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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2026

Komplex, düster und absolut mitreißend

I Am the Blade
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I Am the Blade von Marie Grasshoff ist düster, fesselnd und einfach mal etwas anderes. Die Autorin erschafft eine Welt, die von Gewalt, Intrigen und der drohenden Dunkelheit geprägt ist. Der Einstieg fiel ...

I Am the Blade von Marie Grasshoff ist düster, fesselnd und einfach mal etwas anderes. Die Autorin erschafft eine Welt, die von Gewalt, Intrigen und der drohenden Dunkelheit geprägt ist. Der Einstieg fiel mir zwar nicht ganz leicht, da viele Begriffe und Zusammenhänge erst einmal nicht erklärt werden. Die Antworten bekommt man nach und nach durch die Handlung. Das macht den Anfang etwas anspruchsvoller, aber gleichzeitig auch spannend, weil man die Welt Stück für Stück selbst entdeckt.

Im Mittelpunkt steht Seren, die eine Mordserie aufklären möchte. Dabei gibt es immer wieder Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, und genau das hat mich durchgehend an die Geschichte gefesselt. Obwohl der erste Band vor allem die Grundlage für den zweiten Teil der Dilogie legt, fühlt er sich nicht wie eine reine Einführung an.

Besonders spannend fand ich Seren und ihr Echo Vale – ein Rebell, den sie getötet hat und dessen Bewusstsein nun in ihr weiterlebt. Die beiden könnten von ihren Ansichten kaum unterschiedlicher sein. Gerade dadurch entstehen viele interessante Gespräche und Situationen. Mir hat vor allem gefallen, dass das Buch zeigt, dass es nicht immer ein klares Richtig oder Falsch gibt. Je mehr man über die verschiedenen Seiten erfährt, desto besser kann man ihre Entscheidungen nachvollziehen. Niemand ist einfach nur gut oder böse, sondern irgendwo dazwischen – und genau das macht die Charaktere so spannend.

Auch die Entwicklung der Figuren hat mir richtig gut gefallen. Sowohl die Haupt- als auch die Nebencharaktere machen im Laufe der Geschichte eine glaubwürdige Entwicklung durch. Und obwohl das Buch oft ziemlich düster ist, bringt Seren mit ihrem trockenen Humor immer wieder etwas Leichtigkeit hinein.

Der Schreibstil ist bildgewaltig und flüssig, aber durch die komplexe Welt definitiv keine leichte Kost – was meiner Meinung nach aber gut zur Geschichte passt. Die Triggerwarnungen sollte man außerdem ernst nehmen, denn einige Themen haben es wirklich in sich.

Das Ende ist für mich kein riesiger Cliffhanger, aber das muss es auch gar nicht sein. Es bleiben genug Fragen offen und ich bin auf jeden Fall neugierig, wie die Geschichte im zweiten und letzten Band weitergeht. Von mir gibt es 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2026

Ein mitreißender Start in eine faszinierende Fantasywelt

Kissed by the Gods – Die ewigen Kriege
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„Kissed by the Gods“ ist ein gelungener Reihenauftakt, der mich in vielen Aspekten mitgerissen und bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Besonders überzeugt hat mich die Protagonistin Leina. Schon auf ...

„Kissed by the Gods“ ist ein gelungener Reihenauftakt, der mich in vielen Aspekten mitgerissen und bis zur letzten Seite gefesselt hat.

Besonders überzeugt hat mich die Protagonistin Leina. Schon auf den ersten Seiten fällt ihre Wut auf, mit der sie durchs Leben geht. In einer brutalen und unbarmherzigen Welt aufgewachsen, wird sie plötzlich nach Faraengard gebracht, wo sie lernt, mit ihren Fähigkeiten als Altor umzugehen. Nach und nach blickt man hinter ihre harte Fassade und erkennt, wie viel Schmerz und Leid sie geprägt haben. Gerade diese Mischung aus Stärke, Schlagfertigkeit, Humor und ihrer verletzlichen Seite hat sie für mich zu einer sehr authentischen und greifbaren Protagonistin gemacht.

Ein weiteres großes Highlight waren für mich die Nebencharaktere. Jeder von ihnen bringt seine eigene Persönlichkeit und Dynamik in die Geschichte ein und sorgt für viele humorvolle, emotionale und herzliche Momente. Besonders schön fand ich, dass nicht nur Leina eine glaubwürdige Charakterentwicklung durchläuft, sondern sich auch die Nebenfiguren im Laufe der Handlung weiterentwickeln.

Auch das Worldbuilding konnte mich vollkommen überzeugen. Caty Rogan erschafft einen vielfältigen Kontinent mit unterschiedlichen Kulturen, Herrschaftsformen und einem spannenden Magiesystem. Besonders die Altor – von den Göttern erwählte Krieger – sowie die Faravar, die majestätischen geflügelten Schlachtrösser, verleihen der Geschichte ihren ganz eigenen Charme. Zwar erinnern einige Elemente an andere Romantasy-Geschichten, doch die Kombination daraus fühlt sich stimmig an.

Obwohl das Buch auf den ersten Blick wie eine klassische Romantasy wirkt, überrascht es bereits zu Beginn mit einer erstaunlich düsteren und brutalen Atmosphäre. Der Einstieg ist emotional und alles andere als leicht, was mich jedoch umso schneller in die Geschichte hineingezogen hat. Die Handlung entwickelt sich abwechslungsreich und hält immer wieder neue Überraschungen bereit. Mit jeder beantworteten Frage entstehen gleich mehrere neue, sodass die Spannung bis zum Schluss erhalten bleibt.

Gerade zum Ende hätte ich mir zwar noch einige Antworten mehr gewünscht, gleichzeitig macht genau das aber neugierig auf den nächsten Band. Natürlich bedient das Buch einige bekannte Romantasy-Tropes und erfindet das Genre nicht neu. Wer nach etwas völlig Einzigartigem sucht, wird hier vielleicht nicht fündig. Wer jedoch eine spannende Geschichte mit starken Charakteren, einer gelungenen Mischung aus Magie, Action und Emotionen sucht, bekommt hier einen wirklich gelungenen Reihenauftakt, der definitiv Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 13.06.2026

Eine Fortsetzung, die alle Erwartungen übertrifft

The Sea Spinner (Wind Weaver 2)
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Nach dem ersten Teil der Reihe blieb der Spannungsbogen durchgehend hoch und ich war unglaublich gespannt, wie es in der Fortsetzung weitergehen würde. Und was soll ich sagen? Ich wurde keineswegs enttäuscht. ...

Nach dem ersten Teil der Reihe blieb der Spannungsbogen durchgehend hoch und ich war unglaublich gespannt, wie es in der Fortsetzung weitergehen würde. Und was soll ich sagen? Ich wurde keineswegs enttäuscht. Auch wenn ich anfangs etwas Zeit brauchte, um wieder vollständig in die Geschichte hineinzufinden, lichtet sich der Nebel nach und nach. Rhya hat nach der Schlacht von Fyremas schwere Verluste erlitten und kämpft mit Schuldgefühlen. Während Pendefyre von Rachedurst erfüllt ist, findet sie bei Soren Zuflucht und beginnt, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln und zu trainieren.

Es gibt gleich mehrere Punkte, die ich hervorheben und loben möchte. Allen voran das Worldbuilding. Wow! Bereits im ersten Teil haben wir einen Vorgeschmack auf diese Welt bekommen, doch hier setzt die Autorin noch einmal nach. Mit jeder Seite fügen sich neue Puzzleteile zusammen: fantastische Länder, unheilvolle Orte und jede Menge faszinierende Ungeheuer machen die Welt noch lebendiger und greifbarer.

Auch die Charakterentwicklung kommt keineswegs zu kurz. Gerade daran merkt man, dass es sich um den zweiten Band einer Reihe handelt. Geheimnisse werden weiter vertieft, neue Fähigkeiten erlernt und Beziehungen entwickeln sich spürbar weiter. Trotzdem wirkt nichts künstlich in die Länge gezogen. Im Gegenteil: Die Geschichte besitzt einen Funken, der durchgehend strahlt und die Handlung vorantreibt.

Nicht zuletzt liegt das auch an Soren, der in diesem Band endlich mehr Raum bekommt. Während man im ersten Teil nur eine kleine Kostprobe von ihm erhält, bekommt man hier ein regelrechtes Festmahl. Die Charaktere wirken insgesamt authentisch, stark und zugleich verletzlich, ohne jemals anstrengend oder überladen zu sein. Gerade diese emotionale Tiefe hat mich vollkommen überzeugt. Zusammen mit dem bildgewaltigen Schreibstil der Autorin konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Sie schafft es mühelos, die unterschiedlichsten Gefühle hervorzurufen und den Leser mitten ins Geschehen zu ziehen.

Fazit:
Eine packende Fortsetzung, die in nahezu allen Bereichen noch einmal zulegt. Atmosphärisches Worldbuilding, starke Charakterentwicklungen und jede Menge Emotionen sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Nach der überraschenden Wendung am Ende kann ich es kaum erwarten, den dritten Teil endlich in den Händen zu halten. Eine klare Empfehlung für alle, die bereits den ersten Band geliebt haben.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Zwischen Gesellschaftssaison und Fae-Magie: Ein gelungener Auftakt

Hof der Dornen, Band 1: The Rose Bargain
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Wer sich nach einer atmosphärischen, fantasievollen Geschichte mit historischem Flair sehnt, wird in diesem Buch fündig. Sowohl gestalterisch als auch inhaltlich gelingt es der Autorin, ein lebendiges ...

Wer sich nach einer atmosphärischen, fantasievollen Geschichte mit historischem Flair sehnt, wird in diesem Buch fündig. Sowohl gestalterisch als auch inhaltlich gelingt es der Autorin, ein lebendiges Bild des Englands des 19. Jahrhunderts zu zeichnen.

Im Mittelpunkt steht Ivy, die an der gesellschaftlichen Saison teilnimmt, um den Ruf ihrer in Ungnade gefallenen Familie wiederherzustellen und sich dabei in einem Wettbewerb um die Hand eines Fae-Prinzen wiederfindet. Besonders überzeugend ist ihre Figur: charakterstark, eigensinnig, zugleich ehrlich und nahbar. Ihre Entwicklung im Verlauf der Handlung ist nachvollziehbar und macht sie zu einer Protagonistin, mit der man gern mitfiebert.

Etwas blasser bleiben hingegen die beiden Prinzen Bram und Emmett, Söhne der Fae-Königin Moryen. Trotz individueller Ansätze an Charme fehlt es ihren Figuren an Tiefe, wodurch auch die sich anbahnende Liebesgeschichte emotional weniger greifbar bleibt. Dennoch war sie süß zu lesen und ich kann auf jeden Fall nachvollziehen, dass einige Leser Gefallen daran finden werden.

Der Wettstreit um Prinz Brams Hand bildet zwar den erzählerischen Rahmen, drängt sich jedoch nie zu sehr in den Vordergrund. Vielmehr wird die Handlung durch zusätzliche Erzählstränge bereichert, die für Spannung und unerwartete Wendungen sorgen. Die Liebesgeschichte ist zwar vorhanden, aber nicht omnipräsent und entwickelt sich eher langsam.

Der flüssige, zugängliche Schreibstil trägt maßgeblich dazu bei, dass sich das Buch beinahe mühelos lesen lässt. Das Worldbuilding ist gelungen, auch wenn ich mir an manchen Stellen noch mehr Einblicke in die Welt der Fae gewünscht hätte. Gleichzeitig trägt genau das dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten.

Das Ende schließt mit einem wirkungsvollen Cliffhanger, der die Neugier auf den zweiten und abschließenden Band der Dilogie deutlich steigert.

Fazit: Ein insgesamt stimmungsvoller Auftakt mit einer starken Protagonistin, einer atmosphärischen Welt und einer spannenden Handlung. Wer historische Settings mit Fantasy-Elementen und einer ruhigen, sich entwickelnden Romance mag, wird hier gut unterhalten – und dürfte nach dem Cliffhanger gespannt auf den zweiten Band warten.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Viel gewollt, aber wenig überzeugt

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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„Empire of Burning Shadows“ konnte mich trotz erkennbarer Mühe der Autorin leider nicht überzeugen. Sowohl die liebevoll gestalteten Illustrationen als auch der detailreiche, bildhafte Schreibstil zeigen ...

„Empire of Burning Shadows“ konnte mich trotz erkennbarer Mühe der Autorin leider nicht überzeugen. Sowohl die liebevoll gestalteten Illustrationen als auch der detailreiche, bildhafte Schreibstil zeigen deutlich, wie viel Arbeit in diesem Buch steckt. Dennoch bleibt die Geschichte selbst hinter diesen Stärken zurück und konnte mich emotional nicht erreichen.

Ein zentrales Problem liegt für mich in der Protagonistin Joslin. Ihre Motivation, den entführten Bruder zu finden, ist grundsätzlich nachvollziehbar, wird jedoch im Verlauf der Handlung immer wieder durch unlogische Entscheidungen untergraben. Häufig handelt sie impulsiv, lässt sich stark von anderen beeinflussen und verliert dabei ihre eigentliche Zielstrebigkeit aus den Augen. Zwar konnte sie mich mit ihrer Leidenschaft fürs Kochen begeistern, aber sonst bleibt ihr Charakter eher blass.

Auch die Nebenfiguren hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Lanir wirkt eher unangenehm, während Khiran zwar mit Humor punktet, letztlich aber vor allem durch eine oberflächliche, mysteriöse Ausstrahlung definiert wird. Die angekündigte „Slow Burn“-Dynamik konnte ich dabei überhaupt nicht erkennen – im Gegenteil, die Entwicklungen wirken oft zu abrupt und wenig nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist geprägt von einer Fülle an Adjektiven und ausschweifenden Beschreibungen, die jedoch selten zur Vertiefung der Handlung beitragen. Stattdessen geraten zentrale Elemente wie Plotentwicklung und Worldbuilding in den Hintergrund. Zwar gibt es Anfangs Andeutungen von Magischen Wesen wie Centrics und Etheri, aber sonst werden wir als Leser sehr im Dunkeln gehalten. Klar muss eine gewisse Spannung aufrecht erhalten werden, aber dennoch muss der Leser am Ball gehalten werden. Und das war hier nicht der Fall. Der Plott wirkte nicht wirklich ausgearbeitet, es fehlten Informationen und ich hatte das Gefühl in einer Geschichte mit ganz vielen Schlaglöchern zu wandern.

Das Ende hat mich nicht wirklich überrascht, aber ich glaube es könnte eine gute Grundlage sein den zweiten Band der Reihe, den ich jedoch nicht lesen werde.

Fazit:
Trotz schöner Gestaltung fehlt der Geschichte einfach die nötige Tiefe – sowohl bei den Charakteren als auch bei Handlung und Worldbuilding. Vieles wird nicht richtig erklärt, und die Handlung wirkt stellenweise unausgereift, was den Einstieg und das Mitfiebern schwierig macht. Insgesamt bleibt das Buch damit deutlich hinter seinem Potenzial zurück. Ich vergebe 2 von 5 Sternen.

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