mein einziger Kritikpunkt sind die vielen Metaphern, die zwar zum grössten Teil sehr schön, aber in ein paar Fällen ein bisschen unpassend eingesetzt wurden. Zitierwürdige Stellen gäbe es so einige, doch, vor allem gegen Ende, hatte ich keine Zeit für Unterbrüche, um sie mir rauszuschreiben.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass mir das Buch rundum gefallen hat und ich es allen Mysteryliebhabern mit einem Faible für Übernatürliches wärmstens empfehlen kann. Es hat mich aus einer Leseflaute gerettet und das allein sagt eigentlich alles.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.04.2022

Actionreich und romantisch - ein spannender Auftakt

Eliza Moore
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Das Leben der 18-jährigen Eliza Moore wird nach einem mysteriösen Angriff vollkommen auf den Kopf gestellt. Zu ihrer eigenen Sicherheit, aber auch um mehr über ihren verschwundenen Vater herauszufinden, ...

Das Leben der 18-jährigen Eliza Moore wird nach einem mysteriösen Angriff vollkommen auf den Kopf gestellt. Zu ihrer eigenen Sicherheit, aber auch um mehr über ihren verschwundenen Vater herauszufinden, willigt sie ein, als Hüterin für die Liga zu arbeiten; Eine geheime Organisation, die das Portal zur anderen Ebene bewacht und die Welt von sogenannten Slaugh, kurz gesagt Seelenfressern, zu beschützen.

Wie von Valentina Fast gewohnt, war der Schreibstil rasant, flüssig und unkompliziert. Ich hatte keinerlei Mühe damit, in die Geschichte einzutauchen und bin nur so durch die Seiten geflogen.
Da die Geschichte in der Ich-Perspektive von Eliza aus geschrieben ist, lernte man schnell, sie einzuschätzen und es fiel mir leicht, ihre Handlungen nachzuvollziehen. Dass sie selbst neu in der Liga war, war eine wirklich gute Variante, die Leser in das System der Geschichte einzuführen. Informationen wurden in Dialogen vermittelt, was ich persönlich gerne mag und weniger den Eindruck von Infodumping macht.

Das Prinzip der Liga erinnerte mich ein Stück an die Wächter in der «Edelsteintrilogie». Es gibt eine feste Hierarchie, Machtspiele und basiert auf der Existenz eines einzelnen Hüterpaars. Und trotz Elizas wichtiger Position in allem, wurde sie nur so weit eingeweiht, wie man es für nötig hielt. So gesehen kann man die Liga fast ein bisschen mit einer Sekte vergleichen. Es war also kein Wunder, dass Eliza starke Zweifel ihr gegenüber hegte, die sich auch auf den Leser übertrugen. Ich schwankte stets in meiner Meinung über die Liga.

Zu Eliza selbst gibt es auch einiges zu sagen. Sie ist eine unglaublich starke und selbstbewusste Protagonistin, die die Dinge gerne selbst in die Hand nimmt. Besonders gefallen hat mir, wie offen sie geflirtet und ihr Interesse gezeigt hat, wo das ja üblicherweise als «männliche» Verhaltensweise gedeutet wird. So hat sie dieses gesellschaftlich geprägte Rollenbild mal eben vollkommen auf den Kopf gestellt:)

Mit wem sie geflirtet hat? Nun, was Elizas Liebesleben anging, gab es ein, zwei Komplikationen. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber man darf sich auf jeden Fall auf Banter freuen.
Ich bin ja eigentlich ein absoluter Fan solcher Neckereien, doch war es mir an manchen Stellen ein wenig dick aufgetragen.
Auch der Rest von Eliza kam mir zum Teil etwas übertrieben vor. Versteht mich nicht falsch, ich liebe starke, mutige, selbstbewusste, schlaue, selbstständige Protagonistinnen. Trotzdem dürfen auch solche in meinen Augen ein paar kleinere Makel aufweisen. Sonst kann es schnell zu perfekt und damit unrealistisch wirken.

Zu meiner grossen Freude hatte Eliza eine wunderbare beste Freundin an ihrer Seite. Ruby war einfach grossartig, hat mit ihrem Humor und ihrer Power für eine tolle Stimmung gesorgt und mich öfters zum Lachen gebracht.

Wo wir schon bei der Stimmung sind, möchte ich zum Schluss noch auf die allgemeine Atmosphäre des Buches eingehen. Es war eine ausgewogene Mischung aus Informationen, Zwischenmenschlichem und Action, die für spannende Lesestunden gesorgt hat. Die Verfolgungsjagden fand ich Klasse, genauso wie die Dialoge, die in einem Rutsch runtergingen. Und wie schon in Valentina Fasts «Secret Academy» Reihe, hat der erste Teil von Eliza Moores Geschichte uns mit unzähligen Fragen zurückgelassen, sodass ich es kaum erwarten kann, den zweiten Band zu lesen. Fies, dass wir damit bis zum Oktober warten müssen;)

Um es auf den Punkt zu bringen; Eliza Moore ist ein spannendes Buch voller Action, Gefühlen und Twists. Kleinerer Schwächen zum Trotz hatte ich ein paar wundervolle Lesestunden und freue mich schon darauf, dass Elizas Abenteuer im zweiten Band weitergeht. Definitiv eine Empfehlung für Leser*innen von Lena Kiefer, Kersting Gier und co.

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  • Cover
  • Fantasy
Veröffentlicht am 17.03.2022

Der Funke ist nicht übergesprungen

Signs of Magic 1 – Die Jagd auf den Jadefuchs
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Inhalt

Matildas Familie gehörte zu den reichsten der Reichen in Grossbritannien. Das ist jedoch Jahre her und mittlerweile haben sich ihre Reichtümer in Schulden verwandelt, sodass Matilda schliesslich ...

Inhalt

Matildas Familie gehörte zu den reichsten der Reichen in Grossbritannien. Das ist jedoch Jahre her und mittlerweile haben sich ihre Reichtümer in Schulden verwandelt, sodass Matilda schliesslich nur noch einen Weg sieht, die Familie sowie ihr Erbe zu retten. Die Teilnahme an der Fuchsjagd, deren Sieger ein hohes Preisgeld winkt, ist ihre letzte Chance. Es gilt einzig ein Dreierteam aufzustellen und den Jadefuchs zu fangen, einfach, oder? Aber nicht alle spielen fair und jemand will sogar mit allen Mitteln Matildas Sieg verhindern…
Albert, seines Zeichens stolzer Zauberer und, weniger stolzer Pizzabote, kämpft sich durch den Alltag. Mit seinen Tricks kann er keinen Lebensunterhalt verdienen und seine Freundin drängt ihn dazu, einen richtigen Job anzunehmen. Das Angebot, das die, ihm unbekannte Matilda ihm macht, scheint zu gut, um wahr zu sein. Trotzdem nimmt er es an und findet sich schon bald im grössten Abenteuer seines Lebens wieder.

Cover und Schreibstil

Es war zugegebenermassen das Cover, das mich dazu gebracht hat, das Buch lesen zu wollen. Es ist geheimnisvoll, mystisch und hat mich mit seiner Magie sofort in seinen Bann gezogen. Besonders im Zusammenspiel mit den Covers der anderen Bänden, gefällt mir das Design unglaublich gut.
Den Schreibstil empfand ich zu Beginn als humorvoll, angenehm und kurzweilig. Ich habe schnell in die Geschichte gefunden und die ersten hundert Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen.
Danach hatte ich leider zunehmend Mühe damit. Es entstanden scheinbar immer mehr Längen, die Vergleiche wurden mir zu viel und auch nicht immer passend. Stellenweise habe ich den Text eher überflogen als vertieft gelesen. Es kann jedoch gut sein, dass das nicht nur mit dem Schreibstil allein zu tun hat.

Handlung

Wie bereits erwähnt, hat mich die Story am Anfang sofort abgeholt. Ich war neugierig und gespannt, da ich die Idee und das Konzept echt spannend fand. Auch das Setting war Klasse! Zauberhafte Wälder in walisischen Nationalpärken sind definitiv etwas!
Leider ist die Spannung jedoch recht schnell in sich zusammengefallen, insbesondere dadurch, dass die Handlung ziemlich absehbar war. Ab der Mitte hat mich nichts mehr so wirklich überraschen können. Vielleicht hätte es geholfen, nicht schon so früh von den Absichten der Antagonistin zu wissen. Als die Bombe endlich «geplatzt» ist, war es für mich als Leserin alles andere als weltbewegend.
Allgemein würde ich sagen, dass die Idee grosses Potential hat, mit Informationen aber gerne etwas gespart werden könnte und mir beim Foreshadowing ein wenig das Fingerspitzengefühl gefehlt hat.

Charaktere

Die Auswahl der Charaktere und deren Grundrisse fand ich ebenfalls sehr interessant. Sowohl Albert als auch Matilda waren aussergewöhnliche Protagonisten.
Aber auch hier fehlte etwas. Der gewisse Funke ist nicht übergesprungen, eine Verbindung zu den Figuren blieb meinerseits aus. Besonders Albert ging mir zusehends auf die Nerven. Ich konnte mich leider nicht mit ihm anfreunden.
Am liebsten mochte ich Botzski und die asiatische Magierin, doch auch bei denen war es eine leichte Sympathie, kaum mehr. Die Figuren schienen mir zu oberflächlich, als dass ich tatsächlich voll mit ihnen mitgefiebert hätte.

Fazit

Eine Idee mit grossem Potential und eine besondere Charakterdynamik, doch der Funke ist leider nicht übergesprungen. Nach der Hälfte begann sich die Geschichte zu ziehen und die Vergleiche, die ich zu Beginn so gemocht hatte, wurden mir ebenfalls zu viel. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen.

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Veröffentlicht am 11.03.2022

Kurzweiliges Abenteuer für junge Jugendliche

#London Whisper – Teil 1: Als Zofe ist man selten online
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Inhalt
Während einer Party entdeckt die 15-jährige Zoe einen geheimnisvollen Spiegel, der sie ohne weiteres in die Vergangenheit bringt. Genauer: nach London ins Jahr 1816.
Dort soll sie als Zofe der gleichaltrigen ...

Inhalt
Während einer Party entdeckt die 15-jährige Zoe einen geheimnisvollen Spiegel, der sie ohne weiteres in die Vergangenheit bringt. Genauer: nach London ins Jahr 1816.
Dort soll sie als Zofe der gleichaltrigen Lady Lucy dienen. Während sie die Hindernisse im ungewohnten Alltag meistern muss, versucht Zoe nebenbei mehr über den Grund ihrer Reise zu erfahren. Dabei lernt sie den attraktiven Hayden kennen, der, wie sich herausstellt, ebenfalls in der Zeit gereist ist. Gemeinsam versuchen sie einen Weg zurück in die Gegenwart zu finden, wobei sich ihnen nicht nur die Regeln der damaligen Gesellschaft, sondern auch dunkle Gestalten und düstere Geheimnisse in den Weg stellen. Nur gemeinsam haben sie eine Chance, der immer grösser werdenden Gefahr zu entkommen.
Sprecherin
Von Anfang an bin ich gut in die Geschichte getaucht. Die Sprecherin hat es mir sehr leicht gemacht, mit den Charakteren zu sympathisieren und sie hat ganz allgemein die Stimmungen und Gefühle super rübergebracht. Sowohl die spannenden Momente als auch die witzigen waren toll anzuhören.
Geschichte
Der Schreibstil hat mich von Beginn an überzeugt. Er war humorvoll, kurzweilig und ist wohl am ehesten mit dem von Kerstin Gier zu vergleichen (wobei der Eindruck auch durch eine gewisse Ähnlichkeit der Handlung mit der der Edelsteintrilogie entstanden sein kann).
Die Idee wurde gut umgesetzt und die Charaktere waren mir sofort sympathisch.
Ich fand es spannend, wie schnell Zoe sich der Situation angepasst hat, und obwohl sie gelegentlich in Fettnäpfchen bezüglich der derzeitigen Anstandsregeln trat, schien sie keine grosse Probleme zu haben, sich in die Zeit einzufügen. Nicht alle brauchen gleich lange, sich mit einer Situation abzufinden und es war herrlich erfrischend, einmal von einer solchen Protagonistin zu lesen.
Charaktere
Zoe ist ein absoluter Freigeist. Sie ist witzig, mitfühlend und nicht auf den Mund gefallen.
Im Vergleich dazu wirkte Lady Lucy noch zurückhaltender und schüchterner. Ihre Charakterentwicklung im Laufe der Geschichte war dafür umso beeindruckender. Sie blühte regelrecht auf und ich kann es nicht erwarten, mehr von ihr und besonders ihrer Freundschaft mit Zoe im zweiten Band zu lesen.
Auch in Hayden habe ich mich sofort verliebt. Obwohl er einem ungemein auf die Nerven gehen konnte, war das Prickeln zwischen Zoe und ihm stark zu spüren gewesen. Ich liebe diese Art von Neckereien und Slow Burn in Liebesgeschichten und ich fand die Umsetzung äusserst gelungen. Ihre kleinen Kabbeleien haben mich immer wieder zum Grinsen gebracht.
Auch die anderen Charaktere waren gut ausgebaut und greifbar. So hatte ich wirklich viel Spass mit der Geschichte.
Fazit
Eine humorvolle, kurzweilige Geschichte, die einen auf eine spannende Reise ins 19. Jahrhundert mitnimmt. Besonders jungen Jugendlichen und Fans der Edelsteintrilogie kann ich sie sehr empfehlen. Die Sprecherin hat das Erlebnis mit ihrer lebhaften und humorvollen Art zusätzlich versüsst.

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