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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2018

Ab ins Südtirol

Wut kommt selten allein
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Commissario Fabio Fameo und sein Freund Carabiniere Tommaso Caruso haben viel zu tun. Beide ermitteln sie in verschiedenen Fällen und merken fast zu spät, es gibt Verbindungen. Diese Zusammenhänge führen ...

Commissario Fabio Fameo und sein Freund Carabiniere Tommaso Caruso haben viel zu tun. Beide ermitteln sie in verschiedenen Fällen und merken fast zu spät, es gibt Verbindungen. Diese Zusammenhänge führen sie in die selbstdarstellende Theaterwelt und zum Thema: Wie kann sich Wut zeigen? Gibts es Unterschiede zwischen der gespielte und gelebten Wut?

Ich kannte Fameo und Caruso nicht und lernte sie nun in diesem 7. Südtirolkrimi von Ralph Neubauer kennen. Beide fand ich in ihren Funktionen sympathisch und realitätsnah. Man merkt, dass der Autor sich an wirklichrn Begebenheiten orientiert, wie echten Menschen und Orten aus dem Dorf Tirol und dem Südtiroler Unterland.

Der Schreibstil ist eher beschreibend zu bezeichnet. Dadurch möchte man einerseits am liebsten auf den Spuren der Ermittler das Südtirol bereisen, andererseits geht etwas Emotionalität in der Erzählung verloren. Dadurch, dass sich die Ermittlung noch dazu etwas zieht und nur langsam vorwärts geht, gibt es leider nur 3,5 Sterne.

Mein Fazit: Trotz Längen lockt dieser Krimi den Leser das Südtirol zu bereisen und zu geniessen.

Veröffentlicht am 30.09.2018

Urlaubsermittlungen

Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer
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Isabelle Bonnet kehrt in ihr Heimatdorf Fragolin zurück, um Ruhe und Erholung zufinden. Denn was niemand weiss: sie ist als Leiterin einer Spezialeinheit bei einem Bombenanschlag beinahe ums Leben gekommen. ...

Isabelle Bonnet kehrt in ihr Heimatdorf Fragolin zurück, um Ruhe und Erholung zufinden. Denn was niemand weiss: sie ist als Leiterin einer Spezialeinheit bei einem Bombenanschlag beinahe ums Leben gekommen. Doch Fragolin wurde gerade von einem Mord einer Frau und einem verschwundenen Engländer erschüttert. Isabelle Bonnet lässt sich überreden, den Fall zu übernehmen. Dabei wird alles persönlicher als sie je gedacht hätte.

Dieser Auftakt der Reihe "Madame le Commissaire" hat mir gefallen, was hauptsächlich an Isabelle lag. Eine taffe Kämpferin, die einige Gänge zurückschalten und sich klar werden muss, was ihr wichtig im Leben ist. Zudem ist ihr eigenartiger Assistent sympathisch loyal. Die Urlaubsstimmung, die die ganze Zeit vorherrscht, finde ich auch ansprechend.

Der Schreibstil liest sich flüssig, trotzdem fand ich durch die häufig verwendete indirekte Rede die Geschichte eher distanziert erzählt. Emotionen und Spannung kommen so eher wenig auf.

Trotz allem finde ich den Auftakt der Serie gut und ich werde sicher Band zwei lesen.

Veröffentlicht am 24.09.2018

Zuviel private Probleme

Tödliche Vergebung
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Als zeitnah zwei Männer unabhängig voneinander sich erhängt haben, glauben die Kommissaren Nina Schätzlein und Peter Pfeiffer nicht an Suizid. Als Nina zudem von ihrem quasi Ziehvater Pfarrer Sebastian ...

Als zeitnah zwei Männer unabhängig voneinander sich erhängt haben, glauben die Kommissaren Nina Schätzlein und Peter Pfeiffer nicht an Suizid. Als Nina zudem von ihrem quasi Ziehvater Pfarrer Sebastian Heller angelogen wird, dass er beide nicht kannte, versteht sie die Welt nicht mehr. Was hat es mit ihm und den Toten auf sich? Wo ist die Verbindung zu finden? Und vor allem wer ist der Mörder?

Dies ist der zweite Fall des Würzburger Ermittlerteams rund um Peter Pfeiffer und Nina Schätzlein. Im Klappentext steht, er "entwickelt sich zu einem sehr persönlichen Katz-und-Maus-Spiel". Für meinen Geschmack hat jeder Ermittler aber zuviel private Probleme, um sich richtig dem Fall zu widmen. Der Fokus liegt hauptsächlich darauf. Mir fehlt dadurch auch die Spannung und oft fragte ich mich, ob ich etwas verpasst bzw. überlesen habe, denn besonders am Ende überschlagen sich plötzlich die Ereignisse.

Mein Fazit: Mir viel es allgemein schwer der Geschichte zu folgen. Ich glaube aber, wenn man den ersten Band gelesen hat, versteht man einiges mehr. Für mich nicht der packende Thriller, den ich mir aufgrund des Cover erhofft habe.

Veröffentlicht am 23.09.2018

Unschuldig schuldig

Die schuldige Frau
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Bethanys ist verheiratet, doch trotzdem hat sie sich auf eine Affäre mit dem Millionären Calum eingelassen. Doch als dieser erstochen, droht ihr Lügenkonstrukt zusammenzubrechen. Bethany versucht krampfhaft ...

Bethanys ist verheiratet, doch trotzdem hat sie sich auf eine Affäre mit dem Millionären Calum eingelassen. Doch als dieser erstochen, droht ihr Lügenkonstrukt zusammenzubrechen. Bethany versucht krampfhaft ihre Geheimnisse zu bewahren. Doch jemand hat etwas dagegen: Ein Stalker versucht sie als Mörderin darzustellen. Bethany kann nun nur noch eins helfen. Sie muss denn wahren Mörder stellen.

Die Geschichte aus Sicht der betrügenden Frau geschrieben finde ich spannend. In der Mitte verliert die Erzählung zeitweise den Spannungsbogen, aber der packende Schreibstil macht das wett. Meiner Meinung nach hapert es etwas bei der Auflösung bei den Details. Man merkt, dass die Autorin zwei Ideen im Kopf hatte. Trotz allem finde ich den Thriller wegen der Grundidee spannend.

Veröffentlicht am 14.09.2018

Gegenpolige Hauptprotagonisten

Post Mortem - Tränen aus Blut
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Avram Kuyper erhält eine Nachricht von seinem Bruder Goran, dass dessen Familie in Gefahr sei. Als er auf dem Hof eintrifft, sind alle verschwunden und Avram befürchtet das Schlimmste. Er macht sich auf ...

Avram Kuyper erhält eine Nachricht von seinem Bruder Goran, dass dessen Familie in Gefahr sei. Als er auf dem Hof eintrifft, sind alle verschwunden und Avram befürchtet das Schlimmste. Er macht sich auf die Suche und ahnt dabei nicht, dass die Interpolagentin Emilia Ness schon ihre Ermittlunfen aufgenommen hat. Doch Emilia weiss ein Geheimnis nicht: Avram ist ein Profikiller.

Ich fand den Auftakt dieser Reihe rund um Emilia und Avram spannend und kurzweilig. Besonders interessant fand ich als und wie die Erzählungen von den beiden Hauptprotagonisten zusammentreffen. Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass der Autor immer wieder Fakten wiederholen muss. Das wäre nicht nötig gewesen.

Trotzdem ist es für mich ein packender Thriller, der Lust auf die Fortsetzung macht.