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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2026

Eine Reise zu den Sternen

Wieso? Weshalb? Warum? junior. Sonne, Mond und Sterne
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Weil der Junge in den Ferien eine Nacht am Strand verbracht hat und diese für ihn unvergesslich war, spricht er immer noch sehr gerne darüber. So erfährt er von einer Erwachsenen, warum es Sterne am Himmel ...

Weil der Junge in den Ferien eine Nacht am Strand verbracht hat und diese für ihn unvergesslich war, spricht er immer noch sehr gerne darüber. So erfährt er von einer Erwachsenen, warum es Sterne am Himmel gib, warum es nachts dunkel wird, was der Mond überhaupt ist und was ein Sternbild ist.

Die Autorin Patricia Mennen hat in ihrem Wieso? Weshalb? Warum? junior die Leser auf eine Reise in den Nachthimmel mitgenommen. In diesem Hörspiel werden die Texte aus dem Buch von den Sprechern Marion Elskis und Alexander Fuhlisch wiedergegeben und in einen unterhaltsamen Dialog verpackt. So erklären sie die verschiedenen Themen in kindgerechter Sprache. Das Hörspiel wurde, wie das Buch, in unterschiedliche Kapitel gegliedert, die jeweils von einem, zum Thema passenden Lied begleitet werden. Aufgrund der Länge von nur ungefähr 37 Minuten können Kinder gut zuhören und werden nicht überfordert.

Meine Tochter und ich haben heute auch gemeinsam auf dem Sofa gekuschelt und das Hörspiel angehört. Leider kamen wir mit der Sprecherin Marion Elskis und ihrer Betonung der Wörter nicht so gut zurecht. Auch fanden wir es schade, dass manche Gespräche kaum Informationen vermittelt haben, sondern sich mehr um das folgende Lied gedreht haben. Da haben wir uns ein wenig mehr erwartet - auch wenn sich alles an Kinder ab zwei bis vier Jahren richtet. Insgesamt aber trotz der Kritikpunkte ein solides Hörspiel.

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Veröffentlicht am 24.01.2026

Safe Haven - Ein Ort der Heilung

Erdbeerfieber
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Cal ist wütend, denn seine Chefin Aeryn hat ihn einfach an die Cliffs of Moher geschickt, um im Camp "Safe Haven" für die nächsten drei Wochen einen Irish Dance-Workshop mit den Kindern zu leiten. Dabei ...

Cal ist wütend, denn seine Chefin Aeryn hat ihn einfach an die Cliffs of Moher geschickt, um im Camp "Safe Haven" für die nächsten drei Wochen einen Irish Dance-Workshop mit den Kindern zu leiten. Dabei wären gerade diese Wochen immens wichtig für den Profitänzer, wo doch schon in drei Monaten die Premiere des neuen Stücks ist. Und Cal will diesmal endlich einmal in der ersten Reihe stehen und nicht wieder als Ersatztänzer im Hintergrund ausharren. Entsprechend schlecht gelaunt trifft er an diesem abgelegenen Ort ein. Doch die Waisenkinder, die dort eine entspannende und stärkende Zeit verbringen, empfangen ihn mit offenen Armen und sind begeistert von seinen Tanzstunden. Die Zusammentreffen mit der Camp-Mitarbeiterin Marlis, die sich gemeinsam mit Cal um die Kids kümmert, sind allerdings alles andere als entspannt. Denn sie spürt schnell, dass Cal eine Last mit sich herumträgt, die ihn stresst und immer ehrgeiziger werden lässt. Kann ihm Marlis vielleicht zu etwas mehr Ruhe und Gelassenheit verhelfen?

Madita Tietgen zeigt in diesem neunten Band der Reihe, wie ein Ort und ein Mensch für mehr Ruhe in einem gehetzten Geist sorgen können. Denn Cal ist getrieben und erfährt durch die Kids und Marlis, wie wertvoll "Safe Haven" ist. Da die Autorin einen sehr fesselnden und emotionalen Erzählstil beherrscht, fliegen die Seiten nur so dahin. Außerdem ist es schön, wie Charaktere aus den Vorgängerbänden auch hier wieder eine Rolle spielen und die Leser*innen deren Lebenswege weiterverfolgen können.

Ich mochte diesen Roman wieder unheimlich gerne und hätte am liebsten ununterbrochen gelesen. Cal und Marlis sind zwei sehr gegensätzliche Persönlichkeiten und es ist faszinierend, wie er die aufmüpfige und provozierende Seite an der sonst so braven und positiven Marlis hervorgebracht hat. So war dieses Buch einfach nur rundum unterhaltsam, aber auch sehr emotional und bewegend und hat mich vollkommen mitgerissen!

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Die kleine Ente und ihre Familie

Kennst du mich? Ich bin eine Ente!
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Die kleine Ente lebt mit ihren Eltern und ihren sieben Geschwistern am Teich. Dort lernt sie alles von ihren Eltern, was sie für ein Leben alleine braucht. Denn neben dem Tauchen, Schwimmen und Fliegen ...

Die kleine Ente lebt mit ihren Eltern und ihren sieben Geschwistern am Teich. Dort lernt sie alles von ihren Eltern, was sie für ein Leben alleine braucht. Denn neben dem Tauchen, Schwimmen und Fliegen muss sie auch ihr Federkleid pflegen können, um nicht bis auf die Haut nass zu werden oder im Winter zu frieren. Auch über die vier Wochen im Ei weiß das kleine Entenkind einiges zu berichten.

Andrea Weller-Essers verpackt die vielen Informationen über Enten in kindgerechte Texte, die eher wie eine kleine Geschichte anmuten. Nur am Ende sind sämtliche Fakten kompakt in einem Steckbrief zusammengefasst. Zusammen mit den realitätsnahen Illustrationen von Sandra Kissling wird das Buch dann zu einem perfekten Kindersachbuch.

Meine Tochter und ich sind total begeistert von dieser Reihe rund um unsere heimischen Wildtiere. Da sogar ich noch einiges über Enten lernen konnte, finde ich die Bücher noch besser und empfehle sie uneingeschränkt weiter.

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Veröffentlicht am 21.01.2026

Eberhofers dreizehnter Fall

Apfelstrudel-Alibi
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Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche ...

Diesmal erreicht den Franz ein etwas anderer Auftrag. Denn wie er so gemütlich daheim, nach seiner extrem anstrengenden Joggingrunde, die ihn nur zum Simmerl in die Metzgerei geführt hat, unter die Dusche springen will, ruft der Richter Moratschek an. Denn vor einigen Tagen ist sein allerliebstes Patenkind, die Letti bei einem Bergunglück zu Tode gekommen und der Richter glaubt nicht, dass es hier mit rechten Dingen zugegangen ist. Natürlich weiß der Eberhofer gleich, dass er hier wieder einmal Hilfe vom Birkenberger rudi braucht und ruft ihn direkt an. Der ist aber ein wenig komisch und bittet ihn schließlich um Geld, denn in seiner Privatdetektei geht gerade gar nichts mehr und der Rudi ist pleite. Also begeben die Beiden sich auf die Suche nach den wirklichen Geschehnissen, die zu Lettis Tod geführt haben. Allerdings muss der Franz auch zuhause mehr einspringen, denn seit die Susi Bürgermeisterin ist, denkt sie nur noch an die Arbeit und der Paul braucht schließlich auch Eltern, dei sich um ihn kümmern. Wie gut, dass Vater und Sohn sich im Rahmen der Ermittlungen auf in den Urlaub auf einen Campingplatz machen können.

Rita Falk erzählt diesen dreizehnten Fall vom Eberhofer in gewohnter Manier. Denn die Sprache ist unverändert bairisch geprägt und in vielen Teilen etwas umgangssprachlich. Da der Franz immer noch einen Haufen Machoallüren hat, die er wohl nie mehr ablegen wird, bleibt alles beim Alten. Nur bei den Eberhofers auf dem Hof ist es anders, denn die Oma wird langsam alt und zerbrechlich und hat manchmal kaum mehr die Kraft, ihr Bett zu verlassen und verbringt die Stunden dort gerne mit ihrem Enkel Paul und zockt ihm beim Quartett regelmäßig ab.

Da der bereits alle Bände der Reihe kenne, sind der Franz, sein Vater, der Birkenberger Rudi, die Susi, der Paul und all die anderen Charaktere wie alte Bekannte für mich und ich wundere mich nicht mehr über so manche Aussage vom Franz. Denn er ist ein Macho und wird es immer bleiben, dennoch kümmert er sich sehr gut um seinen Sohn und verbindet beim Camping das Nützliche mit dem Praktischen. Den Fall fand ich wirklich gelungen und habe das Buch sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 19.01.2026

Ein einfühlsames Bilderbuch über den Krebs

Klonkrieger im Bauch
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Nils hat ein Laserschwert und ist damit der gefährliche Nils, der alle Feinde in die Flucht schlägt. Als er dann eines Tages seine Mama zum Arzt begleitet, weil die immer so schreckliche Bauchschmerzen ...

Nils hat ein Laserschwert und ist damit der gefährliche Nils, der alle Feinde in die Flucht schlägt. Als er dann eines Tages seine Mama zum Arzt begleitet, weil die immer so schreckliche Bauchschmerzen hat, erfährt er, dass sie Klonkrieger im Bauch hat. Gemeinsam mit einem Onkologen und seinem Laserschwert wollen sie die aber ganz schnell wieder vertreiben. Doch in der Zeit, während der Kampf in Mamas Bauch stattfindet, ist sie ganz schwach und müde. Deshalb kommt auch Oma oft bei Nils und seinem Papa vorbei und ist für sie da. Doch dann kommt eines Tages die frohe Botschaft: Es sind keine Klonkrieger mehr in Mamas Bauch! Sie sind alle so glücklich und stolz und feiern zusammen diesen ganz besonderen Tag!

Rolf Barth erzählt in diesem Buch für Kinder ab fünf Jahren über den Krebs. Auf einfühlsame und kindgerechte Weise erklärt er die Erkrankung und die Folgen, die die Behandlungen für Nils' Mama. Sehr treffend stellt er die Krebszellen als Klonkrieger dar und lässt Nils mit seinem Laserschwert dagegen antreten. Zusammen mit den Illustrationen von Marta Balmaseda wird das Buch zu einem perfekten Bilderbuch.

Leider haben auch wir innerhalb der Familie einen Fall von Krebs. Deshalb habe ich dieses Buch bereits einige Male mit meiner Tochter gelesen und über diese schwere Erkrankung gesprochen. Ich mag es sehr, wie der Autor über die Familie, die Diagnose und die schwere Zeit erzählt. Denn obwohl Nils' Mama überlebt und den Kampf gewinnt, wird auch davon gesprochen, dass anfangs alles ungewiss ist. Auch die Illustrationen sind sehr realistisch und zeigen während der Behandlung eine Mama, die schwach und ausgezehrt ist, aber dennoch immer ein Lächeln im Gesicht trägt, wenn sie mit ihrem Sohn Zeit verbringt. Für mich ist dieses Buch rundum gelungen und eignet sich sehr gut, um über dieses extrem schwierige und traurige Thema zu sprechen.

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