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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2026

Wichtig, aufrüttelnd und absolut notwendig

Funkenschwestern
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Ich fand das Buch wirklich sehr gut. Inhaltlich steckt unglaublich viel drin – Barbara Blaha verbindet persönliche Erfahrungen mit Zahlen, Fakten und Studien und macht sehr deutlich, wie eng Feminismus ...

Ich fand das Buch wirklich sehr gut. Inhaltlich steckt unglaublich viel drin – Barbara Blaha verbindet persönliche Erfahrungen mit Zahlen, Fakten und Studien und macht sehr deutlich, wie eng Feminismus und wirtschaftliche Strukturen miteinander verknüpft sind. Das regt definitiv zum Nachdenken an.

Der Schreibstil ist gut zugänglich, auch wenn mir an ein, zwei Stellen ein klarer roter Faden gefehlt hat. Trotzdem lässt sich das Buch insgesamt gut lesen – wobei ich es ehrlich gesagt gar nicht am Stück lesen konnte. Die Themen gehen unter die Haut, machen nachdenklich und teilweise auch richtig wütend.

Genau das zeigt aber, wie wichtig dieses Buch ist. Es macht sichtbar, wie viele Ungleichheiten noch bestehen und dass wir noch lange nicht an einem Punkt sind, an dem wir uns zurücklehnen können. Feminismus bleibt ein zentrales Thema, und Funkenschwestern zeigt sehr eindrücklich, warum.

Ein kleiner Kritikpunkt für mich war, dass konkrete Handlungsempfehlungen teilweise etwas zu kurz kamen. Ich hätte es spannend gefunden, noch mehr Impulse zu bekommen, wie man selbst aktiv werden kann. Gleichzeitig verstehe ich aber auch, dass das den Rahmen des Buches gesprengt hätte.

Insgesamt ein sehr wichtiges, kluges Buch, das aufrüttelt und zum Weiterdenken anregt – und genau deshalb gelesen werden sollte.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Starke Idee, aber zu wenig Spannung für einen Thriller

Tödliches Angebot
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Die Prämisse von Tödliches Angebot fand ich wirklich richtig spannend. Eine Frau, die unbedingt ein Haus haben will und dabei immer skrupelloser wird – das hat definitiv Potenzial für einen intensiven ...

Die Prämisse von Tödliches Angebot fand ich wirklich richtig spannend. Eine Frau, die unbedingt ein Haus haben will und dabei immer skrupelloser wird – das hat definitiv Potenzial für einen intensiven Psychothriller. Gerade dieser moralisch fragwürdige Ansatz und die Entwicklung der Protagonistin klangen nach einer richtig fesselnden Geschichte.

Leider konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen. Der Schreibstil war zwar solide, hat es für mich aber nicht geschafft, eine echte Sogwirkung aufzubauen. Die Handlung plätscherte über weite Strecken eher vor sich hin, ohne dass ich das Gefühl hatte, unbedingt weiterlesen zu müssen. Es fehlte einfach die Spannung, die ich mir von einem Thriller erwarte.

Auch das Genre „Psychothriller“ passt für mich nur bedingt. Ich würde das Buch eher als düsteren Roman oder Mystery einordnen, da die typischen nervenaufreibenden Spannungselemente eher im Hintergrund bleiben.

Insgesamt eine wirklich interessante Idee, die in der Umsetzung leider etwas an Raffinesse und Intensität vermissen lässt. Für mich daher solide 3 Sterne – lesbar, aber kein Buch, das lange im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Spannende Idee, aber mit Luft nach oben

Die Tote von Nazaré
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Die Grundidee des Krimis fand ich wirklich spannend. Gerade Protagonist*innen, die durch ein Trauma oder eine Art Gedächtnisproblematik eingeschränkt sind, bringen oft eine besondere Intensität in die ...

Die Grundidee des Krimis fand ich wirklich spannend. Gerade Protagonist*innen, die durch ein Trauma oder eine Art Gedächtnisproblematik eingeschränkt sind, bringen oft eine besondere Intensität in die Handlung – und genau das hat mich hier auch angesprochen.

Die Atmosphäre rund um den Küstenort Nazaré und das mysteriöse Verschwinden der Leiche sorgen auch definitiv für Spannung und machen neugierig, wie sich alles auflöst.

Trotzdem hat mich die Geschichte insgesamt nicht komplett mitreißen können. Mir hat vor allem bei der Protagonistin etwas Tiefe gefehlt. Gerade mit ihrem Hintergrund hätte ich mir gewünscht, noch mehr in ihre Gedankenwelt einzutauchen und eine stärkere emotionale Verbindung aufzubauen. So blieb sie für mich ein wenig zu distanziert.

Insgesamt ein solider Krimi mit einer interessanten Ausgangslage und guter Idee, der für mich aber nicht ganz sein Potenzial ausschöpfen konnte.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Spannende Idee, aber nicht mein Trope

The Exes
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Die Prämisse von The Exes fand ich wirklich richtig stark. Weibliche Rache, dunkle Geheimnisse und die Frage, ob Natalie Opfer oder Täterin ist – das klang nach einem intensiven, psychologischen Thriller ...

Die Prämisse von The Exes fand ich wirklich richtig stark. Weibliche Rache, dunkle Geheimnisse und die Frage, ob Natalie Opfer oder Täterin ist – das klang nach einem intensiven, psychologischen Thriller mit viel „Female Rage“-Thematik. Und genau dieses Thema fand ich auch am spannendsten an der Geschichte.

Leider konnte ich emotional überhaupt nicht mit Natalie warm werden. Sie ist ganz klar als unlikable Character angelegt – distanziert, schwer greifbar, moralisch ambivalent. Aber ich habe hier wieder gemerkt: Ich bin einfach nicht die richtige Zielgruppe für Geschichten, in denen man bewusst keine Bindung zur Protagonistin aufbauen soll.

Dadurch fiel es mir schwer, wirklich mitzufiebern. Die Spannungsidee ist da, und einige Wendungen sind interessant gedacht, aber ohne emotionale Verbindung blieb für mich vieles auf Distanz.

Insgesamt ein Thriller mit starker Grundidee und einem provokanten Ansatz, der sicherlich viele Leser*innen begeistern wird – für mich persönlich hat es aber leider nicht ganz funktioniert.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Wenn die Fassade bröckelt

Alle glücklich
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Ich mochte diese Geschichte wirklich sehr gerne. Alle glücklich ist kein lauter Roman, kein dramatisches Spektakel – sondern eine sehr authentische, feinfühlige Erzählung über eine Familie, die nach außen ...

Ich mochte diese Geschichte wirklich sehr gerne. Alle glücklich ist kein lauter Roman, kein dramatisches Spektakel – sondern eine sehr authentische, feinfühlige Erzählung über eine Familie, die nach außen perfekt wirkt und innerlich doch mit ganz eigenen Kämpfen ringt.

Besonders gut gefallen hat mir, wie man tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der einzelnen Familienmitglieder eintauchen kann. Jede Perspektive fühlt sich echt an, jede Figur bringt ihre eigenen Sorgen, Erwartungen und stillen Konflikte mit. Genau das macht das Buch so stark – man versteht plötzlich, wie unterschiedlich Menschen innerhalb derselben Familie fühlen und denken können.

Kira Mohn erzählt ruhig, aber eindringlich. Ohne große Effekthascherei, dafür mit viel Feingefühl. Ich war total vereinnahmt von der Geschichte und wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt. Vor allem, weil man merkt: Hier geht es nicht um Schwarz oder Weiß, sondern um die Grautöne des Alltags.

An einigen Stellen hat mich das Buch wirklich zum Nachdenken gebracht – über Rollenbilder, Erwartungen, mentale Belastung und darüber, wie oft wir nach außen funktionieren, obwohl es innen ganz anders aussieht.

Für mich eine sehr gelungene, berührende Familiengeschichte, die leise daherkommt, aber lange nachhallt.

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