Cover-Bild Durch die kälteste Nacht
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12,90
inkl. MwSt
  • Verlag: LYX
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 368
  • Ersterscheinung: 17.03.2021
  • ISBN: 9783736314627
Brittainy C. Cherry

Durch die kälteste Nacht

Ich habe so lang in der Dunkelheit gelebt, dass ich dein Licht fast vergessen hätte

Als ich Kennedy Lost das erste Mal nach all den Jahren wieder begegnete, hätte ich sie fortschicken sollen. Ich hätte ihr sagen müssen, dass sie nie wieder zurückkommen soll und dass ich sie nicht wiedersehen will, weil ich sie nicht brauche. Aber dann erkannte ich, dass sie kurz vor dem Ertrinken war. Ich sah, dass sie von Erinnerungen und Schuldgefühlen auf den Grund gezogen wurde. Die Traurigkeit in mir erkannte dieselbe Traurigkeit in ihr, und ich wusste plötzlich, dass nichts auf der Welt mehr zählte, als Kennedy das Gefühl zu geben, dass selbst dieser Teil von ihr es wert ist, geliebt zu werden - auch wenn mein eigenes Herz daran zerbrechen würde ...

"Brittainy C. Cherrys Worte haben mich tief berührt, und ihre Figuren werden für immer fest in meinem Herzen verankert bleiben." TAMY.READS

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2021

Vertraut und doch einzigartig wie immer

5

Brittainy C. Cherry schreibt ihre Bücher zwar in Reihen, aber das war nur selten eine Garantie dafür, dass diese auch inhaltlich einen Zusammenhang haben. Für mich persönlich ist das aber immer ein unschlagbares ...

Brittainy C. Cherry schreibt ihre Bücher zwar in Reihen, aber das war nur selten eine Garantie dafür, dass diese auch inhaltlich einen Zusammenhang haben. Für mich persönlich ist das aber immer ein unschlagbares Argument, weil ich Figuren gerne über einen längeren Zeitraum begleite. Nun scheint mit der Compass-Reihe aber genau das geliefert zu werden, weswegen ich mich auf „Durch die kälteste Nacht“ besonders gefreut haben. Aber wem mache ich eigentlich etwas vor? Ich hätte das Buch natürlich so oder so gelesen!

Die Bücher von BCC sind der Autorin immer schnell eindeutig zuzuordnen, was einerseits für Qualität steht, weil sie eine ganz eigene Art des Schreibens hat, aber es bietet leider auch die Gefahr zu ähnlich zu sein. Bei „Durch die kälteste Nacht“ kann man leider nicht verheimlichen, dass sich einige parallele Elemente zu Romance Elements, aber auch den Einzelbänden ergeben. Dennoch ist es mir wichtig zu betonen, dass letztlich doch jede Geschichte ihren eigenen Charme entwickelt. Seien sich die Figuren oder auch Handlungsmomente manchmal ähnlich, so sind die Entwicklungen zwischendurch gänzlich anders. Dennoch erwische ich mich inzwischen schon mal bei dem Gedanken, dass ich BCC gerne mal ganz anders erleben würde, denn sie hat so schöne Sachen zu sagen, das sollte doch auch in einem anderen Rahmen möglich sind. Ich denke da beispielsweise an Colleen Hoover, die ebenfalls grandios mit der Sprache umzugehen weiß und sich ständig neu erfindet.

Nun aber konkret zu „Durch die kälteste Nacht“. Ich mochte Kennedy und Jax auf Anhieb und das aus unterschiedlichen Gründen. Sie will man am liebsten ständig nur in den Arm nehmen, weil man miterlebt, wie sie von ihrem Ehemann behandelt wird und was für Dämonen sie heimsuchen, während bei ihm der weiche Kern, der nach außen hin harte Schale zeigt, durch seinen Kollegen Connor immer wieder deutlich wird. Die beiden alleine, aber auch zusammen bekommt schnell eine ganz neue Dimension, denn wir dürfen miterleben, wie sie sich als Kinder kennengelernt haben. Die Szenen sind zuckersüß, aber vor allem grandios einzigartig, weil gerade bei der kindlichen Kennedy deutlich wird, was für seltene Figuren sie schaffen kann. Diese sind unangepasst, mutig und so mitten im Leben, wie man sich das immer wünschen würde, weswegen ich sie immer gerne erlebe. Zwar ist somit der Kontrast zur heutigen Kennedy extrem, aber man spürt, dass ein Teil von ihrem kindlichen Selbst noch da ist und den will man endgültig wieder zum Vorschein bringen. Mit dieser gemeinsamen Vergangenheit im Hinterkopf ist es dann auch leichtes Spiel in der Gegenwart, wo die Funken nur so sprühen.

Dennoch wird „Durch die kälteste Nacht“ nicht als mein Liebling in Erinnerung bleiben. Zuletzt habe ich von BBC die Chances-Reihe gelesen und habe „Wie die Stille vor dem Fall. Erstes Buch“ heiß und innig geliebt. Das muss ich dann auch nicht rational begründen, denn es ist oft ein Bauchgefühl, welche Figuren, welche Paarung mich einfach noch intensiver auf ihre Reise mitnimmt. Und bei so vielen schon veröffentlichen Büchern ist wohl auch völlig klar, dass ich nicht alle Werke gleich lieben kann, aber ein Leseerlebnis sind sie wirklich immer wert! Bei „Durch die kälteste Nacht“ habe ich aber dennoch ein paar Argumente, um diesen eher durchschnittlichen Eindruck zu unterfüttern. Das ist zum einen das Erzähltempo. Am Anfang zieht sich vieles, während am Ende alles Schlag auf Schlag geht. Ich finde es normalerweise packender, wenn es immer mal wieder Höhepunkte gibt, um den Leser so gleichmäßig bei der Stange zu halten. Und ein zweites Argument ist sicherlich, dass einiges sehr intensiv, anderes eher lasch auserzählt wurde. Da haben wir grandiose Nebencharaktere wie Joy oder Connor, die mit wenigen Sätzen ein Eigenleben entwickeln, aber dann haben wir auch eher Antagonisten wie Derek, Cole oder auch Penn, die sehr stereotyp und manchmal auch nicht nachvollziehbar gestaltet sind. Auch inhaltlich hat das dann Auswirkungen, weil manche Entwicklungen mich tief innen drin berühren, während andere wie lästige Schikane wirken.

Fazit: „Durch die kälteste Nacht“ hat zwar recht penetrant zwischendurch mich denken lassen „Kenne ich!“ und dennoch entwickelt die Geschichte letztlich noch ihren ganz eigenen Charakter. Dennoch nicht mein Liebling von BCC, weil der Funke nicht so überspringen wollte, wie bei vorangegangenen Paarungen. Dennoch wie immer eine bedingungslose Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Tiefgründig und absolut fesselnd

5

Klappentext:
Ich habe so lang in der Dunkelheit gelebt, dass ich dein Licht fast vergessen hätte
Als ich Kennedy Lost das erste Mal nach all den Jahren wieder begegnete, hätte ich sie fortschicken sollen. ...

Klappentext:
Ich habe so lang in der Dunkelheit gelebt, dass ich dein Licht fast vergessen hätte
Als ich Kennedy Lost das erste Mal nach all den Jahren wieder begegnete, hätte ich sie fortschicken sollen. Ich hätte ihr sagen müssen, dass sie nie wieder zurückkommen soll und dass ich sie nicht wiedersehen will, weil ich sie nicht brauche. Aber dann erkannte ich, dass sie kurz vor dem Ertrinken war. Ich sah, dass sie von Erinnerungen und Schuldgefühlen auf den Grund gezogen wurde. Die Traurigkeit in mir erkannte dieselbe Traurigkeit in ihr, und ich wusste plötzlich, dass nichts auf der Welt mehr zählte, als Kennedy das Gefühl zu geben, dass selbst dieser Teil von ihr es wert ist, geliebt zu werden - auch wenn mein eigenes Herz daran zerbrechen würde ...

Das Cover ist relativ schlicht und in den Farben blau, grau, weiß und lila gehalten. Es zeit eine Art Welle oder Nebelschicht. Dieses Motiv passt gut zu dem Buch, da es das Gefühl von etwas tiefgreifenden und mysteriösen vermittelt.
Der einzige Abzugspunkt ist meiner Meinung nach das Glitzer. Ich finde, dass das Cover ohne es besser und einheitlicher aussehen würde. Jedoch ist das Ansichtssache und ändert auch nichts an meiner Ansicht.

Zum Schreibstil: Der Schreibstil von Brittainy C. Cherry ist einfach genial. Absolut fesselnd und emotional. Es fiel mir spielend leicht mich in die Geschichte und die Charaktere hineinzuversetzen. Die detailreiche Beschreibung der Emotionen und Charaktere ermöglichen zudem eine genau Vorstellung.

Die Handlung ist jetzt kein Auf und Ab wie bei mach anderen Büchern, jedoch gibt es Fragen die im Laufe der Geschichte auftauchen, auf deren Antwort man nicht vorbereitet ist. Auch gibt es viele emotionale Momente und natürlich auch lustige Wortwechsel. Es gibt nicht viel Drama aber das braucht dieses Buch auch nicht. Mich hat es durch seinen Realitätsbezug und die Darstellung der Ereignisse und Liebe überzeugt. Auch wenn es einige Stellen innerhalb der Handlung gibt, die für mich nicht ganz passend sind.

Überzeugend sind jedoch die Charaktere . Jeder hat seine ganz eigene Geschichte und ergänzt sich doch perfekt in der, der Protagonisten. Vor allem Joy hat es mir angetan. Die ältere Dame wirkt vielleicht etwas verschroben, ist jedoch total liebenswert und hat ein gutes Herz. Auch die beiden Protagonisten Kennedy und Jax wurden gut und tiefgehend dargestellt. Die Beziehung der beiden ist etwas einzigartiges und besonderes. Auch wenn es am Anfang seine Zeit brauchte.

Ein großes Plus vergebe ich noch an die Sprüche innerhalb des Buches. Es lassen sich so viele Sprüche und Weisheiten finden, das ich mit dem markieren fast nicht hinterher gekommen bin.

Mein Fazit ist deshalb:
Innerhalb des Buches gibt es viele emotionale aber auch lustige Momente. Die Emotionen wurden auf jeden fall gut rübergebracht. Ich würde dieses Buch jedem empfehlen, der eine emotionale Liebesgeschichte sucht. Denn das Buch zeigt, dass Freundschaft kein Alter kennt und das die, die wir lieben immer da sein werden auch wenn wir sie gerade nicht sehen können.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Die Macht der Liebe

4

„Durch die kälteste Nacht“ ist der erste Band der neuen Compass-Reihe von Brittainy C. Cherry.
Ich mag das Cover sehr. Es ist zwar dunkel und düster gehalten, aber dann ist da dieser Schimmer aus Licht, ...

„Durch die kälteste Nacht“ ist der erste Band der neuen Compass-Reihe von Brittainy C. Cherry.
Ich mag das Cover sehr. Es ist zwar dunkel und düster gehalten, aber dann ist da dieser Schimmer aus Licht, der einem wiederrum mit Hoffnung erfüllt. Es passt somit perfekt zu der Geschichte von Jax und Kennedy um die es in diesem Buch geht.

Der Schreibstil von Brittainy C. Cherry ist auch in diesem Buch wieder sehr gefühlvoll und poetisch. Sie lädt mit ihren detailreichen Beschreibungen zum Träumen ein und entführt einen diesmal in die kleine Wundervolle Stadt Havenbarrow. Das Buch ist in ungleichmäßigen Abständen aus der Ich- Perspektive von Kennedy und Jax geschrieben und spielt sowohl in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit. Somit ermöglicht diese Schreibweise einen genauen Einblick in ihre Gedanken und Gefühlswelt.

Es geht in dem Buch um Kennedy und Jax, die beides etwas sehr Wichtiges in Ihrem Leben auf tragische Art und Weise verloren haben. Als Kennedy in die kleine Stadt Havenbarrow zieht, steht sie vor dem absoluten nichts und rechnet schon mit nichts Gutem mehr in ihrem Leben, doch dann trifft sie auf Jax, den abweisenden aber attraktiven Nachbarn dessen Augen ihr so unglaublich bekannt vorkommen. Und auch Jax hat das Gefühl Kennedy zu kennen und kann an nichts Anderes mehr denken, bis beiden klar wird, dass sie sich vor langer Zeit kannten und einst einer der wichtigsten Menschen im Leben des anderen waren. Doch beide haben das Licht in ihrem Leben auf tragische Weise verloren und gehen nun durch die Hilfe des anderen auf die Suche zurück zu ihrem Glück.

Kennedy habe ich als eine sehr gebrochene, naive und verletzte Frau empfunden, von der im Laufe der Geschichte klar wird, dass sie einmal eine ganze andere Persönlichkeit gehabt hatte. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen und mit ihr fühlen, bis es an den Punkt kam, der sie gebrochen hat. Mit dieser Wendung kam ich nicht ganz so gut klar, da es für mich im wahren Leben ein Punkt ist, den ich als unverzeihlich ansehe. Um nicht zu sehr zu Spoilern werde ich dies nicht genau ausführen. Ich kam dennoch über diesen Punkt hinweg und war froh zu sehen, dass sie jemanden an ihrer Seite bekommen hat, der sie wieder aus ihren tiefen geholt und zurück ins Licht gebracht hat, auch wenn sie mir mit ihrer Art doch ein wenig zu kitschig wurde. Vergleichbar war sie mit dem leicht überdrehten Kind was aus ihrer Vergangenheit gezeigt wird.

Jax konnte ich anfangs nicht so genau greifen. Er war eher wortkarg und zurückhaltend. Je mehr ich aber von ihm erfuhr und ihn kennenlernte, desto mehr schloss ich ihn auch in mein Herz. Durch die Rückblenden die es immer wieder gab, konnte ich auch jedoch immer noch auch den jüngeren Jax sehen, der um einiges glücklicher war als seine Erwachsene Version.

!!!Achtung Spoiler!!!

Der Verlauf der Geschichte ist nicht voller Spannung dafür aber mit jeder Menge Gefühl bestückt. Hier und da gibt es Wendungen mit denen man so nicht gerechnet hat, dennoch möchte man immer weiter lesen um die zwischenmenschlichen Beziehungen zu verfolgen. Während Kennedy mit dem Verlust ihres Kindes und ihrer Eltern kämpft, kämpft Jax mit seinem kranken Vater, der ihm als dieser nie wirklich zur Seite stand und eine große Last für ihn ist. Auch muss er sich mit den Vorurteilen der Stadtbewohner herumschlagen. Immer wieder schön zu sehen war in diesen Momenten, dass es eine Handvoll Leute gab, die auf seiner Seite waren und immer zu ihm standen. Vor allem angetan hat es mir da sein Arbeitskollege Connor, der immer für frischen, humorvollen Wind in der Geschichte sorgte und der Protagonist im zweiten Band der Compass-Reihe von Brittainy C.Cherry wird. Darauf freue ich mich jetzt schon sehr. Auch Jax Therapeut und Freund Eddie sowie seine Frau mochte ich sehr, auch wenn diesen beiden viel zu wenig Platz in der Geschichte gefunden haben. Am meisten Freude bereitet hat mir aber jeder einzelne Auftritt der Nachbarin und Freundin Joy. Eine alte aber sehr liebenswürdige Dame, die einem jede Menge für das Leben mitgibt und mit ihrer Herzlichkeit nur gemocht werden kann. Ich möchte behaupten, dass sie in Jax leben die wohl wichtigste Bezugsperson nach dem Verlust seiner Mutter und bis Kennedy wieder in sein Leben trat, wohl auch die einzige Lichtquelle in seiner Dunkelheit war.
Im ganzen Buch gibt es immer wieder Anspielungen auf Disney Filme oder Serien, die ich sehr liebenswürdig und süß fand. Leider wurden diese aber irgendwann doch zu viel, dass es ein wenig wirkte wie eine Liebeserklärung an Disney. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen. Die Kleinstadt Havenbarror erinnerte immer wieder an Gilmore Girls die auch ihren Platz in dieser Geschichte fanden, was humorvoll untergebracht war. Das Gleichgewicht der Stadtbewohner war recht ausgeglichen, so dass auch dort zwischenmenschliche Beziehungen zueinander gut zur Geltung kamen. Lediglich wieso Jax auch als Erwachsener Mann immer noch sehr viel für seinen ignoranten Vater tut, war für mich absolut nicht nachvollziehbar, auch nach der Aufklärung des schicksalhaften Unfalls nicht.
Die Beziehung zwischen Jax und Kennedy ging mir leider nicht so nahe, wie ich es mir erhofft habe. Es war anfangs eher eine jugendliche Schwärmerei die sich dann ohne dass ich es wirklich nachempfinden und greifen konnte, in eine Beziehung verwandelte. Dennoch gab es Momente zwischen den beiden die mich berühren konnten.

Mein Fazit:
„Durch die kälteste Nacht“ zeigt auf, wie wichtig die Liebe ist und wie viel Licht sie in ein trauriges Leben bringen kann. Sie macht neidisch auf ein Kleinstadtleben mit engen Beziehungen innerhalb einer so kleinen Stadt und hat einen perfekten Ausgleich zwischen gefühlvollen Momenten und jeder Menge Humor. Die teils schwierige Thematik in dem Buch ist nicht ganz ausgereift und zu schnell abgehandelt. Dennoch ist es lesenswert für jeden der auf starke Gefühlsachterbahnen steht.

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Veröffentlicht am 29.03.2021

Das kann Cherry besser

4

Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig zu lesen. Meine Konzentrationsschwierigkeiten sind bei ihren Büchern immer wie weggeblasen und ich kann mich komplett in die Geschichte fallen lassen, ...

Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm und flüssig zu lesen. Meine Konzentrationsschwierigkeiten sind bei ihren Büchern immer wie weggeblasen und ich kann mich komplett in die Geschichte fallen lassen, was immer wieder ein Vergnügen ist.

Der Anfang gefiel mir ganz gut. Man steigt sofort in die Geschichte ein und ich hatte direkt Mitgefühl mit Kennedy. An sich sind die Figuren interessant, aber in der ersten Hälfte des Buchs erfährt man nicht besonders viel. Generell passiert ziemlich wenig in dieser Hälfte und ich habe mich ein wenig gelangweilt.

Auch in der zweiten Hälfte setzt sich der eher langweilige Mittelteil fort. Zum Ende hin wird es dann wieder etwas spannender und auch die Tränen sind gerollt. Dennoch - wenn mir nur Anfang und Ende eines Buchs gefallen, ist das nicht gerade ein Highlight. Im Mittelteil habe ich z.T. sogar nur quergelesen, weil es mich einfach nicht interessiert hat. Ich konnte bis zum Endteil einfach keine Bindung zu den Figuren aufbauen und Chemie fehlte mir auch. Das kann Cherry definitiv besser. Außerdem fielen mir extrem viele Parallelen zu anderen Büchern auf, was ich ein bisschen schade finde.

Band 2 werde ich trotzdem lesen, denn darin geht es um Connor. Connor ist Jax' Angestellter/Geschäftspartner und einfach super amüsant und witzig. Er hat mir immer ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert und ich freue mich auf seine Story.

Auch andere Nebenfiguren wie die Nachbarin Joy oder ihre Schwester Yoana waren sympathisch. Dennoch fehlte mir hier und da die Charaktertiefe. Ich weiß, dass bei ihren Büchern der Fokus auf den Figuren liegt, dementsprechend kann ich wenig Handlung verkraften, aber hier ist weder viel passiert, noch haben sich die Figuren großartig ins Gedächtnis gebrannt. Auch der sonst so tolle Humor blieb größtenteils auf der Strecke.

An sich ist die Geschichte total emotional. Die Story rund um Daisy und um Elizabeth hat mich zu Tränen gerührt und ich konnte am Ende auch mitfühlen, aber das ist mir insgesamt zu wenig, wenn ich mich die meisten Seiten gelangweilt durch das Buch blättere. Zu Jax konnte ich fast bis zum Schluss keinen Draht finden, weil er einfach so distanziert gezeichnet war. Normalerweise empfinde ich recht schnell eine Sympathie zu ihren Protagonisten, aber hier war das eher Fehlanzeige. Auch mit Kennedy konnte ich nicht vollends mitfühlen. Vieles ist schlicht zu repetitiv. Das ganze Gezicke und die nervigen Nachbarn in der Kleinstadt, die sie immer wieder aufsuchen, um ihre Geheimnisse auszuquetschen - dem wird man schnell überdrüssig. Vor allem hätte ich mir gewünscht, dass man brisante Themen wie Übergriffigkeit nicht nur anspricht, sondern auch ordentlich ausarbeitet und zeigt, dass solch ein Verhalten nicht in Ordnung ist. Stattdessen wird es belächelt und keiner der schrecklichen Figuren bekommt wirklich Kontra.

An vielen Stellen wirkte es nicht passend. Als würde man mir eine Geschichte erzählen wollen, ohne die richtigen Mittel dafür zu haben. Wie gesagt; Anfang und Ende waren gut, der Mittelteil sehr lange nicht. Hier und da hat es seine Momente, die emotional absolut wundervoll und sehr berührend sind, aber auch enorme Schwächen, die meinen Lesespaß definitiv gemindert haben. Im Großen und Ganzen blicke ich mit gemischten Gefühlen auf das Buch zurück.

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Veröffentlicht am 30.03.2021

Ein schönes Buch, aber nicht so stark wie andere von ihr

3

Da war es wieder – ein neues Buch von Brittainy C. Cherry! Wenn ihr mir schon länger folgt wisst ihr, dass ich die Autorin mehr als jede andere in diesem Bereich feiere und jedes ihrer Bücher kaufe, ohne ...

Da war es wieder – ein neues Buch von Brittainy C. Cherry! Wenn ihr mir schon länger folgt wisst ihr, dass ich die Autorin mehr als jede andere in diesem Bereich feiere und jedes ihrer Bücher kaufe, ohne überhaupt noch den Klappentext zu lesen. So auch hier.


Kennedy hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen, vor allem weil sie sehr viel Unsicherheit zeigt und so ein sehr spannender Charakter wurde, auf dessen Entwicklung ich dementsprechend gespannt war. Sie hat sich unfassbar stark entwickelt und mich am Ende wirklich glücklich zurückgelassen, doch bis dahin ist es ein langer Weg und genau diesen Weg gehen wir mit ihr.

Auch Jax ist kein Charakter ohne Probleme und hat mich dennoch durch seine Selbstlosigkeit und liebevolle Art überwältigt. Wo er zuerst durch eine kalte, abweisende Art auf sich aufmerksam macht kommt schnell heraus, dass er diese nur an den Tag legt, weil er glaubt, keine Zuneigung zu verdienen. Was genau es damit auf sich hat, erfahren wir im Laufe der Geschichte.

Ich persönlich habe die Geschichten der beiden sehr gern verfolgt und war wahnsinnig neugierig darauf, was genau die beiden derart zerbrechen konnte. Dadurch, dass die beiden sich bereits als Kinder kannten gibt es immer wieder schöne Rückblicke, die mich haben lächeln lassen und die immer wieder auf die Gegenwart übertragen werden konnten. Das, was mir aber leider trotzdem gefehlt hat, waren Rückblicke, die mehr über Kennedys Verlust verraten hätten. Ich habe das Gefühl, sowohl bei ihr als auch bei Jax Lücken zu haben. Obwohl ich mich beiden nahe fühle und sie als Team liebe, kann ich sie nach dem Lesen nicht so greifen, wie ich es gern tun würde. Meiner Meinung nach kann das nur an den Rückblenden liegen, die uns tiefer in die Geschichte der beiden hätten einführen können, uns ihren Schmerz noch deutlicher hätten fühlen lassen und dadurch auch mehr Tränen zutage gefördert hätten.

Versteht mich nicht falsch, das Buch ist großartig. Dadurch, dass ich aber weitaus stärkere Bücher der Autorin gewohnt bin, bin ich nun etwas enttäuscht, nicht meine üblichen Cherry-Tränen bekommen zu haben. Das einzige Mal, dass ich geweint habe, war gleich zu Beginn der Geschichte. Und es frustriert mich ein wenig, nicht mehr über genau diesen Punkt erfahren zu haben.

Das beträfe vor allem Penn und Kennedys Verlust, der hier zwar immer wieder angesprochen wird, aber nicht dieselbe Relevanz erfährt, wie der von Jax. Und selbst zu diesem hätte ich mir noch mehr Gefühle und Infos und weniger andere Nebenszenen gewünscht. Irgendetwas hat mir da einfach gefehlt.

Dafür strahlen aber vor allem Nebencharaktere, wie Joy, Connor, Yoana und Nathan. Diese habe ich alle sehr ins Herz geschlossen und auch die nervigen Kleinstadt-Zwillinge, Amanda, Lars und Co waren spannend zu verfolgen. Insofern waren die Nebencharaktere eine Bereicherung für die Geschichte, allerdings fehlt mir auch da mehr an Infos und Rückblenden. Penn beispielsweise hätte meiner Meinung nach nochmals auftauchen müssen und auch mit Lars hätte es noch ordentlicher krachen können. Besonders vermisst habe ich aber einfach einen großen emotionalen Knall.


Fazit:

Dadurch, dass Brittainy C. Cherry mich üblicherweise ab der ersten bis zur letzten Seite weinen lässt, konnte mich dieses Buch so gut wie gar nicht berühren. Ich kann euch nicht sagen, woran es lag. Sowohl Jax als auch Kennedy sind absolut liebenswerte, tiefgründige und sympathische Charaktere, die ich als Team absolut umwerfend finde. Was ihre Geschichten angeht haben mir aber Rückblicke gefehlt, die das Ganze noch emotionaler hätten machen können. Vor allem zu Kennedy fehlt mir da einfach zu viel, aber auch aus der Zeit nach Jax Verlust hätte man mehr machen können. Das ist bisher immer die Art der Autorin gewesen und genau damit hat sie sich auch immer meine Tränen geholt. Diesmal fehlte mir das leider. Trotzdem kann ich das Buch allein wegen Sun und Moon allen ans Herz legen, die sich eine Kleinstadt, furchtbare Nachbarn und wundervolle Freunde wünschen. Ach ja, und natürlich eine zuckersüße Friends-to-Lovers-Geschichte! Von mir gibt es diesmal 3,5 Federn.

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