Wie ein orientalisches Märchen
Heart of Night and FireZum Inhalt:
Zarya ist seit ihrer Kindheit durch einen Zauber an einem kleinen Ort gefangen. Row zieht sie auf und lehrt sie, wie man kämpft. Ihre dürftigen magischen Fähigkeiten darf sie aber nicht nutzen. ...
Zum Inhalt:
Zarya ist seit ihrer Kindheit durch einen Zauber an einem kleinen Ort gefangen. Row zieht sie auf und lehrt sie, wie man kämpft. Ihre dürftigen magischen Fähigkeiten darf sie aber nicht nutzen. Als Row eines Tages nicht mehr nach Hause kommt, verschwindet auch der Zauber, so dass Zarya fliehen kann. Schließlich gelangt sie zu einer Stadt, die Nacht für Nacht von verschiedenen Dämonen belagert und attackiert wird. Um zu helfen, schließt sie sich dem Kommandanten Vikram und seiner Armee an. Über ihre Fähigkeiten schweigt sie aber vorerst. Die beiden kommen sich näher, doch Vikram ist ein bluttrinkender Unsterblicher mit eigenen Geheimnissen...
Meine Leseerfahrung:
Neugierig war ich bei diesem Auftakt auf die Umsetzung des indisch-orientalischen Settings. Außerdem sind viele beliebte Tropes wie Enemies to Lovers, Found Family und Grumpy x Sunshine Freundschaft gebündelt zu finden, weswegen ich beschlossen habe, dieser neuen Fantasy-Reihe eine Chance zu geben. Ich wurde nicht enttäuscht, das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen. Es hat mich direkt an ein Buch aus meiner Kindheit erinnert, in dem orientalische Märchen aus verschiedenen Kulturen zusammengefasst waren. Die Geschichten enthielten so viele unterschiedliche magische Wesen, dass ich mir die Namen kaum merken konnte. Und so habe ich mich auch mit "Heart of Night and Fire" gefühlt.
Zwar gibt es am Ende des Buches ein Glossar über die Orte und die magischen Wesen, die einzelnen Figuren werden aber nicht aufgezählt. Auch fehlte mir ein Verzeichnis oder zumindest Kurzinfo via Fußnoten über indische Begriffe, wenn es zB um die Kleidung geht. Da diese recht oft vorkommen, habe ich sie diesmal auch gar nicht erst nachgeschlagen, um den Lesefluss nicht zu stören.
Die Story selbst ist nämlich sehr spannend und actionreich. Eine geheimnisvolle Seuche breitet sich im Land aus, Dämonen scheinen zu mutieren und greifen auch tagsüber an, alle fürchten sich vor einer seltenen Art von Magie und Zaryas Vergangenheit ist mehr als nebulös. Bei all der Spannung sind auch noch die Charaktere sehr facettenreich und authentisch. Insbesondere Zarya gefällt mir sehr gut, da sie sich aus ihrer Unerfahrenheit heraus zu einer starken Heldin entwickelt und auch bei zwischenmenschlichen Beziehungen stets die Oberhand hat. Sie ist eine Kämpferin durch und durch und hat noch so viel Potential, das sich sicherlich in den weiteren Bänden der Reihe weiter entfalten wird.
Während man noch über die indisch-mythologische Fantasywelt von Tuli staunt, wird man ganz subtil in ein Beziehungsdrama reingezogen, dessen Ausgang mich zu meiner Überraschung tatsächlich stark interessiert hat. Normalerweise bin ich kein Fan von Liebesgeschichten. Hier ist sie aber absolut passend, um Zaryas Entwicklung voranzutreiben. Der Love-Interest ist hier übrigens im ersten Band nicht völlig entschlüsselt, was zusätzlich zum Weiterlesen anspornt.
Mich hat der Auftakt zur Nachtfeuer-Quartett-Reihe auf jeden Fall gepackt und ich werde ganz sicher auch die folgenden Bände lesen.
Fazit:
"Heart of Night and Fire" von Nisha J. Tuli vereint indische Mythologie und Slowburn Romance auf eine sehr spannende Art und Weise. Es ist eine Geschichte über eine starke Heldin mit besonderen Fähigkeiten und einem großen Herzen!