Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos
ErebosIm Deutschunterricht müssen wir Buchvorstellungen vorbereiten, und als ich Erebos auf der Liste von Büchern gesehen habe, aus denen wir auswählen können habe ich mich soo gefreut, weil das Buch sowieso ...
Im Deutschunterricht müssen wir Buchvorstellungen vorbereiten, und als ich Erebos auf der Liste von Büchern gesehen habe, aus denen wir auswählen können habe ich mich soo gefreut, weil das Buch sowieso schon ganz weit oben auf meiner Wunschliste war.
Hier nochmal der Klappentext:
Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.
Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.
Man war von Anfang an mitten in der Geschichte drin. Schon in der Zeit bevor Nick das Spiel bekommen hat konnte man anfangen zu rätseln, was Erebos überhaupt ist.
Als Nick das Spiel in die Finger bekommen hat, hat er angefangen, so wie alle anderen süchtig danach zu werde, obwohl er sich ja eigentlich dachte, dass er resistent dagegen wäre. Dieses Thema ist vor allem jetzt 2026 noch viel präsenter als 2010, in der Zeit als das Buch veröffentlicht wurde.
Nicht nur Computerspiele, sondern auch Spiele auf dem Handy, Social Media, Fernsehen und co. haben uns immer abhängiger gemacht. Apps wie TikTok oder Youtube nutzen das gleiche System wie Erebos. Man bekommt Angst etwas zu verpassen und bleibt deshalb immer online.
Nick war mir von Anfang an sympathisch, genauso wie Emily. Es war keine Heldengeschichte von zwei Kindern, die eine ganze Stadt vor einem Computerspiel retten, sondern eine Geschichte von zwei Jugendlichen, die gerade erst ihre Erfahrungen mit Computern machen und versuchen, diese mit anderen zu teilen.
Ursula Poznanskis Schreibstil war sehr flüssig und einfach zu verstehen, ich hatte keine Schwierigkeiten in der Geschichte mitzukommen.
Eine gute Idee war es auch, Sarius wie eine echte Person zu zeigen, wenn Nick gerade spielt. Sarius Gedanken, Sarius Bewegungen, Sarius Gespräche, nicht Nick. der Sarius über seine Tastatur steuert. Man sieht Sarius automatisch wie einen echten Menschen anstatt als eine Spielfigur und kann automatisch besser in die Geschichte eintauchen.
Es ist ja schon 16 Jahre her (denke ich?) dass das Buch geschrieben wurde und in der Zeit war KI (künstliche Intelligenz) noch nicht sehr verbreitet. Heutzutage nutzt ja so gut wie jeder ChatGPT, Gemini und andere Programme für so gut wie alles. In Erebos merkt man die Faszination der Spieler einer solchen Technik, die inzwischen sehr häufig in Spielen vorkommt.
Das Ende war für mich sehr überraschend weil ich einfach gar nicht damit gerechnet habe. Es gab kein Gut und kein Böse, kein Schwarz und kein weiß, sondern einfach nur Grau. Trotz allem war es aber immer noch logisch wie alles gelöst wurde.
Erebos ist auf jeden Fall ein Jahreshighlight für mich geworden und ich bin soo froh dass das Buch auf der Liste im Deutschunterricht gelandet ist, sonst würde es wahrscheinlich immer noch auf meiner Wunschliste vergammeln. Super spannend und toll geschrieben - ich freue mich auf die nächsten zwei Bände dieser Reihe!