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EngelAnni

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

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Das Buch fängt sehr spannend an. In der Flugüberwachung tauchen Meldungen auf, dass ein Flugzeug entführt wurde und angeblich in den Flughafen München gelenkt werden soll. Gleichzeitig werden Videoanrufe ...

Das Buch fängt sehr spannend an. In der Flugüberwachung tauchen Meldungen auf, dass ein Flugzeug entführt wurde und angeblich in den Flughafen München gelenkt werden soll. Gleichzeitig werden Videoanrufe getätigt, die aber gefakt sind, weil sie teilweise von Toten kommen.
Nun beginnt die weltweite Zusammenführung von Experten um diese Kriese zu beheben.
Ich finde den Einblick und die Vorstellung, dass wir uns auf keine Technik mehr verlassen können sehr spannend und auch sehr erschreckend. Peter Grandl lässt seine Figuren sehr lebendig werden und auch sehr menschlich. Mir gefallen auch die vielen Absätze und Perspektivwechsel.
Dagegen gefällt mir die Auflösung gar nicht. Ich will nicht zu viel verraten, aber das Einzelschicksal und die Jagd nach gewissen Personen, passt für mich nicht richtig rein und gefällt mir nicht so wirklich.
Daher vergebe ich diesmal nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Am Meer ist es schön – oder doch nicht

Am Meer ist es schön
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Das Buch „Am Meer ist es schön“ lässt mich schwer beeindruckt und auch sprachlos zurück.
Das Buch spielt in zwei Zeitlinien. Zum einen in 2018. Susanne wir zu ihrer dementen im Sterben liegenden Mutter ...

Das Buch „Am Meer ist es schön“ lässt mich schwer beeindruckt und auch sprachlos zurück.
Das Buch spielt in zwei Zeitlinien. Zum einen in 2018. Susanne wir zu ihrer dementen im Sterben liegenden Mutter gerufen. In einem hellen Moment bitte Susannes Mutter sie um Verzeihung. Und Susanne beginnt erst ihrer Tochter, dann ihren Geschwistern zu erzählen, was 1969 im Verschickungsheim passiert ist. Dies ist die zweite Zeitlinie.
Ich finde es erschreckend, was damals den Kindern in diesen Heimen angetan wurde und trotzdem beeindruckend, wie sie zusammen gehalten haben.
Auch die zweite Zeitlinie gefällt mir gut. Susanne öffnet sich gegenüber ihrer Familie.
Ich konnte dieses Buch gar nicht aus der Hand legen. Die Geschichte ist spannen geschrieben und alle Figuren toll gezeichnet.
Ich kann dieses Buch absolut empfehlen und vergebe 5 Sterne

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Familienzusammenführung nach dem Krieg

Der Kindersuchdienst (Kindersuchdienst 1)
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Das Buch „Der Kindersuchdienst“ nimmt uns mit ins Jahr 1955. Durch den tollen Schreibstil und die detaillierten Beschreibungen bin ich direkt mit vor Ort. Ich kann mir die Wohnungsnot vorstellen, so dass ...

Das Buch „Der Kindersuchdienst“ nimmt uns mit ins Jahr 1955. Durch den tollen Schreibstil und die detaillierten Beschreibungen bin ich direkt mit vor Ort. Ich kann mir die Wohnungsnot vorstellen, so dass Annegret gezwungen ist, im Schrebergarten zu wohnen. Ich kann mich ebenfalls in ihre Situation als Alleinerziehende hineinversetzen und die Schwierigkeiten, die ihr dadurch entstehen nachvollziehen.
Natürlich ist auch die Arbeit des Kindersuchdienstes eindrücklich beschrieben. Heutzutage kann ich das Internet heranziehen, um Kontakte zu knüpfen und mir Informationen zu besorgen. Aber das war 1955 nicht möglich. Umso beeindruckender finde ich, wie damals gearbeitet wurde und trotzdem so viele Familien wieder zusammengeführt wurden.
Die Figuren sind zum Großteil alle sehr liebevoll gestaltet, nur Charlotte gefällt mir nicht so richtig. Sie kommt aus gutem Hause, fügt sich aber sehr schnell in der „Arbeitswelt“ ein. (Achtung Spoiler) Ihre Entscheidung gegen die Liebe kann ich absolut nicht nachvollziehen, außerdem war mir die Geschichte um ihre Adoption ein bisschen zu viel. Das offene Ende um sie war mir zu vorhersehbar.
Daher ziehe ich einen Stern ab, spreche aber trotzdem eine Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Hoffnung in der Nachkriegszeit

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Die jüdische Stella kehrt nach dem zweiten Weltkrieg in das zerstörte Wien zurück, um die Stadt wieder aufzubauen und als Lehrerin die Kinder zu unterstützen.
Ich war von Anfang an gefangen in der Geschichte, ...

Die jüdische Stella kehrt nach dem zweiten Weltkrieg in das zerstörte Wien zurück, um die Stadt wieder aufzubauen und als Lehrerin die Kinder zu unterstützen.
Ich war von Anfang an gefangen in der Geschichte, Stella ist so eine toughe und starke Frau, sie hat im Krieg viel Schlimmes erlebt und ihre gesamte Familie verloren. Umso bewundernswerter finde ich, dass sie sich für Ihre Schüler einsetzt und ermutigt über Geschehnisse im Krieg zu sprechen.
Das Buch gibt mir einen tollen Einblick in die schwierigen Zeiten direkt nach dem Krieg, zum Einen gibt es noch die Nazianhänger, die sich ihrer Schuld entziehen wollen, auf der anderen Seite stehen die Überlebenden, wie Juden oder Kommunisten. Es taucht die Frage auf, wer zur Verantwortung gezogen werden sollte und wer nur Mitläufer war.
Das Buch hat mich sehr zum Nachdenken angeregt, ich spreche eine klare Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Historischer Roman mit Krimi-Anteil

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
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In dem Roman „Elbnächte“ begegnen wir Louise, die von ihrem Mann betrogen, ohne Geld und mit Schulden sitzen lässt. In ihrer schwierigsten Zeit trifft sie Ella, die gerade ihre Zeit als Prostituierte hinter ...

In dem Roman „Elbnächte“ begegnen wir Louise, die von ihrem Mann betrogen, ohne Geld und mit Schulden sitzen lässt. In ihrer schwierigsten Zeit trifft sie Ella, die gerade ihre Zeit als Prostituierte hinter sich gelassen hat und einen Neuanfang in Hamburg wagt
Beide Frauen schließen schnell Freundschaft, geraten dann aber immer wieder in merkwürdige Situationen, in denen sie unter anderem Paul, einen ehemaligen wütenden Polizisten treffen.
Die beiden Frauen sind sehr liebevoll beschrieben. Ella, die viel durchgemacht hat und nun in der Großstadt Hamburg merkt, dass sie von der Welt bisher nicht viel gesehen hat.
Und Louise, die als reiche Tochter und Ehefrau vom wahren Leben ebenfalls bisher nichts gesehen hat. Ich mochte bei Figuren auf Anhieb und habe bei dem Krimianteil mitgefiebert, ob alles gut ausgeht.
Durch die beiden und auch Paul erhalte ich einen tollen Einblick die Zeit Hamburgs um 1913. Erschreckend ist die große Armut, aber ich mag Geschichten, in denen sich Frauen selbst etwas aufbauen.
Der Schreibstil sagt mir zu, ich mochte das Buch teilweise gar nicht mehr aus der Hand legen.
Allerdings passt der Klappentext nicht zur Geschichte, sorry, dass ich jetzt spoilern muss, aber die Bar, von der im Klappentext die Rede ist, wird erst ganz zum Schluss eröffnet. Da kann die Autorin zwar nichts für, aber der Verlag hätte hier schon einen besseren Text finden können.
Ich vergebe trotzdem 5 Sterne, da mir das Buch einfach gut gefallen hat.

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