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Veröffentlicht am 15.07.2021

Dystopie mit gewissen Parallelen zu der heutigen Situation

RC2722
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Inhalt:
Oliver lebt zusammen mit seinem Vater, seinem Bruder Marco und etwa 2.000 weiteren Bewohnern in einem unterirdischen Schutzraum. Denn die Erdoberfläche ist seit dem großen Zusammenbruch im Jahr ...

Inhalt:
Oliver lebt zusammen mit seinem Vater, seinem Bruder Marco und etwa 2.000 weiteren Bewohnern in einem unterirdischen Schutzraum. Denn die Erdoberfläche ist seit dem großen Zusammenbruch im Jahr 2075, als innerhalb kürzester Zeit 99 % der Menschheit an einem Subcholera-Virus starben, nicht mehr bewohnbar. Als Olivers Vater plötzlich unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt und sein Bruder an die Erdoberfläche verbannt wird, beschließt Oliver, den sicheren Schutzraum zu verlassen. Überrascht stellt er fest, dass die Erdoberfläche gar nicht unbewohnt ist. Das Virus ist schon lange verschwunden und es gibt Ökosiedlungen, in denen ein Pflanzensystem Wasser speichert und Schatten spendet. Doch sogenannte Schutzraum-Jäger suchen systematisch nach den Verstecken der Überlebenden, um sie zu plündern. Oliver und das Mädchen Tsché machen sich auf die Suche nach Olivers Bruder. Doch dieser befindet sich bereits in den Fängen des schlimmsten Schutzraum-Jägers! Tsché und Oliver müssen ihr eigenes Leben riskieren, um Marco zu befreien.

Meinung:
Oliver, sein Vater und sein Bruder Marco leben in einem unterirdischen Bunker irgendwo in Frankreich. Nur ist es nicht mehr das Frankreich was wir kennen. Innerhalb kürzester Zeit sind im Jahre 2075 99 % der Menschen am Subcholera-Virus gestorben und das Land war nicht mehr bewohnbar.
Einige wenige Menschen hatten das Glück in unterirdischen Schutzräumen Unterschlupf zu finden. Dort haben sie sich ein neues Zuhause aufgebaut. Eines Tages gerät Olivers Leben jedoch aus dem gewohnten Takt. Sein Vater verstirbt unter mysteriösen Umständen und sein Bruder wird verbannt. Oliver möchte den Bunker unbedingt verlassen und kommt dadurch einem großen Geheimnis auf die Spur.

Vor einigen Jahren kam mal als Jugendbuchleser kaum an einer Dystopie vorbei, das Genre war total in Mode. Doch nach und nach wurden die Dystopien wieder weniger und sind jetzt eher vereinzelt in den Buchregalen zu finden. Daher hatte ich mal wieder unglaublich Lust auf eine gute Dystopie. Der Klappentext versprach eine hochinteressante und, bezogen auf die aktuellen Corona-Ereignisse, auch gar nicht so abwegige Handlung. Daher war ich super neugierig auf diese Geschichte.

Zu Beginn des Buches lernt der Leser den Jugendlichen Oliver kennen, der fast sein ganzes Leben gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder unter der Erde verbracht hat. Doch Olivers Leben ändert sich als sein Vater eines Tages stirbt. Oliver und sein Bruder Marco gelangen an dessen Datenchip und erhalten dadurch Einblick in die Vergangenheit ihres Vaters. Und dies verändert ihr Leben auf drastische Weise. Denn sie erfahren wie ihre Eltern damals als Klimaflüchtlinge durch halb Frankreich gereist sind und wie es schließlich dazu kam, dass die Familie im Bunker gelandet ist. Sie machen jedoch auch die Entdeckung, dass ihr Vater eigentlich einen ganz anderen Namen getragen hat. Als Oliver per Zufall mitbekommt, dass ein Leben außerhalb des Bunkers möglich zu sein scheint, macht er sich auf den Weg in die Freiheit.

Ein interessanter Aspekt des Buches ist es, dass Oliver dank des Datenchips seines Vaters in dessen Vergangenheit blicken kann. Daher ist der Leser nicht nur im hier und jetzt verankert, sondern erfährt nach und nach wie es zur Klimakatastrophe und dem tödlichen Virus gekommen ist. Autor David Moitet berichtet dabei schonungslos von der grausamen Zeit der Familie als Klimaflüchtlinge. Nirgendwo sind sie willkommen und Wut, Hass und Egoismus streifen ihren Weg.

Aber auch Olivers Erlebnisse in der Gegenwart sind äußerst packend und dramatisch. Er verlässt den Bunker und lernt an der Oberfläche das Mädchen Tsché kennen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Olivers Bruder. Doch auf ihrer Reise warten einige Gefahren auf Oliver und Tsché. Zudem muss Oliver so schnell es geht lernen sich an das Leben außerhalb des Bunkers zu gewöhnen. Denn niemand darf erfahren, dass er aus einem Bunker stammt, dies würde ihn in höchste Gefahr bringen.

So kommt es, dass der Leser von einer actiongeladenen Szene in die nächste stolpert. Der Mix aus Vergangenheit und Gegenwart ist ein perfekter Kontrast. Ich fand es toll, dass man bei dieser Dystopie auch erfährt, warum die Welt zerstört wurde. Ein Aspekt der mir in vielen anderen Dystopien oftmals zu kurz kommt.

Fazit:
„RC2722 – Gefährliche Freiheit“ ist eine Dystopie die doch gewisse Parallelen zu der heutigen Situation der Menschheit aufweist. Klimawandel, Pandemie und Atomunfälle sorgen für ein erschreckendes, aber nicht unrealistisches Zukunftsszenario. Daher erwartet die Leser eine spannende und teilweise etwas bedrückende Geschichte. Für Fans von Dystopien auf jeden Fall ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte!
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 15.07.2021

Ein runder und gelungener Abschluss

Glück und selig!
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Inhalt:
Es könnte alles so schön sein: Linas Fähigkeiten als gute Fee werden immer besser, und sie ist endlich glücklich verliebt! Doch innerhalb ihrer Patchworkfamilie wird diese Neuigkeit nicht gut aufgenommen. ...

Inhalt:
Es könnte alles so schön sein: Linas Fähigkeiten als gute Fee werden immer besser, und sie ist endlich glücklich verliebt! Doch innerhalb ihrer Patchworkfamilie wird diese Neuigkeit nicht gut aufgenommen. Jetzt stehen ein Haufen Regeln an, die romantische Dates fast unmöglich machen. Noch dazu funkt Rivalin Senta dazwischen. Lina muss unbedingt herausfinden, warum sie nur »schlechte« Wünsche erfüllen will – vor allem solche, die sich gegen Lina richten.

Meinung:
Endlich haben Lina und ihr Stiefbruder Arthur es öffentlich gemacht, dass sie ineinander verliebt und seit kurzem ein Paar sind. Doch nicht alle nehmen diese Nachricht gut auf. Vor allen Dingen ihre Eltern sind von den neuen Verhältnissen in ihrer Patchwork-Familie alles andere als begeistert. Die beiden stellen ganz klare Regeln für Lina und Arthur auf, die eine romantische Zweisamkeit der Jugendlichen so gut wie unmöglich machen. Damit nicht genug macht auch Linas Mitschülerin Senta ihr das Leben zur Hölle. Aufgrund Sentas eigener Unzufriedenheit erfüllt sie die „schlechten“ Wünsche der Menschen in ihrer Umgebung. Denn auch Senta besitzt wie Lina die Gabe Wünsche erfüllen zu können. Lina setzt alles daran, um gegen Sentas Wunscherfüllung anzukämpfen. Doch das ist gar nicht so leicht.

Hierbei handelt es sich um den dritten und finalen Band der Glück-Reihe rund um Protagonistin Lina. Da die Bände aufeinander aufbauen ist es absolut ratsam hier mit Band 1 zu beginnen. Es ist jedoch nicht zwingend erforderlich die Zimt-Reihe der Autorin gelesen zu haben. Denn die beiden Reihen sind gut unabhängig voneinander zu lesen/hören.

Die Geschehnisse dieses dritten Bandes setzen unmittelbar nach den Ereignissen des zweiten Bandes an. Lina und Arthur haben die Bombe platzen lassen, dass sie nun ein festes Paar sind. Wie zu erwarten nehmen ihre Eltern diese Information alles andere als positiv auf. Es werden knallharte Regeln aufgestellt und gerade Arthurs sonst so liebevolle Mutter verwandelt sich in einen wahren Drachen. Natürlich konnte ich verstehen, warum Arthurs Mutter so empfindet, dennoch fand ich ihr Verhalten doch etwas sehr drastisch, da sie sich gerade gegenüber Lina plötzlich wie ein anderer Mensch verhält. Doch zum Glück entwickelt und fügt sich alles im Laufe der Handlung in die richtige Richtung. Hier merkt man wieder, dass Zeit die beste Methode ist, damit sich Dinge einrenken lassen.

Auch die Geschichte um das Wunschthema geht turbulent und rasant weiter. Denn Senta lässt nichts unversucht, um die schlechten Wünsche ihrer Mitmenschen in Erfüllung gehen zu lassen. Dies sorgt für einige Katastrophen und sogar die Theateraufführung gerät dadurch ins Wanken. Ich fand es bewundernswert wie Lina versucht gegen Senta und ihre bösen Machenschaften vorzugehen. Doch auch ihr sind die Hände gebunden, so kann sie einfach nicht an mehreren Stellen gleichzeitig sein. Dagmar Bach hat auch in diesem Punkt für mich eine tolle Entwicklung der Geschehnisse vorangetrieben. Als Hörer erfährt man zudem warum Senta so verbittert und gemein ist.

Wie gewohnt wird auch diese Geschichte aus der Ich-Perspektive von Lina erzählt. Lina ist dabei wirklich eine sympathische Protagonistin, die anfängt wie ein Wasserfall zu reden, sobald sie nervös oder aufgeregt wird. Zudem ist Lina teilweise recht tollpatschig. Dennoch lässt sie sich nicht verbiegen und bleibt ein authentischer Charakter. Mindestens genauso sympathisch wie Lina ist auch ihre gesamte Patchwork-Familie und ihre Patentante Theresa. Die Charakterdarstellung ist eine der größten Stärken von Dagmar Bach und ein Grund warum ich die Reihe so gerne mag.

Das Ende lässt einen als Hörer zufriedenstellend zurück. Es werden alle losen Enden zu einem tollen und stimmigen Ende zusammengeführt. Zudem hält Autorin Dagmar Bach noch eine Überraschung parat: Im nächsten Jahr wird es eine neue Geschichte aus dem Zimt-Universum geben. Fans der Serie können sich also auf weitere geniale Ideen und liebenswürdige Charaktere freuen.

Hörbuchsprecherin Christiane Marx hat auch in diesem Buch wieder tolle Arbeit geleistet. Sie bringt für mich den nötigen Schwung in die Geschichte und vertont mit ihrer jungwirkenden Stimme Protagonistin Lina sehr authentisch.

Fazit:
Ein runder und gelungener Abschluss ist Autorin Dagmar Bach mit ihrer Glück-Reihe gelungen. Sentas böse Wunscherfüllungen sorgen für den nötigen Pep in der Geschichte und die einfach grandiosen, lustigen und liebenswerten Charaktere machen auch dieses Abenteuer wieder zu einem wundervollen Erlebnis.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Das neue Dreamteam, wenn es um humorvolle Dialoge, altkluge Sprüche oder kriminalistische Arbeit geht

T wie Tessa. Plötzlich Geheimagentin!
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Inhalt:
Einsatz für die Chaosqueen! Viel zu schüchtern und echt verpeilt - kein Wunder, dass Tessa gern jemand anders wäre. Zum Beispiel Mitglied von Gimme Four, der megaberühmten Girl Group an ihrer Schule. ...

Inhalt:
Einsatz für die Chaosqueen! Viel zu schüchtern und echt verpeilt - kein Wunder, dass Tessa gern jemand anders wäre. Zum Beispiel Mitglied von Gimme Four, der megaberühmten Girl Group an ihrer Schule. Da geschieht das Unfassbare: Tessa schafft es in die Band! Allerdings hatte sie sich das ein wenig anders vorgestellt. Merkwürdige Besucher, Verfolgungsjagden und die Mafia höchstpersönlich sprengen die Proben vor dem ersten Auftritt. Und auch Tessas neue Kolleginnen scheinen neben der Musik noch ganz andere Hobbys zu haben. Oder wie sonst erklären sich die Waffen im Instrumentenkoffer?

Meinung:
Tessa ist unscheinbar, schüchtern und an ihrer Schule hat sie kaum Freunde. Doch das hält sie nicht davon ab beim Casting der berühmten Girl Group Gimme Four an ihrer Schule teilzunehmen. Tessa möchte mit ihrem Gitarrenspiel überzeugen und tatsächlich wird sie als neues Bandmitglied ausgewählt. Gleich die erste Reise führt Tessa und Gimme Four nach Berlin. Dort soll ein Videodreh für ihren neuen Song stattfinden. Tessa muss schnell feststellen, dass sie sich das Leben als Bandmitglied von Gimme Four ein wenig anders vorgestellt hat. Richtig kurios wird es dann jedoch als Tessa bei einer ihrer Bandkolleginnen eine Waffe im Instrumentenkoffer findet. Wer ist Gimme Four wirklich? Um diese Frage zu lüften, kann Tessa auf die freche und altkluge Maus Hector zählen, die ihr per Zufall über den Weg gelaufen ist.

Von Autorin Frauke Scheunemann habe ich bereits ein paar ihrer Winston-Bücher gelesen. Ich mag es wie die Autorin sich dabei in die Gedankengänge von Kater Winston hineinversetzt. Als ich gehört habe, dass in „T wie Tessa“ eine sprechende Maus mit von der Partie sein würde, musste ich unbedingt das neueste Werk der Autorin hören.

Zu Beginn lernt der Leser die schüchterne Tessa kennen. Deren Leben verändert sich als sie an einer U-Bahn-Station Bekanntschaft mit der altklugen Maus Hector macht. Tessa ist die einzige Person die Hector verstehen kann. Zwar findet Tessa Hector zunächst unausstehlich und wünscht ihn sich am liebsten nach Ulan Bator (Hectors eigentlichem Reiseziel), doch nach und nach freunden sich Tessa und Hector an.

Die Geschichte wird mit viel Witz und Charme erzählt. Heimlicher Held der Geschichte ist natürlich Maus Hector, der eine ziemlich kesse Lippe besitzt und dazu sehr clever ist. Oft ist er Tessa einen Schritt voraus. So ist er auch der Erste der findet, dass etwas mit der Girl Group Gimme Four nicht stimmt.

Neben Hector ist aber auch Protagonistin Tessa jemand den man einfach gernhaben muss. Sie ist absolut liebenswert, ein wenig verpeilt und schüchtern. Doch Tessa durchläuft in diesem Band eine tolle Entwicklung.
Interessant sind auch die restlichen Mitglieder der Band Gimme Four und deren Managerin. Was verbergen sie vor Tessa und warum sind sie teilweise so gemein zu ihr?

Frauke Scheunemann hat hier einen peppigen, witzigen und unterhaltsamen Roman geschrieben. Ich fand ihre Ideen einfach genial und es hat super viel Spaß gemacht gemeinsam mit Tessa hinter die Kulissen einer Girl Group zu blicken. Auch der Spannungsfaktor tritt im letzten Drittel der Geschichte zutage. Das Finale ist für die Altersgruppe ansprechend und fesselnd geschrieben. Ich persönlich könnte mir weitere Bände sehr gut vorstellen.

Gesprochen wird dieses Hörbuch von Leonie Landa. Sie war für mich eine gute Wahl, da ihre jung wirkende Stimme Protagonistin Tessa gut darstellt. Leonie Landa schafft es die Unsicherheit, die oft von Tessa ausgeht, mit ihrer Stimme zu transportieren. Mindestens genauso toll vertont sie die lebhafte und neunmalkluge Maus Hector. Tessa und Hector sind wirklich ein tolles Team!

Fazit:
Bühne frei für Tessa und Maus Hector, das neue Dreamteam, wenn es um humorvolle Dialoge, altkluge Sprüche oder kriminalistische Arbeit geht. Mir hat das Abenteuer der beiden ungleichen Freunde viel Freude bereitet und das obwohl ich eigentlich schon längst nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe von 11 Jahren gehöre.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Interessanter Reihenauftakt

School of Talents 1: Erste Stunde: Tierisch laut!
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Inhalt:
Auf diesem Internat haben alle Schüler besondere Fähigkeiten: Sie können sich verwandeln, Tiere verstehen, Wasser beherrschen … so was eben! Normaler Unterricht? Fehlanzeige! Chaos? Vorprogrammiert! ...

Inhalt:
Auf diesem Internat haben alle Schüler besondere Fähigkeiten: Sie können sich verwandeln, Tiere verstehen, Wasser beherrschen … so was eben! Normaler Unterricht? Fehlanzeige! Chaos? Vorprogrammiert! Geheimnisse lüften und Abenteuer erleben? Jede Menge!
Alltag in der School of Talents: Alva kann Tiere verstehen, Mala Wasserläufe lenken und Jonas wechselt gern mal seine Gestalt. Doch dann gibt die Anzeigetafel in der Cafeteria den Kindern plötzlich Rätsel auf. Der Schule droht große Gefahr.

Meinung:
Alvas Leben ist alles andere als leicht. Denn sie versteht die Sprache der Tiere und ist daher oftmals ziemlich ablenkt und unkonzentriert. Zudem möchte Alva niemanden von ihrer Fähigkeit erzählen, da alle sie nur für verrückt erklären würden. Als jedoch ihr komischer Onkel Thomas ihr eröffnet, dass an seinem Internat Schüler mit besonderen Fähigkeiten, wie Alva sie hat, unterkommen, beschließt Alva auf das Internat ihres Onkels zu gehen.
Und tatsächlich in der School of Talents können die anderen Kinder sich in Tiere verwandeln, das Wasser beherrschen oder schrumpfen.
Endlich fühlt sich Alva nicht mehr ganz so allein mit ihrer besonderen Fähigkeit.

Da ich gerne Geschichten mit fantastischem Hintergrund lese und ich es liebe, wenn die Protagonisten mit Tieren sprechen können, war ich auf diesen neuen Reihenauftakt äußerst gespannt.

Zu Beginn erfährt der Hörer, dass Alvas Gabe nicht immer ein Segen ist. Viel mehr belastet es ihr Leben stark. Denn Alva kann die Stimmen der Tiere nicht ausblenden. So hört sie zu jeder Tag- und Nachtzeit was die Tiere sich untereinander erzählen. Gerade wenn Alva schlafen gehen oder konzentriert dem Unterricht folgen möchte, sind die Gespräche der Tiere doch sehr hinderlich.
Daher ist sie recht begeistert als ihr Onkel, den sie bisher für ziemlich komisch gehalten hat, ihr die School of Talents vorstellt.

Die Schule und ihr Alltag haben mir sehr gut gefallen. Gemeinsam mit Alva lernt man viele verschiedene Kinder mit ihren speziellen Gaben kennen.
In Mala, Jonas und Till findet Alva auch schnell neue Freunde. Weniger gut kommt sie hingegen mit ihrer miesepetrigen Zimmernachbarin Friederike aus. Warum nur muss Alva sich gerade mit dieser Ziege ein Zimmer teilen? Und auch der neunmalkluge Elwin ist nicht gerade Alvas bester Freund.

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt die Sprache der Tiere verstehen zu können? Diese und viele andere tolle Gaben gibt es auf der School of Talents zu entdecken. So können manche Kinder das Wasser beeinflussen, sich in Vögel verwandeln (auch wenn das Fliegen noch ein wenig schwierig ist), sich selbst schrumpfen oder die Gestalt wechseln. Und Alvas Onkel kann sogar Gedanken lesen. Ich hatte daher furchtbar viel Spaß damit gemeinsam mit Alva hinter die verschiedenen Begabungen der Kinder zu kommen.

Natürlich wurde auch eine kleine Abenteuergeschichte in das Buch eingebaut. Denn die kaputte Infotafel in der Mensa spricht in Rätseln und bringt die Kinder dazu einen verschollenen Schatz zu finden.

Hörbuchsprecher Marian Funk ist mir bereits von dem ein oder anderen Hörbuch bekannt. Daher freute ich mich sehr, dass er Alva und ihren Freunden in der School of Talents seine Stimme verleiht.
Und dies tut er mit viel Herzblut. Denn die vielen verschiedenen Charaktere vertont er sehr divers, sodass ich beim Hören nie das Problem hatte die unterschiedlichen Personen nicht auseinander halten zu können.
Gerade seine Vertonung der Tiere sorgte bei mir für den ein oder anderen Schmunzler.

Fazit:
Autorin Silke Schellhammer hat mit ihrem Reihenauftakt zur School of Talents so gut wie alles richtig gemacht. Alva lernt an der Schule viele neue Freunde mit außergewöhnlichen Gaben kennen und findet sogar einen Schatz.
Zudem vertont Hörbuchsprecher Marian Funk mit viel Witz Mensch und Tier, da werden die singenden Schafe für Alva schon zu einer großen Nervenprobe.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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Veröffentlicht am 29.04.2021

Ein dramatisches Finale mit vielen berührenden, lustigen, emotionalen und interessanten Momenten.

Queen of Air and Darkness
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Inhalt:
Die Gemeinschaft der Schattenjäger steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Unversöhnlicher Hass erfüllt die einzelnen Gruppen, und auf den Stufen des Ratssaales ist unschuldiges Blut vergossen worden. ...

Inhalt:
Die Gemeinschaft der Schattenjäger steht kurz vor einem Bürgerkrieg. Unversöhnlicher Hass erfüllt die einzelnen Gruppen, und auf den Stufen des Ratssaales ist unschuldiges Blut vergossen worden. Auch die Blackthorns haben einen schrecklichen Verlust erlitten, und in tiefer Trauer flieht die Familie nach Los Angeles. Nur Julian und Emma machen sich auf den Weg ins Feenreich. Trotz der Gefahren, die der Fluch ihrer verbotene Liebe mit sich bringt, wollen sie dort das Schwarze Buch der Toten wiederbeschaffen. Stattdessen entdecken sie ein Geheimnis, so dunkel und gefährlich, dass es die gesamte Unterwelt zu vernichten droht ...

Meinung:
Die Gemeinschaft der Schattenjäger sieht unruhigen Zeiten entgegen. Denn die Fronten zwischen den einzelnen Gruppen verhärten sich immer mehr. Ein Krieg scheint unausweichlich. Und so machen sich Julian und Emma auf den Weg in das Feenreich, um das Schwarze Buch der Toten wiederzubeschaffen und die Wogen zu glätten. Doch auch die Liebe zwischen den Beiden schlägt immer höhere Flammen. Dabei wissen Julian und Emma, dass eine Liebe unter Parabatei einfach nicht sein darf. Im Land der Feen machen die Beiden schließlich eine beunruhigende Entdeckung und enthüllen ein dunkles Geheimnis.

Nachdem ich vor kurzem den zweiten Band der Reihe förmlich durchgesuchtet habe, wollte ich nun ganz dringend wissen wie die Reihe um Julian, Emma, Cristina und Co. enden wird.
Die Geschichte setzt kurz nach den Ereignissen aus Band 2 an. Die gesamte Familie Blackthorn ist noch ganz erschüttert von dem Verlust, den sie hinnehmen mussten. Jedes Familienmitglied geht dabei ganz unterschiedlich mit seinen Gefühlen und seiner Trauer um.

Cassandra Clare erschafft auch in diesem finalen Band wieder eine grandiose Geschichte rund um den eigentlichen Handlungsstrang. Ich liebe es, wie sie die vielen Nebencharaktere und ihre Geschichten immer weiter voranschreiten lässt. So kommt es, dass ich als Hörer natürlich mit Julian und Emma mitgefühlt habe, ich jedoch die Geschichten rund um Nebencharaktere wie Ty, Marc oder Diana viel interessanter und packender fand.
Die Autorin hat wirklich ein Händchen für dramatische Szenen und ich liebe es, wie sie ihre Charaktere teilweise doch arg leiden lässt.
Ganz besonders habe ich mich darüber gefreut, dass Dru und Diana in diesem Band noch mehr Zeit haben, um den Leser von sich begeistern zu können.

Die Geschichte wird dabei aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt. Dennoch hat man während des Hörens nie das Gefühl nicht mehr durchzublicken. Dafür sorgt Cassandra Clare mit ihrem gut überlegten und genial ausgearbeiteten Masterplan. In Band drei der Reihe tauchen wir daher unter anderem in die Sichtweisen von Julian, Emma, Ty, Kit, Cristina, Mark, Kieran, Dru oder Diana ein.
Natürlich dürfen auch liebgewonnene Charaktere aus vorherigen Reihen wie Jem, Tessa, Jace, Clary, Magnus und Alec nicht fehlen. Ich fand es toll, dass gerade Magnus und Alec in dieser Geschichte so viel mehr in den Fokus rücken.

Aufgrund des Ideenreichtums von Cassandra Clare wird es dem Hörer nicht wirklich langweilig. Und das ist bei einer Hörbuchdauer von über 30 Stunden schon eine wahre Kunst!
Simon Jäger als Hörbuchsprecher tut sein Übriges dazu, damit dieses Hörbuch zu einem tollen Hörerlebnis wird.

Auch wenn ich viel zu loben habe, hat mir nicht alles gefallen, was ich in dieser Geschichte präsentiert bekam. Manches Drama wurde mir zu sehr ausgeschlachtet, nur um am Ende ein wenig platt aufgelöst zu werden. Auch hat mir Julian und Emmas Reise innerhalb der Geschichte (aus Spoilergründen nenne ich hier keine Orte) nicht ganz so zugesagt. Ich empfand diese Reise als ein wenig lästig und nicht ganz so dynamisch wie den Rest des Buches.


Das Finale der dunklen Mächte Reihe bietet alles was sich das Herz eines jeden Schattenjäger-Fans wünscht.

Finale:
Ein dramatisches Finale mit vielen berührenden, lustigen, emotionalen und interessanten Momenten. Aufgrund der Ereignisse gegen Ende der Geschichte freue ich mich schon sehr auf die noch kommenden Reihen aus der Feder von Cassandra Clare. Eigentlich bin ich kein großer Fan davon, wenn ein Autor nur Bücher aus ein und demselben Universum schreibt. Cassandra Clare versteht es jedoch gekonnt, dass man sich als Hörer so gut wie nie (trotz der echt dicken Wälzer) gelangweilt fühlt.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

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