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Veröffentlicht am 07.05.2017

Molto außergewöhnlich, aber leider nicht meins.

Barney Kettles bewegte Bilder
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Inhalt:
Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern ...

Inhalt:
Der unnachahmliche Barney Kettle, Filmemacher, großer Bruder, Teilzeit-Diktator, wird ganz sicher eines Tages ein weltberühmter Regisseur. Bisher ist sein Werk ist nur seinen Freunden und den Bewohnern der Straße bekannt, doch der Weltruhm ist nicht mehr fern. Gerade hat er noch das Krippenspiel (mit Maria und Joseph auf einem Tandem) abgedreht – und dann das: Barney hat eine Schaffenskrise! Nicht einmal seine Schwester Ren, überaus klug und eine zwanghafte Listen-Macherin, kann ihm helfen. Bis den beiden klar wird, dass der neue Film genau vor ihrer Nase passiert. Dass ihre Straße die Geschichte ist.

Meinung:
Barney hat schon so einige Filme, für sein junges Alter, als Regisseur gedreht. Gerade hat er sein letztes Projekt, eine neumoderne Fassung des Krippenspiels, abgedreht und normalerweise kommt ihm die nächste Idee quasi zugeflogen. Dieses Mal jedoch nicht. Barney steckt in einer Schaffenskrise. Doch bald kommen seine jüngere Schwester Ren und er auf den Gedanken ihre Straße, die High Street, mit all ihren Persönlichkeiten, Läden und Geschichten als neues Projekt zu wählen. Und so beginnt ein unterhaltsamer Dokumentarfilm.

Man merkt dem Buch schon nach ein paar Seiten an, wie viel Herzblut die Autorin in diese Geschichte gesteckt hat. Es steckt voller winziger, bedeutungsvoller, herzerwärmender Details. Durch Barneys Beschreibung der High Street und dessen vielen Läden fühlte es sich für mich so an, als wäre ich jedes Mal wahrhaftig vor Ort, um selbst mit den verschiedenen Menschen zu sprechen. Es ist furchtbar spannend mitzuverfolgen wie hinter jedem Geschäft und hinter jeder Person eine einzigartige Geschichte steckt. Dieser Aspekt hat mir gut gefallen.

Dann wären da noch die liebevoll skizzierten Protagonisten.
Allen voran Barney, der selbst einsieht, dass in ihm ein kleiner Diktator steckt. Denn am Filmset gibt es keine Zeit für Nachlässigkeiten und er führt seine Filmcrew knallhart durch den Dreh. Oftmals denkt man gar nicht, dass sich hinter Barney und seiner Professionalität ein Junge von noch nicht mal 14 Jahren versteckt.
Seine Schwester Ren ist immer an seiner Seite, was ihr auch mal komische Blicke von ihren Freundinnen einbringt. Ren ist auf ihre Art einfach einzigartig und besonders. Sie hat einen messerscharfen Verstand und liebt Mathe und Ordnung über alles. Oftmals bringt sie die richtigen Argumente oder Lösungen vor, wenn Barney nicht mehr weiter weiß. Ren ist daher Barneys Fels in der Brandung.

Man merkt dem Buch ab der ersten Seite an wie ungewöhnlich aber auch außergewöhnlich es ist. Ich hatte aufgrund des Klappentextes aber eine etwas andere Geschichte (und vor allen Dingen einen anderen Filmdreh) erwartet. Ich weiß nicht ob es daran lag, aber ich musste leider feststellen, dass mich mit der Zeit die vielen Interviews und Geschichten langweilten.
Eine weitere Besonderheit im Buch ist, dass ab einem gewissen Punkt eine zweite Geschichte dazustößt und bis zum Ende des Buches mit der ersten fest verwoben wird. Es war vor allen Dingen die zweite Geschichte die mich zum weiterlesen bewegen konnte.

Das Ende lässt dann aber keine Wünsche offen, sondern bietet Dramatik, Spannung und ein absolut würdiges Filmende für Barneys Dreh. Da kann ich nur sagen: molto grandios!

Fazit:
Dieses Buch ist ungewöhnlich und außergewöhnlich. Die Autorin legt sehr viel Wert auf viele kleine Details und Geschichten. Mich hat dieses Ausreizen von so vielen einzelnen Geschichten leider mit der Zeit gelangweilt und die Magie ging für mich verloren. Ich bin mir aber sicher, dass das Buch seine Fans finden wird.
3 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 02.05.2017

Sehr gelungen, leider etwas kurz

Maybe not
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Inhalt:
Ein Mädchen als Mitbewohnerin in der WG? Nichts lieber als das, denkt Warren. Vor allem, wenn besagte Mitbewohnerin so überaus attraktiv und sexy ist wie Bridgette.
Doch Warren gegenüber verhält ...

Inhalt:
Ein Mädchen als Mitbewohnerin in der WG? Nichts lieber als das, denkt Warren. Vor allem, wenn besagte Mitbewohnerin so überaus attraktiv und sexy ist wie Bridgette.
Doch Warren gegenüber verhält sich Bridgette kaltschnäuzig und abweisend. Offensichtlich hasst sie ihn aufs Blut … oder doch nicht? Was, wenn die Leidenschaft, mit der sie ihn verabscheut, eine ganz andere Leidenschaft verbirgt? Genau die plant Warren aus ihr herauszukitzeln. Ein gefährliches Spiel beginnt, bei dem Warren Gefahr läuft, sein Herz zu verlieren …

Meinung:
Warren ist überhaupt nicht davon begeistert in der reinen Männer-WG ein Mädchen mit aufzunehmen. Da er aber keine Miete zahlt, hat er kein Mitbestimmungsrecht und so zieht Bridgette bei ihnen ein. Bridgette ist kratzbürstig, zickig und abweisend. Eigentlich absolut nicht Warrens Typ. Dennoch fühlt er sich von ihr angezogen.

Da es sich hier um ein Spin-Off zu "Maybe Someday" handelt, war ich gespannt, ob ich dieses Buch auch lesen kann ohne das Hintergrundwissen aus dem ersten Band zu haben. Dies kann man und zwar ohne Probleme! Viel mehr erging es mir sogar so, dass ich unbedingt wissen wollte was in "Maybe Someday" passiert, so begeistert war ich von den Charakteren der WG und deren Nebengeschichten.

Auch wenn das Buch nur knappe 150 Seiten hat, hatte ich nie das Gefühl im Schnelldurchgang durch die Geschichte zu rasen. Ein ganz klein wenig länger hätte das Buch allerdings schon sein können, aber auch nur, weil ich einfach gerne noch mehr über Warren, Bridgitte und die anderen WG-Bewohner gelesen hätte, aber mir bleibt ja noch "Maybe Someday".

Warren ist mit seinem bisherigen Leben sehr glücklich, bis plötzlich Bridgitte auftaucht und ihn an den Rand der Verzweiflung treibt. Warren ist einfach ein Charakter den man gern haben muss. Er ist lebensfröhlich, ist immer gut für einen Streich, aber unterstützt seine Familie und Freunde wo er kann. Zudem fand ich es interessant eine Liebesgeschichte einmal aus der Sicht eines Mannes zu lesen.
Bridgitte ist für Warren ein Rätsel was er unbedingt knacken möchte. Sie ist kaltschnäuzig, stur und nicht im Stande Menschen in ihr Herz zu schließen. Ihre innere Zerrissenheit und Angst vor menschlicher Nähe hat mich berührt und nachdenklich gestimmt.
Die restlichen WG-Bewohner werden bei der Kürze des Buches natürlich nicht mit so viel Tiefe bedacht wie Warren und Bridgitte. Dennoch haben mich die Aktionen in der WG wirklich neugierig auf das Vorgängerbuch gemacht.

Natürlich kommt es auch zu Sexszenen zwischen Warren und Bridgitte. Die beiden fühlen sich zu Beginn nämlich rein sexuell voneinander angezogen. Ich finde, dass Colleen Hoover diese Szenen aber immer sehr schön beschreibt und sie nicht abgedroschen wirken.
Dies ist erst mein zweites Hoover-Buch, aber mittlerweile kann ich total verstehen, warum alle ihre Bücher so lieben.

Fazit:
Zwar hat dieses Buch nur knappe 150 Seiten, dennoch stecken in dieser kurzen Geschichte jede Menge lustige Charaktere, amüsante Streiche und Wortgefechte sowie ein Liebespaar bei dem es ganz gehörig knistert.
5 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 30.04.2017

Ich wurde mit der Geschichte nicht richtig warm

Magonia
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Inhalt:
Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt ...

Inhalt:
Seit sie klein ist, leidet die 16-jährige Aza an einer seltsamen Lungenkrankheit, die ihr ein normales Leben unmöglich macht. Als sie eines Tages ein Schiff hoch in den Wolken erspäht, schiebt sie das Phänomen auf ihre akute Atemnot. Bis jemand auf dem Schiff ihren Namen ruft ...
Nur ein Mensch glaubt ihr diese Geschichte: ihr bester Freund Jason, der immer für sie da war, den sie vielleicht sogar liebt. Aber gerade als sie versucht, sich über die neuen tiefen Gefühle zu Jason klarzuwerden, überstürzen sich die Ereignisse. Aza meint zu ersticken – und findet sich plötzlich in Magonia wieder, dem Reich über den Wolken. Dort ist sie das erste Mal in ihrem Leben nicht mehr krank, sondern stark und magisch begabt. In dem heraufziehenden Kampf zwischen Magonia und Azas alter Heimat, der Erde, liegt das Schicksal aller mit einem Mal in Azas Händen …

Meinung:
Azas bisheriges Leben besteht hauptsächlich aus Krankenhausaufenthalten, besorgten Eltern und Mitmenschen, die nicht wissen wie sie mit ihr umgehen sollen. Denn Aza leidet an einer sehr seltenen Lungenkrankheit. Die Ärzte stehen vor einem Rätsel was es mit der Krankheit auf sich hat. Jeder Tag ist für Aza eine Herausforderung. Die größte Unterstützung ist für sie allerdings ihr bester Freund Jason, der Aza einfach so nimmt wie sie ist, ohne groß auf ihre merkwürdige Krankheit einzugehen. Eines Tages sieht Aza jedoch am Himmel ein Schiff und kurz darauf findet sie sich in Magonia wieder - dem Reich über den Wolken.

Wie gerne hätte ich jetzt geschrieben, dass mir das Buch unglaublich gut gefallen hat und ich total begeistert bin. Aber leider ist "Magonia" eines dieser Bücher, die man lieben möchte, zu dem man aber nie einen Bezug bekommt.
Schon die ersten 100 Seiten auf der Erde waren für mich eher zäh und nervtötend. Aza und Jason hatten für mich einen Humor mit dem ich nicht so wirklich klar kam. Ich wünschte mir immer, dass nun endlich mal etwas passieren würde, aber leider wird sehr viel über Azas Krankheit und ihren Alltag mit dieser erzählt. Dies war durchaus berührend, mit der Zeit aber auch langweilig.
Dann kommt Aza nach Magonia und ich erhoffte mir nun endlich mit dem Buch warm zu werden. Leider war dies immer noch nicht der Fall. Wobei ich sagen muss, dass die erdachte Welt Magonia wirklich sehr innovativ und einfallsreich war. Mir fehlte jedoch immer noch der Bezug zu Aza.
Dann nimmt das Buch jedoch eine Wendung, die ich nicht unbedingt erwartet habe. Ich mochte Aza ab diesem Punkt und fand es toll, dass die Autorin einen anderen Weg einschlägt als so viele ihrer Kolleginnen und Kollegen.
Auch das Ende konnte mich absolut überzeugen.

Wie bereits oben erwähnt kam ich zu Anfang mit Azas Art nicht klar. Dabei ist sie jemand der gut mit seiner Krankheit umgeht und nicht in Selbstmitleid verfällt. Aza ist in dieser Beziehung eine Kämpfernatur. Jedoch hätte ich mir gewünscht, dass sie in Magonia mehr hinterfragt und nicht einfach alles hinnimmt.
Jason war mir da schon deutlich sympathischer. So einen Freund wünscht sich einfach jeder Mensch. Denn er gibt Aza jeden Tag das Gefühl ein ganz normales Leben ohne Krankheit zu führen.

Das Buch ist in Kapitel unterteilt, die sowohl aus der Sicht von Aza als auch Jason erzählt werden. Ich fand dies gut gewählt, da man so auch miterlebt was auf der Erde passiert.

Fazit:
Ein Buch was mich nur auf den letzten 100 Seiten komplett überzeugen konnte. Davor konnte ich einfach keinen Bezug zu Aza und der Geschichte aufbauen. Die Welt Magonia ist jedoch voller innovativer Ideen und sehr originell. "Magonia" ist ein Buch was mich in ein Wechselbad der Gefühle gestürzt hat und dem ich am Ende nur 3 von 5 Hörnchen geben kann.

Veröffentlicht am 28.04.2017

Tolle Welt voller Superhelden und Schurken - mit kleinen Schwächen

Karma Girl
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Inhalt:
Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer - er ist auch noch der ortsansässige ...

Inhalt:
Reporterin Carmen Cole erlebt ihren absoluten Alptraum. Kurz vor ihrer Hochzeit erwischt sie ihren Verlobten mit ihrer besten Freundin im Bett. Und es kommt schlimmer - er ist auch noch der ortsansässige Superheld und ihre beste Freundin dessen Erzfeindin! Nach dieser Demütigung beschließt Carmen, sich zu rächen und befördert die beiden geradewegs in die Schlagzeilen. Von da an ist es ihre Lebensaufgabe, Superhelden zu enttarnen. Als sie jedoch in der Metropole Bigtime die Identität der mysteriösen Fearless Five aufdecken soll, geschieht eine Tragödie. Carmen möchte nichts lieber, als mit dem Job aufzuhören, nur leider haben die Superschurken Gefallen an Carmens Arbeit gefunden. Sie zwingen sie, sich an die Fersen des Anführers der Five zu heften. Und der sieht zu allem Überfluss extrem gut aus ...

Meinung:
Carmen Cole ertappt ihren Verlobten und ihre beste Freundin am Tag ihrer Hochzeit zusammen im Bett. Aber damit nicht genug erfährt sie auch noch, dass es sich bei den beiden um einen Superhelden und seine Erzefeindin handelt. Von diesem Tag an zieht Carmen in ihren eigenen Rachefeldzug gegen die Superhelden. Carmen zieht von Stadt zu Stadt und enttarnt die Identitäten der Superhelden. Bis sie in Bigtime auf die Fearless Five trifft, deren Identität alles andere als leicht zu enttarnen ist. Und dann ist da auch noch der charismatische Anführer der Fearless Five - Striker.

Die ersten gut 100 Seiten war ich nicht wirklich angetan vom Buch. Carmen konnte nicht bei mir Punkten und relativ schnell war mir klar, wer hinter den Fearless Five steckt und ich fragte mich, was auf den restlichen 300 Seiten noch alles passieren könnte. Dann wird jedoch schnell klar, dass die Autorin gar nicht plant ein langes Geheimnis um die Identität der Fearless Five zu machen. Und ab dem Punkt der öffentlichen Entlarvung, gefiel mir das Buch super gut.
Gemeinsam mit Carmen begab ich mich auf eine spannende Schurkenjagd, die gerade gegen Ende ein paar Wendungen und jede Menge Action und Spannung bereit hält.
Allerdings muss ich auch sagen, dass dem Buch 50-100 Seiten weniger bestimmt nicht geschadet hätten.

Nach den ersten Seiten des Buches war mir Carmen ziemlich unsympathisch. Zwar ist ihr etwas Schlimmes widerfahren, dennoch fand ich es heftig die Identitäten von allen Superhelden aufzudecken. Später in der Geschichte erläutert Carmen jedoch ihre Beweggründe und Gefühle. Diese konnte ich dann durchaus nachvollziehen.
Leider war dies nicht mein einziges Problem mit Carmen. Auch ihre absolute Besessenheit von Striker fand ich anstrengend und nervig. Zwar merkt sie selbst auf ironische Weise an, dass dies schon etwas krankhaft ist, dennoch kann sie es nicht lassen nach ihm zu schmachten.
Ansonsten mochte ich Carmen eigentlich ganz gerne. Sie hat einen coolen Job und ihre Recherchearbeit lässt sich sehen. Zudem flüchtet Carmen nicht vor Problemen und hat einen herrlichen Humor.
Striker ist natürlich der superhübsche Held und rettet Carmen aus der ein oder anderen gefährlichen Situation. Dies mag sich jetzt zwar sehr klischeehaft anhören, dennoch mochte ich ihn gerne.

Meine Rezension hört sich jetzt negativer an, als ich das Buch empfunden habe. Hauptsächlich gestört haben mich Carmens Geilheit auf Striker und der doch teilweise sehr ausschweifende Schreibstil. Ansonsten war ich begeistert von der tollen Geschichte, der brillanten Superhelden-Idee und den herzerfrischenden Charakteren. Nun bin ich gespannt, wie es mit den Superhelden in Band 2 weitergehen wird.

Fazit:
Ein tolles Buch über Superhelden und Bösewichte. Jede Menge faszinierende Superkräfte, tolle Detektivarbeit, actiongeladene Szenen und unterhaltsame Charaktere sorgten bei mir für schöne Lesestunden.
Einzig der teilweise ausschweifende Erzählstil und Carmens Versessenheit auf Striker, trübten meine Begeisterung.
4 von 5 Hörnchen.

Veröffentlicht am 24.04.2017

Holly Black verzaubert wieder, im Mittelteil konnte es mich dennoch nicht packen

Der Prinz der Elfen
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Inhalt:
Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz ...

Inhalt:
Die Geschwister Hazel und Ben leben in dem Ort Fairfold, der an das magische Elfenreich grenzt. Seit Jahrzehnten steht dort, mitten im Wald von Fairfold, ein gläserner Sarg, in dem ein Elfenprinz schläft – von Touristen begafft und von der Bevölkerung argwöhnisch beäugt, auch wenn Hazel und Ben die alten Geschichten nicht glauben. Seit Kindertagen fühlen sie sich zu dem schlafenden Jungen magisch hingezogen, ihm vertrauen sie alle ihre Geheimnisse an. Inzwischen ist Hazel 16 und küsst immer neue Jungs, um die Leere in ihrem Herzen zu füllen. Doch als eines Tages der Sarg leer ist und der Prinz erwacht, werden die Geschwister in einen Machtkampf der Elfen gezogen. Hazel muss die Rolle annehmen, in die sie sich als Kind immer geträumt hat: als Ritter gegen ein dunkles Monster kämpfen …

Meinung:
Der Ort Fairfold ist kein Ort wie jeder andere. Denn der Wald von Fairfold wird vom Elfenvolk bewohnt. Und mitten in diesem Wald steht ein Sarg in dem ein schlafender Elfenprinz liegt. Dort schläft er schon seit Jahrzehnten bis eines Tages der Sarg leer ist. Die Geschwister Hazel und Ben sind bereits in frühester Kindheit mit dem Elfenvolk in Verbindung gekommen und so wird es ihre Aufgabe den Prinzen zu retten.

Holly Black schafft es in ihren Büchern jedes Mal aufs Neue mich mit ihren erdachten Welten total zu fesseln und zu begeistern. So war es auch mit der Welt von "Der Prinz der Elfen". Ich mochte die Magie des Ortes Fairfold und den Wald voller Elfen von Beginn an. Auch die Idee mit einem Prinzen im Sarg und nicht wie bei Schneewittchen mit einer Prinzessin im Sarg fand ich genial. Zudem ist es zur Abwechslung erfrischend, dass alle Bewohner von Fairfold über das Elfenvolk Bescheid wissen.

Neben der eigentlichen Geschichte werden ab und an Passagen aus Hazels und Bens Kindheit und Jugend eingestreut. Dies dient dem Verlauf der Geschichte zwar ungemein, mit der Zeit war ich jedoch auch ein wenig genervt von diesen Rückblenden, da sie mich immer wieder aus der eigentlichen Story herausgerissen haben.
Zeit zum Durchatmen bleibt den Charakteren nicht so wirklich. Immerzu passiert etwas neues und interessantes, so dass eigentlich keine Langeweile aufkommen kann. Dennoch erging es mir bei der Mitte des Buches so, dass mich die Geschichte nicht so wirklich fesseln konnte.

Hazel ist schon in frühster Kindheit mit den Elfen in Berührung gekommen. Seit diesem Tag hat sich ihr Leben verändert. Sie wirkt auf andere sehr unnahbar und ohne Gefühle. Zu Anfang war ich ein wenig über Hazel verwundert. Der Ort Fairfold ist nicht gerade groß, aber dennoch scheint sie gefühlt jeden Jungen im Ort geküsst zu haben. Mein erster Eindruck von ihr wandelte sich jedoch mehr und mehr. Ich fand ihre Entwicklung sehr gelungen und fand es toll, dass sie ab einem gewissen Zeitpunkt auch über ihre Gefühle und ihre Ängste sprechen kann.
Ihrem Bruder Ben wurde eine Gabe von den Elfen verliehen. Diese gestaltet sich manchmal aber auch als Fluch. Von daher möchte er eigentlich nichts mehr mit dem Elfenvolk zu tun haben. Ben ist ganz anders als Hazel. Er legt sehr viel Wert auf Gefühle und ist auf der Suche nach seiner großen Liebe.
Bens bester Freund Jack ist Hazels Schwarm aus Kindertagen und eigentlich ein Elf. Er wurde damals als Wechselbalg der Familie Gordon zugeschoben. Ich mochte Jacks innere Zerrissenheit und seinen Kampf zwischen dem Reich der Elfen und der Menschenwelt sehr gerne.

Fazit:
Auch in ihrem neuesten Werk schafft Holly Black es wieder mich von ihrer erdachten Welt rundherum zu begeistern. Ich liebe die Atmosphäre und die kreativen Ideen die Holly Black in ihre Bücher einwebt. Dennoch hat mir im Mittelteil der Geschichte etwas gefehlt und auch die Rückblenden in die Jugend der Protagonisten störten so ein wenig meinen Lesefluss.
Knappe 4 von 5 Hörnchen.