Profilbild von Hopeandlive

Hopeandlive

Lesejury Star
offline

Hopeandlive ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Hopeandlive über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2025

Bildungsrevolution dringend erwünscht!

Rettet unsere Schulen!
0

Prof. Dr. Wolfgang Stock, Vater und Großvater und Generalsekretär des Verbands Freier Evangelischer Bekenntnisschulen, weiß wovon er in diesem kleinen Buch spricht. Kenntnisreich und versiert schreibt ...

Prof. Dr. Wolfgang Stock, Vater und Großvater und Generalsekretär des Verbands Freier Evangelischer Bekenntnisschulen, weiß wovon er in diesem kleinen Buch spricht. Kenntnisreich und versiert schreibt er aus seinem reichen Erfahrungsschatz und welche Lösungsansätze für unser dringend überarbeitetes Bildungssystem von Nöten wären. Da ich selbst sehr engagiert meine drei Töchter durch ihre Schulzeit begleitet habe und Mitglied eines privaten Schulvereins bin, kann ich ihm in seinen gewonnen Erkenntnissen nur zustimmen.

Das unser deutsches Schulsystem kaputt ist, werden Eltern feststellen, sobald ihr Kind in die Schule kommt, wenn ein Schulwechsel ansteht, vielleicht sogar noch in ein anderes Bundesland oder einfach auch, wenn die Kinder nicht mehr in der Schule auf die Toiletten gehen möchten, weil sie einfach so schlimm aussehen und niemand sich wirklich zuständig fühlt, daran etwas zu ändern.

Wir erfahren, was es mit PISA auf sich hat und wie wir hier in Deutschland wirklich dastehen, dabei tun sich dem Leser Abgründe auf und ich habe mich gefragt, warum wird denn nichts unternommen. Weiter geht es in die Geschichte der deutschen Schulbildung und das fand ich sehr klar recherchiert, sehr wertvoll und auch da frage ich mich, warum wird denn nichts unternommen?

Die Antwort liegt im Bildungsföderalismus, den uns der Autor in sehr klaren Worten beschreibt und der, auch da stimme ich ihm absolut zu, ein wahrer Bremsklotz ist. Dennoch wäre eine Bildungsrevolution möglich, wenn alle Verantwortlichen und Beteiligten bereit wären, die nötigen Schritte zu gehen und die Bereitschaft hätten, von den PISA-Siegern zu lernen. Das würde auch bedeuten, dass der Beamtenstatus der Lehrer abgeschafft wird und den Schulen erlaubt wird, Lehrer einzustellen, die wirklich motiviert sind sich weiterzubilden und auch zu dem jeweiligen Schulprofil passen. In anderen Ländern funktioniert es auch und ich habe die vielen genannten Vorteile erkannt, denn es gäbe wesentlich weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung der Länder und Kommunen und unfähige verbeamtete Lehrer würden nicht mehr von Schule zu Schule weitergereicht werden, bis sie endlich ihre Pension bekommen und etliche Jahrgänge von Schülern würden wieder adäquat unterrichtet werden.

Zum Schluss gibt er noch einen hoffnungsvollen Ausblick und hat auch einen ausführlichen Teil für häufig gestellte Fragen und deren Antworten. Mir hat dieses kleine und inhaltsreiche Buch sehr gut gefallen und ich hoffe und bete, dass sich in unserem Land vielleicht doch noch etwas in dieser Hinsicht ändert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2025

Sachen gibts....

Never Say Anything
0

"Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.", so ein Chinesisches Sprichwort. Die junge Investigativjournalistin einer Berliner Zeitung Sophie Schelling hätte nicht gedacht, dass dieser Satz ...

"Wer die Wahrheit spricht, braucht ein schnelles Pferd.", so ein Chinesisches Sprichwort. Die junge Investigativjournalistin einer Berliner Zeitung Sophie Schelling hätte nicht gedacht, dass dieser Satz für sie einmal Realität werden würde. Gerade befindet sie sich in Marokko um in Zusammenarbeit mit dem Chefredakteur Hassan Maliki der Zeitschrift "Outland" eine Besonderheit in der Wüste Marokkos nahe der algerischen Grenze zu besichtigen. Eine Himmelstreppe, gebaut von einem zurückgezogen lebenden Einheimischen. Die Fahrt dorthin gestaltet sich nicht gerade ungefährlich, denn es werden terroristische Aktivitäten aus der Gegend gemeldet. Dennoch machen sich die beiden jungen Journalisten auf den Weg, sicher ist auch eine gewisse gegenseitige Anziehung ein Grund dafür. Hassan bringt Sophie die Kultur seines Landes nah und äußert auch seine Kritik am Westen, der seine ganz eigenen Ziele mit seinem Heimatland verfolgt.

In dem kleinen Ort angekommen, erlebt Sophie was es heißt zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein und überlebt einen Terroranschlag, der fast alle Dorfbewohner das Leben kostet auf eine sehr grausame Art und Weise. Die Kaltblütigkeit derer, die nach diesem furchtbaren Anschlag ihre Spuren verwischen, lässt Sophie den Atem stocken und ihr Weltbild wird auf den Kopf gestellt, denn es sind keine Kämpfer von Al Quaida, die gewissenlos morden und davon gibt es leider zu viele an zu vielen Orten, sondern eine besondere Elitetruppe der amerikanischen Armee.

Nachdem Sophie wieder sicher in Deutschland angekommen ist und ihre Geschichte in ihrer Zeitung auf der Titelseite veröffentlichen will, bekommt sie zu spüren, dass sie auch in Deutschland nicht sicher ist, dass es auch hier Terror gibt, nur subtiler. Die Redaktion ihrer Zeitung steht ihr und ihren Schilderungen mehr als kritisch gegenüber, denn es kann nicht sein, was nicht sein darf. Doch Sophie ist nicht die einzige Journalistin, die der Wahrheit auf den Grund gehen möchte, auch ein amerikanischer Kollege geht diesen Weg schon seit vielen Jahren, was ihm letztlich das Leben kostet. Sein Vermächtnis an Wahrheit kommt auf geheimnisvollen Wegen in Sophies Hände, doch ihre Gegner ist niemand geringeres als der CIA und die NSA. Ihnen ist nichts wichtiger als die Wahrheit zu vertuschen und an der Macht zu bleiben und sie schrecken vor keinem Mittel zurück. Nachdem Sophie das Konto gesperrt wurde, damals ein Unding, doch in den letzten fünf Jahren schreckt auch unser Staat davor immer weniger zurück, unbequemen Menschen die Existensgrundlage zu nehmen, Sachen gibts...., geht Sophie in die Offensive, doch ihre Gegner sind ihr immer einen kleinen Schritt voraus.....

Michael Lüders, Journalist und Autor, ist ein sehr spannender Politthriller gelungen, der den Leser atemlos durch die Seiten fliegen lässt. "Ein Meinungsartikel ist schnell geschrieben. Recherche braucht Zeit und kostet Geld." sagt Sophie und ich sage auch Intelligenz und Rückgrat. Es war schön zu lesen, dass die Protagonistin über ein solches verfügt und auch bereit ist die Konsequenzen zu tragen. Wenigstens in den Büchern haben Journalisten noch ein Rückgrat und sind bereit die Wahrheit zu schreiben, auch wenn es erhebliche Konsequenzen für sie hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Der ferne Ruf der Freiheit

Weites Land der Hoffnung
0

Wir befinden uns in New York, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und attraktive Sarah Mayfield ist die Tochter eines sehr reichen Unternehmers und genießt alle Privilegien ihres Standes sowie auch ...

Wir befinden uns in New York, am Ende des 19. Jahrhunderts. Die junge und attraktive Sarah Mayfield ist die Tochter eines sehr reichen Unternehmers und genießt alle Privilegien ihres Standes sowie auch alle Zwänge und Pflichten. Eine Pflicht es es von den Eltern standesgemäß verheiratet zu werden mit einem Spross einer ebenso reichen Unternehmerfamilie. Das Geschäft muss sich ja schließlich immer lohnen. Jedoch wird sie auf ihrer Verlobungsfeier von ihrem selbstverliebten Verlobten vergewaltigt und natürlich wird Sarah die Schuld zugewiesen, da hat sich bis heute leider wenig geändert, und von ihren Eltern wird sie hinausgeworfen. Ihre kurze Schwangerschaft und ihre Fehlgeburt mit schrecklichen Folgen sind den Eltern gleichgültig. Eine kurze Zeit kann sie bei ihrer Freundin Harriet Unterschlupf finden, die aus anderen Gründen von der "guten" Gesellschaft gemieden wird, doch schließlich sieht sie ein, dass sie nicht mehr in New York bleiben kann. Durch Zufall entdeckt sie eine Zeitungsannonce von einem gewissen Joseph Rankin aus Wyoming, der eine Frau zum Heiraten sucht und Unterstützung für seine "aufstrebende" Ranch. Sarah hat nichts mehr zu verlieren und gewinnt langsam wieder Hoffnung vielleicht doch noch ein neues Leben anzufangen und reist nach Wyoming......

In Wyoming lebt der junge Joseph Rankin auf seiner kleinen Ranch, die er mit einem alten Cowboy bewirtschaftet. Nach dem schrecklichen Tod seiner über alles geliebten Frau hadert er immer mehr mit seinem Leben und sucht Zuflucht im Alkohol. Dadurch macht er wichtige Fehler in der Rancharbeit und wird von einem skrupellosen Großrancher unter Druck gesetzt. Charlie und seine Freunde in der kleinen Stadt sind sich einig darüber, dass dringend wieder eine Frau auf die Ranch muss und formulieren eine ansprechenden Zeitungsannonce.....

So finden zwei junge Menschen zueinander, die beide ein ziemlich großes und belastendes Vergangenheitspäckchen zu tragen haben und sich dennoch zueinander hingezogen fühlen. Doch ein Geheimnis droht die junge Liebe endgültig zu zerstören...

Mir hat diese flüssig zu lesende Geschichte gut gefallen. Der Autorin ist es gelungen die starren und verlogenen Gesellschaftsformen des früheren New York sowie das Leben im damaligen Westen sehr gut zu beschreiben und den Leser mit in diese Zeit zu nehmen. Auch die Protagonisten und ihre seelischen Kämpfe sowie ihre anbahnende Liebe hat sie schön beschrieben und ich wurde von dieser Geschichte positiv überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.03.2025

Neue Hoffnung

New Hope - Der Glanz der Hoffnung
0

Wir befinden uns irgendwo in den Weiten der Sierra Nevada im idyllisch gelegenen kleinen Ort New Hope. Der Name steht für alles, was dieser kleine Ort mit seinen originellen und liebenswerten Bewohnern ...

Wir befinden uns irgendwo in den Weiten der Sierra Nevada im idyllisch gelegenen kleinen Ort New Hope. Der Name steht für alles, was dieser kleine Ort mit seinen originellen und liebenswerten Bewohnern zu bieten hat und wie es der Zufall will, finden sich auch immer wieder Menschen dort ein, die eine neue Hoffnung in ihrem Leben brauchen.

Da ist Liz, eine traumatisierte junge Frau, die durch eine schreckliche Tragödie in ihrer Familie nicht mehr spricht und sich in der Anonymität von San Francisco versteckt hat. Doch auch dort erlebt sie Dinge, die sie aus der Stadt treiben und auf ihrer Suche nach einem Ort, der ihrer Seele wieder Ruhe, Frieden und Hoffnung schenkt, landet sie in New Hope. Liz hat eine kleine Blockhütte an einem See gemietet und ist ziemlich erschrocken, dass sie einen Nachbarn hat, Graham, der hiesige Rancher, sehr groß, sehr wortkarg und sehr attraktiv. Bei seinem Antrittsbesuch bekommt er erst einmal von Liz die Tür vor der Nase zugeschlagen, denn von Männern will sie aus Gründen erstmal nichts wissen.

Graham, der die Einsamkeit und die Natur liebt, ist es auch nicht so recht wieder jemanden in der Hütte neben sich zu wissen, doch Liz weckt seine Neugier. Er sieht eine Schönheit und Kraft in ihr, die jedoch durch das Trauma völlig verdeckt ist und ganz langsam und zart nähern sie sich an, es entsteht ein ganz besonderes Band zwischen ihnen und es prickelt ordentlich. Doch auch Graham hat einige Schatten in seiner Vergangenheit, denen er sich noch nicht stellen möchte.....

"New Hope - Der Glanz der Hoffnung" ist ein wirklich schöner Wohlfühlroman mit durchaus Tiefgang und der Autorin ist es sehr schön gelungen, diese zu beschreiben. Der besondere Flair des Ortes und auch Grahams Familie ist wunderschön zu lesen. Es ist der zweite Band einer Reihe, doch lässt sich jedes Buch einzeln lesen und macht auch neugierig auf die anderen Bände.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2025

Cartier - Der Beginn einer Ära

Cartier. Der Traum von Diamanten
0

Wir befinden uns im Jahr 1910 und werden mit hinein genommen in die Welt der funkelnden Diamanten, der damaligen Reichen und Schönen und der Menschen, die schauen müssen, wie sie über die Runden kommen. ...

Wir befinden uns im Jahr 1910 und werden mit hinein genommen in die Welt der funkelnden Diamanten, der damaligen Reichen und Schönen und der Menschen, die schauen müssen, wie sie über die Runden kommen. Die junge Jeanne Toussaint ist eine begabte Näherin und arbeitet für ihre Freundin Coco Chanel und hilft am Abend die Kostüme der Tänzerinnen in den Nachtclubs zum Strahlen zu bringen. Besonders nach ihrer geplatzten Verlobung mit einem französischen Adligen ist sie auf diese Arbeit angewiesen. Ihr Traum in die höhere Gesellschaft aufzusteigen ist nun fürs erste geplatzt. Bis sie in einem Nachtclub den aufstrebenden Juwelier Louis Cartier trifft, der seine Nächte nach seiner gescheiterten Ehe des öfteren dort verbringt. Louis ist sofort von dem Charme und der modischen Stilsicherheit Jeannes gefangen genommen und bietet ihr eine Arbeit als Schmuckdesignerin in seinem Betrieb an, nicht ohne Hintergedanken, denn er fühlt sich mehr und mehr zu der jungen Frau hingezogen und es kommt wie es kommen muss. Die beiden beginnen eine Beziehung, die jedoch geheim bleiben muss.

Louis betreibt sein aufsteigendes Schmuck-Imperium mit seinen Brüdern Philipp und Jacques und ihre Pendants liegen in London und New York. Die Reichen und Schönen, der Adel, die Künstler, alles geht bei Cartier ein und aus und die Brüder und vor allem ihre Frauen sind nicht begeistert von der neuen Partnerin an Louis Seite. Die höhere Gesellschaft bleibt gerne unter sich. Jeanne ist verletzt, dass sich Louis nicht deutlich zu ihr bekennt, doch das hindert sie nicht daran mit einer Kollegin aus der Werkstatt ihren Traum als anerkannte Schmuck-Designerin zu verwirklichen und so arbeiten sie heimlich an einer Kollektion für die kommende Weltausstellung. Als Frau und Angestellte eines großen Unternehmens in der damaligen Zeit ein absolutes No Go.

Derweil ziehen dunkle Wolken über Europa auf, wir erleben neben der Weltausstellung auch den Untergang der Titanic und den Beginn des ersten Weltkriegs. Nichts wird mehr so sein wie es mal war und das Familienunternehmen der Familie Cartier gerät in ernste Gefahr. Wie wird es mit Jeanne und Louis weitergehen, werden sie in diesen unruhigen Zeiten überhaupt noch eine Zukunft haben?

Sophie Villard ist es wieder auf ihre feine und unnachahmliche Art gelungen, den Leser mit auf eine Zeitreise in die Anfänge des letzten Jahrhunderts in Paris, London und New York mit hinein zu nehmen. Ihr gelingt es historische Fakten in eine Geschichte zu packen, in dem es dem Leser gelingt sich in diese für uns so ferne Zeit hinein zudenken und mit den Protagonisten mitzufühlen. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, der mich schon sehr neugierig auf den zweiten Teil macht und ich habe diese Geschichte sehr genossen und werden die einzigartigen Schmuckstücke von Cartier nun auch mit anderen Augen betrachten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere