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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2026

Drei Namen, drei Leben und die Frage, wie viel eine Entscheidung verändern kann

Die Namen
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Ich fand die Grundidee des Buches unglaublich spannend und auch sehr besonders. Die Vorstellung, wie ein einziger Moment beziehungsweise eine einzige Entscheidung ein ganzes Leben beeinflussen kann, wurde ...

Ich fand die Grundidee des Buches unglaublich spannend und auch sehr besonders. Die Vorstellung, wie ein einziger Moment beziehungsweise eine einzige Entscheidung ein ganzes Leben beeinflussen kann, wurde hier wirklich interessant umgesetzt.

Besonders gut gefallen haben mir der Schreibstil und die verschiedenen Erzählstränge. Florence Knapp schafft es, die unterschiedlichen Lebenswege atmosphärisch und emotional darzustellen, sodass man immer neugierig bleibt, wie sich die jeweiligen Versionen von Coras und dem Leben ihres Sohnes entwickeln.

Allerdings hat mir stellenweise etwas der rote Faden gefehlt. Dadurch, dass man die Figuren über viele Jahre begleitet, blieb manches für mich etwas zu oberflächlich oder wurde zu schnell abgehandelt. Gerade einige emotionale Entwicklungen hätten für meinen Geschmack noch mehr Raum bekommen dürfen.

Trotzdem ist Die Namen ein sehr nachdenklich stimmender Roman über Familie, Identität und darüber, wie stark kleine Entscheidungen unser eigenes Leben und das anderer prägen können. Eine ruhige, besondere Geschichte, die definitiv zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 27.04.2026

Freundschaft, Geheimnisse und überraschende Wendungen

This Story Might Save Your Life
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Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gern! Man kommt super schnell rein und ist direkt mitten im Geschehen. Der Einstieg ist spannend gemacht und die Frage, was mit Joy passiert ist und welche Rolle ...

Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gern! Man kommt super schnell rein und ist direkt mitten im Geschehen. Der Einstieg ist spannend gemacht und die Frage, was mit Joy passiert ist und welche Rolle Benny dabei spielt, zieht sich konstant durch das Buch.
Besonders gut gefallen hat mir der Aufbau der Story. Durch die Mischung aus Gegenwart und den Einblicken in Joys Gedanken und Vergangenheit entsteht eine richtig gute Dynamik. Man hinterfragt ständig alles und weiß nie so genau, wem oder was man trauen kann.
Auch die Plottwists haben für mich gut funktioniert. Es gab ein, zwei Wendungen, die ich so wirklich nicht habe kommen sehen, und genau das macht für mich einen guten Thriller aus. Dadurch blieb die Spannung bis zum Ende konstant hoch.
Insgesamt ein richtig gelungener, spannender Thriller mit emotionaler Tiefe und einer starken Grundidee rund um Freundschaft und Vertrauen. Für mich definitiv eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Wichtig, aufrüttelnd und absolut notwendig

Funkenschwestern
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Ich fand das Buch wirklich sehr gut. Inhaltlich steckt unglaublich viel drin – Barbara Blaha verbindet persönliche Erfahrungen mit Zahlen, Fakten und Studien und macht sehr deutlich, wie eng Feminismus ...

Ich fand das Buch wirklich sehr gut. Inhaltlich steckt unglaublich viel drin – Barbara Blaha verbindet persönliche Erfahrungen mit Zahlen, Fakten und Studien und macht sehr deutlich, wie eng Feminismus und wirtschaftliche Strukturen miteinander verknüpft sind. Das regt definitiv zum Nachdenken an.

Der Schreibstil ist gut zugänglich, auch wenn mir an ein, zwei Stellen ein klarer roter Faden gefehlt hat. Trotzdem lässt sich das Buch insgesamt gut lesen – wobei ich es ehrlich gesagt gar nicht am Stück lesen konnte. Die Themen gehen unter die Haut, machen nachdenklich und teilweise auch richtig wütend.

Genau das zeigt aber, wie wichtig dieses Buch ist. Es macht sichtbar, wie viele Ungleichheiten noch bestehen und dass wir noch lange nicht an einem Punkt sind, an dem wir uns zurücklehnen können. Feminismus bleibt ein zentrales Thema, und Funkenschwestern zeigt sehr eindrücklich, warum.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war, dass konkrete Handlungsempfehlungen teilweise etwas zu kurz kamen. Ich hätte es spannend gefunden, noch mehr Impulse zu bekommen, wie man selbst aktiv werden kann. Gleichzeitig verstehe ich aber auch, dass das den Rahmen des Buches gesprengt hätte.

Insgesamt ein sehr wichtiges, kluges Buch, das aufrüttelt und zum Weiterdenken anregt – und genau deshalb gelesen werden sollte.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Starke Idee, aber zu wenig Spannung für einen Thriller

Tödliches Angebot
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Die Prämisse von Tödliches Angebot fand ich wirklich richtig spannend. Eine Frau, die unbedingt ein Haus haben will und dabei immer skrupelloser wird – das hat definitiv Potenzial für einen intensiven ...

Die Prämisse von Tödliches Angebot fand ich wirklich richtig spannend. Eine Frau, die unbedingt ein Haus haben will und dabei immer skrupelloser wird – das hat definitiv Potenzial für einen intensiven Psychothriller. Gerade dieser moralisch fragwürdige Ansatz und die Entwicklung der Protagonistin klangen nach einer richtig fesselnden Geschichte.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Der Schreibstil war zwar solide, hat es für mich aber nicht geschafft, eine echte Sogwirkung aufzubauen. Die Handlung plätscherte über weite Strecken eher vor sich hin, ohne dass ich das Gefühl hatte, unbedingt weiterlesen zu müssen. Es fehlte einfach die Spannung, die ich mir von einem Thriller erwarte.

Auch das Genre „Psychothriller“ passt für mich nur bedingt. Ich würde das Buch eher als düsteren Roman oder Mystery einordnen, da die typischen nervenaufreibenden Spannungselemente eher im Hintergrund bleiben.

Insgesamt eine wirklich interessante Idee, die in der Umsetzung leider etwas an Raffinesse und Intensität vermissen lässt. Für mich daher solide 3 Sterne – lesbar, aber kein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Spannende Idee, aber mit Luft nach oben

Die Tote von Nazaré
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Die Grundidee des Krimis fand ich wirklich spannend. Gerade Protagonist*innen, die durch ein Trauma oder eine Art Gedächtnisproblematik eingeschränkt sind, bringen oft eine besondere Intensität in die ...

Die Grundidee des Krimis fand ich wirklich spannend. Gerade Protagonist*innen, die durch ein Trauma oder eine Art Gedächtnisproblematik eingeschränkt sind, bringen oft eine besondere Intensität in die Handlung – und genau das hat mich hier auch angesprochen.

Die Atmosphäre rund um den Küstenort Nazaré und das mysteriöse Verschwinden der Leiche sorgen auch definitiv für Spannung und machen neugierig, wie sich alles auflöst.

Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt nicht komplett mitreißen können. Mir hat vor allem bei der Protagonistin etwas Tiefe gefehlt. Gerade mit ihrem Hintergrund hätte ich mir gewünscht, noch mehr in ihre Gedankenwelt einzutauchen und eine stärkere emotionale Verbindung aufzubauen. So blieb sie für mich ein wenig zu distanziert.

Insgesamt ein solider Krimi mit einer interessanten Ausgangslage und guter Idee, der für mich aber nicht ganz sein Potenzial ausschöpfen konnte.

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