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Veröffentlicht am 09.04.2022

Ein dunkler Ort in dem schreckliches passiert

Talberg 1935
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Talberg 1935 ist der erste Band der Talberg-Reihe von Max Korn und spielt im Jahr 1935.

Talberg ist ein kleiner, düster beschriebener Ort in der Umgebung von Passau. Die Leute sind sehr eigenwillig und ...

Talberg 1935 ist der erste Band der Talberg-Reihe von Max Korn und spielt im Jahr 1935.

Talberg ist ein kleiner, düster beschriebener Ort in der Umgebung von Passau. Die Leute sind sehr eigenwillig und bleiben lieber unter sich. Fremde werden grundsätzlich misstrauisch beäugt. Das Dorfleben wird von vier Familien bestimmt. Als der Sohn des Waldbauern ermordet wird zeigen sich die dunkelsten Abgründe von Talberg.

Ich habe sehr lange gebraucht um richtig in die Story reinzukommen. Anfangs tat ich mich sehr schwer mit den Charakteren warm zu werden. Die erste Hälfte des Buches kam für mich auch nicht richtig Spannung auf. Es wurden alle Charaktere und ihre Eigenarten sehr umfangreich beschrieben, viel mehr ist gefühlt aber auch nicht passiert. In der zweiten Hälfte des Buches wurde es dann etwas flüssiger und interessanter. Auf einmal starben drei weitere Menschen Schlag auf Schlag. Richtig spannend wurde es auf den letzten Seiten, wobei das Ende sehr offen gehalten ist. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass noch zwei weitere Bände folgen.

Insgesamt empfand ich die Geschichte als ganz in Ordnung, sie konnte mich jedoch nicht übermäßig begeistern. Eine solide Story über ein in der Einöde gelegenes, düsteres Dorf.

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Veröffentlicht am 12.02.2022

Wende gut, alles gut?

Wende-Trilogie / Wende gut, alles gut
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Wende gut, alles gut ist der zweite Teil der Wende-Triologie von Wolfgang Mondorf, erschienen im Schippachverlag.

Nach dem Fall der Mauer erzählt von den vier bekannten Protagonisten Ales, Lisa, Maria ...

Wende gut, alles gut ist der zweite Teil der Wende-Triologie von Wolfgang Mondorf, erschienen im Schippachverlag.

Nach dem Fall der Mauer erzählt von den vier bekannten Protagonisten Ales, Lisa, Maria und Ulrike in der Zeit nach der Wende. Wo verbleibt ein jeder? Welchen Weg schlägt ein jeder ein?

Alle gehen ganz unterschiedliche Wege. Wolfgang Mondorf beschreibt, wie bereits im ersten Teil, sehr bildhaft und genau, wie sich die Charaktere entwickeln und welche Probleme die Wende mit sich bringt.

Der Roman war wieder sehr gut geschrieben. Die Hintergründe wurden sehr genau recherchiert, was auch den Zeitzeugen zu verdanken ist.

Der Autor präsentiert eine gute Fortsetzung der Wende-Triologie und wer Freude am Lesen des ersten Teiles hatte sollte den zweiten Band nicht verpassen.

Ich freue mich bereits jetzt auf den dritten und letzten Band der Reihe und warte gespannt.

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Veröffentlicht am 01.04.2021

Anders als die Vorgänger

Ostseefalle
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„Ostseefalle“ ist mittlerweile der 16. Band der Reihe rund um die Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki.
Ich habe alle Bände gelesen und bin ein sehr großer Fan der Reihe. Das lesen der vorherigen ...

„Ostseefalle“ ist mittlerweile der 16. Band der Reihe rund um die Lübecker Kriminalkommissarin Pia Korittki.
Ich habe alle Bände gelesen und bin ein sehr großer Fan der Reihe. Das lesen der vorherigen Bände ist für diesen Fall nicht notwendig.

In ihrem neuen Fall ermittelt Pia in einem Cold Case. In einem Ort wird ein Schädel gefunden. Der Schädel bringt Pia und ihren Kollegen Broders auf die Spur eines vor zehn Jahren verschwundenen Mädchens.
Mitten in den Ermittlungen wird Pia in eine Falle gelockt und entführt. Ein alter Bekannter hat dabei seine Finger im Spiel.

Das Buch las sich wieder sehr flüssig. Ich bin nur so über die Seiten geflogen. Die Autorin hat wie immer einen guten Schreibstil.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet worden. Man war immer ein direkter Teil des Geschehens.

Leider rückt der Cold Case ab dem Zeitpunkt der Entführung von Pia stark in den Hintergrund. Die Auflösung des Falles erfolgt entgegen dem Ende relativ kurz.

Der Schwerpunkt des Buches liegt auf der Entführung von Pia. Große Ermittlungsarbeit, wie man sie vielleicht aus den Vorgängerbänden kennt, wird nicht betrieben. Dieser Fall und dieses Buch sind einfach anders als die vorherigen.

Ich persönlich hätte mir einen größeren Schwerpunkt auf dem Cold Case gewünscht. Gerade vor dem Hintergrund, dass am Anfang des Buches viele Verdächtige ins Spiel gebracht werden. Einige Charaktere verhalten sich auffällig. Dies wird im späteren Verlauf nicht mehr näher thematisiert.

Insgesamt für mich der bisher schwächste Band der Reihe. Gut geschrieben, jedoch waren meine Erwartungen etwas anders.

Von mir dieses Mal 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 27.03.2021

Eine Entführung und unerwartete Wendungen

Todesrauschen
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Der dritte Band der Auris-Reihe rund um Jula Ansorge und Matthias Hegel hat es wieder richtig in sich.
Zu viel kann man an dieser Stelle nicht erzählen, da man ansonsten zu viel vorwegenehmen würde.

Der ...

Der dritte Band der Auris-Reihe rund um Jula Ansorge und Matthias Hegel hat es wieder richtig in sich.
Zu viel kann man an dieser Stelle nicht erzählen, da man ansonsten zu viel vorwegenehmen würde.

Der Thriller ist wieder super geschrieben, ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die Entführung ist wirklich spannend und lässt den Leser nicht mehr los.
Viele überraschende und unerwartete Wendungen sorgen für eine immer wieder steigende Spannungskurve.

Jula und Matthias als Hauptcharaktere sind wieder sehr gut ausgearbeitet worden. Ich war gerne an ihrer Seite und habe das Geschehen mitbeobachtet.

Von mir eine klare Leseempfehlung und fünf von fünf Sternen. Ich freue mich bereits jetzt auf den nächsten Band der Reihe!

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Vier Jugendliche und die Zeit bis zur Wende

Wende-Trilogie / Und am Ende die Wende
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Teil eins der Wende Trilogie ist ein erfolgreicher und gut gelungener Start.
Vier Jugendliche und alle gehen ihren eigenen Weg. Die Frage die sich alle stellen lautet: Arrangiert man sich mit dem System ...

Teil eins der Wende Trilogie ist ein erfolgreicher und gut gelungener Start.
Vier Jugendliche und alle gehen ihren eigenen Weg. Die Frage die sich alle stellen lautet: Arrangiert man sich mit dem System oder sucht man einen anderen Ausweg?

Alle vier: Alex, Lisa, Maria und Ulrike haben sich für unterschiedliche Wege entschieden. Am Ende wollen sie aber alle das Gleiche: Veränderung.

Wolfgang Mondorf bestreibt sehr detailreich das Leben der vier Jugendlichen. Ihre Ängste, ihre Sehnsüchte und ihre Hoffnungen. Dabei verharmlost der Autor nichts. Das Leben seinerzeit wird so dargestellt, wie es gewesen war. Ein autoritäres System, welches keine Widerrede duldet. Ist man auffällig, wird man bestraft. Zumeist mit einem Aufenthalt im Gefängnis und schwerer, körperlicher Arbeit bei menschenunwürdigen Zuständen.

Zu Beginn hat es etwas gedauert, bis ich alle Namen unterscheiden konnte. Der Autor wechselt immer wieder zwischen den Charakteren und berichtet aus der Sicht der einzelnen Figuren. Man kann sich in alle vier Protagonisten hineinversetzen. Man erfährt was sie denken und fühlen. Das hat mir sehr gut gefallen.
Durch die detailreichen Beschreibungen ist die gesamte Geschichte sehr bildlich. Das Buch liest sich sehr flüssig. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender wird sie und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Das Buch hat gezeigt, wie schonungslos und hart die Zeit in der DDR gewesen ist bzw. sein konnte. Für alle Interessierten ist die Lektüre dieses Romans eine Pflicht.

Ich bin gespannt, wie es in den nächsten beiden Büchern der Reihe weitergeht.

Von mir eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

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