Profilbild von Flyspy

Flyspy

Lesejury Star
offline

Flyspy ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Flyspy über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2026

Kochen macht glücklich

Maries Glücksküche – Die Schule am Meer
0

Marie zieht mit ihrer Familie nach Südfrankreich, weil ihre Mutter dort eine Stelle als Köchin in der Schule annimmt. In dem kleinen Ort am Meer lebt auch ihre französische Großmutter, die eine ganz besondere ...

Marie zieht mit ihrer Familie nach Südfrankreich, weil ihre Mutter dort eine Stelle als Köchin in der Schule annimmt. In dem kleinen Ort am Meer lebt auch ihre französische Großmutter, die eine ganz besondere Kochkunst beherrscht. Während sich ihr älterer Bruder schnell gut einlebt, fällt Marie der Start noch etwas schwer. Als ihre Großmutter anfängt, Marie in das Familiengeheimnis einzuweihen, ändert sich alles.
Ein farbenfrohes Cover lenkt gleich den Blick auf das Buch. Dazu kommen schöne schwarz-weiße Illustrationen im Buch. Schriftsatz und Kapitellänge sind für die Altersgruppe passend. Die Geschichte ist eingängig. Marie ist von Beginn an sympathisch - wie ihre ganze Familie. Das Buch liest sich kurzweilig und einige französische Begriffe sorgen für Lokalkolorit. Ebenso die Szene auf dem Wochenmarkt trägt zum Frankreich-Feeling bei. Die vielen kleinen Ideen einschließlich der Rezepte am Buchende sorgen auch für viel Lesespaß. Kindern wird es nicht langweilig werden, da viel in rascher Folge passiert. Maries neue Freundin Coco wird wichtig für sie und beide zusammen geben bald ein gutes, eingeschworenes Team ab. Von den übrigen Charakteren spielt vor allem Oma Aveline eine wichtige Rolle. Der Schluss bildet einen schönen und familientauglichen Ausklang für die Geschichte. Für sich gesehen ist die Geschichte erst einmal abgeschlossen, aber das Buch schreit einfach nach einer Fortsetzung! Ich werde demnächst auch mal mit den Kräutern tanzen, vielleicht hilft es ja, beim Kochen eine besondere Note zu "zaubern". Eine liebenswerte Geschichte, besonders passend für die Sommerferien!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.04.2026

Exorbitant gut

Die Känguru-Rebellion (Die Känguru-Werke 5)
0

Ich kenne alle Vorgängerbände und konnte auch bereits meinen Neffen dafür begeistern! Ein aufrührerisches Cover in Pink, mit dem Känguru in Pose, das ist schon ein echter Hingucker. Und schon der Einstieg, ...

Ich kenne alle Vorgängerbände und konnte auch bereits meinen Neffen dafür begeistern! Ein aufrührerisches Cover in Pink, mit dem Känguru in Pose, das ist schon ein echter Hingucker. Und schon der Einstieg, die Frage nach der Weltlage, und der Antwort „Fang doch nicht gleich mit so ’nem Downer an. So würdest du doch auch nicht dein neues Buch beginnen“ Doch, genauso!
Die Anmerkungen treffen auf den Punkt, es steckt viel an Wahrheiten in den bemerkenswert gut formulierten Texten. Ich bedauere es sehr, dass gerade die Menschen, die es nötig hätten sich mit diesen Ausführungen zu befassen, das Buch leider nicht lesen werden. Marc-Uwe Kling geht nicht zimperlich vor, gerade das gefällt mir. Bei den vielen Wahrheiten sollte man beim Lesen immer mal eine Pause machen, um alles für sich selbst einzuordnen. Sonst würden einige Gedanken in der Flut untergehen. Von daher haben mich auch einige Redundanzen nicht gestört, denn viele Gedankengängen sind eine Wiederholung wert. Ich habe die Lektüre mit den entstandenen Bildern, die sich beim Lesen im Kopf breit gemacht haben, genossen und mich dabei auch amüsiert. Und dies in dem Wissen, dass viele Realitäten nicht zum Lachen sind.
Bei den vielen Faktenfeinden (sehr treffender Begriff) braucht die Welt gerade dieses Buch und eine Känguru-Rebellion! Ich bin dabei!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2026

Fleischlos verführt

Hessisch vegetarisch
0

Mir gefiel auf Anhieb das Cover mit der Geröstel-Pfanne mit Pilzen, welches gleich Appetit macht.
Jedes Rezept wird mit einem ganzseitigen Bild illustriert, so dass man eine gute Vorstellung von dem Gericht ...

Mir gefiel auf Anhieb das Cover mit der Geröstel-Pfanne mit Pilzen, welches gleich Appetit macht.
Jedes Rezept wird mit einem ganzseitigen Bild illustriert, so dass man eine gute Vorstellung von dem Gericht erhält. Zutaten, Zubereitungsschritte, benötigtes Material und Anrichte-Tipps sowie vegane Varianten zum Rezept sind übersichtlich aufbereitet. Zusätzlich werden Zusatzinfos über den „Gut zu Wissen“-Punkt vermittelt.
Es werden jeweils 10 Rezepte für Vorspeisen, Hauptgerichte und Dessert vorgestellt, so dass eine gewisse Variationsbreite gegeben ist. Die Neuinterpretation traditioneller Gerichte ist modern und gelungen, auch Freunde der klassischen Zubereitungsart werden Geschmack daran finden.
Das Inhaltsverzeichnis mit den Bildkacheln vermittelt einen ersten Eindruck von den Gerichten und ist sehr übersichtlich. Ich als Nichtvegetarierin sehe hier leckere Möglichkeiten zur Erweiterung meiner Speisekarte, denn nicht nur Vegetarier finden hier einige Anregungen, vor allem die Dessert-Vorschläge haben mir gut gefallen! Auch ein schönes Geschenk als Mitbringsel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 30.03.2026

Albtraumhaftes Geschehen und fast jede(r) verfolgt seine eigenen Ziele

Missing Page - Tödliche Worte
16

Zum Inhalt:
Antonia, genannt Toni, nimmt in Schottland an einem Schreibworkshop eines erfolgreichen, aber exzentrischen Autors teil. Außer ihr sind fünf weitere jugendliche Teilnehmer - und abgesehen von ...

Zum Inhalt:
Antonia, genannt Toni, nimmt in Schottland an einem Schreibworkshop eines erfolgreichen, aber exzentrischen Autors teil. Außer ihr sind fünf weitere jugendliche Teilnehmer - und abgesehen von dem Hausherrn - noch vier Bedienstete auf dem Anwesen zugegen. Der Autor, Richard Giffard, weckt Erwartungen, denn er will sein gesamtes Vermögen dem überzeugendsten Schreibtalent unter den jugendlichen Aspiranten vermachen.
Ein Sturm zieht auf, sie werden von der übrigen Welt abgeschnitten. Seltsame Erscheinungen, ein Einbruch und weitere zunächst nicht zu erklärende Vorkommnisse bis hin zu einem Todesfall schaffen eine Atmosphäre voller Misstrauen. Für Schlafwandlerin Toni verwischen, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer Alpträume, Traum und Wirklichkeit. Letztendlich fängt sie an, an ihrer eigenen Wahrnehmung zu zweifeln.

Meine Meinung:
Adressiert an die Leserinnen und Leser von Y/A-Literatur kann der Thriller durchaus Begeisterung bei der älteren Generation auslösen, denn wer Lust am Miträtseln hat, ist bei diesem Buch richtig. Es braucht einen Moment, bis man sich mit den Protagonisten vertraut gemacht hat, aber wenn man in der Geschichte angekommen ist, will man mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Katie Kentos Schreibstil ist locker und flüssig, sie fängt die unterschiedlichen Charaktere gut ein und versteht es, uns die Personen nahe zu bringen. Besonders gut gelingt dies bei Toni, die im Mittelpunkt steht und aus deren Sicht uns die Handlung erzählt wird. Sehr gut gelungen ist die Verbindung zwischen Toni und ihrer toten Mutter, zu der sie den inneren Dialog sucht. Ihre Mutter war Kommissarin und so versucht Toni sich als Ermittlerin auf ihren Spuren. Ja, viel von Tonis Handeln wird bestimmt von dem Andenken an ihre Mutter.
Das Buch punktet zudem durch die über weiten Strecken erhaltene Spannung und die unterschiedlichen Motivlagen, die die Leserschaft immer wieder auf vermeintlich eindeutige Spuren führen. Die zarte Liebesbeziehung spielt zwar eine Rolle, aber dominiert nicht die Handlung, ist wohldosiert. Da ich keine Freundin von Liebesromanen bin, ist mir dies positiv aufgefallen. Am Ende überrascht die Auflösung. Mit während des Lesens nicht angedachten Verbindungen und in der Manier eines Hercule Poirot wird uns das Ergebnis präsentiert, welches mich zufrieden das Buch beiseite legen ließ. Dazu trug auch der gelungene Epilog am Ende bei. Bleibt noch zu erwähnen, dass das Buch optisch auch ein Highlight ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 25.03.2026

Ein scheinbar tiefer Fall, der doch nicht ohne Hoffnung bleibt

Willkommen in Deerhusen. Scheitern mit Seeblick
0

Isabell, eigentlich Tomke, hat das beschauliche nordfriesische Deerhusen lange hinter sich gelassen und lebt mit ihrem Mann Sebastian und den zwei erwachsenen Kindern Clara und Lucas in München, in einer ...

Isabell, eigentlich Tomke, hat das beschauliche nordfriesische Deerhusen lange hinter sich gelassen und lebt mit ihrem Mann Sebastian und den zwei erwachsenen Kindern Clara und Lucas in München, in einer luxuriösen Villa. Nicht ahnend, dass ihr Mann Sebastian in großem Stil Gelder veruntreut hat und daher ins Gefängnis wandert. Ohne Vermögen, kaum noch Bargeld im Portemonnaie, flieht sie mit Sohn und Tochter vor dem Skandal zurück in ihr Elternhaus, aus dem ihre Schwester Stine inzwischen eine kleine Pension gemacht hat.

Die beiden Co-Autorinnen haben die Geschichte in einem erfrischend lockeren Stil zu Papier gebracht. Das Verarbeiten der Situation zu Beginn, die Entscheidungsfindung und die lange und unbequeme Anreise mit allen Tücken, die eine Fahrt mit der Bahn bieten kann, ist launisch beschrieben, man steckt sofort drin in den Charakteren. Wobei sich das Mitleid mit den verwöhnten Protagonisten in Grenzen hält.
Dann das Ankommen in der Vergangenheit, das Erinnern und das Wiedersehen mit der Schwester, mit der man über Jahrzehnte keinen Kontakt mehr hatte. Alle drei Neuankömmlinge müssen mit den neuen Lebensumständen klarkommen, wobei jeder seinen eigenen Weg zu finden hat. Nicht zu vergessen das Verarbeiten vergangener Themen und der Beginn eines Sich-Wieder-Verstehens.
Das alles finde ich gut in der Geschichte entwickelt und miteinander verknüpft. Dabei kommt der Humor nicht zu kurz. Das Buch lebt von den Beziehungen der Personen untereinander und von dem Kontrast zwischen den unterschiedlichen Lebensentwürfen der verwöhnten Städter und der bodenständigen Dorfbewohner. Es liest sich eher ruhig, bietet auch keine besonderen Spannungsmomente, aber die Charaktere entwickeln sich. Ich habe das Buch an einem Wochenende durchgelesen und fand es unterhaltsam - einfach mal was anderes für Zwischendurch. Als Serienauftakt habe ich es nicht empfunden, für mich wirkt es auserzählt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere