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Veröffentlicht am 11.12.2019

Zauberhaft gestaltet, Rezepte allerdings nicht immer praktikabel umsetzbar

Weihnachten in Amsterdam
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Ivette van Boven bringt in ihrem Kochbuch diverse Weihnachtsrezepte aus dem winterlichen Amsterdam in verschiedenen Kategorien wie zum Beispiel Frühstück, Getränke und Cocktails, Knabbereien, Gemüse, Hauptspeisen, ...

Ivette van Boven bringt in ihrem Kochbuch diverse Weihnachtsrezepte aus dem winterlichen Amsterdam in verschiedenen Kategorien wie zum Beispiel Frühstück, Getränke und Cocktails, Knabbereien, Gemüse, Hauptspeisen, Desserts. Alle werden begleitet von großen Fotos.
Zum Schluss schließlich stellt sie die verschiedenen Gerichte aus ihrem Buch zu Menüverschlägen zusammen.


Meine Meinung:
Das Kochbuch ist mir durch die hochwertige und zauberhafte Gestaltung direkt aufgefallen. Es macht durch die vielen großformatigen Fotos, die nicht nur die Speisen, sondern auch das weihnachtlich geschmückte Amsterdam und die Autorin zeigen, richtig Lust auf Weihnachten. Allein das Stöbern in dem sehr wertigen Buch hat mir schon viel Spaß gemacht.

Ich habe bereits einige Rezepte aus den unterschiedlichsten Kapiteln ausprobiert. Einige waren recht einfach nachzumachen, die meisten jedoch ziemlich aufwändig. Es ist nicht für jedes Rezept ganz leicht, alle passenden Zutaten zu bekommen. Außerdem fand ich manche Rezepte zwar lecker, aber nicht sehr weihnachtlich.
Die Menüvorschläge für Weihnachten sind auch sehr, sehr umfangreich und sehr zeitaufwändig nachzukochen.

Insgesamt fand ich die Beschreibungen alle sehr gut verständlich und gut durchdacht. Die Brioche-Schnecken waren zwar aufwändig zu machen, aber sie sind dank der guten Erläuterungen im Rezept sehr gut gelungen und haben sehr gut geschmeckt. Auch den Rotkohl mit Birnen fand ich sehr gelungen. Den werde ich sicherlich noch mehrfach kochen.
Am besten gefallen hat mir das Rezept für weihnachtliche Zimtnüsse mit Thymian. Diese sind sehr gut gelungen und wirklich lecker.


Fazit:
Bezüglich dieses Buch bin ich ein wenig hin- und hergerissen. Zum einen gefällt mir die wunderschöne Aufmachung und ich habe auch einige neue schöne Rezepte kennengelernt, zum anderen finde ich aber sehr viele der Gerichte sehr aufwändig und zu außergewöhnlich auch in Bezug auf die Zutaten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Gestaltung
  • Rezepte
Veröffentlicht am 08.12.2019

Wunderschön gestaltetes, atmosphärisches Buch, das mich inhaltlich allerdings nicht komplett überzeugen konnte

Das Labyrinth des Fauns
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Eine Prinzessin lebte in einem unterirdischen Reich ohne Schmerz. Doch es wurde ihr zu langweilig und sie entwischte in die Welt der Menschen, wo sie von nun an lebte. Doch ihr Vater wusste, dass ihre ...

Eine Prinzessin lebte in einem unterirdischen Reich ohne Schmerz. Doch es wurde ihr zu langweilig und sie entwischte in die Welt der Menschen, wo sie von nun an lebte. Doch ihr Vater wusste, dass ihre Seele unsterblich ist und sie eines Tages zurückkehren würde…


Meine Meinung:
Das Buch ist wirklich ganz zauberhaft gestaltet, was man nicht nur an dem märchenhaften Umschlag sieht, sondern auch an vielen ganzseitigen Zeichnungen.
Die Handlung an sich wird auch sehr märchenhaft erzählt, allerdings auch sehr sprunghaft und in Fragmenten. Es wechseln sich die Handlung der „Prinzessin“ in der Menschenwelt (1944 in Spanien) ab mit verschiedenen Märchen rund um eine Hexe Roccio. Insgesamt ist die Handlung sehr grausam, brutal und blutrünstig.
Von Gefühlen oder dem Innenleben der handelnden Personen bekommt man wenig mit, ebenso gibt es keinen sehr stringenten Spannungsbogen bzw. nur einen sehr „dünnen“ roten Faden.
Ich hatte mir grundsätzlich mehr von dem Buch versprochen, da ich die Bücher von Cornelia Funke sonst sehr gerne lese und gerade auch aufgrund der hochwertigen und wunderschönen Machart des Romans mehr erwartet hatte.


Fazit:
Ich denke, dass das Thema nach dem Film nicht sehr glücklich gewählt war und die schwierige Umsetzung nicht zu einem optimalen Ergebnis geführt hat. Insgesamt war mir der Roman leider zu wenig zusammenhängend, so dass ich in gar keinen richtigen Lesefluss gekommen bin…

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2019

Stimmige und tiefgründige Weiterentwicklung zu „P.S. Ich liebe Dich“

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Etwa sieben Jahre nach dem Tod ihres Mannes Gerry wird Holly, die inzwischen einen neuen Partner gefunden hat, durch den „P.S. Ich liebe Dich“-Club wieder in die Vergangenheit katapultiert. Einige Menschen ...

Etwa sieben Jahre nach dem Tod ihres Mannes Gerry wird Holly, die inzwischen einen neuen Partner gefunden hat, durch den „P.S. Ich liebe Dich“-Club wieder in die Vergangenheit katapultiert. Einige Menschen mit lebensbedrohlichen Krankheiten möchten – wie Gerry – ihren Liebsten Briefe hinterlassen und sie bitten Holly um Hilfe. Holly kann sich nicht so recht entscheiden, ob es ihr selbst eher schaden oder guttun würde, die Mitglieder des „Clubs“ zu unterstützen…


Meine Meinung:
Ich war erst etwas unsicher, ob die Fortsetzung an das ursprüngliche Buch „P.S. Ich liebe Dich“ herankommen würde, denn dies hatte mir sehr gut gefallen und es hat mich emotional sehr berührt. Selten habe ich bei einem Buch so viel geweint…
Es überwog dann aber bei mir die Vorfreude auf ein Wiedersehen mit Holly Kennedy und ein neues Buch von Cecelia Ahern, die eine meiner Lieblingsautorinnen ist. Meine Freude wurde nicht enttäuscht, denn es war wirklich sehr schön, in die neue Geschichte der sieben Jahre älteren und deutlich reiferen Holly einzutauchen. Und die Geschichte bekam durch die Idee des „P.S. Ich liebe Dich“-Clubs einen ganz anderen Anstrich und sie gewann nochmal deutlich an Tiefe hinzu.
Der Schreibstil war wieder wie gewohnt fesselnd und einfach nur schön zu lesen und ich habe mich an vielen Dingen, die ich aus „P.S. Ich liebe Dich“ wiederentdeckt habe, erfreut. Besonders gelungen fand ich die Dialoge, die mir noch etwas besser gefallen haben als Hollys verschiedene innere Monologe. Holly hat sich in den sieben Jahren nach Gerrys Tod stark weiterentwickelt, aber beachtlich ist auch ihre weitere Entwicklung durch den Club und die anderen todkranken Menschen, denen sie begegnet. Es sind tolle Geschichten, die auch über die „Nebenfiguren“ erzählt werden.
Grundsätzlich sollte ich nicht verschweigen, dass auch dieses Buch mit berührt und emotional mitgenommen hat.


Fazit:
Diese Fortsetzung ist sehr gelungen umgesetzt und man merkt, dass es sich dabei um ein Herzensprojekt der Autorin handelt. Auch sie ist in den letzten Jahren seit dem Erscheinen von „P.S. Ich liebe Dich“ sehr gereift und kann einer Geschichte nochmal mehr Tiefe und Lebenserfahrung geben.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.11.2019

Herrlich unterhaltsam, witzig und mit viel Urlaubsflair

Mit Oma in Roma
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Oma Inge möchte mit einer Gruppe aus ihrer Kirchengemeinde nach Rom fahren, um den Papst zu sehen, als ihr Begleiter krank ausfällt. Kurzerhand beschließt sie, auf eigene Faust mit dem Zug nach Rom zu ...

Oma Inge möchte mit einer Gruppe aus ihrer Kirchengemeinde nach Rom fahren, um den Papst zu sehen, als ihr Begleiter krank ausfällt. Kurzerhand beschließt sie, auf eigene Faust mit dem Zug nach Rom zu fahren, denn das Leben ist schließlich viel zu kurz.
Aufgrund eines Missverständnisses heften sich ihre Enkelin Nina und ihre Tochter Heike an ihre Fersen und versuchen sie in Rom ausfindig zu machen. Und schon beginnt ein spannender und unterhaltsamer Road Trip durch Italien…


Meine Meinung:
Ich war von den Büchern von Tessa Hennig aufgrund ihres unnachahmlichen Humors schon total begeistert; dieses war mein erstes Hörbuch zu einem Roman der Autorin. Und ich muss sagen, dass ich von dem Hörbuch mindestens genauso begeistert bin!
Die Sprecherin liest nämlich die Handlung so wunderbar lebendig und mit ebenso viel Humor, wie Hennigs Romane geschrieben sind.

Die Handlung wird aus den verschiedenen Perspektiven von Inge, Heike und Nina erzählt, was das Ganze total lebendig macht. Trotzdem war es mir aber auch bei dem Hörbuch gut möglich, den Überblick zu behalten – vor allem auch dank der sehr gelungenen Vortragsweise der Sprecherin, die den Figuren auch leicht unterschiedliche Stimmfarben verleiht.

Die drei Frauen sind total unterschiedlich, aber toll gezeichnet und haben alle ihr Päckchen zu tragen – insbesondere in ihren Beziehungen untereinander und zueinander. Das bringt viel Abwechslung und schönen Sprengstoff in die Geschichte.
Daher hat die Handlung auch einen wunderbaren Spannungsbogen, der mich richtig gefesselt hat und mich dazu gebracht hat, der Geschichte immer weiter zu lauschen.

Sehr gut gefallen hat mir auch, dass man sich beim Hören wirklich nach Italien versetzt fühlte – ob Rom, Pompeji oder Ischia, ich habe richtiges Fernweh (oder „Italiensehnsucht“) bekommen!
Und da die Autorin auch so herrlich mit Klischees spielt, musste ich an vielen Stellen schmunzeln.


Fazit:
Ich kann das Hörbuch wirklich jedem nur wärmstens empfehlen, denn es hat mich sooo gut unterhalten und dabei so manche Stunde im Stau absolut versüßt! Eine tolle unterhaltsame Geschichte und toll gelesen – bitte viel, viel mehr davon!

Veröffentlicht am 21.11.2019

Hat stark angefangen, dann aber auch stark nachgelassen

Die Altruisten
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Arthur Alter muss vielleicht sein Haus aufgeben, weil er seinen Job verloren und es sich nicht mehr leisten kann. Seine Kinder haben nach dem Tod seiner Frau von ihr Anteile eines Fonds geerbt, so dass ...

Arthur Alter muss vielleicht sein Haus aufgeben, weil er seinen Job verloren und es sich nicht mehr leisten kann. Seine Kinder haben nach dem Tod seiner Frau von ihr Anteile eines Fonds geerbt, so dass Arthur auf die Idee kommt, die beiden – die er seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat – einzuladen und um Geld zu bitten.
So beginnt ein skurriles Zusammentreffen in einer besonderen Familie.


Meine Meinung:
Am Anfang war ich vom Erzählstil des Autors total begeistert und fand die handelnden Figuren total vielschichtig angelegt. Ich hätte mich in das Buch wirklich reinlegen können, weil es mir so gut gefallen hat.
Die Personen waren zwar skurril, aber ich habe durchaus Entwicklungspotential in ihnen gesehen.
Darüber hinaus hat mir sehr gut gefallen, wie amerikanische Besonderheiten im Lebensstil, der Denkweise oder auch in besonderen lokalen Beschreibungen gut rüberkam.

Allerdings ging der Autor im Laufe der Erzählung immer weiter ins Detail, immer weiter in die Vergangenheit der Protagonisten und warf dabei immer mehr (zum Teil langweilige) seitliche Handlungsstränge auf.
Daher war ich gegen Ende des Buches davon ein wenig genervt, zumal mir auch die Entwicklung der Personen nicht wirklich gut gefallen hat und sie immer unsympathischer wurden.


Fazit:
Meines Erachtens hätte der Handlung ein klarer roter Faden und ein besserer Spannungsbogen samt einer nachvollziehbaren Entwicklung gut getan. So kann ich es leider aus meiner Sicht nicht uneingeschränkt empfehlen.