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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Interessante Grundidee, aber die Umsetzung...

A Tempest of Tea
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Arthie Casimir ist Waise und betreibt mit ihrem Wahlbruder Jin zusammen ein luxuriöses Teehaus. Das ist allerdings nur ein Teil ihrer Aktivitäten, vorrangig sammelt sie dabei Geheimnisse. Nachts verwandelt ...

Arthie Casimir ist Waise und betreibt mit ihrem Wahlbruder Jin zusammen ein luxuriöses Teehaus. Das ist allerdings nur ein Teil ihrer Aktivitäten, vorrangig sammelt sie dabei Geheimnisse. Nachts verwandelt sich die Teestube in ein illegales Bluthaus für Vampire. Als das Teehaus bedroht wird, wollen Arthie und Jin es unter allen Umständen verteidigen. Dafür suchen sie sich Verbündete, die mit ihnen zusammen ein Buch stehlen wollen aus der verführerischen Unterwelt Ettenias.

Die Gruppe der Verbündeten setzt sich aus Außenseitern zusammen, jeder von ihnen hat ein besonderes Talent, das sich besonders geeignet zeigt für diese unlösbar erscheinende Mission. An sich wäre dies ein Buch, das mich besonders faszinieren könnte. Doch ich wurde mit all den Charakteren nicht richtig warm. Sie wollen mit aller Macht cool erscheinen, auch vor dem Leser. Zudem herrscht immer wieder ein lasziver Hauch über der Geschichte, der sich auch in Situationen zeigt, wo ich das partout nicht nachvollziehen konnte. (Ernsthaft, flirten in Todesgefahr, und das in eindeutig erotischer Natur?!) So geschah es denn oft, dass meine Gedanken aus der Geschichte hinaus wanderten und ich sie immer wieder zurückholen musste… Nun ja, das zeigt, dass ich mich mit diesem Roman eher schwer getan habe.

Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich nicht so recht, wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Ich kann deswegen auch nur 3 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 14.02.2025

Gänsehautfeeling

The Killer Profile
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Midnight Jones ist Anfang 30 und arbeitet bei der Firma Necto. Ihre Aufgabe ist es, Persönlichkeitstests auszuwerten. Dabei stößt sie auf ein völlig unbekanntes Profil, das auf einen Serienkiller hinweist. ...

Midnight Jones ist Anfang 30 und arbeitet bei der Firma Necto. Ihre Aufgabe ist es, Persönlichkeitstests auszuwerten. Dabei stößt sie auf ein völlig unbekanntes Profil, das auf einen Serienkiller hinweist. Sie wendet sich an ihre Vorgesetzten, doch ihre Bedenken werden rüde zurückgewiesen. Midnight macht sich umso mehr Gedanken, als zeitgleich ein brutaler Mord in ihrer Nachbarschaft geschieht. Ist dies der Serienkiller, auf den sie in ihrer Arbeit gestoßen ist? Midnight ist sich der Gefahr bewusst und lässt nicht locker, auch wenn dies bedeutet, dass sie gegen die Verschwiegenheitsklausel ihres Arbeitgebers verstößt. Vor allem aber gerät sie dabei selbst in höchste Gefahr…

Es ist eine Geschichte, die einem mehrmals kalte Schauer über den Rücken laufen lässt. Der Serienkiller, auf den Midnight bei ihren Auswertungen stößt, ist skrupellos und giert nach Blut. Die Auflösung ist spannend gesponnen und erscheint gleichzeitig sehr realistisch. Midnight muss einerseits immer wieder überlegen, wem sie überhaupt vertrauen kann. Zum anderen muss sie sich Gedanken darüber machen, wie sie ihre behinderte Schwester beschützen kann. Dadurch erscheint sie auf Anhieb sympathisch, man fiebert mit ihr mit, ob es ihr gelingt, dem Killer auf die Spur zu kommen und ihn zu stoppen. Die Geschichte ist aus mehreren Perspektiven geschrieben, so dass auch der Killer den Raum erhält, seine Sichtweise zu erzählen. So ist man als Leser ganz nah am Geschehen. Der Spannungsbogen ist straff gespannt von Anfang bis Ende.

Mir hat dieser Thriller einiges an Gänsehautfeeling verursacht. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 12.02.2025

Aus den Erlebnissen einer Pastorin

Vielleicht hat das Leben Besseres vor
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Während die Vorbereitungen für das jährliche Spargelfest in der kleinen Gemeinde Alpen am Niederrhein auf Hochtouren laufen, wird die Pastorin Anna von Betteray mit einem sorgenbehafteten Thema konfrontiert: ...

Während die Vorbereitungen für das jährliche Spargelfest in der kleinen Gemeinde Alpen am Niederrhein auf Hochtouren laufen, wird die Pastorin Anna von Betteray mit einem sorgenbehafteten Thema konfrontiert: Raffaela, ein geistig behindertes Mädchen, liegt im Koma. Sie wurde bewusstlos aufgefunden, niemand weiß, was geschehen ist. Wurde das Mädchen Opfer einer Gewalttat?

Die Geschichte knüpft an den vorhergehenden Teil der Erzählung um die Pastorin Anna von Betteray an, „Wir sind schließlich wer“. Allerdings kann man das Buch auch ohne weitere Vorkenntnisse lesen, die aktuellen Geschehnisse sind in sich abgeschlossen. Es gibt viele Fragen, die im Verlauf der Geschichte aufgeworfen werden, und Anna als Pastorin ist dabei immer mittendrin. Letztendlich zofft man sich auch mal gerne im Dorf, hält aber im entscheidenden Moment doch zueinander, eine wichtige Erkenntnis für alle. Hatte mich jedoch der vorhergehende Band der Geschichte eindeutig begeistert, konnten das die Geschehnisse in diesem Buch nicht so ganz. Vielleicht sind es zu viele Nebenhandlungen, die den Schwerpunkt der Geschichte etwas verwässern.

Letztendlich hat mich das Buch gut unterhalten können, so dass ich es gerne weiter empfehle. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 07.02.2025

Konstruktiv mit Streit umgehen

Streit! Und nun? Das artgerecht-Bilderbuch von Nicola Schmidt
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Auf dem Spielplatz geraten die Tierkinder immer wieder mal in einen Streit, denn jeder will zuerst rutschen oder lange schaukeln, will die Schaufel haben oder sagen, was jetzt gespielt werden soll. Zum ...

Auf dem Spielplatz geraten die Tierkinder immer wieder mal in einen Streit, denn jeder will zuerst rutschen oder lange schaukeln, will die Schaufel haben oder sagen, was jetzt gespielt werden soll. Zum Glück gibt es Erwachsene, die den Kindern helfen zu überlegen, wie sie die Konflikte lösen können.

Ganz schnell ist es soweit, dass es Streit gibt auf dem Spielplatz, oder wo auch immer mehrere Kinder aufeinander treffen. Erwachsene haben oft die Idee, dass sie nun den Streit schlichten müssen. Nicola Schmidt, Gründerin des artgerecht-Projektes, gibt den Kindern und den Erwachsenen eine andere Möglichkeit an die Hand: Die Kinder lernen selbst, mit etwas Anleitung von den Erwachsenen, ihren Streit zu lösen. Das Bilderbuch beschreibt dabei bekannte Situationen, wie sie sowohl die Kinder wie auch die Eltern selbst aus dem Alltag kennen. Dabei helfen die beschriebenen Situationen mit viel Streitpotenzial, einen neuen Umgang miteinander zu finden und den Streit mit kreativen Ideen selbst zu lösen. Hier können die Kinder sich selbst auf die Lösung ihrer Probleme machen, um zu lernen, einen guten Umgang miteinander zu finden. Und auch so mancher Erwachsene erhält hier Ideen, wie er den Kindern helfen kann, selbst aktiv zu werden. Die farbigen Illustrationen greifen die Geschichte gut auf und helfen, sich auf die geschilderte Situation einzulassen.

Das einfühlsame Vorlesebuch greift ein wichtiges Alltagsthema auf und gibt pädagogisch wichtige Anleitungen, mit dem Streit untereinander umzugehen. Das gibt Gelegenheit zu so manchen Gesprächen, zwischen dem vorlesenden Erwachsenen und den zuhörenden Kindern wie auch sicherlich unter den Kindern selbst. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe alle 5 möglichen Sterne.

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Veröffentlicht am 07.02.2025

Berührende Geschichte

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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Als die alte Samin Mariddja erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist, macht sie sich vor allem Sorgen um ihren dementen Mann Biera. Bisher schon lebten die beiden sehr abgeschottet in ihrem Haus ...

Als die alte Samin Mariddja erfährt, dass sie unheilbar an Krebs erkrankt ist, macht sie sich vor allem Sorgen um ihren dementen Mann Biera. Bisher schon lebten die beiden sehr abgeschottet in ihrem Haus ganz im Norden Schwedens, nun kapselt sie sich noch mehr vom Rest des Dorfes ab. Eigentlich hat sie noch einen ganz besonderen Wunsch: Sie möchte ihren Neffen wiedersehen, der früher wie ein Sohn bei ihr lebte, von dem sie aber inzwischen nichts mehr weiß. Als Vertraute in dieser Situation erweist sich eine gewissen „Siré“, die Mariddja durch Bieras neumodisches Handy findet.

In einer besonderen Mischung aus Humor und Tragik entwickelt die schwedische Autorin Tina Harnesk eine Geschichte, die sich den Problemen ihrer Protagonisten zuwendet, der alten Mariddja mit ihrer Krankheit und ihrem dementen Mann in ihrem heruntergekommenen Häuschen und mit der Geschichte um den geliebten Neffen, der ihnen vor Jahren unversehens entrissen wurde. Ein weiterer Handlungsfaden erzählt von dem Ärzteehepaar Kaj und Mimmi, die sich aufgemacht haben, dem Leben der verstorbenen Mutter bzw. Schwiegermutter nachzuspüren. Die Schwere des Themas wird gemildert durch die unverhofft komischen Einsätze von „Siré“, wer hätte je gedacht, dass gerade diese zu einer Stütze für Mariddja in ihrer schwierigen Situation wird? Die Geschichte ist eher leise erzählt, sie lässt sich Zeit für ihre Charaktere, so dass der Leser sich gut mit ihnen anfreunden kann, trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer besonderer Eigenheiten.

Diese Geschichte ist äußerst berührend erzählt. Sehr gerne empfehle ich das Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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