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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2020

Unterhaltsam, doch teils zu simpel

Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse
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Als Kai eines Abends beim Spielen über den alten Friedhof läuft, geschieht etwas Merkwürdiges. Er beobachtet drei düstere Gestalten aus einer Gruft klettern. Als sie ihn entdecken, kommt es zur rasanten ...

Als Kai eines Abends beim Spielen über den alten Friedhof läuft, geschieht etwas Merkwürdiges. Er beobachtet drei düstere Gestalten aus einer Gruft klettern. Als sie ihn entdecken, kommt es zur rasanten Verfolgungsjagd. Kai hat jedoch keine Chance. Sie holen ihn ein und dann wird plötzlich alles schwarz…
Was Kai noch nicht weiss: Er wurde gebissen, würde sich selbst immer mehr verändern und nichts würde mehr so sein, wie es war.
Und schon bald darauf beginnt Kais erstes grosses Abenteuer mit drei Vampirgeschwistern, seiner besten Freundin Sandra und seiner Grossmutter an seiner Seite.

Ich habe sehr schnell in die Geschichte gefunden, was dem spannenden Schreibstil zu verdanken war. Es war alles äusserst bildhaft beschrieben, und in keiner Weise langweilig. Ich finde es immer schwierig, einen guten Kompromiss dazwischen zu finden. Die Geschichte hat mich so sehr gepackt, dass ich bei der Verfolgungsjagd, ganz zu Beginn des Buchs, tatsächlich zusammengezuckt bin.
Kai mochte ich als Protagonist sehr gerne. Er hatte einen guten Moralkompass und stellte sich schützend vor seine Freunde, auch wenn ihm klar war, dass er gegen die Gefahr keine Chance hätte. Die Stimmungsschwankungen verzieh ich ihm, da er es in der Zeit alles andere als leicht hatte.
Auch die anderen Charaktere mochte ich sehr gerne, besonders Gerrith, Oma Flammersfeld und Gottfried von Greifendorf.
Gottfried schien, im Gegensatz zu seiner Frau, eher unvoreingenommen den Menschen gegenüber und mir gefiel besonders die Szene im Wohnzimmer von Oma Flammersfeld, als er mit ihr über die verschiedenen Vampirbücher diskutiert hat. Wo wir schon bei der Oma sind, die fand ich wirklich genial. Sie war ziemlich überdreht, doch ich bewunderte ihren Mut und ihre Art, sich nicht darum zu scheren, was andere von ihr dachten.
Vor allem den schüchternen Gerrith hatte ich schnell ins Herz geschlossen. Er wirkte so viel zurückhaltender als seine Geschwister und war echt hilfsbereit Kai gegenüber.
Obwohl mir das Buch sehr gut gefallen hat, fand ich es selbst für ein Kinderbuch relativ simpel gestaltet. Sie brauchten nicht lange, um herauszufinden, wer der Bösewicht war und lagen auch gleich mit der ersten Vermutung richtig. Ausserdem konnte ich die Motive des Bösewichts nicht so ganz nachvollziehen. Er war einfach verrückt. Aber na gut, vielleicht ist das ja Motiv genug…
Der ganze Rest hat mir wirklich super gefallen und ich finde es eine äusserst unterhaltsame Geschichte.

Fazit: Eine recht unterhaltsame Vampirgeschichte, die ich besonders jüngeren Lesern empfehlen würde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.10.2020

Hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt

Lost Souls
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Ein Virus ist auf der Welt ausgebrochen und verwandelt Tote in Untote. In dieser apokalyptischen Welt kämpft Kacey täglich ums Überleben. Seit ihr Bruder gestorben ist, weiss sie jedoch nicht mehr, ob ...

Ein Virus ist auf der Welt ausgebrochen und verwandelt Tote in Untote. In dieser apokalyptischen Welt kämpft Kacey täglich ums Überleben. Seit ihr Bruder gestorben ist, weiss sie jedoch nicht mehr, ob sich das überhaupt noch lohnt.
Sie will gerade aufgeben als sie auf Jared und Chris trifft. Mit ihnen gelangt sie in ein Dorf, kommt seit einer Ewigkeit wieder unter Menschen und findet neue Freunde. Doch auch hier ist nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Die Ressourcen sind knapp, Untote versuchen ständig die Mauern zu durchbrechen und jeder kämpft mit seinem persönlichen Trauma.
Dem missmutig wirkenden Jared scheint besonders Schlimmes widerfahren zu sein. Und obwohl er sich wie ein Arschloch verhält, kommt Kacey nicht drum rum Gefühle für den Mann hinter der abweisenden Fassade zu entwickeln. Ob eine Liebe unter diesen Umständen wirklich eine Chance hat?

Das Cover dieses Buches wirkte verheissungsvoll und auch der Klappentext lud zum Lesen ein. Der Schreibstil war sehr angenehm, die Idee hat mir gefallen, doch trotz allem konnte das Buch mich leider nicht überzeugen. Es konnte mich stellenweise packen, durch andere Teile musste ich mich dann aber mühselig durchkämpfen. Es war zwar teilweise ganz unterhaltsam, doch ich musste lange nach der eigentlichen Geschichte suchen. Viele Stellen wirkten auf mich eher irrelevant und vor allem das Ende hat sich gezogen. Ich schaffte es einfach nicht, mich für die Geschichte zu erwärmen.
Immerhin hat mir die Protagonistin ganz gut gefallen. Kacey war mutig und stur und besonders ihre Kampfkünste waren beeindruckend. Ich fand es toll, wie sie darauf beharrt hat, gegen die Zombies zu kämpfen, um dem Dorf zu helfen, obwohl viele sie in der Rolle als Frau nicht als Kämpferin gesehen haben. Sie haben Kacey mit Samthandschuhen angefasst und ich war jedes Mal stolz, wenn Kacey sich durchgesetzt hatte.
Es gab auch einige andere Bewohner des Dorfes, die mir im Laufe der Geschichte ans Herz gewachsen sind. Besonders Julie und Scott. Die beiden waren so süss zusammen und haben allen Anderen Hoffnung gemacht, dass auch sie in dieser Katastrophe noch eine Chance auf ein Stückchen Normalität haben könnten.
Jedoch konnte ich mich einfach nicht für Jared begeistern. Er hatte schlimmere Stimmungsschwankungen als ich in meiner hochpubertären Phase, hat Kacey andauernd Hoffnung gemacht, nur um sie dann wieder von sich zu stossen und hat ihr dabei das Gefühl vermittelt, sie hätte etwas falsch gemacht. Natürlich hatte er, je länger, je mehr gute Momente, in denen ich ihn auch sehr mochte. Aber diese waren meiner Meinung nach zu selten und auch wenn er eine traumatische Vergangenheit hatte, so sehe ich das doch nicht als Grund genug, Kacey so anzufahren. So sehr ich es versuchte, jedes Mal ist er wieder aufgebraust, als ich angefangen habe, ihn ein bisschen zu mögen.

Fazit: Grundidee und Schreibstil fand ich super und die Geschichte war teilweise auch ganz unterhaltsam, doch richtig packen konnte sie mich nicht und vor allem die Beziehung zwischen Kacey und Jared hat mich mehr aufgebracht als gerührt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.10.2020

Ein perfektes Buch für Leser jeden Alters

Brombeerfuchs. Das Geheimnis von Weltende
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Portia fährt in den Ferien zu ihren Tanten nach Wales. Es scheint alles sehr friedlich und Portia ahnt noch nicht, dass dies das Abenteuer ihres Lebens werden wird.
Doch dann findet sie einen geheimnisvollen ...

Portia fährt in den Ferien zu ihren Tanten nach Wales. Es scheint alles sehr friedlich und Portia ahnt noch nicht, dass dies das Abenteuer ihres Lebens werden wird.
Doch dann findet sie einen geheimnisvollen Schlüssel im Schreibtisch ihrer Tante, folgt einem Fuchs durchs Brombeergestrüpp zu einer rätselhaften Tür und öffnet so, ohne sich etwas dabei zu denken, das Tor zur Anderswelt. Dabei weckt sie unwissend eine uralte, gefährliche Macht.
Bald steckt Portia mit dem gleichaltrigen Ben, einer geborenen Leseratte, in einem aufregenden Abenteuer fest. Auf ihrer Reise begegnen sie Fabelwesen aller Art. Wenn sie es doch nur mehr geniessen könnten und nicht Portias Tante Rose aus den Händen des grauen Nebelreiters befreien und um ihr eigenes Leben bangen müssten…

Wenn ich das Buch mit einem einzigen Wort beschreiben müsste, wäre es wohl Wow! Oder Fantastisch!
Bereits das Cover hat mir gut gefallen und einen tollen Eindruck vermittelt. Es passt genau richtig zur Geschichte. Der Inhalt ist dem Cover dann mehr als gerecht geworden. Der Schreibstil war leicht, bildhaft und hat mich an einigen Stellen zum Lachen gebracht.
Und dann erst diese Geschichte. Ich habe schnell hineingefunden und das Buch innerhalb kurzer Zeit verschlungen. Ich konnte kaum noch aufhören zu lesen und war enttäuscht, als ich auf der letzten Seite angekommen bin. Wie gern hätte ich mich noch länger in den Tiefen dieses Buchs verloren.
Die Anderswelt wurde wunderbar beschrieben, mein Kopfkino hat auf Hochtouren gearbeitet und die schönsten Bilder produziert.
Auch die Charaktere konnten mich mehr als überzeugen. Portias starke Persönlichkeit hat mich besonders beeindruckt. Ihr Mut, ihre Willensstärke und ihre Neugier haben mich fasziniert. Sie hat für ihre Freunde und Familie gekämpft, ohne über irgendwelche persönliche Konsequenzen nachzudenken. Natürlich war es auch ihre Schuld gewesen, dass sich das Tor geöffnet hat, doch, wie Dumbledore sagen würde: Neugier ist keine Sünde, solange man sie mit Vorsicht walten lässt:) Das mit der Vorsicht hat vielleicht nicht ganz so geklappt, aber man konnte ihr nun wirklich nicht böse sein.
Auch Ben mochte ich auf Anhieb. Im Gegensatz zu Portia war er viel ruhiger und bedachter. Oft lebte er in seiner eigenen Welt, was gerade einer der Gründe war, warum ich ihn so mochte. Und er konnte Hobbit zitieren! Wenn das nicht ein Pluspunkt ist.
In diesem Buch sind er und Portia zwar noch jünger, doch ich hoffe sehr, dass es einen zweiten Band geben wird und die beiden sich da vielleicht auch auf romantischer Ebene näherkommen werden. Die eher ungestüme Portia und der bedachte Ben würden sich perfekt ergänzen.
Mein liebster Charakter war Robin Goodfellow. Anfangs war er zwar ziemlich egoistisch, doch man konnte ihn auch verstehen. Und wie er sich im Laufe des Buches zum Guten verändert hat, hat mich seine anfänglichen Fehler bald wieder vergessen lassen. Er war witzig, frech und natürlich schlau, wie ein Fuchs eben sein sollte. Doch er hat viel auf sich genommen, um zu helfen. Wenn das nicht eine tolle Wandlung ist, dann weiss ich auch nicht.
Alles in allem war es einfach ein perfektes Buch, das ich zu gerne meinen Kindern vorlesen würde, wenn ich denn Kinder hätte. Doch ich werde es auf jeden Fall meinem kleinen Bruder vorsetzen und weiterempfehlen.

Fazit: Eine packende, rührende und, auf jede Art und Weise, absolut fantastische Geschichte für Leser jeden Alters. Ein Highlight für mich!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.09.2020

Eine rasante Mischung aus Spannung und Gefühl

Secret Academy
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Alexis ist angehende Superagentin und befindet sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung beim MI20, einem Zweig des Geheimdienstes, der nur wenigen Menschen bekannt ist und Leute mit übernatürlichen Fähigkeiten ...

Alexis ist angehende Superagentin und befindet sich im letzten Jahr ihrer Ausbildung beim MI20, einem Zweig des Geheimdienstes, der nur wenigen Menschen bekannt ist und Leute mit übernatürlichen Fähigkeiten beschäftigt.
Ihr Ziel: Die Akademie als Jahrgangsbeste absolvieren, Agentin werden, wieder mit ihrer kleinen Schwester vereint sein. Diese wohnt nämlich noch immer im Waisenhaus, das die beiden Schwestern nach dem Tod ihrer Eltern aufgenommen hat.
Doch in der Akademie tragen sich merkwürdige Ereignisse zu. Bei einem ihrer Aufträge wird Alexis von einer übermenschlichen Frau angegriffen und dann sind da plötzlich diese Briefe. Was wohl ihr geheimnisvoller Neuzugang Adam damit zu tun hat?
Und warum war ihr nerviger Mitschüler Dean plötzlich so nett zu ihr? In diesem Riesenchaos sind Gefühle so ungefähr das Letzte, was Alexis brauchen kann.

Das Buch war absolut fantastisch. Angezogen wurde von diesem wunderschönen Cover, doch gefesselt und dabehalten hat mich der spannende Plot und nicht zuletzt der fabelhafte Schreibstil. Das Buch war leicht zu lesen, lebendig und vor allem sehr bildhaft. Es war ein Riesenspass.
Es wurde aus der Ich-Perspektive erzählt und ich habe dadurch sehr schnell hineingefunden.
Alexis war eine sympathische, starke und äusserst schlagfertige Protagonistin, die man einfach mögen musste. Ihre Zuneigung zu ihrer kleinen Schwester hat mich dazu gebracht, sie sofort in mein Herz zu schliessen. Sie ist diese Art Protagonistin, mit der man sich zum einen identifizieren kann, die man aber auch für ihre Stärke beneidet.
Dean mochte ich im Verlauf des Buches immer lieber. Es war so süss, wie er sich um Alexis gekümmert hat und ich muss ehrlich gestehen, dass ich die Leute in Team Adam nicht ganz verstehen kann. Auch er war echt sympathisch und süss, doch Deans humorvolle Art und ihre spielerischen Neckereien haben mir die Entscheidung zwischen den Beiden leicht gemacht.
Auch die anderen Charaktere mochte ich total gerne, ausser Vivien. Mit ihr bin ich nie so richtig warm geworden… Doch wer weiss, vielleicht kann sie mich im zweiten Band überzeugen.
Auf diesen freue ich mich nämlich riesig! Ich weiss überhaupt nicht, wie ich so lange warten soll.
Das Buch war so spannend, die Ereignisse haben sich überschlagen und mir ist nie langweilig geworden. Und dieses Ende war ziemlich fies;)
Speziell erwähnen möchte ich noch die Gadgets und generell den ganzen Aufbau der Akademie. Mir hat die Stimmung richtig gut gefallen, es war die perfekte Mischung zwischen Schule und Aufträge. Und können wir bitte mal über diese obercoolen Lippenstifte sprechen? Wie krass wäre das denn, wenn ich einfach nur jemanden küssen bräuchte und die Person würde einen Hautausschlag und Juckreiz bekommen? Die Idee fand ich absolut genial. Und natürlich sollten wir diese Linsen nicht vergessen, die einem alle Informationen über die Person, die man gerade mustert, zuspielen.

Fazit: Wie man vielleicht merkt, hat mich das Buch wirklich begeistert und ich kann es nur weiterempfehlen. Es war zu jeder Zeit spannend und hat mein Leben für ein paar wunderbare Stunden versüsst.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 17.09.2020

Äusserst unterhaltsam

Regenwaldgeflüster
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Ein Jahr lang wird Viktoria einen Austausch in Argentinien machen. Sie wird neue Leute kennenlernen, Spanisch lernen und vor allem ihre Mitschüler ein ganzes Jahr lang nicht sehen müssen. Was für ein Traum!
Doch ...

Ein Jahr lang wird Viktoria einen Austausch in Argentinien machen. Sie wird neue Leute kennenlernen, Spanisch lernen und vor allem ihre Mitschüler ein ganzes Jahr lang nicht sehen müssen. Was für ein Traum!
Doch sie kommt nie in Argentinien an. Das Flugzeug stürzt ab und als eine der einzigen Überlebenden sitzt sie im Dschungel fest. Der Kampf ums Überleben beginnt. Zusammen mit Drew Evenson, einem bekannten Sänger und Viktorias heimlicher Crush, und einer zickigen Mitschülerin, einer dieser, die sie gerne für ein Jahr lang nicht gesehen hätte, macht sie sich auf die Suche nach einem Ausweg aus dem Regenwald heraus. Doch das ist gar nicht so einfach, denn sie haben kaum Nahrung, im Dschungel lauern gefährliche Tiere und zu allem Überfluss spielen Vickys Gefühle in Anwesenheit des Sängers absolut verrückt.

Die Geschichte war witzig und unfassbar unterhaltsam. Ich habe sie geradezu durchgesuchtet. Der Schreibstil war leicht und die brutaleren Stellen wurden durch die vielen witzigen Details ausgeglichen.
Viktoria war mir ganz am Anfang noch nicht so wirklich sympathisch. Doch seit sie Lena im Flugzeug eine geklatscht hatte, mochte ich sie lieber. Das hört sich jetzt vielleicht blöd an, aber ich hatte so eine Wut auf diese fiese Mädchengruppe entwickelt, dass mich das richtig happy gemacht hat. War ja auch sowas von verdient. Von da an mochte ich Viktoria immer lieber. Vor allem im Dschungel, als sie mehr und mehr ihre Hemmungen abgelegt hat.
Drew hingegen mochte ich vom Beginn. Es gab zwar Stellen zwischendurch, bei denen er mich echt wütend gemacht hat, aber es stellte sich ja dann als Missverständnis heraus. Natürlich.
Die Beiden waren echt süss zusammen. Am besten hat mir die Szene gefallen, als sie sich unter den Lianen abgeduscht hatten und die anfangs so zurückhaltende Viktoria sich einfach, ohne zu zögern, bis auf die Unterwasche ausgezogen hat. Die Situation aus beiden Sichten zu lesen war wirklich unterhaltsam gewesen. Auch süss fand ich die Tatsache, dass sie sich im Dschungel tatsächlich kein einziges Mal geküsst haben. Ich hätte nie gedacht, dass sie das durchhalten würden.
Krass fand ich die Sache mit Lena. Schon von Anfang an habe ich einen richtigen Hass auf sie entwickelt, so schamlos und gemein, wie sie mit Viktoria umgesprungen war. Das war ja wohl das Allerletzte.
ACHTUNG SPOILER!!
Auch im Dschungel hat sie ein paar ziemlich dreiste Aktionen durchgezogen, was sie, ironischerweise, auch das Leben gekostet hat. Und da kommen wir zum Punkt, der mich wirklich überrascht hat. Nie hätte ich gedacht, dass Lena stirbt. Sie wirkte wie ein Drache, der gar nicht dazu fähig war zu sterben. Kaum war sie weg habe ich sie auf eine komische Art vermisst.
Dass sie aus dem Dschungel herauskommen würden, war ja klar gewesen. Das mit den drei Monaten Funkstille zwischen Drew und Vicky fand ich an sich nicht keine schlechte Idee, doch auf mich wirkte es etwas unrealistisch. Mit den heutigen Möglichkeiten hätte Drew sie auf jeden Fall erreichen können, wenn er unbedingt gewollt hätte. Ohnehin gab es einige Stellen, die auf mich etwas an den Haaren herbeigezogen wirkten. Vicky erholte sich ungewöhnlich schnell von der Verletzung und dem Fieber und sie hatten Angst, Wasser aus den Lianen zu trinken, aber beim Fluss hatten sie keinerlei Bedenken. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau, denn der Rest hat mir supergut gefallen.
Das Happy End war da natürlich noch das Krönchen obendrauf.
Ich glaube ja nicht, dass noch ein zweiter Teil geplant ist, aber mich würde es definitiv Wunder nehmen, wie es mit den Beiden weitergeht. Mit Drews Job hätten sie bestimmt ein paar Hürden zu überwinden und ich bin mir auch nicht sicher, ob Viktorias Eltern wirklich einverstanden mit den Beiden sind, sie haben ihr ja nie etwas von seinen Anrufen erzählt. Da gäbe es bestimmt auch noch was zu erzählen…

Fazit: Auf mich wirkte die Geschichte sehr unterhaltsam, der Schreibstil war äusserst angenehm und die Charaktere schloss ich bald in mein Herz. Nur leider fand ich die eine oder andere Szene etwas unrealistisch, sonst hätte den 5 Sternen nichts im Wege gestanden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere