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Veröffentlicht am 19.07.2025

Tolles Setting, das leider nicht genutzt wird

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Das Cover des Buches ist recht gelungen. Ich mag die Darstellung des aufgewühlten Wassers unter den Klippen, weil es zum einen perfekt zum Setting passt und zum anderen ein schönes Sommerbuch verspricht. ...

Das Cover des Buches ist recht gelungen. Ich mag die Darstellung des aufgewühlten Wassers unter den Klippen, weil es zum einen perfekt zum Setting passt und zum anderen ein schönes Sommerbuch verspricht. Allerdings sticht es nicht besonders aus der Masse heraus und ich bin mir nicht sicher, ob ich es in der Buchhandlung in die Hand genommen hätte.

Die Story als solche hat mich durchaus gereizt: Als Sutton für ihr drittes Jahr als Malibu Lifeguard zurückkehrt, ist alles anders. Erstmals ist auch ihre beste Freundin Layla Teil des Teams und Sutton will das, was im letzten Jahr passiert ist, zwischen hartem Training und wilden Partys vergessen. Doch als ein Wasserrohrbruch dazu führt, dass Sutton notgedrungen bei dem Rettungsschwimmer Ben einziehen muss, fällt ihr das plötzlich schwer, denn er ist unmittelbar mit ihrem Geheimnis verbunden. Obwohl Ben zudem Laylas Ex ist, der ihr ihr Herz gebrochen hat, kommen sie einander immer näher, bis sich die Ereignisse plötzlich überschlagen und auch Suttons Vergangenheit wieder aufgewühlt wird.

Ich habe mich bei diesem Buch sehr auf ein sommerliches Setting an den Stränden Malibus in Kombination mit etwas Geheimnis und Liebesgeschichte gefreut, leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht so ganz erfüllen. Dabei ist der Schreibstil durchaus gut. Ich brauchte zwar ein bisschen, um so richtig in die Geschichte zu finden, aber danach konnte ich dann durchaus gut in einem Zug durchlesen.

Mein Problem war eher, dass ich mich auf ein bestimmtes Setting gefreut habe und das nur ganz am Anfang wirklich eingefangen wurde. Ich hatte mich wirklich darüber zu lesen, wie die Rettungsschwimmer arbeiten, wie sie als Team zusammenwachsen und eben auch wie hart die Einsätze mitunter sein könne. Das spielt aber in meiner Wahrnehmung eine erstaunlich kleine Rolle in der Geschichte, obwohl nahezu alle handelnden Personen Lifeguards sind. Man erlebt gefühlt zwei Einsätze mit und der Rest der Handlung kreist vor allem um Ben und Suttons Beziehung. Das fand ich ein bisschen schade, dabei geht mir gar nicht darum, dass es immer dramatische Momente geben muss, bei denen es um Leben und Tod geht, dass das nicht einen Großteil des Alltags ausmacht, ist mir auch bewusst. Aber genau von diesem Alltag hätte ich gerne mehr gesehen. Egal ob es um Patrouillen am Strand, Aufsicht in den Türmen oder Versammlungen im Hauptquartier handelt. Ich hatte immer das Gefühl, als würde ich davon hören, es aber nicht wirklich miterleben. Das führt auch dazu, dass die Nebencharaktere kaum kennengelernt habe. Klar fand ich Jackson ganz unterhaltsam, aber er kam oft mehr in Bens Gedanken vor, als dass ich ihn wirklich treffen konnte. Ähnlich ging es mir mit Layla. Sutton erklärt immer wieder, wie gut sie befreundet sind, aber man merkt das während des Lesens nicht so richtig, weil Sutton sich entweder wegen der Ereignisse von vor einem Jahr vor ihr zurückzieht oder weil sie Gefühle für Ben hat. Ich hatte nie das Gefühl, Layla richtig kennenlernen zu können und konnte deswegen auch nur theoretisch verstehen, warum Ben eigentlich tabu für Sutton sein sollte. Ich dachte auch recht lange, dass die beiden nicht wirklich zusammen waren, sondern zwar viel Zeit miteinander verbracht haben und da auch mehr war, aber dass sie ein richtiges Paar waren, kam erst recht spät in einem Gespräch zur Sprache, was mich dann doch leicht irritiert hat. Hier hätte ich es einfach besser gefunden, wenn Sutton ehrlich gewesen wäre. Sie kennt ihre Freundin schon ewig, aber sie sprechen beide nie so richtig miteinander. Ich hatte oft den Eindruck, dass sie sich lediglich flüchtig kennen, aber nicht, dass sie schon lange beste Freundinnen sind. Ich hatte immer ein bisschen das Gefühl, ein Beobachter der Charaktere zu sein. Eine Person, die neben ihnen steht, aber nicht alles mitbekommt und wenn, dann nur in kleinen Häppchen, die immer wieder neu zusammengesetzt werden.

Die Handlung hat mich leider auch nicht so richtig gefesselt. Ich habe mir das, was im letzten Jahr passiert ist, schon vorher grob zusammengereimt. Natürlich wusste ich nicht alle Einzelheiten, aber zumindest einen großen Teil habe ich mir so ähnlich gedacht. Das hat deswegen nicht unbedingt dazu geführt, dass mich die Geschichte komplett gefesselt hat, da war der Sturz von den Klippen und das unbekannte Tagebuch schon deutlich spannender. Mir ist bewusst, dass das alles zusammenhängt, aber es wird für meine Begriffe trotzdem viel zu wenig thematisiert. Das wird natürlich bei Layla und Jacksons Geschichte noch einmal eine größere Rolle spielen, aber mich hat es eher enttäuscht, dass es nicht mehr Entwicklung in der Hinsicht gab, selbst wenn dies dann im nächsten Ban vertieft wird.

Alles in allem hätte ich das Buch besonders wegen des Settings gerne richtig gut gefunden, aber leider konnte es mich nicht so richtig überzeugen. Ich mochte die Charaktere, aber hatte nie das Gefühl, sie wirklich kennenlernen zu können. Außerdem konnte mich die Story nie so fesseln, wie ich es zu Beginn gehofft hatte. Ich denke, ich werde dennoch den zweiten Band lesen, weil ich trotzdem wissen will, was genau jetzt an den Klippen passiert ist und was Jackson damit zu tun hat (oder auch nicht).

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Unterhaltsame Sommer-Romance mit kleineren Schwächen

Problematic Summer Romance – Die hitzige Unzulässigkeit der Liebe
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Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut. Ich mag die leuchtenden Farben, die Darstellung der Protagonisten, die Raum für eigene Vorstellungen lässt und die Sommer-Bucket-List, die gleichzeitig ...

Die Gestaltung des Buches gefällt mir richtig gut. Ich mag die leuchtenden Farben, die Darstellung der Protagonisten, die Raum für eigene Vorstellungen lässt und die Sommer-Bucket-List, die gleichzeitig der Titel des Romans ist, ergänzen einander perfekt und sorgen für ein stimmiges Cover.

Die Story klang zunächst einmal sehr reizvoll: Maya Kilgore ist 23 Jahre alt und versucht, sich noch in ihrem Leben einzufinden. Bei einem ist sie sich aber sicher ist: Sie will Connor Harkness. Der versucht aber alles, um Maya nicht an sich heranzulassen, schließlich ist er 15 Jahre älter als sie, erfolgreicher Biotech-Unternehmer und der beste Freund ihres älteren Bruders. Als dieser sich nun entscheidet, im sizilianischen Taormina zu heiraten, treffen die beiden unweigerlich aufeinander und Connor fällt es zunehmend schwer, den Abstand zu wahren. Dabei ist ihm klar, dass eine Sommerromanze zwischen ihnen schon aufgrund des offensichtlichen Machtgefälles zwischen ihnen nur zu Problemen führen wird. Doch in der romantischen Atmosphäre der Villa am ionischen Meer scheint plötzlich alles möglich, bis Ereignisse die Hochzeit zu überschatten drohen und Maya feststellt, dass Connor etwas vor ihr verbirgt.

Ich wollte dieses Buch unbedingt lieben, schon alleine weil ich es mag, wie Ali Hazelwood Geschichten erzählt, aber komplett überzeugen konnte es mich leider nicht. Das liegt allerdings nicht am Schreibstil. Dieser ist gewohnt leicht, fließend und vor allem unglaublich unterhaltsam. Ich musste immer wieder laut lachen über komplett absurde Situationen oder Verhaltensweisen der Personen und als ich erst einmal in der Geschichte drin war, bin ich auch nur so durch die Seiten geflogen.

Aber an diesen Punkt musste ich erst einmal kommen, weil es mir die Charaktere ein bisschen schwer gemacht haben. Dabei mochte ich sowohl Maya als auch Connor eigentlich richtig gerne und konnte auch verstehen, warum er solche Probleme damit hatte, sich einzugestehen, dass er etwas für Maya empfindet. Aber zu Beginn der Geschichte gab es mir mich persönlich einfach viel zu viele verschiedene Personen, bei denen ich erst einmal verstehen musste, wer wer ist und welche Beziehungen sie zueinander haben, weil diese nicht immer direkt klar sind. Ich habe erstaunlich lange gebraucht, um damit klarzukommen, weil ich bei einigen der Charaktere Potenzial gesehen habe, sie dann aber kaum eine Rolle gespielt habe. Das fand ich ziemlich schade, weil ich das Gefühl hatte, dass einige sehr blass blieben und mir dadurch auch ein bisschen die Bindung zu den beiden Protagonisten schwerfiel. Dennoch gefiel mir, dass Maya, auch durch ihre Vergangenheit und den frühen Tod ihrer Eltern, deutlich älter wirkte als Anfang 20. Viele der Freunde ihres Bruders sehen sie immer noch als dessen deutlich jüngere Schwester, aber ich mochte, wie sie immer wieder beweist, dass sie schon lange mehr als das ist. Deswegen hatte ich auch ein bisschen meine Probleme damit, dass Connor ihr Alter immer wieder als Grund dafür anführt, dass es überhaupt nicht in Frage kommt, dass sie einander näher kommen. Zu Beginn habe ich das sogar noch verstehen können, aber je mehr man darüber erfährt, wie sie sich in den letzten Jahren näher gekommen sind, desto weniger konnte ich seine Bedenken verstehen und wusste, warum es Maya so schwer fiel, ihn aufzugeben. Obwohl ich mochte, dass sich die Beziehung zwischen ihnen vergleichsweise langsam entwickelt (zumindest wenn man die letzten Jahre mit einbezieht), fehlte mir doch manchmal die Tiefe. Es werden Probleme angesprochen, die später keine oder nur noch eine minimale Rolle spielen, gleichzeitig aber auch nicht richtig aufgearbeitet werden.

Alles in allem mochte ich den Schreibstil des Buches unglaublich gerne und bin ab einem gewissen Punkt nur so durch die Geschichte geflogen. Auch den Ansatz der Geschichte, die Diskussion über mögliche problematische Beziehungen und Machtverhältnisse fand ich gelungen, aber leider haben die Personen nicht die benötigte Tiefe, die dieses Buch gebraucht hätte. Ich mochte Maya und Connor, hatte aber bei ihnen nicht immer das Gefühl, sie wirklich zu kennen, was ich noch extremer bei den Freunden und der Familie der beiden gemerkt habe, was dafür gesorgt hat, dass ich zum Ende hin ein bisschen genervt war.

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Veröffentlicht am 06.07.2025

Emotionale Liebesgeschichte über Vergebung und Neuanfänge

Beyond Shattered Moons
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Spoiler für alle, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben.

Ich liebe die Gestaltung der kompletten Reihe und da bildet dieser Teil keine Ausnahme. Das dunkle Cover bildet einen gelungenen Kontrast ...

Spoiler für alle, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben.

Ich liebe die Gestaltung der kompletten Reihe und da bildet dieser Teil keine Ausnahme. Das dunkle Cover bildet einen gelungenen Kontrast zum ersten Band und passt in seiner Farbgebung hervorragend zum Inhalt. Außerdem ist es ein echtes Schmuckstück im Regal.
Die Geschichte geht direkt da weiter, wo der erste Teil aufgehört hat: Nach dem Unfall ist nichts mehr so wie es vorher war und Madelyn weiß nicht, wie sie weitermachen soll, also stürzt sie sich Hals über Kopf in die Arbeit. Doch dann taucht Adam wieder auf und Maddies Leben wird erneut auf den Kopf gestellt. Denn er ist so anders als damals und gleichzeitig noch immer der Mensch, der sie am besten versteht. Nach und nach öffnet sie sich ihm wieder und erfährt, was damals passiert ist. Doch sie weiß nicht, ob sie ihm wirklich vertrauen kann oder doch nur wieder verletzt wird.

Ich gebe zu, ich musste, bevor ich dieses Buch angefangen habe, noch einmal die letzten fünf Kapitel des ersten Teils lesen, weil ich mich zwar grob erinnern konnte, aber eben nicht mehr an alle Einzelheiten und besonders für das Gefühl des Buches fand ich das aber wichtig. Das liegt auch daran, dass dieser Band wirklich nahtlos an den ersten anknüpft und es zwar kurze Rückblenden gibt, aber im Großen und Ganzen kommt die Geschichte ohne aus. Das sorgt auch dafür, dass sie mich schon auf den ersten Seiten wieder gefesselt hat. Der leicht, aber einfühlsame Schreibstil von Anna Savas hat dafür gesorgt, dass ich das Buch am liebsten an einem Stück durchgelesen hätte, wenn ich die Zeit dafür gehabt hätte.

Dazu tragen auch die Figuren bei. Ich hatte in der Mitte des Buches manchmal das Gefühl, dass gar nicht so viel an Handlung passiert, aber das hat mich gar nicht gestört, weil die Charaktere und ihre Gefühle mich so mitgerissen haben, dass diese Art der Erzählung perfekt dazu passt. Es war einfach notwendig, die Charaktere und deren Entwicklung in den Mittelpunkt zu stellen, damit sie heilen und endlich glücklich werden können. Ich mochte, dass man in diesem Band auch Adam besser kennenlernen kann, weil er schon im ersten Teil eine unglaubliche Präsenz hatte, ohne dass er selbst eine Stimme hatte. Nun kann man auch seine Sicht der Ereignisse noch besser verstehen und ich habe ihn nach und nach wirklich ins Herz geschlossen. Ich habe verstanden, warum er weggehen musste, obwohl es ihn seine Freundschaft mit Maddie gekostet hat, obwohl er sie vermisst. Ich mochte es zu sehen, wie die beiden langsam wieder zueinander finden und an alte Verbundenheit anknüpfen, sich aber gleichzeitig wieder neu kennenlernen müssen. Manchmal fand ich die Entwicklungen ein bisschen abrupt und hätte mir gewünscht, dass beide sich mehr Zeit geben, um sich mit der neuen Situation anzufreunden. Manchmal wirkte es ein bisschen, als hätten sowohl Adam, als auch Maddie und Wes kaum Zeit sich daran zu gewöhnen, was sich alles in ihrem Leben geändert hat.

Alles in allem habe ich das Buch ebenso wie den ersten Teil geliebt, auch wenn ich mir vielleicht einen anderen Ausgang erhofft hätte, mochte ich dennoch die Dynamik der Geschichte, die Einblicke in die Verlagswelt und freue mich sehr auf den nächsten Teil, der das ganze sehr sicher noch einmal abrunden wird.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Wichtige Thematik, die manchmal etwas kurz kommt

Loverboy – Niemand liebt dich so wie ich
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Das Cover des Buches ist wirklich schön gestaltet, gleichzeitig passt es aber auch hervorragend zu der Geschichte. Das liegt vor allem daran, dass die Schönheit gleichzeitig durch den dunklen Hintergrund ...

Das Cover des Buches ist wirklich schön gestaltet, gleichzeitig passt es aber auch hervorragend zu der Geschichte. Das liegt vor allem daran, dass die Schönheit gleichzeitig durch den dunklen Hintergrund ein bisschen bedrohlich wirkt.

Die Story hat mich ebenfalls direkt gereizt: Als Lolas Mitbewohnerin Vivian nach einem Streit der beiden nicht nach Hause kommt, weiß sie einfach, dass er ihr etwas passiert ist und dass es mit Vivis neuem Freund Pascal zu tun haben muss. Doch bei der Polizei unternimmt man nichts, schließlich ist sie erwachsen und hat die Wohnung freiwillig verlassen. Also stellt Lola gemeinsam mit Vivis Halbbruder Elias, der plötzlich in der WG auftaucht, eigene Ermittlungen an. Während sie herausfinden, dass Pascal nicht der ist, für den er sich ausgibt, kommen sich auch Lola und Elias näher. Doch auch dieser verschweigt Lola einen Teil seiner Vergangenheit.

Ich war wirklich gespannt auf die Geschichte, weil sie einfach ein bisschen anders zu sein schien, komplett überzeugen konnte sie mich allerdings dann doch nicht. Das liegt allerdings nicht an dem Schreibstil, der es schafft, mich schon auf den ersten Seiten fest in seinen Bann zu ziehen und mich dann auch nicht mehr so schnell loslässt. Das liegt auch den recht kurzen Kapiteln, die abwechselnd aus der Sicht von Lola und Elias erzählt werden, sodass ich vor allem zu Beginn nahezu durch die Seiten geflogen bin.

Diese zwei Perspektiven sind gleichzeitig aber auch ein bisschen mein Problem mit dem Buch. Das Buch beginnt mit dem ersten Kennenlernen von Vivi und Pascal, doch danach bekommt man ihre Sicht nur noch in Häppchen durch ihre Notizen mit. Ich finde aber gerade das Kennenlernen von ihr und Pascal, die Entwicklung ihrer Beziehung und ihre Abhängigkeit zu ihm spannend und das kam mir manchmal ein wenig zu kurz. Es gibt durchaus noch Einblicke darin, was genau passiert ist, aber mir fehlte ein bisschen das aktive Miterleben, wie er sich ihr gegenüber verhält, zumal genau diese Beziehung eine so große Rolle in der Geschichte einnimmt. Auch mit Lola und Elias hatte ich immer mal wieder so meine Probleme. Ich mochte vor allem Lola dabei eigentlich sogar recht gerne, weil sie weiß, was sie will und sich dafür auch einsetzt, zumindest in einem gewissen Maße. Allerdings fand ich ihr Verhalten nicht immer konsistent. Manchmal spricht sie über manche Dinge, tut sie dann aber letztlich ganz anders. Zudem ist sie weder gegenüber ihrer besten Freundin noch gegenüber ihrem Vater ehrlich, was mich mit der Zeit immer mehr gestört hat, weil beide verstanden hätte, warum sie gerade keine Unikurse belegen kann. Schlimmer finde ich aber, wie unehrlich Elias ist, weil der nahezu von Anfang an alle belügt. Ich kann sogar verstehen, dass das ein Mechanismus ist, den er von frühester Kindheit an, ebenso wie Vivian genauso gelernt hat. Es hat mich trotzdem geärgert, dass er sich nicht zumindest Lola gegenüber öffnet, als sie ihm Dinge anvertraut, die sie noch niemandem erzählt hat. Das hat ihn mir dann auch tatsächlich unsympathisch gemacht. Sie sind natürlich in keiner Beziehung, aber sie beginnt ihm zu vertrauen und er findet es nicht einmal notwendig, ihr zu sagen, dass er ihr noch nicht alles erzählt hat. Dadurch konnte ich auch nicht so richtig mit ihnen beiden mitfiebern, weil ich mir nicht sicher war, ob ich überhaupt wollte, dass Lola und Elias am Ende zusammenkommen.

Der Rest der Geschichte hat mich mehr gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, was mit Vivi passiert ist und ob sie es schaffen, sie zu finden, bevor es zu spät ist. Manchmal hatte ich allerdings das Gefühl, dass es zu viele Handlungsstränge gibt, die immer wieder aufblitzen, aber zum Teil nicht richtig ausgearbeitet wurden, weil ihnen einfach nicht genug Raum zur Entfaltung gegeben waren.

Alles in allem fand ich die Idee des Buches wirklich spannend, aber die Umsetzung konnte mich nicht vollkommen überzeugen. Das liegt vor allem daran, dass ich mit Elias nicht warm geworden bin und es mich geärgert hat, dass er nicht ehrlicher zu Lola war. Dennoch finde ich die Hintergründe zu Loverboys und ihren Maschen sehr interessant, hätte es aber gerne noch mehr in den Fokus der Geschichte gestellt.

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Veröffentlicht am 10.06.2025

Mitreißende Liebesgeschichte

Great Big Beautiful Life
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Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht so richtig überzeugen können, vor allem weil mir die Farbgestaltung nicht so richtig gefiel. Nachdem ich aber die Geschichte gelesen habe, denke ich etwas ...

Das Cover hat mich auf den ersten Blick nicht so richtig überzeugen können, vor allem weil mir die Farbgestaltung nicht so richtig gefiel. Nachdem ich aber die Geschichte gelesen habe, denke ich etwas anders darüber. Zum einen passen die dargestellten Charaktere perfekt zu meiner Vorstellung von Alice und Hayden, zum anderen nimmt das orangefarbene Mosaik im Hintergrund eine größere Rolle in der Geschichte ein, als ich zunächst erwartet habe. Außerdem passt die Gestaltung perfekt zu den anderen Büchern von Emily Henry, sodass ich sie letztlich wirklich mochte.

Die Story hat mich ebenfalls direkt begeistert: Alice Scott ist begeisterte Journalistin und als sie auf der kleinen Insel Little Crescent Island die ehemalige High Society Lady Margaret Ives findet, die vor Jahren auf mysteriöse Art aus dem Scheinwerferlicht verschwand, versucht sie sie zu überzeugen, ein Buch über ihr Leben zu schreiben. Doch sie hat nicht die Rechnung mit dem Pulitzer Preisträger Hayden Anderson gemacht, der das gleiche Ziel verfolgt. Beide haben einen Monat Zeit, um sich gegenüber der exzentrischen Frau zu beweisen und dabei kommt die unerschütterliche Optimistin Alice dem zurückhaltenden Hayden langsam näher, als sie erwartet hat, doch sie will unbedingt über Margarets aufregendes Leben schreiben und Hayden hat nicht vor, zurückstecken. Doch als beide erkennen, dass Margaret ihnen nicht die ganze Wahrheit erzählt, versuchen sie trotz einer Verschwiegenheitserklärung zusammenzuarbeiten.

Ich habe die vorherigen Bücher von Emily Henry sehr geliebt und zum Glück stellt dieses keine Ausnahme dar. Ich liebe einfach, wie sie Geschichten erzählen kann. Sie schafft es wieder einmal, mich schon auf den ersten Seiten in den Bann zu ziehen und mich so gut zu unterhalten, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.

Das liegt aber auch an den Charakteren, die viel mehr Tiefe und vor allem mehr Herz haben, als ich das zu Beginn gedacht habe. Bei Alice habe ich das sehr schnell gemerkt, ich habe geliebt, wie uneingeschränkt positiv sie war und dass sie sich das auch von niemandem ausreden lässt. Sie glaubt immer an das Gute in allen Menschen und liebt es mit anderen in Kontakt zu kommen, was sie zu einer hervorragenden Journalistin macht. Ich habe es geliebt, wie sie immer wieder versucht, Hayden aus seinem Schneckenhaus zu holen, hat aber gleichzeitig auch immer ein gutes Gespür dafür, wenn sie eine Grenze erreicht. Bei Hayden habe ich etwas länger gebraucht, aber als deutlich wurde, dass seine abweisende Art eher an seiner Unsicherheit liegt, habe ich mich so langsam auch für ihn erwärmt und ihn dann wirklich fest in mein Herz geschlossen. Er ist wirklich ein guter Kerl, den Alice zunächst vor allem irritiert, der aber auch schnell erkennt, wie viel sie ihm bedeutet und wie gut sie ihm tut. Ich mochte dabei auch ihre Dynamik untereinander, vor allem dass sie so ehrlich zueinander sind. Sie dürfen zwar über ihre Arbeit nicht reden und gerade Hayden besteht auch penibel auf der Einhaltung von Regeln, aber sie kommunizieren immer deutlich darüber, wie sie zueinander stehen und wie sich ihre Beziehung entwickelt.

Auch die Story hat mich überzeugen können. Ich fand die Familiengeschichte von Margaret unglaublich spannend und hätte darüber an manchen Stellen gerne noch mehr erfahren, wie es für sie war in einer so berühmten, aber auch schwierigen Familie aufzuwachsen. Vor allem zum Ende hin hatte ich das Gefühl, dass man nur Teile der Geschichte erfahren hat. Ich habe verstanden, warum das so war, aber wahrscheinlich hätte ich einfach noch gerne mehr darüber gelesen.

Alles in allem habe ich das Buch wirklich geliebt, weil es eine angenehme, leichte Geschichte ist, der es aber nie an Tiefgang oder Emotionen fehlt, sondern mich vielmehr ab den ersten Seiten fesselt und mich die Geschichte von Alice und Hayden bis zum Ende mitreißt.

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