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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2026

Einfühlsamer ruhiger Roman mit einigen Ecken und Kanten

Paradise Beach
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Im Mittelpunkt steht Ada, die nach einer Endometriose‑OP zwischen den verschiedenen Phasen der Erschöpfung, Medikamentenauswirkung und Erinnerungsfetzen an einen Sommer aus dem Jahr 2003 lebt.

Der Roman ...

Im Mittelpunkt steht Ada, die nach einer Endometriose‑OP zwischen den verschiedenen Phasen der Erschöpfung, Medikamentenauswirkung und Erinnerungsfetzen an einen Sommer aus dem Jahr 2003 lebt.

Der Roman springt in den Sommer 2003 an die Ostsee: Hitze, Salzwasser, die erste Liebe, Unsicherheiten – und der Beginn eines Leidenswegs, dessen Ursachen und Hintergründe in der Gegenwartsebene nur angedeutet werden.

Brexendorf verbindet die Leichtigkeit eines Teenagersommers mit den Belastungen einer chronischen Erkrankung sehr feinfühlig. Besonders stark ist, wie sehr alle schweigen und Ada keine Hilfe rund um weiblichen Schmerz und wie sehr Mädchen und Frauen lernen, ihn herunterzuspielen.

Es stiller, atmosphärischer Coming‑of‑Age‑Roman über Körper, Scham, erste Liebe und der Start eines Leidensweges. Der Roman hat nicht ganz meine Erwartung getroffen aber ich habe sehr schöne Lesestunden gehabt!

Ich bin gespannt quf den Nachfolgeroman von ihr!

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Veröffentlicht am 29.01.2026

Cosy Crime ...ein neuer Fall für Agatha

Agatha Raisin und die tote Therapeutin
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Agatha Raisin und die tote Therapeutin fühlt sich an wie ein vertrauter Besuch in Carsely: Agatha ist wie gewohnt impulsiv, leicht chaotisch und gleichzeitig erstaunlich treffsicher, wenn es darum geht, ...

Agatha Raisin und die tote Therapeutin fühlt sich an wie ein vertrauter Besuch in Carsely: Agatha ist wie gewohnt impulsiv, leicht chaotisch und gleichzeitig erstaunlich treffsicher, wenn es darum geht, die richtigen Fragen zu stellen und treffsicher in einen neuen Fall zu stolpern. Der Fall selbst entwickelt sich spannend und bleibt bis zur Auflösung spannend, die wieder einmal im Poirotstil clever und für mich auch überraschend war.
Allerdings braucht man dieses Mal etwas Geduld. Es tauchen so viele Figuren in kurzer Zeit auf (und verschwinden wieder auf mörderische Weise), dass der Einstieg etwas schwerfällig war und ich mich erst sortieren musste.
Sobald man aber drin ist, entfaltet sich das Lesevergnügen... mit schrägen Nebenfiguren, kleinen humorvollen Momenten und diesem ganz eigenen Agatha‑Raisin‑Ton, den ich durch die TV Serie so lieben gelernt habe.
Trotz kleiner Schwächen bleibt die Geschichte rund und unterhaltsam und auch der Epilog enthält einige Überraschungen bis zum Schluss. Für Fans von Agatha und Cosy Crime auf jeden Fall empfehlenswert, für Neulinge vielleicht nicht der beste Startpunkt, aber dennoch ein vergnügliche Leseabenteuer.

Veröffentlicht am 09.10.2025

Freundschaften entstehen manchmal anders als man denkt...

Löwe sucht einen Freund - oder: Ich hab dich zum Fressen gern
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Das Buch hat uns gut gefallen und behandelt eins der wichtigsten Themen: Freundschaften schließen.

Die Geschichte ist witzig und liebevoll erzählt, und der Löwe ist eine Figur, die man schnell ins Herz ...

Das Buch hat uns gut gefallen und behandelt eins der wichtigsten Themen: Freundschaften schließen.

Die Geschichte ist witzig und liebevoll erzählt, und der Löwe ist eine Figur, die man schnell ins Herz schließt – auch wenn er sich beim Freundesuchen nicht sehr geschickt anstellt. Gerade für Kinder im Alter von 4 oder 5 Jahren sind manche seiner „Fehler“ nicht verständlich. Ich musste einige Situationen erklären, zum Beispiel warum lächelnd Zähne zeigen Angst macht. Aber das war völlig okay – Bücher lesen heißt ja auch, gemeinsam darüber zu sprechen und sich auszutauschen.

Die Bilder sind sehr schön gemalt, mit vielen Details und passen gut zur Geschichte. Das Ende ist lustig und herzlich – ein schönes Ende, das zeigt, dass Freundschaften manchmal anders entsteht, als man dachte oder sich erhoffte...

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Veröffentlicht am 10.03.2025

Danke für einen gefühlvollen Trip an die Nordsee

Strandkorbbriefe
7

„Strandkorbbriefe“ aus der Nordsee-Reihe von Marie Merburg ist ein herzerwärmender Roman, der mit einer wunderbaren Mischung aus Romantik, Humor aber auch Tragik überzeugt. Die Geschichte spielt in unserem ...

„Strandkorbbriefe“ aus der Nordsee-Reihe von Marie Merburg ist ein herzerwärmender Roman, der mit einer wunderbaren Mischung aus Romantik, Humor aber auch Tragik überzeugt. Die Geschichte spielt in unserem charmanten Küstenörtchen Greetsiel und erzählt von einem anonymen Liebesbrief, die das Leben von Merle auf den Kopf stellt.
Die Figuren sind, wie immer bei Marie Merburg, liebevoll gezeichnet und bestechen durch ihre Authentizität und Leser kann sich in die Figuren einfühlen (wenn auch nicht immer zu 100%). Besonders Merle wächst einem schnell ans Herz. Ihre Entwicklung im Verlauf der Geschichte ist nachvollziehbar, manchmal natürlich klischeehaft (es ist schließlich eine Geschichte fürs Herz) und berührend. Die zarte Liebesgeschichte wird durch humorvolle Dialoge und feinem Wortwitz ergänzt, was dem Roman eine erfrischende Leichtigkeit verleiht. Gleichzeitig bringen uns die tragischen Nuancen zum Nachdenken.
Marie Merburgs Schreibstil ist lebendig und sie erweckt die Nordseekulisse zum Leben. Die Autorin versteht den Balanceakt zwischen heiteren Szenen und ernsteren Themen. Der Wortwitz sorgte für viele Schmunzler beim Lesen.
Es ist ein wunderbarer Roman für alle, die humorvolle, romantische Geschichten an der deutschen Küste lieben. Die Kombination aus liebenswerten Charakteren, einer charmanten Küstenatmosphäre und einer spannenden Handlung macht das Buch zu einem echten Lesegenuss. Perfekt für entspannte Lesestunden – ob im Strandkorb oder auf dem heimischen Sofa!

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Veröffentlicht am 01.10.2024

was wir nicht reduzieren sollten: die Bücher von K. Günak <3

Wer zu spät kommt, den belohnt das Leben
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Ella macht sich frei von den Konsumgütern (tschüß Tupperdosen), der Mann ist schon weg, die Söhne nun auch selbstständig (also meistens) und die Journalistin nutzt die Chance und "reduziert sich" für ein ...

Ella macht sich frei von den Konsumgütern (tschüß Tupperdosen), der Mann ist schon weg, die Söhne nun auch selbstständig (also meistens) und die Journalistin nutzt die Chance und "reduziert sich" für ein neues Reportage-Format - ja auch hier schlägt der "Reduzier-Hammer" mehr oder weniger zu ;)
In einer Tiny House Siedlung startet sie ihr Leben 2.0 (oder strauchelt sie in ihr Leben 2.0 hinein?) und trifft nicht nur auf liebenswerte Nachbarn, alle mit ihrem eigenen Päckchen, sondern wächst auch an alltäglichen Aufgaben und Herausforderungen.
Die Siedlung wächst zusammen, bzw. wird Ella ein vollwertiges Mitglied dieser und lernt es sich neu zu orientieren.
Hier findet sich das bewundernswerte an diesem Buch. Es ist kein Kitsch (dennoch mit einer Prise (Selbst-)Liebe) aber nah an der Wirklichkeit und man hinterfragt seinen eigenen Standpunkt, die Berge an Konsumgütern, was im Leben eigentlich wirklich einen Wert hat und wie man sein eigenes Glück definiert.

Ich habe die Geschichte sehr genossen (wie eigentlich fast jede von Kristina Günak bisher!) und kann sie jedem nur ans Herz legen...jetzt habe ich aber etwas vor - meine Tupperdosen aussortieren :)

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