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Veröffentlicht am 05.07.2020

Humorvoll und tiefgründig zugleich, ein Wahnsinns-buch

Die tausend Teile meines Herzens
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Merit sammelt Pokale. Und zwar nicht, weil sie sie selbst gewonnen hat und stolz auf ihre Leistung ist, sondern sie kauft sich jedes mal, wenn sie einen wirklichen Scheisstag erlebt hat, einen. Und von ...

Merit sammelt Pokale. Und zwar nicht, weil sie sie selbst gewonnen hat und stolz auf ihre Leistung ist, sondern sie kauft sich jedes mal, wenn sie einen wirklichen Scheisstag erlebt hat, einen. Und von denen gibt es nicht gerade zu wenige in ihrem Leben.
Merit lebt mit ihrem Vater, seiner zweiten Ehefrau, ihren zwei Geschwistern, mit denen sie längst nicht mehr so gut auskommt wie in Kindheitstagen, ihrem Halbbruder und ihrer richtigen Mutter unter einem Dach. Da ist Stress doch wohl vorprogrammiert.
Als sie dann eines Tages beim Einkaufen auf Sagan trifft, fühlt sie sich von Anfang an zu ihm hingezogen. Leider findet sie ziemlich schnell heraus, dass Sagan für sie absolut off limits ist.
Und dabei ist es nicht gerade hilfreich, dass er ihr Haus tagtäglich mit seiner Anwesenheit bereichert, obwohl sie doch so angestrengt versucht ihn zu vergessen.

An ein Buch von Colleen Hoover habe ich immer ganz besondere Ansprüche. Glücklicherweise kann ich nun sagen, dass diese Geschichte meinen Ansprüchen definitiv gerecht worden ist. Es war genauso lustig, wie tragisch und tiefgründig.
Es geht nicht nur um eine Lovestory zweier Teenager, was ehrlich gesagt eher etwas ausgelutscht wäre, sondern viel mehr steht die Familie und Geschwisterliebe im Vordergrund (oder zumindest gleich auf mit der Liebesgeschichte).
Anfangs hat es mich ganz hibbelig gemacht, dass überall Geheimnisse angedeutet wurden, doch lange wurde nicht gesagt, was denn wirklich passiert war. So hat Colleen Hoover wirklich dafür gesorgt, dass ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich wollte unbedingt wissen, was los war.
Die Liebesgeschichte zwischen Merit und Sagan halte ich für eine sehr besondere, denn beide haben ihre eigenen Schicksalsschläge und müssen damit umgehen. Zudem ist das Ganze wirklich tiefgründig und zwischen den beiden entsteht nicht nur Liebe, sondern auch eine sehr tiefgehende Freundschaft. Auch wenn es von Anfang an eigentlich klar ist, dass die beiden zusammen enden werden, finde ich ihren Weg zu ihrem Happy End wirklich fesselnd und sehr aussergewöhnlich.
Die Familie spielt auch eine sehr grosse Rolle und vor allem das ganze Zwillingsschesterdilemma macht die Geschichte auf interessanter und ohne, würde sie nicht funktionieren.
ACHTUNG DIESER TEIL ENTHÄLT SPOILER!!!
Es wird auch ein sehr wichtiges Thema angesprochen und ich habe einige Dinge dazugelernt. Vor allem zum Thema "Depressionen". Ich hatte davon immer ganz andere Vorstellungen und vor allem, da nicht wirklich oft darüber geredet wird, hat mir das Buch geholfen diese Krankheit besser zu verstehen.

Hier habe ich noch zwei Zitate, die mir besonders gefallen haben:

"Nicht jeder Fehler muss Konsequenzen nach sich ziehen. Manchmal muss er auch nur vergeben werden."

"Ich finde es komplett daneben, wenn Leute einem erzählen wollen, dass man nicht wütend oder traurig sein darf, weil es andere auf der Welt gibt, denen es viel schlechter geht." (Das ist nur ein Ausschnitt aus einem viel längeren Teil, doch ich wollte nicht gleich eine ganze Seite zitieren;))

Fazit: Es hat mich wirklich berührt und war nicht nur fantastisch zu lesen, sondern hat mich auch zum Nachdenken angeregt. Ein weiteres traumhaftes Buch von Colleen Hoover, die mich immer wieder aufs Neue überzeugen kann.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Ein Buch mit grossem Suchtpotenzial

Muse of Nightmares - Das Geheimnis des Träumers
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Das letzte Buch endete damit, dass Sarai starb. Unvorstelltbar! Doch glücklicherweise, oder auch nicht, je nach Perspektive des Betrachters, hält die rachsüchtige Minya sie in dieser Welt fest. Doch diese ...

Das letzte Buch endete damit, dass Sarai starb. Unvorstelltbar! Doch glücklicherweise, oder auch nicht, je nach Perspektive des Betrachters, hält die rachsüchtige Minya sie in dieser Welt fest. Doch diese hat andere Gründe dazu. Sie nutzt Sarai, um den, ziemlich frischen, Gott Lazlo zu erpressen. Dieser soll sich nun entscheiden: Sarai oder die Stadt Weep mit all ihren Bewohnern.
Zwischendurch hören wir immer mal wieder, was in Weep selbst passiert. Und zudem gibt es noch kleine Sequenzen aus einer anderen Zeit, vielleicht sogar einer anderen Welt, in denen die Schwestern Kora und Nova im Vordergrund stehen.
Was hat ihre Geschichte mit der von Sarai und Lazlo zu tun?

Ich fand das Buch wirklich fantastisch. Die Geschichte war durch und durch spannend und wenn man einmal begonnen hatte, konnte man mit dem Lesen fast nicht wieder aufhören. Zumindest war das bei mir der Fall.
ACHTUNG! DER FOLGENDE TEIL ENTHÄLT SPOILER!
Sarais und Lazlos Beziehung steht im Vordergrund. Zurecht, denn die Szenen mit den Beiden sind gefühlsvoll, berauschend und auf keinen Fall langweilig, vor allem da Minya die volle Kontrolle über Sarais Körper hat.
Man kann richtig mit Lazlo mitfühlen, während er versucht, zwischen Sarai und Weep zu wählen. Seine Zerrissenheit ist nahezu greifbar. Und auch als Minya endlich für eine Weile aus dem Spiel genommen wird, wird es nicht öde. Ganz im Gegenteil, denn was man über sie erfährt, geht einem ziemlich nah und man beginnt plötzlich eine ganz andere Person in ihr zu sehen. Ich konnte sie zum ersten Mal wirklich verstehen. Ich glaube, ich wäre genauso rachsüchtig wie sie, wenn ich das erlebt hätte, was sie durchgemacht hat.
Sparrow kommt endlich einmal aus sich heraus und das freut mich sehr für sie. Zudem bin ich echt gespannt darauf, zu erfahren, was ihre Gabe noch für uns bereithält. Ihre Experimente wurden ja, zu meinem Bedauern, andauernd unterbrochen, .
Und auch in Weep geht es spannend zu und her. Sie entdecken die alte Bibliothek von Weep (oder wie auch immer die Stadt mal geheissen hat) und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Bücher im nächsten Buch noch von Bedeutung sein werden.
Vor allem Thyon gefällt mir in diesen Teilen sehr gut. Endlich erkennt man, dass auch er ein Mensch mit Gefühlen ist und ich muss sagen, dass ich nun echt Sympathie für ihn empfinde.
Doch in diesem Buch war die Geschichte von Kora und Nova mein Highlight. Ich weiss noch nicht einmal, welchen Einfluss sie auf Sarais Geschichte haben wird, doch die beiden sind mir schon echt ans Herz gewachsen. Man hat sie ja wirklich mies behandelt und es wundert mich vor allem, was mit Nova passiert ist.

Der Schreibstil war wunderschön, die Geschichte komplex und spannend und die Charaktere mochte ich alle auf ihre eigene Art und Weise. Es gibt keine Guten und Bösen (abgesehen von den Göttern, aber dies sind ja tot, obwohl man sich bei Laini Taylor nie sicher sein kann). Alle haben ihre Ansichten, für die man, bis zu einem gewissen Punkt, Verständnis aufbringen kann.

Das Einzige, das mich wirklich gestört hat, war die Aufteilung des Buches. Es gibt ja auch andere Bücher, die zwar viele Seiten in der deutschen Übersetzung haben, aber nicht getrennt wurden. Ich meine, stellt euch mal einen getrennten Harry Potter vor...

Fazit: Ein fantastisches Buch mit unglaublich vielen Twists, das in einem super schönen Schreibstil verfasst wurde. Es ist sehr lesenswert und hat ein wirklich hohes Potenzial zum Lieblingsbuch.

  • Cover
  • Geschichte
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.06.2020

Ein unterhaltsames Buch für Zwischendurch

ROYALS - Prinz Charming gesucht
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Daisy ist ein ganz normales Mädchen, das zusammen mit ihrer Familie in Florida lebt.
Doch als sich ihre Schwester mit dem Kronprinzen von Schottland verlobt und ihnen eine königliche Hochzeit bevorsteht, ...

Daisy ist ein ganz normales Mädchen, das zusammen mit ihrer Familie in Florida lebt.
Doch als sich ihre Schwester mit dem Kronprinzen von Schottland verlobt und ihnen eine königliche Hochzeit bevorsteht, soll Daisy ihren Sommer in Schottland verbringen, um sich an deren Sitten zu gewöhnen und in die Gesellschaft eingeführt zu werden.
Doch der jüngere Bruder des Kronprinzen erschwert Daisys Leben beträchtlich und als sich dessen bester Freund ihrer annimmt, beginnt sie die schottische Elite in einem ganz anderen Licht zu sehen...

Das Buch ist mit einer gehörigen Portion Humor und Sarkasmus versehen und es hat wirklich Spass gemacht es zu lesen. Ich war auch in einem Rutsch durch, denn der Schreibstil war flüssig und unterhaltsam.
Daisy hatte ich ziemlich bald ins Herz geschlossen und sowohl ihre direkte Art als auch die witzigen Gedankengänge haben mich öfters zum Lachen gebracht. Sie wirkte selbstbewusst und auch wenn sie sich teilweise etwas kindisch benommen hatte, oder vielleicht gerade deswegen, konnte ich mich auf eine gewisse Weise mit ihr identifizieren.
Auch die anderen Charaktere habe ich sehr gemocht, jeden auf seine eigene Art und Weise.
Und vor allem Miles mochte ich gerne. Auch wenn das Klischee, des arroganten Schnösels, der eigentlich einen weichen Kern unter der harten Schale hat, ein wenig ausgelutscht ist, finde ich es immer wieder toll, einen solchen Charakter kennenzulernen (vielleicht bin ich ja ein hoffnungsloser Fall).
Da es nicht nur um eine Teenie-Romanze, sondern auch um Familie und Schwesternliebe ging, wurde das Buch auch nicht langweilig.
Und sogar die sehr zurückhaltend und sittsam wirkende Ellie zeigt sich am Ende doch ein wenig gelassener.

Fazit: Eine sehr unterhaltsame Geschichte für zwischendurch, die einen wirklich zum Lachen bringen kann. Zwar war sie weder besonders tiefgründig, noch sehr realistisch, doch das muss ja auch nicht jedes Buch sein. Und ich möchte unbedingt noch einmal den tollen Schreibstil erwähnen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.06.2020

Witzig, Spannend und Einfallsreich

Die Flüsse von London
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Der junge Constable Peter Grant steht noch ganz am Anfang seiner Karriere bei der londoner Polizei. Doch während einer Mordermittlung gerät sein ganzes Weltbild aus den Fugen. Er hat einen wahrhaftigen ...

Der junge Constable Peter Grant steht noch ganz am Anfang seiner Karriere bei der londoner Polizei. Doch während einer Mordermittlung gerät sein ganzes Weltbild aus den Fugen. Er hat einen wahrhaftigen Geist gesehen! Durch diese Tatsache wird er in eine sehr kleine, unbekannte Sondereinheit der londoner Polizei aufgenommen, die sich mit allem Übernatürlichen in der Stadt befasst. Bald bemerkt er, dass nicht nur Geister und Vampire, sondern auch Flussgötter und noch so einige andere Wesen existieren. Mit Hilfe seiner Kollegin Lesley, seinem Vorgesetzten und einer Tochter der Mutter Themse macht er sich auf die Suche nach einem übernatürlichen, mordlustigen Geschöpf, das für eine Menge Aufruhr in der Metropole sorgt.

Das Buch hat mir wirklich super gefallen. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, was andere sich für Gedanken zu Übernatürlichem machen.
Vor allem der Humor und die vielen sarkastischen Bemerkungen haben mich überzeugt. Auch wenn zwischendurch Dinge sehr ausführlich erklärt wurden, ist mir nie langweilige geworden, denn die Art, wie es erzählt wurde, hat mich gepackt.
Das Einzige, das mich ein wenig gestört hat, war, dass Peter sich zuweilen wie ein geiler Teenager verhalten hat. Sein Alter wurde zwar nicht genau erwähnt, doch man könnte doch meinen, dass jemand, der die Schule und die Polizeischule hinter sich gelassen hat, ein wenig erwachsener wäre...
Und auch fand ich es etwas schwierig, mir gewisse Situationen vorzustellen. Ich bin zwar auch schon in London gewesen, doch die Ortsbeschreibungen sind sehr genau und mit Strassennamen versehen, was ein wenig kompliziert war.
Doch das ist Meckern auf ziemlich hohem Niveau, denn der ganze Rest ist fantastisch.

Fazit: Eine sehr interessante und humorvoll wiedergegebene Geschichte, die einen sofort in ihren Bann zieht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2020

Super Idee, leider gefiel mir die Umsetzung nicht wirklich

Sugar & Spice - Glühende Leidenschaft
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Nadia Spiceland besitzt ein Café in einer gemütlichen Kleinstadt und hatte aus den verschiedensten Gründen seit einiger Zeit keine Beziehung mehr. Doch dann trofft sie auf Kane und zwischen den beiden ...

Nadia Spiceland besitzt ein Café in einer gemütlichen Kleinstadt und hatte aus den verschiedensten Gründen seit einiger Zeit keine Beziehung mehr. Doch dann trofft sie auf Kane und zwischen den beiden funkt es sofort. Doch aus einer rein sexuellen Beziehung entstehen bald Gefühle, die die beiden nicht mehr kontrollieren können. Und das, obwohl Nadia sich geschworen hat, nie wieder die Kontrolle zu verlieren...

Das Cover finde ich fantastisch, deshalb habe ich auch das Buch gelesen. Doch leider hat mich der Inhalt weniger überzeugt.
Nadia hat zwar schon eine ganz interessante Geschichte, aber abgesehen von Lust, finde ich, hat die Autorin keine anderen Gefühle richtig rübergebracht.
Auch wenn es ein erotischer Roman ist, geht es meiner Meinung nach zu viel um Sex. Gefühlt geht es um nichts anderes mehr und ich konnte kaum eine Seite lesen, ohne den Worten Erektion, Lust oder feucht zu begegnen.
Für mich hat einfach die ganze Atmosphäre nicht gestimmt und es ist mir echt schwer gefallen das Buch zu lesen.
Trotzdem, die Grundidee finde ich wirklich sehr interessant und auch der Schreibstil hat mir (abgesehen von den viel zu vielen Anspielungen auf Sex) gut gefallen. Es war nicht schwer zu lesen und man kam auch immer super mit.

Fazit: Super Idee, jedoch eher langweilige Umsetzung mit so gut wie nur Sexszenen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere