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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.02.2026

Die Pflegekraft

Schlangengrube
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Bark möchte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag mit einer Freundin erleben, als er zu einem neuen Fall gerufen wird. In einem abgebrannten Kino wird eine Leiche gefunden. Ist es der vor 38 Jahren verschwundene ...

Bark möchte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag mit einer Freundin erleben, als er zu einem neuen Fall gerufen wird. In einem abgebrannten Kino wird eine Leiche gefunden. Ist es der vor 38 Jahren verschwundene Matthias? Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse und bei einem Empfang sterben einige der Gäste.

Kein einfacher Fall für Kommissar Bark und sein Team. Und dann sind da noch die privaten Probleme und seine Affäre mit Mia. Die Idee mit dem Anschlag und wie er ausgeführt wurde, finde ich genial. Und durch die Kapitel „Die Pflegekraft“ in das Hirn des Täters/der Täterin einzutauchen und seine/ihre Motivation und Gedanken zu verstehen, war großes Kino.

Zwischendurch hat das Buch ein paar kleinere Längen, weil es so auf der Stelle tritt, aber das wird durch das furiose Finale wieder wettgemacht. Wechselnde Sichtweisen in den Kapiteln sorgen für zusätzliche Spannung.

Ich mag auch das ausgewogene Verhältnis von Privatleben und Fall sehr gerne. Jansson gibt ihren Charakteren Leben, macht sie nahbar und zugänglich und das ist so besonders an den Benthien-Krimis. Mittlerweile 6 gibt es und ich habe alle sehr gerne gelesen und freue mich jedes Mal auf den nächsten Band. Man kann diese Krimis unabhängig voneinander lesen, jeder Fall ist abgeschlossen, aber mehr Spaß macht es, sie hintereinander zu lesen. „Schlangengrube“ endet mit einem kleinen Cliffhanger, denn Mia hat noch einiges zu verbergen – und auf die Auflösung (vielleicht im nächsten Band) bin ich schon sehr gespannt.

Fazit: Lebendige Charaktere, ein Fall, der es in sich hat und so noch nie da war und eine tolle Schreibweise zeichnen den neuen Krimi von Anna Jansson aus.

Veröffentlicht am 30.01.2026

Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Ein neuer Thriller von Arno Strobel? Muss ich haben.

Mit „Ungelöst“ startet der Autor eine neue Reihe, die sich um Cold Cases dreht. Doch zuerst muss Kommissar Ramin Brunner noch einen aktuellen Fall ...

Ein neuer Thriller von Arno Strobel? Muss ich haben.

Mit „Ungelöst“ startet der Autor eine neue Reihe, die sich um Cold Cases dreht. Doch zuerst muss Kommissar Ramin Brunner noch einen aktuellen Fall lösen: das Verschwinden einer Frau sowie eines kleinen Mädchens.

Die Schatten der Vergangenheit werfen lange Schatten. Mit dieser Tatsache konfrontiert ist es alles andere als einfach, den Fall zu lösen. Hilfe bekommt Ramin von Medizinstudentin Luisa, die über ein eidetisches Gedächtnis verfügt.

Strobel baut seinen Fall langsam auf, führt die neuen Charaktere behutsam ein und macht sie nahbar. Das führt dazu, dass die Handlung etwas braucht, bis sie den Leser richtig mitreißt. Aber dann entwickelt sich schnell ein Mahlstrom, der nicht mehr loslässt.

Ein wenig konstruiert war die Entführung Luisas, wobei ich die Idee dahinter eigentlich auch mal erfrischend neu fand. Der Täter spielt Katz- und Maus mit den Nerven der Ermittler und mit denen des Lesers. Dies führt unweigerlich dazu, dass man sich beim Lesen beim Spekulieren und Miträtseln ertappt.

Fazit: Eine Reihe, die ich gewiss weiterverfolgen werde.

Veröffentlicht am 10.01.2026

Podcast-Ermittlungen

Hörst du den Schrei?
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Matilde hört zufällig den Podcast von Markus Heger über das Verschwinden der kleinen Leah. Dass das 15 Jahre her ist, stört sie nicht. Sie ist neugierig und beginnt, auf eigene Faust nachzuforschen. Als ...

Matilde hört zufällig den Podcast von Markus Heger über das Verschwinden der kleinen Leah. Dass das 15 Jahre her ist, stört sie nicht. Sie ist neugierig und beginnt, auf eigene Faust nachzuforschen. Als Matilde verschwindet, sieht sich Markus dazu gezwungen,
dem Rätsel auf die Sprünge zu kommen. Er bekommt dazu etwas unkonventionelle Hilfe.

Tolle Charaktere und eine solide aufgebaute Handlung zeichnen diesen Krimi aus. Kurze Kapitel und viel wörtliche Rede sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen und ich habe das Buch an einem Stück durchgesuchtet. Das Ende ist sehr überraschend, was mir sehr gut gefallen hat.

Dadurch, dass Heger an vielen Stellen seinen Podcast einspricht, wird die Handlung sehr transparent und anschaulich und ich war beim Lesen quasi live dabei. Auch die Ausflüge in die Vergangenheit bringen ein wenig Licht ins Dunkle der Handlung.

„Hörst du den Schrei“ ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe, die ich gerne weiterverfolgen werde.

Fazit: Wenn zwei megaerfolgreiche Schriftsteller sich zusammentun, um ein gemeinsames Werk zu schaffen, dann kann das ja nur großartig werden.

Veröffentlicht am 20.12.2025

Tolle Dystopie

To Cage a Wild Bird
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Endlich mal wieder eine gute Dystopie lesen – und ich wurde bei „To cage a wild bird“ fündig.
Tolle Charaktere, eine rasante Handlung und eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Diese Dinge machen den Debutroman ...

Endlich mal wieder eine gute Dystopie lesen – und ich wurde bei „To cage a wild bird“ fündig.
Tolle Charaktere, eine rasante Handlung und eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Diese Dinge machen den Debutroman der Autorin aus. Bereits auf den ersten Seiten ist man gefangen und mag das Buch nicht aus der Hand legen. Kleinere Logikfehler (wie können sich die Charaktere immer so unbeobachtet im Gefängnis aufhalten? – und wie schafft es jemand, gewisse Gegenstände in selbiges zu bringen?) stören nicht weiter beim Genuss der Lektüre. Ich habe mich sehr wohlgefühlt und fiebere jetzt dem zweiten Band entgegen.
Fazit: eine tolle Handlung, sehr gut geschrieben. Weiter so!

Veröffentlicht am 27.11.2025

Ein besonderes Leseerlebnis

Tod zur Teestunde
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Ein neuer Atticus Pünd ist immer ein Grund zur Freude. Ich muss mich zwar immer erst ein wenig einlesen, weil die Sprache etwas britisch eingefärbt ist, aber wenn ich mich mal eingelesen habe, dann kann ...

Ein neuer Atticus Pünd ist immer ein Grund zur Freude. Ich muss mich zwar immer erst ein wenig einlesen, weil die Sprache etwas britisch eingefärbt ist, aber wenn ich mich mal eingelesen habe, dann kann ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Das Buch ist wie eine Babuschka-Puppe: ein Buch im Buch im Buch. Herrlich. Herrlich finde ich auch die Art, wie Horowitz seinen Fall aufbaut. Ein Buch löst einen Mordfall, der 20 Jahre zurückliegt.

Die Mischung aus klassischem Whodunit und der Buch-in-Buch-Szenerie macht den besonderen Charme des Buches aus. Obendrauf kommt noch der schwarze Humor des Autors und seine versteckten Rätsel, die er aber meisterhaft aufklärt. Besonders erwähnt seien hier die Anagramme: ein herrlicher Spaß. Zudem hat mich die Suche nach den „Buchzwillingen“ begeistert. Einfach meisterhaft aufgebaut und zusammengesetzt.
Horowitz‘ Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und lebendig und niemals langatmig. Die Spannung zieht sich konstant durch das gesamte Buch und die etwas düstere Atmosphäre, die durch die Szenerie in der alten Villa entsteht, sorgen zusätzlich für ein besonderes Leseerlebnis.

Fazit: Das Buch ist ein sehr unterhaltsamer, clever aufgebauter Krimi, der einfach Spaß macht zu lesen.