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Veröffentlicht am 05.01.2020

Können wir überhaupt noch offline?

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Inhalt:

Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf 2500 ...

Inhalt:

Fünf Tage ohne Handy. Ohne Internet. Raus aus dem digitalen Stress, einfach nicht erreichbar sein. So das Vorhaben einer Gruppe junger Leute, die dazu in ein ehemaliges Bergsteigerhotel auf 2500 Metern Höhe reist.
Aber am zweiten Tag verschwindet einer von ihnen und wird kurz darauf schwer misshandelt gefunden. Jetzt beginnt für alle ein Horrortrip ohne Ausweg. Denn sie sind offline, und niemand wird kommen, um ihnen zu helfen ...


Meinung:

Für mich ist Offline das erste Buch vom Bestsellerautor Arno Strobel.

Das Thema des Buches trifft den Nerv der Zeit. In Zeiten der Digitalisierung, wo immer mehr Leute und Unternehmen vollständig online gehen, muss man sich selbst fragen, ob dies gut für einen ist. Wie schön wäre es ein paar Tage diesem Stress zu entfliehen und einfach mal offline zu sein. Unsere Vorfahren waren nie online und haben auch gut gelebt. So macht sich eine Gruppe junger Leute auf, um ein paar Tage "Digital-Detox" zu betreiben.

Doch bereits nach kurzer Zeit geschehen schreckliche Dinge und Rettung ist nicht in Sicht...


Die Story liest sich sehr flüssig, alle Charaktere werden eingangs mit ihren wesentlichen Zügen dargestellt. Welche zum Teil dunklen Geheimnisse die Menschen mit sich tragen, erfährt man im Verlauf der Geschichte. Die Gruppe besteht aus sehr unterschiedlichen Charakteren, die bunte Mischung belebt das Ganze und macht es interessant.

Das Buch gibt einem viele Möglichkeiten, um darüber nachzudenken, wie man sich selbst in so einer Situation verhalten würde. Bleibt man ruhig und überlegt? Oder ist man eher der impulsive, der auch mal unüberlegt handelt? Die Gruppe zerfällt im Verlauf immer weiter in einzelne Lager und findet später aber auch wieder zusammen. Die Dynamik ist sehr hoch.

Die Auflösung des Täters war mir eigentlich zuvor schon klar. Es werden aber auch viele Fehlinformationen gestreut, sodass man am Ende auch ziemlich überrascht sein kann. Für mich persönlich war das Ende etwas zu kurz geraten. Ich hätte gerne gewusst, wie es mit dem einen oder anderen Charakter noch weiter geht.

Alles in allem ein tolles Buch, mit 5/5 Sternen, dass ich empfehlen kann. Garantiert nicht der letzte Strobel für mich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.11.2019

EIn Thriller mit Überraschungen

Negatio
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Ein Anruf verändert das Leben von Sebastian schlagartig. Ein grausamer Mörder ist unterwegs. Die Polizei nimmt die Sache seiner Meinung nach nicht ernst. Er ist selbst Polizist und ermittelt auf eigene ...

Ein Anruf verändert das Leben von Sebastian schlagartig. Ein grausamer Mörder ist unterwegs. Die Polizei nimmt die Sache seiner Meinung nach nicht ernst. Er ist selbst Polizist und ermittelt auf eigene Faust.


In Negatio taucht man ein in die Welt von Sebastian und sieht, wie ein von Schicksalen getroffener Mann das Leben sieht und an den Umständen langsam aber sicher zerbricht.

Die jeweiligen Kapitel sind einzelnen Charakteren zugeordnet. Man erfährt so in einem schnellen und stetigen Wechsel eine ganze Menge über alle handelnden Personen. Was sie denken, was sie fühlen und natürlich auch was sie tun.

Im Verlauf des Thrillers wird immer wieder Spannung aufgebaut. Die Story gewinnt immer mehr an Tempo und wird zum Ende hin nochmals richtig spannend. An der ein oder anderen Stelle sind die Schilderungen zu gewissen Charakteren minimal zu lang gewesen. Die nächsten Seiten konnten dies aber schnell wieder wett machen.

Die Charaktere sind sehr vielseitig. Schilderungen der jeweiligen Gewohnheiten sorgen für eine gute Möglichkeit, sich in die Personen hineinzuversetzen.

Der Schreibsti ist flüssig, die Schilderungen detailliert und passend. Ein angenehmes Lesegefühl.

Ein sehr gelungenes Erstlingswerk von Julia Fürbaß. Eine Leseempfehlung mit 5/5 Sternen von mir!

Veröffentlicht am 13.11.2019

Der Wald und seine dunkelste Seite

Totenstille
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Totenstille ist der erste Krimi von Will Dean um die Journalistin Tuva Moodyson.

Tuva lebt in einer kleinen, beschaulichen Stadt im Norden Schwedens. Sie arbeitet als Journalistin bei der städtischen ...

Totenstille ist der erste Krimi von Will Dean um die Journalistin Tuva Moodyson.

Tuva lebt in einer kleinen, beschaulichen Stadt im Norden Schwedens. Sie arbeitet als Journalistin bei der städtischen Zeitung. In Wahrheit möchte Tuva zu einer der großen Zeitungen der Welt, denn sie zeigt Talent für guten Journalismus.
Als auf einmal ein Toter gefunden wird und es nicht der Einzige war, ergreift Tuva die Chance auf „Ihre“ große Story. Die Morde erinnern an eine Mordserie aus den 90er-Jahren. Den bis dato nicht gefundenen Mörder nannte man den Medusa-Killer. Sein Markenzeichen: Den Opfern wurden die Augen entfernt.

Das Buch zeichnet sich durch sehr detaillierte und ausführliche Beschreibungen der Szenen aus. Dies liegt daran, dass Tuva gehörlos ist. Ohne ihre Hörgeräte kann sie allein versuchen von den Lippen zu lesen. Die Beschreibungen sorgen dafür, dass der Leser sich alles sehr genau vorstellen kann. Man steht quasi die ganze Zeit direkt neben Tuva und begleitet sie auf ihrem Weg.
Tuva selbst ist ein sympathischer Hauptcharakter. Man fühlt mit ihr und ihrer Situation mit. Sofern man Tuva nicht kennt, merkt man zu Beginn nichts von der Gehörlosigkeit. Meistens erwähnt sie ihr „Problem“ ganz kurz und danach ist es auch nicht mehr wichtig, sondern sie konzentriert sich auf ihr Handeln und Tun, wie jeder andere es auch macht. Dieser Umgang mit ihren persönlichen Problemen macht Tuva nochmals sympathisch.

Der Schreibstil des Buches ist sehr bildreich. Das Ganze liest sich sehr flüssig. Die verhältnismäßig noch kurzen Kapitel sorgen immer wieder für Abwechslung. Durch die sehr ausführlichen Schilderungen, auch mancher nicht so wichtiger Sachen, geht manchmal leider die Spannung verloren. An einigen Stellen hätte man die Beschreibungen etwas komprimieren können.
Die Thematik der Story ist sehr interessant. Eine etwas abgelegene Kleinstadt, ein großer Wald in dem gemordet wird und gewöhnungsbedürftige Anwohner, wo viele ein dunkles Geheimnis haben. Weiterhin ist es gut, dass in diesem Krimi nicht ein Ermittlerteam und die Arbeiten der Polizei im Vordergrund stehen, sondern eine Journalisten auf der Suche nach IHRER Story. Man betrachtet das ganze also mal aus einer anderen Perspektive, bei der die Schwerpunkte zum Teil auch anders gesetzt werden.

Im Verlauf der Geschichte gibt es einige spannende, für Tuva aber beängstigende Momente und Vorkommnisse. Einige Fragen die sich der Leser stellt, werden jedoch leider bis zum Ende nicht aufgelöst. Mehr sei dazu an dieser Stelle nicht gesagt, um nicht zu viel zu verraten.

Alles in allem eine sehr interessante Geschichte, mit einigen Tiefen in der Spannung. Die sympathische Protagonistin gleicht dies aber wieder aus. Von mir eine Leseempfehlung für den schwedischen Krimi der etwas anderen Art. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen!

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Figuren
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 12.10.2019

Ein Eismörder geht um...

Eisige Flut
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Inhalt:
An einem bitterkalten Februarmorgen wird John Benthien zu einem einsamen Haus in der nordfriesischen Marsch gerufen. Der Kommissar traut seinen Augen nicht: Vor der Tür des Hauses steht eine Tote, ...

Inhalt:
An einem bitterkalten Februarmorgen wird John Benthien zu einem einsamen Haus in der nordfriesischen Marsch gerufen. Der Kommissar traut seinen Augen nicht: Vor der Tür des Hauses steht eine Tote, von Kopf bis Fuß in Eis gehüllt. Die geschockten Hausbewohner identifizieren sie als ihre seit Wochen vermisste Tochter. Doch warum hat der Mörder ihre Leiche auf so groteske Weise inszeniert? Benthiens Ermittlungen verlaufen zunächst ergebnislos, bis zwei weitere "Eisleichen" auftauchen, die letzte auf Amrum. Nach und nach entschlüsselt der Kommissar das bizarre Rätsel - und entdeckt eine Verbindung zu seiner eigenen Vergangenheit ...

Meinung:
Eisige Flut ist der mittlerweile fünfte Fall für John Benthien und seine Kollegen. Auch dieser Fall ist wieder besonders. Besonders knifflig, besonders undurchsichtig und besonders schwierig.
Die Toten sind auf eine besondere Art und Weise aufgefunden worden, man kann von einer Inszenierung sprechen. Schnell sucht man nicht irgendeinen Mörder, sondern den "Eismörder". Spuren die zum Täter führen? Sehr lange gibt es sie nicht.
Die Charaktere sind wie immer toll beschrieben und die Gewohnheiten eines jeden sind im mittlerweile fünften Band unverändert, was jede Figur zu etwas Besonderem macht.
Das Buch liest sich wie gewohnt flüssig und man kann der dauerhaft spannenden Geschichte sehr gut folgen. In diesem Teil der Reihe wird an ganz vielen Orten ermittelt. Auf dem Festland, auf den Inseln, in Richtung Dänemark und an ein paar weiteren Orten.
Auch im Privatleben von John tut sich etwas, genauso bei seinem Kollegen und Freund Fitzen. Eine sinnige Nebengeschichte, die den Fall gut ergänzt.
Gut gefiel mir, dass auf Personen und einen Fall aus den vorangegangenen Büchern zurückgegriffen wurde. Wenn man die Bücher der Reihe nach liest, weiß der Leser natürlich sofort worum es geht. Aber es ist nicht zwingend notwendig die anderen Bücher zu kennen. Alle Charaktere werden in ihren Grundzügen beschrieben und alles Wissenswerte aus vorherigen Ermittlungen wird auch in solch einem Umfang beschrieben, dass man der Geschichte ohne Verluste folgen kann.
Das Ende kam für mich völlig unerwartet und überraschend. Mit diesem Täter hätte ich nie im Leben gerechnet! Aber es sei natürlich nicht zu viel verraten.
Alles in allem wieder ein toller Band und für mich der bisher stärkste der Reihe rund um den Kommissar John Benthien. Eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 08.08.2019

Lauf, wenn du kannst.

Der Blütenjäger
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Es ist der vierte Fall für die Spezialermittlerin Laura Kern und dieser Fall erscheint von Beginn an besonders mysteriös.

Ich kenne die vorherigen drei Teile nicht, was ich aber auch nicht als Hindernis ...

Es ist der vierte Fall für die Spezialermittlerin Laura Kern und dieser Fall erscheint von Beginn an besonders mysteriös.

Ich kenne die vorherigen drei Teile nicht, was ich aber auch nicht als Hindernis empfunden habe. Man ist dennoch voll dabei und hat nicht das Gefühl, dass irgendetwas fehlt.

Neben den aktuellen Ermittlungen, gibt es einen zweiten Erzählstrang. Dieser behandelt einen vor 20 Jahren geschehenen Unfall. Der Wechsel zwischen beiden Storys gelingt flüssig und unterbricht den Fluss der Geschichte nicht.
Die komplette Zeit rätselt man, wer der Mörder ist. Das "Problem": Es kommen immer neue Verdächtige hinzu und man selbst kann sich nicht entscheiden, wer es gewesen ist und tappt bis zum Ende im Dunkeln. Ein sehr gut gelungener Thriller!

Die Stimme der Sprecherin Beate Rysopp ist sehr angenehm. Man hört ihr gerne zu und kann dem Geschehen sehr gut folgen.

Für mich war es das erste Buch um der Laura Kern Reihe und ich bin ein Fan geworden.