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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.10.2020

Schottisches Flair mit Todesfall

Hamish Macbeth hat ein Date mit dem Tod
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Der schottische Dorfpolizist Hamish Macbeth genießt seine ruhige Zeit in Lochdubh. Als eine Gruppe gutbetuchte Partnersuchende in das Hotel seiner Bekannten Pricilla einchecken. Nun ist es mit der Ruhe ...

Der schottische Dorfpolizist Hamish Macbeth genießt seine ruhige Zeit in Lochdubh. Als eine Gruppe gutbetuchte Partnersuchende in das Hotel seiner Bekannten Pricilla einchecken. Nun ist es mit der Ruhe vorbei. Maria ist die Organisatorin von Checkmate, der Partnervermittlung. Die Mitinhaberin Peta Gore verhält sich während der Urlaubsreise unmöglich und dem ein oder anderem kommen da schonmal Mordgedanken. Kurz darauf wird die Leiche von Peta gefunden - sie wurde erstickt. Dann passiert noch ein weiterer Mordversuch. Wird Hamish Macbeth herausfinden können, wer dahinter steckt?

Die Idee mit der Paarvermittlung von wohlhabenden Menschen ist sicher nicht neu. Trotzdem gibt es für mich ein paar Ungereimtheiten seitens der Organisatorin. Ich kann gut in die Idylle Schottland eintauchen, doch der Krimi erweist sich als zu langgezogen. Auch das Verhältnis von Hamish Macbeth zu Priscilla ist mehr verwirrend, als ergreifend.

Fazit:

Der Schottland-Krimi verspricht ein paar gemütliche Stunden in schöner Landschaft. allerdings ist der Spannungsbogen zu niedrig gehalten und auch die Nebenhandlung hat keinen Tiefgang.

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Veröffentlicht am 28.10.2020

Aylin und Vince - ein ungleiches Paar

Shine Bright
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Aylin zieht in eine neue Wohnung ein und über ihr wohnt ein lärmender, rücksichtloser Bad-Boy. Vince ist gutaussehend und egoistisch. Aylin hat in der Vergangenheit einen Tiefpunkt überwunden und geht ...

Aylin zieht in eine neue Wohnung ein und über ihr wohnt ein lärmender, rücksichtloser Bad-Boy. Vince ist gutaussehend und egoistisch. Aylin hat in der Vergangenheit einen Tiefpunkt überwunden und geht gestärkt und mutig aus der Sache heraus. Vince hat sich mit den falschen Leuten eingelassen und dies wird vermutlich in einer Katastrophe enden. Aylin fängt an Gefühle für Vince zu entwickeln und fürchtet sich aber im selben Moment auch davor. Sie will ihn nicht näher an sich heranlassen, weil er nach Ärger "riecht" und sie Angst hat, wieder tief zu fallen. Ob Vince auch was für sie empfindet? Wird er seine Probleme in den Griff bekommen, oder wird alles in einer Katastrophe enden?

Die Kapitel sind mit Titeln versehen und man kann passend da zu eine Playlist anhören. Das passt sehr gut zum Fortgang der Geschichte und man merkt wie viel Herzblut die Autorin in dieses Buch gelegt hat.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und gefallen mit gut. Aylin ist eine starke Frau. Josie, die Freundin von Aylin, bringt viel Witz und Abwechslung in die Geschichte. Vincent muss vieles noch lernen und erkennen, dass das Leben nicht einfach ist.

Fazit:
Dieser New-Adult-Roman ist kurzweilig und mit viel Begeisterung geschrieben. Es geht um die Beziehung zwischen Aylin und Vincent, die beide ihre eigenen Probleme zu bewältigen haben. Ein Roman um sich relaxt zurückzulehnen und zu entspannen.

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Veröffentlicht am 22.10.2020

Mord in ländlicher Idylle

Die letzte Kurve
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Richard Wengert fährt bei einer Motorrad-Tour mit seinen Motorrad gegen einen Baum und verstirbt an der Unfallstelle. Erst sieht es nach einem Unfall aus, doch bald wird klar, dass es sich um Mord handelt. ...

Richard Wengert fährt bei einer Motorrad-Tour mit seinen Motorrad gegen einen Baum und verstirbt an der Unfallstelle. Erst sieht es nach einem Unfall aus, doch bald wird klar, dass es sich um Mord handelt. Das hohenlohisch-westfälische Ermittlerduo Heiko Wüst und Lisa Luft ermitteln wieder !!!

In diesem Krimi geht es um Motorrad-Gangs, Vergiftung, Drogen und Affäre und das alles in dem beschaulichen Hohenlohe. Die Autorin, Wildis Streng, hat schon einige Krimis mit "Wüst und Luft von der Kriminalpolizei" geschrieben und auch dieser Krimi ist wieder spannend und kurzweilig. Der Hohenloher-Dialekt ist sympatisch und die Landschaft ist schön beschrieben und idyllisch.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

In Hummelstich ist mehr los als man denkt.

Hummelstich - Folge 01
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Hummelstich ist ein recht beschaulicher Ort, der eine hohe Anzahl an alten Menschen hat und kaum Nachwuchs. Die Hummelstichler gehören somit zu einer gefährdeten Spezies. Vor allem, wenn dann noch Morde ...

Hummelstich ist ein recht beschaulicher Ort, der eine hohe Anzahl an alten Menschen hat und kaum Nachwuchs. Die Hummelstichler gehören somit zu einer gefährdeten Spezies. Vor allem, wenn dann noch Morde passieren, so wie in dieser spannenden Geschichte, steigt die Zahl der Beerdigungen schnell überproportional an.

Die ausgeflippte Bea von Marstein passt gar nicht in die Idylle und in das konservativ ausgerichtete Örtchen. Die beste Freundin von Bea , Henrietta von Eichhorn, ist verstorben und Bea entdeckt, dass dies nicht mit rechten Dingen zuging und ermittelt mit dem "Halben"-Dorfpolizisten Sven Grüneis in einem Mordfall. Als weitere Morde geschehen, wird das wahre Gesicht des Dorfes erkannt, hier geht es um Erpressung, Spielsucht, Affären usw. Undenkbar für dieses naive "Greisendorf" und die Schuld wird an Bea weitergegeben. Doch das lässt Bea nicht auf sich sitzen. Wird sie die Mordfälle klären können?

Bea von Marstein ist eine tolle Person, offen authentisch, exzentrisch, schelmisch und ab und zu braucht sie einen Blutwurz. Sie ist 63 Jahre alt, macht aber so einen ausgeflippten Eindruck, das ich sie gleich ins Herz geschlossen habe. Ihr sprechender Papagei Dr. Jerkyll hilft ihr bei den Fällen und steht ihr als Retter zur Seite.

Die Erzählstimme von Gabriele Blum ist sehr sympatisch und sie erzählt mit sehr viel Witz und trifft die einzelnen Charaktere sehr gut.

Fazit:
Ein Wohlfühl-Krimi, der trotz allem durchgehend spannend, ereignisreich und lustig ist. Katharina Schendel, die Autorin, nimmt uns hier mit auf eine ganz besondere Reise in ein provinzialisches Ort, dass solche Aufregung nicht gewohnt ist.

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Veröffentlicht am 21.10.2020

Die Geschichte über eine mutige Frau, die die Herzen im Sturm erobert

Die Gabe der Sattlerin
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Charlotte ist die Tochter eines Sattlers und soll unter die Haube kommen. Leider kann sie mit ihrem zukünftigen Ehemann, Amtsmann Julius Lenschneider, überhaupt nichts anfangen. So flüchtet sie mit ihrem ...

Charlotte ist die Tochter eines Sattlers und soll unter die Haube kommen. Leider kann sie mit ihrem zukünftigen Ehemann, Amtsmann Julius Lenschneider, überhaupt nichts anfangen. So flüchtet sie mit ihrem Pferd Wälderwind am Tag der Hochzeit. Die Geschichte spielt im Jahr 1781 und das eine Frau, die allein unterwegs ist, schnell in Schwierigkeiten gerät, ist klar. Sie muss sich vor den Ausgesandten Lenschneiders verstecken und trifft auf eine Räuberbande, die nichts Gutes im Schilde führt. Charlotte hat die besondere Gabe, dass sie eine herausragende Sattlerin ist und landet dadurch auf dem Gestüt Marbach des Herzogs Carl-Eugen von Württemberg. Das ist nicht die einzige Gabe... Sie ist eine mutige und couragierte Frau, die manchem Mann die Stirn bietet und mit ihrem Aussehen auch den Männern den Kopf verdreht. Friedrich Schiller, der Schriftsteller und Regimentsarzt, spielt in der Geschichte auch eine wichtige Rolle. Er hat seine eigenen Räuber am Hals; und zwar das Theaterstück "die Räuber". Im Gestüt Marbach laufen alle Fäden zusammen und es lauern Gefahren aus allen Ecken. Wird Charlotte heil aus der Sache rauskommen? Wird sie ihr Glück finden?

Dieser vierte historische Roman von Ralf H. Dorweiler ist durchgehend spannend und sehr kurzweilig. Die Sprache und der Schreibstiel sind für die Zeit authentisch, aber nicht antiquiert. Die Geschichte liest sich flüssig und ist bildhaft beschrieben. Man fühlte sich manches mal, als wenn man direkt daneben stehen würde. Die Arbeit der Sattlerin ist detailliert beschrieben und gut recherchiert.
Ich mag Charlotte sehr. Sie ist mutig, engagiert und couragiert. Die Geschichte bringt viel Spannung mit sich und lässt einen das ein oder andere Mal schmunzeln. Das Ende fand ich persönlich etwas zu harmonisch, aber das ist sicher Geschmackssache.

Fazit:
Charlotte, die Sattlerin, erlebt ein großes Abenteuer, dass durchgehend spannend und sehr gut beschrieben ist. Man kann sich in die Geschichte gut einfühlen. Es ist ein historischer Wohlfühl-Roman, der mit viel Action und Witz versehen ist. Ich kann diesen Roman allen Lesern ans Herz legen, nicht nur den Fans von historischen Romanen.

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