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Veröffentlicht am 11.10.2021

New Adult eben

Der letzte erste Blick
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Eigentlich war dieses Buch für mich ein solides 4-Sterne-Buch, denn die Geschichte war, wenn auch nichts komplett Neues, witzig und spritzig. Aber dann kam das Ende und es wurde eine Sache wieder aufgerührt, ...

Eigentlich war dieses Buch für mich ein solides 4-Sterne-Buch, denn die Geschichte war, wenn auch nichts komplett Neues, witzig und spritzig. Aber dann kam das Ende und es wurde eine Sache wieder aufgerührt, die meiner Meinung nach nicht hätte sein müssen.

Aber kommen wir als erstes zum Schreibstil. Dieser ist, wie bei den meisten New Adult-Romanen, wirklich gut, flüssig und leicht zu lesen. Wäre die Schrift im Buch nicht so winzig, hätte er sich aber sicherlich noch flüssiger angefühlt, aber dafür kann ja die Autorin nichts und das will ich auch gar nicht bemängeln.

Dafür gibt es aber ein paar Dinge an der Geschichte zu bemängeln. Diese fing wirklich interessant und recht witzig an. Sofort hatte ich ein Bild von der Protagonistin und konnte mir gut vorstellen, auf was ich mich hier eingelassen habe. Das hat mir echt super gefallen. Doch dann wurde es irgendwie schleppender und nicht mehr ganz so packend, obwohl viele interessante, lustige, schöne und auch dramatische Dinge geschehen sind. Gerade einen Ausflug der Freunde fand ich dabei wirklich schön, oder das erste Date zwischen Emery und Dylan, wenn man es so nennen darf, welches super romantisch war, ohne aber zu kitschig zu sein. Ebenfalls fand ich die Neckereien zwischen den beiden echt erfrischend. Trotzdem hat mir aber die ganze Zeit etwas gefehlt, was erst zum Ende hin kam, nämlich tatsächliche Nähe und das Reden über die eigenen Gefühle über das, was die beiden jeweils zu den Menschen gemacht hat, die sie sind. Und da steckte wirklich viel dahinter, Mobbing, Familienprobleme und so weiter. Nur kam damit leider auch eine Wendung, die ich echt nicht so toll fand und die die Geschichte letztendlich noch mehr und vor allem sinnlos in die Länge gezogen hat. Von mir aus hätte eine bestimmte Sache aus der Vergangenheit jedenfalls nicht wieder heraus gebuddelt werden müssen.

Die einzelnen Charaktere in diesem Roman sind alle soweit gut geschrieben, aber teilweise auch recht austauschbar. Am besten gefallen hat mir dabei aber noch Emery, die sich nichts hat bieten lassen und bei der man aber dennoch auch ihre große Unsicherheit spüren konnte. Auch Dylan hat mir gut gefallen. Er ist ein Mensch, der sich neben seinen eigenen Problemen noch aufrührend um die kümmert, die ihm wichtig sind. Die anderen Freunde der Clique sind allerdings alle eben typische Freunde, wie man sie aus Büchern dieser Art kennt. Dementsprechend bin ich aber auch gespannt darauf, wie sie in ihren eigenen Geschichten wirken. Das Zusammenspiel zwischen den jeweiligen Charakteren mochte ich allerdings sehr.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich die Geschichte schon irgendwie mochte, ebenso wie die beiden Protagonisten. Dennoch konnte sie mich nicht so richtig packen und mitreißen, das gewisse Etwas hat mir einfach gefehlt. So richtig enttäuscht haben mich aber dann doch die sich sehr ziehenden letzten Seiten des Buches.

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Veröffentlicht am 09.10.2021

Nichts für schwache Nerven

Dann schlaf auch du
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Bei dieser Rezension weiß ich wirklich nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Dieses Buch ist nämlich wahnsinnig grausam, intensiv und gleichzeitig absolut packend, auch wenn es nicht besonders spannend ...

Bei dieser Rezension weiß ich wirklich nicht so richtig, wie ich anfangen soll. Dieses Buch ist nämlich wahnsinnig grausam, intensiv und gleichzeitig absolut packend, auch wenn es nicht besonders spannend ist. Mir fällt es jedenfalls richtiggehend schwer, meine Gedanken dazu in Worte zu fassen.

Aber fangen wir, wie immer, mit dem Schreibstil der Autorin an. Dieser ist sehr sachlich, schnörkellos und extrem unemotional. Nur hier und da hatte ich überhaupt das Gefühl, dass Geschichte und Schreibstil überhaupt zusammenpassen. Vielleicht war das aber auch besser, da ich so die Handlung, die schon mit dem grausamsten Ereignis beginnt, gar hätte ertragen können.

Diese Geschichte hat es in sich. Sie ist nicht wahnsinnig spannend, denn man weiß von Anfang an, was am Ende geschehen wird, doch sie weiß mit ihrer düsteren, lauernden Atmosphäre zu packen und mitzureißen. Man möchte einfach wissen, wie es zu dem Drama kommen konnte, von dem man in den ersten Seiten schon lesen kann. So entwickelt sie sich von Seite zu Seite, wird immer bedrückender und man lernt die jeweiligen Charaktere immer besser kennen, vor allem aber Louise, die ganz anders ist, als es anfangs noch scheint. Dazu aber später mehr. Dabei geht es einerseits um Muttersein, die ganzen großen und kleinen Probleme, die damit verbunden sind, um Ehe, Freundschaft, aber andererseits auch um Einsamkeit, psychische Erkrankungen und darum, dass manchmal der erste, zweite, sogar der dritte Eindruck noch täuschen kann. Doch dann kam das Ende des Buches, ganz abrupt und leider auch mit vielen Fragen. Bei vielen Büchern hätte ich das auch gar nicht besonders schlimm gefunden, aber hier hat es mich gestört, denn das ganze Buch arbeitet eigentlich darauf hin, dass man am Ende alles aufgelöst bekommt. Dementsprechend war ich wirklich enttäuscht.

Was die Charaktere angeht, so sind diese alle komplett unterschiedlich, wobei man aber am meisten mit den Eltern Myriam und Paul, sowie deren Nanny Louise zu tun bekommt. Dabei waren mir diese drei allesamt sehr unsympathisch, kaum liebenswert, dennoch konnte ich ihre Denkweisen, ihre Taten und Gefühle irgendwie auch nachvollziehen. Für mich mussten die Charaktere so sein, wie sie sind und sie passen einfach perfekt in die Geschichte, machen diese zu dem, was sie ist. Myriam und Paul sind junge Eltern, die sich auf ihre Karieren konzentrieren wollen und deshalb jemanden suchen, der sich um die beiden noch sehr kleinen Kinder kümmert. Louise hingegen ist eine ältere Dame, welche die Situation scheinbar komplett im Griff hat, deren Hintergründe und vor allem Abgründe man aber erst im Laufe der Geschichte wirklich erfährt.

Alles in allem weiß ich nicht, ob ich dieses Buch weiterempfehlen soll. Es ist ein Pageturner und es ist etwas Besonderes in der Art, aber es ist auch ziemlich melancholisch, düster und grausam. Auf jeden Fall sollte man starke Nerven hierfür haben und sich auf die Geschichte einlassen können.

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Veröffentlicht am 06.10.2021

Hätte besser sein können

Der Weg der gefallenen Sterne
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Endlich habe ich es nun geschafft, auch den dritten Band dieser Reihe zu beenden und muss sagen, dass ich mich leider teilweise ein bisschen durch die Geschichte hindurch gequält habe. Diese ist zwar an ...

Endlich habe ich es nun geschafft, auch den dritten Band dieser Reihe zu beenden und muss sagen, dass ich mich leider teilweise ein bisschen durch die Geschichte hindurch gequält habe. Diese ist zwar an sich nicht schlecht und ich wollte auch wissen, wie sie ausgeht, doch zwischendrin hat sie sich doch schon sehr gezogen,

Am Schreibstil der Autorin gibt es auch bei diesem Band nichts auszusetzen. Er ist und bleibt schnell und flüssig zu lesen, ist sehr bildlich, ohne aber in Beschreibungen zu versinken und lässt den Leser in der Geschichte versinken.

Nur leider ist diese hier nur eher eine Wiederholung der Ereignisse aus den ersten zwei Bänden, zwar in einem etwas anderen Gewandt, aber die Probleme sind die gleichen. Es gibt zahlreiche Machtkämpfe, ein ewiges Hin und Her zwischen den jeweiligen Parteien, welche alle nicht nachgeben wollen oder teilweise auch nicht können, wenn sie weiterleben wollen. Und wieder gibt es Verhaftungen, Folterungen und ungerechte Behandlung. Kurzum, es drehte sich über rund dreihundert Seite alles nur im Kreis. Und dann war da noch die Liebesgeschichte zwischen Gaia und Leon, welche mich auch nicht zu einhundert Prozent überzeugen konnte. Klar, wenn die beiden einmal gemeinsame Zeit hatten, waren sie wirklich süß zueinander, aber das gewisse Etwas hat einfach gefehlt. Das Ende dann war zwar noch einmal recht dramatisch, konnte das Ruder aber auch nicht mehr zur Seite reißen, zumal es eher nullachtfünfzig daher kam. Dennoch muss ich aber auch sagen, dass es insgesamt hier und da auch ein paar spannendere Szenen gab. Ebenso gibt es beim Worldbuilding nichts zu meckern und auch das Grundproblem fand und finde ich noch immer sehr interessant und spannend.

Auch die Charaktere waren für mich absolut in Ordnung. Zwar konnte mich Gaia nicht mehr so sehr überzeugen, wie in den anderen Bänden, trotzdem ist sie etwas Besonderes, egal ob man sie als Person mag oder nicht. Leon hingegen war mir sehr sympathisch, genauso wie Peter und Will. Mehr hätte ich gern von der kleinen Maya gelesen und auch einige andere Charaktere aus dem zweiten Band kamen ein bisschen zu kurz. Rundum hat mir der Auftritt der jeweiligen Charaktere aber wirklich gefallen.

Bleibt mir nur noch zu sagen, dass auch dieser Band wieder vollkommen okay war, nicht der Oberbrüller und sicher kein Buch, welches ich noch einmal lesen würde, aber dennoch ein Buch, welches, wäre es noch ein bisschen spannender gewesen und ohne so viele inhaltliche Wiederholungen, der perfekte Abschluss der Trilogie hätte sein können. So ist es aber leider nicht sehr packend und dadurch nur eher mittelmäßig.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Ideen für Glück und Gemütlichkeit

Ein Buch, vier Jahreszeiten. Wohlfühlideen, Rezepte und Geschichten für ein ganzes Jahr
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Nicht nur die Beschreibung dieses Buches, sondern auch die Aufmachung, soweit ich sie vorab betrachten konnte, und auch die Leseprobe, haben mich gleich dafür erwärmen können. Und auch als ich es endlich ...

Nicht nur die Beschreibung dieses Buches, sondern auch die Aufmachung, soweit ich sie vorab betrachten konnte, und auch die Leseprobe, haben mich gleich dafür erwärmen können. Und auch als ich es endlich in der Hand halten durfte, hat es mir wirklich super gut gefallen.

Inhaltlich sagt die Beschreibung des Verlags eigentlich schon alles über dieses Sachbuch aus. Dieses beschäftigt sich mit den vier Jahreszeiten und wie man sie voll und ganz ausschöpfen kann. So gibt es zu jeder Jahreszeit eine eigene kleine Beschreibung, eine To-Do-List und einige andere tolle Ideen, Rezepte, Gedichte, Geschichten und vieles mehr. Allerdings finde ich auch, dass es da noch ein bisschen Platz für mehr gegeben hätte, mehr Rezepte und Ideen. So aber bietet dieses Buch eher nur einen groben Umriss dessen, was in den jeweiligen Monaten und Jahreszeiten möglich wäre.

Doch auch die Aufmachung dieses Buches ist wirklich großartig und gut durchdacht. So kommt das Cover mit Goldfarben geprägter Schrift in einer Art Leinenoptik daher, welche auch gut zum Inhalt passt. Gespickt ist es zudem mit allerlei Motiven aus der Natur. Die Fotos und Illustrationen im Inneren des Buches sind perfekt auf den jeweiligen Monat und das entsprechende Thema abgestimmt und verbreiten eine gewisse Atmosphäre, so dass ich ihnen direkt ihre Aussage und Bedeutung abnehme.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir dieses Buch wirklich super gut gefällt und es sich seinen Platz im Bücherregal redlich verdient hat. Es bietet einige gute Ideen, ist einfach wunderschön und ebenso perfekt zum Verschenken geeignet.

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Veröffentlicht am 22.09.2021

Spannend und etwas verwirrend

Geisterblumen
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Irgendwie kommen mir in letzter Zeit immer wieder Bücher in die Hände, welche schon ewig in meinem Regal standen und immer wieder muss ich feststellen, dass sie ihr Dasein viel zu lange und völlig unberechtigt ...

Irgendwie kommen mir in letzter Zeit immer wieder Bücher in die Hände, welche schon ewig in meinem Regal standen und immer wieder muss ich feststellen, dass sie ihr Dasein viel zu lange und völlig unberechtigt so lange unbeachtet dort gefristet haben. Wenn ich nämlich ein Buch von rund fünfhundert Seiten an nur zwei Tagen verschlinge, dann soll das schon etwas heißen.

Und das, obwohl ich anfangs noch meine Probleme mit dem Schreibstil der Autorin hatte, denn dieser ist manchmal ein bisschen verwirrend. So kam es immer mal wieder vor, dass völlig abrupt mit den Gedanken der Protagonistin in die Vergangenheit gesprungen wurde, es dann teilweise schon ziemlich plastisch wurde, nur um dann genauso plötzlich wieder in der laufenden Handlung zu landen. Trotzdem wurde ich einfach super gut durch die Geschichte geführt, der Schreibstil war bildlich und die Sprache an sich gut verständlich.

Die Geschichte selbst begann eher ruhig, hatte aber von Anfang an eine gewisse Grundstimmung, die bereits darauf hinwies, dass hier irgendwas nicht stimmt und dass es noch so richtig spannend werden würde. Dahingehend wurde ich auch in keinster Weise enttäuscht. Das ganze Setting fand ich einfach super interessant, einnehmend und spannend. Es gab die ganze Zeit eine explosive und angespannte Atmosphäre, wobei ich mir aber nie so richtig vorstellen konnte, in welche Richtung sich die Geschichte noch entwickeln würde. Es blieb also spannend. Dennoch gab es auch einige Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Einige Male wurde es sogar recht mysteriös, es gab ein Kratzen an der Tür, Stimmen am Telefon, geisterhafte Erscheinungen und vieles mehr und auch, wenn ich mir sicher war, dass die Handlung an sich nichts Fantastisches an sich haben konnte, so haben diese Stilmittel der Geschichte doch noch einen gewissen Schliff gegeben. Was am Ende dann zu Tage gefördert wurde, hat mich dementsprechend auch wahnsinnig überrascht, weil ich die ganze Zeit in eine andere Richtung gedacht habe. Nur leider fand ich das Ende auch etwas verwirrend und nicht ganz schlüssig, was ich gegenüber der super spannenden Handlung vorher sehr schade fand.

Und trotzdem muss ich auch die gut geschriebenen Charaktere loben, die ich einfach nicht durchschauen konnte. Hier ist einfach jeder etwas Besonderes, egal ob auf gute oder schlechte Weise und manchmal war noch nicht einmal so richtig klar, auf welcher Seite der- oder diejenige überhaupt steht. Da ist einerseits die Protagonistin Eve, die mir wahnsinnig schlau vorkam, aber dennoch auch menschlich mit Ecken und Kanten. Ihr gegenüber stand Aurora, die sie auch gut verkörpert hat. Auch bei ihr wusste ich bis zum Ende allerdings nicht so richtig, wo und wie ich sie einordnen soll. Sie ist verwirrend und dennoch wahnsinnig interessant. Bridgette und Bain sind auch großartige Charaktere, die ich mir so richtig hochnäsig und eingebildet vorstellen konnte. Beide sind verwöhnte und reiche Nachkömmlinge, die ihre scheinbare Langeweile gern mit komischen und fragwürdigen Ereignissen füllen. Dazu kamen noch die Großmutter Althea, eine schrullige aber resolute alte Dame, die sehr hart wirkt, aber einen weichen Kern zu haben scheint, Coralee Gold, ein etwas durchgeknalltes Girly und viele andere teils merkwürdige Gestalten, die allesamt ihre absolute Berechtigung hatten.

Insgesamt muss ich sagen, dass mich dieser Jugendthriller von der ersten bis zur letzten Seite packen und mitreisen konnten, was schon einiges heißt. Wäre das Ende noch ein bisschen besser durchdacht und verständlicher gewesen, hätte dieses Buch auf jeden Fall die volle Punktzahl von mir bekommen.

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