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EngelAnni

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Ein Mooriger Thriller

Moorland. Die Zwillinge
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In „Moorland“ lernen wir Malia kennen, die nach 15 Jahren als Kommissarin in ihre Heimatstadt zurückkehrt und gleich den Fall der verschwundenen Zwillinge Nike und Jana lösen muss.
Mir gefällt zum einen ...

In „Moorland“ lernen wir Malia kennen, die nach 15 Jahren als Kommissarin in ihre Heimatstadt zurückkehrt und gleich den Fall der verschwundenen Zwillinge Nike und Jana lösen muss.
Mir gefällt zum einen das Setting sehr gut. Der Wintereinbruch im Moor ist super beschrieben, ich kann mir das Dorf und das Moor richtig gut vorstellen.
Zum anderen gefallen mir die Figuren sehr gut. Malia kehrt nach 15 Jahren in ihre Heimat zurück, seit damals hatte sie keinen Kontakt mit ihrer Mutter. Normalerweise mag ich Kommissare mit großen p0rivaten Problemen nicht, das finde ich schnell anstrengend. Aber hier wird das schwierige Verhältnis mit Malias Mutter nur am Rande behandelt, dafür lernen wir noch ihren Bruder kennen, mit dem Sie über die 15 Jahre Kontakt gehalten hat, das nimmt diesen Problemen die Schärfe.
Auch die anderen Figuren mag ich gerne. Da es sich hier um den Auftakt einer Serie handelt, werden die Kollegen von Malia und auch Bewohner des Dorfes gut vorgestellt.
Die Story und auch die Auflösung sind gut gemacht und für mich absolut logisch. Es gab einige interessante Wendungen, am meisten gefreut hat mich, dass eine Wendung nicht eingetreten ist, die viele anderen Autoren wohl genutzt hätten. Mehr kann ich ohne Spoiler nicht verraten.
Der Thriller an sich ist abgeschlossen, aber die private Geschichte wird noch nicht aufgelöst, daher freue ich mich schon auf den nächsten Teil.
Für „Die Zwillinge“ vergebe ich 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Kriminalroman mit merkwürdiger Auflösung

Sisi ermittelt – Die Diamanten der Kaiserin
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In dem Buch „Sisi ermittelt“ folgen wir Sisi, der Kaiserin von Österreich. Sie wird nach England eingeladen, dort wird sie verfolgt und in der Nacht wird eine verschlüsselte Botschaft an ihre Schlafzimmerwand ...

In dem Buch „Sisi ermittelt“ folgen wir Sisi, der Kaiserin von Österreich. Sie wird nach England eingeladen, dort wird sie verfolgt und in der Nacht wird eine verschlüsselte Botschaft an ihre Schlafzimmerwand geschrieben, sie beginnt zu ermitteln.
Leider konnte mich das Buch nicht überzeugen. Sisi kommt überhaupt nicht sympathisch rüber (ich weiß nicht, wie sie im wirklichen Leben gewesen ist), sie nutzt ihre Stellung aus und trifft merkwürdige Entscheidungen.
Ich konnte den Gedankengängen von Sissi auch nicht so richtig folgen, der Auftritt ihres Sohnes trägt zur Handlung nichts bei und auch die Auflösung macht für mich überhaupt keinen Sinn. Ich bin immer noch am Grübeln…
Ich hatte zudem gehofft, einen genaueren Einblick in die damalige Zeit zu erhalten, aber das Verhältnis zwischen den Königshäusern und das Verhältnis zwischen Österreich und Ungarn wird nicht näher beleuchtet, vielleicht fällt es mir deswegen so schwer die Auflösung zu verstehen. Das Einzige, was mich überzeugen konnte, waren die Beschreibungen der Schlösser und Häuser, die Sissi besucht.
Ich kann daher nur einen Stern vergeben

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Ein toller Roman, der zum Renovieren und Nähen animiert

Fäden des Glücks
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In „Fäden des Glücks“ lernen wir Karla kennen, die ein geerbtes Gutshaus verkaufen möchte, bzw. muss um die Erbschaftssteuer zahlen zu können.
Sie reist nach Mecklenburg-Vorpommern und stürzt sich in die ...

In „Fäden des Glücks“ lernen wir Karla kennen, die ein geerbtes Gutshaus verkaufen möchte, bzw. muss um die Erbschaftssteuer zahlen zu können.
Sie reist nach Mecklenburg-Vorpommern und stürzt sich in die Renovierungsarbeiten. Dabei stößt sie immer wieder auf ihre Vergangenheit, z.B. ihre alten Nachbarn, ihre Jugendliebe oder ihre alte Nähmaschine.
Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Wir renovieren auch gerade Teile unseres Hauses und ich nähe eigentlich auch gerne. Dieses Buch hat mich animiert, mit beidem wieder mit mehr Energie weiterzumachen.
Ich mag den Schreibstil sehr gerne und mich begeistern die Figuren. Ich konnte richtig tief in die Geschichte eintauchen und hatte immer das Gefühl direkt dabei zu sein.
Die neu gestalteten Räume im Gutshaus hatte ich immer direkt vor Augen. Ich habe das Buch regelrecht verschlungen.
Ich habe einen Wohlfühlroman erwartet und diesen bekommen, ich vergebe 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Wohlfühlroman in einer historischen Bäckerei

Die Brotbäckerin
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In „Die Brotbäckerin“ lernen wir die beiden Schwestern Anna und Liesi kennen, die auf tragische Weise ihren Vater verlieren und dann befürchten müssen, den Familienbetrieb (eine Bäckerei) zu verlieren. ...


In „Die Brotbäckerin“ lernen wir die beiden Schwestern Anna und Liesi kennen, die auf tragische Weise ihren Vater verlieren und dann befürchten müssen, den Familienbetrieb (eine Bäckerei) zu verlieren. Widersacher Georg mit seinem Buchhalter Jakob und auch eine neue Freundin von Liesi, Amalie, werden noch eine große Rolle spielen.
Mir gefällt, dass das Buch mit wenigen Charakteren auskommt, es sind nicht viele Nebenrollen vergeben und wenn doch, erfahren wir nichts nebensächliches, bzw. überflüssiges. Die Story ist etwas vorhersehbar, aber zum Schluss gibt es noch eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe.
Das Buch hat meine Erwartungen genau erfüllt, es war locker und leicht zu lesen. Einzig die romantischen Szenen waren mir etwas zu viel, etwas kürzer hätte mir besser gefallen.
Ansonsten war es ein toller Wohlfühlroman mit einem kleinen Einblick in eine Bäckerei um 1980 herum. Ich vergebe 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Spannende Aufarbeitung von Nazi-Verbrechen

Zurück unter Mördern
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In dem Buch „Zurück unter Mördern“ gibt es zwei Zeitlinien. Zum einen in 1950, wo Henry Mahler als Privatdetektiv angeheuert wird um Beweise zu finden, dass Oswalds Lassallys Familienvermögen von den Nazis ...

In dem Buch „Zurück unter Mördern“ gibt es zwei Zeitlinien. Zum einen in 1950, wo Henry Mahler als Privatdetektiv angeheuert wird um Beweise zu finden, dass Oswalds Lassallys Familienvermögen von den Nazis beschlagnahmt wurde.
In der zweiten Zeitlinien begleiten wir Oswald Lassally durch die Zeit ab 1931, wie er unter den Nazis gelitten hat, über seine Auswanderung bis hin zu seiner Rückkehr 1950 nach Deutschland.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Über die Zeit vor und während des 2. Weltkrieges habe ich bereits viel gelesen, trotzdem ist es immer wieder schrecklich, was den Juden damals angetan wurde.
Sehr interessant fand ich die Geschichte um Henry Mahler, der selbst im Krieg schreckliches erlebt hat und über den Verbleib seiner Ehefrau bei seiner Rückkehr nichts mehr rausfinden kann. Er taucht in seinen Ermittlungen in den Sumpf der Nachkriegszeit ein, wo noch viele Nazis ein neues Leben aufgebaut haben, seine Wut und das Unverständnis wird toll beschrieben.
Einzig der plötzliche Schluss hat mir nicht ganz so gut gefallen. Es gibt zwar noch einen Epilog und auch ein Nachwort des Autors, trotzdem hätte ich mir das Ende etwas „runder“ gewünscht.
Ich vergebe 4 Sterne.

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