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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.05.2025

Wo ist Dana?

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Das leuchtende Cover mit dem schwarzen Seitenschnitten fällt sofort ins Auge. Dies ist der dritte Band um die beiden Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski. Gleich die ersten Seiten haben mich in ihren ...

Das leuchtende Cover mit dem schwarzen Seitenschnitten fällt sofort ins Auge. Dies ist der dritte Band um die beiden Ermittler Art Mayer und Nele Tschaikowski. Gleich die ersten Seiten haben mich in ihren Bann gezogen. Das Buch besteht aus drei Teilen, mit kurzen Kapiteln und flüssigem Schreibstiel. Die Geschichte wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Einmal aus Sicht der 18jährigen Dana, deren 6 jähriger Stiefbruder damals spurlos verschwand und einmal in der Gegenwart als Art und Nele sich auf die Suche nach Dana machen, die seit ca. 18 Monaten nicht wieder auftauchte.
Art hat das 8 jährige Nachbarmädchen Milla in sein Herz geschlossen. Da die Demenz der Oma immer schlimmer wird, versucht er ihre Mutter Dana zu finden. Aber alle Versuche laufen ins Leere. Irgend etwas wird in dieser Angelegenheit vertuscht. Nele der in der Babypause die Decke auf den Kopf fällt will ihm bei der Suche helfen. Dann erhält er einen anonymen Hinweis und in einer ehemaligen Wohnwagen Siedlung, in der noch der alte Wohnwagen von Danas Eltern steht, finden sie die Leiche eines hochrangigen Berliner Richters. Und er ist nicht der einzige Tote. Und dann ist auch noch Milla verschwunden.
Die detaillierten Beschreibungen der Schauplätze lässt die Geschichte sehr lebendig werden. Der geschickte Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hält die Spannung hoch. Falsche Fährten sorgen für eine überraschende Auflösung. Die Charaktere der Protogonisten kommen gut rüber. Art als der Typ harte Schale weicher Kern, Nele und er ergänzen sich prima.
Am Schluss blieben für mich noch einige Fragen offen, da muss ich wohl auf den 4. Band der Reihe warten. Diesen kann ich zu 100% empfehlen, hat er mich doch super unterhalten und mir spannende Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 18.05.2025

Das Sterben hat begonnen

Aschesommer
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Dies ist der zweite Fall um die Ermittler Gruppe 4 (serielle Straftaten), um die beiden Leiter Mia Weiß und Jakob Kroth. Sie werden von vier weiteren Spezialisten unterstützt. Cover und Titel passen sehr ...

Dies ist der zweite Fall um die Ermittler Gruppe 4 (serielle Straftaten), um die beiden Leiter Mia Weiß und Jakob Kroth. Sie werden von vier weiteren Spezialisten unterstützt. Cover und Titel passen sehr gut zur Geschichte, die im Zeitraum von 5 Tagen erzählt wird. Der angenehme und flüssige Schreibstiel hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Cliffhanger am Ende eines Kapitels hielten die Spannung hoch. Wechselnde Handlungsstränge und Perspektivwechsel sorgten für Einblicke in die Gedankenwelt der Ermittler, Opfer und Täter.
Es geschehen Morde, um die fünf großen Sterben der Weltgeschichte, Eis, Luft, Feuer, Wasser, Staub. Bei den Opfern findet man den mit Asche geschriebenen Spruch "Das Sterben hat begonnen". Alle Fäden laufen bei Jan-Christian Bode, ehemaliger Professor der Erdgeschichte, verurteilt wegen dreifachen Mordes zusammen. Doch der befindet sich seit Jahren in Weilersgrund, einer Klinik für forensische Psychiatrie.
Sämtliches Können der einzelnen Ermittler um die Gruppe 4 ist hier gefragt, um schneller zu sein, als der wahnsinnige Täter. Wieder haben die Leser es mit einer kranken und gestörten Persönlichkeit zu tun. Die Idee und die Umsetzung der Morde hat schon was, darauf muss man erst einmal kommen. Die Charaktere der Protagonisten wurden sehr detailliert dargestellt, mit ihren Geheimnissen, Ecken und Kanten.
Für mich ein super spannender Thriller, der den Begriff verdient, mit einem nicht vorhersehbarem Ende, der mir tolle Lesestunden beschert hat. Für Leute die nicht zimperlich sind, kann ich ihn nur empfehlen. Ich freue mich schon auf den hoffentlich bald erscheinenden dritten Teil.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Terroranschlag im Wahlkampf

Echokammer
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Von hexelilli

Durch das schwarzgelbe Cover und die gelben Seitenschnitte, fiel mir das Buch sofort ins Auge. Dies ist der Auftakt einer Thriller Trilogie mit den beiden Ermittlern Benjamin und Tong. Die ...

Von hexelilli

Durch das schwarzgelbe Cover und die gelben Seitenschnitte, fiel mir das Buch sofort ins Auge. Dies ist der Auftakt einer Thriller Trilogie mit den beiden Ermittlern Benjamin und Tong. Die Geschichte besteht aus drei Teilen, mit kurzen, flüssigen Kapiteln. Sie spielt in Norwegen und wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Sie beginnt 35 Tage vor der Parlamentswahl und erzählt vom Wahlkampf. dem Streben nach Macht, teils mit unsauberen Mitteln. Jens Meidel juristischer Berater von Christina Nilsen, Spitzenkandidatin der Arbeiterpartei gerät zwischen die Fronten. Wie weit wird er gehen, um bei diesem schmutzigen Spiel mitzumachen? Gleichzeitig wird die PST (Antiterroreinheit) auf den Plan gerufen. Es soll einen Giftanschlag von rechtsnationalen Extremisten geben. Liselott Benjamin und der zurückgeholte Terrorexperte Martin Tang versuchen fieberhaft den Anschlag zu verhindern. Erst nach zwei Dritteln des Buches wird die Geschichte zusammen geführt und die Spannung steigt bis zum Finale. Die Seiten um die Parlamentswahl fand ich zeitweilig etwas langatmig und für einen Thriller zu wenig Spannung. Der Handlungsstrang mit dem Terroranschlag und die Jagd auf die Terroristen war da entschieden spannender. Sie verlor jedes Mal an Tempo, wenn die Geschichte umschwenkte.
Gut hat mir Martin Tang gefallen, ein Mann der sich nicht verbiegen ließ. Mit seiner Kollegin Liselott bildet er ein tolles Team. Sie passen gut zusammen und ergänzen sich perfekt. Einige Ermittlungen hätte ich mir komplexer gewünscht.
Alles in allem ein guter Politthriller, mit einem aktuellen Thema, ich bin gespannt auf die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 03.05.2025

Einer für alle, alle für einen

Um jeden Preis
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Kaum vorstellbar, dass dieser Roman nach eine wahren Geschichte erzählt wurde. Was die Familie Groß da erlebte löste bei mir ziemliche Emotionen aus. Die Wolgadeutschen leben seit vielen Jahren in der ...

Kaum vorstellbar, dass dieser Roman nach eine wahren Geschichte erzählt wurde. Was die Familie Groß da erlebte löste bei mir ziemliche Emotionen aus. Die Wolgadeutschen leben seit vielen Jahren in der Ukraine und betreiben eine kleine Landwirtschaft. Da beschließt Stalin das Volk auszuhungern. Drei Kinder der Familie sterben und die Familie flüchtet nach Ausbruch des Krieges vor den Russen. Aber es gibt kein Entrinnen. Der Vater muss noch Soldat werden und Lydia wird mit 16 Jahren mit Mutter und vier Geschwistern nach Sibirien verschleppt. 50 Grad Minus, kaum Nahrung und warme Kleidung, dazu harte körperliche Arbeit. Die ältere Schwester Katja überlebt die Strapazen nicht. Um einen Ernährer mehr für die Familie zu haben, geht sie eine Zweckehe ein, aus der acht Kinder hervor gehen, von denen 6 überleben. Lydia denkt immer an die Worte des Vaters zusammenbleiben, einer für alle, alle für einen, Sie verliert nie die Hoffnung eines Tages in das Land ihrer Vorfahren zu gelangen.. Endlich nach 35 Jahren und 28 Ausreiseanträgen wird ihnen das gestattet.. Mich hat die Geschichte lange beschäftigt und nachgewirkt. Trotz all dem Leid und Elend, die Familie vertraut auf Gott und hält fest zusammen. Lydia steht wie eine Löwenmutter für ihre Kinder ein, sie liebt sie mit jeder Faser ihres Herzens. Sie schimpft nie und wird auch von ihren Kindern heiß und innig geliebt. Sie versuchen so gut es geht die Mutter zu unterstützen, die Älteren sind für die Jüngeren da, es gibt nie Streit, auch ohne Spielsachen sind sie zufrieden, obwohl die Eltern den ganzen Tag arbeiten. und die Wohnung nur aus 2 Zimmern besteht. Der Schreibstiel ist einfach und lässt sich trotz der über 500 Seiten schnell lesen. Detailreiche Schilderungen bringen einen mitten ins Geschehen. Die Personen werden sehr lebendig beschrieben. Das Buch hat mir sehr gut gefallen, eine lesenswerte Geschichte mit geschichtlichem Hintergrund, die mir sicher noch lange in Erinnerung bleibt..

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Der lange Abschied

Die Garnett Girls
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Wer an Hand des Covers und des Titels einen leicht lockeren Familienroman erwartet, wird bald eines besseren belehrt. Es ist eher ein Familiendrama. ...

Wer an Hand des Covers und des Titels einen leicht lockeren Familienroman erwartet, wird bald eines besseren belehrt. Es ist eher ein Familiendrama. Mit 16 Jahren verlässt Margo ihr Elternhaus um mit ihrer großen Liebe Richard zu leben, dieser ist Alkoholiker. Sie bekommen drei Töchter, Rachel, Imogen und Sasha. Als die jüngste 4 Jahre alt ist, verlässt der Vater seine Familie. Margo verfällt in Depressionen und verlässt fast ein Jahr nicht mehr ihr Schlafzimmer. Gemeinsam mit ihrer Tante Alice kümmert sich die 11jährige Rachel um ihre Mutter und Geschwister. Später als die Mädchen längs erwachsen sind, hält Margo noch immer ihre schützende Hand über sie. Sie versucht deren Leben zu steuern, die Kinder versuchen alles um es der Mutter recht zu machen. Nur über die Vergangenheit wird nie gesprochen, dabei hat jeder sein Trauma erlitten.

Die Geschichte wird in wechselnden Handlungssträngen in Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Wut und Schmerz spiegeln sich auch nach Jahren in den Frauen wieder, sie sind ziemlich in ihren Beziehungen gestört. Die Vergangenheit wird zwar totgeschwiegen, aber trotzdem hält Margo an alten Traditionen fest, indem sie mit ständig wechselnden Liebhabern, Familie und Freunden in ihrem Cottage auf der Isle of Withe Feste und Saufgelage feiert. Die ewige Trinkerei fand ich fast abstoßend, zu den Protagonisten konnte ich so gar keine Beziehung aufbauen, die Nebenfiguren blieben blass und fahl. Viele Szenen wurden angerissen und dann nicht weiter vertieft. Irgend wie fehlte der rote Faden, der Alles schlüssig verknüpfte. Den Schreibstiel fand ich auch nur ok, teilweise verwirrend. Das Familiengeheimnis habe ich auch nicht als solches empfunden. Aus der Geschichte hätte man mehr machen können, mich hat sie leider nicht so gefesselt.

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