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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2017

Leseempfehlung! Ein geheimes Medaillon sorgt für Spannung und Liebe in historischer Kulisse

Das blaue Medaillon
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Alessa ist eine Meisterdiebin im Venedig des 17. Jahrhunderts, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater liebevoll aufwächst und von ihm die perfekte Ausbildung für ein einträgliches Gewerbe ...

Alessa ist eine Meisterdiebin im Venedig des 17. Jahrhunderts, die nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei ihrem Großvater liebevoll aufwächst und von ihm die perfekte Ausbildung für ein einträgliches Gewerbe erhält. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich ihr Leben, als er einem Verbrechen zum Opfer fällt und gleichzeitig auch noch ihre Tante stirbt, die ihr kurz vor ihrem Tod noch ein wunderschönes Medaillon geschenkt hat, dass sie für Alessa im Namen ihrer Eltern verwahrt hat. Es birgt ein gefährliches Geheimnis und zwingt Alessa, nach einem vereitelten Mordanschlag auf sie, zu fliehen. Mit viel Glück und ein bisschen Hilfe schafft sie es nach Celle zu flüchten um dort ihren letzten Verwandten zu suchen, der sich aller Voraussicht nach am Hofe des Herzogs Georg Wilhem von Braunschweig-Lüneburg aufhält. Hier findet sie Arbeit und Unterschlupf, kann sich jedoch nicht in Sicherheit wiegen, da die böswilligen Verfolger ihr immer noch auf der Spur sind.
„Das blaue Medaillon“ ist ein wunderschöner Roman voller Spannung, Liebe und mit einem Einblick auf das höfische Leben des Adels im 17. Jahrhundert. Ein toller leicht zu lesender und fesselnder Schreibstil und eine bezaubernd erzählte Geschichte mit Alessa im Mittelpunkt fängt einen sofort ein. Sehr bildhaft bringt die Autorin die Zeit in Venedig, auf der Flucht und am Hofe des Herzogs rüber und man fühlt sich direkt in die Kulissen hineinversetzt. Mit sehr viel Liebe und Detailgenauigkeit hat sie tolle Charaktere und Schurken erschaffen, die einem ans Herz wachsen oder einfach nur polarisieren, weil sie einem unheimlich sind und ahnungsvolle Gefühle auslösen.
Alessa ist ein ganz toller Charakter im Buch. Sie ist eine selbstbewusste, gewiefte und in der Liebe noch unbescholtene junge Frau, die sich voller Mut und Raffinesse, den Gefahren in ihrem Leben stellt. Durch ihre natürliche und gewinnende Ausstrahlung findet sie nicht nur beim Leser Sympathien, sondern erweckt diese auch bei einem jungen Mann am Hofe. Es war spannend mit Alessa auf eine abenteuerliche Reise zu gehe, lebensbedrohliche Situationen zu meistern und auch die erste Liebe mitzuerleben.
Sehr schön hat die Autorin auch noch im Nachwort dargestellt, wie sie die damaligen geschichtlichen Verstrickungen am Hofe mit in die erfunde Geschichte von Alessa eingebaut hat.
Mein Fazit:
„Das blaue Medailllon“ war ein wunderschönes Buch, das mich begeistern konnte und für aufregende Lesestunden gesorgt hat. Ich kann es nur jedem Leser empfehlen, der spannende und romantische Geschichten in historischer Kulisse liebt.
Verdient vergebe ich 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 20.08.2017

Mein Lesehighlight! Fiktion trifft auf Realität!

Der Präsident
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Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
„Zitat Abraham Lincoln“

So geschehen hat Amerika seinen neuen Präsidenten gewählt, der in der Bevölkerung sehr umstritten ist und polarisiert. ...

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
„Zitat Abraham Lincoln“

So geschehen hat Amerika seinen neuen Präsidenten gewählt, der in der Bevölkerung sehr umstritten ist und polarisiert. Zu seinen Aufgaben gehört es, sein Land zu beschützen. Doch wer beschützt das Land, wenn er kurz vor einer katastrophalen Entscheidung steht und sich mit dem Machthaber von Nordkorea anlegt?
Als ein gerade noch weltumfassender Entschluss verhindert werden kann, entwickelt sich im Regierungsumfeld eine Gruppe, die solch ein Szenario für die Zukunft ausschließen will. Eine fast unlösbare Aufgabe! Machtbedürfnisse, Intrigen und Gegner müssen überwunden werden. Ein Attentat wird gerade noch rechtzeitig verhindert.
Als Rechtsberaterin des Präsidenten beginnt für Maggie Castello die Aufgabe, alle Vorkommnisse zu entschlüsseln. Ein atemberaubender und lebensgefährlicher Wettlauf mit der Zeit liegt vor ihr.

„Der Präsident“ ist ein superspannender und leider auch realitätsnaher Politthriller, der voller Horrorszenarien, Machtspielen, Intrigen, Schuldgefühlen und zum Glück auch Menschen handelt, die Verantwortungsbewusstsein und Ehre kennen. Sam Bourne hat einen hervorragenden und spannenden Schreibstil und Sprachgebrauch, bei dem man seine journalistische Schulung und seine Erfahrung als Auslandskorrespondent spürt.
Der Thriller ist wie ein Sog, bei dem man trotz der unfassbaren Szenarien auf ein gutes Ende hofft. Sehr bildlich sind die Beschreibungen im Buch und von Anfang an kommt das Gefühl auf einen Kinofilm zu erleben. Man bekommt Angst und Abscheu vor den Mächtigen und Respekt und Hochachtung vor den Mutigen, die noch Verantwortungsgefühl und ein Rückgrat haben. Durch den ständigen Orts- und Zeitwechsel suchtet man durch das Buch und ist fasziniert von den ineinandergreifenden Ereignissen. Das Geschehen und die rasante und spannende Aufklärungsarbeit von Maggie Castello triggert einen die ganze Zeit. Sie ist ein toller Charakter im Buch, lebendig, authentisch und auch im wirklichen Leben vorstellbar! Die Sicht der Dinge mit Maggie zu erleben ist einzigartig und aufregend. Ich habe ihre Scharfsinnigkeit, ihre Intelligenz und ihren Einfallsreichtum bewundert. Hoch lebe Maggie!

Ein faszinierendes Leseerlebnis!

Sam Bourne hat mich mit „Der Präsident“ hervorragend unterhalten. Ein atemberaubend spannender Verschwörungsthriller, der mit zu einem meiner Lesehighlights zählt!
Sehr gerne hätte ich auch noch mehr wie 5 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 12.06.2017

Ein absolut überzeugendes Thrillerdebüt! Spannung pur!

Die Bestimmung des Bösen
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„ Die Bestimmung des Bösen“ ist ein Thrillerdebüt der Extraklasse von Julia Corbin, das mich voll überzeugen konnte!

Alexis Hall und Oliver Zagorny werden zusammen mit der Kriminalbiologin Karen Hellstern ...

„ Die Bestimmung des Bösen“ ist ein Thrillerdebüt der Extraklasse von Julia Corbin, das mich voll überzeugen konnte!

Alexis Hall und Oliver Zagorny werden zusammen mit der Kriminalbiologin Karen Hellstern zu einem Tatort gerufen, an dem zwei Frauenleichen auf ungewöhnliche Weise drapiert wurden. Proben von Insekten am Fundort und an den Leichen geben erste Erkenntnisse zu den grausamen Todesumständen. Doch Eile ist geboten, da der Psychopath weitere Morde begeht, die in Alexis Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit wecken.

Julia Corbin hat mich schon direkt mit ihrer ersten bedrückenden und unheimlichen Szene im Buch eingefangen, in der man mit einem kleinen Mädchen die letzten Momente mit ihren Eltern miterlebt. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, superspannend und fesselnd. Ihre Einbindung des biologischen Aspektes bei der Ermittlungsarbeit von Karen ist detailreich, sehr faszinierend, wirklich interessant geschrieben und macht die ganze Geschichte noch spannender, bildhafter dank Kopfkino und auch ein bisschen gruseliger. Hier merkt man direkt, dass die Autorin durch ihr Studium der Biologie viel Erfahrung und Wissen in ihrem Buch mit eingebaut hat.

Der Thriller bekommt durch ein raffiniert zusammengestelltes Ermittlerteam auch noch eine weitere eigene Dynamik. Die Hauptperson ist Alexis Hall, eine dynamische, junge Kriminalhauptkommissarin mit einem dunklen Geheimnis, das mit und mit entblättert wird und zu höchster Spannung im Buch beigetragen hat. Ich habe mit Alexis mitgelitten und hätte ihr am liebsten zwischendurch meine Vermutungen und Ratschläge zugeflüstert um ihr zu helfen. Ihr zur Seite stehen Oliver und Karen, zwei sympathische Charaktere, die sie unterstützen und in jeder Situation zu ihr halten.

Julia Corbin schaukelt die Spannung im Laufe des Buches immer höher durch ihren ständigen Wechsel der zwei Erzählstränge in der Vergangenheit und Gegenwart. Man hat Herzklopfen, wird in die Irre geführt, ist fassungslos und wartet förmlich ahnungsvoll auf die nächste Entführung des Serienmörders. Bis zum Schluss ist man am Rätseln, wer wohl der Mörder ist und ich habe mit „der“ Auflösung nicht gerechnet!

„ Die Bestimmung des Bösen“ hat mir sehr gut gefallen und ich spreche für das Buch eine absolute Leseempfehlung aus! Ich habe eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich sehr gerne noch weitere Bücher lesen möchte. Die Fortsetzung des Thrillers ist ein Lesemuß!
Verdient vergebe ich für dieses superspannende Buch 5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.12.2016

Unerträglich spannend! Thriller pur!

Damit du nie vergisst
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„Damit du nie vergisst“ ist der dritte und bisher spannendste Teil aus der Reihe der Profilerin Andrea Thornton!

Andrea ist nach der Geburt ihrer Tochter Julie wieder mit ihrem Ehemann Gregory zurück ...

„Damit du nie vergisst“ ist der dritte und bisher spannendste Teil aus der Reihe der Profilerin Andrea Thornton!

Andrea ist nach der Geburt ihrer Tochter Julie wieder mit ihrem Ehemann Gregory zurück nach Norwich gezogen, wo sie studiert hat und an ihrem ersten Ermittlungsfall teilnehmen durfte, den sie mit viel Glück überlebt hat.
Die Familienidylle scheint perfekt bis ein neuer Mord passiert und alles so aussieht, als hätte der Campust Rampist nach 5 Jahren einen Nachfolger gefunden. Mittlerweile wieder zurück im Polizeidienst, ermittelt Andrea zusammen mit ihren Kollegen an der Auflösung des Falles. Es kommt jedoch noch schlimmer! Weitere Morde passieren und Andrea und ihre Familie werden bedroht und sind in größter Gefahr. Ein unerträglich spannender Zeitablauf beginnt. Kann der Psychopath seine Drohung wahrmachen?

Dania Dicken hat so einen spannenden Schreibstil mit dem sie eine perfekte Thriller-Atmosphäre schafft. Ihr Prolog, bei dem ein Voyageur durch ein „Schlüsselloch“ guckt und eine grausame Szene beobachtet, lässt einen schon schlimmes erahnen. Raffiniert baut sie immer wieder nicht vorhersehbare Ereignisse und Charaktere ein die dazu führen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann. In zwei zeitlich unterschiedlichen Erzählsträngen aus Sicht des Ermittlerteams und des Mörders treibt sie die Spannung bis zum erlösenden Finale voran. Mit dem Verlauf der Geschichte habe ich so nicht gerechnet. Toll gemacht!

Andreas Charakter ist mit der Zeit gewachsen und sie kommt als liebevolle Mutter gut rüber. Ihre nervliche und seelische Konstitution wird jedoch im Ermittlungsfall wieder auf eine harte Probe gestellt.

Mit dem Psychopathen hat Dania Dicken eine Figur erschaffen, die eine unvergleichliche Spannung und Kopfschütteln erzeugt.

„Damit du nie vergisst“ hat mir sehr gut gefallen und mich ins Lesefieber versetzt.
Die kurze Vorschau auf einen 4. Teil der Profilerin Andrea Thornton am Ende des Buches macht mich wieder sehr neugierig auf die Fortsetzung.

Verdient bekommt „Damit du nie vergisst“ von mir 5 Sterne.

Veröffentlicht am 14.04.2018

Spannende Fortsetzung, die den ersten Teil noch toppen konnte!

Der Serbe
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Kommissar Sven Spelzer ist nach dem verheerenden letzten Fall, der ihn persönlich stark mitgenommen hat, wieder zusammen mit der Rechtsmedizinerin Karin Hollmann im Einsatz. Ein Schiffsbagger hat im Hafenbecken ...

Kommissar Sven Spelzer ist nach dem verheerenden letzten Fall, der ihn persönlich stark mitgenommen hat, wieder zusammen mit der Rechtsmedizinerin Karin Hollmann im Einsatz. Ein Schiffsbagger hat im Hafenbecken den Oberkörper einer Leiche zu Tage gefördert und alles deutet darauf hin, dass die Mafia ihre Finger mit im Spiel hat. Steckt hier vielleicht der Drogen- und Menschenhändler Kladicz hinter, gegen den Sven gerade mit einer Sondereinheit ermittelt? Zeugen verschwinden spurlos und Einsätze fliegen auf. Wer steckt dahinter? Hat die Polizei möglicherweise einen Maulwurf in ihren eigenen Reihen? Doch dann scheint der Fall sich zu drehen. Svens Soko erhält durch einen mysteriösen Helfer Unterstützung, der seine ganz spezielle Vorgehensweise hat.

H.C. Scherf ist eine geniale Fortsetzung des ersten Teils um das Ermittlerteam Sven Spelzer und Karin Hollmann gelungen. Sein fesselnder und sehr bildhafter Schreibstil erzeugt zusammen mit den kurzen Kapiteln und dem schnellen Wechsel der Schauplätze einen enormen Spannungsbogen. Das Kopfkino lief wieder auf Hochtouren und der Puls beschleunigte sich durch die grausamen und schockierenden Handlungen des Öfteren. Man suchtet durch die zwei verschiedenen Handlungsstränge und ist abgeschreckt und entsetzt von den Machenschaften des Serben Kladicz und dem auf der Flucht befindlichen Serienmörders Pehling. Eine furchtbare Entwicklung für Sven und Karin, da sie gerade doch erst aus seinen Händen gerettet werden konnten und Sven immer noch mental mit diesen Ereignissen kämpft. Beide Verbrecher übertreffen sich mit ihren Grausamkeiten, ihrer Kaltblütig- und Unberechenbarkeit. Der Autor schafft eine überaus spannende Atmosphäre, die eine unterschwellige Ahnung über das weitere Geschehen erzeugt.

Die Charaktere von Sven und Karin wurden raffiniert weiter ausgebaut, gerieten aber in diesem Teil der Reihe etwas in den Hintergrund, da H.C. Scherf den Serienmörder Pehling ausdrucksstärker und präsenter in den Vordergrund gestellt hat. Seine Gefühle, Gedanken und Handlungen ziehen einen in seinen Bann und man fiebert bei einer besonderen Szene dermaßen mit, dass seine möglichen nächsten Opfer lebend aus seinen Händen entkommen können. Doch dann wird man hier auf eine besondere Weise überrascht.

Mit Kladicz und seinen verbrecherischen Mitarbeitern hat der Autor auch sehr gut die Szene des organisierten Verbrechens dargestellt und man ist angewidert von ihrer Geldgier, ihrer Machtbesessenheit und der Willkür, die sie ausüben.

Am Ende des Thrillers wurde man dann noch mit einer nicht vermuteten Szene geschockt, die einen schon wieder süchtig auf den nächsten Teil der Reihe macht.

Mein Fazit:

H.C. Scherf hat mich mit seiner Fortsetzung der Thrillerreihe voll begeistern können. Hoher Spannungsfaktor und unerwartete Überraschungen machten dieses Buch wieder zu einem sehr gelungenen Lesevergnügen. Von mir kommt hierzu eine unbedingte Leseempfehlung und eine 5 Sterne Bewertung.