Profilbild von ElleChocolate

ElleChocolate

Lesejury Profi
offline

ElleChocolate ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit ElleChocolate über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2021

Vielversprechender Auftakt

Die Krone der Dunkelheit
0

Inhalt

Seit sieben Jahren ist Freyas Bruder und Kronprinz von Thobria bereits verschwunden, und doch will sie die Hoffnung nicht aufgeben, dass er noch lebt. Mithilfe von, im Lande verbotener, Magie stösst ...

Inhalt

Seit sieben Jahren ist Freyas Bruder und Kronprinz von Thobria bereits verschwunden, und doch will sie die Hoffnung nicht aufgeben, dass er noch lebt. Mithilfe von, im Lande verbotener, Magie stösst Freya tatsächlich auf einen neuen Hinweis. Zwar lebt ihr Bruder, befindet sich aber im Land der Fae, dessen Zutritt Menschen untersagt ist. Dadurch lässt Freya sich aber nicht aufhalten. Sie sucht Hilfe beim unsterblichen Wächter Larkin, um die gefährliche Reise anzutreten.

Zur gleichen Zeit hat Ceylan nur ein einziges Ziel: bei den Wächtern anzuheuern. Als einzige Frau, und so die Traditionen brechend, hat sie es keineswegs einfach. Ihr Temperament macht es ihr ebenfalls nicht leichter sich zu behaupten. Und dabei muss sie immer mehr ihre Glauben und Vorstellungen der Welt zurechtbiegen, denn nicht alles ist so schwarz-weiss, wie man es gerne denkt...

Aufmachung und Schreibstil

Die Geschichte ist aus mehreren verschiedenen Perspektiven geschrieben, die am Anfang des Kapitels immer angegeben sind, wodurch man leichter die Übersicht behält.
Der Schreibstil war bildhaft und so mühelos, dass ich mich im Buch komplett verloren habe. Zudem wurde er auch je nach Perspektive dem Charakter angepasst, dem das Kapitel gerade folgt, was die Geschichte noch lebendiger wirken liess.
Die Landkarte und sogar Bookart einiger Charaktere fand ich wunderschön. Diese zauberhaften Details haben das Leseerlebnis perfekt abgerundet.

Plot

Die Storyline hat alles, was ein gutes Buch braucht und ist so ausgelegt, dass die Plottwists, von denen das Buch mehrere hat, einem im Nachhinein völlig logisch erscheinen, sogar wenn man nie damit gerechnet hätte.
Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man alles Wichtige live mit und sieht, wie die Geschichte schön zusammenkommt. Dabei wurde genau die richtige Dosis Lovestory eingewebt.

Charaktere

Da gibt es so viele, dass ich sie kaum alle erwähnen kann.
Starten wir mit Freya, die vielleicht eine etwas klassische, aber durchaus interessante und liebenswerte Protagonistin ist. Ihr Herz sitzt am richtigen Fleck und ihre Faszination für die Magie hat einen die Fae fürs erste Mal nicht nur negativ sehen lassen.
Larkin, der sie begleitete, ist für mich noch immer wie ein geschlossenes Buch. Ich kann nicht viel über ihn sagen, bloss, dass jeder Glück hätte, ihn als Begleiter und Freund zu haben.
Mein Liebling war allerdings Ceylan. Ihre unverfrorene Art, ihre Willensstärke und ihren Mut haben mich fasziniert. Sie lässt sich von keinem etwas einreden und ich habe ihre, oft etwas bissigen, aber durchaus angebrachten, Anmerkungen total gefeiert.
Obwohl er sozusagen der Feind ist, so hege ich doch Sympathien für Weylin, was Laura Kneidl wirklich geschickt eingefädelt hat.
Kheeran tut mir schrecklich leid. So viel Schmerz muss er mit seinen, gerade Mal achtzehn Jahren erfahren.
Deshalb liebe ich Aldren dafür, dass er mir Kheeran scherzt und ihm immer ein Lächeln entlocken kann.
Auch wenn ich mir ziemlich sicher bin, dass die Story anders geplant wurde, fände ich die beiden schon echt toll zusammen. Meine Hoffnung auf ein Lgbtq+ Paar in der Geschichte ist noch nicht zerplatzt, vor allem, da Fae in dieser Hinsicht ja sehr offen zu sein scheinen.

Fazit

Ein unglaublich gelungener Reihen-Auftakt, der grosse Hoffnungen auf die Fortsetzung schürt. Der Plot war abwechslungsreich und ich habe voll mit den Charakteren mitgefiebert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Epische und poetische Story für High-Fantasy Fans

Das Lied der Nacht
0

Inhalt

Dunkelheit beherrscht Erebu nun schon seit vielen Jahren. Weder Mond noch Sterne sind noch am Himmel zu sehen. Das Sprechen bei Nacht ist verboten und das Singen erst recht.
Über Jahrzehnte genährt ...

Inhalt

Dunkelheit beherrscht Erebu nun schon seit vielen Jahren. Weder Mond noch Sterne sind noch am Himmel zu sehen. Das Sprechen bei Nacht ist verboten und das Singen erst recht.
Über Jahrzehnte genährt von Furcht und Angst erlangt die Dunkelheit eine Gestalt, Schatten, die erbarmungslos alles abschlachten, was sie finden können.
Erebus einzige Hoffnung liegt bei einer kleinen Gruppe von Gefährten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und einem Lied, das zu singen mit dem Tod bestraft werden kann. Dem Lied der Nacht.

Der erste Eindruck

Zum Cover kann ich nicht viel mehr sagen, als dass ich es wunderschön finde und schon nur aus diesem Grund gerne den zweiten und dritten Band auch im Regal stehen haben möchte;)
Den Schreibstil finde ich persönlich sehr gewöhnungsbedürftig. Er ist poetisch und bildhaft, aber auch düster und grausam. Und vor allem nicht wirklich einfach. Es braucht schon eine gewisse Konzentration, die Geschichte zu lesen. Es gibt enorm viele Perspektivenwechsel, oftmals nicht durch ersichtliche Paragraphen abgetrennt, was gleichzeitig anstrengend ist, der Geschichte aber auch eine extreme Spannung verleiht.
Das Einzige, das mich tatsächlich etwas störte, war die Kapitellänge. Auf fast vierhundert Seiten finde ich zehn Kapitel doch zu wenig. Und es hätte viele Stellen gegeben, die sich meiner Meinung nach für eine kleine Pause und ein neues Kapitel geeignet hätten.
Dafür haben mir die kleinen Einschnitte, in denen uns die Geschichte wie von einer weiteren Person erzählt wurde, sehr gefallen.
Alles in allem hat die Geschichte für mich starke «Herr der Ringe»-Vibes abgegeben, und ich meine das eindeutig im positiven Sinne.

Die Geschichte

Die Handlung hat mir wirklich gefallen. Ich war von Anfang an gefesselt und wollte immer wissen, wie es weitergeht. Auch hier hat es mich etwas an «Herr der Ringe» erinnert, hatte aber trotzdem seinen eigenen Charakter. Der ganze Weltenaufbau und die Hintergründe waren äusserst eindrücklich beschrieben.
Der Gedanke, die Welt mit einem Lied zu retten war für mich etwas Neues und ich war ihr sehr angetan. Genauso die Idee der Sprachen. Dass man erlernen kann sowohl mit Tieren als auch Wasser, Feuer oder Steinen zu sprechen, hat mich überaus fasziniert.
Die Handlung war komplex und wirkte auf mich gut durchdacht mit einem liebevollen Blick fürs Detail.
Allein das Angehen der Liebesbeziehung zwischen Caer und Weyd konnte mich nicht ganz überzeugen. Momentan sehe ich die Beiden mehr als Geschwister als Liebende, aber das kann ja noch werden.

Figuren

Besonders gefallen hat mir, wie die Idee mit der «gefundenen Familie» umgesetzt wurde. Obwohl nicht blutsverwandt, waren die Gefährten ihre eigene Familie und so hatte auch jeder seine Rolle darin.
Weyd war dabei derjenige, den ich leider am wenigsten mochte. Er motzte sich immer zum Helden auf und machte einen auf «Ich muss die Welt allein retten», was mir besonders gegen Ende zusehends auf die Nerven ging.
Caer dagegen verehrte ich. Sie ist eine starke Frau, die sich von niemandem etwas sagen lässt, auch von Weyd nicht. Und die Art wie sie sowohl mit einer Oud als auch Wurfspeeren und anderen Waffen umgehen konnte, war absolut beeindruckend.
Bahr und Jori mochte ich beide von Anfang an. Jori ist ein komischer Kauz, den man einfach gernhaben muss und auch Bahr habe ich trotz ihrer oberflächlichen Mürrischkeit sofort ins Herz geschlossen.
Besonders gefiel mir, dass selbst die Tiere eine wichtige Rolle innehatten und nicht unterstellig, sondern den Menschen gleichgestellt betrachtet wurden, auch dadurch, dass sie sich mit Menschen verständigen konnten.
Die Erweiterung der Gefährten werde ich hier nicht weiter ausführen, schliesslich will ich niemanden spoilern. Nur so viel, jedes einzelne Mitglied lernte ich auf seine Art zu lieben. Und das, obwohl sie alle offensichtlich ihre Schwächen hatten, oder vielleicht sogar deswegen.
Mein einziges Problem lag bei Baron Lurin. Er war für mich zu offensichtlich böse. Ich persönlich bevorzuge doch eine gewisse Grauzone, auch bei Antagonisten.

Zitat

Die Geschichte ist so poetisch geschrieben, dass es so einige zitierwürdige Stellen gibt. Meine liebste war:

«Es gibt keine Ballade darüber, unterbrach Weyd sie und löste sich von seinem Platz an der Wand, weil es in dieser Geschichte keine Helden gibt.» (Es ist so herrlich tiefgründig und bringt einen ein wenig zum Nachdenken)

Fazit

Wortgewaltig und düster erzählt C. E. Bernard die packende Geschichte unserer Gefährten, die mich auch nach dem Lesen nicht mehr losgelassen hat. Eine grosse Empfehlung für alle High-Fantasy Fans.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.07.2021

Lieblingsbuch!

Vortex – Die Liebe, die den Anfang brachte
0

Inhalt

Der Krieg ist in vollem Gange. Vermengte auf der ganzen Welt schliessen sich dem Roten Sturm an und auch das letzte, noch freie Kuratorium in New York soll bald eingenommen werden. Ihre Hoffnung ...

Inhalt

Der Krieg ist in vollem Gange. Vermengte auf der ganzen Welt schliessen sich dem Roten Sturm an und auch das letzte, noch freie Kuratorium in New York soll bald eingenommen werden. Ihre Hoffnung auf eine friedlichere Welt verliert Elaine nach und nach, zumal sie nicht nur ihre Kräfte, sondern auch noch Bale verloren hat.
Als sie ihm in São Paulo gegenübersteht, fasst Elaine einen Entschluss. Sie würde Bale retten, koste es, was es wolle. Von ihm hängt nicht nur Elaines Herz, sondern die ganze Welt ab. Denn nur zusammen können sie in die Vergangenheit reisen und den Urvortex beschützen…

Lesefluss

Wenn ich in diesem Buch von «Lesefluss» spreche, so meine ich einen rasend schnellen Bergbach mit starker Strömung und Stromschnellen, der einen mit sich reisst und erst wieder ausspuckt, wenn man das Buch beendet hat. So ging es zumindest mir.
Anna Bennings Schreibstil zaubert immer wieder die schönsten, aber auch traurigsten Bilder so lebendig, dass man das Gefühl hat, selbst in die Welt von Elaine zu gehören. Dieses Buch war hochemotional und im wahrsten Sinne des Wortes ein Pageturner.

Storyline

Wie bei den ersten beiden Teilen ist auch hier die Handlung vollkommen. Bis aufs letzte Detail scheint alles komplett durchdacht zu sein. Dazu kommt, dass der Spannungsbogen so gekonnt gespannt wurde, dass ich besonders am Ende bereute, nicht schneller lesen zu können. Ich saugte die Geschichte richtiggehend in mich auf.
Auch in diesem Band gab es einige Plottwists, die ich nicht habe kommen sehen, im Nachhinein aber absolut logisch sind. Man erhielt die richtige Portion an Hinweisen, die sich allerdings erst richtig zusammenfügen, wenn die Bombe platzt. Ich wusste bis ganz am Schluss nicht, wie die Geschichte enden würde.

Charaktere

Elaine ist mutig, willensstark und gibt alles für ihre Welt, ihre Leute. Obwohl ich immer auf ihrer Seite war, so gab es in diesem Band doch die eine oder andere Stelle, an der ich mich ein wenig über sie genervt habe. Manchmal hat sie einfach nur an sich selbst gedacht, nicht, wie die Situation für andere sein würde, und nicht, wie andere die Welt vielleicht anders sehen als sie. Glücklicherweise wurde sie von ihren Freunden oft im rechten Moment zurück in die Bahn geleitet, weshalb mich das nicht sehr gestört hat. Für viele ihrer Alleingänge hatte sie zudem auch guten Grund.
Bale hat mir in diesem Buch das Herz mehrere Male gebrochen. Unter Einfluss des Halluzinogens hat er so grausame Dinge zu Ellie gesagt, dass mir beinahe die Tränen gekommen sind. Doch wie er dagegen angekämpft hat, fand ich absolut bewundernswert. Dass er alles, wirklich alles, für Elaine tun würde, hat er ein ums andere Mal bewiesen.
Durch die Reihe hindurch wurde Luka immer prominenter, zumindest nach meinem Gefühl. Ich finde ihn einfach grossartig, seine flapsigen Bemerkungen, sein Temperament und sein grosses Herz.
Susie drückte dafür in diesem Teil weniger durch. Zwar war sie immer dabei, doch haben wir nicht mehr ganz so viel von ihr gehört, was aber auch schwierig ist, bei so vielen Charakteren, so viel Plot und so vielen Gefühlen, die zusammentreffen.
Weiter war Holden einer meiner Lieblinge im Buch. Trotz seines harten Schicksals hat er immer weitergekämpft und obwohl er genügend Grund dazu gehabt hätte, hat er den anderen kein einziges Mal den Rücken zugekehrt. Seine halb ernst, halb liebenswürdig gemeinten Beleidigungen und Sprüche haben die Geschichte in den richtigen Momenten aufgelockert.
Es gibt noch so viele Personen, die nennenswert wären, aber so würde diese Liste ellenlang werden. Jedenfalls mochte ich so gut wie jeden Charakter auf seine eigene Art. Sogar Hawthorne konnte ich verstehen und fühlte irgendwie mit ihm. Wenn ein Buch bei mir so etwas schafft, hat es den Titel «Jahreshighlight» mehr als verdient.

Fazit

Der berauschende Abschluss einer phänomenalen Reihe, über die ich noch länger nachdenken werde. «Vortex» hat mich hundertprozentig überzeugt und ich freue mich jetzt schon wieder auf die weiteren Besuche, die ich Ellie und ihren Freunden bei einem Reread abstatten werde. Dieses Buch werde ich ganz sicher nicht so schnell wieder vergessen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2021

Jahreshighlight, das ich definitiv nochmal lesen werde

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
0

Inhalt

Eigentlich dachte Elaine, der Weg zurück in der Zeit sei für immer versperrt. Doch als ihr Widersacher eine andere Möglichkeit findet und in die Vergangenheit reist, muss Elaine mit.
Zusammen ...

Inhalt

Eigentlich dachte Elaine, der Weg zurück in der Zeit sei für immer versperrt. Doch als ihr Widersacher eine andere Möglichkeit findet und in die Vergangenheit reist, muss Elaine mit.
Zusammen mit ihren Freunden folgt sie ihren Gegnern in die Vergangenheit. Dort erfährt sie von Dingen, die sie für unmöglich gehalten hat und ihre Leben für immer verändern werden. Wem kann sie nun überhaupt noch vertrauen? Und gibt es etwas, das Bale ihr bereits die ganze Zeit verschwieg?

Einstieg

Nachdem ich das erste Vortex-Buch geradezu verschlungen habe, gelang mir auch der Einstieg in den zweiten Teil sehr gut. Die Geschichte konnte mich sofort wieder fesseln und die Spannung aus dem ersten Buch blieb nicht nur erhalten, sondern wurde sogar noch erhöht.
Der Schreibstil war weiterhin lebendig, packend und extrem bildhaft. Das Kopfkino beim Lesen ist der Hammer!

Plot

Die Geschichte wirkt auf mich gut durchdacht. Man wird Anfangs in einen Pool geworfen, der sich mehr und mehr mit Informationen füllt und erst am Schluss fügt sich so langsam alles zusammen und es gelingt einem darin zu schwimmen.
Der Spannungsbogen ist auch in diesem Buch, genauso wie beim ersten Band, perfekt aufgebaut. Ich kann dabei rein gar nichts finden, das ich bemängeln könnte.
Ich weiss nur, dass es einer dieser Bücher ist, bei denen man sich später wünscht, sie erneut ein erstes Mal lesen zu können. Die Twists sind überraschend und die Geschichte hat mich auf eine emotionale Achterbahn mitgenommen.
Ich freue mich riesig auf den dritten Band, fürchte mich aber zugleich, da die Reihe damit beendet sein wird.

Charaktere

Elaine ist weiterhin eine starke Heldin, die alles gibt, um das Richtige zu tun. Zwischenzeitlich wirkt sie zugegeben etwas ignorant und kurzsichtig, was auch einen Streit auslöst, aber sie merkt dann ja doch, dass nicht alle gleich denken wie sie. Ich fand das ehrlich gesagt eine sehr wichtige Szene, da sie wieder zeigt, dass Elaine nicht perfekt ist. Sie hat ihre Fehler, lernt aber auch daraus. Und genau das macht sie so stark.
Bale ist mir richtig ans Herz gewachsen. Deshalb nervt mich seine Denkweise auch so sehr, dass er allen helfen muss und auch alle Schuld trägt. Und trotzdem liebe ich ihn und seine sarkastischen Kommentare, seinen Mut und seine Feinfühligkeit Elaine, Susie und Fagus gegenüber. Es ist wirklich schön, wie er sich um seine Freunde sorgt und kümmert. Er soll bloss aufhören ständig allein den Helden spielen zu wollen! Ich hoffe so sehr, dass er das bald merken wird.
Luka hatte in diesem Buch wieder eine grössere Rolle inne. Er ist ein wirklich guter bester Freund und zwar ein Hitzkopf, aber immer da für seine Freunde.
Susie fand ich schon immer grossartig und nun hat sie ihren extremen Mut beweisen können. Sie ist so bewundernswert stark.
In diesem Teil bin ich irgendwie auch Mia nähergekommen. Ja, sie ist eine schreckliche Nervensäge und hat auch ein paar grässliche Dinge getan, aber sie ist trotzdem nur ein Mädchen. Und es tut mir so leid, dass sie durch so vieles hindurchmusste.
Anna Benning weiss jedenfalls genau, was sie tut. Die Charaktere sind glaubhaft, einzigartig und weder gut noch böse, sondern einfach nur Menschen (beziehungsweise Vermengte).

Fazit

Ich LIEBE diese Reihe! Das Kopfkino ist genial, die Charaktere einzigartig und liebenswert und die Handlung komplex. Ich wünschte, ich könnte das Buch noch einmal ein erstes Mal lesen, denn es hat eine eigene Magie und ganz sicher würde ich immer und immer wieder davon begeistert sein.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2021

Den Hype nicht wert

Die sieben Schwestern
0

Inhalt

Nach dem plötzlichen Tod ihres Adoptivvaters kehren Maia D’Aplièse und ihre fünf Schwestern nach «Atlantis» zurück, der riesigen Villa am Genfersee, in der sie alle zusammen aufgewachsen sind. ...

Inhalt

Nach dem plötzlichen Tod ihres Adoptivvaters kehren Maia D’Aplièse und ihre fünf Schwestern nach «Atlantis» zurück, der riesigen Villa am Genfersee, in der sie alle zusammen aufgewachsen sind. Dort sollen sie sein Vermächtnis in Empfang nehmen.
Jeder der sechs Schwestern wird ein Brief überreicht, der die erste Spur zu ihren biologischen Familien legt.
Diese führt Maia nach Brasilien, wo sie mit Hilfe des charmanten Floriano die spannende Geschichte ihrer Urgrossmutter Bel erfährt und dabei auch sich selbst neu findet.

Mein erster Eindruck

Um ehrlich zu sein, habe ich vom Schreibstil mehr erwartet. Mir wurde immer und immer wieder von Lucinda Rileys Büchern, insbesondere den «sieben Schwestern» vorgeschwärmt, wodurch meine Erwartungen relativ hoch waren.
Die Geschichte wurde nicht schlecht erzählt, aber für mich zog es sich an vielen Stellen. Es war mir zu wenig lebhaft, was möglicherweise auch an den vielen Zeitsprüngen lag, die in Bels Geschichte vorkamen.
Alles in allem wirkte es eher schleppend und ich musste mich wirklich überwinden, sie zu Ende zu lesen.

Handlung

In diesem Punkt überzeugt das Buch. Ich finde die Idee wirklich toll. Sechs Schwestern, die ihrer Familiengeschichte nachgehen, Pa Salt, der die Fäden zieht. Dazu gefiel es mir gut, dass wir die Geschichte einer Ahnin hautnah erleben.
In diesem Buch hat mir Bels Teil sogar besser gefallen als der von Maia. Es passierte so viel mehr und so konnte mich dieser Teil auch wirklich packen. Zudem war es spannend mehr über die Geschichte Rios zu erfahren. Man erhielt sozusagen eine gratis Geschichtslektion nebenbei.
Maias Abschnitte waren mir dafür zu grau gewesen. Sie enthielten wenig Selbstinhalt und drehten sich am Ende ja doch wieder um Bel. Auch die Liebesgeschichte konnte mich da leider nicht überzeugen.

Charaktere

Wie bereits erwähnt, mochte ich Maias Teile nicht sonderlich, was auch daran liegt, dass ich mit ihr selbst nicht warm wurde. Ich stellte kaum Persönlichkeit bei ihr fest und es nervte mich, wie sehr sie sich noch immer von ihrer Vergangenheit runterziehen liess. Ich mochte sie schlichtweg nicht.
Dagegen hatte ich Bel wirklich gerne. Ich bewunderte sie für ihre Lebhaftigkeit und ihren Freiheitsdrang und verstand zugleich ihr Pflichtgefühl. Auch wenn ich nicht all ihre Entscheidungen guthiess, so verstand ich zumindest, warum sie so gehandelt hatte. Mit ihr freute ich mich, litt aber auch.
Am meisten mochte ich Loen, die zwar nur eine Nebenrolle innehatte, mir aber ans Herz wuchs. Sie unterstützte Bel, die ihre Herrin und beste Freundin zugleich war und war vermutlich die einzige Person, der Bel wirklich vertrauen konnte und die sie verstand.
Was die Männer im Buch angeht, muss ich leider sagen, dass ich keinen davon hundertprozentig gelungen finde. Es wirkte auf mich eher so, als würde die Autorin einen wirklich dazu bringen wollen, sie zu mögen. Vielleicht ein wenig zu fest. Floriano hatte mir zu wenig Persönlichkeit und auch Laurent konnte mich nicht so ganz von sich überzeugen. Von Gustavo gar nicht zu sprechen. Wobei letzterer ja auch nicht unbedingt die Sympathie in Person darstellen sollte…

Fazit

Ich finde das Buch eindeutig overhyped. Der Ansatz ist nicht schlecht und ich fand es interessant, nebenbei so viel über Rios Geschichte zu erfahren, aber richtig packen konnte es mich nicht. Auch mit den Charakteren wurde ich nicht so ganz warm.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere