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Veröffentlicht am 25.04.2018

Drei Hollywood-Ikonen für Libby

A Girls' Night In - Grace & Ich
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Der finale Band der Diven-Reihe beginnt ein Jahr nach den Ereignissen aus Band 2. Vieles hat sich seither getan. Libby hat ihr Schmuck-Unternehmen ausgebaut und lebt in einer Wohnung in einem der nobelsten ...

Der finale Band der Diven-Reihe beginnt ein Jahr nach den Ereignissen aus Band 2. Vieles hat sich seither getan. Libby hat ihr Schmuck-Unternehmen ausgebaut und lebt in einer Wohnung in einem der nobelsten Stadtviertel Londons, in der auch das Chesterfield-Sofa einen Platz gefunden hat. Ihr Liebesglück mit Olly scheint aussichtslos. Er führt eine Beziehung mit einer erfolgreichen Ärztin, die genau weiß, was sie vom Leben will. Um dem Glück der beiden nicht im Weg zu stehen, nimmt Libby sich zurück und konzentriert sich auf ihr Unternehmen. Zumindest versucht sie das, bis sie eines Tages von einem sexy Millionär über den Haufen gerannt wird.

Wie schafft sie es nur, dass – um es mit Bogdans Worten zu sagen – „super heiße Männer fallen vor ihre Fuße wie tote Motten vor Flamme“? (S.73)
Klar, dass Libby Hilfe braucht, die ihr in Gestalt der großen Grace Kelly erscheint.

Im Gegensatz zu Audrey und Marilyn hinterfragt Grace jedoch, wie es möglich sein kann, dass sie plötzlich vor Libby steht. Grace akzeptiert es nicht als Gegeben, dass sie aus ihrem gewohnten Umfeld verschwunden sein soll, um Libby zu helfen. Und sie akzeptiert es schon gar nicht, dass sie auf einem magischen Sofa durch die Zeit gereist sein soll. Es erfüllt einen mit ziemlicher Wissbegier, zu erfahren, wie Grace Kellys komplizierter Charakter in solch einer Situation reagieren würde. Auch die biografischen Bezüge aus Grace Kellys Leben fügen sich interessant in die Rahmenhandlung ein. Die Autorin hat eine solide Rechercheleistung bewiesen.

In diesem letzten Band zieht die Autorin alle Register. Die Geschichte ist mit Witzigkeit, Slapstick und pointierten Dialogen angefüllt, mehr als die beiden Vorgängerbände zusammen. Als Grace auf Bogdan, Sohn von Bogdan, trifft, habe ich Tränen gelacht. In den Momenten, in denen zwischen Libby und Olly all die unausgesprochenen Worte und Gefühle schweben, habe ich mitgelitten. Dieser Abschlussband ist eine Ansammlung von großem Gefühlswirrwarr, unvorhergesehenen Wendungen und filmreifer Dramatik. Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit Audrey und Marilyn, deren Unterstützung unbedingt notwendig ist! Alles wirklich sehr nervenaufreibend und ein würdiger Abschluss der Reihe.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Aschenputtel und ihre gute Fee!

A Girls’ Night In - Audrey & Ich
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Libbys Leben verläuft wie das Leben vieler: nicht unbedingt nach Plan. Mit dem Durchbruch als Schauspielerin will es nicht klappen – zu dumm, dass sie verpasst hat, etwas anderes zu lernen – und in ihre ...

Libbys Leben verläuft wie das Leben vieler: nicht unbedingt nach Plan. Mit dem Durchbruch als Schauspielerin will es nicht klappen – zu dumm, dass sie verpasst hat, etwas anderes zu lernen – und in ihre neue, winzige Wohnung passt gerade einmal ein uraltes Chesterfield-Sofa aus dem Requisitenfundus. Das Sofa ist allerdings kein normales Sofa, es ist irgendwie magisch aufgeladen. So jedenfalls erklärt sich Libby das Erscheinen von Audrey Hepburn, die ihr mehr schlecht als recht Tipps in Sachen Mode, Liebe und Twitter gibt.

Wer zu Audrey & ich greift, sollte definitiv mindestens einen Audrey Hepburn Film gesehen haben. Zeitverschwendung ist es schon mal nicht. Ich empfehle, gemäß dem Buchcover, Frühstück bei Tiffany, der übrigens auch bei Netflix verfügbar ist.

Zum Buch lässt sich sagen, dass es flott und gefällig ist, sowohl was den Schreibstil als auch die Handlung anbelangt. Es gibt den heißen Filmstar Dillon O’Hara, den Libby mit ihrer natürlichen, unaufgesetzten Art beeindruckt. Ich meine, wer von uns hat nicht schon einmal davon geträumt, seinem persönlichen Lieblingsstar zu begegnen und eine ähnliche Reaktion zu bewirken wie Libby bei Dillon? Die klischeehaften Momente lasse ich mal völlig außen vor: den sympathischen besten Kumpel, der nur darauf wartet, bis Libby erkennt, dass er ihrer Liebe würdiger ist als der Filmstar. Die verwöhnte, aber eigentlich nur neidische kleine Schwester. Das eifersüchtige Supermodel, das gerne Nacktyoga betreibt. Aber ehrlich, wer Bogdan, Sohn von Bogdan nicht kennt, hat wirklich etwas verpasst!

Leider geht Audrey Hepburn bei den vielen Feinheiten in den Nebenhandlungen unter. Es wäre schöner gewesen, wenn das Flair dieser großartigen Hollywood-Diva mehr in die Handlung eingeflossen wären. Hepburns Filme zeichnen sich allesamt durch einen gewissen Esprit aus, den das Buch leider nur bedingt einfangen konnte.

Audrey & ich ist der erste Band der Diven-Reihe. Es folgen noch Begegnungen mit Marilyn Monroe und Grace Kelly. Wem diese Schauspielerinnen nichts sagen, der wird auch mit den Büchern nicht glücklich werden. Für alle anderen ist es eine heitere Lektüre, die nicht enttäuscht. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzungen, auch wenn es natürlich ein bisschen vorhersehbar ist, in welche Richtung die Geschichte verläuft.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Ein höllisches Vergnügen!

Zum Teufel mit der Liebe
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Ehrlich gesagt, hat mich dieses Buch total verblüfft. Ein junger Radiomoderator schreibt aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin über die Liebe und die Hölle. Und das macht er verdammt gut. Zum Teufel ...

Ehrlich gesagt, hat mich dieses Buch total verblüfft. Ein junger Radiomoderator schreibt aus der Sicht einer weiblichen Protagonistin über die Liebe und die Hölle. Und das macht er verdammt gut. Zum Teufel mit der Liebe ist der Folgeband von In der Liebe ist die Hölle los. Ich bin mit Band 2 in die Reihe eingestiegen, ohne Schwierigkeiten zu haben, mich in die Geschichte hineinzufinden. Die Handlung beginnt ohne Umschweife. Der Teufel ist verschwunden und Catalea Morgenstern soll an seiner Stelle die Hölle leiten. Schwups. Schon ist man mittendrin.

Mit Catalea hat Benne Schröder eine Hauptfigur erschaffen, die auf der einen Seite tough genug ist, als Teufelin in Vertretung die Hölle zu schmeißen, und die gleichzeitig eine symphatische, junge Frau mit Schwächen und Gefühlen ist, die einem Gläschen Chardonney dann und wann nicht abgeneigt ist. Alle Figuren im Roman sind äußerst intensive Charaktere. Die Dialoge haben richtig Pfeffer, strotzen vor bissigem und trockenem Humor, sodass man jede Seite mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht liest.

Nur mit der Vorstellung von der Hölle hatte ich einige Probleme. Im Roman wird die Hölle als Firma bezeichnet, die wie eine Stadt aufgebaut ist. Im Zentrum befinden sich die Hochhäuser der – nennen wir sie Geschäftsführer und Vorstandsmitglieder. Drumherum befinden sich die Höllenkreise, in denen die Seelen der Verstorbenen ebenfalls in Häusern leben. Das alles erschien mir ein bisschen zu sehr wie das Diesseits. Schließlich fahren die da unten auch mit Autos, Catalea reist in die äußeren Kreise wie Herzogin Kate in Dritte Welt Länder und möchte dort die ‚Lebensbedingungen‘ der Bewohner verbessern. In der Hinsicht hatte ich wohl einfach ein paar andere Erwartungen an die Handlung. Macht aber nichts. Ich fand das Buch so super, dass ich auf jeden Fall noch Band 1 nachholen werde.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Rührend ehrlich und saukomisch!

Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne
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Dieses unterhaltsame Büchlein ist eine Sammlung kurzer, teilweise als Blogbeiträge entstandener Anekdoten über die vielen bizarren Situationen, die Eltern mit ihren Kleinkindern täglich erleben und meistern. ...

Dieses unterhaltsame Büchlein ist eine Sammlung kurzer, teilweise als Blogbeiträge entstandener Anekdoten über die vielen bizarren Situationen, die Eltern mit ihren Kleinkindern täglich erleben und meistern. Die Autorin ist selber Mutter von zwei Kindern und beschreibt mit einem herrlich trockenen Humor ihr Familienleben.

Natürlich fühlt man sich als Leser von einigen Passagen mehr angesprochen als von anderen, doch insgesamt habe ich sehr viel Zeit damit zugebracht, dem Buch eifrig zustimmend zuzunicken und mich zu fragen, woher die Frau das alles über mich und meine Familie weiß. Es steckt sehr viel Wahrheit in diesen Seiten. Und so viel Gefühl. Selten hat ein Buch so starke und unterschiedliche Reaktionen bei mir hervorgerufen. Einmal weint man vor lauter Rührung – und da ist sie, die emotionale Inkontinenz, quod erat demonstrandum – aber schon auf der nächsten Seite lacht man Tränen der Freude.

Ich habe dem Buch auch sehr viel Wissenswertes entnehmen können. Und damit meine ich nicht nur, dass ich endlich weiß, warum die Angry Birds so angry auf die Schweinchen sind, obwohl mich die Unwissenheit darüber schon lange gequält hat. Nein, es gibt beispielsweise auch ein Kapitel über ‚Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind‘ aus den 1930er Jahren, das ich mit ungläubiger Faszination und Bestürzung gelesen habe. Doch das Wichtigste, das ich gelernt habe, ist die Tatsache, dass es auch in anderen Familien chaotisch zugeht. Dieser Gedanke ist wirklich tröstlich.

Empfehlenswert ist ‚Jedem Anfang wohnt ein verdammter Zauber inne‘ für alle Eltern und werdenden Eltern. Wer keine eigenen Kinder hat, wird die Situationskomik und das ganze emotionale Wirrwarr, das Eltern durchmachen, nicht wirklich nachvollziehen können.

Veröffentlicht am 25.04.2018

Couchgeflüster mit Marilyn Monroe

A Girls' Night In - Marilyn & Ich
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Libby Lomax ist zurück und noch chaotischer als im 1. Teil der Diven-Reihe. Mit dem heißen Schauspieler Dillon O’Hara ist Schluss, nachdem er sie während eines Hurrikans ohne Pass sitzengelassen hat. Aber ...

Libby Lomax ist zurück und noch chaotischer als im 1. Teil der Diven-Reihe. Mit dem heißen Schauspieler Dillon O’Hara ist Schluss, nachdem er sie während eines Hurrikans ohne Pass sitzengelassen hat. Aber schon stürzt sich Libby in die nächste Beziehung. Außerdem wird Libbys Schwester zum Star ihrer eigenen Reality-Show, Marilyn Monroe zieht in ihre Wohnung ein und Bogdan, Sohn von Bogdan bereichert mit seiner moldawischen Mentalität die Geschichte.

Mir hat Libbys Entwicklung in diesem Band nicht gefallen. Nachdem sie von Dillon betrogen und sitzengelassen wurde, sollte sie doch eigentlich für eine Weile genug von Männern haben und sich mehr auf sich oder ihre Karriere als Schmuckdesignerin konzentrieren. Stattdessen geht sie nahtlos zur nächsten Beziehung, die wieder in einem peinlichen Desaster endet. Andauernd verspricht Libby ihrem besten Freund Olly bei der Eröffnung seines neuen Restaurants behilflich zu sein. Oder ihrer Freundin Nora bei den Vorbereitungen für die anstehende Hochzeit zur Verfügung zu stehen. Trotz ihrer guten Vorsätze ist Libby für ihre Freunde immer wieder eine Enttäuschung. Sie interessiert sich nicht wirklich für das Leben ihrer Freunde, sondern stellt ihre eigenen Interessen immer vorn an, die sich hauptsächlich auf Dillon und das Aufhübschen ihres eigenen Äußeren beschränken. Als Dillon nach einer Therapie scheinbar geleutert vor ihr steht und um eine zweite Chance bittet, beweist Libby einmal mehr ihren schwachen Charakter.

Als zweite gute Fee taucht in diesem Band Marilyn Monroe auf Libbys magischem Chesterfield-Sofa auf. Doch im Gegensatz zu Audrey Hepburn, die Libby in Bezug auf Styling und Popularität intensiv vorangetrieben hat, ist es in diesem Fall eher Marilyn, die durch Libbys Unterstützung an Selbstvertrauen gewinnt. Ich fand Marilyn wirklich gut beschrieben und mir hat gut gefallen, dass es ein paar mehr Einblicke in die ‚Magie‘ des Sofas gibt. Denn offenbar ist Marilyn keine Halluzination, entsprungen aus Libbys Unterbewusstein, sondern tatsächlich irgendwie real.

Die witzigen und zahlreichen Fremdschäm-Momente fesseln einen, trotz Libbys leicht unsympathischer Entwicklung, an die Handlung. Man fiebert die ganze Zeit mit, wann es bei Libby zum erhellenden Moment kommt, in dem ihr endlich klar wird, was alle längst wissen. Nämlich, dass Olly der Mann ihrer Träume ist. Ganz am Ende scheint es soweit zu sein, aber da ist es auch schon zu spät. Und nun heißt es, sich bis zum Erscheinen von Band 3 zu gedulden und zu hoffen, dass Grace Libby in die richtige Richtung schubst.