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Veröffentlicht am 21.04.2026

Furioses Finale: Der Kampf um das magische Schwert

Smaragour – Das ewige Feuer
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Mit “Smaragour- Das ewige Feuer” schließt die bekannte Autorin Anja Habschick ihre spannende Drachenreitertrilogie ab. Das einprägsame und magisch wirkende Hardcover zeigt den Helden der Geschichte, Jamie, ...

Mit “Smaragour- Das ewige Feuer” schließt die bekannte Autorin Anja Habschick ihre spannende Drachenreitertrilogie ab. Das einprägsame und magisch wirkende Hardcover zeigt den Helden der Geschichte, Jamie, und seinen Drachen Big Blue. Jamie ist der “Eine der Einen”, der die Welt der Drachen und Menschen zusammenbringen und die Drachen befreien kann.

Smaragour ist eine Insel im Nordmeer, auf der sich drei berühmte Drachenreiterschulen befinden. In der Eldurskóla ist Jamie als Docker tätig, er pflegt die Drachen. Doch mit Big Blue, der Anführerin der Drachenherde, verbindet ihn ein besonderes Band, er kann ihre Gefühle spüren. Nur Jamie und Big Blue können “die Zeiten wenden”, dafür sorgen, dass die Drachen endlich in Freiheit leben können. So bleibt ein letzter Kampf gegen Rönrök, einen ehemaligen Drachenreiter, der die Drachen unterjochen und Smaragour beherrschen will. Denn Rönrök ist nicht tot, wie alle geglaubt haben. Jetzt baut er an einem Techno- Drachen, den er mit dem Ei eines schwarzen und bösartigen Drachenweibchens zum Leben erweckt. Plötzlich sind auch die Drachen in den drei magischen Schulen von Zecken befallen, hat auch hier Rönrök ein Mittel gefunden, die Drachen seinem Willen zu unterwerfen?

Jamie und seine Freunde Tex und Noah sind entschlossen, den Drachen die Freiheit zu bringen. Dazu benötigen sie die Spitze eines magischen Schwertes, das in den tiefsten Tiefen eines Berges von den Drachen versteckt wurde. Doch auch Rönrök und seine Tochter Emine suchen das Schwert. Der Kampf um die Freiheit der Drachen beginnt.

Mit “Smaragour- Das ewige Feuer” schließt Anja Habschick auf beeindruckende und phantasievolle Weise die Geschichte über das Schicksal der wunderbaren Drachen und der Drachenreiterschulen ab. Doch diesmal trachtet nicht nur Rönrök Jamie und Big Blue nach dem Leben, sondern auch Emine, Rönröks Tochter, hat sich plötzlich auf die Seite ihres grausamen Vaters geschlagen. Jamie ist enttäuscht und kann gar nicht glauben, dass Emine bereit ist, die Drachen zu verraten. Mit seinen mutigen und treuen Freunden Tex und Noah macht sich Jamie auf die Suche nach der Schwertspitze, ein ungeheuer gefährlicher Weg. Auch muss er die Drachen von Rönröks Einfluss befreien. Doch Big Blue ist eine ruhige und überlegte Begleiterin und Führerin der Drachenherde. Werden die Drachen später noch bereit sein, mit den Menschen zusammenzuarbeiten, die sie so oft schlecht behandelt haben?

In diesem furiosen Finale zeichnet die Autorin ein Bild des Kampfes um die Freiheit der einzigartigen Drachen. Doch nicht nur Action zählt, besonders betont werden Freundschaft und der dafür unersetzliche Wert, gegenseitiges Vertrauen. Auch dieser Band besticht durch seinen ungeheuren Ideenreichtum, viele magische Wesen tragen zum glücklichen Ausgang der Geschichte bei. Im Mittelpunkt steht jedoch der Wert der Freiheit, denn niemals sollte ein Schwert dazu dienen, über andere zu herrschen.

Das Buch ist angenehm und leicht zu lesen, Spannung bis zum Schluss ist garantiert. Anja Habschick schreibt bildhaft und entwirft magische Welten, die die Lesenden in ihren Bann ziehen, man fiebert, lebt und leidet mit den Protagonisten mit. Drachenfreunde ab zehn Jahren erwarten unzählige aufwühlende Abenteuer. Empfehlenswert wäre es, auch die Vorgängerbände der Drachenreitertrilogie zu kennen, um besser in diese aufregende Geschichte einzutauchen.

Ich habe das Buch mit meinem Enkel gelesen, uns hat die actiongeladene Drachenreiter- Fantasy um Jamie und die Drachen sehr gut gefallen. Wir empfehlen das Buch daher gerne weiter und bewerten es mit fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 18.04.2026

Ein Opfer sucht seinen Mörder

Noch fünf Tage
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Dieses Opfer ist Liz, Sterneköchin und angestellt bei Familie Harman, Milliardäre, mit diversen Wohnsitzen und zu Sylvester in ihrem Chalet in Davos, das die Lesenden schon auf dem gelungenen und düster-einprägsamen ...

Dieses Opfer ist Liz, Sterneköchin und angestellt bei Familie Harman, Milliardäre, mit diversen Wohnsitzen und zu Sylvester in ihrem Chalet in Davos, das die Lesenden schon auf dem gelungenen und düster-einprägsamen Cover kennen lernen. Liz wird ein besonderes Sylvesterdinner vorbereiten, das sie natürlich abschmecken muss. Dazu taucht sie immer einen Zahnstocher in die Speisen und leckt ihn ab. Doch das Dinner läuft anders als erwartet: Die Harmans sind tot, die Eltern John und Reeta, die Kinder Calliope und Percy. Und Liz weiß, sie hat nur noch fünf Tage zu leben.

Unausweichlich zeigt die Digitaluhr ihres Krankenzimmers die verrinnende Zeit. Liz möchte nur eines, ihre Tochter Cosima bei sich haben. Doch das erlaubt die Polizei nicht, Liz ist verdächtig. Um sich zu entlasten muss Liz schnellstens ihren Mörder finden.

Helena Falke hat ihren Roman “Noch fünf Tage” eingeteilt in die verbleibenden Tage, Stunden, Minuten und Sekunden. Die Lesenden fühlen mit Liz, wie ihr die Zeit zwischen den Fingern zerrinnt und sie versucht, im Geist ihre Anstellung im Milliardärshaushalt und das Sylvesterdinner zu rekonstruieren. So überprüft sie alle Familienmitglieder und findet kein Motiv, wiewohl John entschlossen war, gesellschaftlich und politisch weiter aufzusteigen. Auch ist er überzeugt, dass Reichtum dazu benutzt werden sollte, die Welt nach seinen Vorstellungen umzuformen- hat er sich dadurch Feinde gemacht?
Reeta gehört eigentlich nicht in diese Kreise und braucht Tipps von Liz, um ihren Platz zu finden. Allerdings ist sie arrogant und rücksichtslos. Zudem stellt sich heraus, dass die Familie durch ein ungewöhnliches, schwer zu beschaffendes und teures Gift getötet wurde. Auch an ihre frühere Anstellung in einem Nobelrestaurant denkt Liz. Da gab es einmal einen Vorfall, an dem Liz keine Schuld traf, trotzdem verlor sie ihren Arbeitsplatz. Ist dieser Vorfall mittlerweile vergessen? Auf Empfehlung ihres damaligen Chefs kam sie zu den Harmans.

In beklemmender Weise fühlen die Lesenden in diesem Thriller die Unausweichlichkeit des Geschehens und den verzweifelten Versuch von Liz, ihre Tochter auch nach ihrem Tod versorgt zu wissen. Der unaufhaltsame Verfall ist spürbar und immer wieder erinnern sie die sich verändernden Digits daran, wie wenig Zeit ihr bleibt. Soll sie das Angebot von Esme, ihrer Pflegerin, annehmen, und sich sedieren lassen? Nein, Liz muss klar denken können und Esme muss ihr bei ihrer atemlosen Suche nach dem Mörder helfen. Hier beschreibt der Roman weitläufig, welche Essen Liz zubereitet hat und wie sich ihr Leben im Nobelhaushalt gestaltete. Dazu auch alle Macken dieser reichen Familie und die Demütigungen, die Liz hinzunehmen hatte. Dabei gab sie sich wirklich Mühe, auf alle Vorlieben und Neurosen einzugehen, immer im Bestreben, das Leben der Familie zu verbessern.

Wenig schreibt die Autorin über Cosima, die geliebte Tochter von Liz, in den Schilderungen über das Leben bei den Harmans kommt sie kaum vor. Umso berührender ist die Szene, als Cosima von Liz erfährt, dass sie sterben werde. Doch Liz hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden, seit sie weiß, dass Cosima versorgt sein wird. Allerdings hätte ich mir hier gewünscht, mehr über das Verhältnis von Cosima und Liz zu erfahren.

Mein Fazit:

“Noch fünf Tage” beschreibt in beklemmender Weise, wie es sich anfühlt, in kurzer Zeit dem sicheren Tod entgegen zu gehen. Der Roman ist ebenso traurig wie spannend geschrieben, durch die genauen Zeitangaben fühlt man mit der sterbenden Protagonistin und ist wie sie lange nicht bereit, das Schicksal zu akzeptieren und entschlossen, den Mörder zu stellen. Mit großer Empathie wird das entsetzliche Geschehen erzählt, das extravagante Leben der Milliardärsfamilie spiegelt gesellschaftliche Vorgänge. Helena Falke wird somit zu einer sprachsensiblen Chronistin des letzten Weges, ohne je pathetisch zu werden. Auch wenn dieser Roman kein positives Ende zulässt, lohnt es sich, die Protagonistin bei ihrem Abschiednehmen zu begleiten.

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Veröffentlicht am 11.04.2026

Ans Meer, da ist der Weg so weit

Mirabellentage
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Was passiert, wenn ein Pfarrer plötzlich stirbt? Und was braucht eine Gemeinde, um angemessen zu trauern? Natürlich ein Grab! Das weiß auch Anna, seit dreißig Jahren Haushälterin von Pfarrer Josef in der ...

Was passiert, wenn ein Pfarrer plötzlich stirbt? Und was braucht eine Gemeinde, um angemessen zu trauern? Natürlich ein Grab! Das weiß auch Anna, seit dreißig Jahren Haushälterin von Pfarrer Josef in der fiktiven Gemeinde Blumfeld. Aber sie weiß auch: Josef wollte nicht begraben werden; also steht eine Kakaodose mit ungewöhnlichem Inhalt auf ihrem Küchenbüffet. Anna muss ans Meer, Pfarrer Josef wollte es so.

Mit “Mirabellentage” hat die SPIEGEL Bestseller-Autorin Martina Bogdahn ein Buch voll Herzenswärme geschrieben. Anna steht vor einem neuen Lebensabschnitt, sie trauert noch um ihren Jugendfreund Josef, doch der neue Pfarrer, Fridtjof, kommt schneller als gedacht. Leider versteht ihn keiner- Fridtjof spricht nur Platt. Aber früher wurde ja auf Latein gepredigt. Und wenn man das auch nicht kann, muss eben Annas italienisches Kochbuch herhalten- Rezepte inklusive.

Martina Bogdahn hat mit Anna eine Frauenfigur geschaffen, die in sich selbst zu ruhen scheint, zufrieden mit ihrem bisherigen Leben ist sie die gute Seele der Gemeinde Blumfeld. Aber wird man Anna jetzt noch brauchen? Lebensklug und freundlich tritt Anna dem neuen Pfarrer entgegen, der ohne sie in Bayern verloren wäre. Manches Gerücht kommt ihr ganz gelegen, denn kommt er nicht direkt aus Rom- vom heiligen Vater, wie die Gemeinde vermutet? Und da ist das Geheimnis in der Blechdose, die Anna dringend ans Meer bringen soll. Doch wie dort hinkommen? Außerdem hat Anna gerade so viel zu tun, sie muss die Mirabellen einkochen, im Garten steht ein Mirabellenbaum voll mit Früchten. Es ist Tradition, dass jeder, der im Pfarrhaus vorbeikommt, ein kleines Glas Marmelade bekommt.

Anna erkennt, dass es Zeit ist, für sich neue Perspektiven zu suchen. Mit ihrem Jugendschwarm, dem pensionierten Fahrlehrer Tanner, übt sie Auto fahren. Vielleicht sollte sie die Gemeinde ein paar Tage sich selbst überlassen, vielleicht ans Meer fahren, vielleicht mit der Blechdose im Gepäck?

“Mirabellentage” ist ein großartig geschriebener Roman, der sofort ein heimeliges Gefühl hervorruft und mit viel Witz und skurrilen Szenen die Vielfalt des Lebens beschreibt. Die Charaktere sind sympathisch und liebenswert, jeder auf seine Weise. Anna, die für alle Probleme eine Lösung weiß, ist liebevoll und zugewandt, ihr Leben als Pfarrersköchin war für sie genug. Doch kann sie jetzt einen neuen Lebensweg gehen? Pfarrer Josef, obwohl bereits verblichen, wird als eher ängstlich beschrieben, mit einer schweren Jugend und manchmal mit seiner Berufung als Priester hadernd. Doch hinterlässt er Anna nicht nur eine Blechdose, sondern auch einen Mercedes. Hier kommt Fahrlehrer Tanner ins Spiel, der von Anna beeindruckt ist, von ihren Fahrkünsten anfangs weniger. Fridtjof, der neue Pfarrer, wirkt hilflos und verloren, hat aber durchaus Qualitäten, mit denen Anna nicht gerechnet hat. So entsteht ein buntes Bild einer bayrischen Gemeinde und ein vergnüglich zu lesendes Buch.

Mein Fazit:
“Mirabellentage” ist ein gelungener Roman, der mit leichter Hand geschrieben ist und viel Witz und abstrus- komische Situationen bietet. Beschwingt folgt man den Protagonisten in eine heil erscheinende Welt, die doch manche persönlichen Tragödien birgt. Einfühlsam und empathisch stellt die Autorin die Frage, ob es mit Mitte Fünfzig noch möglich ist, dem Leben eine neue Wendung zu geben. Genau wie Anna gehen die Lesenden beschwingt dieser Frage nach. Schon das schön gestaltete Hardcover macht Appetit auf Mirabellen, zu denen man nur zurück kehren kann, wenn man den Mut hatte, sich auf den Weg in die Fremde zu machen. So ist “Mirabellentage” ein einfach schöner, menschlich berührender Roman mit viel Sinn für Humor im Alltäglichen.

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Veröffentlicht am 08.04.2026

Schach den Verbrechern

Die Großstadtdetektive - Wo ist Annabelle?
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Mit “Die Großstadtdetektive- Wo ist Annabelle” hat die bekannte Autorin Eva Lezzi den zweiten Band über die Abenteuer der Großstadtdetektive vorgelegt. Das gelungene und fröhliche Hardcover zeigt, dass ...

Mit “Die Großstadtdetektive- Wo ist Annabelle” hat die bekannte Autorin Eva Lezzi den zweiten Band über die Abenteuer der Großstadtdetektive vorgelegt. Das gelungene und fröhliche Hardcover zeigt, dass das Schachspiel in dieser Geschichte eine wichtige Rolle einnehmen wird.

Es sind Ferien, alle Kinder sind auf Urlaub, nur Irina ist zu Hause geblieben. Da könnte sie im Park mit Leihhund Gloria spazieren gehen. Und vielleicht Schach spielen- das hat Irina von ihrem Vater gelernt. Dabei trifft sie Annabelle, eine ältere Dame, mit der sie sich für den nächsten Tag zum Schachspiel verabredet. Doch plötzlich ist Annabelle verschwunden. Glücklicherweise sind alle Großstadtdetektive wieder zurück und helfen bei der Aufklärung dieses verzwickten Falles. Die Kinder finden ein Gedicht in Jiddischer Sprache, aber ist das wirklich eine Spur zu Annabelle? Warum sollte jemand eine alte Dame entführen? Und was hat die fehlende Schachfigur mit Annabelles Verschwinden zu tun?

Eva Lezzi hat mit ihrem Buch nicht nur eine spannende, warmherzige und menschliche Geschichte mit sehr originellem Inhalt verfasst, sondern der Text betont Freundschaft, Mut und die Zusammenarbeit der Großstadtdetektive. Die Kinder stammen aus unterschiedlichen Kulturen und haben unterschiedliche Religionen, doch das ist für den Zusammenhalt der Gruppe belanglos. Mit Köpfchen und Durchhaltevermögen gelingt es, Gefahren gemeinsam zu begegnen, wobei jedes Kind nach seinen Talenten tätig werden kann. Nicht nur die Detektive, auch die Lesenden versuchen bestimmt, dieses verzwickte Rätsel um Annabelle zu lösen, denn das Buch bietet viele unerwartete Wendungen und Überraschungen.

Eva Lezzi hat in kindgerechter Sprache einen genau auf die Zielgruppe der Kinder ab acht Jahren zugeschnittenen Krimi geschrieben, der durch die phantasievollen Illustrationen von Daniela Kohl hervorragend unterstützt wird. Kurze Kapitel erhalten die Lesefreunde, die lebendig erzählte Story zieht die Kinder sicher in ihren Bann. Liebevoll bindet die Autorin fremdsprachige Ausdrücke und das schöne Jiddische Gedicht “Im Westen”, das natürlich auch auf Deutsch vorliegt, in die Handlung ein. Am Ende des Textes findet sich ein Glossar, mit dessen Hilfe fremdsprachige Wörter übersetzt werden können.

Für mich liegt die Stärke dieses Buches in der Beschreibung des friedlichen Zusammenlebens, jeder ist akzeptiert, ohne dass Herkunft, sozialer Stand oder Religion eine Rolle spielen. Jeder gehört dazu und jeder findet ohne Vorurteile seinen Platz in dieser abenteuerlichen Geschichte. Durch das Schachspiel kommt ein neuer, interessanter Aspekt in das Buch, vielleicht werden Kinder sogar angeregt, das Spiel selbst zu lernen.

Ich denke, dass sich dieses Kinderbuch gut als Klassenlektüre eignen würde, auch sollte es in jeder Schulbibliothek stehen. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, zu betonen, dass nur Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung dazu beitragen, auch knifflige Situationen im Leben zu meistern. Was könnte das den Kindern besser näher bringen als eine spannende Detektivgeschichte? Daher kann ich “Die Großstadtdetektive- Wo ist Annabelle” ganz besonders weiterempfehlen und bewerte das Buch mit fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

So wie du bist, so bist du richtig

Ferri
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Die bekannten Autorinnen Gertraud Mesner und Beate Welsch haben mit “Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt” ein kluges und unterhaltsames Kinderbuch für Kinder ab vier Jahren vorgelegt. Das schöne Hardcover ...

Die bekannten Autorinnen Gertraud Mesner und Beate Welsch haben mit “Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt” ein kluges und unterhaltsames Kinderbuch für Kinder ab vier Jahren vorgelegt. Das schöne Hardcover dieses großformatigen Bilderbuchs zeigt schon die Hauptfigur der Geschichte, den Fisch Ferri, der mit den anderen Meerestieren fröhlich herumschwimmt.

Aber plötzlich ist alles anders. Der fröhliche Ferri singt ein Lied, als der Rochen Rocho beginnt, ihn zu ärgern. Auch andere Meerestiere fangen an, Ferri zu verspotten, keine Hilfe ist in Sicht. Aus Spott werden Drohungen, je mehr Tiere bei diesem bösen Spiel mitmachen, desto lustiger finden sie es. Qualli, der der verzweifelte Ferri leid tut, versucht, ihm zu helfen, verschwindet aber schnell, als Rocho kommt und mit Gewalt droht. Ferri weiß nicht, was er falsch gemacht hat, aber er muss doch schuld sein, dass die anderen Tiere so garstig zu ihm sind. Zu Hause erzählt der traurige Ferri nichts, seine Eltern bemerken nichts von seinem Kummer. Das kann Wali, der kluge Wal, nicht mehr mit ansehen. Glücklicherweise weiß er Rat und kann helfen…

Mit diesem Kinderbuch haben Gertrud Mesner und Beate Welsch in kindgerechter Weise beschrieben, wie Mobbing beginnt und wie sich die Spirale der verbalen und körperlichen Gewalt immer weiter dreht. Das Opfer fühlt sich hilflos, zieht sich zurück und verändert seine Wesensart, aus dem fröhlichen Ferri wird der traurige Ferri. Oftmals übersieht das Umfeld, wie sich das Mobbingopfer fühlt und der Betroffene selbst will nicht über seine Situation sprechen.

Genau dieses Geschehen beschreibt auf gut verständliche Weise die Geschichte von Ferri. Unterstützt wird die Erzählung durch die ganzseitigen farbenfrohen, phantasievollen und ansprechenden Illustrationen von Antje Bohnstedt. Da bereits im Kindergarten, im Alter von ungefähr vier Jahren, die Kinder beginnen, Schimpfwörter lustig zu finden, aber oft nicht daran denken, dass dadurch andere Kinder, aber auch Erwachsene gekränkt werden, ist das Vorlesen dieses Buches die richtige Methode, schon mit jungen Kindern über Mobbing zu sprechen, seien sie Betroffene oder Mitläufer, die Spaß an Beleidigungen und Drohungen haben. Da die Situation von Erwachsenen oft nicht bemerkt wird, weil das Kind zu Hause nicht über seine hässlichen Erfahrungen spricht, ist es gut, wenn alle Personen, die sich um Kinder kümmern, achtsam sind, ob sich ein Kind verändert oder Kummer hat. Als Hilfestellung bieten die Autorinnen im Anschluss an die Geschichte einen Überblick darüber, was Mobbing bedeutet, seine Ausprägungen und Ursachen. Auch das weitere Vorgehen, wenn ein Kind zum Mobbingopfer wird, wird thematisiert.

So bietet “Ferri: Mutig ist, wer Hilfe holt” eine überzeugende Geschichte über Freundschaft und Mut, die Kinder dazu anregen soll, nicht zu schweigen, wenn sie von Mobbing betroffen sind. Auch das Selbstvertrauen der Kinder soll gestärkt werden, damit sie erkennen, dass es keine Schwäche ist, sich Hilfe zu holen. Andererseits ist es wichtig, dass auch schon kleine Kinder verstehen, dass es Grenzen im Umgang mit anderen Menschen gibt. Das Buch nimmt in eine phantastische Unterwasserwelt mit und besticht durch seine hochwertige Ausstattung und das dicke Papier, sodass auch noch Geschwisterkinder mit Ferri Freude haben werden.

Ich habe die Geschichte mit meinem vier Jahre alten Enkel gelesen, der Ferri mochte und von den bunten Bildern begeistert war. Für uns war es das richtige Buch zur richtigen Zeit, denn mein Enkel bringt aus dem Kindergarten gerade Schimpfworte nach Hause, auch auf dem Spielplatz in der Gruppe neigen die Kinder zu Spott. Mit Hilfe des Buches konnten wir gut darüber sprechen, was andere Kinder empfinden, wenn sie gekränkt und zum Außenseiter werden. Wir werden das Buch noch oft zur Hand nehmen, denn um ein grundlegendes Verständnis dafür zu schaffen, wie sich ein Mobbingopfer fühlt, braucht es Zeit und Geduld. Aber die Mühe lohnt sich, Ferri kann dabei sicher helfen. Daher können wir dieses gelungene Buch gerne weiterempfehlen und bewerten es mit fünf Sternen.

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