Profilbild von Hermione27

Hermione27

Lesejury Star
offline

Hermione27 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hermione27 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.03.2020

Schöner romantischer Schmöker – hebt die Laune

Hin und nicht weg
0

Anabel kommt eher durch Zufall von Berlin nach Neuberg und ist mit ihren Tätowierungen und ihren selbstbewussten Auftreten in der Tierarztpraxis bei Rob erstmal ein Exot.
Doch es gefällt ihr zunehmend ...

Anabel kommt eher durch Zufall von Berlin nach Neuberg und ist mit ihren Tätowierungen und ihren selbstbewussten Auftreten in der Tierarztpraxis bei Rob erstmal ein Exot.
Doch es gefällt ihr zunehmend und auch sie und Rob kommen sich näher…


Meine Meinung:
Ich hatte schon den ersten Teil dieser Reihe gerne gelesen und habe mich daher auf das neue Buch schon sehr gefreut. In der Tat wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht.
Von Anfang an war ich wieder in der Handlung, habe mich über ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus Neuberg sehr gefreut und gleichzeitig die neue Protagonistin Anabel gerne kennengelernt.

Dank des flüssigen Schreibstils und der gelungen angelegten romantischen Handlung konnte ich mich beim Lesen richtig gut entspannen. Das Buch war zugleich stimmungsaufhellend und beruhigend, weil ich beim Lesen des Öfteren vor mich hin schmunzeln musste.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Anabel und von Rob erzählt, was das Ganze sehr lebendig macht. Beide waren mir gleich sympathisch und es hat mir sehr gut gefallen, dass sie sich gegenseitig gut tun und jeder sich durch den anderen weiterentwickelt.

Ganz reizend fand ich auch die Tierarztgeschichten, wobei die „Gastauftritte“ von Lesern und ihren Tieren (samt Foto im Umschlag) meines Erachtens sehr gelungen dargestellt waren.


Fazit:
Das Buch macht einfach gute Laune und hat meine Erwartungen an eine schöne romantische Geschichte zum Wegträumen voll erfüllt. Genau das Richtige in diesen Zeiten, wo wegen der Corona-Krise so viel Positives wegfällt…!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2020

Episoden einer Kindheit und Jugend – fast poetisch erzählt

Rosie
0

Die berühmte Schriftstellerin Rose Tremain beschreibt episodenhaft Szenen aus ihrer Kindheit und Jugend.
In ihrer Familie hat sie wenig Liebe erfahren, aber zum Glück gibt es das Kindermädchen „Nan“, ...

Die berühmte Schriftstellerin Rose Tremain beschreibt episodenhaft Szenen aus ihrer Kindheit und Jugend.
In ihrer Familie hat sie wenig Liebe erfahren, aber zum Glück gibt es das Kindermädchen „Nan“, das dies kompensiert.
So berichtet Rose von ihrer Familie, den Sommern mit ihrer Schwester und Cousins im Sommerhaus der Großeltern, ihrer Zeit im Internat…
Abgerundet wird die Erzählung durch Fotos der Schriftstellerin / ihrer Familie.


Meine Meinung:
Das Buch ist sehr ungewöhnlich erzählt, weil die Autorin es nicht chronologisch aufgebaut hat, sondern verschiedene thematische Episoden aneinanderreiht.
Besonders gut gefallen hat mir die poetische Erzählweise, die zugleich sehr klar und schonungslos rüberkommt. Ich fand es erstaunlich, wie reflektiert und distanziert sie über ihr eigenes Leben schreiben konnte.

Gelungen fand ich auch die eingestreuten Fotos, denn so konnte man sich die Personen viel besser vorstellen.

So sehr mir auch die Erzählweise und der Aufbau gefallen hat, so sehr fehlte mir allerdings auch der rote Faden bzw. der Gesamtzusammenhang. Für mich hatte das Buch keine richtig konsistente Botschaft; ich weiß immer noch nicht genau, was ich daraus für mich mitnehme.


Fazit:
Ich sehe bei diesem Buch sehr positive, aber auch weniger überzeugende Aspekte. Ich vergebe 3,5 Sterne, weil ich den Aufbau und die Erzählweise so schön fand. Für eine bessere Bewertung fehlt mir die Konsistenz und die Botschaft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Spannende Lebensgeschichte einer komplexen Heldin zwischen Musik und Liebe

Die Diva
0

Der Roman erzählt die Geschichte von Maria Callas, der berühmtesten Opernsängerin ihrer Zeit, und ihrer Liebe zu Aristoteles Onassis, dem superreichen Reeder.
Wie auch schon die anderen Romane dieser ...

Der Roman erzählt die Geschichte von Maria Callas, der berühmtesten Opernsängerin ihrer Zeit, und ihrer Liebe zu Aristoteles Onassis, dem superreichen Reeder.
Wie auch schon die anderen Romane dieser Reihe beschäftigt sich die Geschichte mit starken Frauen zwischen Kunst und Liebe.
Maria Callas ist mit Battista Meneghini verheiratet, als sie Aristoteles Onassis im Rahmen einer Galaveranstaltung kennenlernt und er sie zu einer Kreuzfahrt auf seiner Yacht, der Christina, einlädt.


Meine Meinung:
Der Roman über Maria Callas, der natürlich auf wahren Tatsachen beruht, zeichnet sich durch einen Wechsel der zeitlichen Perspektive aus. Es gibt große Abschnitte, die zu Beginn der Beziehung mit Ari Onassis spielen, und solche, die sich 10 Jahre später darum drehen, wie er Jackie Kennedy kennenlernt.
Zu Beginn haben mich die Perspektivwechsel etwas verwirrt und ich musste mich beim Lesen sehr konzentrieren und ganz genau darauf achten, welche Jahreszahl für das entsprechende Kapitel angegeben war. Das hat sich aber im Laufe der Zeit sehr gut gegeben und ich fand den Aufbau mit den verschiedenen zeitlichen Perspektiven im Wechsel sehr gelungen.
Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und es genossen, verschiedene Facetten des komplexen Charakters von Maria Callas kennenzulernen. Sie war offenbar wirklich eine sehr schillernde Persönlichkeit, die mit eigenen Unsicherheiten zu kämpfen hatte und aufgrund der Einflüsse ihrer Eltern stark geprägt war.
Darüber hinaus fand ich es interessant, mehr über die Zeit, in der Maria Callas und Ari Onassis gelebt haben, zu erfahren und mit welchen Berühmtheiten sie Umgang hatten. So fand ich die kurzen Auftritte von Winston Churchill mit seinem trockenen englischen Humor zum Beispiel sehr gelungen.


Fazit:
Der Roman hat mir wieder wie auch schon die meisten anderen Bücher dieser Reihe gut gefallen und mir interessante und spannende Lesestunden beschert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.03.2020

Warmherziges Kinderbuch zu einem wichtigen Thema, aber ohne erhobenen Zeigefinger

Das Delfinmädchen
0

Marie ist nicht sehr begeistert, als ihre Eltern über ihren Kopf hinweg entscheiden, dass sie nach Spanien auswandern und ihr geordnetes Leben in Deutschland eintauschen gegen eines auf einer kleinen Insel ...

Marie ist nicht sehr begeistert, als ihre Eltern über ihren Kopf hinweg entscheiden, dass sie nach Spanien auswandern und ihr geordnetes Leben in Deutschland eintauschen gegen eines auf einer kleinen Insel voller Gefahren. Denn Marie ist mehr als vorsichtig und hat vor allem Angst. Doch dann lernt sie die mutige Carlotta Pilar kennen und freundet sich mit ihr an. In einer geheimen Bucht beobachten sie Delfine; doch eines Tages sind sie weg und scheinen in Gefahr zu sein. Muss Marie nun über ihren Schatten springen?


Meine Meinung:
Das Kinderbuch „Das Delfinmädchen“ hat mir schon aufgrund des sehr ansprechenden Covers gut gefallen und ich war sehr angetan, dass es auch sonst sehr liebevoll gestaltet ist. Die Illustrationen sind sehr gelungen und unterstreichen das Leseerlebnis auf die beste Art und Weise.
Offiziell ist das Buch für Kinder ab 9 Jahren empfohlen. Meines Erachtens kann man es aber auch schon mit jüngeren Kindern gemeinsam lesen oder kleineren Kindern vorlesen. Auch als Erwachsene hatte ich selbst Freude daran.
Gut gefallen hat mir die eingängige und warmherzige Schreibweise. Die kleine Marie mit ihren Ängsten und ihrer Übervorsichtigkeit war mir sehr sympathisch. Während sie anfangs wirklich vor allem Angst hat – ob vor giftigen Tieren, Sonnenbrand oder Krankheiten, so entwickelt sie sich doch im Laufe der Handlung weiter, ohne dass es übertrieben wäre. Sehr schön fand ich, dass ihre neue Freundin Carlotta Pilar ihr Mut macht und Marie daher ihre Angst überwinden kann, wenn es darauf ankommt.
So ganz nebenbei wird man für den Schutz der Meere und der Meeresbewohner, hier der Delfine, sensibilisiert. Dabei kommt das Buch nicht mit „erhobenem Zeigefinger“ daher, sondern bringt das Thema ganz natürlich im Rahmen der Geschichte rüber.
Sehr gut finde ich, dass mit dem Kauf jeden Buches auch eine Spende an den NABU erfolgt! So tut man nebenbei noch etwas Gutes, wenn man das Buch kauft. Für mich ist das insgesamt eine runde Sache.


Fazit:
Dieses tolle Kinderbuch zu dem wichtigen Thema „Schutz der Meere und der Meeresbewohner“ kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Wir werden sicherlich noch lange Freude an der Geschichte haben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2020

Eine ganz besondere Liebesgeschichte mit einer speziellen Protagonistin

Annika Rose und die Logik der Liebe
0

Annika Rose ist sehr speziell. Ihre Eltern haben sie von der Schule genommen und zu Hause unterrichtet, nachdem sie von den anderen Schülern gehänselt wurde. Als sie zur Uni kommt, hilft ihre Mitbewohnerin ...

Annika Rose ist sehr speziell. Ihre Eltern haben sie von der Schule genommen und zu Hause unterrichtet, nachdem sie von den anderen Schülern gehänselt wurde. Als sie zur Uni kommt, hilft ihre Mitbewohnerin ihr, im „normalen“ Leben klarzukommen. Im Schachklub trifft sie Jonathan, der es toll findet, dass sie ihn so nimmt, wie er ist. Doch ihre Beziehung hält nicht. Hat ihre Liebe noch eine Chance, als sie sich nach 10 Jahren zufällig wiedertreffen?


Meine Meinung:
Der Roman ist gut aufgebaut, da die Kapitel aus unterschiedlichen Sichten (Annikas und Jonathans) in verschiedenen zeitlichen Perspektiven geschrieben sind. Man erfährt nach und nach, wie Annika „tickt“ und welche Strategien sie entwickelt hat, um ihren Alltag zu meistern, obwohl sie z.B. keine Ironie versteht und die Mimik ihrer Mitmenschen nicht entziffern kann.
Vor allem am Ende hat mich die Geschichte sehr berührt, da Jonathan Dinge erlebt, die einem sehr nahe gehen.
Dank der flüssigen Schreibweise kann man die Geschichte schnell lesen und verfolgen, allerdings fühlte ich mich durchgehend etwas bedrückt. Es ist eben keine fröhliche heitere Geschichte, sondern eher eine, die zum Nachdenken anregt.


Fazit:
Grundsätzlich hat es mir gut gefallen, dass mit diesem Roman eine etwas andere Liebesgeschichte vorgelegt wird, die abseits vom Mainstream mit einer etwas anderen Protagonistin aufwartet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere