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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.05.2021

Ich habs geliebt!

Fly & Forget
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Ich würde ja sagen, dass Cover und der Klappentext haben mich hier zuerst gecatcht, aber eigentlich waren es die zahlreichen guten Meinungen einiger Blogger*innen, die ich zu der Geschichte gelesen habe, ...

Ich würde ja sagen, dass Cover und der Klappentext haben mich hier zuerst gecatcht, aber eigentlich waren es die zahlreichen guten Meinungen einiger Blogger*innen, die ich zu der Geschichte gelesen habe, die mich so richtig neugierig gemacht haben. Das hübsche Cover sollten wir aber dennoch nicht vergessen zu würdigen.😄
In diesem Buch geht es um Liv, die gleich zu Beginn der Geschichte von ihrem Freund verlassen wird. Daraufhin geht ihr Tag absolut den Bach runter und eine Katastrophe folgt der nächsten. Liv ist völlig am Ende und wie es das Schicksal so will, trifft sie auf eine junge Frau, die ihr aus der Patsche helfen möchte. Doch auf dieses anfängliche Glück im Unglück folgt das nächste Desaster und Liv steht ihrem ehemaligen besten Freund und Seelenverwandten gegenüber. Das Problem ist jedoch, dass dieser sie vor Jahren einfach so im Stich gelassen hat, als sie ganz am Boden war. Liv entschließt sich dazu, ihren Kopf nicht in den Sand zu stecken und weiter an ihrer Karriere als Schriftstellerin zu arbeiten und Noah spielt dabei keine kleine Rolle, denn sie brauch ihn für ihren wichtigsten Artikel. Jedoch wird das nicht so leicht, wie sie es sich erhoffte..
Nenas Schreibstil ist unfassbar fesselnd. Sie schreibt an einer Stelle im Buch "Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Es ist egal, worüber du schreibst, weil du den Leser immer bei Stange hältst." -Tja und so ging es mir mit Noahs und Livs Geschichte auch, ich konnte nicht aufhören zu lesen!
Mir war relativ früh klar, wohin sich diese Geschichte entwickelt und was gegen Ende vermutlich passieren wird und ich lag richtig. In vielen Büchern hätte mich das enorm gelangweilt, hier war das aber zu keinem Zeitpunkt der Fall. Das lag vermutlich auch daran, dass die Charaktere alle so echt wirkten und ich sie richtig gern hatte.
Liv ist eine starke Protagonistin, die über sich hinaus wächst und nach und nach immer sympathischer wurde. Zu Beginn war sie oft etwas anstrengend, aber ich habe sie dennoch schnell ins Herz geschlossen. Sie begeht einige Fehler, doch sie steht am Ende auch dafür gerade, was ich sehr schön fand. Im Endeffekt haben sie die Fehler weiter gebracht, denn sie hat es geschafft immer mehr zu sich selbst zu finden und auch mit Dingen aus der Vergangenheit abzuschließen.
Noah war der typische "Bad Boy" zu Beginn der Geschichte und genau darum geht es ja auch. Er hat ständig One night stands, verhält sich seinen Mitbewohnerinnen gegenüber wie ein Arsch und hat scheinbar immer schlechte Laune. Doch nach und nach lernen wir ihnen näher kennen und gewinnen Blicke hinter seine Bad Boy Fassade. Noah ist ein wahnsinnig emotionaler und liebensvoller Mensch, der viele Altlasten mit sich rumträgt, weil er sie nie verarbeiten konnte. Auch er entwickelt sich im Laufe der Geschichte viel weiter. Er redet von Anfang an sehr vernünftig und versucht die Dinge (meistens) zu klären und anzusprechen. Das hat mir sehr gefallen, da es viiiiel Drama und unnötigen Stress vermieden hat.
Als Nebencharaktere spielen die beiden Mitbewohnerinnen von Noah und sein bester Freund eine Rolle. Alle drei mochte ich super gern, da sie so verrückt, offen und einfach eine tolle Clique abgaben.
Die Handlung wurde so spannend geschildert, allein schon der Einstieg (es geht mit einer Schlussmachszene los) hatten mich direkt! Die Liebesgeschichte war schön zu lesen, nicht zu kitschig aber mit der richtigen Prise an Romantik. Natürlich gabs auch etwas Drama und einen Plottwist.
Ich hätte mir etwas mehr über den Grund von Noahs damaligen Kontaktabbruch gewünscht, da dieses Thema an sich enorm wichtig für die Handlung war, aber irgendwie schnell und recht knapp abgehandelt wurde.

Fazit:


Eine tolle Geschichte, die mich von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Sie hat so viel Spaß bereitet und einfach ein sehr authentisch gewirkt. Man merkt das die Charaktere Anfang 20 sind und Fehler machen und ihr Leben genießen möchten und das war einfach schön! Ich hab die Gruppe schnell ins Herz geschlossen und freue mich, dass schon in Kürze ein weiterer Teil der Reihe erscheinen wird!
Ich kanns kaum erwarten mehr von der Autorin zu lesen, denn auch wenn die Geschichte nichts komplett neues war, konnte sie mich überzeugen. Wer also nach einer authentischen New adult Geschichte mit einer verrückten, liebenswerten Clique ist, und es bevorzugt wenig Drama zu lesen, der wird hier bestimmt auf seine Kosten kommen.
Von mir gibts eine klare Leseempfehlung und 4,5 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Eine schöne Geschichte

The Story of a Love Song
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Dieses Buch musste ich einfach direkt lesen, nachdem ich mir einmal den Klappentext durchgelesen hatte. Ich muss gestehen, dass ich bis zu dem Zeitpunkt noch kein Buch von Vi Keeland oder auch von Penelope ...

Dieses Buch musste ich einfach direkt lesen, nachdem ich mir einmal den Klappentext durchgelesen hatte. Ich muss gestehen, dass ich bis zu dem Zeitpunkt noch kein Buch von Vi Keeland oder auch von Penelope Ward gelesen hatte. Aber ich hatte über beide Autorinnen bisher sehr viel positives gelesen.
In dieser Geschichte geht es um Luca, die durch eine Aktion ihrer Schule, in der Briefe an andere Schüler verschickt wurden, Griffin kennenlernt. Die beiden verstehen sich direkt wahnsinnig gut und schreiben sich über die Jahre hinweg regelmäßig. Sie sind quasi beste Brieffreunde. Doch dann schreibt Luca Griffin nicht mehr, denn von einem auf den anderen Tag steht ihre Welt auf dem Kopf und Luca hat einiges zu bewältigen. Griffin ist irgendwann, Jahre später so wütend auf Luca und schreibt ihr erneut einen Brief, der den Kontakt zwischen ihnen wieder aufleben lässt. Das Problem jedoch ist, dass ihre Leben kaum unterschiedlicher sein könnten.. Luca und Griffin kommen sich näher, doch sie stehen vor einigen Problemen und vielen Fragezeichen.
Mir hat der Schreibstil der Autorinnen gut gefallen, da sich die Geschichte sehr flüssig lesen lies. Allerdings fand ich die Gespräche zwischen den Charakteren manchmal etwas eigenartig. Sie wirkten auf mich teilweise irgendwie gestellt.
Luca mochte ich als Protagonistin besonders gern, da sie so echt wirkte mit ihren Sorgen und ihrer ganzen Art. Sie wirkte einfach sehr authentisch und liebenswert. Das Päckchen, dass sie mit sich rumträgt, hat mich mehrmals sehr berührt und ich konnte mich gut in ihre Lage versetzen. Sie wirkte einfach durchweg sehr greifbar.
Luca wird auf ihrem Weg von "Doc" begleitet, auf den ich nicht allzu tief eingehen möchte, da ich nicht spoilern möchte. Jedoch so viel, ich hab ihn wahnsinnig ins Herz geschlossen mit seiner verrückten aber liebevollen Art! (Auch wenn seine Rolle etwas merkwürdig/unrealistisch erschien)
Griffin war mir von Anfang an sehr sympathisch, da er sehr locker ist, aber auch humorvoll und sehr einfühlsam. Er hat Luca und ihre Sorgen nie klein geredet und sie immer versucht zu unterstützen. Dabei ist er aber auch nicht zu "perfekt" gewesen.
Die Themen, die hier behandelt werden sind teils wirklich sehr ernst und nicht unbedingt für alle Leser*innen geeignet, weswegen ein Blick in die Triggerwarnung nicht schaden kann.
Die Handlung rund um Griffin und sein Leben hatte ich mir anders vorgestellt, da sie im Buch doch die meiste Zeit eher nebensächlich war und er ein recht ruhiges Leben hatte. Mein kleines Highlight war Lucas Hausschwein - ich habs geliebt und es hat irgendwie so gut gepasst haha😍😂
Für mich war die Liebesgeschichte nicht so ganz nachvollziehbar, denn irgendwie waren da sehr schnell so enorme Gefühle zwischen den beiden, dass ich nicht mitkam. Klar, sie kannten sich schon früher, aber lediglich über Briefe und mir war das alles etwas zu schnell. Die Chemie konnte ich eigentlich erst so richtig gegen Ende zwischen den beiden spüren, was ich sehr schade finde. Aber das lag vielleicht auch daran, dass ich einige Dialoge einfach sehr seltsam fand. Die Tiefe hat mir irgendwie einfach gefehlt, vielleicht weil es so schnell ging mit den beiden- ich weiß es nicht.
Besonders toll fand ich allerdings den anfänglichen Briefwechsel zwischen den beiden, denn die waren wirklich unterhaltsam und humorvoll.
Was ich sehr schön fand, ist die Tatsache, dass unnötiges Drama hier nur minimal vorhanden war und Griffin von Anfang an immer sehr schnell Lösungen suchen wollte.
Das Ende hat mir sehr gefallen, auch wenn es mich etwas traurig gestimmt hat.

Fazit:


Eine schöne Geschichte über sehr ernste Themen. Mir hat die Chemie zwischen den beiden etwas gefehlt und insgesamt hat mir einfach etwas Liebe gefehlt. Der Humor hat mir besonders gut gefallen und auch alle Charaktere mochte ich gern - besonders den Doc.
Es wird nicht mein letztes Buch des Autorenduos bleiben, auch wenn diese Geschichte für mich kein Highlight war.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2021

Diese Atmosphäre war der Wahnsinn!

Das Lied der Nacht
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Mit dem Klappentext zu "Das Lied der Nacht" hat mich die Autorin direkt gefesselt, denn irgendwie sagt der Klappentext zwar nicht viel inhaltlich aus, aber es klang für mich so mystisch und besonders. ...

Mit dem Klappentext zu "Das Lied der Nacht" hat mich die Autorin direkt gefesselt, denn irgendwie sagt der Klappentext zwar nicht viel inhaltlich aus, aber es klang für mich so mystisch und besonders. Ich habe die Palace Saga bisher leider nicht gelesen, weswegen diese Geschichte für mich auch die erste der Autorin war.
Vor ab direkt mein größter Kritikpunkte - eine Triggerwarnung wäre hier sicherlich nicht verkehrt gewesen..
Ich werde inhaltlich auch nur sehr begrenzt etwas zu der Geschichte sagen, um niemanden zu spoilern, da der Klappentext ja absichtlich so gewählt wurde.
Also kurz gesagt: wir begleiten in der Geschichte Weyd, einen Wanderer und eine Bardin namens Caer. Die beiden beschreiten einen aufregenden Weg in einem Kampf, der teils sehr aussichtslos erscheint, doch die beiden riskieren viel!
Die Geschichte spielt in einem sehr spannenden Setting voller Magie und Dunkelheit. Sie ist ebenso blutig und gewaltig wie fantastisch und voller Geheimnissen.
Der Schreibstil der Autorin war Anfangs unfassbar ungewohnt für mich und ich hatte gleichzeitig das Gefühl hier etwas grandioses, wortgewaltiges zu lesen und auf der anderen Seite kam ich nicht voran und musste mich wirklich konzentrieren. Doch dann war ich völlig in der Handlung drin und die Seiten flogen schnell vorbei. Jedoch hat dieser "Wendepunkt" gute 230-250 von knappen 400 Seiten gedauert.. Viele Geschichten hätte ich zu dem Zeitpunkt deswegen abgebrochen, aber irgendwie hat mich die Handlung einfach gereizt und mich immer wieder danach greifen lassen.
Zudem wechseln die Perspektiven auch immer wieder, was ich aber dennoch gut fand.
Ich kann euch wirklich sagen, lest diese Geschichte wenn ihr euch wirklich darauf konzentrieren könnt, denn dann ist sie wirklich etwas ganz neues und super spannend! Wenn man hier nicht richtig aufmerksam liest geht einem so viel durch die Lappen, dass ist wirklich schade.
Ich konnte nicht zu allen Charakteren eine Verbindung knüpfen aber zu einigen und gerade hier konnte ich dann besonders intensiv mitfiebern. Einige hiervon drängeln sich eher negativ in den Vordergrund und sie alle sind wirklich seeehr verschieden.
Was man keineswegs unbeachtet lassen sollte ist die Art, wie hier detailliert hier brutale Szenen beschrieben wurden. Ich habe mich wirklich einige Male sehr geekelt und war oft schockiert von den Bildern, die die Autorin hier erzeugt hat und wie deutlich ich sie vor Augen hatte - ob ich wollte oder nicht😅 Das spricht natürlich auch für ihren Schreibstil, aber man muss es einfach "mögen".
Besonders fesselnd und magisch fand ich die Abschnitte, in denen der Leser direkt angesprochen wurde, denn dadurch hat man sich wirklich gefühlt, als würde man an einem Lagerfeuer eine unglaubliche Geschichte erzählt bekommen.
Mir hat besonders gut gefallen welcher Mut hier hinten den Charakteren steht und wie Loyal sie waren. Freundschaft und Zusammenhalt trotz drohender Gefahren waren hier ganz obere Priorität.
Das Ende lässt natürlich einiges offen, wodurch wie gespannt warten dürfen wie es im zweiten von drei Bänden weiter gehen wird.

Fazit:
Eine außergewöhnliche High Fantasy Geschichte mit einem sehr wortgewaltigen Schreibstil! Spannung, Hoffnung, eine gewisse Brutalität, Loyalität, Humor, Magie - all das erwartet euch hier. Seid ihr bereit für eine Lagerfeuergeschichte wie ihr sie bisher noch nie gelesen habt?

Eine spannende Geschichte mit vielen verschiedenen Charakteren und einigen unerwarteten Wendungen! Mir hat die Handlung gut gefallen, aber ich hatte wirklich einige Startschwierigkeiten durch den außergewöhnlichen Schreibstil und auch einige Szenen war mir fast zu heftig.
Deshalb gibt es von mir 3 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.03.2021

Ein galaktischer Auftakt

Aurora erwacht
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Nachdem ich Illuminae und Gemina regelrecht verschlungen habe und somit ein ganz neues Genre lieben gelernt habe durch dieses grandiose Autorenpaar, war für mich klar, dass ich auch ihr neustes Werk lesen ...

Nachdem ich Illuminae und Gemina regelrecht verschlungen habe und somit ein ganz neues Genre lieben gelernt habe durch dieses grandiose Autorenpaar, war für mich klar, dass ich auch ihr neustes Werk lesen möchte.
In "Aurora erwacht" geht es um ein galaktisches Squad, bestehend aus Tyler, Finian, Zila, Kal, Cat und Scarlett. Diese 6 wirklich sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten, treffen, in einem eigentlich verbotenen Ort, auf Aurora - unter sehr ungewöhnlichen Umständen versteht sich. Aurora befand sich mehr als 200 Jahre in einem künstlichen Schlaf und alle auf ihrem Schiff sind tot. Kaum befindet sich Aurora an Bord bei unsrem Squad, artet das Chaos völlig aus und die sieben blicken einem Krieg ins Auge, bei dem Aurora eine sehr große Rolle spielt, die sie alle nicht haben kommen sehen.
Die Charaktere in dieser Geschichte könnten unterschiedlicher kaum sein, aber man schließt sie alle schnell ins Herz.
Tyler, auch Goldenboy genannt, ist der Alpha des verrückten Squads. Er hält sich immer an die Regeln und wird seiner Position als Anführer mehr als gerecht. Seine Zwillingsschwester Scarlett hingegen glänzt mit ihrem Sarkasmus und sie hat die Rolle der Diplomatin. Sie ist aber auch einfühlsam auf ihre Art und sie und Tyler haben eine ganz wundervolle Bindung zueinander. Cat, eigentlich Catherine, wird meist Zero genannt weil sie als Pilotin in ihrer Prüfung kein Ziel verfehlt hat. Sie ist ein Charakter mit einer sehr großen Klappe und sie hat häufig einen dummen Spruch auf Lager. Gleichzeitig ist sie aber auch wahnsinnig liebenswert in ihrer Art. Finian ist der Stimmungsmacher in der Truppe, der viele unschöne Situationen gerettet hat. Er ist der Techniker des Squads. Zila ist zustädig für alle medizinischen und wissenschaftlichen Angelegenheiten. Sie ist eher die ruhige, zurückgezogene Person. Kaliis ist der einzige Syldrathi im Squad und er ist für die Kämpfe zuständig. Und dann ist da natürlich noch Aurora. Sie hat keine Ahnung wo sie ist, hat Visionen und brabbelt hin und wieder seltsames Zeug vor sich her.. Tja klingt nach einem verrückten Abenteuer oder?

Der Schreibstil des Autorenduos hat mir wieder sehr gut gefallen. Es war von Beginn an spannend und durch hin und wieder eingeworfene Sprüche, hat der Humor, den wir schon in Illuminae kennengelernt haben, auch nicht gefehlt. Generell glänzt die Geschichte mit ihrem Sarkasmus und Witz, ohne dabei zu nerven/es zu übertreiben. Ich mochte es gern! Ich muss aber auch sagen, das es für mich recht lang schwierig war, mir zu merken, welcher Charakter wer ist und wofür wer bekannt ist. Dadurch, dass die Charaktere auch ständig mit Spitznamen angesprochen werden, hat mich das ganze häufig verwirrt. Irgendwie blieben die Charaktere auch recht blass, vielleicht dadurch, dass so viel passiert ist und es doch recht viele Hauptfiguren sind.
Insgesamt ist die Handlung recht komplex und ich hab ein bisschen gebraucht, bis ich wirklich richtig der Handlung folgen konnte.
Was ich besonders hilfreich und toll fand, waren die Glossarauszüge am Ende jedes Kapitels. Hier wurden einzelne Sachen , wie die Funktionen der Squadmitglieder etc., noch einmal näher erklärt und das hat dass verstehen deutlich erleichtert.
Die Welt die hier geschaffen wurde war wirklich galaktisch und hat mir super gefallen. Ich konnte mir das Setting auch gut vorstellen, hätte mir an mancher Stelle aber ein paar detailliertere Beschreibungen erhofft.

Fazit:
Insgesamt passiert wirklich wahnsinnig viel in diesem ersten von drei Bänden, wodurch auch viele Fragen offen bleiben. An mancher Stelle war es mir wirklich etwas zu viel, aber die Geschichte war einfach super spannend und ich bin wahnsinnig gespannt, was dieses verrückte Squad in den nächsten Bänden erleben wird.
Die Handlung war etwas ganz besonderes und hat mich trotz mancher Schwierigkeiten sehr in ihren Bann gezogen. Auf emotionaler Ebene hätte hier gern noch mehr passieren können, aber das hat dem Ganzen nicht geschadet, da die Geschichte auch so überzeugt. Wer sich also auf viele, sehr individuelle Figuren auf einem verrückten Abenteuer einlassen kann, wird hier definitiv fündig.
Ein gelungener Auftakt für ein neues galaktisches Abenteuer.
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2020

Schöner Debütroman

Breakaway
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Ich habe mich schon längere Zeit auf das Debüt von Anabelle Stehl gefreut und war sehr gespannt auf ihr Werk.
Wir lesen hier die Geschichte von Lia, die eines Tages während ihrer Prüfung das Unigelände ...

Ich habe mich schon längere Zeit auf das Debüt von Anabelle Stehl gefreut und war sehr gespannt auf ihr Werk.
Wir lesen hier die Geschichte von Lia, die eines Tages während ihrer Prüfung das Unigelände verlässt, ihre Sachen packt und mit dem nächsten Bus nach Berlin fährt. Dort angekommen trifft sie schnell auf die liebe Phuong und Noah. Zwischen Noah und ihr beginnt es schon bald zu knistern, doch dann muss Noah erfahren, dass Lia in mancher Hinsicht nicht ehrlich war.
Der Schreibstil der Autorin war ganz schön, anfangs war mir alles etwas zu detailliert beschrieben, weswegen es sich an mancher Stelle auch etwas zäh angefühlt hat. Das hat sich aber im Nachhinein wieder gelegt und das hat mir sehr gefallen. Detaillierte Beschreibungen mag ich bezüglich des Settings wahnsinnig gern, aber eher weniger, wenn das Augenmerk auf Bewegungen etc. liegt. Insgesamt lässt sich die Geschichte gut lesen. Allerdings wird auf den ersten 100 Seiten eine Zeitspanne von 2-3 Tagen widergespiegelt und dort passiert so viel auf einmal, dass mir das etwas seltsam erschien. Ganz besonders toll fand ich, dass die Geschichte in Deutschland spielt, was in diesem Genre ja wirklich eine Seltenheit ist.
Ich fand es auch wirklich sehr gelungen, wie gut man die Charaktere gleich im ersten Band dieser Trilogie kennen lernt. Denn neben Lia und Noah lernen wir auch gleich manche Verwandten und Freunde kennen.
Lia war mir zu Beginn sympathisch, da sie wirkt, als wüsste sie nach ihrem Aufbruch, was sie will. Allerdings hat sie sich im Laufe der Handlung doch recht oft ziemlich mies verhalten, was sie mir etwas unsympathisch gemacht hat, aber nicht so extrem, dass ich nicht weiter lesen wollte. Noah hingegen ist mir gleich ans Herz gewachsen. Er war direkt so humorvoll, fürsorglich, offen und einfach super sympathisch und ein ganz lieber Familienmensch, der sich für seine Liebsten einsetzt! Hier fand ich es auch besonders toll, dass wir abwechselnd aus Noahs und aus Lias Sicht lesen und so tiefer in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden eintauchen können.
Inhaltlich muss ich sagen, dass mir Lias "Geheimnis" so schnell klar war, dass hier leider ein wenig die Spannung verloren ging. Der Großteil der Handlung war für mich einfach ziemlich leicht absehbar und so blieben die großen Wendungen meist etwas auf der Strecke. Nichts desto trotz fand ich die Umsetzung rund um das Thema sehr gelungen, besonders im Hinblick auf Lias Leidenschaft, die sie für die Fotografie und Film hegt. An mancher Stelle war mir die Geschichte leider jedoch etwas zu zäh, was mich aber nicht davon abgebracht hat weiter lesen zu wollen. Positiv fand ich es jedoch, dass hier nicht so künstlich Drama mit reingebracht wurde. Es gab in geringen Dosen "Drama" aber auf sehr passende Weise wie ich finde.
Die ernste Thematik wird passend mit einer Triggerwarnung vorweg "eingeleitet" und ich fand den Umgang mit den Themen wirklich toll! Das Ende hat mir auch noch mal richtig gut gefallen und es war ein runder Abschluss des ersten Bands.

Fazit:
Ein schöner Debütroman mit kleinen "Schwächen". Die Handlung war nichts super neues und ich hatte leider auch schnell raus, worum es geht aber dennoch hat mir die Geschichte Spaß gemacht. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und liebenswert und ich freue mich auf die nächsten Bände!
Alles in Allem mochte ich den Auftakt gerne und bin gespannt darauf, wie es weitergeht.
Ich denke, dass dieses Buch besonders für Leser*innen geeignet ist, die noch nicht soo viel im New Adult Bereich gelesen haben, aber natürlich auch für alle anderen :)
Von mir gibt es abschließend 3,5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere