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Veröffentlicht am 31.03.2026

Berührende Geschichte über Traumaverarbeitung und Neuanfang

Leuchtturmtänze
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Nora ist klassische Balletttänzerin und lebt mit ihrem Mann Christopher in Chicago. Die beiden erwarten ihr erstes Kind. Durch ein schlimmes Unglück verliert Nora jedoch das Baby einige Wochen vor dem ...

Nora ist klassische Balletttänzerin und lebt mit ihrem Mann Christopher in Chicago. Die beiden erwarten ihr erstes Kind. Durch ein schlimmes Unglück verliert Nora jedoch das Baby einige Wochen vor dem Geburtstermin. Nora fällt in ein tiefes Loch und versinkt in ihrer Trauer. Auch Christopher leidet doch die beiden verarbeiten ihre Trauer nicht gemeinsam, so dass sie sich schließlich auch noch selbst verlieren und die Ehe zerbricht. Durch eine TV-Serie wird Nora auf die Outer Banks aufmerksam und beschließt irgendwann, dorthin zu gehen. Dort lernt sie eine ältere Dame namens Rose kennen, bei der sie auch eine Unterkunft findet. Wird Nora dort Trost finden können?

Mit diesem Roman legt Manuela Inusa den dritten Band ihrer Coastlines-Reihe vor. Die Romane sind aber unabhängig voneinander lesbar.

Zu Beginn lernen wir das glückliche Ehepaar Nora und Christopher kennen und auch deren Freunde, wo ebenfalls ein Kind erwartet wird.
Ich habe mich mit dem jungen Ehepaar gefreut, doch durch den Klappentext wusste ich ja bereits, dass das Baby nicht überleben und nur tot geboren werden wird. Das machte mich von Beginn an schon etwas traurig, wenn ich Noras große Vorfreude erlebte.
Als das Unglück dann geschehen ist, erhält das junge Ehepaar noch eine weitere traurige Nachricht, die für beide hart ist.
Doch noch während des Krankenhausaufenthaltes konnte ich spüren, dass zwischen den jungen Eheleuten etwas gewaltig schief läuft.
So war die Trennung für mich dann auch keine Überraschung, wobei Christopher sich aus meiner Sicht nicht besonders nett sondern eher unsympathisch verhalten hat.
Bewundert habe ich dann Noras Mut, ohne Vorbereitungen einfach loszufahren und in wenigen Tagen die weite Reise auf die Outer Banks anzutreten. Sie hat Glück und findet bei der älteren Rose eine Unterkunft und bezieht dort ein Zimmer mit „Familienanschluss“. Denn Rose spürt offenbar genau, dass Nora etwas zu verarbeiten hat. So kommt es zwischen den beiden zu sehr schönen und einfühlsamen Gesprächen, in denen auch Rose ihre Geschichte offenbart.

Es war wirklich schön zu erleben, wie Nora langsam beginnt, ihr Schicksal zu akzeptieren und ihren schweren Verlust zu verarbeiten. Dabei helfen ihr nicht nur die Gespräche mit Rose sondern auch die Ruhe und die wunderschöne Natur auf den Outer Banks. Der Leuchtturm zieht sie besonders an und dort am Strand beginnt sie plötzlich auch wieder zu tanzen. Durch ihren Job, den sie sich für den Lebensunterhalt sucht, und andere Begegnungen lernt Nora auch andere Menschen kennen und beginnt vorsichtig Freundschaften zu schließen. Auch kann sie wieder einen engeren Kontakt zu ihrem Vater aufbauen, der ihr vorher gefehlt hatte.
Wie es zu erwarten war, lernt sie auch einen netten Fischer kennen, der alleine mit seiner Teenager-Tochter lebt. Dass sich hier etwas zwischen den beiden entwickeln könnte, war auch leicht vorhersehbar.
Gegen Ende tauchen jedoch noch Schwierigkeiten auf und es gibt ein dramatisches Ereignis. Letzteres hätte ich vielleicht nicht unbedingt noch gebraucht, die Probleme hätte man auch anders auflösen können.

Es hat mir sehr gut gefallen, wie einfühlsam und sensibel die Autorin mit diesem schwierigen Thema umgeht. Sie zeigt Noras Schicksal und den Verlust sehr eindrucksvoll und übertreibt dabei auch nicht. Ich konnte sehr mit Nora und ihrem Mann mitfühlen und verstehen, warum Nora in so ein tiefes Loch gefallen ist.
Um so mehr habe ich mich für sie gefreut, dass ihr mutiger Entschluss, auf die Outer Banks zu reisen, belohnt wird und sie dort beginnen kann, wieder nach vorn zu schauen.
Das Setting dort auf den kleinen Inseln ist gut gewählt und sehr anschaulich beschrieben. Man sieht die Natur, die Wildpferde und den Strand mit dem Leuchtturm vor dem inneren Auge und spürt den Wind in den Haaren.

„Leuchtturmtänze“ ist ein sehr gefühlvoller und emotionaler Roman über Verlust, Trauer, Heilung und den Mut ganz woanders völlig neu anzufangen. Der schöne Schauplatz und authentische Protagonisten machen den Roman zu einer unterhaltsamen Lese-Auszeit!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 24.03.2026

Vielschichtiger Sommerroman in der Welt und mit der Magie der Insel Nantucket

Der letzte Sommer auf Nantucket
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Der Polizeichef der Insel Nantucket, Ed Kapenash, steht kurz vor dem Ruhestand. Seine Nachfolgerin steht bereits fest und ist auch schon auf der Insel eingetroffen. Bei seinem Abschiedsessen in einem Restaurant ...

Der Polizeichef der Insel Nantucket, Ed Kapenash, steht kurz vor dem Ruhestand. Seine Nachfolgerin steht bereits fest und ist auch schon auf der Insel eingetroffen. Bei seinem Abschiedsessen in einem Restaurant erhält er einen Anruf, dass das Haus des wohlhabenden Ehepaars Richardson in Flammen steht und dass deren Assistentin Coco, die sich mit dem Ehepaar und einigen Gästen auf deren Jacht befunden hatte, vermisst wird. Coco ist mit Eds Tochter Kacy befreundet, so dass die Familie in helle Aufregung gerät. Polizeichef Kapenash kümmert sich um seinen definitiv letzten Fall …

Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal befinden wir uns in der Gegenwart und erleben die Ermittlungen bezüglich des Hausbrandes sowie des unerklärlichen Verschwindens von Coco. Diese Kapitel werden immer wieder mal zwischen der restlichen Handlung eingeschoben und erzählen eigentlich nur die Ereignisse von insgesamt 1 ½ Tagen.
Im anderen Handlungsstrang gehen wir zurück in die Vergangenheit. Wir erleben wie Coco das Ehepaar Richardson in Saint John auf den Jungferninseln kennenlernt. Die beiden wollen nach Nantucket, wo sie ein Haus gekauft haben und dort auch endlich einmal länger bleiben. Aus diesem Grund suchen sie eine Assistentin, praktisch ein Mädchen für alles, und sie engagieren Coco.
Diese reist nach Nantucket und lernt auf der Fähre Kacy, die Tochter des Polizeichefs kennen. Da Cocos Arbeitgeber noch nicht eingetroffen sind, hat sie keine Unterkunft. Kacy nimmt sie mit in ihr Elternhaus, wo sie einige Tage im Gästezimmer wohnen darf. Die beiden jungen Frauen freunden sich an.
Und dann erleben wir, wie Coco ihre Tätigkeit im Hause Richardson aufnimmt und wie der Sommer auf Nantucket sowohl für Coco als auch für das Ehepaar verläuft.

Hierbei erhalten wir einen Einblick in das Leben der vielen „Schönen und Reichen“, die auf der Insel dauerhaft leben oder zumindest immer den kompletten Sommer dort verbringen. Aber wir lernen auch „andere“ Menschen kennen, die nicht unbedingt nur zur Oberschicht gehören. So entsteht ein Bild der sozialen Welten auf der Insel. Besonders in der Schicht der sehr wohlhabenden Menschen konnte ich viele verschiedene Eigenschaften wie Missgunst, Neid, Eifersucht, Rivalität und auch übersteigertes Selbstbewusstsein wahrnehmen. Aber auch unter diesen Personen gab es warmherzige und freundliche Menschen.
Allerdings gab es auch immer wieder Reibereien und Kränkungen. Besonders bemerkenswert fand ich, welche Anstrengungen die Richardsons unternehmen, um in die High Society der Insel einzudringen bzw. aufgenommen zu werden. Sie wollen unbedingt dazu gehören.

So entsteht eine vielschichtige Handlung, die den Sommer auf der Insel beschreibt aber auch die schöne Natur und die Strände sowie die besondere Magie der Insel. Man spürt auf jeder Seite, dass die Autorin selbst auf der Insel lebt und diese genau kennt und liebt. Die Beschreibungen sind immer authentisch und bildhaft.

Es gibt viele sehr unterschiedliche Figuren wobei wir davon einige näher kennenlernen dürfen. Die Familie des scheidenden Polizeichefs steht natürlich auch im Mittelpunkt und wir begegnen auch vielen Charakteren, die man aus früheren Romanen bereits kennt.
Wir erleben viele glanzvolle Partys, exklusive Clubs und Restaurants aber auch die „normale“ Schicht der Menschen die auf Nantucket leben und arbeiten.
Besonders gespannt war ich natürlich auf die Auflösung, warum das Haus der Richardsons in Flammen aufgeht und was mit Coco geschehen ist.

Elin Hilderbrand ist eine großartige Erzählerin und hat mich auch mit dieser Geschichte wieder bestens unterhalten. Der Roman ist fesselnd und vermittelt auch ein schönes sommerliches Gefühl.
Leider ist laut Danksagung am Ende des Buches dies der letzte Sommerroman auf Nantucket der Autorin. Sie spricht dort auch von Ruhestand, so dass bisher nicht bekannt ist, ob sie weitere Romane, die evtl. woanders angesiedelt sind, schreiben wird. Ich würde es sehr bedauern, wenn es von Elin Hilderbrand nichts mehr zu lesen gäbe!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 19.03.2026

Unterhaltsamer Roman mit schönem Setting

Der schwimmende Blumenladen von Amsterdam
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Rosie hält es in der stickigen Großstadt London nicht mehr aus, auch ihren Job mag sie eigentlich nicht so sehr und sie möchte weg.
Viel lieber möchte sie ihrer wahren Leidenschaft, den Blumen, frönen, ...

Rosie hält es in der stickigen Großstadt London nicht mehr aus, auch ihren Job mag sie eigentlich nicht so sehr und sie möchte weg.
Viel lieber möchte sie ihrer wahren Leidenschaft, den Blumen, frönen, weshalb sie kürzlich einen Abendkurs in Floristik absolviert hat.
Nun überlegt sie, was sie mit dem Erlernten anfangen soll und entschließt sich, nach Amsterdam zu gehen. Dort gibt es einen schwimmenden Blumenmarkt und seitdem sie diesen sah, träumt sie davon, dort selbst einen Stand zu betreiben.
Doch der Start dort gelingt nicht ganz so, wie sie sich das erhofft hat.
Das gemietete Hausboot ist in schlechtem Zustand, der Nachbar Max ist sehr grummelig und griesgrämig und an einen Stand auf dem Markt kommt man auch nicht so einfach. Ob der Neuanfang dennoch gelingt?

Die Autorin Annabel French war mir bisher nicht bekannt und ihre Trilogie „Love and the City“ habe ich nur durch Zufall entdeckt.
An diesem Roman hat mich gereizt, dass Amsterdam mal ein ungewöhnlicherer Ort für die Handlung ist und nach dem schwimmenden Blumenmarkt habe ich gleich mal im Internet gesucht.
Es gibt ihn wirklich und es ist der weltweit einzige schwimmende Blumenmarkt. Die Stände und kleinen Gewächshäuser befinden sich auf Pontons und er liegt in der Singelgracht im Stadtzentrum von Amsterdam. Dort werden nicht nur Tulpen sondern eine Vielzahl von Topf- und Schnittblumen, Zimmerpflanzen, Blumenzwiebeln und Samen und auch kleine Souvenirs angeboten. In der Winterzeit findet man dort auch typisch holländische Weihnachtskugeln und –dekoriationen.
Das Setting wird von der Autorin wirklich schön und treffend beschrieben und ich hatte Freude daran, mir dazu die passenden Bilder im Internet anzuschauen. Aber auch das Setting rund um das Hausboot, das Rosie mietet, gefällt mir gut. Dort kann man bestimmt schön und friedlich leben.

Die Geschichte beginnt, wie man sich das gut vorstellen kann, dass so eine spontane Auswanderung nicht ganz so gut verläuft.
Das Hausboot ist in sehr schlechtem Zustand und Rosie muss erst mal viel Arbeit hineinstecken, bis es wirklich wohnlich und gemütlich wird. Ihr Nachbar auf dem danebenliegenden Hausboot ist nicht gerade erfreut, dass es in seiner direkten Nachbarschaft plötzlich lauter wird und er verhält sich nicht gerade freundlich.
Als Rosie sich nach einem Stand auf dem Blumenmarkt erkundigt, erfährt sie, dass es normalerweise nicht so einfach ist, dort einen Platz zu bekommen. Doch durch einen glücklichen Zufall ergattert sie den kleinsten Stand auf dem Markt und zieht sich damit den Unmut eines Konkurrenten zu, der den Stand selbst gerne zusätzlich zu seinem gehabt hätte.
Doch Rosie gibt nicht auf, trotzt allen Widrigkeiten und kämpft sich durch.

Das war schön zu erleben, wie Rosie ihren Neuanfang in Amsterdam gestaltet und sich so ihren Traum erfüllt. Trotz der Hindernisse verliert sie den Mut nicht und legt sich sogar mit dem viel größeren Konkurrenten an. Durch ihre Freundlichkeit erreicht sie da auch so einiges und sie findet neue Freunde auf dem Markt.
Der grummelige Nachbar Max stellt sich als hilfsbereit heraus, als Rosie bei einem plötzlichen Notfall auf dem Hausboot Hilfe braucht. Und dann war es auch ein bisschen vorhersehbar, dass zwischen den beiden irgendwann die Funken sprühen werden.

Annabel French erzählt die Geschichte in einem angenehmen leichten Schreibstil und hat auch nette Charaktere gezeichnet. Rosie mochte ich von Anfang an, denn sie hat eine positive Art und auch Mut gezeigt, mir ihrer spontanen Auswanderung.
Mit Max, der Künstler ist und einen niedlichen Hund hat, musste ich erst warm werden, auch wenn ich vermutet hatte, dass es einen tieferen Grund für sein Verhalten gibt, der sich im Verlauf der Handlung dann auch erklärt.

Insgesamt ist dieser Roman eine schöne Wohlfühlgeschichte mit einem bezaubernden Setting. Manche Dinge sind etwas vorhersehbar aber es gibt auch nette Überraschungen und es macht Lust auf Frühling und viele bunte Blüten. Ich wurde gut unterhalten und freue mich auf die weiteren Locations der Trilogie in Venedig und Kopenhagen!


Fazit: 4 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 17.03.2026

Spannender und fesselnder Reihenauftakt um Cold Cases

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Luisa Menkhoff ist Anfang 20 und studiert Medizin. Auf dem Weg zur Uni sieht sie ein Plakat auf dem eine vermisste Frau abgebildet ist. Luisa kennt die Frau namens Nicole Klement, denn sie war an Luisas ...

Luisa Menkhoff ist Anfang 20 und studiert Medizin. Auf dem Weg zur Uni sieht sie ein Plakat auf dem eine vermisste Frau abgebildet ist. Luisa kennt die Frau namens Nicole Klement, denn sie war an Luisas eigener Entführung als Fünfjährige beteiligt.
Luisa wendet sich an die Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade sein Aufgabengebiet wechseln und eine neue Cold-Case-Einheit aufbauen soll.
Luisa, die über ein eidetisches Gedächtnis verfügt, verblüfft den Kommissar mit ihren präzisen Erinnerungen. Alles deutet darauf hin, dass der damalige Entführer Dr. Joachim Lichner jetzt seine damalige Lebensgefährtin Nicole entführt und in seiner Gewalt hat.
Kommissar Brunner bittet Luisa als externe Beraterin um Mithilfe im aktuellen Fall, der sich bald ganz anders darstellt als zunächst angenommen und dann verschwindet ein kleines Mädchen …

Dies ist der Auftakt einer neuen Reihe des Autors, die in München spielt und sich um Cold Cases dreht.
Die beiden Hauptfiguren sind Kommissar Brunner und Luisa Menkhoff. Brunner lernen wir zu Anfang gut kennen und erleben, wie er von seinen Vorgesetzten mit dem Aufbau der neuen Einheit beauftragt wird, als der Vermisstenfall reinkommt. Da er bisher in solchen Fällen gute Erfolge erzielt hat, soll er diesen Fall noch übernehmen, bevor er die Abteilung wechselt. Und indirekt handelt es sich hier ja auch bereits um einen Cold Case, da der Bezug zu Luisa nie aufgeklärter Entführung besteht.
Luisa Menkhoff studiert Medizin und steht kurz vor ihrem praktischen Jahr als Ärztin. Sie ist die Tochter des inzwischen .verstorbenen Kommissars Bernd Menkhoff, den man aus früheren Thrillern des Autors kennt. Dieser durfte damals im Entführungsfall seiner eigenen Tochter natürlich offiziell nicht ermitteln, hat sich aber trotzdem beteiligt.
Der Ursprung dieses Thrillers liegt also in „Das Wesen“ in dem diverse Protagonisten bereits ihre Rollen haben und jetzt erneut auftauchen. Man muss „Das Wesen“ aber nicht zwingend gelesen haben, um dieser Handlung folgen zu können, denn die wichtigsten Fakten werden noch einmal aufgegriffen.

Wie man es vom Autor gewöhnt ist, legt er gleich von Anfang an ein hohes Tempo vor. Schnell war ich in der Story gefangen und habe gebannt die Ereignisse verfolgt.
Die Erzählweise wechselt immer zwischen Brunner und Luisa und dazu kommen noch Passagen aus der Sicht einer weiteren Person, von der man bald erahnt, wer sie ist.
Die Handlung entfaltet schnell eine Sogwirkung und ist sehr spannend. Fast atemlos bin ich durch die Seiten geflogen, immer in der Sorge, dass die Entführten nicht rechtzeitig und lebend gefunden und gerettet werden können. Besonders als ein Kind ins Spiel kommt, geht das Ganze auch noch ans Herz.

Die Figuren sind alle gut gezeichnet und gewählt. Der sympathische und akribische Kommissar Brunner, der ein belastendes Ereignis in der Vergangenheit hat. Dazu Luisa mit ihren besonderen Fähigkeiten und dem Trauma aus der Kindheit sowie dem Verlust des Vaters.
Und dann gibt es da noch einen weiteren Kommissar der anfangs der burschikos und robust daher kommt, sich aber schnell als zuverlässiger und guter Polizist herausstellt.
Diese Charaktere machen wirklich Lust auf mehr.

Auch die Ermittlungsarbeit und die Zusammenarbeit mit Luisa als „ziviler“ Beraterin und wird logisch, nachvollziehbar und glaubhaft dargestellt. Insgesamt ist der Spannungsbogen ständig vorhanden und auch hoch, da bei Entführungen ja von Natur aus immer ein großer Zeitdruck herrscht. Das Finale und der Abschluss sind stimmig und dann konnte ich endlich aufatmen.

„Ungelöst – Die erste Zeugin“ ist ein sehr fesselnder und packender Reihenauftakt, der mich vollständig überzeugt hat. Die Handlung entwickelt sich schnell zum Pageturner und macht Lust auf weitere Fälle der neuen Cold Case Einheit in München!


Fazit: 5 von 5 Sternen



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Veröffentlicht am 10.03.2026

Unterhaltsame Fortsetzung der Geschichte um das "Lüttje Glück" in Kiekersum

Das Glück liegt am Meer
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Weiter geht es in der kleinen Pension Lüttje Glück in Kiekersum. Während Pensionswirtin Bentje und ihr Freund Jasper beginnen, ihre gemeinsame Zukunft zu planen, mietet sich Julian in der Pension ein.
Er ...

Weiter geht es in der kleinen Pension Lüttje Glück in Kiekersum. Während Pensionswirtin Bentje und ihr Freund Jasper beginnen, ihre gemeinsame Zukunft zu planen, mietet sich Julian in der Pension ein.
Er ist Pomologe und besonders an den alten Apfelbäumen mit den besonderen, alten Sorten im Garten der Pension interessiert.
Jasper entsteht allerdings der Eindruck, dass Julian neben den Äpfeln auch Interesse an Bentje hat.
Als Jasper sich auf sein Boot zurückzieht, kommt es zu einer gefährlichen Situation.

Es war wirklich schön in den fiktiven Ort Kiekersum an der Nordsee zurückzukehren. Schnell hatte mich die gemütliche und heimelige Atmosphäre, die in der kleinen Pension üblicherweise herrscht, wieder eingefangen. Dazu trägt natürlich auch das Thema „Stricken“ bei, dass in der Geschichte immer wieder vorkommt, da Bentje selbst viel strickt und auch Strickwochen in der Pension veranstaltet. Da geht es naturgemäß auch öfter um Wolle, Stricknadeln und anderes Zubehör.
In anderen Rezension las ich, dass damit auch viel Werbung einhergeht, da Markennamen genannt werden, was als störend empfunden wurde.
Mich hat das nicht so gestört, da mir diese Markennamen nichts sagen. Ich habe früher viel gestrickt, kann es mittlerweile leider nicht mehr, daher kenne ich diese Marken, die jetzt wohl aktuell sind nicht.

Sehr gut gefallen hat mir, wie es der Autorin erneut gelungen ist, den besonderen Zauber der Landschaft einzufangen. Ich sehe die Nordsee, das Watt und die Deichlandschaft mit ihren Schafen förmlich vor mir und spüre den Wind in den Haaren. Auch den schönen Apfelgarten hinter den Pension habe ich schnell vor meinem inneren Auge und sehe den Pensionsgast Julian dort Yoga machen und Bentje unter dem Apfelbaum sitzend stricken. Das ist immer eine wirklich schöne Atmosphäre und erzeugt auch eine tolle Stimmung.

Die Handlung war diesmal etwas flacher. Die Eifersucht von Jasper war vielleicht etwas überzogen und kindisch. Er hätte eventuell eher mal mit Bentje Klartext sprechen sollen, dann wären Missverständnisse schneller aus dem Weg zu räumen gewesen.
Als Leser hat man den Wissensvorsprung, dass Julian eben nicht nur wegen seines Interesses an den alten Apfelsorten gekommen ist, sondern er hat auch einen Verlust zu verarbeiten. Da kommt dann ein nachdenkliches Thema ins Spiel, das etwas Tiefe in die Handlung bringt.
Ansonsten gab es durch die Handarbeiten und die Freude aus den Äpfeln etwas leckeres zu backen viele Wohlfühlmomente. Auch Bentjes Freundin Imke, die ihr in der Pension hilft, hat wieder ihre Rolle und bringt auch öfter Humor in die Geschichte.

„Das Glück liegt am Meer“ ist erneut ein schöner Wohlfühlroman und eine unterhaltsame Fortsetzung der Reihe in Kiekersum an der Nordsee.
Ich freue mich auf weitere Geschichten aus der schönen kleinen Pension Lüttje Glück!



Fazit: 4 von 5 Sternen



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