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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein besonderer Beziehungsroman

Agnes
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Der Roman beginnt mit dem Zitat: "Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet." Somit greift der Autor bereits zu Anfang dem Ende vor.
Der Protagonist, der nie beim Namen genannt wird, lernt die junge ...

Der Roman beginnt mit dem Zitat: "Agnes ist tot. Eine Geschichte hat sie getötet." Somit greift der Autor bereits zu Anfang dem Ende vor.
Der Protagonist, der nie beim Namen genannt wird, lernt die junge Agnes in der Bibliothek kennen. Sie sind sich von Beginn an sympathisch und verbringen mehr Zeit miteinander. Irgendwann geht es dann über die platonische Freundschaft hinaus und sie ziehen zusammen in seine Wohnung.

Der Roman ist etwas sehr besonderes. Der Schreibstil des Autors lässt sich gut lesen, allerdings ist der Inhalt etwas andersartig, als man es aus Liebesromanen kennt. Mir sind beide Charaktere unsympathisch, was meinem Lesevergnügen aber keinen Abbruch getan hat.

Ich fand das Buch auf eine besondere Art und Weise gut.

Veröffentlicht am 28.05.2019

Eine Hochzeitsplanerin im (Gefühls-)Chaos

Trau dich doch
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Amelie, die frisch geschiedene und noch am Anfang ihrer Karriere stehende Hochzeitsplanerin, hat einfach kein Glück. Ihre Kunden sind zumeist schwierig, bringen ihre gesamte Planung ständig durch neue ...

Amelie, die frisch geschiedene und noch am Anfang ihrer Karriere stehende Hochzeitsplanerin, hat einfach kein Glück. Ihre Kunden sind zumeist schwierig, bringen ihre gesamte Planung ständig durch neue und noch kuriosere Ideen durcheinander. Außerdem hat sie kein Geld, da sie bei der Scheidung leider keinen Cent erhalten hat. Alles in allem ein nicht allzu erfolgsversprechendes Jahr.
Aber eine Pechsträhne dauert nicht ewig, sodass Amelie bald merkt, wie tolle Freunde sie hat, die immer zu ihr stehen und sie in ihrem Tun unterstützen. Doch auch ihre Freunde können sie nicht vor (bösen) Überraschungen schützen. Allerdings kann Freundschaft so einiges schaffen, was man alleine niemals meistern könnte.

Wie nicht anders von Ellen Berg zu erwarten, ein wunderschöner und amüsanter Roman über die Ehe und ihre Tücken.
Die Autorin schafft es mit ihren vielen lustigen Szenen, dass der Leser immer wieder lachen muss. Man langweilt sich niemals, denn schon allein die Charaktere bieten immer wieder neue Facetten, die es zu entdecken gilt. Hier waren es Amelie und Edeltraut, die mir sofort ans Herz gewachsen sind.
Aber trotzdem gelingt es Ellen Berg, immer auch eine ernste Botschaft in ihren Romanen zu verstecken.

Ich bin sehr begeistert vom neuen Werk der Autorin und werde es auf jeden Fall weiterempfehlen, denn ich hatte großen Spaß beim Lesen.

Veröffentlicht am 25.05.2019

Kann man seinen besten Freund ein Leben lang haben?

Für immer vielleicht
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Rosie und Alex kennen sich seit ihrem ersten Schultag, beide waren fünf Jahre alt und mussten sich nebeneinander setzen. Auch nach 12 Jahren saßen sie noch nebeinander und sind beste Freunde geworden. ...

Rosie und Alex kennen sich seit ihrem ersten Schultag, beide waren fünf Jahre alt und mussten sich nebeneinander setzen. Auch nach 12 Jahren saßen sie noch nebeinander und sind beste Freunde geworden. Als Alex mit seinen Eltern von Dublin nach Boston ziehen muss, halten sie Kontakt. Obwohl sie auf zwei verschiedenen Kontinenten leben, bleibt die tiefe Freundschaft bestehen.

Das Buch ist komplett in Brief-, e-Mail- oder Chatform geschrieben. Anfangs konnte ich nicht viel damit anfangen, aber nach den ersten Seiten gewöhnt man sich daran und findet es nicht mehr störend.
Der Schreibstil von Cecelia Ahern ist einfühlsam, gefühlsorientiert und kurzweilig.

Ich fand das Buch wirklich toll. Mein erstes Buch der Autorin, aber bestimmt nicht mein letztes.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Eine Freundschaft, die sich über alle gesellschaftlichen und politischen Grenzen hinwegsetzte

Der Junge im gestreiften Pyjama
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Der neunjährige Bruno aus Berlin, dessen Vater Kommandant unter dem Furor (Führer) ist, muss mit seiner Familie nach Aus-Wisch ziehen. Die wohlhabende Familie, muss dort in einem deutlich kleineren Haus ...

Der neunjährige Bruno aus Berlin, dessen Vater Kommandant unter dem Furor (Führer) ist, muss mit seiner Familie nach Aus-Wisch ziehen. Die wohlhabende Familie, muss dort in einem deutlich kleineren Haus wohnen. Bruno ist todtraurig, denn er musste seine drei besten Freunde und seine Großeltern in Berlin zurücklassen, nur um jetzt in einem viel kleineren Haus neben einem großen Zaun zu leben. Von seinem Zimmerfenster aus sieht er, dass sich hinter diesem Zaun viele Baracken befinden, vor denen sehr viele Menschen in gestreiften Pyjamas aufhalten. Weil er das nicht versteht, beginnt er zu forschen... und er lernt einen treuen Freund kennen.

Der Schreibstil des Autors John Boyne ist sehr gut zu lesen. Er hat das komplette Buch aus der Sicht des neunjährigen Jungen geschrieben. So erkennt man die Naivität des Kindes, das politisch sehr unbedarft mit dem ganzen Geschehen um ihn herum umgeht.

Dieses Buch hat mich tief berührt und traurig gemacht. Es beschreibt das schreckliche Schicksal so vieler Menschen so eindrücklich, wie es nur möglich ist.

Dieses Buch ist ab sofort eines meiner Lieblingsbücher und ich werde es jederzeit weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Ein Neubeginn in Südfrankreich

Die Kirschen der Madame Richard
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Die aus Hamburg stammende Miriam beschließt nach einem Erbe, eine Reise nach Südfrankreich zu unternehmen. Schon lange träumt sie von einer solchen Reise. Als sie spontan beschließt, den Bus im 185-Einwohner-Dorf ...

Die aus Hamburg stammende Miriam beschließt nach einem Erbe, eine Reise nach Südfrankreich zu unternehmen. Schon lange träumt sie von einer solchen Reise. Als sie spontan beschließt, den Bus im 185-Einwohner-Dorf Montbolo zu verlassen, beginnt ihr Traum. Denn schon nach einigen Tagen verliebt sie sich ein verlassenes Haus, als sich die Gelegenheit bietet, das Haus und den dazugehörigen Kirschenhain zu kaufen, handelt sie, ohne viel nachzudenken.
Sie kämpft sich durch schwierige Situationen, denn nicht jeder schätzt es, wenn eine Fremde sich im Dorf niederlässt, und sie gewinnt. Sie findet Freunde und erkämpft sich Anerkennung aller Mitbürger. Und auch eine Liebesgeschichte bahnt sich ihren Weg.

Die Autorin Tania Schlie schafft es mit ihrer bildhaften Sprache, den Leser in ihre Welt mitzunehmen. Sie schreibt kurzweilig, geht in wichtigen Situationen ins Detail, verliert sich aber nicht in unnötigen Kleinigkeiten.

Das Buch ist ein toller Urlaubsroman, der den Leser sofort nach Südfrankreich bringt.