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Veröffentlicht am 19.02.2026

Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos

Erebos
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Im Deutschunterricht müssen wir Buchvorstellungen vorbereiten, und als ich Erebos auf der Liste von Büchern gesehen habe, aus denen wir auswählen können habe ich mich soo gefreut, weil das Buch sowieso ...

Im Deutschunterricht müssen wir Buchvorstellungen vorbereiten, und als ich Erebos auf der Liste von Büchern gesehen habe, aus denen wir auswählen können habe ich mich soo gefreut, weil das Buch sowieso schon ganz weit oben auf meiner Wunschliste war.

Hier nochmal der Klappentext:
Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.

Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.

Man war von Anfang an mitten in der Geschichte drin. Schon in der Zeit bevor Nick das Spiel bekommen hat konnte man anfangen zu rätseln, was Erebos überhaupt ist.

Als Nick das Spiel in die Finger bekommen hat, hat er angefangen, so wie alle anderen süchtig danach zu werde, obwohl er sich ja eigentlich dachte, dass er resistent dagegen wäre. Dieses Thema ist vor allem jetzt 2026 noch viel präsenter als 2010, in der Zeit als das Buch veröffentlicht wurde.
Nicht nur Computerspiele, sondern auch Spiele auf dem Handy, Social Media, Fernsehen und co. haben uns immer abhängiger gemacht. Apps wie TikTok oder Youtube nutzen das gleiche System wie Erebos. Man bekommt Angst etwas zu verpassen und bleibt deshalb immer online.

Nick war mir von Anfang an sympathisch, genauso wie Emily. Es war keine Heldengeschichte von zwei Kindern, die eine ganze Stadt vor einem Computerspiel retten, sondern eine Geschichte von zwei Jugendlichen, die gerade erst ihre Erfahrungen mit Computern machen und versuchen, diese mit anderen zu teilen.

Ursula Poznanskis Schreibstil war sehr flüssig und einfach zu verstehen, ich hatte keine Schwierigkeiten in der Geschichte mitzukommen.

Eine gute Idee war es auch, Sarius wie eine echte Person zu zeigen, wenn Nick gerade spielt. Sarius Gedanken, Sarius Bewegungen, Sarius Gespräche, nicht Nick. der Sarius über seine Tastatur steuert. Man sieht Sarius automatisch wie einen echten Menschen anstatt als eine Spielfigur und kann automatisch besser in die Geschichte eintauchen.

Es ist ja schon 16 Jahre her (denke ich?) dass das Buch geschrieben wurde und in der Zeit war KI (künstliche Intelligenz) noch nicht sehr verbreitet. Heutzutage nutzt ja so gut wie jeder ChatGPT, Gemini und andere Programme für so gut wie alles. In Erebos merkt man die Faszination der Spieler einer solchen Technik, die inzwischen sehr häufig in Spielen vorkommt.

Das Ende war für mich sehr überraschend weil ich einfach gar nicht damit gerechnet habe. Es gab kein Gut und kein Böse, kein Schwarz und kein weiß, sondern einfach nur Grau. Trotz allem war es aber immer noch logisch wie alles gelöst wurde.

Erebos ist auf jeden Fall ein Jahreshighlight für mich geworden und ich bin soo froh dass das Buch auf der Liste im Deutschunterricht gelandet ist, sonst würde es wahrscheinlich immer noch auf meiner Wunschliste vergammeln. Super spannend und toll geschrieben - ich freue mich auf die nächsten zwei Bände dieser Reihe!



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Veröffentlicht am 03.02.2026

Nein, kein Mädchen. Ein Elf

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Ersteinmal danke an das Team von NetGalley für das Rezensionsexemplar. Aber das wird natürlich nichts an meiner Meinung ändern.
Ich glaube das war schon mein 5. Reread von dem Buch oder so. Während dem ...



Ersteinmal danke an das Team von NetGalley für das Rezensionsexemplar. Aber das wird natürlich nichts an meiner Meinung ändern.
Ich glaube das war schon mein 5. Reread von dem Buch oder so. Während dem Lesen hatte ich direkt ein déja-vu. Es fühlte sich genauso an wie als ich das Buch vor zwei Jahren für mich entdeckt habe.

Hier erstmal der Klappentext damit ihr wisst worum es geht:
Die 12-jährige Sophie scheint nicht in ihr eigenes Leben zu passen. Sie ist hochintelligent und hat mehrere Klassen übersprungen. Und sie hütet ein großes Geheimnis: Sophie kann die Gedanken ihrer Mitmenschen lesen. Ihr ganzes Leben lang fühlte sie sich als Außenseiterin. Bis sie Fitz trifft, einen geheimnisvollen Jungen. Er teilt ihr das Unglaubliche mit: Sie ist mit ihren Fähigkeiten nicht allein. Und sie gehört dem Volk der Elfen an. Für Sophie beginnt ein neues Leben. Ab sofort besucht sie im Elfenreich eine Zauberschule. Doch ihre Vergangenheit holt Sophie immer wieder ein: Wer ist sie wirklich? Warum wurde sie in der Menschenwelt versteckt – und vor wem? Die Antworten auf diese Fragen könnten über Leben und Tod entscheiden …

Beim erstem Lesen habe ich das Buch an einem Tag verschlungen. Diesmal ging es mir genauso.

Die Handlung war von der ersten Seite an unglaublich fesselnd und die Spannung ließ nie richtig ab. Ich fand es sehr schön dass auch viel von Sophie's alltäglichem Leben an der Foxfire erzählt wurde oder auch kleinen persönlichen Problemen. Es ging nicht immer um die Hauptgeschichte bzw. die Hauptprobleme wie in anderen Büchern die ich schon gelesen habe sondern auch um kleine Einzelheiten. Diese Details machen das Buch meiner Meinung nach so besonders.

Die Charaktere fand ich unglaublich glaubhaft und liebenswürdig. Sophie überzeugte mich als Protagonistin mit ihrer realistischen Art und wie sie, so wie wir, auch mal ihre Höhen und Tiefen. Die anderen Nebencharaktere fand ich auch größtenteils toll - nur mit Stina werde ich mich wohl nie anfreunden können. Am liebsten mochte ich in allen Büchern Keefe - er hätte in diesem Band auf jeden Fall öfter vorkommen sollen.

Insgesamt würde ich das Buch für alle Kinder ab 10 empfehlen, doch auch Ältere können die Reihe lesen. Meiner Meinung nach ist diese Reihe zeitlos!

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Wenn alle lügen... Wer kennt dann noch die Wahrheit?

Little White Lies
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Willkommen in einer Welt voller Intrigen, Familiengeheimnissen und einer überwältigenden Debütantinnensaison!

Darum geht's:

Seit Sawyers Geburt vor achtzehn Jahren sind sie und ihre Mom sehr gut ohne ...

Willkommen in einer Welt voller Intrigen, Familiengeheimnissen und einer überwältigenden Debütantinnensaison!

Darum geht's:

Seit Sawyers Geburt vor achtzehn Jahren sind sie und ihre Mom sehr gut ohne ihre reiche Südstaatenfamilie ausgekommen. Doch als Sawyers Großmutter plötzlich vor ihr steht und ihr eine halbe Million Dollar bietet, wenn sie an der diesjährigen Debütantinnensaison teilnimmt, kann sie nicht ablehnen. Das ist ihre Chance, endlich herauszufinden, wer ihr Vater ist! Und schon befindet sich Sawyer mitten in einer Welt voller Geld, Perlenschmuck und Intrigen. Schnell merkt sie, dass hier jeder ein Geheimnis hat und wer zu viel nachfragt leicht in Gefahr gerät...

Gute Idee... aber schwierige Umsetzung.
Jennifer Lynn Barnes ist ja schon für ihre tollen komplizierten Thriller bekannt, aber dieses Buch war etwas sehr kompliziert.
Vor allem am Anfang kamen sehr viele Namen auf einmal, und schon hatte ich den Überblick verloren, wer mit wem verwandt ist. Auch hat die Geschichte am Anfang nicht sehr viel Sinn ergeben, die Beweggründe der Charaktere wurden für mich gar nicht beschrieben.

Doch die Charaktere - die haben mich sehr beeindruckt. Sawyer, die Protagonistin hat mich durch ihr schlagfertiges Mundwerk und wie sie sich nie unterkriegen ließ fasziniert. Campbell, Lily, Walker... jeder hatte seine eigenen Geheimnisse.

Ein Detail hat mich immer motivierter gemacht weiterzulesen - die Szenen in der Polizeizelle. Das ganze Buch lang habe ich mich gefragt, wie die vier Mädchen da wohl hingekommen sind, und das Ende hat mich sehr überrascht - aber nicht nur in diesem Sinne...

Insgesamt fand ich das Buch sehr aufregend, aber auch sehr kompliziert und schwierig. Zu empfehlen für alle Jennifer Lynn Barnes Fans!

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Rache für Em...

Die Legende der vier Königreiche - Ungekrönt
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Emelina Flores will Rache am Königreich Lera nehmen. Doch ein gewisser Prinz tritt ihr dabei in den Weg...

Die Geschichte ist gut gelungen und die Handlung ist sehr spannend. Ständig kamen mir beim Lesen ...

Emelina Flores will Rache am Königreich Lera nehmen. Doch ein gewisser Prinz tritt ihr dabei in den Weg...

Die Geschichte ist gut gelungen und die Handlung ist sehr spannend. Ständig kamen mir beim Lesen Fragen auf wie: ,,Wird Em es schaffen?'' Oder ,,Wird die Königsfamilie sie erwischen?'', doch auch solche: ,,Wo liegt Vallos?'', ,,Wie ist die Magie der Ruined entstanden?'' Und ,,Was ist früher da passiert?'' Damit solche Fragen bzw. Unklarheiten nicht auftreten, hätte man mehr über die Vergangenheit erzählen können.

Ich fand es schön, das auch aus Cas' Sich erzählt wurde, so konnte man seine Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen.
Ich mochte Em sehr, sie hat mich durch ihre starke, unabhängige Art sehr überzeugt.
Insgesamt empfehle ich das Buch für alle Fans von Powerless, da die beiden Reihe meiner Meinung nach eine gewisse Ähnlichkeit haben. Ich werde die Reihe auf jeden Fall noch weiterlesen, um zu schauen, wie es weitergeht...

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Fragen über Fragen...

Legend (Band 1) - Fallender Himmel
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Anfangs konnte ich nicht leicht in diese Dystopie einsteigen, da bei mir sehr viele Fragen offenstanden. Wer ist Day? Was hat es vor? Wieso lebt er auf der Straße? Wie sind June's Eltern gestorben? Wie ...

Anfangs konnte ich nicht leicht in diese Dystopie einsteigen, da bei mir sehr viele Fragen offenstanden. Wer ist Day? Was hat es vor? Wieso lebt er auf der Straße? Wie sind June's Eltern gestorben? Wie ist sie überhaupt aufgewachsen? Viele dieser Fragen wurden erst im Laufe bzw. Am Ende des Buches erklärt, wenn überhaupt.

Dadurch, dass aus der Sicht von June und Day erzählt wurde, wurde auch vieles klar. Ihre Gedanken, Gefühle und Taten wurden genau beschrieben, was das Verständnis des Buches leichter machte.

Die Handlung fand ich sehr vorhersehbar, es ist ähnlich wie in vielen anderen Büchern. Eine zufällige Begegnung mit einer Barkeeperin bleibt nicht zufällig, der Verrat eines guten Freundes auch nicht.

Viele Charaktere mochte ich sehr, weil sie durch ihre starke und unabhängige Art überzeugen. Das Verhältnis zwischen June und Day konnte ich nicht so ganz verstehen, da sie sich nicht sehr lange kannten.

Durch viele vorhersehbare Elemente konnte mich das Buch nicht so ganz überzeugen, aber wer die Tribute von Panem sehr mochte, dem kann ich das Buch zum Ausprobieren empfehlen.

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