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Veröffentlicht am 13.03.2021

Dunkle Geheimnisse der englischen Oberschicht

Weißer Tod
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Cormoran Strike ermittelt in seinem vierten Fall in einer Familie der enlischen Oberschicht. Engagiert wird er von dem Kultusminister höchstpersönlich, um einen Erpressungsfall aufzuklären. Doch so einfach ...

Cormoran Strike ermittelt in seinem vierten Fall in einer Familie der enlischen Oberschicht. Engagiert wird er von dem Kultusminister höchstpersönlich, um einen Erpressungsfall aufzuklären. Doch so einfach scheint der Fall nicht zu sein, da auch der Minister nicht wirklich mit offenen Karten spielt. Und so müssen Strike und seine Assistentin Robin undercover ins Unterhaus und in die Familie Chiswell eingeschleust werden. Dabei machen sie so einige Entdeckungen, können jedoch die verschiedenen Stricke und Motive nicht wirklich zusammenbringen. Erst als ein Mord passiert und der Fall fast zum erliegen kommt, als Strike seinem persönlichen Interesse folgt und einem weiteren möglichen Fall nachgeht, der nach und nach mit der Familie Chiswell in Verbindung gebracht werden kann, scheint er die wahren Hintergründe aufdecken zu können.

Obwohl der Mordfall erst nach ca einem drittel des Buches auftritt und neben dem Kriminalfall auch häufig über die unglückliche Ehe von Robin und das wenig erfreuliche Privatleben von Cormoran Strike berichtet wird, ist das Buch trotzdem kurzweilig und spannend geschrieben. Den wahren Täter hatte ich nicht wirklich auf dem Schirm und so konnte die Autorin mich wieder einmal überraschen. Ich freue mich, wenn Strike noch in einigen Fällen ermitteln wird! Allerdings finde ich, dass der Leser die vorherigen Bände gelesen haben sollte, um die Einzelheiten abseits des Kriminalfalles zu verstehen.

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Veröffentlicht am 28.02.2021

Augen auf - die Jagd geht weiter

Der Augenjäger
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Meiner Meinung nach muss man den ersten Teil gelesen habe, um die Geschichte - und die Tragweiter der Entwicklungen - dieses zweiten Teils verstehen zu können. Gerade wurden die zwei verschwundenen Zwillinge ...

Meiner Meinung nach muss man den ersten Teil gelesen habe, um die Geschichte - und die Tragweiter der Entwicklungen - dieses zweiten Teils verstehen zu können. Gerade wurden die zwei verschwundenen Zwillinge gerettet, da ist Julian, der Sohn von Alexander Zorbach, Retter der letzten verschwundenen Kinder, vom Augensammer entführt worden. Dazu gerät Alexander Zorbach in eine Falle und erschießt sich beinahe selbst. Seine Freundin Alina dagegen gerät während der ihrer eigenen Suche nach Zorbach und Julian, auf die Spur eines weiteren sehr gefährlichen Mannes - dem Augenjäger. Dabei scheint es eine Verbindung zwischen diesen beiden grausamen Tätern zu geben.

Ich habe dieses Buch nun bereits zum zweiten Mal gelesen und mir ist zwar zu Beginn der Handlung der Mörder wieder eingefallen bzw. eine Vermutung, wer er ist, weil mich das beim ersten Lesen (vor 9 Jahren) so nachhaltig beeinflusst hat. Trotzdem war das Buch immer noch sehr spannend und fesselnd!

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Veröffentlicht am 22.01.2021

Vielschichtig, aber nicht tiefgründig

Layers
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Dorian ist von zu Hause abgehauen, weil er das Zusammenleben mit seinem Vater nicht mehr aushält. Geprägt von Gewalterfahrungen und Desinteresse in seiner Familie zieht er irgendwann das Leben auf der ...

Dorian ist von zu Hause abgehauen, weil er das Zusammenleben mit seinem Vater nicht mehr aushält. Geprägt von Gewalterfahrungen und Desinteresse in seiner Familie zieht er irgendwann das Leben auf der Straße dem bisherigen Leben vor. Es ist anstrengend und nervenaufreibend sich immer genug zu Essen, warme Klamotten und einen sicheren Schlafplatz aufzusuchen, aber Dorian ist zufriedener als mit seinem Vater weiterhin unter einem Dach leben zu müssen.
Eines Nachts wacht er jedoch in einer U-Bahn-Station auf und merkt, dass Blut an ihm klebt. Es ist nicht sein Blut, sondern das eines anderen jugendlichen Obdachlosen - und anscheinend wurde er mit Dorians Taschenmesser ermordet. Er kann sich an eine solche Tat nicht erinnern, aber der junge Mann, der ihn anscheinend auf frischer Tat ertappt hat, suggeriert ihm Hilfe vor Polizei anbieten zu können. Dorian bekommt Panik und wiligt ein, dem fremden Mann zu folgen. Danach wendet sich Dorians Leben zum Positiven: er erhält eine sichere Unterkunft, genug zu Essen und kostenlosen Unterricht. In dem Aufenthaltsort gibt es auch noch viele andere Jugendliche, die traumatisierende Erfahrungen hinter sich haben und anscheinend auserwählt sind ein neues Leben zu beginnen. Doch es scheint irgendein tieferes Geheimnis zu geben: welches Bedeutung hat die Farbauswahl der Kleidung, warum gibt es keine technischen Geräte wie Computer oder Handys und was sollen die komplett sinnlos wirkenden ehrenamtlichen Aufgaben von Flyerverteilen bis Werbegeschenke verteilen, die die Jugendlichen erfüllen?

Als bei einem seiner Aufträge etwas vollkommen schief läuft, muss sich Dorian eingestehen, dass er wohl oder übel wieder auf der Flucht ist. Eine spannende Verfolgungsjagd beginnt.

An sich ist der Plot der Geschichte sehr spannend angelegt und auch die Charaktere gut entwickelt. Die Idee mit den technischen Layers die virtuelle mit der realen Welt zu verbinden finde ich teilweise sehr elektrisierend. Allerdings zieht sich der Verlauf seitdem Dorian auf der Flucht ist ziemlich in die Länge. Zwar passiert auf dieser Verfolgungsjad einiges und sehr viel Unvorhergesehenes, aber oft dreht sich die Handlung im Kreis. Und die letztendliche Auflösung ist ein wenig enttäuschend. Es gibt keinen wirklichen Überraschungsmoment, eher ein wenig konstruiert und auch nicht alle auftauchenden Fragen werden zum Schluss auch aufgelöst. Das Buch ist für Jugendliche bestimmt sehr spannend zu lesen, für mich aber ist es der bisher schwächste Band der Autorin.

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Hart an der Grenze

Der Heimweg
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Ich habe bisher alle Fitzek-Bücher gelesen, man kann mich also schon als eine Art Fitzek-Fan bezeichnen. Jedes Jahr freue ich mich in der Winterzeit auf den neuen Thriller und auf Lesestunden voll beklemmender ...

Ich habe bisher alle Fitzek-Bücher gelesen, man kann mich also schon als eine Art Fitzek-Fan bezeichnen. Jedes Jahr freue ich mich in der Winterzeit auf den neuen Thriller und auf Lesestunden voll beklemmender Spannung - und zum Glück immer nachvollziehbaren Erklärungen und einem meist halbwegs guten Ende.

So habe ich mich auch auf "den Heimweg" gefreut. Das Thema hat mich sehr angesprochen, gerade in Corona-Zeiten hört man ja immer wieder davon, dass die Gewaltdelikte in der Familie in zahlenmäßig in die Höhe schnellen, aufgrund der Aktualität fand ich es deswegen gut, dass Sebastian Fitzek sich vorab schon mit diesem Thema auseinandergesetzt hat.

Die Handlung des Buches umreist nur einen einzigen Abend bzw. einer Nacht - aber in dieser Nacht passiert so einiges.
Es geht um Klara, die einen letzten Selbstmordversuch unternimmt. Sie leidet unter der Gewalt ihres Ehemannes und wird von einem Serienmörder bedroht, der sie am nächsten morgen umbringen wird, wenn sie bis dahin nicht ihren Ehemann umgebracht hat - eine ziemliche Zwickmühle. Auf dem Weg zu ihrem Vorhaben telefoniert sie mit Jules, der einen Freund am Begleittelefon vertritt. Er versucht Klara von ihrem Selbstmordversuch abzubringen, bekommt aber zunehmend selbst Probleme, da anscheinend auch er nicht alleine zu Hause ist, sondern nocj jemand anderes....

Dieser neue Thriller hat alles, was die Handschrift des Autors prägt: interessante Charaktere, verwirrende Verstrickungen und Wendungen, einen unglaublichen Spannungsbogen und die gewohnten fiesen Cliffhänger am Ende jedes Kapitels. Allerdings waren die Schilderungen der Gewalterfahrungen, die Klara erleiden musste, hart an der Grenze des aushaltbaren. Zwischendurch musste ich das Buch für ein paar Tage aus der Hand legen, weil ich das gelesene erstmal verdauen musste.
Im Schlusswort geht der Autor darauf ein und schildert seine These, die diesem Buch zugrunde liegt: Gewalt offenbart den Charakter des Menschen, weil sie einen unmittelbar zum Handeln zwingt.
Dadurch erscheint die unvorstellbare Gewalt irgendwie logischer, dennoch hoffe ich sehr, dass sie fiktion bleibt und kein Mensch solch abscheuliche Brutalität erleiden muss.

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Veröffentlicht am 30.12.2020

Auf dem Rücken der Wildgänse

Nils Holgersson
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Nils Holgerson ist ein verzogener 14-jähriger Junge, der nichts sinnvolles im Kopf hat. Stattdessen findet er Freude daran die Tiere auf dem Bauernhof seiner Eltern zu quälen und ihnen Streiche zu spielen. ...

Nils Holgerson ist ein verzogener 14-jähriger Junge, der nichts sinnvolles im Kopf hat. Stattdessen findet er Freude daran die Tiere auf dem Bauernhof seiner Eltern zu quälen und ihnen Streiche zu spielen. Auch seinen Eltern gegenüber ist er nicht besonders nett und versucht sich allen Anforderungen zu entziehen und nur zu Faulenzen und es sich gut gehen zu lassen.
Doch eines Tages begegnet ihm ein Wichtelmännchen - und mit dieser Begegnung ändert sich sein Leben schlagartig: da er versucht das Wichtelmännchen zu fangen, um sich seine Wünsche erfüllen zu lassen, wird das Wichtelmännchen durch diesen Egoismus sehr böse und lässt Nils auf die Größe eines Wichtelmännchens schrumpfen.

Da Nils seinen Eltern in dieser Größe nicht unter die Augen treten will, macht er sich auf dem Rücken des weißen Gänserichs Martin, der bisher auf dem Hof seiner Eltern gelebt hat, mit den Wildgänsen auf den Weg nach Lappland.

Während dieser Reise erlebt Nils viele unterschiedliche Abenteuer, schließt eine tiefe Freundschaft mit den Gänsen und vielen anderen Tieren und lernt die wahren Werte und Grundsätze des Lebens kennen.

DIese besondere Geschichte ist sehr gut erzählt worden. Auch die Tierstimmen werden gut in Szene gesetzt. Das war ein tolles Hörbuch, welches ich wirklich weiter empfehlen kann.

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