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Veröffentlicht am 12.05.2025

Erneut ein wunderbarer Roman aus den Federn der Autorinnen

My Dark Desire
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In „My Dark Desire“ trifft Billionaire-Romance auf ein modernes Cinderella-Retelling, moralische Fragwürdigkeit auf gebrochene Charaktere, Traumas auf Humor.

In ihrer Reihe über die Dark-Prince-Road führen ...

In „My Dark Desire“ trifft Billionaire-Romance auf ein modernes Cinderella-Retelling, moralische Fragwürdigkeit auf gebrochene Charaktere, Traumas auf Humor.

In ihrer Reihe über die Dark-Prince-Road führen uns die Autorinnen L. J. Shen & Parker S. Huntington direkt in eine Welt aus Dekadenz, Arroganz und Prestiges. Geld in Hülle und Fülle. Haben wir im Auftakt die Geschichte von Romeo und Dallas gelesen, wartet im September jene von Ollie auf uns, begleiten wir in diesem Buch das abwechslungsreiche, oft skurrile, ein bisschen schräge Zusammenspiel von Zachary Sun und Farrow Ballantine.

Im Kindesalter verlor der milliardenschwere Geschäftsmann, schon damals äußerst intelligent, rational und pragmatisch, auf traumatische Weise seinen Vater. Unnahbar, verschlossen und in seinem Lebensstil festgefahren, hatten weder Freude, Gefühle noch unnötige Interaktionen in dem bis ins Kleinste durchgeplanten, strukturierten Alltag des CEOs Platz. Lediglich seinen beiden Nachbarn/besten Freunden, seiner umtriebenen Tante und seiner überfürsorglichen, bevormundenden Mutter, die ihn dazu drängt, eine Frau zu finden und Erben zu produzieren, gewährt er hier und da seine Aufmerksamkeit – doch ohne Berührungen, ohne echte Emotionen. Statt sich auf den gegenwärtigen Feierlichkeiten zu amüsieren und eine Hochzeitskandidatin zu wählen, verbringt Zach den Großteil des Abends mit einer herausfordernden Fremden bei einer Partie Go. Der Beginn von etwas, das Suns Leben, sein Denken ins Chaos stürzen wird.

Farrow Ballantine war immer mehr Zuschauerin als Teil ihrer Familie. Seit sie ihren Vater und mit ihm ihre Karriere begraben musste, arbeitet sie unermüdlich, um die Firma am Laufen und ihre verwöhnten, arbeitsunwilligen Mitbewohnerinnen zu unterhalten. Um sich das einzige zurückzuholen, das Fae von ihrem Papa geblieben ist, schleust sich die 23-Jährige auf jener Brautschau ein, von der ganz Potomac redet. In einem geliehenen Negligé, von der heimlichen Fahrt im Kofferraum ihrer drei Stiefmonster zerknittert, ist die taffe Fechterin für alles – Einbruch, Diebstahl und Flucht – gewappnet. Nur nicht für die Konfrontation mit dem düsteren Gastgeber. Nicht für das, was kommen soll …

„My Dark Desire“ besticht nicht nur mit einer detailreichen Aufmachung, die den Geschehnissen – Royale-Vibes meets Aschenputtel – angemessen ist, sondern auch mit einer äußerst unterhaltsamen, mitreißenden Storyline. Erzählt wird aus wechselnder Perspektive, was es zum einen leichter macht, sich der Vergangenheiten und der Hintergründe der Protagonisten gewahr zu werden, zum anderen, sie, ihre Intentionen und Reaktionen, die Zweifel zu verstehen – denn wo Farrow schon immer um alles kämpfen, ständig einstecken musste, trotz ihrer Cleverness und ihrer charakterlichen Stärke nicht vor Trauer und Selbstzweifeln gefeit ist, trägt Zach eine fest verankerte Angst in sich, falsches Schuld- und Pflichtgefühl. In „Okti“ findet er etwas, das einer Heilung gleichkommt, ein wirksames Mittel gegen die Monotonie. Und Fae sieht in diesem erfolgsorientierten Eisblock eine unschätzbare Hilfe, mit der sie endlich Vergeltung üben kann.

Shen & Huntington verstehen es, eine dichte Storyline zu konzipieren, in der etliche Feinheiten, kleinste Regungen und Gedankenblitze zu einer lückenlosen, griffigen Handlung verschmelzen, die jedwede Unsicherheit, jedes Stillstehen, jeden überbrodelnden Wutausbruch erklärt. Es war so leicht, sich mitreißen zu lassen, Mitgefühl zu empfinden und zu hoffen. Während Zach und seine Haushaltshilfe in ihrem eigenen Duell gefangen sind, miteinander aufblühen, aneinander wachsen und sich langsam, aber deutlich verändern, das Setting neidvoll betrachtet werden kann, sind es die spannenden, intriganten Stränge außerhalb der Romanze, die für Aufregung und Neugier sorgen, und die Nebenfiguren, die Abwechslung bringen: Romeo, Dallas und Ollie stehen dem ungleichen Paar mit ihren „besonderen Eigenschaften“ und ihrem Einfluss zur Seite. Zachs Mutter, die sich nie von ihrem Verlust erholt hat, scheint eine herrische Komponente zu sein, dabei sind es die inneren Blessuren, die sie leiten. Faes Stieffamilie – nun, die ist das moderne Pendant zu dem Klassiker, und Eileen? Lasst euch überraschen.

„My Dark Desire“ hält so viel Witz bereit, Schlagabtausche, die sich gewaschen haben, heiße, detailreiche Szenen und etliche neue Erfahrungen, vor allem für Zachary. Es wird romantisch, amüsant und aufregend. Dunkel, düster und schwer – doch mit jedem Kapitel häufen sich die leichten, freien Momente. Dass das Autorinnenduo moralisch fragwürdige Figuren mit teilweise bösartigen Wesenszügen und einem Hang dazu, sich außerhalb der Legalität zu bewegen, gezeichnet hat, diese jedoch mit Hintergründen und Authentizität, verschiedenen Nuancen ausgestattet wurden, mit Erfahrungen, die verstehen lassen, gibt der Romance etwas Tiefbewegendes. In Kombination mit grausamen Wahrheiten, starken, einzigartigen Charakteren und Twists, mit temporeichen wie schmerzhaften Szenen, dem Wechsel von eiskalt zu glühend heiß und den Oktopus-Funfacts kann ich auch den zweiten Teil über die Dark-Prince-Road von Herzen empfehlen.

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Veröffentlicht am 08.05.2025

Kurzweilig, unterhaltsam und trotz kleiner Schwächen eine mitreißende Geschichte.

Supernatural Academy: Year One (Supernatural Academy 1)
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In der Nacht zu ihrem 22. Geburtstag entwickelt sich das Leben von Maddison James in eine gänzlich neue Richtung, die die junge Frau trotz ihres Unglaubens begrüßt. Denn bisher hat es das Schicksal nicht ...

In der Nacht zu ihrem 22. Geburtstag entwickelt sich das Leben von Maddison James in eine gänzlich neue Richtung, die die junge Frau trotz ihres Unglaubens begrüßt. Denn bisher hat es das Schicksal nicht gut mit ihr gemeint. Da sie der Tatsache, dass Magie und Fantasywesen existieren, sie sogar selbst ein Teil des Übernatürlichen sein soll, offen gegenübersteht, kann sich Maddi schneller als gedacht in die „Supernatural Academy“ und deren Annehmlichkeiten einleben – genügend Essen, ein weiches Bett und finanzielle Unterstützung sind mehr, als sich die Neue je zu hoffen wagte. Und dann wären da noch Ilia und Larissa, die Maddison in ihre Mitte nehmen und zu einer schmerzlich vermissten Art von Familie werden.

Nun gilt es, herauszufinden, zu welcher Wesenheit Maddi gehört und was für – mächtige – Kräfte in ihr verborgen liegen … Dieses Unterfangen gestaltet sich nur leider schwieriger als gedacht, zusätzlich warten selbst auf einer Schule für Magische und Sagengestalten die typischen Dramen, Cliquen, Unterrichtsstunden und … nunja, atemberaubende Schönlinge …

Jaymin Eve führt uns in einem lockeren, authentischen und amüsanten Ton durch ihre urbane Fantasy-Story, sodass die Seiten nur so dahinflogen. Es war leicht, sich in die hier erschaffene Welt und die Protagonistin, die ihr Glück, endlich ein Zuhause zu haben, irgendwo dazuzugehören, kaum fassen kann, hineinzuversetzen. Zwar birgt dieser erste Band nicht viel Anspruchsvolles, dafür wurden die Gegebenheiten zu einfach und eher hintergründig behandelt, viele Szenen – hauptsächlich actionreiche, entscheidende – zu knapp und oberflächlich, dennoch bietet die Handlung allerhand Kreatives, Interessantes, Geheimnisse und Fragen. Neben dem Academy-Setting und den Tropes Found Family, Hidden Power und Slow Burn war zusätzlich auch der Mythos um Atlantis eingeflochten.

Maddison schafft es mehrfach zu überraschen – wir haben hier kein naives Mädchen, das von falscher Überlegenheit und Stolz dazu gedrängt wird, sich Anweisungen zu widersetzen und Hilfe abzulehnen. Die Neue ist schlagfertig (wortwörtlich), aufmerksam, des selbstständigen Denkens und Entscheidens mächtig und in der Lage, für sich einzustehen. Wir erfahren einiges aus ihrer Vergangenheit, das nicht nur Mitgefühl auslöst, sondern auch ihr selbstbewusstes, vorsichtiges Auftreten nachvollziehbar macht.
Welche gewaltige Kraft in Maddie schlummert, von welcher Linie sie abstammt und wer ihre Fähigkeiten gebunden hat, bleibt in diesem Auftakt zwar großteils noch verborgen, aber es war wirklich total schön, ihr Ankommen, ihre Neugier und ihre Entwicklung zu verfolgen.

Hier und da hält der Verlauf Ansätze von Tempo und Spannung bereit, gibt uns eine Ahnung über das Können des einen oder anderen Schülers, leider vergehen diese Sequenzen – im Gegensatz zu zwischenmenschlichem Trara, romantischen und freundschaftlichen Empfindungen/Beziehungen – unspektakulär und rasant. In diesem Punkt fehlte es mir an einer detailreichen Ausarbeitung und passenderer Inszenierung, wenn Intrigen, Bedrohungen sowie Angriffe selbst auch unerwartet kamen.

Dafür hat Eve ihre amüsante Story mit allerhand individuellen Figuren gespickt, die oft mehr als nur Randerscheinungen oder bloße Statisten waren. Die Atlantischen Fünf – bestehend aus Calen, Jesse, Rone, Axl und Asher – bspw. warten jeder für sich mit unterschiedlichen Eigenschaften auf und sind, wie auch Ilia und Larissa, ein fester Bestandteil des Geschehens. Die Hintergründe und Veränderungen des/der Einzelnen, die sich festigende Dynamik der Gruppe(n) und das Kennenlernen selbst brachten Spaß und Abwechslung mit sich. Ebenfalls positiv empfand ich die sachte Intensivierung der Beziehung zwischen Asher und Maddi und das überschaubare, zu keiner Zeit dominierende Maß an Spice.

„Year One“ umfasst ein Jahr, in dem wir einen ausreichenden Überblick über die schulischen Aktivitäten und Gegebenheiten bekommen, Charaktere treffen, die LeserIn ins Herz schließen muss, und zum Miträtseln und Seufzen animiert werden.
Band eins endet kurz vor Maddison James' 23. Geburtstag – mit einer neuen Herausforderung, einem weiteren Schritt gen Wahrheit. Einer neuen Haarfarbe.

Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dort mehr über die komplette Welt der Magischen und Mythen zu erfahren.

Fazit: Kurzweilig, unterhaltsam und trotz kleiner Schwächen eine mitreißende Geschichte.

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Veröffentlicht am 07.05.2025

Romantisch, hürdenreich und überraschend — ein hervorragender Abschluss.

How to charm a Princess to be
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„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐜𝐡𝐚𝐫𝐦 𝐚 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞𝐬𝐬 𝐭𝐨 𝐛𝐞“ … zeigt den Weg, den Victorias Herz gewählt hat, führt die junge Frau in einen neuen, vermeintlich glamourösen Alltag und bringt im selben Atemzug jene Entbehrungen nahe, ...

„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐜𝐡𝐚𝐫𝐦 𝐚 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞𝐬𝐬 𝐭𝐨 𝐛𝐞“ … zeigt den Weg, den Victorias Herz gewählt hat, führt die junge Frau in einen neuen, vermeintlich glamourösen Alltag und bringt im selben Atemzug jene Entbehrungen nahe, die weder Prunk noch Titel aufwiegen könnten.

Im zweiten Band der Royal Romance-Dilogie von Lilly Autumn begleiten wir Vi in ein Leben, von dem viele Menschen träumen — eines, das ebenso aufregend wie unglaubwürdig scheint, so ganz anders ist.
Statt sich langsam in Pflichten und Konventionen einfinden zu können, muss sich die potenzielle Prinzessin, kaum auf Schloss Blanchebourg angekommen, immer wieder überwinden und beweisen. Schneller als gedacht stehen Pressetermine, Auftritte, wichtige Aufgaben und die Planung der Hochzeit auf der Tagesordnung – und all das könnte Victoria meistern, wären da nicht die verschmähte Claudette Chivenchy, Sebastien, der plötzlich in sein neues Amt geworfen, von Sorgen erdrückt wird … Und die quälende Frage, ob Liebe immer reicht?

Die Blicke des ganzen Landes auf sich spürend, zeigt sich die ehemalige Hotelmanagerin, trotz der Sehnsucht nach Freiheit, Freunden und Familie, würdevoll und volksnah. Während Nervosität und Anspannung, der öffentliche Druck und das unerwartete Los von Thierry, dem Fürsten, mit der Unterstützung von alten wie neuen Vertrauten leichter zu ertragen sind, sind es Intrigen, gesponnen aus Eifersucht, die Vi straucheln lassen, Zweifel sähen und sogar geschäftliche Verbindungen zwischen den Reichen ins Wanken bringen. Drohen, die Verlobte des Erbprinzen in die Knie zu zwingen.

Da sich das Setting der Fortsetzung auf das weitläufige Schloss fokussiert, war es nicht verwunderlich, dass der Finale-Band durchweg ein royales Flair versprüht – die traumhaften Kleider, das gehobene Ambiente kamen malerisch zur Geltung und wurden nur von sanfter Liebe und Romantik, der Beziehung des baldigen Brautpaares, die so viel Wärme ausstrahlt, in den Schatten gestellt. Das rücksichtsvolle Miteinander der beiden zu verfolgen, eines, auf Augenhöhe, war wunderschön und wünschenswert. Sebastiens Fürsorge, seine Aufmerksamkeit brachten mich zum Seufzen und ich bewunderte die Entwicklung, die der junge Mann seit dem Aufenthalt in Österreich vollzogen hat. Es ist deutlich, dass Victoria die beste Version seiner selbst hervorbrachte.

»𝑫𝒖 𝒘𝒊𝒓𝒔𝒕 𝒏𝒊𝒆 𝒉𝒊𝒏𝒕𝒆𝒓 𝒎𝒊𝒓 𝒈𝒆𝒉𝒆𝒏, 𝑽𝒊. 𝑰𝒄𝒉 𝒘𝒊𝒍𝒍, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝒘𝒊𝒓 𝒔𝒕𝒆𝒕𝒔 𝒈𝒍𝒆𝒊𝒄𝒉𝒃𝒆𝒓𝒆𝒄𝒉𝒕𝒊𝒈𝒕 𝒔𝒊𝒏𝒅.«

Erzählt wird aus wechselnder Perspektive, Vis Situation mit all den Zweifeln und Sorgen kamen authentisch und nachvollziehbar zur Geltung. Während Sebastiens Bürde, der sich bei Regierungsangelegenheiten beweisen muss, seiner Verlobten zur Seite stehen will und stetig von Trauer überflutet wird, erdrückend schien.
Lilly bestückte diesen Band mit Informationen über das hier erschaffene Fürstentum, mit dem Wunsch, die altbackenen Konventionen der Monarchie aufzulockern, und mit etlichen Nebenfiguren; Freundschaften und Familienbande waren, wie der aufkommende Zusammenhalt, dicht.
Plötzliche Offenbarungen, unerwartete Spannungsmomente und sich überschlagende Ereignisse durchbrechen die sanfte Gemütlichkeit, die der Geschichte anhaftet. Was sicher scheint, gerät mehrfach ins Wanken –

Vis & Bas Geschichte begann vor so vielen Jahren, stoppte nie, pausierte nur – bis jetzt. Und wieder bleibt die Frage, ob Liebe immer ausreicht? Findet es heraus.

„𝑼𝒏𝒅 𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒃𝒆 𝒎𝒊𝒓 𝒔𝒐 𝒈𝒆𝒘𝒖𝒆𝒏𝒔𝒄𝒉𝒕, 𝒅𝒂𝒔𝒔 𝒖𝒏𝒔𝒆𝒓𝒆 𝑳𝒊𝒆𝒃𝒆 𝒈𝒆𝒏𝒖𝒆𝒈𝒆𝒏 𝒘𝒖𝒆𝒓𝒅𝒆, 𝒖𝒎 𝒂𝒍𝒍𝒆𝒔 𝒛𝒖 𝒖𝒆𝒃𝒆𝒓𝒘𝒊𝒏𝒅𝒆𝒏.“

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Veröffentlicht am 07.05.2025

»𝑰𝒄𝒉 𝒈𝒍𝒂𝒖𝒃𝒆, 𝒊𝒄𝒉 𝒉𝒂𝒃𝒆 𝒅𝒊𝒄𝒉 𝒎𝒆𝒊𝒏 𝑳𝒆𝒃𝒆𝒏 𝒍𝒂𝒏𝒈 𝒈𝒆𝒍𝒊𝒆𝒃𝒕.«

How to tame a Rebel Prince
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„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐭𝐚𝐦𝐞 𝐚 𝐑𝐞𝐛𝐞𝐥 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞 “ — ist der zweite Roman von Lilly Autumn und bringt uns die Schatten von Titel und Adel näher, die Tragik von Missverständnissen und erzählt von der Bereitschaft, alles aufzugeben ...

„𝐇𝐨𝐰 𝐭𝐨 𝐭𝐚𝐦𝐞 𝐚 𝐑𝐞𝐛𝐞𝐥 𝐏𝐫𝐢𝐧𝐜𝐞 “ — ist der zweite Roman von Lilly Autumn und bringt uns die Schatten von Titel und Adel näher, die Tragik von Missverständnissen und erzählt von der Bereitschaft, alles aufzugeben — für eine zweite Chance und die Liebe.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht des rebellierenden Erbprinzen, der in und um sein Fürstentum Blanchebourg für allerhand Schlagzeilen sorgt, und aus jener von Victoria Kaltenbach — jüngste Hotelmanagerin Österreichs.
Nach der neuesten Eskapade ist das Maß von Sebastiens Vater – Thierry de Violet – voll und so schickt er seinen Sohn mit allerhand Auflagen nach Greifenstein, um durch Arbeit Demut zu lernen. Für den „Party-Prinzen“ ein Schock — denn gerade in diesem Hotel liegen die Splitter seines Herzens, mit diesem verbindet er neben den heimeligsten Kindheitserinnerungen auch jene, die ihn so gravierend veränderten …

"Sie war meine erste große Liebe. Meine einzige. Und sie hat mich zerstört, als sie ihr wahres Gesicht gezeigt hat."

Als Victoria erfährt, dass sie „Bas“ nach zwölf Jahren wieder gegenüber stehen wird, flammen erneut Wut, Scham und Trauer, tief begraben geglaubt, in ihr auf — nie hat sie die Schmach, die Sebastien ihr vor seinem Weggang bereitet hat, nie hat sie ihn überwunden. Doch nun liegt es in ihrer Hand, den Prinzen zur Mittellosigkeit zu verdammen …

Bereit, für eine Slow-burn Second-Chance?
Für zarte Gefühle, Vergebung und den Wunsch, allen Widrigkeiten zu trotzen?

Lilly füttert die Lovestory mit Missverständnissen, Witz und einigen expliziten, vor allem aber sanften, herzerwärmenden Momenten. Zudem widmet sich die Autorin auch unbequemen Themen — Bürde und Pflicht vom Adel, den Etiketten und Regeln eines künftigen Fürsten sowie der ständigen Angst, von der Presse bloßgestellt, an diese verkauft, erkannt und benutzt zu werden. Und auch die, in meinen Augen taffe und engagierte, selbstlose Victoria, hat, neben der Verantwortung für Hotel und Mitarbeiter sowie der Bekanntheit ihres einstigen besten Freundes, zu kämpfen — denn ein Teil von Vi ist immer in Sorge um ihre Eltern …
Ebenso blitzt die Tatsache, dass das männliche Geschlecht nicht vor übergriffigem Verhalten, sexueller Nötigung geschützt ist, auf. Etwas, das zu selten bedacht wird!
Gefallen haben mir auch die Nebencharaktere; die Loyalität und der Rückhalt dieser schaffen eine enorme Verbundenheit.

Stilistisch liest sich das Geschehen einfühlsam, zart und bildhaft. Die erneute Annäherung, das über sich hinaus wachsen beider ist vorstellbar und verständlich dargelegt, die Dialoge lesen sich natürlich und die nie vergangenen Gefühle, die vage Möglichkeit, einer zweiten Chance lassen seufzen und hoffen. Doch zu welchem Preis?

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Veröffentlicht am 07.05.2025

„Taste of Sin“: kulinarisch, sinnlich, leidenschaftlich.

Taste of Sin - Ein Bankier zum Verlieben:
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„Je weniger ich weiß, umso leichter wird es, ihn gehen zu lassen, wenn es soweit ist.“

Nach dem Tod ihres Vaters ist Emma Besitzerin des Genusshotel Langhauser – verschuldet, renovierungsbedürftig und ...

„Je weniger ich weiß, umso leichter wird es, ihn gehen zu lassen, wenn es soweit ist.“

Nach dem Tod ihres Vaters ist Emma Besitzerin des Genusshotel Langhauser – verschuldet, renovierungsbedürftig und kurz davor, zwangsversteigert zu werden. Ein guter Grund, sich in einer Bar zu betrinken, oder? Nur hat die sonst so lebensfrohe Frau nicht mit dem Fremden gerechnet, der von dieser Nacht an ständig in ihrer Nähe, immer in ihren Gedanken sein wird … Denn gerade Philipp ist jener Bankier, der das Hotel prüfen wird und in dessen Händen die Zukunft der Chefköchin liegt …
30 Tage, um Herr Senoner von ihrer Vision zu überzeugen. Oder sie verliert alles, wofür sie in den letzten Jahren gearbeitet hat, – und nach Ablauf dieser Frist vielleicht sogar ihr Herz.

„ (...) und ich muss mich erneut daran erinnern, dass ich Luft brauche, um zu leben, selbst wenn es schmerzt zu atmen.“

Ich liebe die Geschichten von B.E. Pfeiffer/Lilly Autumn und auch mit dieser hat sie mich einen Nachmittag auf das Sofa gefesselt – und überrascht.
Emma, die mit Engagement und Feingefühl kocht und der genießerische, scheinbar glatte Bankier harmonieren nicht nur im Bett, in der Küche und überall anders perfekt — selten habe ich ein so stimmiges, echtes Miteinander, das auf einer Nacht beruht, verfolgt. Prickeln, Verlangen und Anziehung waren durchweg spürbar, verbanden sich mit den intensiven Gefühlen, der gegenseitigen Faszination.

Die Protagonisten wurden mit Tiefe ausgearbeitet, stehen im Leben und verhalten sich dementsprechend. Dialoge und Umstände wirkten authentisch, das Setting gefiel mir sehr und die Nebencharaktere, allen voran Marie, eine Freundin, die man sich nur wünschen kann, waren ausreichend eingebracht.
Ohne unnötiges Drama, dafür mit Kuchen und Whisky, verwob die Autorin in ihren gefühlvollen, abwechslungsreichen Verlauf, neben einem Hauch Melancholie und Unsicherheit, die herrschenden Differenzen und Schwierigkeiten. Es gab Raum zum Mitfiebern, Schmunzeln und wohlig Seufzen, ich fand zwischen den Seiten Herzlichkeit, einen Hauch Romantik und verdammt viele Spicy-Moments. Diese Szenen waren abwechslungsreich, anschaulich und heiß, Kopfkino nonstop.
Intimitäten passieren auf Augenhöhe, mit Rücksicht. Philipp geht respektvoll mit Emma um, nutzt weder Verletzlichkeit noch Trunkenheit aus. Für mich ein wunderbarer Roman, den ich definitiv noch mehrfach lesen werde.

„Taste of Sin“: kulinarisch, sinnlich, leidenschaftlich.

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