Cover-Bild Nuria
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: TULIPAN
  • Genre: Kinder & Jugend / Kinderbücher
  • Seitenzahl: 176
  • Ersterscheinung: 26.03.2025
  • ISBN: 9783864296376
Sigrid Zeevaert

Nuria

ein Kinderroman ab 8 Jahren über Selbstvertrauen und die Kraft, sich - gegen andere zu behaupten
Eleanor Sommer (Illustrator)

Flussabenteuer meets Familienkrise

Im hektischen Alltag der Eltern ist kaum Platz für die achtjährige Nuria. Sie bemüht sich, nicht anzuecken, auch wenn immer wieder was schief läuft. Und so stimmt sie zu, die Ferien bei ihrer eigensinnigen Oma zu verbringen, die sie seit langem nicht gesehen hat, während ihre Eltern mit einem Urlaub zu zweit ihre Ehe retten wollen.

Völlig überraschend nimmt Oma Ella Nuria mit auf ihren alten Lastenkahn, um einen Auftrag zu erledigen. Und so beginnt eine abenteuerliche Reise den Fluss entlang. Auch wenn alles fremd für Nuria ist, ist sie entschlossen, sich zu bewähren. Und ihrer Oma, die ihr nichts zutraut, die Stirn zu bieten. Als ein Unwetter den Kahn in Not bringt, ist Nurias Gelegenheit gekommen, zu beweisen, wozu sie fähig ist.

Ein Buch über Mut und Selbstbestimmung, die Begegnung mit der Natur und das Miteinander der Generationen.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.06.2025

Eine Geschichte übers Mutigsein

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Zum Inhalt:
Nuria ist ein achtjähriges Mädchen mit berufstätigen Eltern, die immerzu beschäftigt sind. Als sie merken, dass das Familienleben, insbesondere die Ehe, darunter leidet, beschließen Mama und ...

Zum Inhalt:
Nuria ist ein achtjähriges Mädchen mit berufstätigen Eltern, die immerzu beschäftigt sind. Als sie merken, dass das Familienleben, insbesondere die Ehe, darunter leidet, beschließen Mama und Papa in den Ferien auf eine Reise ans Meer zu fahren. Nuria soll in dieser Zeit zu ihrer eigenwilligen Oma Ella, zu der sie eigentlich seit Langem keinen Kontakt mehr haben. Die hat wiederum kurzfristig einen Auftrag bekommen und muss eine Ladung Sand mit ihrem Lastenkahn überbringen. Damit beginnt für Nuria ein kleines Abenteuer mit Höhen und Tiefen...


Meine Leseerfahrung:
Der Grund, warum ich unbedingt dieses Buch mit meinen Kindern lesen wollte, ist der Titel. Nuria ist nämlich der Name meiner Mutter und für mich ist sie die mutigste und stärkste Frau in meinem Leben. Da passt es ganz besonders, dass die Geschichte von Nuria vom Mutigsein und Selbstbestimmung handelt.

Als Mutter habe ich das Buch sicherlich ganz anders wahrgenommen als meine Kinder. Mir bereitete bereits die familiäre Situation, in der Nuria steckt, Bauchschmerzen. Dass die Eltern ohne sie in den Urlaub starten, ist vielleicht noch nachvollziehbar, weil sie eine Zeit in Zweisamkeit brauchen. Aber das Kind bei der Großmutter abzugeben, obwohl man kaum noch Kontakt mit ihr hat, zeigt eigentlich schon, dass die Erwachsenen deutliche Probleme haben und nicht einmal in der Lage sind, ihren Alltagsstress zu bewältigen. Nuria ist die Leidtragende und muss nun lernen, auch mal allein zu sein. Dann kommt sie auch noch zu einer schwierigen Person, die ohnehin nicht glücklich darüber ist, den Babysitter zu spielen. Und wieder einmal fühlt sich Nuria ungewollt. Die Zeit auf dem Kahn ist auch nicht einfach. Alles läuft schief, was schief laufen kann. Und die Beziehung zu Oma Ella wird einfach nicht besser. Denn die alte Dame ist nicht besonders großmütterlich, geschweige denn liebevoll. Sie hat kaum noch Geduld übrig für Nurias Unbeholfenheit Doch alles ändert sich, als Nuria auflehnt und ihren eigenen Weg geht.

Die Geschichte wird in einer kindgerechten Sprache erzählt und ist sehr realitätsnah und generationenübergreifend, so dass jede/r Leser/in, ob groß oder klein, sich womöglich darin wiederfindet. Das Buch ist nicht nur lehrreich, sondern auch ermutigend, und hat sicherlich auch einen pädagogischen Wert. Zeevaert zeigt ein beeindruckendes Gespür für kindliche Gedankengänge und gibt der jungen Leserschaft mit ihren ganz eigenen Bedürfnissen eine Stimme, die gehört werden muss.

Gut finde ich persönlich zudem, dass das Buch auf mehrere Kapitel unterteilt ist, die nicht allzu lang sind. Unser Großer war nämlich zuerst skeptisch bei den vielen Seiten, aber die Kürze der Kapitel animiert letztendlich doch zum Lesen. Abgerundet wird das Buch mit schön gestalteten Illustrationen in schwarzweiß, die ansprechend wirken.


Fazit:
"Nuria" von Sigrid Zeevaert ermutigt kleine Leser/innen, sich Herausforderungen zu stellen und eigenständig zu handeln, und macht gleichzeitig Erwachsene auf die kindlichen Sorgen und Ängste aufmerksam. Ein kleines Juwel im Kinderbuchregal!

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein Buch über Mut und Selbstbestimmung.

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Das Cover des Buches gefällt mir sehr. Ich mag die Zeichnung von Nuria, sie wirkt entspannt und glücklich. Auch der Hintergrund ist passend gestaltet und das Schiff "Madame" hat eine wichtige Bedeutung ...

Das Cover des Buches gefällt mir sehr. Ich mag die Zeichnung von Nuria, sie wirkt entspannt und glücklich. Auch der Hintergrund ist passend gestaltet und das Schiff "Madame" hat eine wichtige Bedeutung in der Geschichte.

Die achtjährige Nuria ist tief traurig. Sie soll die Ferien bei ihrer Oma Ella verbringen, da ihre Eltern einen Urlaub am Meer machen möchten um ihre Beziehung zu retten. Nuria ist überhaupt nicht glücklich, sie hat keine guten Erinnerungen an Oma Ella. Aber Nuria möchte es gerne allen Recht machen und so beginnen ihre Ferien auf dem Lastenkahn "Madame" , Hund Charly und Vogel Elvira. Oma Ella hat einen Auftrag zu erfüllen und eigentlich keine Lust die Verantwortung für ihre Enkelin zu übernehmen. Es passieren einige Missgeschicke und Nuria muss zu sich selbst finden und Mut schöpfen. Kann ihr das gelingen?
Das Buch hat für mich sehr traurig angefangen. Nuria wirkt sehr in sich gekehrt und nicht glücklich. Doch im Laufe der Handlung festigt sie die Beziehung zu Oma Ella und Hund Charly. Nuria lernt sich selbst zu vertrauen und mutig zu sein. Die Handlung war spannend und der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Die schwarz/weiß Illustrationen haben die Geschichte wunderbar unterstützt. Ein tolles Abenteuer, ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.

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Veröffentlicht am 09.05.2025

Ein Mädchen zeigt, was sie kann

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„...Nuria kann gar nicht mehr aufhören zu malen. Sie sitzt tief über ihr Bild gebeugt am Küchentisch und vergisst fast, dass Papa auch noch da ist...“

Mit diesen Sätzen beginnt ein abwechslungsreiches ...

„...Nuria kann gar nicht mehr aufhören zu malen. Sie sitzt tief über ihr Bild gebeugt am Küchentisch und vergisst fast, dass Papa auch noch da ist...“

Mit diesen Sätzen beginnt ein abwechslungsreiches Kinderbuch. Der Schriftstil ist leicht verständlich, die Handlung nachvollziehbar.
Mein Eindruck als Leser ist, dass die 8jährige Nuria in ihre Familie fast nebenher läuft. Die Erwachsenen sind mit sich beschäftigt und haben zu tun, alle Termine zu koordinieren. Nuria hat sich damit arrangiert und macht das Beste daraus. Verlassen kann sie sich auf ihre Freundinnen Carlotta und Tina.
Dann entscheiden sich die Eltern, eine Reise ans Meer zu unternehmen in der Hoffnung, ihre Beziehung in Ordnung zu bringen.

„...Sie will nicht hören, was Papa sagt. Auch wenn sie langsam begreift, dass es irgendwie ernst ist Und dass sie dann also nicht mitkommen soll. Obwohl sie doch zu ihnen gehört...“

Nuria soll in dieser Zeit ihre Ferien bei Oma Ella verbringen. Sie war lange nicht dort und hat Angst vor deren Hund. Oma Ella hat aber keine Lust, Kindermädchen zu spielen. Sie hat gerade einen neuen Auftrag mit ihrem Lastkahn angenommen. Also nimmt sie Nuria kurzerhand mit auf das Schiff.
Die Reise wird sehr schön beschrieben. Nuria genießt die Landschaft. Das Verhältnis zwischen Enkelin und Großmutter ist aber sehr distanziert. Beide sind lange Zeit mit der Situation überfordert. Nuria tut alles, um es Ella recht zu machen. Dabei entstehen logischerweise auch Fehler. Dafür aber klappt die Annäherung von Nuria und dem Hund. Er wird ihr zu einem Freund und Begleiter. Unterwegs treffen sie auf Rob und seinen Enkel Sali. Mit Sali freundet sich Nuria an.
Als das Schiff in einem Sturm manövrierunfähig wird, zeigt Nuria, wozu sie schon fähig ist. Sie organisiert Hilfe.
Einige Schwarz-Weiß-Bilder veranschaulichen die Handlung.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Auf der Madam

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Diese wirklich turbulente Geschichte ist ein echtes Leseabenteuer für Grundschüler.

Nuria erlebt eine spannende Zeit bei ihrer Oma Ella auf einem alten Lastenkahn. Eigentlich ein perfektes Ferienerlaubnis, ...

Diese wirklich turbulente Geschichte ist ein echtes Leseabenteuer für Grundschüler.

Nuria erlebt eine spannende Zeit bei ihrer Oma Ella auf einem alten Lastenkahn. Eigentlich ein perfektes Ferienerlaubnis, wenn die Oma nicht so eine komplizierte Person wäre. So kracht es öfter mal zwischen beiden. Aber dafür freundet sich Nuria schnell mit Omas Hund Charly an. Auch sonst bekommt sie immer Hilfe von anderen.

Letzten Endes raufen sie sich doch noch recht gut zusammen und erleben sicher noch einige Abenteuer auf der Madam.

Die passende Lektüre für die nächsten Ferien oder verregnete Wochenenden.

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Veröffentlicht am 26.05.2025

✎ Sigrid Zeevaert - Nuria

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Manche Geschichten treffen einen nicht nur, sie lassen einen still zurück - so ging es mir mit „Nuria“ von Sigrid Zeevaert. Als Mama und feinfühliger Mensch hat mich dieses Buch auf eine Weise berührt, ...

Manche Geschichten treffen einen nicht nur, sie lassen einen still zurück - so ging es mir mit „Nuria“ von Sigrid Zeevaert. Als Mama und feinfühliger Mensch hat mich dieses Buch auf eine Weise berührt, die schwer in Worte zu fassen ist. Ich habe es mit schwerem Herzen gelesen - nicht, weil es schlecht wäre, sondern weil es so schmerzhaft ehrlich ist.

Nuria ist acht Jahre alt und wirkt auf den ersten Blick wie ein ganz normales Mädchen. Doch hinter ihrer angepassten, vorsichtigen Fassade tobt ein stiller innerer Kampf. Sie bemüht sich unermüdlich, alles richtig zu machen, niemandem zur Last zu fallen - und bleibt am Ende doch oft unverstanden und allein. Was man heute als people pleasing bezeichnen würde, ist für Nuria ein ständiger Überlebensmodus.

Zeevaert zeichnet ihre junge Protagonistin mit beeindruckender Feinfühligkeit und Tiefe. Beim Lesen habe ich mich immer wieder selbst in Nuria wiedergefunden - in ihren Ängsten, ihrem Rückzug, ihrem verzweifelten Wunsch nach Zuneigung. Vieles erinnerte mich an eigene Erfahrungen.

Was dieses Buch so besonders macht, ist seine leise Intensität. Nichts wird dramatisch inszeniert - gerade dadurch entfaltet sich das emotionale Gewicht umso stärker.

Nuria ist ein Charakter, den man am liebsten in den Arm nehmen, trösten, beschützen möchte. Und dem man sagen will: Du bist richtig, so wie du bist.

Was mich beim Lesen besonders beschäftigt hat: Die Konflikte, die Nuria durchlebt, werden nicht vollständig aufgelöst. Falsche Anschuldigungen bleiben im Raum stehen. Erwachsene werden nicht wirklich zur Verantwortung gezogen.

Das Ende ist vorsichtig optimistisch - für die Zielgruppe in meinen Augen jedoch nicht ausreichend genug. Vielleicht, weil ich weiß, wie es ist, wenn man zu lange das Gefühl hatte, alles falsch zu machen. Mich als erwachsene people pleaserin hat die Lektüre mitten ins Herz getroffen - aber ich weiß, wie ich damit umgehen muss. Kinder müssen das erst noch lernen.

„Nuria“ fordert heraus - leise, aber eindringlich.

Ich wünsche mir sehr, dass es nicht nur von Kindern gelesen wird, sondern gemeinsam mit einfühlsamen Erwachsenen. Nur so kann es seine ganze Kraft entfalten - als Spiegel, Gesprächsanlass und vielleicht sogar als Trostspender.

Gerade Kinder, die sich in Nuria wiedererkennen, dürfen mit diesen Gefühlen nicht allein bleiben. Sie brauchen Begleitung, Verständnis - und Menschen, die ihnen zeigen: Du wirst gesehen. Du bist wichtig.

Für Eltern, Pädagog:innen und alle, die Kinder begleiten, ist dieses Buch eine wertvolle Lektüre. Es macht aufmerksam auf die leisen Kinder, auf die, die sich ständig bemühen - und dabei doch oft übersehen werden.

„Nuria“ ist keine laute Geschichte. Aber sie spricht mit Nachdruck. Und bleibt.

©2025 Mademoiselle Cake