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Veröffentlicht am 30.12.2019

Mein persönlicher Liebling von Emma Scott

All In - Tausend Augenblicke
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Nach „The Light in Us“, Bring Down the Stars“ und „Light up the Sky“ stellt „All In – Tausend Augenblicke“ meinen absoluten Liebling von Emma Scott dar.

Inhalt

Kacey Dawson steht mit ihrer Rockband ...

Nach „The Light in Us“, Bring Down the Stars“ und „Light up the Sky“ stellt „All In – Tausend Augenblicke“ meinen absoluten Liebling von Emma Scott dar.

Inhalt

Kacey Dawson steht mit ihrer Rockband kurz vor dem Durchbruch. Wilde Partynächte und Alkoholexzesse prägen sie, bis sie eines morgens bei Jonah, ihrem Chauffeur, aufwacht. Sie verbringen einige Tage zusammen und entwickeln Gefühle füreinander. Durch Jonah erkennt Kacey, was sie eigentlich möchte. Sie lässt ihr altes Leben hinter sich, zieht nach Las Vegas in die Nähe von Jonah. Alles wäre gut, wenn es da nicht ein großen Haken gäbe, der die beiden fast zerreißen lässt.

Meine Meinung

Ich bin sprachlos. Mit „All In – Tausend Augenblicke“ hat Emma Scott ein unglaublich gefühlvolles und bewegendes Buch geschrieben. Ich habe gelacht, geweint, gelitten und gehofft, obwohl man das Ende schon sehr früh kennt.

Die Protagonisten haben mir beide sehr gut gefallen. Kacey konnte ich mir als junger Rockstar, der trotz des Ruhmes unglücklich ist, sehr gut vorstellen. Schnell erkennt man, dass sie sich hinter den wilden Partynächten und Alkoholexzessen bloß vor ihren Gefühlen versteckt, denn im Inneren fühlt sie sich verloren. Sie ist rastlos und fühlt sich nirgendwo so wirklich heimisch. Im Laufe der Geschichte macht sie dann aber eine tolle Entwicklung durch und erkennt, was wirklich zählt.

Jonah mochte ich von Anfang an. Er ist ein sehr liebenswerter Charakter. Sein kleiner Kreis, bestehend aus seinen Eltern, seinem Bruder Theo und zwei weiteren Freunden, bedeutet ihm alles, genau wie seine große Leidenschaft, das Erschaffen von Kunstwerken aus Glas. Eine Leidenschaft, die ich übrigens sehr bewundernswert und einzigartig finde. Des Weiteren ist er zielstrebig, liebevoll und hat einen ausgeprägten Beschützerinstinkt.

Kacey und Jonah zusammen sind sehr süß und ergänzen sich. Man gewinnt die beiden einfach lieb und merkt einfach, dass sie verbunden sind und zusammen gehören. Ihr Umgang miteinander könnte zärtlicher und liebevoller nicht sein, auch wenn sie beide dazu neigen sehr aufopferungsvoll zu sein.

Was ich auch sehr schön fand, ist die Botschaft, die das Buch vermittelt und damit auch sehr gut zum Titel passt. Jeder Augenblick zählt und jeder ist kostbar. In gewissen Situationen ganz besonders.

Die Geschichte spielt in Las Vegas und das ist nicht nur ein nebensächlicher Fakt, sondern spielt auch eine größere Rolle, denn des Öfteren werden auch bekannte Orte oder charakteristische Eigenschaften Las Vegas erwähnt, die eine tolle und passende Atmosphäre erzeugen. Das hat mir gut gefallen und ist der Autorin auch sehr gut gelungen. Ich konnte mir die Umgebung sehr gut vorstellen.

Der Schreibstil war fesselnd. Emma Scott weiß wie sie mit Worten umzugehen hat, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Ich konnte das Buch problemlos in einem Zug durchlesen.

"All In" hat mich einfach berührt, zum Nachdenken angeregt und war in einem gewissen Maß auch lehrreich. Jonahs Art und Weise mit seinem Schicksal umzugehen war faszinierend. Am Ende musste ich auch einige Tränen vergießen, war abgesehen davon jedoch auch glücklich. Glücklich darüber, dass ich dieses Buch gelesen habe und die Protagonisten durch ihre Hoch- und Tiefpunkte begleitet habe.

Das Buch hat es geschafft mich zu begeistern und mich ganz tief zu berühren. Ich kann es nur weiterempfehlen und bin überzeugt davon, dass dieses Buch jedem gefällt, dem auch andere Werke von Emma Scott bisher gut gefallen haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Wie weit würdest du gehen, um die Wahrheit zu erfahren?

Der Insasse
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"Der Insasse" war mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und ich wurde absolut nicht enttäuscht!

Inhalt

Der kleine Max Berkhoff ist verschwunden. Der mutmaßliche Täter Guido Tramnitz sitzt im Hochsicherheitstrakt ...

"Der Insasse" war mein erstes Buch von Sebastian Fitzek und ich wurde absolut nicht enttäuscht!

Inhalt

Der kleine Max Berkhoff ist verschwunden. Der mutmaßliche Täter Guido Tramnitz sitzt im Hochsicherheitstrakt einer Psychiatrie und schweigt. Max Vater leidet unter der Ungewissheit. Was ist seinem Sohn wirklich widerfahren? Mit Hilfe seines Schwagers wird er in die Psychiatrie eingeschleust und folgt dort nur einem einzigen Ziel: Guido Tramnitz finden und endlich Gewissheit haben.

Meine Meinung

Wow! Mit diesem Psychothriller konnte mich Sebastian Fitzek von sich überzeugen.

Bereits die Aufmachung des Buches und den kurzen Klappentext fand ich sehr ansprechend. Es wird nicht zu viel verraten und weckt die Neugier.

Von Beginn an wird Spannung aufgebaut und diese bleibt bis zum Ende bestehen. Mir fiel es extrem schwer das Buch wegzulegen, was nicht zuletzt auch an den kurzen Kapiteln lag, die mich immer und immer wieder dazu gebracht haben weiterzulesen. Der Schreibstil ist einfach und fesselnd.

Erzählt wird die Geschichte aus mehreren Perspektiven. Am Anfang war ich noch etwas verwirrt von den vielen Namen, aber das hat sich mit der Zeit glücklicherweise gelegt. Im Vordergrund der Erzählung steht allerdings immer Till Berkhoff, Vater des kleinen Max, welcher sich unter dem Namen Patrick Winter in die Klinik einschleusen lässt. Seine Erlebnisse und Begegnungen innerhalb dieser Klinik fand ich sehr interessant und es ist dem Autor gelungen, dass man sich die Umgebung und die Charaktere gut vorstellen kann.

Das Tempo ist sehr schnell und nimmt im Laufe des Buches immer mehr zu. Kapitel für Kapitel bekommt man ein neues Puzzleteil bis diese sich dann am Ende zu einem Bild fügen und alle Fragen beantwortet werden. Man fiebert mit, möchte selbst Gewissheit haben und entwickelt Theorien, welche sich teils bestätigen und teils wiederum nicht. Ich fand es sehr faszinierend, dass mir einige Hinweise auf die Wahrheit wirklich erst am Ende aufgefallen sind.

Für mich war das mein aller erster Psychothriller, den ich in den letzten Jahren gelesen habe und gerade am Anfang war ich von der Brutalität etwas schockiert, sodass ich das Buch dann doch erst einmal für einige Minuten weglegen musste, es dann aber insgesamt doch an einem Tag gelesen habe. Das sollte man wissen, wenn man sich vielleicht auch gerade erst begonnen hat sich mit diesem Genre auseinander zu setzen.



Zusammenfassend stellt "Der Insasse" einen gelungen Psychothriller mit sehr viel Spannung dar. Man fiebert und denkt stets mit, denn schließlich ist manchmal ist nicht alles so wie es auf den ersten Blick aussieht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.11.2019

Eine interessante Handlung mit einem klaren Aufbau

Bring Down the Stars
1

Klappentext

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich zunehmend in Connor verliebt, ...

Klappentext

College-Studentin Autumn ahnt nicht, dass die wunderschönen Gedichte, die ihr der attraktive Connor schickt, von dessen Freund Weston stammen. Und obwohl Autumn sich zunehmend in Connor verliebt, spürt sie in Westons Nähe eine unerklärliche Anziehung. Die beiden Freunde verstricken sich mehr und mehr in ihrer gut gemeinten Täuschung. Und als Connor nach einem Streit mit seiner Familie eine folgenschwere Entscheidung trifft, steht auf einmal mehr als nur ihre Freundschaft auf dem Spiel ...

Meine Meinung

"Bring Down the Stars" gefiel mir von den ersten Seiten an gut, was nicht zuletzt auch auf den angenehmen und poetischen Schreibstil der Autorin zurückzuführen ist, konnte mich allerdings erst später wirklich fesseln.

Die drei Protagonisten sind Autumn, Connor und Weston, auch Wes genannt. Erzählt wird die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Autumn und Weston.

Autumn mochte ich grundsätzlich. Dennoch war sie oft naiv, sodass es für mich persönlich manchmal schon fast etwas störend war. Sie ist eine hoffnungslose Romantikerin und lässt für die Liebe manchmal auch einfach alles stehen und liegen, obwohl sie sonst sehr zielstrebig ist.

Connor war mir am Anfang so gar nicht sympathisch, doch im Laufe der Zeit fing ich an ihn zu mögen und verstehen zu können, da man immer mehr über ihn erfahren hat und sich irgendwann alles zu einem Bild zusammenfügt.

Weston fand ich von Anfang an toll. Er ist ein sehr liebenswerter Charakter, der für die Menschen, die er liebt, alles tun würde. Er ist der Einzige der Protagonisten, in den ich mich wirklich hineinversetzen konnte. Mit ihm habe ich gelitten, aber auch gelacht, doch manchmal hätte ich auch ihn gerne einmal geschüttelt für das, was er denkt und was er dann wiederum sagt. Dasselbige gilt natürlich auch für die Anderen. Sie haben Ecken und Kanten, aber genau das macht sie auch so authentisch.

Abgesehen von Autumn, Connor und Wes gab es unter anderen zwei Nebencharaktere, welche mir sehr gut gefallen haben. Das wären einmal Autumns Chef Edmond und Professor "O.". Bei denen beiden fiel es mir nicht schwer sie gleich zu mögen, denn sie sorgen für viele tiefgründige und aufschlussreiche Gespräche.

Bei dem Lesen konnte ich einem roten Faden folgen. Alle Ereignisse bauen aufeinander auf und nichts macht einen irrelevanten Eindruck. Gleichzeitig wird die Geschichte dabei immer spannender, das ist der Autorin gut gelungen. Zu Beginn wird die Geschichte noch sehr langsam und ruhig erzählt, sodass ich noch nicht wirklich gefesselt war, aber das hat sich im weiteren Verlauf eindeutig geändert. Sollte der Anfang also nicht überzeugend genug sein, lohnt es sich meiner Meinung nach noch etwas weiterzulesen.

Für mich als Leserin fand ich es auch noch sehr interessant beobachten zu können wie sich mit der Entwicklung der Geschichte rund um das Lügengespinst der beiden jungen Männer auch meine persönliche Einstellung dazu verändert hat. Immer wieder hat sich ein bestimmter Aspekt geändert und damit auch meine Meinung darüber.

Im Laufe der Geschichte erwartet man eine überraschende Wendung und es geht rasanter zu. Die Wendung lenkt die Geschichte noch einmal auf ein ganz anderes Thema und Prioritäten, was sich zu Beginn noch nicht erahnen lässt. Wenn die Wendung jedoch einmal erst erfolgt ist, dann kann man sich leider sehr leicht das Ende ausmalen.

Emotional konnte mich das Buch nicht so sehr mitnehmen wie ich es bereits durch "The Light in Us" von Emma Scott gewohnt war. Ehrlicherweise hatte ich das aber auch gar nicht erwartet, als ich den Klappentext das erste Mal gelesen habe und dafür kamen mir dann doch ein paar Tränen.

Am Ende gibt es einen Cliffhanger, welcher große Neugier auf den zweiten Band "Light up the Sky" erweckt. Die Spannung bleibt also bestehen.

Zusammenfassend konnte mich "Bring Down the Stars" mit der interessanten Handlung und ins Besondere mit der überraschenden Wendung überzeugen. Der Schreibstil ist angenehm und den Geschehnissen kann man auf Grund des klaren Aufbaus sehr gut folgen.










  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 03.11.2019

Ein gelungener Roman

Was perfekt war
1

In dem Roman "Was perfekt war" von Colleen Hoover geht es um Quinn und Graham, die sich unter außergewöhnlichen Umständen kennen und lieben lernen. Einige Jahre später sind sie verheiratet, doch wie das ...

In dem Roman "Was perfekt war" von Colleen Hoover geht es um Quinn und Graham, die sich unter außergewöhnlichen Umständen kennen und lieben lernen. Einige Jahre später sind sie verheiratet, doch wie das Leben eben manchmal ist, stehen sie vor einer Ehekrise, die kaum zu bewältigen sein scheint.

"Was perfekt war" war nun mein erstes Buch der Autorin. Ich habe schon sehr viel gehört und habe somit auch mit relativ großen Erwartungen angefangen zu lesen. Enttäuscht worden bin ich keinesfalls.

Die Autorin hat eine sehr schöne bildliche und bewegende Sprache, welche mir sehr gut gefallen hat. Auch mit einer sensiblen Thematik geht sie angemessen, respektvoll und möglichst realitätsnah um.

Die Geschichte rund im Quinn und Graham wird aus der Perspektive von Quinn in der Vergangenheit und in der Gegenwart dargestellt, was ich sehr gelungen finde, da der Kontrast deutlicher wird. Das frischverliebte, hoffnungsvolle Paar damals und das verzweifelte, unglückliche Paar heute. Die Geschichte der beiden zeigt realitätsnah wie das Leben manchmal spielt und wie Träume und Hoffnungen plötzlich einfach platzen.

Die Protagonisten Quinn und Graham sind sympathisch. Die anderen Charaktere sind eher nebensächlich und auch leider eher ungreifbar und für mich als Leserin entfernt, was ich teilweise schade finde und andererseits aber auch verstehen kann, da Quinns und Grahams Beziehung im Mittelpunkt steht.

Die Handlung beinhaltet einige unerwartete Wendungen, welche die Spannung aufrechterhalten. An sich ist die Geschichte glaubwürdig. Lediglich das Ende hinterlässt Zweifel bezüglich der Glaubwürdigkeit und kommt meiner Meinung nach zu abrupt bzw. beinhaltet Lücken und zu viele unbeantwortete, essenzielle Fragen.

Schlussendlich ist "Was perfekt war" denoch ein gelungener, berührender Roman, welcher mir auch nach einigen Tagen noch im Gedächtnis bleibt.

Veröffentlicht am 03.11.2019

Starke, schwache Umsetzung

Das Mädchen Jannie
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In "Das Mädchen Jannie" von Petra Hammesfahr geht um Jannie, welche als Kind von ihrem Großvater an eine Bettlerbande verkauft worden ist und nun von Haus zu Haus läuft und versucht Geld zu sammeln. Eines ...

In "Das Mädchen Jannie" von Petra Hammesfahr geht um Jannie, welche als Kind von ihrem Großvater an eine Bettlerbande verkauft worden ist und nun von Haus zu Haus läuft und versucht Geld zu sammeln. Eines Tages jedoch läuft etwas schief. Jannie muss flüchten und gerät auf den Hof des Thrillerautors Dieter. Dieser lebt dort gemeinsam mit seiner pflegebedürftigen Mutter, welche Jannie vergeblich versucht vor ihm zu warnen.
Den Klappentext und das Cover des Buches finde ich ansprechend und passend, dennoch konnte mich das Buch nicht überzeugen.
Der Einstieg fiel mir noch sehr leicht, aber im Laufe der Geschichte verlor ich den roten Faden. Erzählt wird die Geschichte nämlich aus vier verschiedenen Perspektiven (Jannie, "Black Devil" bzw. Dieter, den Ermittler Klinkhammer und einer Buchrezensentin), welche auch in Verbindung zueinander stehen. Jannies und den Erzählstrang des Black Devils fand ich am interessantesten. Die Kapitel um Jannie haben mich letztlich auch dazu gebracht immer weiterzulesen. Die Polizeiermittlungen fand ich hier allerdings uninteressant und teilweise sogar störend. Auch kam ich gerade zu Beginn häufig durcheinander, da so viele Namen herein geworfen worden sind.
Trotzdessen hat die Autorin an sich einen flüssigen und einfachen Schreibstil.
Die Geschichte hat besonders in der Mitte einige Längen und ist somit mit 512 Seiten leider auch einfach etwas zu lang. Wirkliche Spannung ist nur teilweise vorhanden bzw. in den Kapiteln rund um Jannie, was sehr schade ist, da ich die Idee eigentlich sehr interessant und spannend finde. An der Umsetzung mangelt es mir persönlich aber einfach und auf Grund dessen kann ich lediglich 3/5 Sterne vergeben.