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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2020

Toller Auftakt der Reihe um Sebastian Bergman

Der Mann, der kein Mörder war
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„Der Mann, der kein Mörder war“ ist der erste Band rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman.
Für mich war es nicht nur der erste Band der Reihe, sondern auch das erste Buch der Autoren Hjorth ...

„Der Mann, der kein Mörder war“ ist der erste Band rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman.
Für mich war es nicht nur der erste Band der Reihe, sondern auch das erste Buch der Autoren Hjorth & Rosenfeld.

Zu Beginn fällt gleich auf, dass es sich um einen verhältnismäßig sehr dicken Krimi handelt. Das Buch hat immerhin beinahe 600 Seiten.

Västerås. Ein Junge – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Ein nicht ganz einfacher Fall. Die örtliche Polizei fordert Verstärkung durch das Team rund um Kommissar Höglund aus Stockholm an. In Västerås hält sich zu dieser Zeit Sebastian Bergman auf. Dieser wird sehr schnell Teil der Ermittlungen.

Eine lange Zeit gibt es keine richtige Spur des Täters. Alles scheint irgendwie mit dem Elitegymnasium zu tun zu haben, auf das der ermordete Junge vor seinem Tod ging. Was waren die Gründe des Täters? Warum musste der Junge so brutal sterben?

Der Schreibstil ist sehr gut. Die Spannung wird konsequent gehalten und baut sich zum Ende hin immer weiter auf. Das Finale war spannungsmäßig das Highlight des Buches.

Die Orte und Charaktere werden sehr detailliert und bildreich beschrieben. Mir hat dies sehr gut gefallen.

Sebastian Bergman ist wirklich ein sehr komischer „Kauz“: Sein Verhalten hat viel mit seiner Vergangenheit zu tun. In diese darf der Leser im Verlauf der Handlung immer wieder eintauchen. Einziger kleiner „Kritikpunkt“ ist die offensichtliche Sucht nach Sex, die Sebastian Bergman hat. Dieses Thema war überraschend oft im Mittelpunkt.

Insgesamt ein gut geschriebenes Buch. Die folgenden Bände werde ich auf jeden Fall noch lesen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese tolle Reihe und 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Brutal spannend

Die perfekte Sünde
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„Die perfekte Sünde“ ist der vierte Band der Reihe um Luc Callanach. Für mich war es der erste Band der Reihe und das erste Buch der Autorin.

Mich hat es nicht gestört, dass ich die ersten drei Bände ...

„Die perfekte Sünde“ ist der vierte Band der Reihe um Luc Callanach. Für mich war es der erste Band der Reihe und das erste Buch der Autorin.

Mich hat es nicht gestört, dass ich die ersten drei Bände noch nicht kenne. Man muss diese nicht unbedingt gelesen haben, bevor man Teil vier liest.

Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden. Das Besondere: man hat ihr zwei Hautstücke entfernt. Aus diesen Hautstücken wird eine Puppe genäht, welche bei der zweiten verschwundenen Frau auftaucht. Und es wird nicht die letzte Frau gewesen sein. Lange Zeit ist das Motiv des Täters unklar.

DI Luc Callanach und seine Chefin DCI Ava Turner nehmen die Jagd nach einem außergewöhnlichen Mörder auf.

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man kann die Geschichte zügig und klar verständlich lesen. Einzig die vielen Namen der Protagonisten / Kommissare haben mich anfangs etwas verwirrt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich alle Namen richtig zuordnen konnte.

Insgesamt ist das Buch sehr spannend geschrieben, wobei die Spannung zum Ende hin nochmals sehr stark steigt. Dies hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Man erfährt außerdem auch eine ganze Menge über das Privatleben der Hauptcharaktere. Dies ist wichtig, damit man sich noch besser in die Personen und die Geschichte hineinversetzen kann. Bis auf ein paar etwas zu lange Ausführungen ist dies sehr gut gelungen.

Turner und Callanach haben mir als Ermittler sehr gut gefallen. Ihre (gemeinsame) Chefin Overbeck war mir etwas zu hart. Eine wirklich furchteinflößende und unberechenbare Frau.

Sehr lange ergibt sich keine wirkliche Spur. Die Ermittler wissen lange nicht, wo sie ansetzen sollen. Der Täter scheint sein Handwerk zu verstehen.

In dieser ersten „Phase“ erfährt man viel darüber, wie es den entführten Mädchen ergeht und wie der Täter vorgeht. Insgesamt sehr spannend geschrieben und bildreich. Das ein oder andere Mal habe ich mir das ganze etwas zu bildlich vorstellen können.

Das Motiv des Täters und die Gründe für sein Handeln wurden schlüssig aufgelöst.

Am Ende gab es einen Cliffhange,; die Ermittler werden bereits zu einem neuen Tatort gerufen.

Insgesamt ein gut geschriebenes, spannendes Buch. Die anderen Teile der Reihe werde ich sehr wahrscheinlich auch noch lesen. Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 23.05.2020

Die Vergangenheit holt einen ein

Nordlicht - Die Spur des Mörders
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Nordlicht - Die Spur des Mörders ist der zweite Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg.

Die Ermordung eines pensionierten Studienrates, der zur dänischen Minderheit ...

Nordlicht - Die Spur des Mörders ist der zweite Fall für das deutsch-dänische Ermittlerteam Vibeke Boisen und Rasmus Nyborg.

Die Ermordung eines pensionierten Studienrates, der zur dänischen Minderheit gehört, sorgt für Aufruhr. Stehen die deutsch-dänischen Beziehungen in Gefahr? Lange ist das Motiv des Mordes unklar. Anhaltspunkte sind nur schwer zu finden, Spuren verlaufen ins Leere. Als Vibeke Boisen im Keller des Toten Karl Bentien eine geheime Kammer findet, ändert sich die Lage komplett. Es ergeben sich neue Ermittlungsansätze, welche weit in die Vergangenheit zurückreichen. Dadurch wird Vibeke an ihre eigene Kinderzeit erinnert, welche sie sehr aufwühlen.

Im zweiten Band der Reihe erfährt der Leser außerdem einiges über die Privatleben von Vibeke und Rasmus. Diese "Nebengeschichte" war ebenfalls sehr interessant.

Der Schreibstil ist flüssig und gut verständlich. Alle wichtigen Personen werden zu Beginn kurz vorgestellt, sodass man das Buch auch ohne vorheriges lesen des ersten Teiles anfangen kann. Die Charaktere sind, so entnimmt man es dem Verlauf der Geschichte, ihren Ländertypen entsprechend charakterisiert. So ist Vibeke die sehr korrekte deutsche Ermittlerin, wohingegen Rasmus so einiges lockerer sieht.

Die Spannung wird über den ganzen Verlauf gehalten und die Auflösung ist schlüssig. Mit dem Täter hätte ich nicht unbedingt gerechnet.

Von mir klare 5 von 5 Sternen, eine klare Leseempfehlung und ich freue mich schon jetzt auf Band 3!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2020

Ein Stalker - und dein Leben ist anders

Nur 15 Sekunden
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Darcy und ihr Sohn Ben starten in New York vollkommen neu. Sie sind gerade dabei sich einzuleben und die ersten Kontakte zu knüpfen, als das unvorstellbare passiert. Darcy hat einen Stalker. Einen Stalker, ...

Darcy und ihr Sohn Ben starten in New York vollkommen neu. Sie sind gerade dabei sich einzuleben und die ersten Kontakte zu knüpfen, als das unvorstellbare passiert. Darcy hat einen Stalker. Einen Stalker, der es in sich hat.

Thematisch geht es die gesamte Zeit um die Problematik des Stalkings. Man erlebt Darcy in dieser Ausnahmesituation, ihre Ängste, ihre Wünsche, ihre Trauer. Egal was sie macht, ihr Stalker lässt nicht locker und greift zu immer extremeren Mitteln. Die Bedrohung wird immer größer.

Die Szenen und Gedanken der Hauptcharaktere werden ausführlich und bildreich beschrieben. Das Ende wirkt jedoch sehr knapp und abrupt. Thematisch interessant, ist "Nur 15 Sekunden" eine nette Lektüre für zwischendurch. Ein Thriller, wie man ihn kennt, ist es meiner Meinung nach aber nicht.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen, da die Story relativ spannend geschrieben war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2020

Der erste Fall für DI Helen Grace

D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt
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Der erste Fall für DI Helen Grace hat es in sich. Er hat sogar das Potenzial, ihr spektakulärster Fall zu werden, finde ich. Warum das so ist, muss der Leser selbst herausfinden. Hier sei nicht zu viel ...

Der erste Fall für DI Helen Grace hat es in sich. Er hat sogar das Potenzial, ihr spektakulärster Fall zu werden, finde ich. Warum das so ist, muss der Leser selbst herausfinden. Hier sei nicht zu viel verraten.

Paare verschwinden und tauchen nach längerer Zeit wieder auf. Überlebt hat das Ganze nur einer. Der Mörder spielt ein hoch belastendes, psychisches Spiel mit den Opfern. Nur nach welchem Muster geht der Killer vor? DI Helen Grace steht in ihrem ersten Fall vor gewaltigen Rätseln und die Zeit wird knapp, denn vor Kollegen macht der Täter keinen Halt.

Durch die sehr kurzen Kapitel liest sich das Buch sehr flüssig und sehr schnell. Die Charaktere sind gut ausgestaltet und jeder ist mir mit seinen Eigenarten von Anfang an sympathisch.

Was mich ein bisschen gestört hat, ist das Erwähnen von Beförderungen. An mehreren Stellen im Buch wurde sehr deutlich gesagt das jetzige Handeln hätte (evtl.) negative Auswirkungen auf die Karriere und man wird erstmal nicht befördert, oder es wurde in Frage gestellt, ob die frühe Beförderung eine richtige Entscheidung war. Warum es mir so deutlich auffiel, kann ich nicht sagen, aber ich empfand es als etwas unpassend.

Die Spannung war die meiste Zeit sehr hoch und steigerte sich immer weiter bis zum Ende. Das Ende empfand ich dann als etwas zu abrupt.

Alles in allem ein toller Auftakt der Helen Grace Reihe und von mir 4/5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere