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Harakiri

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2018

Schööön

Vielleicht ist es ja Liebe
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Ein Buch zum Träumen, auch wenn es teilweise eher zum Weinen ist 
Isabelle bekommt von einer Bekannten ein unmoralisches Angebot: sie soll deren Vater verführen, so dass dieser nicht die verhasste Stiefmutter ...

Ein Buch zum Träumen, auch wenn es teilweise eher zum Weinen ist 
Isabelle bekommt von einer Bekannten ein unmoralisches Angebot: sie soll deren Vater verführen, so dass dieser nicht die verhasste Stiefmutter in Spe heiratet. Aus Verzweiflung nimmt Isabelle dieses Angebot an und weißt nicht, in welche Schwierigkeiten sie sich damit begibt.
Hach, wie schön zu lesen! Isabelle hatte gleich nach der ersten Schulstunde mit Nicolas meine Sympathie. Der Kleine macht es ihr nun wirklich nicht leicht, aber Isabelle gibt nicht auf und dringt letztendlich zu ihm vor. Herrlich fand ich auch ihre spitze Zunge, die ihr selbst immer wieder im Weg stand.
Befremdlich fand ich, dass die Schwiegermutter ihren Schwiegersohn mit Sie anredet, aber das sollte wohl die feinen Herrschaften betonen, die sich dann als doch nicht so fein herausstellten. Die Oma auf der Vespa hatte nun auch so gar nichts Hochherrschaftliches mehr. Oder Zoe mit ihren ausgeleierten Shirts.
Vareilles Schreibstil ist locker-leicht und die Geschichte hat mich begeistert. Keine flache Liebesgeschichte, die eh schon vorhersehbar ist, à la armes Mäuschen angelt sich Millionär, nein, für mich hatte die Story Tiefgang und Esprit. Auch wenn manche Dinge etwas fragwürdig erschienen und nicht so recht zur Handlung passten.
Fazit: wie titelt die Zeitschrift „Elle“ ? „Das perfekte Buch für ein Sommerwochenende im Liegestuhl“. Dem ist nichts hinzuzufügen!

Veröffentlicht am 07.06.2018

Rea in Paris

Palace of Silk - Die Verräterin
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Rea ist endlich wieder mit ihrem Bruder Liam vereint. Die beiden leben in Paris und versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Denn in Paris herrscht noch kein Berührungsverbot. Doch dann erfährt Rea, ...

Rea ist endlich wieder mit ihrem Bruder Liam vereint. Die beiden leben in Paris und versuchen, sich ein neues Leben aufzubauen. Denn in Paris herrscht noch kein Berührungsverbot. Doch dann erfährt Rea, dass Prinz Robin nach Paris kommen wird, der vor kurzem ihr Herz gebrochen hat. Als sie als Leibwächterin für Ninon an den Hof gerufen wird, kommt sie einer Verschwörung auf den Grund. Und ihre Liebe zu Liam bricht wieder auf.
Ein mittlerer Teil einer Trilogie ist immer etwas schwierig. Der einführende 1. Teil und der abschließende 3. Band sind meist spannend. Auch hier fand ich die Handlung teilweise etwas langgezogen. Die Story schließt fast nahtlos an den 1. Band an und ich hatte nur leichte Probleme, wieder in die Handlung zu finden. Zum Glück ist der letzte Band noch nicht so lange her, dass man alles vergessen konnte. Der Prinz soll Ninon den Hof machen, was Rea tief verstört, aber Ninon ist ja eine gute Freundin und so können sich Liam und Rea wieder näher kommen. Allerdings fand ich die Handlung hier etwas unlogisch, weil die beiden so oft gemeinsam verschwinden konnten – und niemand misstrauisch wurde.
Die Figur der Mätresse des Königs hat mir – im Nachhinein – sehr gut gefallen. Birgt sie doch am Ende noch eine spannende Wendung. Und die Charaktere Blanc, Rene und Comte haben mir auch sehr gefallen mit ihrer emotionalen Art und ihrer etwas anderen Liebesgeschichte. Nun bin ich gespannt, welche Überraschungen Band 3 noch für uns in petto hat.
Fazit: teilweise etwas zäh, aber wieder sehr lesenswert und eine gute Überleitung für Band 3.

Veröffentlicht am 04.06.2018

Er kann es besser

Das Atelier in Paris
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Eigentlich ja eine zauberhafte Idee: Madeline und Gaspard treffen durch einen Buchungsfehler in einem kleinen Apartement in Paris aufeinander. Die beiden sind sich spinnefeind, machen sich aber zusammen ...

Eigentlich ja eine zauberhafte Idee: Madeline und Gaspard treffen durch einen Buchungsfehler in einem kleinen Apartement in Paris aufeinander. Die beiden sind sich spinnefeind, machen sich aber zusammen auf die Suche nach den letzten Bildern des Malers, in dessen Atelier sie gerade wohnen.
Allerdings hat mir die Umsetzung des Buches nicht so sehr gefallen, wie die anderen Bücher von Musso. Mir hat der Zauber gefehlt, der Flair von Paris und ein wenig Romantik. Denn Madeline und Gaspard sind eigentlich nur am Zoffen. Das macht auch das Ende etwas gewöhnungsbedürftig. Zudem gab es viel Wissen rund ums Malen und Farben, was mir teilweise schon etwas zu viel und zu hoch war.
Als die beiden herausfinden, dass ein entführtes Kind eventuell noch leben könnte, gehen sie weiter auf die Suche und die war dann auch schön spannend. Allerdings war das ganze Buch auch etwas verworren, weil Madeline und Gaspard auf unterschiedliche Art die Geschichte angingen und jeder dann einen Teil herausfand und das dann erst zusammengesetzt werden musste.
Normalerweise bin ich ein großer Fan von Guillaume Musso, ich mag seine magischen Bücher, aber hier fand ich mich nicht so gut aufgehoben wie sonst.

Veröffentlicht am 04.06.2018

kein einfaches Buch

Das Paar aus Haus Nr. 9
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Als Sara und Neil neue Nachbarn bekommen, sind sie begeistert. Denn Louise und Gavin sind alles andere als Spießer. Als Künstler genießen sie ihr Leben und scheren sich nicht um Konventionen. Sie umgeben ...

Als Sara und Neil neue Nachbarn bekommen, sind sie begeistert. Denn Louise und Gavin sind alles andere als Spießer. Als Künstler genießen sie ihr Leben und scheren sich nicht um Konventionen. Sie umgeben sich mit lauter Promis und für Sara ist das ein Traum. Immer wieder hinterfragt sie ihr Leben und fühlt sich auch zu Gavin hingezogen. Doch immer mehr vereinnahmt Louise Sara, um ihr eigenes, kapriziöses Leben zu leben. Absichtlich oder ist es einfach ihre Art?
Sara fand ich von Anfang an sympathisch. Allerdings wollte ich ihr immer wieder einmal zurufen, doch nicht so naiv zu sein und sich von Louise alles gefallen zu lassen. Was wie eine nette Freundschaft beginnt, driftet immer mehr ab. Sara fühlt sich ausgenutzt und Felicity Everett gelingt es sehr gut, den Leser mitfühlen zu lassen. Ihre Charakterstudien haben mir gut gefallen. Auch ihre Schreibweise ist sehr anschaulich und mitreißend, wenn auch das Buch eher einen ernsten Hintergrund hat.
Sehr gut gefallen hat mir auch Carole, die nicht aufgibt und zu Sara steht.
Es ist sehr viel Stoff im Buch verwoben. Freundschaft, Streit, Vernachlässigung, Betrug und damit muss man als Leser erst einmal klar kommen. Aber ich fand die Darstellung sehr realistisch, fühlte mich nie, als wäre die Story übertrieben. Im Gegenteil: sie könnte sich so oder ähnlich in jedem Land, jeder Stadt, jeder Straße abspielen.
Fazit: im Prinzip kein einfaches Buch, aber sehr lesenswert.

Veröffentlicht am 03.06.2018

Auch ohne Donner lesenswert

Der Augenmacher
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Wieder ein Krimi aus Elias Hallers Feder, der zu fesseln versteht. Bereits der Prolog ist blutig und stimmt auf das folgende Buch ein.
Eine Frauenleiche wird gefunden – ohne Augen und auch sonst grausam ...

Wieder ein Krimi aus Elias Hallers Feder, der zu fesseln versteht. Bereits der Prolog ist blutig und stimmt auf das folgende Buch ein.
Eine Frauenleiche wird gefunden – ohne Augen und auch sonst grausam verstümmelt. Weitere Frauen verschwinden und Polizeihauptkommissarin Klara Frost bekommt perfide Nachrichten. Sie weiß bald nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Dann taucht mit Oberkommissar Fitz aus München ein weiterer Ermittler ins Geschehen ein. Er sucht seine verschwundene Nichte, und die passt genau ins Schema des Augenmachers.
Dies ist Klara Frosts erster Fall, aber es sollen weitere folgen. Ich bin gespannt, ob auch Kommissar Fitz wieder mitmischen darf, denn die beiden waren ein gutes Team. Ein gutes Team waren aber auch Klara und ihr Freund. Die Schlagabtäusche der beiden haben mich begeistert. Auch der Fall war gut aufgezogen und dass die Ermittler erst einmal im Dunklen tappen war auch sehr realistisch. Der Täter vollführt eine wahre Schnitzeljagd mit den beiden. Und wie bei Haller üblich darf auch ein Exkurs in die Literatur nicht fehlen.
Fazit: guter Fall, gute Ermittler, gutes Buch