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Veröffentlicht am 10.09.2025

Fesselnde Lektüre für Thriller-Fans

Welcome Home – Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?
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Marco und Ines Winkler, beide etwa Mitte Dreißig, sind stolze Besitzer ihres ersten Eigenheims. Aus dem Norden Deutschlands sind sie mit ihrer vierjährigen Tochter Emilia in die neue Wohnsiedlung „Auf ...

Marco und Ines Winkler, beide etwa Mitte Dreißig, sind stolze Besitzer ihres ersten Eigenheims. Aus dem Norden Deutschlands sind sie mit ihrer vierjährigen Tochter Emilia in die neue Wohnsiedlung „Auf Mons“ in den Süden gezogen. Neue Arbeitsstellen haben sie ebenfalls bereits gefunden. Arno Strobel spielt in seinem Thriller „Welcome Home“ nicht nur mit den Nerven diesen Paares, sondern auch mit denen seiner Leserschaft. Denn zu Recht trägt das Werk den Untertitel „Du liebst dein neues Zuhause. Hier bist du sicher. Oder?“ In der Erstauflage ist das Buch mit einem lentikulärem Wechsel-Motiv ausgestattet, das beim Kippen ein blutiges Messer auf der Fußmatte enthüllt. Ob es sich dabei vielleicht um die Tatwaffe handeln könnte?

Arno Strobel greift erneut ein Thema auf, dass viele Lesende nachvollziehen können: den Wunsch nach den eigenen vier Wänden. Marco und Ines sind mit der Verwirklichung ihres Traums nicht allein. Bei ihrem Einzug ist bereits etwa die Hälfte der dreißig Häuser der Siedlung bewohnt, sodass zahlreiche Nachbarn in die Handlung eingebunden sind. Um die Übersicht zu erleichtern, findet sich auf dem vorderen Vorsatz eine übersichtliche Skizze.

Es ist kalt im November. Auf einer Runde durch das Viertel, ist nur hier und da ein Licht zu sehen, was der Erzählung eine düstere Stimmung verleiht. Nur kurze Zeit nachdem Ines und Marco ihr Haus bezogen haben geschieht nebenan ein Mord. Ines könnte die Täterin oder den Tätern sogar vom Fenster aus gesehen haben. Schon zuvor hatten sie und ihr Mann in merkwürdige Vorkommnisse im Haus bemerkt. Außerdem kursiert das Gerücht, in der Siedlung gingen Geister um. Das Gefühl der Sicherheit schwindet und an seine Stelle tritt eine wachsende Unruhe, ob der Täter erneut zuschlagen wird und ob sie selbst in Gefahr sind.

Bis etwa zur Mitte der Geschichte steigt die Spannungskurve beständig an. Mehrere Figuren geraten in den Fokus, die sich durch markantes Verhalten oder denkwürdige Aussagen verdächtig machen. Dann stagnieren jedoch die Ermittlungen und damit zunächst auch die Spannung. Gezielt weckt der Autor dann zunehmendes Misstrauen zwischen den Bewohnern, bis man nicht mehr weiß, wem man überhaupt noch trauen kann.

Die kurzen Kapiteln werden unregelmäßig von kursiv gesetzten Einschüben unterbrochen, wie üblich in den Thrillern von Arno Strobel. Diesmal erhält man dadurch einen Einblick in die Tragödie einer unbekannten Person, aber später kann man auf diese Weise das Leid eines Opfers nachempfinden. Gegen Ende steigt die Spannungskurve nochmals an und offenbart den bis dahin gut verborgenen Mörder. Sein schnell abgehandeltes Motiv konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen.

Rätselhafte Figuren, eine seltene Erkrankung und das beunruhigende Eindringen in Häuser bilden die Zutaten für den Thriller „Welcome Home“ von Arno Strobel, der zwar gelungen ist, jedoch spannungsmäßig nicht ganz an andere Werke des Autors heranreicht. Thriller-Fans können sich dennoch auf eine fesselnde Lektüre freuen, für die ich gerne eine Leseempfehlung gebe.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Liebevoller Blick auf eine nicht alltägliche Familie

Botanik des Wahnsinns
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Sieben Jahre nach der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter sitzt der Ich-Erzähler von Leon Englers Roman „Botanik des Wahnsinns“ vor Kartons, in denen sich all das befindet, was seinerzeit seine Mutter ...

Sieben Jahre nach der Zwangsräumung der Wohnung seiner Mutter sitzt der Ich-Erzähler von Leon Englers Roman „Botanik des Wahnsinns“ vor Kartons, in denen sich all das befindet, was seinerzeit seine Mutter als „unbedeutend“ eingepackt hatte. Durch eine fatale Verwechslung wurden bei der Entrümpelung nicht die belanglosen Dinge entsorgt, sondern die persönlichen Erinnerungsstücke.

Psychische Erkrankungen durchziehen das Leben seiner Eltern und Großeltern wie ein unsichtbarer roter Faden. Jeder seiner Vorfahren aus den vergangenen beiden Generationen litt an einer Erkrankung der Seele: Depression, Alkoholismus, Paranoia, Schizophrenie gehören dazu. Der Erzähler selbst lebt mit der Angst, irgendwann ebenfalls daran zu erkranken, er leidet an Agateophobie. Als Kind wurde dem Erzähler erklärt, dass die Leiden seiner Verwandten organische Natur seien, weil man ihm das Verständnis für eine psychosomatische Krankheit nicht zugestand.

Der Titel des Buchs erklärt sich dadurch, dass sich Pflanzen in der Botanik katalogisieren lassen und dem ähnlich auch Erkrankungen in ein Schema eingeordnet werden können. Der Erzähler vertieft sich in die Literatur, um auch für sich eine Diagnose zu erstellen. Zu diesem Zeitpunkt hat er sich längst auf die Seite der Behandler geschlagen und arbeitet als Psychologe in einer Psychiatrie, in der er auf mehreren Stationen eingesetzt wird.

Obwohl er vorher versucht, an verschiedenen Aufenthaltsorten, auch im Ausland, Abstand von seinen Wurzeln zu gewinnen, bleibt die Familiengeschichte sein ständiger Begleiter. Mit seinem Fachwissen und aufgrund seiner beruflichen Erfahrungen gewährt der Autor einen tiefen Einblick in den Klinikalltag. Das Verhalten der Patienten bringt ihn zum Nachdenken über die Leiden seiner Verwandten. Schritt für Schritt vollzieht er nach, wer an was erkrankt war und welche Gründe dazu geführt haben. Leon Engler wirft die Frage auf, wer bestimmt, was als regulär anzusehen ist und welches Maß erreicht werden muss, damit eine psychische Krankheit beginnt. Dazu schaut er auch auf die Geschichte der Psychologie.

Der Roman „Botanik des Wahnsinns“ von Leon Engler ist ein liebevoller Blick auf eine nicht alltägliche Familie, von der man sich fragt, inwieweit sie derjenigen des Autors entspricht. Feinfühlig setzt sich aus den Erinnerungen des Erzählers ein Bild der ihn prägenden Erfahrungen mehrerer Generationen zusammen. Die Schilderung der gehäuft auftretenden psychosomatischen Krankheiten in der Familie des Protagonisten ist tief berührend und hallt lange nach. Gerne empfehle ich das Buch weiter, vor allem an Lesende mit Interesse an Psychologie.

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Veröffentlicht am 07.09.2025

Ruhig erzählter Roman, der durch geschickt eingestreute Kriminalelemente Spannung aufkommen lässt

Die Bibliothek meines Großvaters
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Kaede ist 27 Jahre alt und unterrichtet wie einst ihr einundsiebzigjähriger Großvater an einer Grundschule. Inzwischen ist er dement, möchte aber trotz Einschränkungen weiterhin in seinem eigenen Haus ...

Kaede ist 27 Jahre alt und unterrichtet wie einst ihr einundsiebzigjähriger Großvater an einer Grundschule. Inzwischen ist er dement, möchte aber trotz Einschränkungen weiterhin in seinem eigenen Haus wohnen. Ein Pflegedienst organisiert unterstützende Therapien, aber auch Kaede besucht ihn wöchentlich. Am liebsten hält er sich in seiner umfangreichen Bibliothek auf, die titelgebend für den Roman „Die Bibliothek meines Großvaters“ des japanischen Autors Masateru Konisi ist.

Die Krankheit bringt einige Schattenseiten mit sich: An manchen Tagen verliert sich der Großvater in Visionen, deren Ursprung sich erst nach und nach offenbart. Auf diese Weise entfaltet sich eine bewegende Familientragödie. Nebenher vermittelt der Autor einiges an Wissen über verschiedenen Formen der Demenz. Durch das Verhalten des Großvaters zeigt er, wie sich einige Symptome auswirken: Momente der geistigen Umnachtung wechseln sich überraschend klaren Phasen ab.

Die Handlung des Romans entwickelte sich für mich anders als erwartet. Es geht weniger um die Geschichten in Büchern, sondern um das Wissen, das man aus ihnen zieht. Zwar wird auch eine Liebesbeziehung einbezogen, aber im Vordergrund steht die liebevolle Weise, in der Großvater und Enkelin miteinander umgehen. Sie teilen die Leidenschaft für mysteriöse Rätsel, die der Großvater an seinen guten Tagen mit akribischer Sorgfalt, Lebenserfahrung und Intuition bei einem festen Ritual löst. Kaede ist dabei weniger erfolgreich, aber sie ist es, in deren Umfeld sich die Denkspiele ergeben, bei denen es um Leben und Tod geht. Schließlich geraten die beiden selbst in eine äußerst gefährliche Situation.

Dank der guten Übersetzung von Peter Aichinger-Fankhauser sind die Wortspiele aus der japanischen Sprache zwar eigentümlich, aber nachvollziehbar. Der Roman zeigt einige Charakteristiken der Lebensart in Japan. Die Figuren behandeln einander mit Respekt und drücken eher selten ihre Gefühle aus, wodurch Kaede zunächst scheu und zurückhaltend wirkt, aber in wichtigen Situationen durchaus ihre Stärken beweist. Es sind aber vor allem international bekannte Autorin, deren Werke in der Geschichte Erwähnung finden.

„Die Bibliothek meines Großvaters“ von Masateru Konishi ist ein ruhig erzählter Roman, der durch geschickt eingestreute Kriminalelemente Spannung aufkommen lässt und zum Miträtseln anregt. Das lange zurückliegende Familiendrama, das Kaede und ihren Großvater schließlich in Gefahr bringt, ist besonders berührend. Daher empfehle ich das äußerlich wunderschön gestaltete Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Bestechend pointierter und humorvoller Roman

Gym
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Die 36-jährige Protagonistin des Romans „Gym“ von Verena Kessler benötigt unbedingt die Tätigkeit als Tresenkraft im Fitnessstudio, für die sie beim Besitzer vorspricht. Zwei Gründe, warum es unbedingt ...

Die 36-jährige Protagonistin des Romans „Gym“ von Verena Kessler benötigt unbedingt die Tätigkeit als Tresenkraft im Fitnessstudio, für die sie beim Besitzer vorspricht. Zwei Gründe, warum es unbedingt dieser Job sein soll, finden sich auf den ersten Seiten, aber der mit ihrer Vergangenheit zusammenhängende wichtigste Grund wird zunächst nur angedeutet. Beim Bewerbungsgespräch stellt sich heraus, dass sie mit ihrem schludrigen Aussehen und der fülligen Figur nicht dem Bild entspricht, welches der Inhaber des Studios sich von seiner Angestellten im Gym vorstellt. Kurzerhand erklärt sie ihm, dass sie erst vor drei Monaten ein Kind bekommen hat. Mit viel Verständnis für ihre momentane Situation stellt er sie ein

Das Fitnessstudio ist nicht nur mit den modernster Ausstattung, sondern auch mit frisch zubereitete Vitaminshakes und makelloser Sauberkeit. Die Hauptfigur findet sich rasch in Arbeitsklima ein, wobei es ihr größtes Problem ist, die eigene Lüge aufrechtzuerhalten. Als Vick, eine mehrfache Europameisterin im Bodybuilding beginnt, im Gym zu trainieren, schlägt der anfängliche Neid der Protagonistin auf deren muskulöses Aussehen bald in Tatkraft um. Endlich hat sie nach langer Zeit wieder ein Ziel, auf das sie hinarbeiten kann. Parallel erfährt man mehr darüber, wie erfolgreich sie bei ihrer letzten Tätigkeit gewesen hin. Doch diesmal kann sie ihren Erfolg auch spüren und für jeden sichtbar machen.

Die Geschichte greift den heutigen Drang auf, das eigene Äußere einem in den sozialen Medien propagierten Schönheitsideal anzupassen. Von Beginn an zeigt sich auch in Ferhats Vorstellungen vom Erscheinungsbild seines Studios und seiner Angestellten, wie sehr auch er diesem Ideal verhaftet ist. Verena Keßler schafft abwechslungsreiche Figuren, deren Handeln immer wieder für amüsante Situationen sorgt. Die Hauptfigur steigert sich allmählich in eine Selbstoptimierung, die nicht nur die Spannung erzeugende Frage aufwirft, wie weit sie dabei gehen wird, sondern auch die Gefahr sichtbar macht, die darin liegt, stets die Beste sein zu wollen.

Verena Keßler schreibt in ihrem Roman „Gym“ über die zahlreichen Erwartungen der heutigen Gesellschaft, die dem Einzelnen nicht nur im Beruf ständig zu optimierende Ziele auferlegt, sondern dabei von jedem verlangt, auch sich selbst als fit, leistungsfähig und attraktiv zu präsentieren. Sehr gerne vergebe ich eine Leseempfehung für diesen bestechend pointierten, aber auch humorvollen Roman.

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Veröffentlicht am 28.08.2025

Zutiefst bewegend und nachhallend

Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104
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„Du musst meine Hand fester halten, Nummer 104“ sagt die elfjährige Margret auf dem Weg zur Christmette 1947 zu dem sechs Jahre jüngeren Hartmut, den sie später Hardy nennen wird. Es ist eisig an diesem ...

„Du musst meine Hand fester halten, Nummer 104“ sagt die elfjährige Margret auf dem Weg zur Christmette 1947 zu dem sechs Jahre jüngeren Hartmut, den sie später Hardy nennen wird. Es ist eisig an diesem Tag im Sauerland und der kleine Junge droht hinzufallen. Die beiden wohnen in einem Kinderheim und sind die Hauptfiguren in dem nach dieser Szene benannten Roman von Susanne Abel.

Margret ist ein Waisenkind aus Gelsenkirchen. Auch Hardy ist vermutlich eine Waise. Er kam am Ende des Zweiten Weltkriegs mit einem Kindertransport aus Danzig. Sein Name auf dem Pappschild, das er umgehängt trägt, ist verwischt, sein Alter wird geschätzt. Als Margret eines Tages von einer Tante zu sich genommen wird, verliert sie Hardy zunächst aus den Augen. Nach ihrer Volljährigkeit beginnt Margret als Stationshilfe in einem Heim, in dem Hardy inzwischen lebt.

Parallel zu diesem Handlungsstrang erzählt Susanne Abel von Margret und Hardy in den Jahren 2006 bis 2017. Die beiden sind verheiratet und haben inzwischen eine Urenkelin, deren Mutter bei der Geburt noch recht jung war. Sie fällt dem Jugendamt durch eine Unregelmäßigkeit in der Betreuung ihres Kindes auf. Die Angelegenheit führt dazu, dass bei Margret und Hardy schmerzhafte Erinnerungen aus der Kindheit aufbrechen. Stillschweigend hatten sie bisher ihre Vergangenheit ruhen lassen.

In den folgenden Jahren werden sie immer wieder mit Situationen konfrontiert, die verdrängte Gefühle an die Oberfläche holen und sie an die Grenzen des Erträglichen bringen. Margret war stets diejenige und ist es immer noch, die sich um alltäglich zu verwaltende und organisatorische Aufgaben kümmert, während Hardys Stärken mehr im Praktischen liegen.

Es ist berührend, darüber zu lesen, wie Margret sich um Hardy kümmert. Doch die beiden haben ihre Ecken und Kanten, von denen sie einige voreinander zu verbergen suchen. Susanne Abel schreibt aus der Perspektive einer allwissenden Erzählerin und rückt in jeder Szene den Fokus auf eine Hauptfigur, deren Gedanken- und Gefühlswelt dadurch besonders erfahrbar wird. Dadurch kommt es bisweilen zu raschen Wechseln zwischen den Akteuren. Die Autorin war eine Weile als Erzieherin beschäftigt, so dass ihre Darstellung kindlicher Erfahrungen authentisch erscheinen.

Der Triggerhinweis zu Beginn des Romans ist berechtigt, denn die Jahre in einem Waisenhaus sind für beide Kinder verbunden mit Zurechtweisungen und harten Bestrafungen für unerwünschtes Verhalten. Beim Lesen hofft man die ganze Zeit, dass jedes Kind, das in einem der beschriebenen Heime lebt, von einer liebevollen Familie aufgenommen werden wird. Die Autorin verweist in diesem Zusammenhang auf die Arbeit des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, der vor allem in den Nachkriegsjahren unzählige Kinder mit Familienangehörigen wiedervereinen konnte. Jedoch erfährt Margret bei ihren Verwandten keine ausreichende Wertschätzung und erlebt ein traumatisierendes Ereignis.

Als Margret älter ist und sich selbst um hilfsbedürftige Personen kümmert, erschrickt sie über sich selbst als sie feststellt, dass sie nach dem gleichen Muster von Strenge und Härte agiert, die sie in ihrer Kindheit und Jugend erlitten hat. Im Rahmen der Heimunterbringung von Hardy beschreibt Susanne Abel, wie er ruhig gestellt wurde, eine Begebenheit die äußerst berührend und erschütternd ist, jedoch leider keine Fiktion, sondern auf wahren Ereignissen beruht, die die Autorin recherchiert hat.

Erneut ist es Susanne Abel mit „Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104“ gelungen einen zutiefst bewegenden Roman zu schreiben. Die Handlung reicht von den 1940er Jahren bis in die Gegenwart. Die Autorin beleuchtet dabei das Schicksal von Waisen ebenso wie die Herausforderungen berufstätiger, alleinerziehender Mütter sowie den aktuellen Einfluss von Social Media auf das Familienleben. Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung für dieses Buch, das einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

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