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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2021

Anders als die Vorgänger

Ostseefalle
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„Ostseefalle“ ist mittlerweile der 16. Band der Reihe rund um die Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki.
Ich habe alle Bände gelesen und bin ein sehr großer Fan der Reihe. Das lesen der vorherigen ...

„Ostseefalle“ ist mittlerweile der 16. Band der Reihe rund um die Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki.
Ich habe alle Bände gelesen und bin ein sehr großer Fan der Reihe. Das lesen der vorherigen Bände ist für diesen Fall nicht notwendig.

In ihrem neuen Fall ermittelt Pia in einem Cold Case. In einem Ort wird ein Schädel gefunden. Der Schädel bringt Pia und ihren Kollegen Broders auf die Spur eines vor zehn Jahren verschwundenen Mädchens.
Mitten in den Ermittlungen wird Pia in eine Falle gelockt und entführt. Ein alter Bekannter hat dabei seine Finger im Spiel.

Das Buch las sich wieder sehr flüssig. Ich bin nur so über die Seiten geflogen. Die Autorin hat wie immer einen guten Schreibstil.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet worden. Man war immer ein direkter Teil des Geschehens.

Leider rückt der Cold Case ab dem Zeitpunkt der Entführung von Pia stark in den Hintergrund. Die Auflösung des Falles erfolgt entgegen dem Ende relativ kurz.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Entführung von Pia. Große Ermittlungsarbeit, wie man sie vielleicht aus den Vorgängerbänden kennt, wird nicht betrieben. Dieser Fall und dieses Buch sind einfach anders als die vorherigen.

Ich persönlich hätte mir einen größeren Schwerpunkt auf dem Cold Case gewünscht. Gerade vor dem Hintergrund, dass am Anfang des Buches viele Verdächtige ins Spiel gebracht werden. Einige Charaktere verhalten sich auffällig. Dies wird im späteren Verlauf nicht mehr näher thematisiert.

Insgesamt für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Gut geschrieben, jedoch waren meine Erwartungen etwas anders.

Von mir dieses Mal 3 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2021

Eine Entführung und unerwartete Wendungen

Todesrauschen
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Der dritte Band der Auris-Reihe rund um Jula Ansorge und Matthias Hegel hat es wieder richtig in sich.
Zu viel kann man an dieser Stelle nicht erzählen, da man ansonsten zu viel vorwegenehmen würde.

Der ...

Der dritte Band der Auris-Reihe rund um Jula Ansorge und Matthias Hegel hat es wieder richtig in sich.
Zu viel kann man an dieser Stelle nicht erzählen, da man ansonsten zu viel vorwegenehmen würde.

Der Thriller ist wieder super geschrieben, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Entführung ist wirklich spannend und lässt den Leser nicht mehr los.
Viele überraschende und unerwartete Wendungen sorgen für eine immer wieder steigende Spannungskurve.

Jula und Matthias als Hauptcharaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet worden. Ich war gerne an ihrer Seite und habe das Geschehen mitbeobachtet.

Von mir eine klare Leseempfehlung und fünf von fünf Sternen. Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.03.2021

Vier Jugendliche und die Zeit bis zur Wende

Wende-Trilogie / Und am Ende die Wende
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Teil eins der Wende Trilogie ist ein erfolgreicher und gut gelungener Start.
Vier Jugendliche und alle gehen ihren eigenen Weg. Die Frage die sich alle stellen lautet: Arrangiert man sich mit dem System ...

Teil eins der Wende Trilogie ist ein erfolgreicher und gut gelungener Start.
Vier Jugendliche und alle gehen ihren eigenen Weg. Die Frage die sich alle stellen lautet: Arrangiert man sich mit dem System oder sucht man einen anderen Ausweg?

Alle vier: Alex, Lisa, Maria und Ulrike haben sich für unterschiedliche Wege entschieden. Am Ende wollen sie aber alle das Gleiche: Veränderung.

Wolfgang Mondorf bestreibt sehr detailreich das Leben der vier Jugendlichen. Ihre Ängste, ihre Sehnsüchte und ihre Hoffnungen. Dabei verharmlost der Autor nichts. Das Leben seinerzeit wird so dargestellt, wie es gewesen war. Ein autoritäres System, welches keine Widerrede duldet. Ist man auffällig, wird man bestraft. Zumeist mit einem Aufenthalt im Gefängnis und schwerer, körperlicher Arbeit bei menschenunwürdigen Zuständen.

Zu Beginn hat es etwas gedauert, bis ich alle Namen unterscheiden konnte. Der Autor wechselt immer wieder zwischen den Charakteren und berichtet aus der Sicht der einzelnen Figuren. Man kann sich in alle vier Protagonisten hineinversetzen. Man erfährt was sie denken und fühlen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Durch die detailreichen Beschreibungen ist die gesamte Geschichte sehr bildlich. Das Buch liest sich sehr flüssig. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender wird sie und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Das Buch hat gezeigt, wie schonungslos und hart die Zeit in der DDR gewesen ist bzw. sein konnte. Für alle Interessierten ist die Lektüre dieses Romans eine Pflicht.

Ich bin gespannt, wie es in den nächsten beiden Büchern der Reihe weitergeht.

Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2020

Toller Auftakt der Reihe um Sebastian Bergman

Der Mann, der kein Mörder war
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„Der Mann, der kein Mörder war“ ist der erste Band rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman.
Für mich war es nicht nur der erste Band der Reihe, sondern auch das erste Buch der Autoren Hjorth ...

„Der Mann, der kein Mörder war“ ist der erste Band rund um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman.
Für mich war es nicht nur der erste Band der Reihe, sondern auch das erste Buch der Autoren Hjorth & Rosenfeld.

Zu Beginn fällt gleich auf, dass es sich um einen verhältnismäßig sehr dicken Krimi handelt. Das Buch hat immerhin beinahe 600 Seiten.

Västerås. Ein Junge – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Ein nicht ganz einfacher Fall. Die örtliche Polizei fordert Verstärkung durch das Team rund um Kommissar Höglund aus Stockholm an. In Västerås hält sich zu dieser Zeit Sebastian Bergman auf. Dieser wird sehr schnell Teil der Ermittlungen.

Eine lange Zeit gibt es keine richtige Spur des Täters. Alles scheint irgendwie mit dem Elitegymnasium zu tun zu haben, auf das der ermordete Junge vor seinem Tod ging. Was waren die Gründe des Täters? Warum musste der Junge so brutal sterben?

Der Schreibstil ist sehr gut. Die Spannung wird konsequent gehalten und baut sich zum Ende hin immer weiter auf. Das Finale war spannungsmäßig das Highlight des Buches.

Die Orte und Charaktere werden sehr detailliert und bildreich beschrieben. Mir hat dies sehr gut gefallen.

Sebastian Bergman ist wirklich ein sehr komischer „Kauz“: Sein Verhalten hat viel mit seiner Vergangenheit zu tun. In diese darf der Leser im Verlauf der Handlung immer wieder eintauchen. Einziger kleiner „Kritikpunkt“ ist die offensichtliche Sucht nach Sex, die Sebastian Bergman hat. Dieses Thema war überraschend oft im Mittelpunkt.

Insgesamt ein gut geschriebenes Buch. Die folgenden Bände werde ich auf jeden Fall noch lesen.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung für diese tolle Reihe und 5 von 5 Sternen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.10.2020

Brutal spannend

Die perfekte Sünde
6

„Die perfekte Sünde“ ist der vierte Band der Reihe um Luc Callanach. Für mich war es der erste Band der Reihe und das erste Buch der Autorin.

Mich hat es nicht gestört, dass ich die ersten drei Bände ...

„Die perfekte Sünde“ ist der vierte Band der Reihe um Luc Callanach. Für mich war es der erste Band der Reihe und das erste Buch der Autorin.

Mich hat es nicht gestört, dass ich die ersten drei Bände noch nicht kenne. Man muss diese nicht unbedingt gelesen haben, bevor man Teil vier liest.

Eine junge Frau wird ermordet aufgefunden. Das Besondere: man hat ihr zwei Hautstücke entfernt. Aus diesen Hautstücken wird eine Puppe genäht, welche bei der zweiten verschwundenen Frau auftaucht. Und es wird nicht die letzte Frau gewesen sein. Lange Zeit ist das Motiv des Täters unklar.

DI Luc Callanach und seine Chefin DCI Ava Turner nehmen die Jagd nach einem außergewöhnlichen Mörder auf.

Der Schreibstil ist sehr flüssig. Man kann die Geschichte zügig und klar verständlich lesen. Einzig die vielen Namen der Protagonisten / Kommissare haben mich anfangs etwas verwirrt. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich alle Namen richtig zuordnen konnte.

Insgesamt ist das Buch sehr spannend geschrieben, wobei die Spannung zum Ende hin nochmals sehr stark steigt. Dies hat mir persönlich sehr gut gefallen.

Man erfährt außerdem auch eine ganze Menge über das Privatleben der Hauptcharaktere. Dies ist wichtig, damit man sich noch besser in die Personen und die Geschichte hineinversetzen kann. Bis auf ein paar etwas zu lange Ausführungen ist dies sehr gut gelungen.

Turner und Callanach haben mir als Ermittler sehr gut gefallen. Ihre (gemeinsame) Chefin Overbeck war mir etwas zu hart. Eine wirklich furchteinflößende und unberechenbare Frau.

Sehr lange ergibt sich keine wirkliche Spur. Die Ermittler wissen lange nicht, wo sie ansetzen sollen. Der Täter scheint sein Handwerk zu verstehen.

In dieser ersten „Phase“ erfährt man viel darüber, wie es den entführten Mädchen ergeht und wie der Täter vorgeht. Insgesamt sehr spannend geschrieben und bildreich. Das ein oder andere Mal habe ich mir das ganze etwas zu bildlich vorstellen können.

Das Motiv des Täters und die Gründe für sein Handeln wurden schlüssig aufgelöst.

Am Ende gab es einen Cliffhange,; die Ermittler werden bereits zu einem neuen Tatort gerufen.

Insgesamt ein gut geschriebenes, spannendes Buch. Die anderen Teile der Reihe werde ich sehr wahrscheinlich auch noch lesen. Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
  • Handlung