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Veröffentlicht am 16.08.2019

Megaspannend und absolut empfehlenswert!

Nadelherz
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Wow, kann ich hier nur sagen! Was für ein extrem spannender und toller Roman! Julia Corbin hat mir mit „Nadelherz“ alles geboten, was mein Thrillerherz höher schlagen lässt. Ein Aufklärungsfall, der mich ...

Wow, kann ich hier nur sagen! Was für ein extrem spannender und toller Roman! Julia Corbin hat mir mit „Nadelherz“ alles geboten, was mein Thrillerherz höher schlagen lässt. Ein Aufklärungsfall, der mich aufgrund der unvorstellbaren Verbrechen und Gewalttätigkeiten schockiert hat, ein faszinierendes Ermittlerteam, das einen an ihrem Leben teilnehmen lässt und ein finales Ende, mit dem ich so überhaupt nicht gerechnet habe. Ein Top-Leseerlebnis!

Für Alexis Hall war der Urlaub schnell vorbei, als sie eilig zu einem neuen Fall gerufen wird, bei dem der Empfängerin ein besonderes Paket vom Postboten überreicht wurde. Warum bekommt ausgerechnet Tessa Maerten ein mit Nadeln bespicktes menschliches Herz zugeschickt? Albträume kommen bei ihr wieder hoch und die Ermittler fragen sich, ob die Sendung mit ihrem 477-tätigem Martyrium zusammenhängen kann, das sie nach einer Wanderung mit ihrer Freundin zusammen erleben musste. Ein Psychopath hat sie gefangen gehalten, gefoltert, erniedrigt und sie gegenseitig ausgespielt. Ihre Befreiung hat sie einem Zufall zu verdanken, der zum Tod ihres Peinigers und dem ihrer Freundin geführt hat. Wer schürt hier wieder ihre Angst? Weitere Herzen und Leichenfunde folgen und der Druck auf sie und die Polizei wird immer größer.

Nach den beiden Vorgängerbüchern der Hall & Hellstern Reihe habe ich schon dem Nachfolgeband „Nadelherz“ entgegengefiebert. Wieder einmal hat mich Julia Corbin mit ihrer unnachahmlichen und äußerst spannenden Erzählweise total begeistert. Die Einflechtung ihrer kriminalbiologischen Betrachtung der Fälle durch Karen Hellstern, deren analytische Vorgehensweise bewundernswert ist, haben bei mir Gänsehaut und extremes Kopfkino verursacht. Mit den sich abwechselnden Erzählsträngen aus Sicht des Ermittlerteams und dem von Tessa baute sie einen enormen Spannungbogen und einen richtigen Gruselfaktor auf. Alexis und Karens Wettlauf mit der Zeit, ihre Ratlosigkeit bei der Aufklärung des Falles, das Rätselraten über den Zustand der Opfer, die Sorge um Tessa und schließlich das riskante Einsetzen ihres Lebens haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Herausragend erzählt empfand ich die Rückblicke auf „Tessas anderes Leben“. Hier erinnert sie sich an ihre Gefangenschaft, ihr Leid, Ihren Zorn und Hass und ihren unglaublichen Überlebenswillen. Ich war wirklich sprachlos über diesen Leidensweg und bewundere sie dafür, wie sie sich ein neues lebenswertes Dasein erkämpfen und aufbauen will! Wenn da nicht derjenige wäre, der sie daran hindern möchte! Anspannung pur kann ich nur sagen. Immer wieder ist man am überlegen, wer hinter dem ganzen stecken könnte. Verdachtsmomente gab es bei einigen Charakteren und einmal habe ich wirklich überlegt, es wird doch wohl nicht…! Doch mit der Auflösung am Ende konnte man überhaupt nicht rechnen und ich war umso geflashter!

Sehr gelungen fand ich auch wieder die Einbindung von Alexis und Karens Privatleben, das einem die Charaktere immer näher bringt und Emotionen bei einem erzeugt. Hier ist bestimmt von Vorteil, wenn man die beiden vorherigen Bücher auch schon gelesen hat. Alexis belastet ständig noch die Vergangenheit ihrer Eltern und die Erinnerungen kommen durch ihren aktuellen Fall andauern hoch. Ich freue mich jedoch darüber, dass sie ihr Herz langsam immer mehr für andere Menschen öffnen kann. Auch Karen leidet psychisch noch unter ihren furchtbaren und noch nicht lange zurückliegenden Erlebnissen und ich finde es unglaublich von ihr, wie sie sich für ihr Pflegekind Merle zurücknimmt, um ihr zu helfen und für sie da sein zu können. Ihr Privatlegen ist am Nullpunkt angekommen. Gut, dass sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehrt und dazu bereit ist, auch ihre Wünsche und Gefühle wieder aufkommen zu lassen. Ob Chris sie dabei noch weiter unterstützen wird? Ich bin unglaublich neugierig darauf, was Alexis und Karen in Zukunft noch alles erleben werden!

Mein Fazit:

Für mich war „Nadelherz“ eine geniale Fortsetzung der Hall & Hellstern Reihe. Von diesem Team und Julia Corbins spannungsgeladener Erzählweise kann ich nicht genug bekommen. Für ihren neuen Thriller spreche ich eine unbedingte Leseempfehlung aus und vergebe hochverdiente 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Ein Thrillersnack vom Feinsten! Toller Auftakt zu einer neuen Reihe um Laurie Walsh!

Profiling Murder – Fall 1
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Dania Dicken ist ein Garant für superspannende Thriller! Mit ihrer neuen Reihe um Laurie Walsh hat sie mich sofort wieder begeistern können. Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Suchtfaktor über 137 Seiten ...

Dania Dicken ist ein Garant für superspannende Thriller! Mit ihrer neuen Reihe um Laurie Walsh hat sie mich sofort wieder begeistern können. Ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Suchtfaktor über 137 Seiten für schnelle Mußestunden zwischendurch!

Für Laurie Walsh war der Polizeidienst vorbei, als sie aus Notwehr Will Forester erschoss und die Alpträume davon sie nicht mehr loslassen. Sie quittiert ihren Dienst und therapiert fortan als Sozialarbeiterin Junkies, hilft ihnen aus dem Drogensumpf und ein neues Standbein zu finden. Den Kontakt zu ihrem ehemaligen Partner Jake McNeill jedoch erhält sie aufrecht und kann seine Bitte nicht ausschlagen, als er ihre Hilfe bei der Suche nach einem Frauenhasser benötigt, der seine Opfer auf dem Straßenstrich findet, sie verstümmelt, tötet und anschließend wegwirft. Lauries Scharfsinn und ihr Instinkt sollen ihn zur Strecke bringen.

Als Fan der Thriller von Dania Dicken komme ich nicht umhin auch ihre neue Reihe um Laurie Walsh zu lesen und bin schon wieder total eingefangen und süchtig nach weiteren Folgen. Ihre große Stärke ist das Erschaffen von sehr faszinierenden Charakteren, dass ihr hier mit Laurie und Jake wieder perfekt gelungen ist und ihr unglaubliches Talent, sich in die Rolle eines Serienmörders hineinversetzen zu können und seine Handlungen und gedanklichen Abgründe auf spannende und öfters auch schockierende Weise rüberzubringen. Hierfür ist ihr sicherlich auch ihr Psychologiestudium sehr hilfreich gewesen. Mit ihrer genialen Erzählweise, die unglaublich fesselnd, äußerst spannend und dann auch wieder feinfühlig und voller Emotionen steckt, zieht sie einen direkt in die Geschichte. Man spürt sofort, das Laurie nicht ihre Erfüllung in ihrer Arbeit als Sozialarbeiterin findet und im geheimen ihr Herz noch an ihrem Dienst bei der Polizei hängt. Die ganze Zeit wartet man eigentlich darauf, dass diese Spürnase ihre Angst verliert und wieder zurückkommt. Sehr spannend ist auch die Frage, ob aus ihr und Jake vielleicht mal mehr werden wird, obwohl sie im Moment mit dem Journalisten Liam Robbins glücklich zu sein scheint. Er hilft ihr bei der Suche nach ihrer vor 11 Jahren verschwundenen Schwester. Laurie findet keine Ruhe und möchte den Glauben nicht aufgeben, dass sie irgendwo noch am Leben ist. Ein toller roter Faden, der sicherlich noch für viel Stoff in den nächsten Büchern sorgen wird.

Die Suche nach dem Mörder, der sich an der Angst seiner Opfer weidet und sie als willenlose Sklaven hält bis er ihnen überdrüssig wird, war wieder Nervenanspannung pur. Hier wurde ich mit bester Dania Dicken Manier von Geschehnissen überrascht, mit denen ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Mein Fazit:

Profiling Murder - Fall 1 Blutige Tränen ist ein idealer, superspannender Thriller für zwischendurch. Ich bin voll abgeholt und süchtig nach mehr geworden. Von mir gibt es hierfür eine unbedingte Leseempfehlung und hochverdiente 5 Sterne.

Veröffentlicht am 04.08.2019

Ein spannendes und sehr gelungenes Debüt einer Krimi-Reihe!

Im Fokus
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Ein toller Debütkrimi, bei dem sich die Dramatik und Spannung stetig steigerte und der mit einem furiosen Ende aufwartete. Die Profiler-Reihe um Thorsten Büthe sollte man sich merken!

Eine Mordserie an ...

Ein toller Debütkrimi, bei dem sich die Dramatik und Spannung stetig steigerte und der mit einem furiosen Ende aufwartete. Die Profiler-Reihe um Thorsten Büthe sollte man sich merken!

Eine Mordserie an jungen Frauen in der Eilenriede und der Druck der Presse machen dem LKA in Niedersachsen schwer zu schaffen. Das OFA-Team um Thorsten Büthe arbeitet unter Hochdruck an der Aufklärung und gerät ein um das andere Mal auf eine falsche Fährte. Sie sind machtlos gegen das unberechenbare Handeln des Psychopathen. Doch Eile ist geboten, da der perfide Mörder seinen Hunger nach Gewalt immer noch nicht gestillt und sein Auge schon wieder auf sein nächstes Opfer geworfen hat. Thorstens Familie gerät in seinen Fokus und er gibt alles, damit der Psychopath sein Ziel nicht erreicht.

Ich liebe es immer wieder neue Autoren und ihre Werke für mich zu entdecken. Auf Carsten Schüttes Roman bin ich durch das sehr gelungene Cover, den spannenden Klappentext und den Hinweis darauf, dass er selber seit 2016 Leiter der OFA in Niedersachsen ist, aufmerksam geworden. Meine Neugierde war riesengroß. Wie wird ein Experte mit 40 Jahren Diensterfahrung seine Geschichte rüberbringen? Hier kann ich jetzt sagen, sehr spannend, gefühlt realitätsnah und mit der richtigen Portion an Dramatik, Gruselfaktor und Herzklopfmomenten. Sein Schreibstil ist leicht zu lesen und lässt einen durch kurze temporeiche Kapitel, die den Spannungsbogen immer weiter erhöhen, schnell durch das aufregende Geschehen suchten. Ich fand es total interessant, wie er die Zusammensetzung eines Teams der operativen Fallanalyse mit ins Buch eingeflochten und deren Aufgaben sachlich, nüchtern und glaubhaft dargestellt hat. Die Suche nach dem Serienmörder, dessen Gedanken und Handlungen, der Einfluss der Presse und die akribische Arbeit des Teams haben mich sehr gefesselt. Ein besonderer Reiz an der Geschichte war natürlich, dass man zusammen mit Thorsten Angst um seine Familie hatte und gespannt darauf war, wie er dem Psychopathen das Handwerk legen wird. Ich wurde mit manchen Begebenheiten überrascht und durfte am Ende einen fulminanten Showdown erleben.

Mit Thorsten Büthe hat Carsten Schütte einen überaus interessanten Charakter erschaffen, der mir durch seine Kompetenz, sein Bauchgefühl, den Umgang mit seinen Kollegen und seinem Familiensinn sehr gut gefallen hat. Sein Hobby, die Hochzeitsfotografie, die er zusammen mit seiner Tochter Celina als Ablenkung zu seiner anstrengenden und nervenaufreiben Arbeit betreibt, macht ihn noch sympathischer und menschlicher. Sehr gelungen fand ich auch die Darstellung des Serienmörders. Die krankhaften und psychopathischen Gedanken, seelischen Abgründe und seine Handlungszwänge haben des Öfteren Gänsehaut bei mir verursacht. Unheimlich polarisiert hat mich auch der Journalist Andi Hübner, der skrupellos alles dafür tut um eine Exklusivstory präsentieren zu können und dabei immer auf Profit aus ist.

Mein Fazit:

Ich habe für mich mit „Im Fokus“ wieder einen neuen Autor entdeckt und bin schon riesig gespannt auf seine Fortsetzung der Profiler Reihe um Thorsten Büthe. Zum Glück muss ich nicht mehr lange warten, denn „Der Pelikan“ erscheint schon am 4. September. Für diesen sehr unterhaltsamen Kriminalroman vergebe ich 4,5 Sterne.

Veröffentlicht am 07.07.2019

Paul Colossa weiß zu überzeugen! Ein toller humoriger Krimi!

Jagdtrieb
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Ungewöhnlich, fesselnd und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Wortwitz erzählt! Ein sehr unterhaltsamer Krimi, bei dem die Spannung und der große Reiz der Geschichte durch die eigenwilligen und ...

Ungewöhnlich, fesselnd und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und Wortwitz erzählt! Ein sehr unterhaltsamer Krimi, bei dem die Spannung und der große Reiz der Geschichte durch die eigenwilligen und faszinierenden Charaktere erzeugt werden!

Paul Colossas Leben nimmt eine unerwartete Wendung, als er nach dem Tod seines Onkels dessen Anwaltskanzlei in dem tiefsten bayrischen Provinzort Neustadt übernimmt. Eigentlich hätten ihm die große Villa und der beeindruckende Landrover Defender 110 schon genügt, doch die Kundschaft lässt nicht lange auf sich warten und fordert seine Aufmerksamkeit. Bei Maja Rivinius, einer äußerst attraktiven jungen Tochter eines russischen Unternehmers, fällt ihm das gar nicht schwer. Ein Stalker soll in seine Schranken gewiesen werden und Paul macht sich unter ihren bewundernden Blicken sehr engagiert ans Werk. Wenn er gewusst hätte, was er sich damit für eine Aufregung und ein Unheil eingefangen hat.

Mit „Jagdtrieb“ hat Hendrik Esch einen sehr gelungen Debütroman einer Krimi-Reihe um den jungen Anwalt Paul Colossa erschaffen, der sofort Lust auf mehr Folgen macht. Seine fesselnde und mit Humor, Wortwitz und Selbstironie untermalte Erzählweise hat mir unheimlich gut gefallen. Ich habe schon lange nicht mehr beim Lesen eines Krimis so geschmunzelt. Seine Spannung erzeugt der Autor nicht nur durch das Geschehen, sondern viel mehr noch durch seine faszinierenden und wie aus dem Leben gegriffenen Charaktere. Er hat so eine coole Art Pauls Emotionen und Gedanken zu beschreiben, dass man automatisch mit in seine Rolle schlüpft. Köstlich, wie er hier mit einem Augenzwinkern so witzig die Denk- und Handlungsweise der Männerwelt beleuchtet. Hierzu gehören auch seine Dialoge zwischen Maja und Paul, die sehr reizvoll und oft auch anzüglich sind. Richtig originell sind seine Kapitelüberschriften aus dem Jägerlatein, die wie die Faust aufs Auge zu den anschließenden Geschehnissen passen. Das langsame Entschlüsseln von Onkel Oscars Leben, der körperliche und gerichtliche Kampf gegen Majas Stalker, das Kennenlernen und die Entwicklung von Paul und ein spannender und unvermuteter Showdown haben mich das Buch fast nicht aus der Hand legen lassen.

Hendrik Esch hat ein sehr gutes Gespür für das Erschaffen markanter Charaktere. Paul ist sein Prachtexemplar. Ein zurückhaltender, unauffälliger und schüchterner junger Mann, der immer zu viel denkt bevor er handelt, öfters neben der Spur ist und immer auf den letzten Drücker zu wichtigen Terminen erscheint. Doch er kann auch anders. Wenn bei ihm durch gefahrvolle Situationen oder beruflicher Notwendigkeit der Wolf im Kopf erscheint, wird er mutig, selbstbewusst und mitunter auch leichtsinnig. Sehr sympathisch finde ich auch Attila mit seinem Ghettoslang, der ein herzensguter Freund für Paul ist und ihm immer wieder aus der Patsche hilft. Maja hat es faustdick hinter den Ohren und ist unberechenbar und der verstorbenen Onkel Oskar hat mir durch die Erinnerungen der Menschen an ihn, als Anwalt aus Leidenschaft, Kunstsammler, Beschützer von Paul und für seine nicht ganz erfüllte Liebe zu einer Frau, sehr gut gefallen.

Ich bin sehr gespannt darauf, wie es Paul Colossa nach seiner unfreiwilligen Veränderung weiter ergeht.

Mein Fazit:

Hendrik Esch hat mich mit seiner ganz anderen Art von Kriminalroman begeistert. Ich habe sehr vergnügliche und spannende Lesestunden genossen und kann „Jagdtrieb“ nur jedem Leser empfehlen, der solch einen tollen Mix aus Spannung und Situationskomik mag. Eine verdiente 5 Sternebewertung.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Magie liegt in der Luft! Romantasy vom Feinsten! Die Auszeichnung des Verlages ist mehr als verdient!

Sohn der Monde - OCIA
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Mit „Sohn der Monde“ habe ich für mich eine tolle neue Autorin entdeckt, die mit ihrem Buch eine wundervolle Mischung aus Romantik und spannender Fantasy erschaffen hat. Die Liebesgeschichte von Hralfor ...

Mit „Sohn der Monde“ habe ich für mich eine tolle neue Autorin entdeckt, die mit ihrem Buch eine wundervolle Mischung aus Romantik und spannender Fantasy erschaffen hat. Die Liebesgeschichte von Hralfor und Hannah ist sehr berührend und das Kennenlernen und Eintauchen in die Parallelwelten war aufregend und super spannend. Lesesucht wird hier sofort ausgelöst und ich fiebere schon einer Fortsetzung entgegen!

Für die 17-jährige Hannah ändert sich ihr Leben auf einmal kolossal, als sie in der Dunkelheit auf ihrem Nachhauseweg von wolfsähnlichen Wesen angegriffen wird. Der Schock ist riesengroß und mit dem Mut der Verzweiflung beginnt sie sich gegen sie zu wehren, wird verletzt und bekommt plötzlich unerwartete Hilfe. Ihr Retter löst zwiespältige Gefühle bei Hannah aus. Sein außergewöhnliches Aussehen fasziniert und beunruhigt sie gleichzeitig. Vertrauen, Respekt und unerwartete Gefühle bauen beide schnell füreinander auf, als Hralfor nicht mehr zurück in seine Heimatwelt kann. Hannah bietet ihm Unterschlupf und beide werden misstrauisch, als plötzlich ein Fremder vor ihrer Tür steht. Jacob fordert Einlass und stellt sich als Mitarbeiter einer Organisation namens OCIA vor. Ihr Anliegen ist es, fremde Welten und Lebewesen zu entdecken, Verirrte zurückzuschicken und mit einigen von ihnen zusammenzuarbeiten. Beide kommen nicht mehr aus dem Staunen heraus, als er Hannah einen Studienplatz und Hralfor eine Ausbilderstelle an ihrem Institut in Auckland anbietet. Die Versuchung ist groß und der Wunsch zusammenzubleiben lässt sie das Angebot annehmen. Doch wie kann Hannah ihren Eltern erklären, dass sie ein wolfsähnliches Wesen liebt und mit ihm nach Neuseeland ziehen möchte? Ein großes Abenteuer beginnt.

Schon alleine mit ihrem überaus spannenden Prolog hat mich Patricia Rieger voll eingefangen und sofort Lesesucht bei mir erzeugt. Ihre leicht zu lesende, sehr bildliche, und spannende Erzählweise erzeugt eine magische und mystische Atmosphäre. Das eigene Kopfkino geht auf Knopfdruck an. Herzerwärmend ist es, wenn die Autorin die Gefühle, die Seelenverbundenheit und Emotionen von Hannah, Hralfor und ihren Familien beschreibt. Mit ganz viel Bedacht lässt sie den Leser an einer beginnenden Liebe teilhaben und man spürt das Vertrauen, das aufgebaut wird, die Funken, die zwischen ihnen sprühen und ihren gegenseitigen Beschützerinstinkt, diese Verbindung vor allem und jedem zu bewahren. Richtig abenteuerlich und faszinierend ist es mit Hannahs und Hralfors Augen durch Zeit- und Weltensprünge fremde Wesen und ihre Parallelwelt zu entdecken. Misstrauisch war ich am Anfang gegenüber der Organisation OCIA. Gehören sie zu den Guten oder zeigen sie später ihr wahres Gesicht?

Ihre Charaktere im Buch hat Patricia Rieger sehr liebevoll erschaffen. Hannah und Hralfor habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Sie ist so ein taffes, mutiges, selbstbewusstes und kämpferisches Mädchen und Hralfor ein überaus attraktiver, vorrauschauender und selbstloser junger Mann, der von allen sehr geachtet wird. Sehr reizvoll fand ich noch Charly, die kein Blatt vor den Mund nimmt, jedem ihre Meinung sagt und wenn es nötig ist, den Leuten einen Spiegel vors Gesicht hält. Überrascht wurde ich von der Entwicklung des Charakters von Halida, einer wunderschönen Katzenfrau, die jedem Mann den Kopf verdreht und beeindruckt war ich von den Weiserinnen in Hralfors Welt.

Zum Schluss der Geschichte hin wurde es atemberaubend spannend, dramatisch und unglaublich emotionsvoll. Böse Vorahnungen haben einen nur so durch die letzten Kapitel suchten lassen und ich war unendlich erleichtert, dass alles noch einmal gut ausgegangen ist.

Mein Fazit:
Mit „Sohn der Monde“ habe ich einen neuen Stern am Buchhimmel für mich entdeckt! Ein toller Roman, der junge und auch ältere Fantasyfans zu begeistern weiß. Kein Wunder, dass dieses Buch mit dem Fantasy Award vom Tomfloor Verlag ausgezeichnet wurde. Längst hat man noch nicht alle fremden Welten entdeckt und ich bin unendlich neugierig darauf weitere kennenzulernen. Vor mir bekommt dieses Buch eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.