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Veröffentlicht am 10.12.2025

Historische New-Adult-Romance mit düsterer Atmosphäre

Society of Death. Von Rache verführt
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„Von Rache verführt“ ist der Auftakt der Dilogie „Society of Death“, in der uns Regina Meissner in das Jahr 1875 führt. Mitten hinein in eine Geschichte, die von melancholischen Tönen durchzogen ist, von ...

„Von Rache verführt“ ist der Auftakt der Dilogie „Society of Death“, in der uns Regina Meissner in das Jahr 1875 führt. Mitten hinein in eine Geschichte, die von melancholischen Tönen durchzogen ist, von Geheimnissen, die niemals ans Licht kommen sollten, und von Gefahren, die weit über studentischen Schabernack hinausgehen …

Vorab: Dieses Buch ist stimmig abgeschlossen und als Einzelband lesbar.

Wir lernen Victoria Foster als starke und selbstbewusste, wissbegierige und vielseitig interessierte Frau kennen, untypisch, zugleich jedoch erfrischend für die damalige Zeit. Als Tochter des Bürgermeisters von New Haven genießt die Protagonistin zwar ein gehobeneres Ansehen, doch letztlich sind es ihre beste Freundin und ihr geliebter Bruder, die ihr Leben mit Freude erfüllen. Dabei werden Nathaniels Tage stetig dunkler …
Victoria versucht alles in ihrer Macht stehende, um ihm zu helfen, tritt selbst den ,New Haven Circle for Mind Studies’ bei, um mehr über die Krankheit des Geistes, über die Melancholie und die Schwermut, die auch von dem 28-Jährigen Besitz ergriffen hat, herauszufinden. Doch jegliche Mühe reichte nicht. Aber statt in Trauer und Schuldgefühlen, in Wut, zu ertrinken, fokussiert sich Victoria auf die Suche nach der Wahrheit. Denn sie ist sich sicher, dass sich Nathaniel Foster nicht umgebracht hat, dass er sie niemals ohne ein Wort verlassen hätte …

Emery Grant studiert an der Yale-Universität Medizin, nicht, um in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, sondern um nie wieder untätig zusehen zu müssen, um nie wieder nutzlos zu sein. Mit der leisen Hoffnung, seine Mutter eines Tages aus jenem Loch zu befreien, in das er sie gestoßen hat; um Buße zu tun. Druck, Input und der Drang, Erwartungen zu erfüllen, sind groß. Doch mit dem Eintritt in die Studentenverbindung „Skull & Bones“ scheint seine Zukunft eine glorreiche zu werden. Eine, für die es sich lohnt, Opfer zu bringen.

Als sich Emery und Victoria bei einer Vorlesung über das Thema, das beide beschäftigt und begleitet, innerhalb der elitären Akademie begegnen, ist sie sofort da. Diese Verbindung. Keiner der beiden ahnt, dass ihre Beziehung schon bald eine Wendung einschlägt, die weder Liebe noch Vergebung aufwiegen kann …

In ihrem gewohnt souveränen Stil, mit vielen Details, greifbaren Empfindungen und Tiefe, in eher ruhigen Tönen, erzählt Regina Meissner ihre Romance, die dem Genremix entsprechend ausbalanciert ist. Heißt: Das historische Feeling – inklusive Gebaren und Konventionen – wurde wunderbar, sehr authentisch ausgebaut, die romantische Komponente ist unumstritten präsent, jedoch ist Victorias Priorität – unabhängig zarter Schmachter – die Aufklärung des Todes ihres Bruders. Spannende, beklemmende Sequenzen sind der dichten Stimmung zuträglich, während wir in Emerys Perspektive – hauptsächlich zu Beginn – mit der geheimnisumwobenen Studentenverbindung konfrontiert werden. Die „Skull & Bones“ basieren übrigens auf vagen Tatsachen, was deren brutales, verborgenes Vorgehen nur noch erschreckender macht. Dabei bin ich bis zum Schluss nicht sicher, welchem Sinn oder welchem Ziel die Gruppierung nachjagt, aber sei's drum. Im Gegensatz zu den Dark-Academia-Vibes schwappte die skrupellose Bruderschaft und die von ihr ausgehende Bedrohung/Gefahr wellenartig, zumeist subtil durch den Verlauf.
Meissner platzierte um ihre Protagonisten einige Irrungen und Mysterien, stellte sie vor Hürden und schockierende Offenbarungen, zwang sie, hinzusehen. Die Nebenfiguren blieben größtenteils Schemen, dennoch sind es vor allem Elodie, die Freundschaft symbolisiert und mit ihren eigenen Konflikten Neugier schürt, und Victorias Vater, der für eine Überraschung gut ist.

Während wir Victoria bei ihrer Recherche begleiten, die sie immer tiefer in ein Netz aus Machtspielen und Manipulationen führt, sie dazu drängt, sich mit ihrem Verlust auseinanderzusetzen und ihn zu akzeptieren, kommen wir auch Emery, seinem problematischen Verhalten, seinen Prioritäten und Intentionen näher. Obgleich Ungesagtes zwischen den beiden steht, bedingungsloses Vertrauen fehlt und Regeln, gepaart mit Angst, der vollkommenen Offenheit im Wege stehen, das Bedauern über ihre Situation zu spüren ist, sind die zarten Gefühle da. Sind laut und nagend. Der Wunsch, die Hoffnung, auf ein Gemeinsam. Aber manche Vergehen und Lügen wiegen schwerer als die Liebe …

„Von Rache verführt“ ist eine historische Romance, die gleichermaßen Aufregung wie Längen, Melancholie und Romantik bereithält, die berührt und wichtige Themen – bspw. Depressionen, Sucht und Trauer – anschneidet. Regina Meissner betrachtet außerdem die damalige Stellung und Unterdrückung der Frau, zeigt, wie diese von Wissen ferngehalten, bewusst kleingehalten wurden, wie machtvoll und sicher schon immer Rang und Namen waren. Aber Victoria weiß, was sie will, ist bereit, alles und jeden loszulassen, um ihr Leben nach ihren eigenen Maßstäben und Zielen, losgelöst von gesellschaftlichen Zwängen, auszukosten. Und ob Emery einen Platz in ihrer Zukunft hat? Das solltet ihr selbst herausfinden. Aber macht euch auf unerwartete Wendungen gefasst …
„Von Liebe befreit“ erscheint im April 2026 und ich bin bereits jetzt sehr gespannt auf die Charaktere, die wir dann kennenlernen werden.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Romance mit spannenden Sequenzen und brisanten Themen

Was die Nacht nie vergisst
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„Was die Nacht nie vergisst“ ist die neueste Romance von Justine Pust, in der uns die Autorin hinter den Glanz der Reality-TV-Shows blicken lässt, während wir zugleich in ein atmosphärisches Finnland und ...

„Was die Nacht nie vergisst“ ist die neueste Romance von Justine Pust, in der uns die Autorin hinter den Glanz der Reality-TV-Shows blicken lässt, während wir zugleich in ein atmosphärisches Finnland und in zahlreiche Geheimnisse eintauchen können.

Mona Heyne ist eine in Deutschland bekannte, polarisierende Streamerin, die sich auf ihrem Social-Media-Kanal u. A. für das Tierwohl starkmacht und nicht davor zurüeckt, Promis mit ihrem rücksichtslosen Verhalten zu konfrontieren. Jetzt hat die junge Veganerin als eine von 6 Teilnehmenden der Show „Celebrity Cache“ die Chance, 500.000 Euro und Reichweite zu gewinnen. Niemand soll erfahren, dass sich Mona weder des Geldes noch des Ruhmes wegen in den Flieger setzt …
Erst am Tag des Drehbeginns lernt die Deutsche ihre Konkurrenz kennen – mit Samu hat sie hier jedoch ganz und gar nicht gerechnet. Immerhin ist der attraktive Sportler ihr One-Night-Stand der letzten Nacht. Aber damit nicht genug: Schnell sieht sich Mona in ihrem Verdacht, dass hinter den Kulissen etwas im Argen liegt, bestätigt. Irgendjemand will sie nicht in der Show sehen und hat sie mit einer Zielscheibe versehen. So gilt Monas größte Sorge nicht den Schnitzeljagden, ihrem öffentlichen Auftreten oder den fünf anderen Online-Stars. Sondern ihrer eigenen Sicherheit. Und der Wahrheit.
Wildcard-Kandidat Samu kann sich kaum etwas Demütigenderes vorstellen, als tagelang mit den Möchtegern-Promis live vor der Kamera zu posieren. Doch um das Preisgeld zu gewinnen, ist der Finne bereit, Tausenden etwas vorzugaukeln, darauf bedacht, zu keiner Zeit seine Fassade fallen zu lassen. Zu viel steht für ihn und seine Familie auf dem Spiel.

Zwei Teilnehmende einer Reality-TV-Sendung – sie, die einen Skandal aufdecken und Gerechtigkeit, und er, der seine Lüge vertuschen und ein Versprechen halten will.
Zwei Menschen, die eine Rolle einnehmen, um ihre Ziele zu verfolgen. Und einander dabei näherkommen als in ihrer gemeinsamen Nacht.

♡„Sie wollen uns zum Schweigen bringen, aber diese Zeiten sind vorbei. Ich werde nichts sagen, ich werde schreien, bis sie endlich zuhören.“

„Was die Nacht nie vergisst“ wird aus wechselnder Perspektive von Mona und dem ihr nicht unbekannten Newcomer erzählt. So werden nicht nur die Intentionen beider, ihre persönlichen Geschichten und Hintergründe greifbar, sondern auch ihre individuellen Erfahrungen innerhalb der Show. Neben unterhaltsamen und aufschlussreichen Dialogen, den Aufgaben, die die WettstreiterInnen erfüllen müssen, und Konflikten innerhalb der Gruppe halten diverse Vorfälle und bedrohliche Nachrichten das Interesse aufrecht. Zwar sind die Fragen nach dem „Warum?“ und „Wer?“ in Mona präsent, doch die Tierschützerin ist nicht bereit, sich von ihrer Recherche abhalten zu lassen. Was ist ihrer besten Freundin, die „Celebrity Cache“ im letzten Jahr als Gewinnerin verlassen hat, geschehen? …

Durchbrochen werden die gegenwärtigen Ereignisse durch Rückblenden, die dem Verlauf wie den Protagonisten Substanz verleihen, und einfühlsam geschriebene, nahezu poetische und bewegende Tagebucheinträge von Fine Garo. Auch bekommt das Format der Sendung, bspw. durch Regeln, Protokolle der Einzelinterviews, Pressemitteilungen und Auszüge aus den Kommentarspalten von Social-Media, eine sich selbst tragende Dynamik. Dank der Anonymität des Internets ist es leicht, öffentlich zu verurteilen, theoretisch Fremde herabzuwürdigen und Hass zu speien. Angestachelt von fragwürdigen Schlagzeilen bekommt die Storyline durch dieses reale Verhalten eine explosive – dabei alltägliche – Note. Pust erinnert daran, dass das, was wir auf dem Bildschirm sehen, nicht mehr ist als zusammengeschnittene Fragmente, die ein möglichst verwerfliches und dramatisches Bild zeigen sollen. Was tatsächlich dahintersteckt und passiert, wenn die Kameras aus sind, weiß niemand. Darf niemand wissen. Alles für die Quote … Alles für Sichtbarkeit und die Demonstration von Macht.

Nahbar kamen Mona und Samu zur Geltung, während die restlichen TeilnehmerInnen mehr oder weniger typische Klischees erfüllten – und/oder durchbrachen. Ira, Pamela und Mona – und ihre in großen Teilen sich gleichenden Erfahrungen – spiegeln die Stellung und die Betrachtung des weiblichen Geschlechts im Showbusiness wider. Von Sxualisierung, Sxismus, Missbrauch, Erpressung (…) bis hin zum Wegsehen der Zuständigen, zu den Zuschauenden, die anstacheln und bewerten, den Betroffenen, die ertragen und zum Schweigen gebracht, unter Druck gesetzt werden. Denn wer glaubt ihr? Einer Frau im Minirock, einer Frau, die so oft JA sagte, einer Frau, die sich an der Stange räkelt, die offen spricht?
Wer glaubt dir?

Abgesehen von diesen wichtigen, brisanten Aspekten, die viel mehr und noch immer Aufmerksamkeit benötigen, sind auch Verlust und Trauer, Existenzängste und Schuld, Tierwohl und -schutz, Freundschaft, Zusammenhalt und Frauenpower tragende Punkte dieser New-Adult-Romance.
Justine Pust führt uns in einem klaren, authentischen Stil durch den wendungsreichen, oft melancholischen, nachdenklich stimmenden Verlauf, der reich an Emotionen ist, an spannenden und aufregenden Momenten, an berührenden Aussagen und Szenen, an ernsten Themen und der einen oder anderen überraschenden Offenbarung.
Sowohl das verschneite Finnland als auch das Show-Setting waren bildreich inszeniert und wurden immer wieder von einer angespannten Stimmung, einer unbehaglichen Atmosphäre, durchtränkt.
Ausreichend Menschen werden sich mit den hier geteilten Geschichten und Empfindungen der Frauen identifizieren können, sich vielleicht selbst sehen. Mitfühlen. Und – wie ich auch – einen Hauch Verständnis empfangen.
Was die Streamerin mit ungeahnter Hilfe am Ende ans Licht zerrt? Findet es heraus. Redet darüber. Lasst euch nicht zum Schweigen bringen.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Mein Serien-Highlight des Jahres

Die Arcyrion-Akten – Fall 5: Das Versprechen
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Nun heißt es Loslassen …

„Das Versprechen“ ist der fünfte Band über die „Arcyrion-Akten“ und schließt diese wundersame Fantasy-Geschichte mit einem epischen Finale ab, mit einem, das all den Problemen, ...

Nun heißt es Loslassen …

„Das Versprechen“ ist der fünfte Band über die „Arcyrion-Akten“ und schließt diese wundersame Fantasy-Geschichte mit einem epischen Finale ab, mit einem, das all den Problemen, Hürden, Wundern, Verlusten und dem emotionalen Chaos gerecht wird. Ja, dieses Buch ist definitiv ein würdiger – und daher kein leichter – Abschluss.

Zuallererst: Um das volle Ausmaß der tiefschürfenden Veränderungen von Kiara Brooks’ Leben und des Abenteuers, in das die junge Frau gezogen wurde, der weitreichenden Entwicklungen, die sich durch verschiedene Welten ziehen, zu verstehen, sollte man die Bücher als Serie, heißt in der richtigen Reihenfolge, lesen.

Auch in diesem Teil empfangen uns eine kurze Zusammenfassung der vorherigen Geschehnisse und ein Überblick über die wichtigsten Charaktere. Erklärungen zu einzelnen Begrifflichkeiten finden sich im Anhang.
„Das Versprechen“ setzt dort an, wo wir aus „Die verlorene Heldin“ und Kiara aus ihrer Realität gerissen wurden.
Unterteilt in drei große Abschnitte begleiten wir die Talentierte in der Fremde, in der veränderten Heimat, in wankenden Dimensionen, im schlauchenden Kampf und in Zuständen, in denen die Verzweiflung droht, die Überhand zu gewinnen. In denen der Schmerz – seelisch und körperlich – so überwältigend ist, dass Aufgeben verlockend klingt. Kiara Brooks: bar jeder Hoffnung. Und doch sind es ihre FreundInnen, ihre Mutter, die unzähligen Menschen und Nicht-Menschen, Arik, der so viel gegeben hat, und die Opfer, die nicht sinnlos gewesen sein sollen, die die Ermittlerin immer wieder antreiben und aufstehen lassen, die sie an ihre Grenzen und weit darüber hinaus treiben.

Evelyne Aschwanden hat es sich nicht nehmen lassen, sich zum letzten Mal eine glorreiche Story zu ersinnen, die kaum Zeit lässt, um Luft zu holen. Dabei braucht Kiara genau das: Zeit. Etwas, das ihr durch die Finger rinnt, das weder sie noch Draven, noch Neith oder die Universen haben … Teil fünf war aufregend, spannend, tempo- und abwechslungsreich, gleichzeitig tragisch und voller Gefühl. Obgleich der Fülle an Ereignissen und den unerwarteten wie komplexen Entwicklungen wirkte die Handlung nie wirr, willkürlich oder überladen. Das System, welches die Autorin erschaffen hat, ist faszinierend, groß gedacht, logisch und interessant. Zudem besitzt es die Wirkung, zum Nachdenken zu animieren – denn wer sind wir, zu glauben, die intelligenteste Spezies im Universum zu sein? Wer sind wir, dass wir glauben, einzigartig zu sein?
Durch allerhand Details und stimmig verstreute Erklärungen war das Worldbuilding griffig und die Charaktere – mit einem Background, der zumeist kaum grausamer sein könnte – nahbar, nicht schwarz oder weiß, sondern von Wut verzerrt, von Erfahrungen geprägt, von Rache getrieben und von Angst gelähmt.

Wir müssen Abschied nehmen, Tatsachen verkraften und uns mit V. A. U. L. T. herumärgern. Aufgrund der sich wandelnden Umstände, all des Neuen, das wir erkunden und erleben, Amos, der noch immer da, noch immer in Draven ist, und der nicht abklingenden Sorge steht der Verlauf zu keiner Zeit still. Wir trauern und leiden mit den Figuren, schmieden Pläne, verfangen uns in Konflikten und spüren die Bürde auf den Schultern der Versieglerin. Denn der Fortbestand jeglichen Seins hängt von ihr ab.
Kiara hat – seit der ersten Begegnung mit den BewohnerInnen des Arcyrions – einen beachtlichen (mentalen) Wandel dargeboten. Parallel zu der menschlichen Talentierten haben sich auch Neith, Luke, Arik und Gina Monroe verändert. Sind gewachsen, zerbrochen und erstarkt. Mindy bereicherte die großartige Gemeinschaft zusätzlich mit Frische, Feingefühl und Höflichkeit. Und natürlich belebten auch andere DreuanerInnen die Story, gaben ihr Abwechslung, Facetten und sorgten für die eine oder andere Überraschung.

Neben Elementen aus Sci-Fi, (Cozy-)Crime und Urban-Fantasy finden sich in den „Arcyrion-Akten“ Found-Family, queere Liebe, Gesellschaftskritik sowie weitere aktuelle Themen – wie bspw. Integration, Selbstfindung und -liebe, Trauer und deren Verarbeitung. Am Ende der 5-teiligen Serie warten Wendungen, bewegende Momente, schwere Entscheidungen, solche, die den LeserInnen das Herz brechen, Vergebung, Weltenwanderungen und dieser eine, letzte Kampf darauf, erkundet und gelebt zu werden.

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Veröffentlicht am 10.12.2025

Absolute Empfehlung!

Pen Pal
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„𝐏𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐥“ ist die neueste Romance von JT Geissinger und verspricht „𝗗𝗮𝘀 𝗛𝗮𝘂𝘀 𝗮𝗺 𝗦𝗲𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝘂𝗻𝗸𝗹𝗲𝗺, 𝘀𝗽𝗶𝗰𝘆 𝗧𝘄𝗶𝘀𝘁“.

Und Leute? Dieses Buch ist ein absolutes Muss, übertrifft die Story doch sämtliche Erwartungen ...

„𝐏𝐞𝐧 𝐏𝐚𝐥“ ist die neueste Romance von JT Geissinger und verspricht „𝗗𝗮𝘀 𝗛𝗮𝘂𝘀 𝗮𝗺 𝗦𝗲𝗲 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝘂𝗻𝗸𝗹𝗲𝗺, 𝘀𝗽𝗶𝗰𝘆 𝗧𝘄𝗶𝘀𝘁“.

Und Leute? Dieses Buch ist ein absolutes Muss, übertrifft die Story doch sämtliche Erwartungen –

Noch in Trauer um ihren Mann, mit ihrer Arbeit in Verzug, muss sich Kayla Reece eingestehen, dass ihr Haus oberste Priorität hat, bevor es genauso in sich zusammenfällt wie die Witwe. Während der lange erfolglosen Suche nach einem Handwerker trifft sie letztendlich auf den selbstüberzeugten, wortkargen Aidan Leighrite. Trotz anfänglicher Differenzen und spritziger Diskussionen kommen sich die beiden schon bald näher – und Kayla beginnt, sich seit sehr langer Zeit wieder lebendig zu fühlen. Ausgefüllt. Gesehen.
Wären da nur nicht der Geist ihres toten Mannes, ihr Ehering, von dem sie sich nicht lösen kann, Schuld und ein Hauch Scham …

Gleichzeitig bringen die mysteriösen Zeilen eines Gefängnisinsassen die junge Illustratorin aus dem Gleichgewicht. Obgleich sie die ersten Briefe des Fremden lediglich aus einer impulsiven Stimmung heraus und mit unguten Vorahnungen beantwortet, vertraut sich Kayla „Dante“ an. Die Frage, woher der Mann sie kennt, rückt immer weiter in den Hintergrund. Denn Kylas Haus scheint plötzlich ein Eigenleben entwickelt zu haben. Bedrohliche Sichtungen, unheimliche Vorkommnisse, Erinnerungslücken und das nagende Gefühl, dass etwas mit ihr ganz und gar nicht stimmt, übertönen jede Minute, die sie nicht in Aidans Armen – in der Sicherheit seines Seins – verbringt …

♡ „𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘦𝘪𝘯 𝘭𝘢𝘦𝘳𝘮𝘦𝘯𝘥𝘦𝘴, 𝘸𝘶𝘦𝘵𝘦𝘯𝘥𝘦𝘴 𝘚𝘱𝘦𝘬𝘵𝘢𝘬𝘦𝘭, 𝘥𝘢𝘴 𝘴𝘪𝘤𝘩𝘵𝘣𝘢𝘳𝘦 𝘊𝘩𝘢𝘰𝘴 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘴 𝘶𝘯𝘴𝘪𝘤𝘩𝘵𝘣𝘢𝘳𝘦𝘯 𝘨𝘦𝘣𝘳𝘰𝘤𝘩𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘏𝘦𝘳𝘻𝘦𝘯𝘴.“

Weder Cover noch Klappentext schaffen es, auch nur in die Nähe der Vibes, der emotionalen Tiefe, der subtilen Spannung zu kommen, die „Pen Pal“ bereithält. Schien es anfänglich, als hätten die verschiedenen Ereignisse, die den Alltag der früh Verwitweten dominieren, nichts miteinander zu tun, überrascht Geissinger letztlich auf mehr als nur eine Weise. Neben schlagfertigen Dialogen, purer Unterhaltung und einer Menge – richtig gutem! – Spice ziehen sich Distanz und melancholische Töne, Schwere und sensible Themen durch den Verlauf. In Kombination mit den leise im Hinterkopf aufploppenden Fragen, den mysteriösen Geschehnissen und einer geheimnisvollen, durchdringenden Atmosphäre konzipierte die Autorin eine fesselnde Story, die keine Wünsche offenlässt.

Hauptsächlich verfolgen wir die Geschichte aus Kaylas Perspektive, zwischendurch brechen die ausgetauschten Zeilen mit Dante ihre Erzählung auf, und durch die intimen, offenen Gespräche mit Aiden bekommt auch der so hart wirkende Kerl ausreichend Kontur. Eine ihn prägende Vergangenheit. Sind die beiden auch grundverschieden, ergeben sie zusammen etwas unglaublich Perfektes. Dynamisches. Verletzliches.

♡ „𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘪𝘭𝘭 𝘦𝘴 𝘩𝘢𝘦𝘳𝘵𝘦𝘳. 𝘚𝘤𝘩𝘯𝘦𝘭𝘭𝘦𝘳. 𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘪𝘭𝘭, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘻𝘦𝘳𝘴𝘵𝘰𝘦𝘳𝘵. 𝘐𝘤𝘩 𝘸𝘪𝘭𝘭, 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘦𝘳 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘦𝘪𝘨𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘕𝘢𝘮𝘦𝘯 𝘷𝘦𝘳𝘨𝘦𝘴𝘴𝘦𝘯 𝘭𝘢𝘦𝘴𝘴𝘵.“

In den expliziten – vorstellbar geschilderten, direkten – Szenen geht es hart zur Sache, ein Spiel aus Dominanz und Unterwerfung, aus Grenzen austesten und überschreiten, dennoch basieren diese Momente auf Kommunikation und Konsens. Ich fand die Romance wirklich sehr, sehr gut – abwechslungsreich, emotional, ehrlich und hotasfck!

Geissingers Stil ist wie gewohnt authentisch und klar, mit einer eindringlichen, poetischen Nuance; an passender Stelle detailliert, ohne ausschweifend zu sein. Die komplette Stimmung des Buches ist bedrückend und bedrohlich, der Verlauf ungewiss.
Es war leicht, mit Kayla mitzufühlen, mit ihr zu wüten, zu zweifeln. In ihren Wahnsinn zu verfallen. Genauso einfach war es, sich in Aiden und seine spezielle Art – abweisend und zugleich voller Fürsorge, so aufmerksam – zu verlieben und hinter seinen Selbstschutz dringen zu wollen.

Im letzten Viertel bringen tief vergrabene Erinnerungen und schmerzliche Wahrheiten Licht ins Dunkle, die Ereignisse überschlagen sich und wir VERSTEHEN.

„Pen Pal“ ist ein Wechselbad der Gefühle, ein Potpourri der Empfindungen. Eine spannungsgeladene, intensive Dark-Romance, aus der es, einmal begonnen, kein Entrinnen gibt.

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Veröffentlicht am 27.11.2025

Eine weihnachtliche Geschichte fürs Herz.

Christmas, Love and other Disasters
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Seit elf Monaten lebt Elle nun schon in Inwood und versucht händeringend, einen Job zu finden. Nachdem es eine Absage nach der anderen hagelte, ist jetzt der Tag gekommen, in den die Event-Managerin ihre ...

Seit elf Monaten lebt Elle nun schon in Inwood und versucht händeringend, einen Job zu finden. Nachdem es eine Absage nach der anderen hagelte, ist jetzt der Tag gekommen, in den die Event-Managerin ihre verbleibende Hoffnung legt. Wochenlang hat sich Barnes präzise auf das Vorstellungsgespräch bei einer renommierten, auch international hoch angesehenen Agentur vorbereitet. Jedes Detail ist haargenau geplant und bedacht – bis auf das über Nacht einbrechende Schneechaos … Und so kommt Elle Barnes durchnässt, gestresst und von Vorschriften aufgehalten zu spät. Ihren Frust nicht länger bei sich behalten könnend, macht sie diesem im Fahrstuhl lautstark und unverblümt Luft. Drauf geschissen, was der fremde Anzugträger von ihr hält. Nur dass Mr. Stillschweigen weder unbekannt noch unbedeutend ist: Keane Waters, der Junge, mit dem sie zu Schulzeiten schmetterlingsfreisetzende und herzzerfetzende Momente teilte. Und der CEO der ‚Waters Corporation‘ … Dass Keane, allseits beschmachteter Highschoolschwarm, nicht nur Erinnerungen, die bittersüß schmecken, und die Frage „Was wäre gewesen, wenn …?“ in ihrer stechendsten Form heraufbeschwört, sondern noch immer eine unwiderstehliche Anziehung auf sie auszuüben vermag, macht es Elle doppelt schwer, sich mit dieser neuerlichen Blamage auseinanderzusetzen und sich auf ihre berufliche (deprimierende) Zukunft zu fokussieren. Doch dann scheint die magischste Zeit des Jahres auch für Elle Barnes – impulsiv, vorschnell und bis in die Knochen verunsichert – ein Wunder bereitzuhalten: Mr. hotasfck Waters gibt ihr trotz der ungehaltenen Schimpftirade vier Wochen, um ein Christmas-Event für 500 Personen auf die Beine zu stellen, mit der Aussicht auf die Leitung einer eigenen Abteilung. Die Zeit läuft … denn so kurz vor Weihnachten braucht Elle alle Zufälle und jeden Funken Glück, den sie kriegen kann …

Anja Tatlisu hat es wiederholt geschafft, mich vollkommen zu verzaubern, durchweg zu unterhalten, zu berühren und letztlich sogar einen Funken Weihnachtsfeeling in mir zu wecken. Erzählt wird aus Elles Perspektive, sodass wir in ihre aktuelle Lage eintauchen und ihre Probleme, die in einer durch Rastlosigkeit und Unsicherheit geprägten Kindheit begründet liegen, nachvollziehen können. Denn obgleich sich die ambitionierte Protagonistin der Tatsache bewusst ist, ihr Leben mittlerweile selbst bestimmen zu können, ihr nicht mehr die Gefahr droht, plötzlich aus ihrem Umfeld gerissen zu werden und alles und jeden zurücklassen zu müssen, so tief pulsieren die Bindungsängste in ihr. So fest verankert ist die emotionale Sperre, die sie davon abhält, Menschen wirklich und aufrichtig an sich heranzulassen, sich verletzlich zu machen. Zumindest gibt es Ernest, dem sie als Stammkundin fast täglich einen Besuch abstattet, und ihre zwei Nachbarinnen/besten Freundinnen, die Elle mit gemütlichen Abenden und cozy Terrassen-Ritualen regelmäßig aus dem Einsiedlerinnen-Dasein locken.

„Christmas, Love and other Disasters“ ist durchweg herrlich zu lesen, gewissermaßen frisch und amüsant. Durch bildhafte Beschreibungen war es unglaublich leicht, sich in das verschneite, von bunten Lichtern erhellte Manhattan zu begeben und gemeinsam mit Elle nichts unversucht zu lassen, um diese einmalige Chance zu nutzen. Dass sie dabei wider Erwarten nicht auf sich allein gestellt ist, sich der „Scheißschuppen“ als großartig und mitarbeiterInnenorientiert erweist und selbst der CEO weit von einem Arschl*ch-Boss entfernt ist, treibt Elle so sehr in Christmas-Feels wie noch nie. Gleichzeitig macht ihr es die Konfrontation mit Keane nicht leicht: Sein Auftreten, seine Fürsorge und sein immer noch anbetungswürdiger, verschmitzter Charme wecken in der introvertierten Frau kribbelige Unruhe und ihren berüchtigten Fluchtinstinkt. Denn wo Keane direkt und offen ist, blockt Elle schweigend ab. Dass es der ehemalige Footballspieler zudem spielerisch leicht schafft, ihr Herz (erneut) für sich zu gewinnen, bereitet Elle größere Sorgen, als sie bereit ist, zuzugeben ... Zwischen geschäftlichen Meetings, der besten heißen Schokolade „für zwei“, dem innigen Weihnachtsbaum-Kauf und Omas Plätzchen, zwischen Versteckten-Bar-Besuchen und heimlichen Küssen kommen sich die beiden immer näher … bis Elles voreiliger Selbstschutz zuschlägt und härter trifft als jemals zuvor …

Diese Christmas-Romance kommt mit Humor, Cuteness und Romantik daher, mit funkelndem Schnee und kitschigen Seufzern, mit dem GOOD GUY, der Herzen zum Schmelzen bringt, und einer verletzten, aber einsichtigen Protagonistin. Es war durchweg schön, die Entwicklung zwischen Elle und Keane zu verfolgen, sich in Missverständnissen zu verheddern und diese ohne großes Drama, ohne Vorhaltungen zu überwinden. Tiefe erhält die zwischenmenschliche Beziehung zusätzlich durch Rückblenden in die gemeinsame Highschool-Zeit, Abschnitte, die Spaß machen und Keane auf Platz 1 der Bookboyfriends heben. Neben der hervorragenden Kulisse platzierte die Autorin mit Carli und Lin zwei großartige Freundinnen an Elles Seite, solche, die sich jede/r nur wünschen kann, und spickte die Story mit allerhand weihnachtlichen Details. Jedes Kapitel wird von einer originellen Überschrift eingeleitet und am Ende warten relevante Informationen sowie ein Rezept, das ich GENAUSO wie im Buch beschrieben backen werde … Apropos Anzüglichkeiten: Für alle, die keinen Wert auf zig und seitenlange explizite Szenen legen, denen die Andeutung reicht, die trotzdem Lust auf prickelnde Empfindungen und Dauergrinsen haben, ist dieses Buch perfekt.

„Christmas, Love and other Disasters“: Christmas-Feels x Schmunzelgarantie.

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