Da der Klappentext genug vom Inhalt wiedergibt und ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten möchte, verzichte ich auf eine eigene Zusammenfassung und wende mich sofort meiner Einschätzung zu.
„Inselweihnachten“ ...
Da der Klappentext genug vom Inhalt wiedergibt und ich an dieser Stelle nicht zuviel verraten möchte, verzichte ich auf eine eigene Zusammenfassung und wende mich sofort meiner Einschätzung zu.
„Inselweihnachten“ hat mich positiv überrascht. Ich hätte mir im Vorfeld nicht vorstellen können, dass eine so komplexe, stimmungsvolle und nachdenklich machende Geschichte auf so begrenzter Seitenzahl erzählt werden kann. Doch der Autorin gelingt dieses „Wunder“ auf ganzer Linie.
Es ist eine Geschichte über eine Frau, die an einem Scheideweg steht- soll sie ihre Ehe weiterführen, die sich in einer Krise befindet und sich für die Liebe entscheiden (denn lieben tut sie ihren Ehemann immer noch) oder einen Schlussstrich darunter ziehen. Entscheidungshilfe bietet ihr eine betagte alte Frau, deren Lebens und Liebesgeschichte Finja zum Nachdenken anregt. Untermalt im wahrsten Sinne des Wortes wird der Roman von stimmungsvollen Illustrationen des Malers Ole West und auch die Covergestaltung stach mir positiv ins Auge.
Das Büchlein ist das perfekte Geschenk zu Weihnachten- die Geschichte rührt an, allerdings driftet sie zu keiner Zeit in kitschig schwülstige Gefilde ab und hat mich von Anfang bis Ende bezaubert. Auch der Schreibstil der Autorin ist ansprechend und es gelingt ihr sehr gut, die minimalistisch, weihnachtliche Atmosphäre auf der Insel, dem Leser glaubhaft zu vermitteln.
Absolute Lese und Kaufempfehlung!
Die bisexuelle Cassie hatte einen eher ungewöhnlichen Lebenslauf zu bieten, bis sie Assistentin in der Pathologie wurde. Als junges Mädchen wuchs sie, nach dem angeblichen Unfalltod ihrer Eltern bei der ...
Die bisexuelle Cassie hatte einen eher ungewöhnlichen Lebenslauf zu bieten, bis sie Assistentin in der Pathologie wurde. Als junges Mädchen wuchs sie, nach dem angeblichen Unfalltod ihrer Eltern bei der polnischen Großmutter auf, geriet dann irgendwann auf die schiefe Bahn, nahm Drogen und gehörte für eine Weile der Hausbesetzerszene an, bis sie eines Tages die Lehrerin Mrs. E. kennen lernte, die in Cassie unglaubliches Potential schlummern sah. Sie nahm sich ihrer an und mit deren Hilfe, gelang es der jungen Frau, ein neues, drogenfreies Leben zu beginnen. Sie holte ihr Abi nach und wurde schließlich Assistentin in der Pathologie. Schon immer hatte sie sich für den Tod, in all seinen medizinischen Facetten interessiert, was sie in den Augen von Bekannten und Freunden zu einer Außenseiterin werden ließ. Was jedoch keiner von ihnen ahnte war, dass Cassie in der Lage war, mit den Verstorbenen, gedanklich zu kommunizieren.
Und diese besondere Gabe hilft ihr nun in ihrem Job enorm, wenn es gilt herauszufinden, was zum Tod des zu Untersuchenden, der vor ihr auf dem Seziertisch liegt, geführt hat.
Eines Tages gerät Cassies Leben in Aufruhr, denn ausgerechnet die von ihr sehr verehrte Mrs. E. wird in die Pathologie gebracht. Angeblich sei die Lehrerin in ihrer Badewanne getrunken. Als Cassie den Sohn der Toten kennen lernt, kommt ihr dieser überaus verdächtig vor. Und es scheint zudem dass er mehr Interesse an dem Haus seiner Mutter hat, das er nun erben wird, als an seiner Mutter selbst.
Ihre Zweifel stoßen zunächst auf taube Ohren, da bei der Obduktion nichts Herausragendes gefunden wird. Doch dann verschwindet in einer der folgenden Nächte die Leiche eines alten Mannes aus der Pathologie. Und ausgerechnet Cassie wird verdächtig, weil es ausgerechnet ihr Türschlüssel/Code war, der zuvor am Eingang betätigt wurde.
Die ermittelnde Polizistin, DS Flyte, glaubt, Cassie hätte tatsächlich etwas damit zu tun, so dass beide Frauen zunächst auf Kriegsfuß miteinander stehen. Es gelingt der Pathologieassistentin letztendlich, ihre Unschuld zu beweisen. Und sie ist DS Flyte, in der Suche nach dem verschwundenen Toten und dem Rätsel um ein junges Mädchen, das an einer Drogenüberdosis starb, eine große Hilfe. Als Dank verspricht DS Flyte, den Tod an Mrs. E nochmals genau unter die Lupe zu nehmen. Wurde die Lehrerin tatsächlich ermodert oder starb sie lediglich eines natürliches Todes?
„Tote schweigen nie“, fiel mir zunächst wegen des wunderschönen Buchcovers auf, das zu den schönsten zählt, die mir jemals untergekommen sind. Es liegt zudem gut in der Hand und fühlt sich wunderbar griffig an. Aber man sollte ein Buch ja niemals anhand des Covers beurteilen, oder?
Denn auch der Inhalt kann auf alle Fälle mithalten! Mit der exotischen, bis an die Zähne tätowierten Pathologieassistentin Cassie und der verbissenen DS Flyte, schickt die Autorin A. K.Turner ein eher ungewöhnliches Duo auf Mördersuche. Beide gelten als Außenseiter und lassen nicht gerne andere Menschen an sich heran. Und obwohl sie sich anfangs so gar nicht mögen, ändert sich das im Laufe der Zeit, denn beide sind sehr angetan von den Fähigkeiten des jeweils anderen.
Während DS Flyte eher auf konventionelle Art und Weise ihre Fälle löst, vertraut Cassie eher ihrer Intuition und ihren besonderen Fähigkeiten. Ihre Gabe mag vielleicht schon ein wenig in die paranormale Richtung gehen, doch ist es nicht so, dass dieser Punkt schwer ins Gewicht fällt, so dass dieser Roman auch von Krimilesern verschmökert werden kann, die mit der Geisterwelt etc. nichts anfangen können. Allerdings handelt es sich hier eher um einen ruhigen, aber dennoch packend erzählten Krimi. Wer hier also keine Schlachtplatte erwartet, wird absolut auf seine Kosten kommen.
Und mit Cassies lebenskluger Großmutter, die dazu auch eine hervorragende Köchin ist und
Cassies Kumpel aus alten Drogenzeiten, hat die Autorin dazu sympathische Nebenfiguren geschaffen, die die Krimistory ein bisschen auflockern und humorige Akzente setzen können.
Tote schweigen nie, ist der Auftaktband einer neuen Krimireihe, von der bislang zwei Teile im Original erschienen sind. Die Autorin hat einen eingängigen Schreibstil und hat hier zwei interessante, facettenreiche Hauptfiguren geschaffen, die zwar nicht ganz einfach gestrickt sind, zu denen man aber als Leser trotzdem Zugang finden kann.
Zugegeben, die Autorin wählt eine eher langsame Gangart um ihre Geschichte zu erzählen, das sollte man mögen, bzw. Geduld mitbringen. Ansonsten fand ich, dass sie ihre Story interessant und packend darbieten konnte, so dass ich den Roman praktisch in einem Rutsch gelesen habe. Und nun wünsche ich es mir sehr, dass auch weitere Bände der Reihe erscheinen und übersetzt werden.
Kurz gefasst: Die Pathologieassistentin Cassie und der weibliche Cop DS Flyte- Das Duo Intuition/Akribie löst seinen ersten Fall. Toller, unterhaltsamer Auftaktband zu einer neuen Krimireihe.
1. Teil: Tote schweigen nie
2. Teil: Life Sentence
Sally ist zwar schon etliche Jahre von ihrem Mann Pete ‚Monty’ Montgomery, einem Ex-Cop und jetzigen Privatdetektiv getrennt, doch insgeheim hat sie immer noch nicht ganz mit ihm abgeschlossen. Dennoch ...
Sally ist zwar schon etliche Jahre von ihrem Mann Pete ‚Monty’ Montgomery, einem Ex-Cop und jetzigen Privatdetektiv getrennt, doch insgeheim hat sie immer noch nicht ganz mit ihm abgeschlossen. Dennoch lässt sie sich, nach reiflicher Überlegung, zu einem Wochenendausflug mit ihrem Freund und Nachbarn Frederick Pierson überreden. Frederick gehört zu einer einflussreichen Familie und deren Oberhaupt, Fredericks achtzigjähriger Vater, zieht in der Firma immer noch alle wichtigen Fäden. Dennoch hat sich der Patriarch bereits Hilfe geholt von seinem Sohn und seinen Enkeln Blake und James. Während Blake wohl einst der Nachfolger seines Großvaters werden wird in der Firma, ist James nebenbei ein überaus erfolgreicher Reiter und trainiert sogar für Olympia.
Als Sally nach dem ersten gemeinsamen Tag in der abgelegenen Hütte, zu einem Spaziergang aufbricht, ahnt sie noch nicht, dass sie Frederick bei ihrer Rückkehr nicht mehr lebend antreffen wird.
Ausgepowert durchschreitet sie die Eingangstür und wird hinterrücks niedergeschlagen. Als sie wieder zu sich kommt, brennt die Hütte bereits lichterloh. Mit letzter Kraft kann sie sich noch nach draußen retten, doch für Frederick kommt sowieso jede Hilfe zu spät, da er zuvor ermordet wurde.
Da sie fürchtet, dass es der Killer womöglich auch auf sie abgesehen haben könnte, flieht sie vom Tatort und kontaktiert, als sie sich in Sicherheit befindet, ihren Ex-Mann Pete.
Pete stimmt ihrer Befürchtung zu und lässt sie von einem guten Freund abholen, der sie für eine Weile beherbergen soll.
Währenddessen stürzt er sich mit der üblichen Portion Verbissenheit in die Suche nach Fredericks Mörder. Denn er weiß genau, dass die Cops auch Sally im Visier haben, als mögliche Täterin.
Unterstützung erhält er von einer seiner Töchter, einer Tierärztin, die er auf Blake und James ansetzt. Und der Plan geht auf. Beide Männer buhlen schon bald um ihre Aufmerksamkeit. Doch wird sich einer von ihnen verraten, falls er der Täter ist?
Ich entdeckte „Angsttage“ von Andrea Kane, beim Stöbern in der Weltbildfiliale im Ort. Und da ich gerne mal einen spannenden Romantic Suspense lese, konnte ich, nach dem Lesen des interessant klingenden Klappentextes, auch nicht wirklich widerstehen.
Doch würde der Inhalt auch halten können, was der Klappentext mir zuvor suggerierte?
Die Autorin legt durchaus einen bildhaften Schreibstil an den Tag und die Detektivarbeit wird akribisch durchdacht dargeboten. Leider gibt es auch ein gewaltiges „aber“. Die Story wird dermaßen abgeklärt und routiniert erzählt, dass man sich, als Leser, stets außen vor fühlt. Sicher, die Familie Montgomery hat Potential, doch deren Unterhaltungen, deren Miteinander wirken ein bisschen so, wie man es aus vielen 0 8 15 US-Actionfilmen bereits zuhauf kennt. Genauso empfand ich die Liebeszenen, die nach dem üblichen Muster abgespult werden. Sie lesen sich, als habe die Autorin lediglich typische Floskeln miteinander verbunden und wirken dermaßen steril und lieblos erzählt, dass sie total langweilen.
Dazu sind sämtliche Akteure entweder schön, steinreich oder beides. Überraschungsmomente gibt es so gut wie gar nicht. Und obwohl man diesen Romantic Suspense gut weglesen kann, sticht er aus seiner Durchschnittlichkeit zu keinem Zeitpunkt hervor. Ich denke nicht, dass ich dem zweiten Teil der Reihe eine weitere Chance einräumen werde. 2.5 von 5 Punkten.
Sarahs größter Traum war es immer, in Yale zu studieren. Und da ihre Eltern finanziell gut situiert sind, konnte sie zunächst ihren Traum auch verwirklichen. Doch dann die Wende! Sarahs Vater soll Geld ...
Sarahs größter Traum war es immer, in Yale zu studieren. Und da ihre Eltern finanziell gut situiert sind, konnte sie zunächst ihren Traum auch verwirklichen. Doch dann die Wende! Sarahs Vater soll Geld von Anlegern veruntreut haben und es steht im Raum, dass er sogar für mindestens fünf Jahre in Gefängnis gehen muss. Kurz darauf erklärt Ihr der Direktor, dass er hofft, dass sie von selbst beschließt, das neue Semester nicht mehr in Yale anzutreten und die Medien stürzen sich mit einem derartigen Feuereifer auf den Skandal, dass ihre Eltern entscheiden, Sarah für eine Weile zu ihrer Tante und ihrem Onkel nach Green Valley zu schicken, damit sie aus der Schusslinie ist.
Und obwohl die Umstände schlechter nicht sein könnten, freut sich Sarah einerseits auf die Zwangspause, denn sie war schon als Kind gerne in den Ferien auf der Farm ihrer Verwandten.
Dort angekommen, wird sie von ihrem Cousin Will und dessen Freundin Izzy gleich mitgenommen in die Bar von Izzys Bruder. Und dort trifft sie auch erneut aus dem attraktiven Grayson, der ihr bereits in einem Laden für Trecking und Angelausrüstung aufgefallen war. Grayson ist ein echter Naturbursche und beide haben einen direkten Draht zueinander.
Doch Sarah hat in Yale einen Freund…
Ich gebe es zu, ich war schon ziemlich traurig, dass mit dem fünften Band der Green Valley Love Reihe New Chances, alles zu Ende sein sollte. Umso größer war meine Freude, als ich dieses wunderschöne Büchlein hier entdeckte, dass zwar nur eine Kurzgeschichte ist, aber uns Leser dennoch, selbst wenn es nur für einen kurzen Augenblick sein mag, nochmals ins „Green Valley Universum“ zurückschickt. Im Fokus des Geschehens stehen Sarah, die Cousine von Will, dessen Story in New Promises erzählt wurde und Grayson, der einen Bärenangriff überlebte und eine Stadtlegende ist. Die Entwicklung der Liebesgeschichte wirkt, aufgrund der Tatsache dass die Geschichte lediglich 92 Seiten umfasst, ein wenig im Zeitraffer erzählt und ich finde, die Story hätte auch das Potential für einen dickeren Roman gehabt. Dazu sind Sarah und Grayson zwei sympathische Romanfiguren, die man schnell in sein Leserherz schließen kann. Außerdem gibt es zumindest ein Wiederlesen mit Will und Izzy, über das ich mich sehr gefreut habe. Nun stellt sich die Frage, hätte man diese Short Story gebraucht? Eigentlich nicht, doch ich fand sie dennoch sehr süß und romantisch erzählt.
Kurz gefasst: Sarah und Grayson- eine süße, romantische Love Story und Kurzgeschichte aus dem Green Valley Love Universum.
Green Valley Love Reihe:
1. Teil: New Beginnings
2. Teil: New Promises
3. Teil: New Dreams
4. Teil: New Horizons
5. Teil: New Chances
5.5 Teil: Find me in Green Valley
Bente ist verheiratet mit Daniel. Beide haben eine gemeinsame Tochter und könnten eigentlich glücklich sein. Eigentlich, denn im Laufe der Jahre wurde Bente immer unzufriedener in ihrer Ehe. Als der attraktive ...
Bente ist verheiratet mit Daniel. Beide haben eine gemeinsame Tochter und könnten eigentlich glücklich sein. Eigentlich, denn im Laufe der Jahre wurde Bente immer unzufriedener in ihrer Ehe. Als der attraktive Arbeitskollege Tom in ihr Leben tritt, fühlt sie sich zunächst geschmeichelt ob seiner Aufmerksamkeit und sie fühlt sich hin und hergerissen. Soll sie sich auf eine neue Liebe einlassen oder bei Daniel bleiben? Zunächst entscheidet sie sich dazu, Daniel reinen Wein einzuschenken, doch obwohl nichts zwischen Bente und Tom gelaufen ist, reagiert Daniel geschockt und verletzt.
Um den Kopf frei zu bekommen und sich begreiflich zu machen was sie wirklich will, entscheidet sich Bente für eine Auszeit und macht sich auf gen Langeoog. Dort hat sie das Glück, obwohl ihre Reise so kurzfristig war, beim knorrigen Insulaner Jan-Hauke unterzukommen, der ein echtes Urgestein ist.
Als er seiner Freundin Amelie am Morgen beim gemeinsamen Frühstücken von Bente erzählt, wird diese neugierig, denn sie vermutet, dass Bente ein ähnliches Schicksal auf die Insel getrieben hat, wie einst sie.
Als Amelie Bente am nächsten Tag beim Spaziergang auf dem Friedhof trifft, wo diese das Grab von Lale Andersen besichtigen will, kommen beide ins Gespräch. Und auch Bente ist neugierig auf die todkranke Frau und ihre Geschichte. Beide freunden sich an und verbringen Zeit miteinander. So zeigt Amelie ihrer neuen Freundin etwa die reiche Vogelwelt ihrer Insel. Und da das Thema Amelies Steckenpferd ist; besonders die Nonnengänse haben es ihr angetan, gibt es viel Wissenswertes zu erfahren.
Doch obwohl Bente ihren Aufenthalt auf der Insel und das Runterkommen genießt, weiß sie immer noch nicht, wie es mit Daniel und ihr weitergehen soll. Kann Amelie ihr helfen?
Mit „Der Zug der Nonnengänse“, beschreitet die bekannte Autorin Regine Kölpin, neue schriftstellerische und vor allem persönliche und ernstere Pfade. Grund genug diesen Roman unter einem anderen Pseudonym zu schreiben.
Im aktuellen Roman, erzählt sie also als Franka Michels die Geschichte einer berührenden Frauenfreundschaft. Auf den ersten Blick scheinen Bente und die forsche Amelie nicht viel gemeinsam zu haben. Doch je mehr man über ihren familiären Hintergrund erfährt, begreift man, dass sich beide viel zu geben haben. Während Bente an einem Scheideweg in ihrem Leben steht, hat Amelie schon fast mit ihrem Leben abgeschlossen. Sie weiß, dass sie aufgrund einer schweren Krankheit nicht mehr allzu lange auf Erden weilen wird und hofft inständig, weil die Nonnengänse, die jedes Jahr im Sommer auf die Insel kommen, ihr aus persönlichen Gründen besonders viel bedeuten, dass sie zumindest in diesem Jahr noch deren Ankunft miterleben darf. Was es mit Amelie und ihren Nonnengänsen auf sich hat, erfährt man natürlich auch etwas später.
Ich fand, dass es der Autorin wunderbar gelungen ist, Flora und Fauna der Insel stimmungsvoll und mitreißend einzufangen. Zudem hat sie mit den beiden Frauen Hauptfiguren geschaffen, die viel Tiefe aufweisen, was sich auch in ihren intensiven Gesprächen miteinander widerspiegelt. Zugegeben, es ist keine luftige Unterhaltungslektüre. Wer also lediglich auf der Suche danach ist, greift hier zum falschen Buch. Thematisch ist es halt, trotz Amelies locker flockiger, manchmal auch ruppiger Art mit ihrem Sterben umzugehen, keine leichte Kost. Wer das weiß und sich darauf einlassen kann, wird aber definitiv belohnt, mit vielen lebensklugen Gedankengängen, die zum Nachdenken anregen. Mich hat „Der Zug der Nonnengänse“ sehr angerührt und ich habe, besonders gegen Ende des Romans einige Tränen geweint. Ich fand, dass die Symbiose zwischen Inselroman und Selbstfindungsstory perfekt gelungen ist. Und dass es ein Roman ist der Mut macht, in Bezug auf das Loslassen, Vergebung und dem Tod.
Kurz gefasst: Sehr tiefschürfender, berührender Roman über eine Frauenfreundschaft und die Facetten des Lebens.