„Sunshine Killer“ versammelt neun kleine Wiener Sommerkrimis, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnten. Das liegt weniger an den Ideen, sondern eher am Format: Kurzkrimis scheinen einfach nicht ...
„Sunshine Killer“ versammelt neun kleine Wiener Sommerkrimis, die mich leider nicht wirklich überzeugen konnten. Das liegt weniger an den Ideen, sondern eher am Format: Kurzkrimis scheinen einfach nicht meins zu sein
Von den neun Geschichten haben mich nur ein bis (drei) wirklich angesprochen. Besonders die erste Geschichte von Norbert Peter fand ich interessant. Generell sind alle Texte nicht sehr lang, was mir eigentlich entgegengekommen wäre, aber trotzdem konnte mich der Stil insgesamt nicht abholen.
Am Anfang war ich ziemlich überfordert mit dem starken Wiener Sprachstil und den vielen Ausdrücken aus dem österreichischen Sprachgebrauch. Das hat sich gegen Ende zwar deutlich gelegt, weil die letzten Geschichten sprachlich einfacher gehalten waren, aber der Funke sprang dennoch nicht über.
Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war der Aufbau der Geschichten. Viele waren in mehrere kurze Kapitel unterteilt, oft mit Perspektivwechseln zwischen verschiedenen Figuren. Anstatt eine Handlung durchzuerzählen, gab es sehr viele Randinfos, die mich eher verwirrt haben. In einer Geschichte hatten sogar zwei Figuren denselben Namen, was die Orientierung zusätzlich erschwert hat.
Alles in allem hat mich diese Sammlung nicht überzeugt. Wer das Kurzkrimi-Format liebt und auch Freude an unterschiedlichen Erzählstilen hat, könnte vielleicht mehr damit anfangen. Für mich persönlich war es jedoch eher mühsam und hat wenig Lesefreude gebracht.
Das Buch „Am Ende sterben wir sowieso“ ist eine tiefgründige und zum Nachdenken anregende Geschichte. Es beschäftigt sich intensiv mit existenziellen Fragen wie „Was erwarte ich von ...
Allgemeiner Eindruck
Das Buch „Am Ende sterben wir sowieso“ ist eine tiefgründige und zum Nachdenken anregende Geschichte. Es beschäftigt sich intensiv mit existenziellen Fragen wie „Was erwarte ich von mir selbst?“, „Wie habe ich mein Leben gelebt?“ und „Was bedeutet mir meine Familie und meine Freunde?“. Die Grundidee der Todesbotschaft, dass Charaktere einen Anruf erhalten und nur noch 24 Stunden zu leben haben; macht die Handlung besonders spannend und emotional.
Themen & Botschaften
Das Buch behandelt zentrale Themen wie Leben und Tod, Selbstreflexion, Freundschaft und die Unberechenbarkeit des Schicksals. Besonders beeindruckend war, wie junge Protagonisten mit der Konfrontation des nahenden Todes umgehen. Neben diesen Hauptthemen spielen aber auch Einsamkeit und soziale Ängste eine wichtige Rolle. Die Geschichte zeigt, wie schwer es sein kann, echte Verbindungen aufzubauen, und wie viel Mut es manchmal braucht, sich anderen zu öffnen, besonders, wenn man mit Unsicherheiten oder Angst kämpft.
Erzählweise & Charaktere
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, was es ermöglicht, sich in beide Hauptfiguren gut hineinzuversetzen. Darüber hinaus gibt es Abschnitte, in denen Nebencharaktere vorgestellt werden, die nicht direkt mit den Protagonisten verbunden sind. Diese erweitern das Gesamtbild und geben zusätzliche Einblicke in das Konzept der Todesboten. Die Charaktere selbst sind authentisch und tiefgründig, was ihre Entscheidungen und Emotionen nachvollziehbar macht.
Liebesgeschichte & persönliche Leseerfahrung
Obwohl das Buch eine queere Liebesgeschichte beinhaltet, steht diese nicht im Mittelpunkt. Da die gesamte Handlung an einem einzigen Tag spielt, ist die Entwicklung der Beziehung zwar kurz, aber dennoch glaubwürdig, insbesondere unter den extremen Umständen des nahenden Todes. Wer jedoch eine intensive Liebesgeschichte erwartet, könnte enttäuscht sein. Persönlich lese ich normalerweise eher Romance-Bücher, doch die emotionalen Botschaften dieses Buches haben mich dennoch sehr berührt.
Schreibstil, Atmosphäre & besondere Momente
Der Schreibstil ist eindringlich und emotional, mit vielen wichtigen und nachdenklich stimmenden Aussagen der Protagonisten. Trotz des düsteren Themas gab es superschöne, süße und zarte Momente, die die Geschichte aufgelockert haben. Überraschenderweise gab es auch humorvolle Szenen, die einen trotz der bedrückenden Situation zum Schmunzeln gebracht haben. Gleichzeitig fühlte man aber auch die ständige Anspannung, das Bewusstsein, dass die Zeit unaufhaltsam verrinnt, fast wie eine Achterbahnfahrt zwischen intensiven Glücksgefühlen und der unausweichlichen Tragödie.
Das Ende
Während die Reise durch den Tag voller bedeutungsvoller Momente war, hat mich das Ende leider nicht ganz überzeugt. Die Entwicklung dorthin war wunderschön, emotional und voller wichtiger Botschaften, doch das Finale selbst fühlte sich für mich nicht so stark an, wie es hätte sein können. Dennoch bleibt das Buch in seiner Gesamtheit eine sehr besondere Erfahrung.
Fazit & Bewertung
„Am Ende sterben wir sowieso“ ist kein typisches Romance-Buch, sondern eine bewegende Reise durch einen einzigen Tag voller existenzieller Fragen. Die tiefgründigen Botschaften über das Leben, den Tod, Einsamkeit, Freundschaft und die Angst vor dem Ungewissen haben mich beeindruckt. Trotz eines für mich nicht ganz zufriedenstellenden Endes vergebe ich 4 von 5 Sternen, da die Reise dorthin voller berührender Momente war, die mich zum Nachdenken angeregt haben.
Der Einstieg in das Buch ist bemerkenswert gut gelungen. Besonders positiv hervorzuheben sind die innovativen Stilmittel wie die Chatnachrichten und die Verwendung unterschiedlicher Schriftarten. ...
Stil und Aufbau
Der Einstieg in das Buch ist bemerkenswert gut gelungen. Besonders positiv hervorzuheben sind die innovativen Stilmittel wie die Chatnachrichten und die Verwendung unterschiedlicher Schriftarten. Diese Elemente verleihen dem Buch eine moderne und frische Dynamik, die das Lesen angenehm und spannend macht. Auch die Kapitellängen sind gut gewählt, wodurch sich das Buch leicht und flüssig lesen lässt. Ein weiteres Highlight sind die Zeichnungen von Ambrosia, die zur Atmosphäre der Geschichte beitragen und optische Akzente setzen.
Ein weiterer Aspekt, der im Buch hervorsticht, ist die Darstellung von Menschen mit Einschränkungen oder besonderen Lebensrealitäten.
Ein zentraler Kritikpunkt ist jedoch die Darstellung der Protagonistin Robyn. Ihre Persönlichkeit bleibt über weite Strecken des Buches distanziert. Besonders in den ersten Abschnitten ist es schwierig, eine emotionale Bindung zu ihr aufzubauen, da ihre Handlungen und Interaktionen oft aus der Ferne oder nur indirekt dargestellt werden.
Ein weiteres ungenutztes Potenzial liegt im Fragebogen von Robyn: Wenn ihre Antworten gezeigt worden wären, hätte dies eine frühere und tiefere Verbindung zum Charakter ermöglicht.
Ab Seite 280 nimmt das Buch jedoch spürbar an Fahrt auf. Die Handlung wird packend, ein überraschender Plot-Twist sorgt für Gänsehautmomente, und die Spannung erreicht ihren Höhepunkt. Besonders das Ende machte großen Spaß zu lesen. Die Einblicke in Robyns Perspektive, insbesondere in Momenten der Hilflosigkeit, erzeugen eine spürbare Frustration und ein Mitfühlen mit ihrem Charakter. Dennoch bleibt der emotionale Funke durch die distanzierte Darstellung der Protagonistin in den 250 Seiten aus.
Trotz kleinerer Schwächen, wie dem sehr langsamen Anfang und den schwer zugänglichen Charakteren, bietet das Buch eine spannende Handlung, innovative Stilmittel und atmosphärische Details, die es zu einem unterhaltsamen Leseerlebnis machen. Die kreative Gestaltung und die durchdachten Spannungsmomente sind klare Stärken. Aufgrund der genannten Schwächen reicht es aber nur für 3,5 Sterne.
Für Krimi-Fans, die nach einem modernen Einstieg ins Genre suchen, ist es dennoch eine Empfehlung wert – insbesondere für diejenigen, die Geduld für ein großartiges Finale mitbringen.
Die Grundidee von Long Live Evil hat mich sofort begeistert – ich liebe Geschichten, in denen Charaktere in fremde Welten hineingezogen werden und dort Abenteuer erleben. Leider fiel es mir schwer, in ...
Die Grundidee von Long Live Evil hat mich sofort begeistert – ich liebe Geschichten, in denen Charaktere in fremde Welten hineingezogen werden und dort Abenteuer erleben. Leider fiel es mir schwer, in die Geschichte hineinzufinden. Der Anfang wirkt überstürzt und überfordernd, sodass ich kaum Zeit hatte, in der Welt anzukommen und eine Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Rae bzw. Rahelas Motive bleiben unklar, und ohne Orientierung war es für mich schwierig, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen.
Der Schreibstil trug ebenfalls dazu bei, dass mir das Buch wenig Freude machte. Die Beschreibungen wirken oft verwirrend, und ich hatte Schwierigkeiten, mir die Welt und die Szenen bildlich vorzustellen. Anstatt in die Geschichte hineingezogen zu werden, fühlte ich mich eher distanziert und verloren. Mir fehlte die Leichtigkeit, die ein gutes Fantasybuch mitbringen sollte – etwas, das mich mühelos und ohne Anstrengung durch die Seiten trägt.
Zusätzlich empfand ich die Kapitel als zu lang, was den Lesefluss weiter erschwerte. Kürzere Kapitel von etwa 10 bis 15 Seiten hätten das Lesen für mich angenehmer und flüssiger gemacht. Mit 28 Seiten bleibt die Struktur zwar im Rahmen, aber für meinen Geschmack war es einfach zu viel am Stück.
Insgesamt wirkt Long Live Evil wie ein Buch mit einer vielversprechenden Idee, die jedoch durch die Hektik des Einstiegs, den verwirrenden Stil und die langen Kapitel leider nicht richtig zur Geltung kommt. Das Potenzial für eine spannende und unterhaltsame Fantasygeschichte wäre da gewesen, aber es konnte mich am Ende weder mit seinen Figuren noch mit seiner Welt fesseln.
Normalerweise breche ich Bücher nicht ab, aber hier war ich so nah dran wie nie zuvor. Schon nach 100 Seiten hatte ich das Gefühl, genug gesehen zu haben.