Cover-Bild Zurück unter Mördern
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13,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Aufbau TB
  • Themenbereich: Belletristik - Krimi: Historisch
  • Genre: Krimis & Thriller / Historische Kriminalromane
  • Seitenzahl: 430
  • Ersterscheinung: 08.12.2025
  • ISBN: 9783746639222
Michael Jensen

Zurück unter Mördern

Kriminalroman

Die Schrecken des Krieges werfen lange Schatten.

Nach der Hölle des Zweiten Weltkriegs will der engagierte junge Jurist Henry Mahler als Privatermittler für Gerechtigkeit sorgen. Dabei stößt er auf das Schicksal der jüdischen Familie Lassally: Eduard Lassally, das Oberhaupt der Hamburger Handelsdynastie, wurde in der Nazizeit eingeschüchtert und enteignet – und soll schließlich Selbstmord begangen haben. Sein Sohn Oswald glaubt diese Geschichte nicht. Gemeinsam suchen Henry und Oswald nach den Schuldigen, die die Lassallys ins Unglück stürzten. Und geraten damit in höchste Gefahr.

Deutschland nach der Kapitulation: Die Mörder sind noch unter uns. Und sie wetzen wieder ihre Messer. 

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.02.2026

Spannende Reise in die Nachkriegszeit

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Der junge Jurist Henry Mahler versucht sich in Hamburg als Privatermittler und bekommt es gleich mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Oswald Lassaly, der Erbe einer großen Kaffeehandelsdynastie, kehrt ...

Der junge Jurist Henry Mahler versucht sich in Hamburg als Privatermittler und bekommt es gleich mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Oswald Lassaly, der Erbe einer großen Kaffeehandelsdynastie, kehrt nach Deutschland zurück, auf der Suche nach Gerechtigkeit und einer neuen Zukunft für sich und seine Frau. Im Krieg wurde seine Familie enteignet und der gesamte Konzern ging für einen völlig unangemessenen Betrag, der auch noch einbehalten wurde, auf einen neuen Besitzer über. Kann Oswald Lassaly mit der Hilfe von Henry Mahler seine moralischen Ansprüche gelten machen? Steckt noch viel nationalsozialistisches Gedankengut in den Köpfen der Entscheidungsgremien?

Der Autor Michael Jensen hat mit "Zurück unter Mördern" einen aus meiner Sicht spannenden und ergreifenden Kriminalroman geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem bildreichen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der die damaligen Geschehnisse lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die authentisch wirkenden Ermittlungsarbeiten des Privatermittlers Henry Mahler auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine packende Story, die mich mit ihren gut recherchierten historischen Informationen immer wieder ergreifen und erschaudern konnte. Eine gut nachvollziehbare und für mich auch überraschende Auflösung rundet diese Reise in die düsteren Zeiten der deutschen Geschichte dann gelungen ab.

Insgesamt ist "Zurück unter Mördern" ein für mich mehr als gelungener historischer Kriminalroman, der mit sehr interessant gezeichneten Protagonisten, einem historisch bewegenden und sehr gut wiedergegeben Zeitraum, sowie mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle den Kriminalroman daher sehr gerne weiter und bewerte das Buch folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Die düsteren Schatten der Vergangenheit

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Schon beim Blick auf das Cover mit dem spannenden Titel und die Kurzbeschreibung war es um mich geschehen. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen und muss nun sagen, dass es der perfekte Jahresauftakt ...

Schon beim Blick auf das Cover mit dem spannenden Titel und die Kurzbeschreibung war es um mich geschehen. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen und muss nun sagen, dass es der perfekte Jahresauftakt war. Ich lese ziemlich schnell und viele Bücher, aber dieses ist eins, das lange nachhallt. Und es ist in diesem Jahr das erste, das in mein Regal einziehen darf - längst können aus Platzgründen leider nicht ehr alle Bücher bei mir bleiben.

Über die Zeit vor und nach dem Krieg weiß ich leider immer noch viel zu wenig. Es fällt mir oft auch schwer, mich mit diesen schwierigen und belastenden Themen auseinanderzusetzen. Aber gerade jetzt ist es meiner Meinung nach wichtig, dass wir unsere Vergangenheit bzw. die unseres Heimatlandes kennen und es in Zukunft besser machen. Wie der Autor am Ende des Nachwortes schreibt: "Natürlich trifft die heute Lebenden keine Schuld an den Ereignissen von damals. Aber wir alle tragen Verantwortung für das, was kommt."

Henry Mahler ist keine bequeme Figur, aber eine, der man gerne durch den Roman folgt. Er hat seine ganz eigenen Dämonen und manchmal scheint die Düsternis in ihm überhand zu nehmen. Gleichzeitig stecken aber auch Mut, eine herrliche Portion Naivität - trotz allem -, Freundschaft, Lebenslust und vieles mehr in ihm. Das alles mit ihm gemeinsam zu entdecken, hat mir großen Spaß gemacht. Er kämpft sich durch und kämpft dann auch noch für die jüdische Familie Lassally, die fast ausradiert wurde ...

Ein Roman, der nah an der Realität erzählt, nichts Schlimmes, Erschreckendes oder Unbequemes auslässt und manchmal hart an der Grenze dessen ist, was man in einem Unterhaltungsroman lesen möchte. Und gleichzeitig ist genau das so wichtig. Dass wir am Schicksal einzelner merken, wie schrecklich die Kriegszeit war, aber auch schon die Jahre davor. Und leider auch danach. Ein faszinierender Roman über eine Zeit, über die wir lieber schweigen - bis heute. Gerne würde ich hiervon eine Fortsetzung lesen!

Veröffentlicht am 12.01.2026

Sehr bewegend mit einem wichtigen Thema

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Zitat: " Deutsche Frauen haben als Mütter zukünftiger Generationen hohe Anforderungen zu erfüllen "

1950
Henry Mahler kann nach dem Krieg nicht mehr da anschließen, wo er vorher aufhören musste. Sein ...

Zitat: " Deutsche Frauen haben als Mütter zukünftiger Generationen hohe Anforderungen zu erfüllen "

1950
Henry Mahler kann nach dem Krieg nicht mehr da anschließen, wo er vorher aufhören musste. Sein Jurastudium nimmt er nicht mehr auf. Er hängt in seiner Kriegszeit fest, kämpft mit Dämonen. Seine Frau Ellen gilt als vermisst. Henry fragt sich, ob es seine Schuld ist oder hat es nur was damit zu tun, dass Ellen Jüdin war.

Der Rechtsanwalt Arno Kornbach, ein Freund seines Vaters, geht auf Henry zu und bietet ihm eine Möglichkeit an, aus seinem Hamsterrad, rauszukommen.
Der Jude Oswald Lassally möchte herrausfinden, ob sein Vater wirklich Selbstmord begangen hat oder ob er ermordet wurde. Vor kurzem ist er aus dem Asyl nach Hamburg zurückgekommen und möchte Klarheit.

Mein Fazit:

Mit diesem Buch hat Michael Jansen ein sehr durchdringend Werk geschaffen, mit einem Thema, dass niemand vergessen werden darf und sollte. Gerade heutzutage ist es verdammt wichtig zu erkennen, dass sich das nie wieder wiederholen darf.

Ds Buch liest sich unglaublich gut, der Schreibstil ist wunderbar, aber es ist definitiv keine leichte Lektüre. Viele Szenen sind bedrückend und lassen den Leser nachdenklich zurück.
Es ist spannend Henrys Recherche mitzuverfolgen. Seinen Kampf um Gerechtigkeit.
Das Buch ist hervorragend recherchiert, vieles ist historisch belegt. Diese Realität und die Fiktion ist ein sehr gutes Zusammenspiel in diesem Buch.

Ich kann das Buch nur empfehlen und hoffe noch mehr von Michael Jansen lesen zu können.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Eine absolute Leseempfehlung und ein: ES DARF SICH NIE WIEDER WIEDERHOLEN!!!!!

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Eine klare Lesempfehlung!

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Michael Jensen, dessen historischen Kriminalromane rund um die Brüder Sass sowie jene um Jens Druwe, der auch hier, im aktuellen Krimi eine Rolle spielt, ich gelesen habe, nimmt mich mit in das Nachkriegsdeutschland. ...

Michael Jensen, dessen historischen Kriminalromane rund um die Brüder Sass sowie jene um Jens Druwe, der auch hier, im aktuellen Krimi eine Rolle spielt, ich gelesen habe, nimmt mich mit in das Nachkriegsdeutschland.

Oswald und Hertha Lassaly gehören zu den wenigen, von den Nazis Vertriebenen, die nach Hamburg zurückkehren. Er hat mit der Hansestadt und Deutschland noch eine Rechnung offen: Er will einerseits das geraubte Eigentum der Familie zurück und andererseits den angeblichen Selbstmord seines Vaters Eduard aufgeklärt wissen.

Doch der befreundete Anwalt, der schon seinen Vater betreut hat, macht ihm wenig Hoffnung, denn die Firma, ein Kaffeeimport und die Familienbank, sind „verkauft“ worden, was durch Dokumente belegbar ist. Dass der Kaufpreis durch Drohungen auf einen Bruchteil des Wertes gedrückt worden ist, interessiert niemanden. Um Beweise dafür zu finden, dass einerseits der Kauf Betrug und der Selbstmord seines Vaters Mord war, wird der Kriegsheimkehrer und Privatermittler Hans Mahler beauftragt, Dokumente und Zeugen aufzutreiben. Mahler scheint dafür sehr gut geeignet, hat er doch vor dem Zweiten Weltkrieg Jura studiert, aber nicht abgeschlossen und als Gegner der Nazis selbst im Gefängnis. Allerdings wird Mahler von seinen eigenen Dämonen geplagt wird, ist doch seine Frau seit dem, als „Operation Gomorrha“ bekannten, Bombardement Hamburgs verschollen.

Je tiefer Hans Mahler in die Familiengeschichte der Lassallys eintaucht, desto mehr wird ihm bewusst, dass die Täter von damals durchwegs wieder in ihren alten Positionen arbeiten. Oswald und Hertha Lassaly sind zurück unter Mördern.

Meine Meinung:

Der Krimi beruht auf der wahren Familiengeschichte der jüdischen Familie Lassally aus Hamburg, die, wie Hunderttausende andere auch, systematisch gedemütigt, ausgeplündert, ihres Eigentums beraubt, teilweise in den Selbstmord getrieben und als sie nichts mehr hatten, was Nazi-Deutschland nützlich sein konnte, in den diversen Vernichtungslagern ermordet worden sind. Nur wenigen Mitglieder dieser jüdischen Familien ist es, wie Oswald Lassally, gelungen, das Land zu verlassen und noch viel weniger kehren in das Land der Mörder zurück.

Hans Mahler muss erkennen, dass die alten Parolen vom Durchhalten und der Volksgemeinschaft sind noch fest in den Köpfen der Menschen verankert ist. Zudem haben sie neue wie „nach vorne schauen“, „Wir haben auch gelitten.“ und „Wir haben nichts gewusst!“ gebildet haben und in einer Art Dauerschleife wiederholt werden. Schrecklich zu lesen ist das Selbstverständnis mit der Täter/Opferumkehr betrieben wird. Die Mehrzahl der Deutschen sieht sich als Opfer der Alliierten und der jüdischen Weltverschwörung. Unrechtsbewusstsein in kaum vorhanden, weshalb es kaum möglich ist, geraubte Gegenstände und Wohnungen den ursprünglichen Eigentümern zurückzugeben.

Michael Jensen hat mit diesem historischen Krimi die düstere und beklemmende Stimmung im Nachkriegsdeutschland sehr gut eingefangen. Die wahre Geschichte von Eduard Lassally und seiner Familie ist penibel recherchiert. Wie schon in den historischen Krimis rund um die Brüder Sass und um Kriminalkommissar Jens Druwe lässt sich dieser hier ebenso sehr gut lesen, auch wenn er keine leichte Kost ist. Zartbesaiteten Lesern könnte die eine oder andere Grausamkeit vielleicht Probleme bereiten.

Die Figur des Hans Mahler bietet sich gemeinsam mit dem Thema förmlich an, als Reihe weiter entwickelt zu werden. Denn leider ist die Familie Lassally kein Einzelfall.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem historischen Krimi aus dem Nachkriegsdeutschland 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 02.01.2026

Aufrüttelnder Roman über ein wichtiges Stück Zeitgeschichte

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„Zurück unter Mördern“ des Autoren Michael Jensen ist sicherlich keine Wohlfühllektüre, die Geschichte wühlt auf, bewegt und macht auch immer wieder wütend. Gerade deshalb ist das Buch aber wirklich grandios. ...

„Zurück unter Mördern“ des Autoren Michael Jensen ist sicherlich keine Wohlfühllektüre, die Geschichte wühlt auf, bewegt und macht auch immer wieder wütend. Gerade deshalb ist das Buch aber wirklich grandios. Einen klassischen Krimi sollte man hingegen nicht erwarten, obwohl ein unfassbares Verbrechen die Handlung bestimmt. Auf bedachte und feinfühlige Weise verknüpft Michael Jensen dabei reale Geschehnisse mit Fiktion. So gab es etwa Protagonist Oswald Lassally wirklich und auch die systematische Plünderung des Vermögens und Besitzes von jüdischen Menschen durch staatliche Behörden vor und während des zweiten Weltkrieges, ist traurige Realität. Darüber hinaus fängt der zweite Erzählstrang aber auch eindrucksvoll die weiterhin stark antisemitische Stimmung in der Nachkriegszeit ein. Gegen das Vergessen schreibt der Autor wirklich mit voller Überzeugung an und verliert trotzdem nicht die Spannung aus dem Blick. Der Schreibstil liest sich mühelos und gefiel mir richtig gut. „Zurück unter Mördern“ ist ein wirklich interessanter Roman, welcher mich voll und ganz gefangen nehmen konnte und vollumfänglich überzeugt. Auch den nächsten Band möchte ich unbedingt lesen. Nun vergebe ich aber zunächst für diesen eindrucksvollen Reihenauftakt volle 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

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