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GabrieleMarina

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.08.2021

Einblick in die Polizeiarbeit

Seelengrab
0

In diesem Krimi von Nadine Buranaseda ermittelt KHK Lutz Hirschfeld gemeinsam mit seinem Partner Peter Kirchhoff in einem Mordfall, der sich schnell zum Fall um einen Serientäter entwickelt. Lutz Hirschfeld ...

In diesem Krimi von Nadine Buranaseda ermittelt KHK Lutz Hirschfeld gemeinsam mit seinem Partner Peter Kirchhoff in einem Mordfall, der sich schnell zum Fall um einen Serientäter entwickelt. Lutz Hirschfeld zog von Berlin nach Bonn, weil er sich um seinen alkoholkranken Vater kümmern will.

Die erste Leiche wird zufällig nach der traditionellen Verbrennung des Nubbel in der Nacht zu Aschermittwoch entdeckt.

Die Autorin zeigt in diesem Krimi interessante Einblicke in die Polizeiarbeit. Die Erkenntnisse der Kommissare, die Zusammenarbeit und die Belastung, die solch ein Fall für die Ermittler der Mordkommission bringt, sind gut nachvollziehbar.

Nadine Buranaseda bringt durch den Wechsel von Ermittlungen und die Rückblicke in die Erinnerungen des Täters eine gewisse Spannung in die Geschichte. Die persönlichen Umstände des Protagonisten Lutz Hirschfeld tragen eher dazu bei, die Story in die Länge zu ziehen.

Interessant fand ich es, zu erleben, wie die akribische Zusammensetzung der Puzzleteile plötzlich zu einem neuen Ermittlungsansatz und damit zur Ergreifung des Täters führen kann.

Der Schreibstil der Autorin ist angenehm, die Kapitel nicht zu lang. Als Auftakt einer Serie lässt dieser Krimi weitere interessante Ermittlungen erwarten. Ich gebe diesem Buch 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.08.2021

Glaube und Wissenschaft in einem Thriller interessant verbunden

Die Gottesmaschine
5

Bischof Lombardi wird von seinem Freund Allessandro Badalamenti gebeten, in einem abgeschiedenen Kloster an der französischen Grenze nach seinem Ziehsohn Sébastien zu sehen, der sich dorthin zurückgezogen ...

Bischof Lombardi wird von seinem Freund Allessandro Badalamenti gebeten, in einem abgeschiedenen Kloster an der französischen Grenze nach seinem Ziehsohn Sébastien zu sehen, der sich dorthin zurückgezogen hat, um sich seinen Forschungen zu widmen.

Der Bischof trifft in diesem Kloster eine Physikerin und die Mönche begegnen ihm eher mit Reserviertheit. Als der Bischof den Forscher findet, ist dieser tot. Auch für Lombardi wird es sehr bald gefährlich, denn die Mönche wollen verhindern, dass bekannt wird, dass Sébastien daran geforscht hat, die Existenz Gottes zu beweisen und damit Glaube und Wissenschaft die Feindschaft zu nehmen. Mit einem Supercomputer scheint ihm dies gelungen zu sein. Doch was sagt der Vatikan dazu?

Reinhard Kleindl hat mit diesem Thriller eine interessante Idee umgesetzt, die den Menschen seit ewigen Zeiten beschäftigt. Der besondere Reiz liegt in der Tatsache, dass es ein Glaubensbruder ist, der den Beweis Gottes mittels wissenschaftlicher Arbeiten erbringen will. Durch interessante Erklärungen erhält die Geschichte Tiefgang, es bringt jedoch auch die Story manchmal in die Länge, was der Spannung abträglich ist.

Unterschiedliche Handlungsorte und Perspektiven bereichern den Thriller, die Länge der Kapitel ist angenehm. Cliffhanger am Schluss der einzelnen Abschnitte bringen nicht immer Spannung, sondern sind eigentlich manchmal überflüssig. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch ohne Vorkenntnisse im Bereich Quantenphysik versteht der Leser die Geschichte. Ich gebe diesem Thriller 4 Sterne.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 30.07.2021

Humorvolle Geschichte über das Leben im Alter

Erben wollen sie alle
0

Bianca lebt nach dem Tod ihres Ehemannes allein in einer großen Finca auf Mallorca. Ihre Kinder lassen sich nur selten sehen - doch als Bianca ihre Pläne eröffnet, mit Wolfgang, ihrem jüngeren ...

Bianca lebt nach dem Tod ihres Ehemannes allein in einer großen Finca auf Mallorca. Ihre Kinder lassen sich nur selten sehen - doch als Bianca ihre Pläne eröffnet, mit Wolfgang, ihrem jüngeren neuen Freund eine Weltreise zu unternehmen und dafür das Haus zu verkaufen - schrillen bei den "Erben" alle Alarmglocken. Sie vermuten in Wolfgang einen Heiratsschwindler - allein Enkeltochter Luisa unterstützt die Pläne der Großmutter.

In diesem Roman hat Tessa Henning auf eine humorvolle Weise die Probleme des Lebens im Alter beschrieben. Solange alles nach Plan läuft, kümmert sich niemand um die Senioren. In dieser Geschichte findet die Familie durch viele Gespräche, bei denen sie gemeinsam die Missverständnisse der Vergangenheit klärt wieder zueinander - gut vorstellbar unter der Sonne Mallorcas. Die Dialoge sind oft witzig pointiert und die Charaktere liebevoll entwickelt.. Das Thema Alzheimer, oft ein Begleiter im Alter - wird von der Autorin interessant in die Geschichte eingefügt. Eine Liebesgeschichte mit Tiefgang und durchaus auch spannenden Momenten. Das Cover des Buches hat mir sofort gefallen - es versprach eine kurzweilige Geschichte. Diese Erwartung wurde erfüllt. Ich gebe diesem unterhaltsamen Roman 4 Sterne und eine Leseempfehlung als Urlaubslektüre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2021

Spannender Agententhriller

Die letzte Karte
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Charles Jenkins hat seine Karriere als Spion für die CIA eigentlich beendet und lebt mit Frau und Kindern auf einer Farm. Die Ruhe wird jäh gestört, als ein Ex-Kollege auftaucht und ihn um Hilfe bittet. ...

Charles Jenkins hat seine Karriere als Spion für die CIA eigentlich beendet und lebt mit Frau und Kindern auf einer Farm. Die Ruhe wird jäh gestört, als ein Ex-Kollege auftaucht und ihn um Hilfe bittet. Paulina, die Frau, die Charles das Leben gerettet hat und bereit war, dafür ihr eigenes Leben zu opfern - sie lebt vielleicht noch und wird in russischem Gewahrsam gefoltert.

Charles trifft die Entscheidung, Paulina zu suchen und macht sich auf den Weg nach Moskau ins Feindgebiet. Sein Plan, Paulina zu finden und zu retten ist ebenso waghalsig wie gefährlich.

Dieser Agententhriller führt in die Welt von CIA und KGB. Dem Autor gelingt es, dem Leser einen Einblick in diese gefährliche Lebensweise zu geben. Spannend beschreibt er die Verfolgungsjagden und die Gründe der Agenten, sich für bestimmte Ziele einzusetzen. Geldgier, Machtspiele und auch Freundschaft werden gut vorstellbar beschrieben. Die Entscheidung des Protagonisten zurück in die Gefahr zu gehen, um einen anderen Menschen zu retten, bewegt die gesamte Geschichte. Der Einblick in die russische Mentalität und der ungewöhnliche Weg, den Charles Jenkins geht, haben mir gut gefallen. Dialoge in russischer Sprache finden sich mit Übersetzung in dieser Story und machen den Thriller authentisch. Der Schreibstil ist angenehm, der Spannungsbogen durch die langen Beschreibungen etwas gestört, daher gebe ich 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.07.2021

Interessante Idee für einen Thriller

Eskalation
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Dina Martin ist nachts allein auf der Autobahn unterwegs nach Hause zu Mann und Kind als sie einen Geländewagen hinter sich entdeckt, der sie zu verfolgen scheint. Bald darauf erklingt aus der ...

Dina Martin ist nachts allein auf der Autobahn unterwegs nach Hause zu Mann und Kind als sie einen Geländewagen hinter sich entdeckt, der sie zu verfolgen scheint. Bald darauf erklingt aus der Freisprechanlage ihres Telefons der Befehl "Nicht langsamer werden". Die Nageldesignerin sieht sich gezwungen der Stimme zu folgen und als vor ihr eine Polizeistreife auftaucht, schöpft sie Hoffnung auf Hilfe. Diese wird jedoch jäh zerrissen als ein Schuss fällt.

Nora Benrath hat in diesem Thriller eine für jeden Leser gut nachvollziehbare Situation als Ausgangspunkt gewählt. Der Einstieg lässt dem Leser eine kleine Gänsehaut über den Rücken ziehen. - man ist direkt in der Geschichte gefangen. Die Autorin schreibt in mehreren Perspektiven, Opfer, Täter und Ermittler, so dass der Leser sich ein umfassendes Bild entwickeln kann. Die Ermittlung der Kommissare Karst und Lang wird so dargestellt, dass ein Kopfkino auch die Schwierigkeiten beider Untersuchung des Falls nachvollziehbar macht. Der Schreibstil von Nora Benrath ist flüssig, sie beschreibt auch die Taten sehr anschaulich. Das Motiv des Täters nachzuvollziehen fällt nicht leicht, doch es ist möglich. Die Charaktere könnten meiner Meinung nach etwas mehr Profil haben, der Spannungsbogen, der zu Beginn des Thrillers hoch ist, lässt leider im letzten Drittel des Buches nach, deshalb gebe ich diesem Buch 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere