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Frosch31

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.02.2023

Ansätze sind gut

Das Sanatorium
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Das Cover ist durchwegs gut gelungen; zeigt das Cover doch das Gebäude in einer mystischen Stimmung welches Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, der Buchschnitt ist farbig gestaltet und zeigt ...

Das Cover ist durchwegs gut gelungen; zeigt das Cover doch das Gebäude in einer mystischen Stimmung welches Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, der Buchschnitt ist farbig gestaltet und zeigt die Berge der Umgebung - eine tolle Symbiose.

Der Klappentext verspricht einen facettenreichen Thriller welcher auch im ersten und den letzten Kapiteln verwirklicht wird; dazwischen flacht die Spannung leider ab und ist geprägt von einer an sich selbst zweifelnden Ermittlerin.
Die Ermittlungen in einem Vermisstenfall werden von einer beurlaubten britischen Ermittlerin in den Schweizer Alpen übernommen, da die örtliche Polizei aufgrund der Wetterverhältnisse nicht vor Ort ermitteln kann. Es bleibt aber nicht bei diesem Vermisstenfall, innerhalb kürzester Zeit gibt es mehrere Leichen. Elin, die englische Ermittlerin und Hauptprotagonistin des Buches ist von Selbstzweifeln und (Kindheits-)Ängsten geplagt, vermittelt teilweise einen sehr hilflosen und anstrengenden Eindruck, ermittelt aber vollkommen allein auf gefährliche Weise weiter. Vielleicht durch dieses Gefühlschaos von Elin wollte der Funke zu ihr einfach nicht überspringen.

Die Autorin hat einen sehr flüssigen Schreibstil doch fehlt es ihren Protagonisten oft ein bisschen an Tiefe. Ansätze hierfür sind meines Erachtens vorhanden doch wurden diese nicht vollständig ausgenutzt. Das Ende der Geschichte hingegen überrascht dann wieder da hier die Spannung die zu Anfang aufgebaut wurde wieder zu Tage tritt.

Trotz der durchwachsenden Spannung handelt es sich um einen Thriller, auch wenn ich den im Vorfeld verursachten Hype nicht nachvollziehen kann. Am liebsten würde ich 3,5 Sterne vergeben und entscheide mich daher für 4 Sterne


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Veröffentlicht am 20.01.2023

Ausgefallene Träume

Die magischen Träume des Malcolm Bell
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Meine Enkeltochter ist eine kleine Leseratte und liest alles was ihr in die Finger kommt. Auf das Buch hatte sie sich aufgrund der Leseprobe sehr gefreut; endlich mal andere nicht alltägliche ...

Meine Enkeltochter ist eine kleine Leseratte und liest alles was ihr in die Finger kommt. Auf das Buch hatte sie sich aufgrund der Leseprobe sehr gefreut; endlich mal andere nicht alltägliche Abenteuer. Auch ich fand die Idee mit einem Trauminator ins Traumland zu reisen sehr interessant. Leider hatten wir beide mit diesem Buch aber so unsere Problemchen. Die Kapitel sind zwar sehr kurz gehalten und daher für eine Abendlesestunde im Bett durchaus geeignet, aber sie hatte trotzdem einige Schwierigkeiten das Buch zu Ende zu lesen; mit manch angesprochener Thematik war sie einfach überfordert und musste immer wieder mal nachfragen wer, was oder warum das denn wäre. Ein entspanntes Lesen war so für sie leider nicht möglich, auch das Hin-und-her-switchen war etwas anstrengend. Die Altersangabe für Kinder ab 10 Jahre halten wir daher für nicht ganz geeignet.
Auch ich fand die Geschichte nicht so ganz prickelnd für dieses Alter; wenn das Buch ein Videospiel wäre hätte es bestimmt eine andere Altersfreigabe bekommen.
Wir vergeben daher nur 3 Sterne und versuchen das Buch in ein bis zwei Jahren nochmal zu lesen, da es uns für Kinder ab 12 Jahren besser geeignet erscheint.


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Veröffentlicht am 11.01.2023

Nordische Kombination

Verschwiegen
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Das Buch braucht nur zwei Wörter: Es passt.
Alles ist hier stimmig; das Cover, der Titel, die Geschichte, die Spannung und die Charaktere. Es gab nur zu Anfang eine Kleinigkeit mit der ich Probleme ...

Das Buch braucht nur zwei Wörter: Es passt.
Alles ist hier stimmig; das Cover, der Titel, die Geschichte, die Spannung und die Charaktere. Es gab nur zu Anfang eine Kleinigkeit mit der ich Probleme hatte. Isländische Namen sind einfach etwas Besonders - es war etwas verwirrend, hat sich aber von Seite zu Seite entwirrt und einem Lesevergnügen stand nichts mehr im Weg.

Die Geschichte selbst ist gut durchdacht und äußerst logisch aufgebaut. Die Spannung steigt aufgrund des mitreißenden und sehr plastischen Erzählstils mit jeder Seite und durch die kleinen Ausflüge in die Vergangenheit kommen immer mehr kleine Details ans Tageslicht und fügen das große ganze Puzzle zusammen. Man hat das Gefühl mit zu ermitteln, selbst ein Teil des Ermittlerteams zu sein.

Die Geschichte selbst ist in sich abgeschlossen, der Täter überführt. Sehr geschickt von der Autorin ist es über die Figuren des Ermittlerteams bezüglich ihres Privat- und Arbeitslebens noch einige Fragen offen zu lassen; Teil 2 kann so schon mit einiger Spannung erwartet werden.

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Veröffentlicht am 12.12.2022

Modern mit einem Schuss altmodisch

Die Smartphone-Waisen 1: Das Schloss der Smartphone-Waisen
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Das schön (altmodisch) gestaltete Cover scheint so gar nicht zum Titel des Buches zu passen; wenn man das Buch allerdings gelesen hat passt alles wunderbar und es gäbe gar kein passenderes Bild. ...

Das schön (altmodisch) gestaltete Cover scheint so gar nicht zum Titel des Buches zu passen; wenn man das Buch allerdings gelesen hat passt alles wunderbar und es gäbe gar kein passenderes Bild.
Die witzig geschriebene Geschichte enthält alles was Kinder in der heutigen Zeit viel beschäftigt. Handy-Nutzung, Verlust der Eltern und der Wohnung, und und und. Auf alle Fälle regt das Buch in Form eines Krimis zum Nachdenken an - hoffentlich nicht nur die Kinder.
Die Geschichte selbst ist witzig und sehr unterhaltsam geschrieben. Auch wenn ein sehr ernstes Thema im Vordergrund steht, schafft es der Autor alles sehr ruhig und hoffnungsvoll, manchmal mit sehr schrägen Vergleichen, aber vor allem sehr kindgerecht zu erzählen.
Die Kinder die im Heim leben haben allesamt ihre Eltern durch extreme Handynutzung der Eltern verloren; und jetzt sollen sie auch noch ihr neues geliebtes Heim verlieren. Aber vielleicht können sie ja bei der netten neuen Bekannten und deren Hauspersonal im Schloss wohnen? Doch auch der Schlossherrin droht das gleiche Schicksal. Da fassen die Kinder gemeinsam einen Plan um sowohl der Schlossherrin als auch sich selbst ein neues Heim zu verschaffen. Und schon sind sie mitten im Abenteuer ihres Lebens. Entführung, Einbruch, Diebstahl - alles was ein richtiger Krimi braucht.

Die Kinder haben alle sehr unterschiedliche Charaktere fügen sich aber in ihrer Gesamtheit wunderbar zusammen. Es wird nicht klischeehaft geurteilt oder sonstiges, sondern jedes Kind hat hier - egal wie auch immer es ist - seine volle Daseinsberechtigung.

Meiner Enkeltochter hat das Buch sehr gut gefallen, zumal auch die Kapitel eine sehr schöne Länge hatten und der Schreibstil sehr locker und fliesend war.

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Veröffentlicht am 05.12.2022

Ausbaubares Potential

Die Stunde der Hyänen
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Gespannt hatte ich aufgrund der spannenden Leseprobe auf die verspätete Veröffentlichung gewartet.
Aufgrund des wirklich gelungenen Covers, des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich mich ...

Gespannt hatte ich aufgrund der spannenden Leseprobe auf die verspätete Veröffentlichung gewartet.
Aufgrund des wirklich gelungenen Covers, des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich mich auf einen spannenden Thriller gefreut. Nach den ersten Seiten (Leseprobe) ist man auch sofort mitten im Geschehen, aber dann flacht die ganze Geschichte doch sehr ab. Es werden verschiedene Ebenen des Großstadtlebens wie Polizeistrukturen, Feuerteufel, Kindesmissbrauch, Sektenzwang und noch einige andere Handlungsebenen dargestellt; aber irgendwie wirkt alles sehr verzettelt. Zum Ende hin wird allerdings wieder etwas mehr Spannung aufgebaut und das Ende überrascht doch sehr.

Leider wurden meine an das Buch gestellten Erwartungen nicht erfüllt. Meiner Meinung nach handelt es sich eher um eine Szeneroman als einen Thriller. Schade, da alle im Buch angesprochenen Themen durchaus Potential gehabt hätten. Man meint eher, dass das Buch "mal so auf die schnelle" geschrieben wurde um eine Menge brisante Themen unterzubringen.

Nichtsdestotrotz ist es durchaus ein lesenswertes Buch, aber nur eben leider kein Thriller.

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