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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2025

Überall ist Wildnis

Safari durch die wilde Stadt
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Joe liebt die Wildnis und die wilden Tiere, die in ihr leben. Doch er lebt in der Stadt und dort ist Wildnis kaum zu finden. Als er aber einmal genauer hinsieht, bemerkt er, dass es auch in seiner Stadt ...

Joe liebt die Wildnis und die wilden Tiere, die in ihr leben. Doch er lebt in der Stadt und dort ist Wildnis kaum zu finden. Als er aber einmal genauer hinsieht, bemerkt er, dass es auch in seiner Stadt Wildnis gibt. Sie ist versteckt und manchmal sieht nur Joe allein sie, aber es gibt sie.

Thomas Docherty hat dieses Bilderbuch für Kinder ab vier Jahren illustriert und die kurzen Texte dazu verfasst. Seine Illustrationen sind sehr detailreich und eindrucksvoll, sodass der Text diese perfekt ergänzt, die Geschichte aber auch ohne diese auskommt. Denn die Bilder allein sprechen eine deutliche Sprache und erzählen die Geschichte auf eine ganz besondere Art und Weise. Außerdem regen Joe und seine Abenteuer in der wilden Stadt dazu an, selbst genauer hinzusehen und so manche Kleinigkeit zu entdecken, die sonst im Verborgenen geblieben wäre.

Meine Tochter und ich sind sehr beeindruckt von den großartigen Illustrationen, die so einzigartig und wunderschön sind. Da wir große Wimmelbuch-Fans sind, gefällt uns das Buch mit Sicherheit noch besser, denn es gibt überall unzählige Details zu entdecken.

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Christina erfüllt sich ihren großen Traum

Chiemseeträume
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Christina ist aus Vernunft bei ihrem Vater im Lakritzladen geblieben und verkauft nun jeden Tag Lakritze. Doch ihre Leidenschaft gilt schon lange der Töpferei. Doch sie hätte niemals ihre Eltern im Stich ...

Christina ist aus Vernunft bei ihrem Vater im Lakritzladen geblieben und verkauft nun jeden Tag Lakritze. Doch ihre Leidenschaft gilt schon lange der Töpferei. Doch sie hätte niemals ihre Eltern im Stich gelassen, kann doch ihre Mutter aufgrund ihres Rheumas nicht mehr im Laden mitarbeiten und Kati erfüllt sich ihre eigenen Träume in den Bergen. Außerdem haben ihre Eltern sie immer mit ihrem Sohn Michael geholfen, wo sie schon von Andreas, dem Vater Michaels, kaum Unterstützung erwarten konnte. Aber dieser Ausflug auf die Fraueninsel hat neue Sehnsüchte in ihre geweckt, denn die Töpferei auf der Insel zu übernehmen, war schon immer ein Traum und die spontane Entscheidung, sie nun einfach zu pachten, ruft wahre Glücksstürme in ihr hervor. Allerdings stellt sich auch schnell das schlechte Gewissen ein, denn nun lässt sie ihren Vater im Stich, reißt Michael aus seinem Umfeld und macht sich einfach selbständig, mit allen Risiken, die das birgt. Dennoch wagt Christina den Schritt, mit der vollen Rückendeckung ihrer Familie. Und trifft auf der Fraueninsel auf Benedikt, der ihr ab dem ersten Moment nicht mehr aus dem Kopf gehen will...

Franziska Blum fängt in diesem zweiten Teil der Chiemsee-Reihe wieder diese bezaubernde Stimmung, wie bereits in Band 1 ein. So bringt sie ihren Lesern den Sommer am Chiemsee direkt in die Wohnung und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Christina ist eine starke junge Frau, die bisher schon so manche Hürde mit Bravour genommen hat und nun endlich das Glück erfährt, das sie sich verdient hat. So macht es großen Spaß, ihren Neustart auf der Fraueninsel zu verfolgen.

Ich habe schon den ersten Band der Reihe verschlungen, ebenso erging es mir nun mit der Fortsetzung. War mir Christina im Reihenauftakt nicht so sympathisch, da sie Nelly gegenüber sehr negativ und skeptisch eingestellt war, hat sich mein erster Eindruck nun komplett gewandelt und sie ist mir richtiggehend ans Herz gewachsen. Gerade bin ich wirklich froh, dass ich den dritten Band schon bereitliegen habe und sofort wieder zurück an den Chiemsee reisen darf!

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Veröffentlicht am 03.01.2025

Nannerl Mozart - nicht nur die Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart

Ich bin Nannerl Mozart – Das vergessene Wunderkind
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Nannerl Mozart liebt die Musik, seit sie ihren Vater regelmäßig beim Musizieren mit seinen Freunden beobachten kann. Schnell will sie selbst auch ein Instrument erlernen und darf deshalb auf dem Cembalo ...

Nannerl Mozart liebt die Musik, seit sie ihren Vater regelmäßig beim Musizieren mit seinen Freunden beobachten kann. Schnell will sie selbst auch ein Instrument erlernen und darf deshalb auf dem Cembalo spielen. Gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Wolfgang erlernt sie das Spielen auf diesem Tasteninstrument und darf sogar vor Publikum auftreten. Während sie die schwierigeren Stücke spielt, darf Wolfgang mit einfacheren brillieren. Sogar gemeinsame Auftritte gibt es, bei denen sie mit verbundenen Augen spielen. So sind sie auf Reisen quer durch Europa. Als aber Wolfgang vor Publikum eine von Nannerls Sonaten spielt und großen Applaus erntet, ist der Vater sehr erzürnt und verbietet Nannerl das Komponieren. Auch bei der nächsten Reise darf sie nicht mehr dabei sein und muss mit der Mutter zuhause bleiben. Der Briefwechsel und Austausch von Stücken zwischen Nannerl und ihrem kleinen Bruder bleibt aber bestehen. Erst mit Nannerls Heirat mit einem Mann, der mit Musik nichts anzufangen weiß, wird der Kontakt weniger. Als Wolfgang dann stirbt ist Nannerl am Boden zerstört und kann es nicht fassen. Deshalb kehrt sie nach dem Tod ihres Mannes auch in ihre Heimatstadt Salzburg zurück und setzt sich wieder ans Klavier, denn die Leidenschaft zur Musik konnte von nichts gebrochen werden.

Die Autorin Audrey Ades erzählt die Lebensgeschichte von Nannerl Mozart, dem Wunderkind, das vorallem aufgrund seines Geschlechtes keine Chance auf Erfolg hatte. Sie hat eine kindgerechte Sprache gewählt, die sich auch flüssig und ohne Stolperstellen vorlesen lässt. Gemeinsam mit den zauberhaft schönen Illustrationen von Adelina Lirius wird das Buch perfekt.

Meine achtjährige Tochter und ich finden das Buch bezaubernd schön, denn es besticht durch seine einzigartigen Illustrationen und der wirklich eindrucksvollen und wunderschön erzählten Lebensgeschichte der großen Schwester von Wolfgang Amadeus Mozart. Denn diese ist mutig und sehr sehr begabt, darf aber trotzdem keinen Erfolg haben, denn das war zu dieser Zeit den Männern vorbehalten. Da im Buch auf den letzten beiden Doppelseiten das Leben der Nannerl Mozart, ihres Bruders und weitere Hintergrundinformationen aufgelistet sind, erklärt sich schnell, was Realität war und warum sie immer im Hintergrund bleiben musste.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Die Oma geht in Rente und ein Niederkaltenkirchener wird vermisst

Rehragout-Rendezvous
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Es ist Weihnachten und bei den Eberhofers ist alles in bester Ordnung. Aber nur bis zum nächsten Morgen, denn da ist immer noch alles unordentlich und die Oma nirgends zu finden. Denn die möchte, dass ...

Es ist Weihnachten und bei den Eberhofers ist alles in bester Ordnung. Aber nur bis zum nächsten Morgen, denn da ist immer noch alles unordentlich und die Oma nirgends zu finden. Denn die möchte, dass die Familie sich endlich darauf einstellt, dass sie vielleicht auch irgendwann einmal nicht mehr ist und schon mal dafür übt. Außerdem genießt sie es, endlich nicht mehr für alles zuständig zu sein und den ganzen Tag im Bett liegen oder bei der Mooshammer Liesl sein zu können. Ihre Familienmitglieder können es aber nicht fassen, einzig der Franz kann Verständnis für die Oma aufbringen. Aber das ist natürlich nicht genug, denn zusätzlich nervt die Mooshammerin ständig damit herum, dass der Steckenbiller Lenz ihr heuer gar nicht das alljährliche Reh vorbeigebracht hat und sein Sohn mit dem Mercedes von ihm herumfährt, was er sonst nie durfte. Also soll der Franz nach dem Lenz suchen. Das erfährt auch der Birkenberger Rudi und steht sofort parat, um den Franz zu unterstützen. So beginnen langsam die Ermittlungen, während die Susi auch noch stellvertretende Bürgermeisterin wird und sich damit nicht nur Freunde macht. Der Franz muss sich wohl auf turbulente Zeiten gefasst machen...

Rita Falk hat in diesem elften Band der Reihe rund um den Eberhofer Franz vorallem das alltägliche Leben der Familie in den Vordergrund gestellt, während der Vermisstenfall erst im zweiten Drittel eine wichtigere Rolle in der Handlung einnimmt. Nichtsdestotrotz fehlt es auch ohne einen sofortigen Mordfall nicht an humorvollen Dialogen zwischen dem Franz, seinen Familienmitgliedern und dem Rudi. Da die Handlung schnell voranschreitet und nur durch Absätze getrennt, immer wieder neue Situationen beginnen, bleibt es durchgehend interessant und auch ohne Kriminalfall ist die Geschichte bereits fesselnd und sehr unterhaltsam.

Bisher habe ich alle Bücher der Reihe bis zum Band elf gelesen und war durchgehend begeistert. Denn Rita Falk hat eine ganz besondere Art zu erzählen und ich hatte von der ersten bis zur letzten Seite jede Szene vor Augen, was mich wunderbar unterhalten hat. Da ich sofort nach dem Beenden des Buches den Film angesehen habe, muss ich sagen, dass auch diesmal das Buch wieder um Welten besser war als der Film, denn obwohl wo mancher lustiger Dialog auch in der Verfilmung vorkommt, ist diese nie so lustig wie das Buch.

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Veröffentlicht am 01.01.2025

Eine gelungene Kochschule für Kinder

Die Kochschule für Kids
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Nicht nur Erwachsene können kochen und sich selbst Gerichte zubereiten, sondern auch Kinder. Dieses Kochbuch beweist genau das, denn auch Kinder können die Zutaten abwiegen, schneiden, vermischen und kochen ...

Nicht nur Erwachsene können kochen und sich selbst Gerichte zubereiten, sondern auch Kinder. Dieses Kochbuch beweist genau das, denn auch Kinder können die Zutaten abwiegen, schneiden, vermischen und kochen oder backen. Sie brauchen dazu nur eine gute Anleitung und etwas Unterstützung von Erwachsenen. Denn es sollte niemals vergessen werden, dass manche Gerichte viel besser schmecken, wenn man sie selbst zubereitet hat und man weiß, was drin steckt.

Diese Kochschule richtet sich an Kinder ab sieben Jahren, was durchaus sinnvoll ist, da sie ab diesem Alter die Rezepte selbst lesen und selbständig und verantwortungsvoll mit Messern, dem Herd und anderen potentiell gefährlichen Gegenständen umgehen können. Allerdings können auch kleinere Kinder gemeinsam mit Erwachsenen die Gerichte nachmachen, brauchen sie dazu nur jemanden, der ihnen genaue Anweisungen gibt und sie in ihrem Tun unterstützt. Dank der vielen bebilderten Schritt-für-Schritt-Anleitungen ist das gar kein Problem.

Da das Buch mit den grundsätzlichen Regeln beim Kochen und in der Küche beginnt, lernen Kinder dabei die wichtigsten Dinge rund um das Werkeln in diesem Raum. Erst danach beginnen die, in klassische Kategorien unterteilten Kapitel. So folgen auf das Frühstück, Suppen & Salate, leichte Happen, Hauptgerichte, Desserts, Kuchen & Muffins, Plätzchen, Kekse & Blechkuchen, Brot und abschließend Partyrezepte. Jedes Rezept umfassend in der Regel eine Doppelseite, worauf die Zutatenliste, ein großes Foto des fertigen Gerichtes, viele kleine Bilder zu den Zubereitungsschritten und immer wieder ergänzende Tipps abgedruckt sind. Auch eine Zeitangabe zur reinen Kochzeit, der gesamten Zubereitungszeit und eine Mengenangabe bezogen auf Personen gibt es.

Meine achtjährige Tochter, mein dreizehnjähriger Sohn und ich haben im Laufe der letzten Monate einige der Rezepte getestet. Meistens habe ich die Kinder alleine machen lassen und war nur unterstützend in der Nähe, was bei allen fünf Gerichten perfekt geklappt hat. Da sie sowieso unheimlich gerne kochen und backen, fanden sie die Rezepte sehr gut verständlich und es gab keine Verständnisprobleme. Geschmeckt hat alles sehr gut, wobei der Marmorkuchen das beliebteste Essen war, aber auch die Tomaten-Tarte mit Basilikum, die Rohkostplatte mit Dip, der saftige Zitronenkuchen und die Gemüselasagne waren sehr lecker.

An diesem Kochbuch gefällt mir die gesamte Aufmachung sehr gut und ich finde, dass es Kinder dazu bringt, Neues zu probieren, denn wenn man etwas selbst zubereitet hat, schmeckt es immer besser, wie wenn man es nur vorgesetzt bekommt!

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