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Veröffentlicht am 17.09.2020

Sehr guter Auftakt mit Potenzial nach oben

Midnight Chronicles - Schattenblick
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Ich muss gestehen, dass ich ein kleiner Jahreszeitenleser bin. Im Herbst liebe ich Fantasy nämlich noch mehr als sonst. Auf "Midnight Chronicles" war ich super gespannt, da ich von beiden Autorinnen schon ...

Ich muss gestehen, dass ich ein kleiner Jahreszeitenleser bin. Im Herbst liebe ich Fantasy nämlich noch mehr als sonst. Auf "Midnight Chronicles" war ich super gespannt, da ich von beiden Autorinnen schon einige Bücher gelesen habe und auch mochte. Im Fantasybereich kenne ich aber nur die Sturmtochter Bücher von Bianca Iosivoni.
Im ersten Band der sechsteiligen Reihe geht es um Roxy, eine Huntress, die vor einer nahezu unmöglichen Aufgabe steht. Sie wurde dazu verflucht, dass sie innerhalb von 449 Tagen 449 geflohene Seelen einfangen und zurück in die Unterwelt schicken muss. Das klingt schon schwer? Ja, doch dann kommt eine neue Herausforderung auf sie zu, denn eines Tages trifft sie auf Shaw, auf den sie von nun an aufpassen muss. Shaw hat seine Erinnerungen an sein früheres Leben verloren und da er nicht wirklich weiß was er tun soll, beschließt er bei den Huntern mit zu trainieren und schon bald kommen er und Roxy sich näher.
Der erste Band, geschrieben von Bianca, beginnt sehr spannend und schon der Einstieg hat mich in seinen Bann gezogen. Ich hatte richtige Herbstgefühle, weil die Atmosphäre so düster und irgendwie herbstlich war. (Vielleicht lag das auch an den entflohenen Seelen, wer weiß😂)
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, da sich die Geschichte gut lesen lies und die Atmosphäre richtig gut gestaltet war.
Man lernt als Leser einige Charaktere kennen, doch natürlich stehen Roxy und Shaw im Vordergrund. Roxy war ein Charakter, den ich direkt super fand. Sie ist schlagfertig, sarkastisch und irgendwie in ihrer Art einfach super. Sie liebt Essen, ist gerne mal am jammern aber auch sehr tapfer und auch emotional. Ich mochte ihre gesamte Art wirklich sehr. Shaw mochte ich auch direkt gern. Er ist natürlich ein besonderer Charakter, da er sich selbst gerade erst kennen lernt, denn ohne jegliche Erinnerung weiß er natürlich auch nicht sofort, was er mag oder nicht mag. Die anderen Charaktere lernt man nicht so gut kennen und sie bleiben, bis auf Maxwell, recht blass. Maxwell ist der Anführer des Hunterquartiers, in dem die Geschichte spielt und auch ihn mochte ich gern, denn er setzt sich für seine Hunter ein und es herrscht eher eine familiäre Atmosphäre.
Die Idee der verschiedenen Hunter, auf die wir in diesem Buch treffen hat mir auch wahnsinnig gut gefallen. Wir lernen so zum Beispiel, dass Roxy eine freie Huntress ist, die in der Amulettmagie ausgebildet wurde. Dann gibt es aber auch noch Magic Hunter, Blood Hunter, Soul Hunter etc. Hier fand ich es super, dass man noch mal eine knappe Zusammenfassung zu allen Huntern am Ende des Buches findet.
Hinsichtlich der Lovestory zwischen Roxy und Shaw kann ich sagen, dass ich es schön fand, dass alles bislang recht freundschaftlich geblieben ist und es somit nicht zu schnell ging. Es wirkte recht realistisch, allerdings gab es manche Szenen, in denen man merkt, wie verliebt beide wohl sind, bei denen die Gefühle bei mir aber nicht wirklich übergesprungen sind. Ich konnte die Emotionen also leider nicht so nachvollziehen.
Des Weiteren gab es einen Handlungsstrang mit einem Charakter namens Amelia, die eine große Rolle in Roxys Geschichte spielt, der mir viel zu schnell abgetan wurde. An dieser Stelle hätte ich mir mehr gewünscht. Dafür fand ich die Handlung an einigen Stellen zu sehr in die Länge gezogen, da es teilweise irgendwie um "nichts" geht und das über einige Seiten hinweg. Dadurch war die Geschichte teils etwas zäh.
Gegen Ende hin nahm die Geschichte noch mal Fahrt auf und auch die Emotionen kamen plötzlich richtig deutlich rüber. Hier hätte es gerne noch 100 Seiten weiter gehen können. Das Ende kam zwar nicht soo überraschend, aber die Art wie alles ablief war richtig spannend und ich bin sprachlos zurückgeblieben.

Fazit:

Ein toller Auftakt, der trotz mancher Kritikpunkte sehr viel Spaß gemacht hat. Ich freue mich sehr darauf, bald mehr zu lesen und bin super gespannt, wie es weitergeht.
Die verschiedenen Hunter haben mir sehr gut gefallen, da es mal was anderes war und ich die Welt sehr interessant fand. Auch die Charaktere mochte ich sehr, besonders Roxy mit ihrer sarkastischen Art.
Da es sich für mich manchmal etwas gezogen hat und mir die Emotionen etwas zu kurz kamen, gibt es von mir abschließend 3,5 Sterne. Ich freue mich sehr auf die Folgebände und bin gespannt, was uns noch erwartet!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.09.2020

Eine schöne New Adult Geschichte

An Ocean Between Us
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Mich hat der Klappentext direkt angesprochen, da ich selbst meinen Lieblingssport vor einigen Jahren, aufgrund einer Verletzung, an den Nagel hängen musste und mich so, zumindest ein kleines Stück weit ...

Mich hat der Klappentext direkt angesprochen, da ich selbst meinen Lieblingssport vor einigen Jahren, aufgrund einer Verletzung, an den Nagel hängen musste und mich so, zumindest ein kleines Stück weit in Avery hineinversetzen konnte. Denn anders als bei ihr, war es "nur" mein liebster Sport, den ich aufgeben musste und nicht mein größter Traum. Außerdem war ich natürlich neugierig, was es mit Theo auf sich hat und wie sich die Geschichte entwickeln würde.
In "An Ocean between us" geht es also um Avery, die aufgrund eines Unfalls nie wieder tanzen kann und anstatt ihrem Traum nachzugehen nun ein Studium beginnt, dass sie eigentlich gar nicht interessiert. Sie hat kein richtiges Ziel vor Augen und probiert sich aus, doch bereits am ersten Tag am College, gerät sie in einen Streit mit niemand andrem als Theo. Avery begegnet ihm ab da ständig und zu allem Überfluss leitet er auch noch den Schwimmkurs, den sie besucht. Was Avery zunächst nicht weiß ist, dass Theo eine Berühmtheit ist und er eigentlich doch ganz nett zu sein scheint. Zwischen den beiden entwickeln sich Gefühle und alles scheint gut zu sein. Doch schon bald weiß Avery nicht mehr was sie denken soll und was sie nun wirklich über Theo weiß.
Der Einstieg in die Geschichte hat mir gut gefallen, da es gleich ziemlich spannend los ging. Die Geschichte wird aus Averys und Theos Sicht erzählt, was ich persönlich ja immer sehr bevorzuge, da man so mehr Einblicke gewinnt und auch verschiedene Handlungen eher nachvollziehen kann. Der Schreibstil der Autorin ist locker leicht und das Buch lässt sich gut lesen, sodass die Seiten nur so dahin fliegen.
Theo war zu Beginn ein ziemliches Ekelpaket, dem ich gern den Hals rumgedreht hätte. Allerdings erwärmt sich das Herz doch recht schnell für ihn und er entpuppt sich als netter, wenn auch teils etwas unbeholfener, sympathischer Charakter. Theo hätte ich gern ein oder zweimal wirklich mal wachgerüttelt, denn er hat wirklich manchmal sehr dämlich gehandelt.. Insgesamt kann man ihn aber dennoch verstehen und auch seine Probleme sind greifbar für den Leser. Avery mochte ich ziemlich schnell sehr gern. Sie trauert ihrem geplatzten Traum nach ohne dabei die ganze Zeit zu jammern oder wehleidig zu sein, im Gegenteil, sie wirkt recht stark auf mich, da sie sich z.B. auch nie über ihre Schmerzen beklagt. Auch die Nebencharaktere waren toll ausgearbeitet und besonders Lizzy und Chloe mochte ich super gern. Ich hoffe, dass wir mehr von ihnen lesen dürfen.
"An Ocean between us" ist nicht super unvorhersehbar, dennoch wollte ich stets wissen, wie die Geschichte sich weiter entwickelt. Den großen Plottwist habe ich leider schon sehr früh erraten und war so auch eher wenig überrascht. Man weiß als Vielleser des New Adult Genres auch einfach häufig schon, wie die Handlung im Groben verlaufen wird und meistens auch wie sie endet. Für mich ist das aber nur bedingt ein Kritikpunkt.
Nina Bilinski hat es nämlich geschafft in ihrer Geschichte richtig viele tolle Aspekte einzubauen, wie zum Beispiel den Umgang mit Schuldgefühlen und mit Trauer. Außerdem werden Vorurteile kritisiert, insbesondere gegen Homosexualität und auch das Überwinden von Ängsten sowie der Umgang mit dem eigenen Körper bzw einem geringen Selbstwertgefühl, sind hier Themen.
Theo und Avery waren für mich zwei wahnsinnig authentische Charaktere. Sie haben gestritten, teilweise unüberlegt/übertrieben reagiert, es aber auch geschafft zu verzeihen und sich weiter zu entwickeln. Besonders Theo konnte mich hinsichtlich seiner Weiterentwicklung sehr überzeugen und ich fand es einfach stark, wie er gegen Ende gehandelt hat.
Lediglich was die Liebesgeschichte betrifft hat mir das "gewisse Etwas" gefehlt. Ich konnte das Knistern nicht so nachempfinden und mir kamen die großen Gefühle viel zu schnell zustande. Hier hätte ich mir einfach ein paar Seiten mehr gewünscht, um die Gefühle nachvollziehbarer werden zu lassen.

Fazit:

Mir hat die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen! Es war keine völlig neue Geschichte und ich habe auch schnell geahnt, was los ist. Nichts desto trotz war ich gefesselt und wollte stets wissen, wie es weitergeht. Mir hat besonders die authentische Art der Charaktere sehr gefallen und auch der Umgang mit den vielen verschiedenen Thematiken. Mir hat ein bisschen die Romantik und die tiefen Gefühle gefehlt. Aber dennoch hatte ich schöne Lesestunden und ich freue mich sehr auf den zweiten Band, in dem wir mehr über Lizzy lesen dürfen. Wer weiß, vielleicht kommt ja auch noch ein Band zu Chloe? Ich würde mich auf jeden Fall freuen :)
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2020

Ein sehr gelungener Jugendthriller mit spannenden Wendungen und einer schockierend realistischen Handlung!

Delete Me
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Aktuell lese ich wahnsinnig gerne Technikdystopien bzw. (Jugend-)Thriller, die sich mit verrückten KIs oder böser Technik befassen. "Delete Me" kam mir hier gerade gelegen und ich war super neugierig auf ...

Aktuell lese ich wahnsinnig gerne Technikdystopien bzw. (Jugend-)Thriller, die sich mit verrückten KIs oder böser Technik befassen. "Delete Me" kam mir hier gerade gelegen und ich war super neugierig auf die Geschichte!

Die Handlung wird aus verschiedenen Sichtweisen erzählt. Zunächst lernen wir Finn kennen, die eigentliche Hauptfigur der Geschichte. Als er eines Tages mit seiner Schulklasse auf Klassenfahrt ist, passiert etwas, dass das Leben von ihm und seinen Freunden für immer verändert. Einige Monate danach bekommt Finn eine Nachricht, von seinem verstorbenen Lehrer, über eine App namens "Mind Hack". Finn weiß nicht was er davon halten soll, vertraut aber auf die Anweisungen in der Nachricht und so stürzt er sich in ein unerwartetes, gefährliches Abenteuer. Er setzt alles auf eine Karte, denn er merkt schnell, dass er "Mind Hack" unbedingt stoppen muss.

Die Geschichte wird nicht nur so "dahin erzählt". Den Leser erwartet hier ein direkter Einblick in Chatverläufe der "Mind Hack" Erfinder, aber auch in Nachrichten der virtuellen Klone. Dadurch war das Leseerlebnis sehr abwechslungsreich und super passend zur Thematik rund um Virtual Reality/KIs bzw. Apps.

Neben dem Hauptstrang der Geschichte, der sich mit Finn, seinem Lehrer Herr Merks und Jakob sowie Finns Bruder befasst, gibt es noch die Nebengeschichte, die sich um Toni und ihren Freund Navid dreht. Ein weiterer Teil befasst sich natürlich auch mit den Erfindern von "Mind Hack", die Finn aus dem Weg schaffen möchten, um ihre App um jeden Preis zu schützen. Wie die Geschichten sich letztendlich verbinden, müsst ihr natürlich selbst lesen.😊

Der Einstieg war Dank des Prologs unfassbar fesselnd, ich war sofort geflasht! Als die eigentliche Handlung losging, war ich etwas verwirrt, da der Leser direkt ins Geschehen geworfen wird, aber man findet sich schnell zurecht. Nessensohns Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er kommt ohne viele Ausschmückungen aus, ohne dabei trocken zu wirken. Die gesamte Atmosphäre des Buches ist eher angespannt und man ist eigentlich die ganze Zeit gefasst auf weitere spannende Wendungen und Geschehnisse. Mir wurde beim Lesen jedenfalls nie langweilig und ich hätte das Buch gerne in einem Rutsch gelesen. Die Handlung war wahnsinnig realistisch und das hat mich wirklich schockiert. Das Buch ist einfach nichts für schwache Nerven.

Ich bin die gesamte Zeit richtig im Dunkeln getappt und hatte absolut keine Idee, wie sich das Ganze am Ende auflösen wird und wer hinter der App steckt. Umso überraschter war ich natürlich von der Auflösung und wie sich langsam alles zusammengefügt hat. Insgesamt fand ich das Buch konstant ziemlich spannend und es war eine gute Mischung aus Emotionen und Spannung. Wobei die Emotionen gerne ausgeprägter ausfallen könnten. Beim Lesen ist mir sehr bewusst geworden, wie viele verschiedene Themen hier eigentlich verknüpft wurden. Das hätte ich vorher nie erwartet. Es geht um Freundschaft, Verluste, Mobbing, Liebe und so viel mehr, das ich nicht vorweg nehmen möchte, um Spoiler zu vermeiden. Die Geschichte war wirklich sehr tiefgründig und auch gesellschaftskritisch, was mir sehr gut gefallen hat, da es so nicht nur ein Buch zur reinen Unterhaltung war.

Mein einziger Kritikpunkt ist die Tatsache, dass ich mir mehr Einblicke in die App gewünscht hätte. Ich hätte gern mehr über die virtuellen Klone gelesen und über die Auswirkungen auf die User der App. Auch das Ende ging mir etwas zu schnell, hat mir aber nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Es handelt sich um ein recht offenes Ende und man denkt anschließend definitiv noch einige Zeit über die App und die gesamte Handlung nach.

Fazit:

Ein sehr gelungener Jugendthriller mit spannenden Wendungen und einer schockierend realistischen Handlung! Die Aufmachung des Buches rundet das Leseerlebnis super ab und sorgt für ein paar spannende Lesestunden. Lediglich die App hätte etwas tiefgehender thematisiert werden können, da sie eigentlich ja Hauptthematik war. Aber auch das Ende war mir etwas zu schnell.

Abschließend kann ich sagen, dass mir die Geschichte super viel Spaß gemacht hat und mich zum Nachdenken angeregt, da sie gleichzeitig auch, hinsichtlich verschiedenster Thematiken, eine leichte Kritik ausübt. Mich hat die Handlung gefesselt und ich muss dringend den Debütroman des Autors lesen!

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung! Ich gebe dem Buch 4 von 5 Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.08.2020

Super schöne, humorvolle Geschichte mit tollen Charakteren

Beat it up
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Beat it up war mein erstes Buch von Stella Tack. Mich hat der Klappentext einfach total angesprochen, da ich Geschichten rund um Musik im New Adult Bereich bislang immer gern mochte.
In der Geschichte ...

Beat it up war mein erstes Buch von Stella Tack. Mich hat der Klappentext einfach total angesprochen, da ich Geschichten rund um Musik im New Adult Bereich bislang immer gern mochte.
In der Geschichte geht es um unsere Protagonistin Summer, die ein riesen Talent im Klavier spielen besitzt. Außerdem hat sie ein absolutes Gehör, dass ihr jedoch oft schwere Probleme bereitet. Summers Bruder Xander ist ebenfalls musikalisch unterwegs. Er arbeitet als DJ und hat einen wahnsinnigen Erfolg. Allerdings warten auch hier große Hürden auf Xanders Weg und Summer und Xander, die sich eigentlich kaum zu Gesicht bekommen, wachsen plötzlich zusammen und helfen einander ihren Weg zu gehen. Doch auf ihrem Weg stellen sich einige unerwartete Menschen und Situationen in ihren Weg und zu allem Überfluss verliebt sich Summer auch noch in Gabriel, den Konkurrenten ihres Bruders.
Der Schreibstil der Autorin macht das Buch zu einem richtigen Vergnügen. Es ist so humorvoll geschrieben und man fliegt durch die Seiten. Die Kapitel waren alle sehr kurz und die ganze Szenerie sehr bildhaft beschrieben. Als Leser*in fühlt es sich so an, als wäre man stets mit vor Ort und könnte es hautnah erleben.
Die Charaktere mochte ich sehr gern. Stella Tack schafft es, dass man alle Charaktere gut kennen lernt und sie sehr vielseitig wirken. Besonders Payton und Peter mochte ich super gern. Besonders George, der eigentlich eine Nebenfigur war, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Einen Mann wie George braucht wohl jeder von uns hin und wieder. Summer war mir schnell sympathisch, weil sie sich im Laufe des Buches so enorm entwickelt. Sie lässt sich zu Beginn viel beeinflussen und gerade ihre Mutter hat großen Einfluss auf sie, was Summer aber eigentlich gar nicht passt. So wirkt sie zu beginn eher schüchtern und recht zurückhaltend. Aber das bleibt nicht lange so und sie fängt an für ihre eigenen Träume zu kämpfen und etwas zu riskieren. Xander kam mir auch sehr realitätsnah vor und ich konnte seine Forderungen zwar nicht immer gut heißen, aber ich konnte seine Verzweiflung verstehen und mit ihm fühlen. Gabriel mochte ich zu Beginn absolut nicht. Er war der Frauenheld und recht selbstüberzeugt. Aber auch ihn konnte ich später ins Herz schließen.
Insgesamt war die komplette Truppe sehr unterschiedlich und es gab super viele witzige Dialoge. Aber auch tiefgründige Gespräche. Die Geschichte war für mich kaum vorhersehbar und ich habe es richtig genossen Summer auf ihrem Abenteuer zu begleiten.
Der Plottwist gegen Ende hin war für mich nur mittelmäßig überraschend und hätte meiner Meinung nach auch nicht sein müssen, da ich es vorher richtig genossen habe, dass die Handlung nicht so von Drama geprägt war. Insgesamt muss ich sagen, dass das Ende zwar unterhaltsam war, aber für mich zu typisch New Adult.
Des Weiteren hat mir der Handlungsstrang mit Summers bestem Freund nicht ganz so gut gefallen, da ich es einfach seltsam fand, wie Summer sich hier verhalten hat und das sie bis zum Ende hin die Situation nicht wirklich versucht zu klären.
Der Aspekt mit der Musik hat die Geschichte für mich abgerundet, da ich es besonders toll fand, dass wir hier sowohl auf Klassische Musik, als auch auf Moderne Beats treffen.

Fazit:
Ich hatte ein paar tolle und vor allem witzige Lesestunden mit Beat it up und weiß, dass ich in Zukunft definitiv mehr von der Autorin lesen möchte.
Das Buch hatte für mich ein paar Kritikpunkte, die dem Ganzen aber nicht geschadet haben. Ich mochte es, dass wir hier eine Protagonistin haben, die anfängt für sich selbst zu kämpfen und ihren Weg zu gehen. Auch die Thematik rund um die Musik hat mir sehr gefallen. Insgesamt hat es einfach sehr viel Spaß gemacht, allein schon, weil die Charaktere alle so liebenswürdig sind und ich gerne mehr von der chaotischen, liebenswerten Truppe lesen möchte.
Von mir bekommt die Geschichte 4 von 5 Sterne und ich werde mir definitiv mehr von Stella Tack ansehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2020

Gelungenes LGBTQ+ Jugendbuch

Rowan & Ash
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Schon allein das Cover hat mich bei diesem Buch wahnsinnig neugierig gemacht, aber meine volle Aufmerksamkeit auf das Buch wurde durch den Autor selbst gelenkt. Christian Handel hat auf seinem Instagram ...

Schon allein das Cover hat mich bei diesem Buch wahnsinnig neugierig gemacht, aber meine volle Aufmerksamkeit auf das Buch wurde durch den Autor selbst gelenkt. Christian Handel hat auf seinem Instagram davon berichtet, wie wichtig ihm dieses Werk ist und auch der Klappentext und die Textschnipsel, die er vorab veröffentlicht hat, haben mich neugierig gemacht. Für mich war also recht schnell klar: Dieses Buch muss ich vorbestellen!
Die Leser begleiten Rowan, den Protagonisten, der seit seiner Kindheit der Kronprinzessin Alyss versprochen ist. Das Problem: Rowan möchte Alyss nicht heiraten und auch Raven, seine beste Freundin, die viele für mehr als das halten, liebt er auch nicht. Rowan hat sich in Ash verliebt, einen Königssohn. Und er verspricht sich nichts Gutes davon. Niemand soll davon erfahren. Denn was würde seine Familie dazu sagen oder das Volk?
Christian Handels Schreibstil hat mich schon mit dem Prolog völlig begeistert! Der Schreibstil lässt alles so atmosphärisch und magisch wirken, ohne dabei zu übertrieben poetisch zu wirken. Die Seiten sind nur so davon geflogen und ich konnte mir die gesamte Welt, die hier erschaffen wurde, richtig gut vorstellen. Auch die Charaktere lernen wir gut kennen, natürlich in erster Linie Rowan und Ash. Aber auch bei den Nebencharakteren hatte ich nicht das Gefühl, dass sie zu kurz kamen.
Mit Ash hatte ich leider meine Probleme, denn er weiß genau was er will und manchmal ignoriert er dabei völlig, wie es seinen Mitmenschen damit geht oder was die Bedürfnisse und Wünsche anderer sind. Er war eher impulsiv und auf der Suche nach Herausforderungen und Abenteuern. Rowan war mir sehr sympathisch, da man sich gut in ihn hinein versetzen konnte und ich seine Ängste und Gefühle gut nachvollziehen konnte. Er ist generell eher der introvertierte Mann, der stets seiner Pflicht nachkommen und dabei das Beste für seine Mitmenschen erreichen möchte.
Die Fantasyaspekte standen in der Geschichte nicht im Vordergrund, was aber nicht weiter schlimm war. Denn obwohl es hier nicht so magisch zu geht, hat mir der Fantasyanteil richtig gut gefallen und ich finde er hat super zur Handlung gepasst.
Generell muss ich sagen, dass die Geschichte nicht von ihrer Spannung, oder den super unerwarteten Geschehnissen lebt. Sie lebt von ihrer Atmosphäre, den Charakteren und den Hürden, die es zu überwinden gilt.
Die Liebesgeschichte hat mich schnell in ihren Bann ziehen können, wobei ich sagen muss, dass sie mir im Endeffekt zu kurz kam und ich mir hier gerne ein paar Seiten mehr gewünscht hätte. Man konnte die Gefühle zwischen den beiden spüren und ich habe sie ihnen auch abgekauft, allerdings entwickelten sie sich trotzdem ein bisschen schnell.
Im zweiten Teil der Geschichte kam mehr Spannung auf und die Fantasyelemente rückten immer mehr in den Vordergrund. Nichtsdesto trotz hat mir das Buch von Anfang an bis zum Schluss richtig gut gefallen.

Fazit:
Eine schöne Geschichte über zwei queere Jungs, die sich ineinander verlieben und deren Zukunft eigentlich ganz anders vorgesehen ist. Es geht um die Ängste und Hürden, die leider immer noch vorhandenen Vorurteile gegenüber queeren Paaren, die sich den beiden in den Weg stellen und um das Verhalten ihrer Mitmenschen. Das ganze wird abgerundet von einer tollen, atmosphärischen Fantasywelt und einem sehr angenehmen Schreibstil. Für mich hätte das Buch gerne noch 100 Seiten mehr haben können, um zum Beispiel die Liebesgeschichte etwas mehr auszuführen.
Ich mochte die Geschichte sehr gerne und auch wenn ich ein paar Kritikpunkte hatte, finde ich die Geschichte sehr empfehlenswert. Es wird definitiv nicht mein letztes Buch des Autors gewesen sein.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für dieses gelungene Jugendbuch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere