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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.10.2023

EINE KURZE BEGEGNUNG

Eine kurze Begegnung
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Die Japanerin Mizuki lebt in Tokio und hatte vor ihrer Heirat ein deutlich bewegteres Leben als heute. Sie verbrachte ein Jahr in Nordamerika, lernte als sie zurück kehrte, Tatsu kennen, heiratete und ...

Die Japanerin Mizuki lebt in Tokio und hatte vor ihrer Heirat ein deutlich bewegteres Leben als heute. Sie verbrachte ein Jahr in Nordamerika, lernte als sie zurück kehrte, Tatsu kennen, heiratete und hat nun zwei entzückende Kleinkinder.

Aber sie ist keine typische Hausfrau und Mutter. Dafür ist sie leicht chaotisch und holt ihre Kinder auch schon mal einige Minuten zu spät ab. Andere Mütter reagieren darauf schockiert. Sie sei unhöflich den Erziehern gegenüber. Unhöflich, wie unmöglich als Japanerin. Tatsu ist mit seiner Arbeit und seinem Mobilphone verheiratet. Als Mizuki einen anderen Mann kennenlernt, fragt sie sich, was sie sich eigentlich von ihrem Leben erwartet. Will sie weiterhin fremdgesteuert sein oder selbst mit bestimmen? Und falls ja, wie? Denn das japanische Leben lässt ihr durchaus Möglichkeiten…

Der Schreibstil ist wunderbar aufrecht und mitfühlend, zugleich auch sachlich beschreibend. Ich konnte mich in die Situationen hineindenken und blieb gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt. Ebenso schön ist die Beziehung zu ihrer neuen Bekanntschaft, die Einblick in das Leben einer japanischen Familie und die Erwartung an Ehefrauen und Mütter.

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Veröffentlicht am 12.10.2023

Klasse

Fairies 1: Kristallblau
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Der erste Satz haute mich etwas um. So imposant wurde selten in einem Fantasyroman ein Bergmassiv beschrieben. Poetisch und wunderbar. Darauf folgt zunächst eine ganz normale Urlaubsgeschichte, die sich ...

Der erste Satz haute mich etwas um. So imposant wurde selten in einem Fantasyroman ein Bergmassiv beschrieben. Poetisch und wunderbar. Darauf folgt zunächst eine ganz normale Urlaubsgeschichte, die sich jedoch bald wandelt. Sophie lernt in der Disco einen Typen kennen und erfährt durch ihn und seine Kumpane eine neue Welt. Sie ist eine wieder auferstandene Fairy und soll jetzt lernen, was es damit auf sich hat. Wer an Wesen mit Flügeln und Zauberstab denkt, liegt hier total falsch. Der Roman entpuppt sich als spannend mit lockerleichtem Schreibstil, der oft sehr bildhaft daher kommt und niemals etwas überstrapaziert. Ich habe ihn zwar erst spät angefangen zu lesen, konnte danach allerdings nur ungern wieder loslassen. Bestimmt ein Buch, dass sich öfter zur Hand nehmen lässt ohne langweilig zu werden. Freue mich auf den nächsten Band!

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Veröffentlicht am 10.10.2023

Kuchenreh

Winterliebe im kleinen Hofcafé am Deich
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Wisst ihr, was ein Kuchenreh ist? Nein? Dann lest diesen herrlichen Adventsschmöker

Zusammen mit ihrer Mutter betreibt Toni auf ihrem Gulfhof ein Hofcafé und vermietet Ferienwohnungen. Direkt am Deich ...

Wisst ihr, was ein Kuchenreh ist? Nein? Dann lest diesen herrlichen Adventsschmöker

Zusammen mit ihrer Mutter betreibt Toni auf ihrem Gulfhof ein Hofcafé und vermietet Ferienwohnungen. Direkt am Deich nahe Norddeich oder so. Ihr Vater ist Italiener und ihr Temperament geht manchmal mit ihr durch. Sie backt für ihr Leben gern und ist in der Umgebung gut vernetzt. Als ein Gast unerwartet eine Doppelbuchung auslöst, kommt so einiges in Bewegung. Auf dem Hof, mit Toni und ihren Freundinnen.

Der Schreibstil ist locker-flockig und passend für Adventsromane. Es bleibt seicht, plätschert aber nicht nur an der Oberfläche sondern lässt Einblicke in verschiedene Bereiche zu. Die Geschichte ist witzig und köstlich zugleich. Das ebook fesselte mich zwei Abende lang und ich amüsierte mich göttlich.

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Veröffentlicht am 10.10.2023

Prima!

Bittermandeln aus Byzanz
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Sie ist verliebt in den Eunuchen Pares und in ihre Kochkunst. Kinder standen noch nie in ihren Planungen. Von einem Tag auf den anderen ist sie nicht mehr im Palast sondern in einem Zelt mit stinkenden ...

Sie ist verliebt in den Eunuchen Pares und in ihre Kochkunst. Kinder standen noch nie in ihren Planungen. Von einem Tag auf den anderen ist sie nicht mehr im Palast sondern in einem Zelt mit stinkenden Barbaren. Nicht nur die Häuser wurden geplündert, auch die kostbaren Lebensmittel und Gewürze wurden unbrauchbar gemacht. Da vorher genau beschrieben wird, wie Alkmene und ihre Kollegen im Palast kochten, fällt es nicht schwer die wahren Barbaren zu benennen. Alkmene macht aus ihrer Situation das Beste. Und daraus entwickelt sich eine kleine Gemeinschaft, zu der sogar ein bärbeißiger, introvertierter, eigentlich lieber Franke gehört.

Es ist ein spannender, historischer Roman der Fakten mit Fiktion aufs Beste verwebt. Zürcher beschreibt ihre Figuren sehr genau und lässt sie sich entwickeln. Und sie gehen liebevoll – teilweise zumindest – miteinander um. Immer mit dabei: was sich aus wenigen Nahrungsmitteln wie schmackhaft zubereiten lässt. Ein Wonne dieses Buch zu lesen. Die Autorin behalte ich „im Auge“.

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Veröffentlicht am 10.10.2023

Netter Abenteuerroman mit Ungereimtheiten

Die Mission des Goldwäschers
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Das Buch dreht sich um den Schatz der Nibelungen. Der reisende Buchhändler Magnus findet 1771 zusammen mit seiner Tochter ein altes, wertvolles Buch und erhält von der Abtei St. Gallen den Auftrag zusammen ...

Das Buch dreht sich um den Schatz der Nibelungen. Der reisende Buchhändler Magnus findet 1771 zusammen mit seiner Tochter ein altes, wertvolles Buch und erhält von der Abtei St. Gallen den Auftrag zusammen mit einem Bruder den mit unsichtbarer Tinte verfassten Kommentaren nachzugehen. Diese sollen, mit Rätseln versehen, zum Schatz der Nibelungen führen. Frieder ist Goldwäscher für den Markgrafen von Baden am Rhein. Er und zwei Freunde gehen allerdings noch einem kleinen Nebengeschäft dabei nach und entdecken einen Toten. Sie werden sich Magnus anschließen.
Auch ein bekannter Dichter mischt kräftig mit.

Die ersten zwei Drittel des Abenteuerromans sind gut geschrieben. Danach wird es erheblich unglaubwürdig.

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