Profilbild von Gina1627

Gina1627

Lesejury Star
offline

Gina1627 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Gina1627 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.07.2026

Ein wundervoller Roman fürs Herz und die Seele!

Kein Sommer ohne August
0

Für mich war „Ein Sommer ohne August“ die perfekte Sommerlektüre! Lucy Astner erzählt mit ihren ausdrucksstarken Charakteren August und Charlie eine bittersüße Geschichte über Freundschaft, Liebe, Hoffnung, ...

Für mich war „Ein Sommer ohne August“ die perfekte Sommerlektüre! Lucy Astner erzählt mit ihren ausdrucksstarken Charakteren August und Charlie eine bittersüße Geschichte über Freundschaft, Liebe, Hoffnung, Verletzlichkeit, Angst vor den eigenen Gefühlen, Missverständnisse, Verzweiflung, Verlust und dem sich langsamen Öffnen gegenüber Menschen, die einem sehr wichtig sind. Ich habe mich von den ersten Seiten an in August und Charlie verliebt und bin mit ihnen durch viele Höhen und Tiefen gegangen und konnte dabei das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Sehr begeistert hat mich dabei der fesselnde, herzerfrischende und unglaublich empathische Schreibstil der Autorin, die mit Selbstironie, Wortwitz, einem Augenzwinkern und viel Charme, aber auch mit einer emotionalen Tiefe, die Liebesgeschichte der beiden erzählt. Es war eine Gefühlsachterbahn, bei der ich schmunzeln musste, berührt und ergriffen war und bei der sich mein Herz zum Ende hin ganz weit geöffnet hat.
Erzählt wird die auf zwei Zeitebenen stattfindende Geschichte in der Ich-Form von Charlie. Die Neugierde auf die Entwicklung der Geschehnisse in der Vergangenheit und in der Gegenwart werden dabei stetig hochgehalten.
Die 32-jährige Hochzeitsrednerin Charlie steht beruflich mit beiden Beinen im Leben doch in ihrem Privatleben verbietet sie sich Gefühle zu zeigen und eine feste Bindung einzugehen. Woher kommt ihre Angst vor Kontrollverlust und warum hat sie sich eine undurchdringbare Rüstung angelegt? Eine E-Mail von ihrem Jugendfreund August, mit dem sie viele Jahre lang unvergessliche Sommermonate erlebt und mit ihm dabei die Liebe und Faszination zu Büchern und Geschichten geteilt hat, kommt einer Fügung des Schicksals gleich. Charlie reist von London aus in den Nordwesten der USA wo in Liberty Beach eine Erbschaft von Augusts Tante auf sie wartet. Warum fällt Charlie und August der Umgang miteinander so schwer und was steht zwischen ihnen? Diese offenen Fragen lassen einen nur so durch die Geschichte suchten und mir sind bei der ein oder anderen Szene auch schonmal die Tränen gekommen.
Mein Fazit:
„Kein Sommer ohne August“ ist ein bezaubernder Roman, der mir eine wundervolle Leseauszeit geschenkt hat. Nicht nur die Geschichte hat mich emotional berührt, sondern auch noch die Schlussworte der Autorin!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.01.2026

Ein Psychothriller ganz nach meinem Geschmack!

Safe Space
0

Ein raffiniert und spannend aufgebauter Psychothriller, der durch die fesselnde Erzählkunst der Autorin, dem beklemmenden Setting einer Justizvollzugsanstalt mit ihren gefährlichen Insassen und den tollen, ...

Ein raffiniert und spannend aufgebauter Psychothriller, der durch die fesselnde Erzählkunst der Autorin, dem beklemmenden Setting einer Justizvollzugsanstalt mit ihren gefährlichen Insassen und den tollen, vielschichtigen Charakterdarstellungen für mich ein richtiger Pageturner war. Die Atmosphäre beim Lesen war die ganze Zeit unheilvoll, bedrückend und erzeugte Gänsehaut. Ihren authentisch und lebendig dargestellten Charakteren mutet Sarah Bestgen im Laufe der Geschehnisse viel zu und offenbart durch ihre Handlungen und Gedankengänge, welche tiefen seelischen Abgründe in ihnen stecken, die mich emotional aufgewühlt, fassungslos, und sprachlos gemacht haben. Themen wie Manipulation, Irreführung, Schmerz, Hilflosigkeit, Erpressung, Schuldgefühle, Suche nach Heilung und Gerechtigkeit, Hoffnung, Belastungsgrenzen überschreiten, emotionale Überforderung, Psychoterror und einem Spiel, bei dem es um Leben oder Tod geht, werden hier gekonnt von der Autorin mit den Geschehnissen rund um ihre Charaktere verknüpft.

Lesesucht und eine spannungsvolle Dynamik erzeugen die zwei Handlungsstränge im Roman, die aus der Sicht von den beiden Hauptcharakteren Anna und Leon in der Ich-Perspektive erzählt und stellenweise durch bedrückende Tagebucheinträge einer Person unterbrochen werden. Viele offene Fragen ergeben sich daraus, die neugierig auf den weiteren Verlauf und die daraus resultierenden Antworten machen. Warum hat sich Anna als forensische Psychologin den Job in der sozialtherapeutischen Abteilung der JVA Weyer ausgesucht und behauptet, dort am richtigen Ort zu sein, um Heilung zu finden? Was treibt sie an und wühlt sie emotional so auf? Welche Rolle spielt Leon in der Geschichte, der auf seine traumatische Kindheit zurückblickt und sich trotz dieser belastenden Vergangenheit ein vermeintlich normales Leben aufbauen konnte? Was ist aus der Person geworden, die in ihrem Tagebuch ihre ganzen Ängste, ihren Schmerz, ihre Schuldgefühle und Fehler niedergeschrieben hat?

Scheibchenweise werden die Zusammenhänge spannend und nicht vorhersehbar aufgerollt und raffiniert auf gekonnte Weise miteinander verknüpft, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Perplex hat mich letztendlich noch der Showdown gemacht, in dem einige Charaktere erst ihr wahres Gesicht gezeigt haben, womit ich in der Form nicht gerechnet habe.

Mein Fazit:

Ein spannender Psychothriller, den ich gut in Erinnerung behalten werde. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2025

Spannend, emotional und mit Herzblut erzählt!

Die Welt in unseren Händen
0

Inspiriert von der Lebensgeschichte ihrer Oma hat Emily Walton mit viel Liebe und Herzblut einen sehr fesselnden und bildhaften Roman geschrieben, der sich in der Zeit von 1940 bis 2012 abspielt und voller ...

Inspiriert von der Lebensgeschichte ihrer Oma hat Emily Walton mit viel Liebe und Herzblut einen sehr fesselnden und bildhaften Roman geschrieben, der sich in der Zeit von 1940 bis 2012 abspielt und voller Emotionen steckt. Sie spricht dabei Themen wie die Suche nach Selbstverwirklichung und Herausforderungen, Freundschaft, Liebe und schicksalhafte Geschehnisse zu Kriegszeiten an. Ihre Charaktere hat sie dabei vielschichtig und feinfühlig gezeichnet. Von Anfang an habe ich die beiden Hauptfiguren June und Dotty in mein Herz geschlossen. Ihr schicksalhaftes Kennenlernen auf dem Weg zur Royal Air Force, das gemeinsame Zusammenwachsen, ihre Erlebnisse und die tiefe Verbindung beider, haben mich voll mit den Geschehnissen um sie herum in den Bann gezogen.

Die Autorin hat den Figuren von June, die ihre Oma Jean Walton verkörpert und ihrer Freundin Dotty so viel Leben eingehaucht, dass ich richtig mit ihnen mitgefiebert habe und mich in sie hineinversetzen konnte. Wie im Nachwort zu lesen ist, hat sie die Geschichte beider Charaktere und die Geschehnisse um sie herum auf fesselnde Weise fiktiv ausgeschmückt. Beide sind selbstbewusste, empathische und mutige Frauen, die aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten kommen, den Familienproblemen entfliehen wollen und die das Schicksal durch den Eintritt in die Royal Air Force und ihr ganzes weiteres Leben zusammengeschweißt hat. June ist unglaublich diszipliniert, ehrgeizig, wissbegierig, und hat ein großes Durchhaltevermögen. Sie erfährt durch Dotty‘s liebevolle, selbstlose und fürsorgliche Art was wahre Freundschaft ausmacht, bewegen und wie lange sie halten kann. Sehr berührt hat mich dabei ihre Sorge umeinander.

Das nicht alles nach Plan läuft, unvorhersehbares geschieht und Glück, Freude, Trauer und Dankbarkeit durch Teilen verstärkt oder abgemildert werden können, macht eine große Sogwirkung des Romans aus.

Mein Fazit:

„Die Welt in unseren Händen“ ist ein gelungener historischer Roman mit persönlichem Bezug, den ich sehr gerne weiterempfehle und der von mir verdiente 5 Sterne erhält.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.09.2025

Lesehighlight! Ein krönender Abschluss der Zeitenwende-Reihe!

Blankenese - Zwei Familien
0

Michaela Grünigs Roman „Blankenese-Zwei Familien-Zeitensturm“ war für mich ein krönender Abschluss der Trilogie, der mich mit den Geschehnissen rund um die vielschichtigen Charaktere und dem geschichtlichen ...

Michaela Grünigs Roman „Blankenese-Zwei Familien-Zeitensturm“ war für mich ein krönender Abschluss der Trilogie, der mich mit den Geschehnissen rund um die vielschichtigen Charaktere und dem geschichtlichen und gesellschaftlichen Zeitgeschehen der sechziger und siebziger Jahre voll in den Bann gezogen hat! Der fesselnde, empathische und bildgewaltige Schreibstil der Autorin hat diese Geschichte zu einem ganz besonderen Leseerlebnis gemacht. Es war unglaublich spannend die nächste Generation der Familien Casparius und Jacobson auf ihren schicksalhaften Wegen zu begleiten. Wie gut wurde hier bitte auch unsere Deutsche Geschichte und der gesellschaftliche und politische Wandel der damaligen Zeit mit in ihr Leben eingebaut. Michaela Grünig ist es hervorragend gelungen sehr authentisch, realitätsnah und exzellent recherchiert, Themen wie den Kampf gegen das Vergessen und Gerechtigkeit, die 68er Studentenbewegung, die Entwicklung und die furchtbaren Geschehnisse rund um die RAF, sowie deren Verfolgung, Eindämmung und Verurteilung, die Diskussionen um den § 218, das beginnende Umweltbewusstsein und noch so vieles mehr mit den Geschehnissen und Handlungen ihrer Figuren zu verknüpfen.

Die drei sich abwechselnden Erzählstränge von Sabine und Ulrike Casparius und Kurt Jacobson sind von der Thematik und ihren unterschiedlichen Wesensarten und Facetten her so fesselnd, dass ich stetig auf die Weiterentwicklung der jeweiligen Geschehnisse hin gefiebert habe. Viele überraschende Wendungen sorgten dafür, dass ich ein Wechselbad der Gefühle durchlebte und die Geschehnisse die unterschiedlichsten Emotionen bei mir ausgelöst haben. Als sich im letzten Drittel die Ereignisse dramatisch und tragisch zu entwickeln begannen, konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Tief ergriffen haben mich zum Schluss schließlich noch die Worte von Ulrikes Tochter Felicitas, die mich zu Tränen gerührt und bewegt haben.

Michaela Grünig hat ihre Haupt- und Nebencharaktere unglaublich lebendig mit all ihren Schwächen und Stärken erschaffen, die mich dadurch tief in ihr Seelenleben und in ihr Handeln hineingezogen haben. Besonders getriggert hat mich Sabine, die mit ihrer Unsicherheit, ihrem fehlenden Selbstwertgefühl, ihrer Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung und dem Gefühl gebraucht zu werden, sehr gut dargestellt wurde. Ulrike, ist der Typ moderne und offene junge Frau, die den konservativen Zwängen ihrer gut situierten Familie entflieht, hilfsbereit ist, ein gutes Herz hat, ihre Bestimmung sucht und dabei gute und schlechte Lebenserfahrungen machen muss. Kurt ist ein Familien- und Herzensmensch, dem ich sehr viel Respekt gezollt habe für seinen übergroßen Einsatz im privaten und beruflichen Bereich.

Mein Fazit:

Ein vielschichtig und hervorragend erzählter Abschlussband einer Familiensaga, für den ich eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche und 5 Sterne vergebe. Michaela Grünig versteht es wirklich sehr gut in ihrem Roman Kontraste darzustellen, ob es die Unterschiede im Familienleben sind, die Lebensweisen oder die politischen Ansichten und Überzeugungen. Das macht es spannend und abwechslungsreich für den Leser.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 02.05.2025

Lesenswerter Roman, der zum Nachdenken anregt!

Love Me Like It's Yesterday
0

Ein toller Mix aus Liebesroman und gesellschaftskritischer Betrachtung des Umganges mit den digitalen Medien. Juliane Käpplers fesselnde, bildhafte und mit Wortwitz versehene Schreibweise hat mich begeistert ...

Ein toller Mix aus Liebesroman und gesellschaftskritischer Betrachtung des Umganges mit den digitalen Medien. Juliane Käpplers fesselnde, bildhafte und mit Wortwitz versehene Schreibweise hat mich begeistert und mich zusammen mit den Geschehnissen im Buch voll in die Geschichte hineingezogen. Ihr ist es wunderbar gelungen die Verletzlichkeit ihrer Charaktere und die daraus resultierenden Auswirkungen auf jeden einzelnen, aber genauso auch deren Lebensfreude, Glück und Hoffnung auf das Gute im Menschen, zum Ausdruck zu bringen. Die reale Welt trifft auf eine Scheinwelt und ich habe mitgezittert und gefiebert, hatte ein ungutes Gefühl beim Lesen und eine Hoffnung im Herzen, dass es für meine liebgewonnenen Figuren gut ausgehen wird. Die Charaktere sind so vielschichtig erschaffen worden, habe alle ihre Päckchen mit sich zu tragen und konnten dadurch ihre Emotionen sehr gut nach mir transportieren.

Was passiert, wenn ein erfolgreicher Dating-Coach Youtuber zu einer Wette mit einem Konkurrenten genötigt wird? Er soll den Erfolg seiner Flirttipps bei einer Verweigerin von digitalen Medien austesten. Taro realisiert erst mit und mit, was für Folgen seine auf Lügen aufgebauten Handlungen im „freundschaftlichen“ Umgang mit der Möbelrestauratorin Juno auslösen. Doch plötzlich kommen auch noch Gefühle mit ins Spiel.

Mit Juliane Käppler habe ich eine neue Autorin für mich entdeckt, von der ich sehr gerne noch weitere Bücher lesen möchte. Die Geschichte ist in der Ich-Form von Taro und Juno erzählt worden und die sich abwechselnden Erzählstränge sind, passender Weise zu jedem, entweder mit Kapitelüberschriften aus der Social Media Welt oder mit skurrilen Worterfindungen von Juno betitelt worden. Juno habe ich direkt in mein Herz geschlossen. Sie hat die Werkstatt ihres Großvaters übernommen, verweigert sich aus besonderen Gründen den digitalen Medien, hat eine rege Fantasie, ist sehr empathisch, Meisterin im Worteerfinden und behandelt ihre zu restaurierenden Möbelstücke wie Freunde, die sie namentlich benennt und mich damit immer zum Schmunzeln gebracht hat. Die Sympathie zu Taro ist erst im Laufe der Geschichte gewachsen, als er sich selber reflektiert, seine Handlungen und die Empfindungen seiner Mitmenschen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet und merkt, dass Erfolg nicht alles im Leben ist. Doch auch die Nebencharaktere fand ich alle spannend. So eine Freundin wie Miriam hätte jeder sicherlich gerne an seiner Seite.

Fazit:

„Love Me Like It`s Yesterday”, ist ein lesenswerter Roman, der einen nachdenklich macht und bei dem ich automatisch mein digitales Verhalten hinterfragt habe. Jedem sollte beim Lesen bewusstwerden, dass das wahre Leben und die Welt mit den eigenen Augen und dem Herzen zu entdecken einem so viel mehr Freiheit und Glück bereiten kann. Von mir gibt es 4,5 Sterne für dieses tolle Buch.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere