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Veröffentlicht am 11.11.2020

Wunderschöne und gefühlvolle Geschichte!

What if we Drown
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MEINE MEINUNG
Das Buch wurde schon vor siner Veröffentlichung ordentlich auf Instagram gehypet, weswegen ich natürlich gleich neugierig wurde. Das Cover gefällt mir unheimlich gut und der Titel hört sich ...

MEINE MEINUNG
Das Buch wurde schon vor siner Veröffentlichung ordentlich auf Instagram gehypet, weswegen ich natürlich gleich neugierig wurde. Das Cover gefällt mir unheimlich gut und der Titel hört sich auch schon viel versprechend an.
Der Klappentext war zwar nicht unbedingt schlecht, mein Interesse wurde aber ehrlich gesagt eher weniger geweckt. Ihr Bruder ist tot und ausgerechnet der Love Interest ist in die Ereignisse verstrickt? Solche Geschichten hatte ich in letzter Zeit wirklich zu viele gelesen und so ist mein Interesse an dem Buch erstmal wieder verflogen. Ich habe es letztendlich geschenkt bekommen und wollte dem Ganzen dann doch noch eine Chance geben - zum Glück!

Aber fangen wir mal von vorne an: Laurie zieht weg aus ihrer Heimatstadt und wagt in Vancouver einen Neustart. Nach dem tragischen Tod ihres älteren Bruders möchte sie einfach nur weg und den großen Traum von Austin erfüllen. Dass sie ausgerechnet an der Uni auf den jungen Mann trifft, der in die Ereignisse von Austins Tod verwickelt war, hätte sie nie gedacht. Und obwohl sie ihn hasst, weil er den Tod ihres Bruders nicht verhinden konnte, kann sie die Schmetterlinge in ihrem Baum nicht ignorieren...

Laurie wurde durch den schweren Verlust ihres Bruders ebenfalls aus ihrem normalen Leben gerissen. Eigentlich waren die beiden nur Stiefgeschwister, aber es fühlt sich an, wie eine wahre Geschwisterschaft. Laurie hat zu Austin aufgesehen und ihn vergöttert, weswegen sie der Verlust hart getroffen hat. Sie trauert um ihren großen Bruder und kann immer noch nicht wieder wirklich glücklich. Anfangs tritt sie eher verschlossen und etwas unsicher auf, doch schnell zeigt sie ihre verletzliche, aber gleichzeitig starke Seite. Ich mochte sie und ihre Art unglaublich gerne, dass ich sie schnell ins Herz schließen konnte. Auch wenn ich sie an einigen Stellern gerne geschüttelt hätte, damit sie einfach nur die Wahrheit sagt, hatte ich sie echt gerne. Ich habe nicht immer verstanden, warum sie auf diese Art handelt und hätte an ihrer Stelle vermutlich einiges anders gemacht, aber letztendlich war es ihre Art, mit den Geschehnissen umzugehen.

Ihr Love Interest ist Samuel, Sam, der sie gleich zu Beginn mit seinem Fahrrad umrast, woraufhin die zwei ins Gespräch kommen. Schnell zeigt sich, dass Lauries neuer Freundeskreis sich mit dem von Sam deckt und die beiden verbringen schnell viel Zeit miteinander. Er studiert ebenfalls Medizin, ist aber bereits ein paar Jahre weiter, und ist richtig gut darin, denn neben dem Studium ist er noch Tutor und kümmet sich um die Erstsemester. Er ist sehr verbissen darauf, Leben retten zu wollen und das gute zutun, doch dass das mit den dunklen Gefühlen unter seiner Oberfläche zutun hat, weiß kaum jemand. Insgesamt habe ich mich schnell in Sam verliebt, da er einfach die perfekte Mischung darstellte. Er ist lieb, einfühlsam und kümmert sich gut um seine Mitmenschen, gleichzeitig kann man stundenlang mit ihm Quatschen und lauter Witze mit ihm reißen. Es hat mich immer wieder gefreut, Zeit mit ihm zu verbringen und am liebsten wäre ich in das Buch gesprungen, um mich gemeinsam mit ihm Nachts ans Meer zu legen und die Sterne zu beobachten.

Aber auch die Nebencharaktere waren einfach wundervoll. Schon zu Beginn lernen wir Lauries neue Mitbewohner Emmett und Hope kennen, die ganz schnell einen Platz in meinem Herzen erhalten haben. Die beiden haben die anfängliche triste und düstere Stimmung ganz schnell erleuchten können. Ganz besonders in mein Herz geschlossen habe ich allerdings Kian und Teddie, die ganz ganz dringend einen eigenen Teil in der Reihe benötigen!

Der gesamte Roman ist in der Ich-Form aus Lauries Perspektive geschrieben worden, was ich sehr schön fand. Natürlich hätte Sams Perspektive zu mehr Verständnis seiner Gefühle geführt, aber ich fand es in diesem Roman so einfach schöner. Der Schreibstil ist super angenehm zu lesen und hat dazu geführt, dass ich durch die Seiten regelrechtr geflogen bin. Die Autorin hatte hier ein ganz schönes Händchen dafür, die Stimmung und die Emotionen der Charaktere wunderbar an den Leser zu bringen.
Zudem gibt es hin und wieder kurze Kapitel, die Austin gewidmet sind. Sie sind meistens nur ein paar Seiten lang und keine richtigen Rückblenden, sondern kleine Erzählungen von Laurie. Ich fand es so sehr schön, da die Beziehung zwischen den beiden so noch einmal deutlicher werden konnte und wir Austin auch wenig kennenlernen konnten.

Wie bereits ganz oben erwähnt, waren meine Erwartungen an den Inhalt nicht besonders hoch. Ein Tod und der Love Interest ist darin verwickelt? Das habe ich schon so oft gelesen, dass es keine Überraschung mehr sein würde. Und doch habe ich mich wahnsinnig getäuscht und bin sehr froh, dass ich das Buch doch noch gelesen habe.

Aber fangen wir mal vorne an. Laurie zieht nach Vancouver und zunächst ist die Stimmung wie bereits gesagt eher trist und düster. Schließlich hat Laurie den Tod ihres Bruder immer noch nicht verarbeitet, vor allem, weil sie einfach nicht weiß, was genau passiert ist. Sie ist bedrückt, aber gleichzeitig auch sehr ergeizig, das Studium zu schaffen - für Austin.
Dann verläuft zunächst einmal alles sehr schnell und positiv. Wohnung, Job, Freunde? Laurie findet alles innerhalb weniger Tage, so schnell, dass sie selbst sich fragen muss, wo der Haken sei. Und genau diese Frage habe ich mir auch gestellt, denn auch wenn es immer glückliche Zufälle geben kann, verlief es mir hier etwas zu unrealistisch perfekt.

Daraufhin folgt das liebsame Kennenlernen von Laurie und Sam, sowie Lauries Zerrissenheit zwischen den zwei Welten, in denen sie sich aktuell befindet. Sie ist sich unsicher, wie sie mit Sam umgehen soll und hat häufig das Gefühl, ihren Bruder mit ihrem Glück zu betrügen. Diese Zerrissenheit schwebt nun eine ganze Weile über Laurie und führt zu einigen emotionalen Situationen, bei denen ich meine Tränen einfach nicht mehr zurück halten konnte. Die Handlung wird wahnsinnig gefühlvoll und da die Autorin mich so an ihre Figuren gefesselt hat, hat es mir immer wieder das Herz zerreißen können. Ich mochte die Verbindung zwischen Laurie und Sam und habe die beiden so gerne verfolgt, dass ich ganz traurig war, als ich die letzte Seite umgeschlagen habe.

Außerdem möchte ich noch kurz einschieben, wie sehr ich die Darstellung des Uni-Lebens hier mochte! Zunächst mal passiert es nicht häufig, dass Protagnist*innen etwas wie Medizin studieren und das auch noch, ohne dass die wolhabenden und fordernden Eltern es erzwingen. Vermutlich liegt es daran, dass auch die Autorin Meditinstudentin ist und daher in dem Bereich ihre Erfahrungen gesammelt hat, aber ich fand die Darstellung hier einfach super. Ich studiere selbst nicht, konnte aber eine ganze Menge an neuen Eindrücken sammeln und fand es echt super authentisch. Und auch den gewählten Handlungsort fand ich wunderschön. Auch wenn ich mich beim Lesen immer ganz gerne in Europa befinde, fand ich Kanada eine super Wahl. Die kleinen Beschreibungen der Umgebung und des Lebens dort haben mir unglaublich gut gefallen.

Insgesamt mochte ich also die gesamte Handlung sehr gerne und allgemein empfand ich auch das Tempo als recht angenehm. Und obwohl es an keiner Stelle langweilig war, hat sich leider die Sache mit dem großen Geheimnis etwas gezogen. Laurie verstrickt sich nämlich in ein kleines Netz aus Lügen und die Auflösung dafür kam mir etwas zu spät. Dadurch hat mich das Ende auch leider etwas überrumpelt. Es verlief mir zu schnell, auf einmal war das Buch vorbei und mir fehlte ein wirklih Abschluss. Auch wenn es ein kurzer Prolog gewesen wäre, der ein paar Wochen oder Monate in der Zukunft spielt. Ich hätte einfach gerne noch etwas zum Abschluss gehabt.

FAZIT
Eine wunderschöne und gefühlvolle Geschichte, die mich auf den ersten Seiten beretis vollkommen verzaubern konnte. Die Charaktere waren wundervoll und sehr authentisch und besonders Sam hat mein Herz stehlen können. Nachdem der Klappentext nach nichts Neuem klang, hat die Handlung mich absolut positiv überrascht und mich vollkommen überzeugen können. Auch wenn mir am Ende noch etwas fehlte, kann ich die Handlung uneingeschrenkt empfehlen!

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Ganz wunderbare Fortsetzung!

DARK Sky GLOW
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Spoiler für die Teile 1-3 vorhanden!

MEINE MEINUNG
Nach dem unglaublich spannenden Ende des letzten Teils konnte ich es kaum noch abwarten, endlich weiter zu lesen. Das Cover fügt sich wieder perfekt ...

Spoiler für die Teile 1-3 vorhanden!

MEINE MEINUNG
Nach dem unglaublich spannenden Ende des letzten Teils konnte ich es kaum noch abwarten, endlich weiter zu lesen. Das Cover fügt sich wieder perfekt in die Reihe ein, nur ist es noch dunkler, was vermutlich auch die Handlung widerspiegeln würde.

Nachdem Álvaro es geschafft und Muriel aus dem Kloster und somit aus X' Händen befreien konnte, haben sich beide verändert. Die zwei schaffen es nicht, die Erlebnisse in dem Kloster zu verarbeiten und kämpfen nun beide dagegen an. X hat tiefe Narben bei Muriel hinterlassen, sowohl körperlich und seelisch, und gleichzeitig muss sie sich nun fragen, woher ihre Männer Max kannten und was wirklich Max großer Plan gewesen ist ...

Ich habe Muriel einfach nur lieb, sie ist mir super sympathisch und ich mag ihre Art total. In diesem Teil zeigt sie sich verletzlicher als je zuvor und lässt diese Gefühle auch endlich etwas mehr zu. Sie muss ihre harte und taffe Fassade wegstecken und zeigt nun ihre weiche Seite. Gleichzeitig ist ihr Vertrauen in die Männer geschwächt und sie beginnt, die ehemalige Beziehung zwischen ihr und Max und alles drumherum zu hinterfragen.

Aber auch Álvaro zeigt sich so verletzlich wie noch nie und wird dadurch eni ganzes Stückchen nahbarer. Auch er lässt immer mehr seine Gefühle zu und gesteht sich langsm immer mehr ein, wie wichtig ihm Muriel geworden ist. Aber gleichzeitig verschließt er sich immer mehr und wirkt immer mal wieder wie der sorglose Álvaro, der nur feiern möchte. Trotzdem bin ich nach wie vor Team Álvaro!

Die anderen Männer geraten während der eigentlichen Handlung immer wieder mehr in den Hintergrund, jedoch ohne dass sie noch wegzudenken wären. Sie haben sich alle in mein Herz schleichen können und wir erfahren mittlerweile auch immer mehr über Darko und Eladen, was mir wahnsinnig gut gefallen hat. Nur Yeal würde ich so gerne noch mehr kennen lernen, da er stark mit Álvaro stark um meinen Favoriten-Posten kämpft.

Aber dafür lernen über X wieder mehr und die spannenden Szenen mit ihm durften natürlich einfach nicht fehlen. Dabei werden einige neue Geheimnisse, nicht nur über X selbst, aufgedeckt und selbst ich als Leserin beginne, alles zu hinterfragen. Es ist auf jeden Fall wieder super spannend und langsam fügen sich auch immer und immer mehr Puzzle-Stücke weiter zusammen. Es zeigt sich immer mehr, dass X wirklich vor gar nichts zurückschreckt, was ihn nur gefährlicher macht. Und trotz der ganzen Hinweise und sogar die Entlüftung seines wahren Namens im letzten Teil, komme ich einfach nicht dahinter, wer es sein könnte.

Insgesamt hat D.C. Odesza hier wirklich ein verzwicktes Spiel geschaffen, in dem sämtliche Geschehnisse miteinander verknüpft sind, was erst mit der Zeit immer mehr auffällt. Die Handlung ist wieder super aufregend, aber gleichzeitig auch deutlich emotionaler, was mir sehr gut gefallen hat. Die Charaktere zeigen sich wie gesagt dieses Mal von einer anderen Seite, die mir ebenso gut gefällt. Aber auch die Handlung spitzt sich immer weiter zu und mittlerweile kann man sich wirklich an keiner Stelle mehr sicher sein, zu wissen, wie es weitergehen würde. Es kann ehrlich alles passieren und die Autorin hielt bereits so einige Überraschungen vor uns geheim.

Das Ende ist wie gewohnt wieder ein unglaublicher gemeiner Cliffhanger, sodass ich den nächsten Teil kaum abwarten kann.

Außerdem haben wir ein paar alte Bekannte wieder gesehen, was sich ja bereits in einem der vorherigen etwas angekündigt hat. Ich liebe es immer total, auf die Charaktere der anderen Reihen zu treffen und fand es super schön, sie hier wieder sehen zu dürfen.

FAZIT
Die Autorin übertrifft sich von Teil zu Teil immer mehr. Die Geschehnisse des letzten Teils stecken allen noch so tief in den Knochen, dass wir hier ganze andere Seiten der Protagonist*innen kernnenlernen, was ich sehr mochte. Die Handlung ist wie gewohnt spannend und packend, dieses Mal aber auch emotionaler, was ich echt schön fand. Gleichzeitig werden wir hier an einigen Stellen riesig überrascht und besonders das Ende hat mich wieder absolut schockieren können!

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Schöne Unterhaltung für Zwischendurch!

Small Town Dreams (Minot Love Story 2)
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MEINE MEINUNG
Ich habe das Buch im Katalog von netgalley entdeckt und fand den Klappentext ganz witzig, weswegen ich es gleich angefragt habe. Dass es der zweite Teil einer Reihe ist, habe ich erst im ...

MEINE MEINUNG
Ich habe das Buch im Katalog von netgalley entdeckt und fand den Klappentext ganz witzig, weswegen ich es gleich angefragt habe. Dass es der zweite Teil einer Reihe ist, habe ich erst im Nachhinein entdeckt. Ich kann aber schon mal vorweg nehmen, dass das beim Lesen gar kein Hindernis war, die Figuren tauchen zwar hin und wieder mal auf, aber auch ohne das Vorwissen bin ich sehr gut zurecht gekommen.

Rylee hat nur einen großen Traum: endlich am College ihrer Träume Schauspielerei zu studieren. Beim Vorspielen lernt sie Tristan kennen, der ihr sofort den Kopf verdreht. Bis der verträumte Tristan sich schlagartig verändert und als selbstbewusster junger Mann mit ihr flirtet, woraufhin die beiden schnell im Bett landen. Als Tristan am nächsten Tag nichts mehr davon zu wissen scheint, wird Rylee skeptisch und als sie schließlich von seinem Bad Boy-Zwilling Donovan erfährt, denkt sie, sie sei auf ein krankes Spiel der Zwillinge hereingefallen ...

Rylee ist mit ihrer Mutter aufgewachsen und war schon immer aufgedreht, freundlich und lebensfroh. Alles Eigenschaften, die sie auch im jungen Erwachsenenalter noch hat und gerne durch ihre Kleidung nach außen zeigt. Sie sieht immer zunächst das gute im Menschen und erfüllt sich endlich ihren großen Traum und studiert Schauspielerei. Ich fand Rylee ganz sympathisch, ich schätze, ich würde gut mir auskommen und in ihr eine gute Freundin können.

Tristan kommt aus der Kleinstadt, in die Rylee nun zieht und lebt mit seiner Familie zusammen, da er sich besonders mit seinen Geschwistern super versteht. Er ist eher ruhig, etwas schüchtern und bekommt von seinen Mitmenschen auch schon mal dumme Kommentare zu hören. Das scheint ihn allerdings nie großartig zu stören, da er meistens drüber stehen kann. Er ist romantisch, etwas unsicher und vorsichtig, aber auch liebevoll. Insgesamt war auch er mir super sympathisch, er war einfach süß, wenn auch etwas trottelig, aber trotzdem süß.

Dass die beiden so schnell eine so tiefe Verbundenheit zueinander spüren, fand ich zunächst etwas unrealistisch. Aber ganz ehrlich? Es kann tatsächlich passieren, dass nur ein Treffen dazu führt, wahnsinnig verliebt zu sein, glaubt mir. Die Entwicklung von den beiden fand ich auch ganz süß, auch wenn sie schließlich ungewollt von Donovan unterbrochen wird.

Sämtliche Charaktere, sowohl Protagonisten als auch Nebencharaktere, bedienen sich hier gängigen Klischees und spiegeln typischen Stereotypen wider. Sie sind relativ oberflächig und besonders die Nebencharaktere erfüllen einfach ihren Zweck in dieser Geschichte. Das hat mich in diesem Zusammenhang aber nicht sonderlich gestört.

Die Handlung ist genau das, was der Klappentext schon verspricht. Der verrät meiner Meinung nach auch schon zu viel vom Inhalt, ich hätte die Überraschung gerne beim Lesen erst gehabt. Man hätte es eher etwas andeuten sollen, aber so wusste ich von Anfang an einfach zu viel.

Insgesamt habe ich die Geschichte trotzdem gerne verfolgt und auch mit Rylee mitgefiebert. Ich fand es sehr unterhaltsam und habe es auch recht schnell lesen können, auch wenn man sagen muss, dass die Handlung noch eher oberflächig ist. Es werden ein paar Themen angeschnitten, die zu etwas mehr Tiefe hätten führen können, ohne dass das wirklich passiert ist.

FAZIT
Eine schöne Unterhaltung für Zwischendurch, die durchaus auch Potential zu mehr gehabt hätte. Die Charaktere sind zwar oberflächig, trotzdem aber sehr süß und auch liebenswert. Die Handlung ist ganz witzig, auch wenn der Klappentext da leider schon zu viel verraten hat. Für eine lockere und kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch war die Geschichte auf jeden Fall sehr gut!

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Etwas schwächer als Teil 1

Die Chroniken von Alice - Die Schwarze Königin
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Spoiler zum 1. Teil sind vorhanden!

MEINE MEINUNG
Der erste Teil der Neuerzählung von Alice hat mich absolut begeistern und fesseln können. Umso neugieriger war ich nun auf den zweiten Teil, dessen Veröffentlichung ...

Spoiler zum 1. Teil sind vorhanden!

MEINE MEINUNG
Der erste Teil der Neuerzählung von Alice hat mich absolut begeistern und fesseln können. Umso neugieriger war ich nun auf den zweiten Teil, dessen Veröffentlichung ich sehnlich erwartet habe. Das Cover passt perfekt in die Reihe und auch den besonderen Schnitt finde ich sehr gut gelungen.

Alice und Hatcher haben es geschafft: sie haben es aus den Fängen des Kaninchens geschafft und den Jabberwock besiegt. Nun begeben sie sich auf die Suche nach Hatchers Tochter Jenny und der nächste Albtraum beginnt. Sie reisen in das Land der Weißen Königin, das weitaus gefährlicher ist, als sie vermutet haben und schon beginnt das Spiel...

Der Anfang knüpft direkt an das Ende des ersten Teils an und wird mit einem fließenden Übergang fortgesetzt. Alice und Hatcher befinden sich in den Tunneln, die aus der Stadt heraus und in eine große, weite Wüste hinein führen, welche schließlich im Reich der Schwarzen Königin endet. Auf ihrer Reise begegnen Alice und Hatcher einigen neuen Figuren und einer ganz neuen Gefahr. Besonders die Magie anderer Figuren spielt hier immer mehr eine Rolle und die beiden Charaktere werden häufig vor die Frage gestellt, was Illusion und was die Wahrheit ist.

Es entwickelt sich eine ganz neue Geschichte, die nicht mehr so inspiriert von den beiden originalen Alice Teilen von Lewis Carroll zu sein scheint, wie der erste es noch war. Das hat bei mir Anfangs ein wenig Enttäuschung hervorgerufen, weil ich die Verbindung im ersten Teil so sehr mochte. So habe ich auch etwas länger mit dem Lesen gebraucht und besonders der Anfang hat sich für mich leider sehr gezogen.
Im Nachhinein habe ich in anderen Rezensionen gelesen, dass die Handlung eher an einem norwegischen Volksmärchen orientiert ist. Da ich das nicht kannte, kann ich dazu allerdings nicht viel sagen.

Ungefähr ab der Hälfte des Buches hatte mich die Spannung aber wieder vollkommen packen können und je näher wir dem großen Finale kamen, desto packender wurde es meiner Meinung nach auch. Es fügen sich immer mehr Puzzle-Teile zusammen und die Geschichte wurde langsam immer greifbarer. Vor allem mochte ich das Spiel mit den Illusionen, die Alice immer wieder hinters Licht führen wollten. Die letztendliche Geschichte der Schwarzen und Weißen Königinnen fand ich auch super interessant und aufregend dargestellt.

Einerseits ist es es wieder eine schaurige und düstere Geschichte, die dunkle Geheimnisse und schreckliche Ereignisse verbirgt. Aber gleichzeitig wirkte es auf mich weniger brutal und blutig als im ersten Teil noch. Dennoch war es natürlich wieder gruselig und schockierend zu lesen und trotzdem nichts für sehr schwache Nerven.

Insgesamt hat Alice sich im Vergleich zum ersten Teil deutlich weiter entwickelt. Schließlich erinnert sie sich wieder an ihre Vergangenheit und all die schrecklichen Dinge, die sie in den letzten Jahren geprägt haben. Sie ist immer noch oft unbedarft und naiv, schafft es aber immer mehr, auch weiter zu denken und Dinge zu hinterfragen.

Von Hatcher bekommen wir leider nicht all zu viel mit, denn er wird recht früh von Alice getrennt, die somit alleine da steht. Das fand ich super schade, da mir besonders die Kombination der beiden Figuren so gut gefallen hat. Denn der Kontrast zwischen der naiven und kindlichen jungen Frau und dem brutalen Axt-Mörder hatte mich im ersten Teil absolut faszinieren können.

FAZIT
Eine spannende Fortsetzung, die uns in ein magisches, aber düsteres und schauriges Wunderland führt. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten konnte mich die Handlung mit der Zeit immer mehr fesseln und begeistern, sodass ich schlussendlich kaum aufhören konnte, sie zu lesen. Nicht mehr so brutal, wie der erste Teil und weniger an dem Original von Lewis Carroll orientiert, aber dennoch eine wunderbar fesselnde Geschichte.

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Veröffentlicht am 11.11.2020

Eine Geschichte voller Geheimnisse und Leidenschaft

Things We Never Said – Geheime Berührungen
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Meine Meinung
Als großer Fan von Samantha Young kann ich mir kaum eine Neuerscheinungen entgehen lassen, so also nicht „Things We Never Said“. Das Cover gefällt mir unglaublich gut, weil die Farben so ...

Meine Meinung
Als großer Fan von Samantha Young kann ich mir kaum eine Neuerscheinungen entgehen lassen, so also nicht „Things We Never Said“. Das Cover gefällt mir unglaublich gut, weil die Farben so wunderbar harmonisieren. Leider erkennt man nicht wirklich, dass es sich um den dritten Teil einer Reihe handelt. Denn obwohl ich ein großer Fan der Autorin bin, habe ich es noch nicht geschafft, all ihre Bücher zu lesen, so leider auch die ersten zwei Teile der Hart’s Broadwalk-Reihe, welche noch von Ullstein verlegt wurden. Beim Lesen hat es mich nicht gestört, man kann diesen Teil auch sehr gut alleine lesen, doch die Info wäre ganz gut gewesen.

Dahlia lernt Michael per Zufall kennen, doch es knistert sofort zwischen den beiden. Da Dahlia allerdings ausgerechnet mit Michaels bestem Freund zusammen ist, lässt sie ihn zunächst gehen. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder und sie können der Leidenschaft zwischen ihnen kaum noch standhalten, bis eine Entscheidung schwere Folgen mit sich zieht und die beiden trennt. Bis sie nach 9 Jahren wieder aufeinander treffen und die dunklen Geheimnisse langsam an die Oberfläche geraten.

Mehr kann ich zum Inhalt an dieser Stelle kaum sagen, da es sonst unglaublich spoilern wird. Denn wenn in diesem Buch an etwas nicht gespart wurde, dann sind es Geheimnisse!

Aber fangen wir mal mit Dahlia an. Sie ist in einer Großfamilile aufgewachsen, aber obwohl ihr Vater sie über alles liebt, hatte sie es nicht immer leicht. Als sich zahlreiche Ereignisse überschlagen, verlässt sie ihre Heimatstadt fluchtartig und zieht in das Touristen-Örtchen Hartwell, wo sie einen Schmuckladen eröffnet. Sie liebt ihr neues Leben und ihre neuen Freundinnen dort, auch wenn ein Loch in ihrem Herzen einfach nicht gefüllt werden kann. Sie versteckt zahlreiche Geheimnisse und hat schon sehr viel durchmachen müssen, weswegen sie sich mittlerweile nur noch selten öffnen kann. Häufig macht sie es sich selbst ein wenig schwerer, als es eigentlich wäre, weil es ihr nicht leicht fällt, über ihren Schatten zu springen. Sie hat sehr hohe Mauern errichtet und möchte niemandem zur Last fallen, weswegen sie die Probleme in sich auffrisst. Dennoch habe ich sie sehr schnell in mein Herz geschlossen, weil sie einfach liebenswert ist. Sie macht Fehler, aber stets mit den besten Hintergedanken und entwickelt sich im Laufe des Buches wunderbar weiter.

Ihre große Liebe Michael ist da etwas verschlossener. Wir erfahren im Laufe des Buches leider nicht allzu viel über ihn. Er arbeitet bei der Polizei und hat dort mittlerweile schon sehr viel erreicht. Außerdem ist er sehr emotional und fühlt sehr stark – sowohl die Liebe, als auch den Hass. Insgesamt hat er sich mein Herz erst erobern müssen, aber letztendlich hat er es auf jeden Fall geschafft.

Die Leidenschaft zwischen den beiden ist regelrecht spürbar, was ich echt super fand. Nach dem ersten Wiedersehen stehen zwar ganz andere Gefühl als Liebe zwischen den beiden, doch auch diese waren so unglaublich leidenschaftlich. Besonders Michael hat mir mit seinen Aktionen Dahlia gegenüber immer wieder das Herz gebrochen.

Als Nebencharaktere treten zunächst Dahlias Freundinnen auf, die man schon aus den ersten beiden Teilen kennen könnte. Deswegen wurden sie häufig nur oberflächig vorgestellt, was ich etwas schade fand. Ich habe ja bereits gesagt, dass ich sie nicht gelesen habe und eigentlich auch in diesem Teil keine Probleme hatte, dennoch bin ich mit den Namen an einigen Stellen etwas durcheinander geraten. Da der Roman allerdings zu einem großen Teil in Dahlias Heimatsort spielt, stellte das für mich kein großes Problem dar. Außerdem lernen wir Dahlias Familie kennen, die mir mal mehr, mal weniger sympathisch war. Auch hier werden die Charaktere zum großen Teil eher oberflächig behandelt, was aber auch okay war.

Der Roman ist in der Ich-Form aus Dahlias Perspektive und in der Er-Form aus Michaels Perspektive geschrieben worden, wodurch von Beginn an eine höhere Verbindung zu Dahlia bestand. Denn obwohl wir beide Perspektiven kannten, hätte ich mir noch mehr zu Michaels Gefühlswelt gewünscht. Der Schreibstil war wie gewohnt sehr leicht und angenehm zu lesen, mit Samantha Youngs Worten bin ich regelrecht durch die Seiten geglitten.

Es beginnt mit Dahlias und Michaels Kennenlernen, woraufhin ein Zeitsprung von etwa 9 Jahren folgt und das erste Wiedertreffen der beiden thematisiert. Nach einem weiteren Zeitsprung von wenigen Monaten beginnt schließlich die richtige Handlung. Diese wird schließlich von zahlreichen Rückblicken unterstützt, die auf das große Ereignis vor 9 Jahren hinarbeiten, nachdem Dahlia verschwunden ist. Die Aufarbeitung hat mir hier sehr gut gefallen, da sie eine unglaublich hohe Spannung erzeugt. Lange wusste man überhaupt nicht, was vorgefallen ist und was dazu geführt hat, dass Dahlia ohne ein Wort abhauen muss. Durch die stückchenweise Aufdeckung bin ich auf jeden Fall am Ball geblieben und habe kaum noch aufgehört, zu lesen.

Die Handlung ist wie gesagt voller Geheimnisse, die teilweise regelrecht schockierend sind. Wir erfahren eine Menge über Dahlias Familie, besonders über ihre Mutter und es werden zahlreiche Themen angesprochen, die wahrlich keine leichte Kost sind. Es wird vieles angesprochen, was sehr wichtig ist, aber an einigen Stellen hätte ich mir noch ein wenig mehr Aufklärung gewünscht. Es wurde mir oft zu schnell abgetan, was ich sehr schade fand. Ich möchte nicht zu viel verraten, deswegen gehe ich da nicht genauer drauf ein.
Auf jeden Fall verstecke sich hinter gefühlt jedem Kapitel eine neue Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte und langsam fügt sich das gesamte Puzzle zusammen. Die Geschichte, die hier gesponnen wird, ist auf jeden Fall heftig und hat mich als Leserin auf jeden Fall begeistern können.

Dann kam allerdings das Ende und dafür muss ich auch einfach einen Punkt abziehen. Bis zu diesem Punkt habe ich das Buch trotz meiner kleinen Kritiken absolut geliebt, doch dann wurde es leider ein wenig kaputt gemacht.
Es gibt plötzlich eine Art neuen Handlungsstrang, der etwas ganz anderes thematisiert und keineswegs zur restlichen Handlung passte, was mir überhaupt nicht gefallen hat. Es kam für mich wie aus dem Nichts und hatte auch gar keinen Grund, noch zu passieren. Vielleicht sind das irgendwelche Zusammenhänge zu den ersten beiden Teilen, doch mich hat das absolut nicht abholen können. Ich war tatsächlich total verwirrt und bin kaum noch mitgekommen. Dadurch hat sich das Ende zudem unendlich gezogen, was gar nicht hätte sein müssen. Und das war so schade, weil der Rest mich so sehr begeistern konnte.

Fazit
Eine Geschichte voller Geheimnisse oder Leidenschaft, die mich absolut in ihren Bann ziehen konnte. Die Charaktere sind gefühlvoll und der Schreibstil angenehm und emotional. Die Handlung ist hart und ernst, gleichzeitig aber auch voller Emotionen. Wäre das etwas wirre Ende nicht gewesen, hätte ich hier ein neues Lieblingsbuch der Autorin.

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