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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2020

Eine schöne Geschichte, die man ein einem gemütlichen Lesenachmittag verschlingen kann

Always in Love
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Emma Winter nimmt den Leser wieder mit mitten ins Geschehen. Daher eine Empfehlung vorweg: Es lohnt sich ein Re-Read von den ersten beiden Teilen der Trilogie Crazy In Love und Hopelessly in Love, damit ...

Emma Winter nimmt den Leser wieder mit mitten ins Geschehen. Daher eine Empfehlung vorweg: Es lohnt sich ein Re-Read von den ersten beiden Teilen der Trilogie Crazy In Love und Hopelessly in Love, damit man genau weiß, wo die Geschichte in Always in Love ansetzt. Ich war zwar recht schnell wieder in der Handlung angekommen, musste aber meine Gehirnzellen ein wenig strapazieren, bis alle Zusammenhänge wieder klar waren. Aber sei‘s drum.

Sehr schwer getan habe ich mir mit dem Verhalten von Sasha. Statt Ben richtig zuzuhören und Glauben zu schenken, macht sie ihm gegenüber dicht und agiert völlig kindisch. Dabei will sie doch eigentlich erwachsen sein. Dann muss zu allem Übel Ben auch noch von jetzt auf gleich erwachsen werden und verschließt sich vor allen statt Hilfe anzunehmen, als alles zum Guten zu wenden scheint. Da stelle ich mir die Frage, ob die beiden wirklich so erwachsen sind, wie es gerne wären. Sicher, wir reden von zwei Abschlussschülern, die gerade am Anfang eines neuen Lebensabschnitts sind … und doch verhalten sie sich teils wie zwei vorpubertäre Kinder. Vielleicht gehe ich auch zu streng mit ihnen ins Gericht.

UND SCHON WIEDER EINE NEBENROLLE …
Doch wieder ist es keine Hauptfigur, die mich überzeugen konnte, weiterzulesen. Oder sagen wir besser, ich habe einen Narren an einer Nebenrolle gefressen. (Das scheint gerade, eine Phase bei mir zu sein.) Dieses Mal war es die Binnenhandlung von June, die gegen Prinzipien für ihren Traum kämpft, damit sie an einer New Yorker Akademie studieren darf. Ich mochte sie ja schon im zweiten Teil der Reihe, aber jetzt konnte sie mich endgültig für sich gewinnen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2020

Perfekte Kombination aus Humor, Ernsthaftigkeit und Liebe

Ausgerechnet Alabama
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Susan Parker ist auf Spurensuche in ihrer Vergangenheit, nachdem sie erfahren hat, dass sie Verwandte in den USA hat und ein Mansion von ihrer Großmutter Mae geerbt hat. Dazu muss sie von der britischen ...

Susan Parker ist auf Spurensuche in ihrer Vergangenheit, nachdem sie erfahren hat, dass sie Verwandte in den USA hat und ein Mansion von ihrer Großmutter Mae geerbt hat. Dazu muss sie von der britischen Hauptstadt London in der fiktiven Stadt Taspering in Alabama – USA. Für die Britin ein absoluter Kulturschock. Sie muss ihr gesamtes Leben und ihre geliebten Freunde in London zurücklassen. Der Leser ist die ganze Zeit bei Susan und erlebt die Geschichte aus ihrer Sicht. Dennoch wird sie für mich keine Identifikationsfigur. Sie wirkte stellenweise ein wenig arrogant und oberflächlich auf mich. Das könnte auch mit ihrem Beruf als Innenarchitektin zusammenhängen. Für sie ist das Äußerliche und seine Ästhetik wichtig.

Das sorgte jedoch dafür, dass sich eine andere Figur in mein Herz geschlichen hat: Judy Perkins, die Enkelin von Susans Gärtner und Haushälterin, die bei ihren Großeltern aufwächst. Sie ist zu Beginn des Romans keine 14 Jahre alt und eine typische Teenagerin, die mit ihrer vorlauten Klappe versucht, allen auf der Nase herumzutanzen. So wurde sie für mich sehr sympatisch, weil ich vieles von mir in ihr wiederentdecken konnte. Das Mädchen ist auch sehr neugierig und will Journalistin werden … so wie ich. Vielleicht hat Diana das Mädchen auch nach mir geformt? – Spaß beiseite.

Wie viel Diana steckt in Susan?
Das führt mich zu einem wichtigen Teil. Die Autorin verarbeitet in Ausgerechnet Alabama auch ihre eigene Geschichte. Sie wurde selbst adoptiert und war lange auf Spurensuche in ihrer eigenen Vergangenheit. Dieses Hintergrundwissen macht den Roman für mich wesentlich interessanter, weil man als Leser natürlich wissen will: Wie viel Diana steckt eigentlich in Susan? So geht auch der Leser während der Lektüre auf Spurensuche im Roman.

Als ich das erste Mal von dem Buch hörte, hatte ich ein wenig Bedenken, dass sehr viel darin los sein wird. Spurensuche, Ahnenforschung, Rassenhass, Sklaverei, Geschichte der Südstaaten … Meine Gedanken schrien erstmal nach Hilfe. Dennoch habe ich der Geschichte von Diana eine Chance gegeben und wurde nicht enttäuscht. Sie hat einen wundervollen Erzählstil. Ich bin kein Fan von ausarteten Beschreibungen – ich denke da an Tolkien. Zu wenige sollte es auch nicht sein. Diana hat die perfekte Mitte gefunden, die das Kopfkino bei der ersten Zeile starten lässt.

FAZIT
Durch ihren Erzählstil und einer perfekten Kombination aus Humor, Ernsthaftigkeit und Liebe hat Diana eine tolle Geschichte geschaffen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Ein ganz eigener Schreibstil

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Hex Files von Helen Harper und ich … eine ganz spezielle Freundschaft. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit dem Roman warm zu werden. Ivy ist mir durchaus sympathisch geworden und ich habe auch Winter ...

Hex Files von Helen Harper und ich … eine ganz spezielle Freundschaft. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit dem Roman warm zu werden. Ivy ist mir durchaus sympathisch geworden und ich habe auch Winter mögen gelernt. Aber irgendwas hat dafür gesorgt, dass ich zunächst das Buch ein wenig links liegen ließ. Doch jeder erhält eine zweite Chance bei mir – so auch Hex Files. Wir sind dann doch noch gute Freunde geworden. Der Erzählstil von Helen Harper hat mich am Ende überzeugt, weiterzulesen und ich wurde dafür belohnt.

Ich feiere immer noch Brutus, den Kater von Ivy, den sie so verhext hat, dass er sprechen kann. Sein Lieblingswort scheint “Miststück zu sein. Seine Auftritte sind immer perfekt getimet und sorgten bei mir immer für einen herzhaften Lacher. Auch Ivys Humor war mir recht schnell sehr sympatisch. Sie bringt immer eine Prise Sarkasmus und Zynismus mit – die beiden benötigt sie auch als Begleiter, denn ihre Situation kann man durchaus als misslich bezeichnen.

Die Geschichte zwischen Winter und Ivy ist eine Sache für sich. Einerseits ist sie der Mittelpunkt der ganzen Story, aber ich hätte den Lovestory Faktor nicht gebraucht. Die beiden gäben ein gutes Ermittlerteam ab in meinem Augen. Können in einem Roman nicht mal eine Frau und ein Mann einfach nur befreundet sein? Ich stelle diese Frage einfach mal für alle Autoren in den Raum. Muss sich immer eine Lovestory entwickeln? Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen: Auch eine Frau und ein Mann können Freunde sein. Das hätte Hex Files sehr gut getan.

Vor allem die Ermittlergeschichte hat mir gefallen, auch wenn ich den Roman wohl nochmal lesen muss, um zu sehen, ob der Leser auch im Voraus Anzeichen für die Lösung finden kann. Mir persönlich ist ein Überraschungseffekt wichtig, aber dennoch sollte der Leser auch ermitteln dürfe und muss dazu eben Anhaltspunkte erhalten.

FAZIT
Ein schöner Roman für einen gemütlichen Lesenachmittag.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2020

Schwacher Abschluss

Bedlam Brotherhood - Er wird dich begehren
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Meine Meinung zu Bedlam Brotherhood: Er wird dich bestrafen
Der Abschluss einer Reihe ist immer ein Abschied von seinen Figuren. Bei diesem Roman ist es ein Ende mit Schrecken für mich geworden, denn ich ...

Meine Meinung zu Bedlam Brotherhood: Er wird dich bestrafen
Der Abschluss einer Reihe ist immer ein Abschied von seinen Figuren. Bei diesem Roman ist es ein Ende mit Schrecken für mich geworden, denn ich habe die ersten beiden Teile verschlungen und war sowohl beim ersten als auch beim zweiten überzeugt, dass sie sehr gut sind. Dann kam Band drei. Zwar war das Vergnügen von kurzer Dauer und kurzweilig, sodass ich am Ende nicht zu sehr das Gefühl hatte Zeit, zu verschwenden, aber gerade zum Schluss der Geschichte, der ja eigentlich nochmal fesseln sollte, war ich irgendwann raus. Denn was ich nicht leiden kann, ist, wenn Storys vorhersehbar werden und ich irgendwann weiß, wie es endet, weil die Romance-Klischee-Keule ausgepackt wird. Mal im Ernst: Muss das sein? Dieser Abschluss war der Dark-Romance-Reihe nicht würdig. Die Story vorher war ok, aber das hilft meinem Leseeindruck nicht sehr viel.

Leider trübt das Ende den Rest der Geschichte sehr stark. Ich hatte mich so sehr auf einen passenden Abschluss der Geschichte um die Bedlam Brotherhood gefreut. Es war letztlich sehr unbefriedigend für mich – und das obwohl es einiges an Sex in der Story gab. Gerade diese Szenen sagten mir durchaus zu, denn so oft gibt es Romane, in denen die Sexszenen einfach nur schlecht oder plump geschrieben sind, aber T. M. Frazier vermittelt einem ein realistisches Gefühl und macht die Szenen glaubhaft, dass sie wirklich so passiert sind und nicht, dass man gerade einen beschissenen Porno sieht.

Fazit
Ein für mich enttäuschender Abschluss

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.06.2020

Sie heiratet einen Fremden?

Weil es Liebe ist
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Meine Meinung zu Weil es Liebe ist
Wo soll ich anfangen? Dieser Roman begleitete mich nun über ein ganzes Jahr, weil wir von Beginn an nicht warm geworden sind miteinander. Immer wieder habe ich aufgehört ...

Meine Meinung zu Weil es Liebe ist
Wo soll ich anfangen? Dieser Roman begleitete mich nun über ein ganzes Jahr, weil wir von Beginn an nicht warm geworden sind miteinander. Immer wieder habe ich aufgehört zu lesen, bis ich mich jetzt dieser Tage überwinden konnte, endlich dem Ganzen ein Ende zu setzen, denn ich wollte es nicht abbrechen. Ich hatte immer die Hoffnung, dass es besser wird. Was soll ich sagen? Es war teils ganz süß – aber im Großen und Ganzen völlig absurd. Es fängt damit an, dass Holland eine sehr anstrengende Persönlichkeit ist, dir ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt. Klar, nach einem Studium der Geisteswissenschaften hat man es nicht leicht. Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe schließlich selbst “brotlose” Kunst studiert. Doch Holland treibt das an die Spitze. Sie studierte Kreatives Schreiben, aber hat nach dem Studium noch keine einzige Zeile geschrieben und jobbt stattdessen bei ihrem Onkel am Theater als Bühnenfotografin und Assistentin. So kann man natürlich auch alles vor sich herschieben.

Kommen wir zu der Liebesgeschichte, um die es eigentlich geht. Ich dachte zu Beginn – nach dem Klappentext – dass Holland Calvin einfach aufnimmt, weil er obdachlos wird und die beiden vorher befreundet waren. Doch meine Erwartungen wurden unterboten! Es ist noch viel krasser. Monatelang geht Holland immer wieder zur U-Bahn, nur um Calvin Gitarre spielen zu hören. Doch sie ist zu feige, ihn einfach anzusprechen. Stattdessen vermittelt sie ihn irgendwann an ihren Onkel Robert, der Calvin eine Rolle in seinem neuen Stück vermittelt. Doch leichter gesagt als getan! Calvin ist illegal in den USA. Kurzerhand heiratet Holland ihren Prinzen. WAS ZUR HÖLLE? Sie heiratet einen Wildfremden und lässt ihn in ihre Wohnung ziehen? Ich mag ja Fantasy-Geschichten, aber hier hatte diese unrealistische Geschichte keinen Platz. Das passt vorn und hinten nicht zusammen! Deswegen habe ich den Roman mehrfach beiseite gelegt.

Eigentlich hatte ich die Hoffnung, dass der Spaß irgendwann gut wird. Doch mein Lichtblick blieben Hollands schwule Onkel Robert und Jeff, die ein super süßes Paar abgeben und das Setting in der New Yorker Musical Szene. Ich muss zugeben, zwischendurch keimte immer wieder Hoffnung auf, dass die Liebesgeschichte zwischen Holland und Calvin besser wird, aber mit einem Schlag wurde diese immer wieder getreten.

Fazit
Weil es Liebe ist, konnte mich leider nicht überzeugen und bleibt damit leider auf meiner Flop-Liste.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere